Montag, 17. Februar 2020

Achensee im Schnee - darauf einen Kaiserschmarrn!

Hallo Leute,

wir waren erstmals im Winter am Achensee. Also um korrekt zu sein, Frauchen und ich nicht, wir waren ja früher sehr viel im Winterurlaub. Langlaufen, Frauchen kann klassisch und skaten. Aber inzwischen ist es ihr viel zu kalt, sie fährt lieber mit Oma zum Wanderurlaub nach Mallorca statt wie früher nach Lenggries / an den Achensee.

Aber Herrchen wollte mal "Berge in Schnee" sehen. Bekam er auch, es hatte am Tag vor unserer Anreise nochmal ordentlich geschneit. Das ist ja eine Seltenheit in diesem Winter! Und mit dem Wetter hatten sie auch Glück, erster und Abreisetag volle Sonne, dazwischen ein Tag mit morgens Schneeschauern und nachmittags Regen. Ich hatte ja auf mehr schlechtes Wetter gehofft, damit ich mich in der Stube festsetzen und Kaiserschmarrn spachteln konnte, aber es ging auch so. Zweimal Kaiserschmarrn gab es für mich hungrigen Coach, Frauchen hatte ich nach zwei kleineren Winterwanderungen mit Herrchen dann immer zum Laufen rausgesetzt.

Hier ein paar Impressionen:




Die Rückfahrt war übrigens der Horror. Und ich  bekam fast den Gurt über die Schnauze gebunden, weil ich angeblich zu viel gequengelt hätte ... naja, für eine Strecke von sonst 3,25 Stunden nun rund 5,5 Stunden, drei lange Staus (von denen zwei nicht angekündigt waren) ... ich war bedient. Und hungrig, schließlich litt ich unter Kaiserschmarrnentzug!

Und für die Neugierigen: Nein, Herrchen ist nicht auf den Geschmack gekommen, es bleibt beim einmaligen Winterausflug.

Bis bald Euer Iwan

Samstag, 8. Februar 2020

Lebensretter für eine Ziege

Hallo Leute,

ich muss ja noch eine Begebenheit aus dem Mallorca-Urlaub nachreichen. Mein Frauchen ist meine Heldin! Sie hat einer Ziege das Leben gerettet.

Auf der Wanderung rund um Port de Soller fiel ihr schon auf: im Gegensatz zu früher sind inzwischen fast alle Grundstücke am Wegesrand mit Drahtzaun abgegrenzt. Nicht engmaschig wie hierzulande, sondern so 15 x 15 cm.
Ein Stück weiter sah sie schon die Bescherung: Eine Ziege hatte anscheinend der Verlockung des Grüns auf der anderen Seite des Zauns nicht widerstehen können, ihren Kopf irgendwie durchgesteckt. und kam nicht wieder zurück. Die Hörner waren im Weg. Sie schmiss sich panisch und schon ziemlich verzweifelt immer wieder rückwärts, was nichts half. In sicherem Abstand daneben ein Kitz und eine weitere Ziege. Wildes Gemähe.

Frauchen - dusselig wie sie ist, ohne erst zu fotografieren, sondern gleich um das Tierwohl besorgt - sofort ran an Ziege und Zaun und versucht, den Ziegenkopf zu fassen zu kriegen. Ein Ringkampf folgte, denn das Vieh hat natürlich nicht kapiert, dass Frauchen helfen wollte. Und trat, stieß, schmiss sich weiter immer wieder rückwärts. Zur Größeneinschätzung: das sind keine Ziegen wie die süßen Miniziegen in Streichelzoos, sondern schon Kaliber so Größe Dogge. Hier andere Exemplare zur besseren Vorstellung:

Das Problem: Frauchen hat leider nur zwei Hände. Die Ziege hatte zwei Hörner. Beide musssten heruntergedrückt werden in der Kopfhaltung, damit es rückwärts wieder rausging. Letzteres kapierte die Ziege aber nicht, also musste der Zaun nach vorne gedrückt werden. Mit der dritten Hand. Äh, das ging so nicht. Und kein anderer Wanderer in Sicht, sonst ist dieser Weg überlaufen ....

Nach circa 5 min. Ringkampf, begleitet von verzweifeltem Meckmeckmeck der beiden anderen Ziegen, war die Ziege entweder so erschöpft, oder hatte kapiert, dass geholfen werden sollte. Sie hielt relativ still. Übrigens mit beiden Hinterhufen auf Frauchens Fuß stehend - anscheinend dachte sie, o.k. da habe ich dann auch den Menschen gut im Griff ... Ein letzter Druck nach unten, eine Bewegung nach hinten, die Ziege war frei! Und rannte mit den anderen beiden relativ zügig davon. Undankbares Viech, sie hätte ja wirklich noch für ein Erinnerungsfoto posen können!

Wie gesagt, zu anderen Jahreszeiten ist dieser Wanderweg überlaufen. Jetzt, Ende Januar, hat Frauchen kaum einen Menschen gesehen. Die Ziege hätte mit etwas Pech elendig verrecken können im Zaun hängend. Also gutes Werk getan. Bin stolz auf mein Frauchen.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 4. Februar 2020

Fast ein kleiner Sommer im Winter

Hallo Leute,

leider muss ich mich zurückmelden. Frauchen und ich waren auf Mallorca, 11 Tage, 10 Nächte. Dieses Jahr hatte ich nicht verzichtet, Fozzie ist zwar immer noch stocksauer, aber ich wusste ja: Pauline kommt! Diese bärige Freundin hatte ich schon so lange nicht mehr gesehen, ein Treffen musste sein!

Bei den Flügen hat Frauchen es geschafft, mich positiv zu überraschen: eigener Sitzplatz für mich! Zwar nur Mitte, Frauchen wollte den Fensterplatz nicht an mich abtreten, aber immerhin ...






Wir haben wieder an der Playa de Palma gewohnt, in Port d´Alcudia hat im Januar kein Hotel auf.
Die Playa de Palma ist allerdings um diese Jahreszeit auch erträglich, nur zwei Saufgruppen, sonst fast nur deutsche Senioren (sitzen an der Strandpromenade und lesen die Apothekenumschau) und Einheimische unterwegs. Laufen ist halt etwas eintönig - entweder nach rechts oder nach links. Frauchen hatte da so ihre Touren, jeweils rund 10 km. Und einmal ganz vor zum Cap Rocat, das war ihr erster langer Lauf in dem Jahr. Hier von oben:

Gesundheitlich gab es eine echte Wunderheilung: Vorher festsitzender Husten und Halsweh, am ersten Tag gaaaaanz langsam vor sich hingeschlappt, dass sogar die überholenden Yorkshireterrier mitleidig guckten, ab dann kein Husten mehr, alles lief immer besser.

Insgesamt war es ein echter Traumurlaub: jeden Tag Sonne, Temperaturen für die Jahreszeit - wie überall derzeit - sehr warm, die letzten Tage rund 23 Grad tagsüber. Laufen immer in kurz, die mitgenommene lange Laufhose, wärmere Unterwäsche, Bufftücher .... alles fuhr ungetragen wieder zurück.

Frauchen machte lange Wanderungen, genoss die bereits schön blühenden Mandelbäume und schrubbte Höhen- und Laufmeter:







Und dann war es endlich soweit: Pauline und ihr Frauchen Manu trafen für das Wochenende ein! Ehrensache, dass wir sie vom Flughafen abholten. Am nächsten Tag haben uns die beiden Damen dann nach Inca / Moscari chauffiert, dort gibt es einen schönen Spaziergang mit ganz vielen blühenden Mandelbäumen und auch einem Esel. Pauline hatte etwas Angst, aber ich war ja als starker Bär an ihrer Seite! Danach haben wir uns noch ausführlich im Hotelzimmer unterhalten, Frauchen hatte ich nach draußen zum Sonnen geschickt. Abschied haben wir dann an der Strandpromenade gehalten.



Leider war die Zeit dann viel zu schnell vorbei! Der Trainingserfolg bei Frauchen war ja sehr gut, eigentlich hätten wir dort bleiben und weiter trainieren sollen ... ich spüre schon wieder so ein Krächzen im Hals, bei den Temperaturen und dem Wetter hier. Auch das abendliche Buffet im Hotel hat schon was für sich ...



Egal, jetzt erstmal wieder hier eingewöhnen. Und träumen vom nächsten Laufurlaub in der Sonne!
Dann geht es wieder nach Port d´Alcudia - die schöne Bucht mit den perfekten Laufstrecken inklusive Berg seht Ihr hier.

Bis bald Euer Iwan


Dienstag, 21. Januar 2020

Heute ist mein Ehrentag

Hallo Leute,

heute ist "Tag der Jogginghose". Also quasi mein Ehrentag. Ich  trage diese bequemen Beinkleider ja nun schon seit einigen Jahrzehnten, sie sind mein Markenzeichen geworden.

Ihr großer Vorteil: damit wirke ich sportlich, ohne selbst laufen zu müssen. Und sie sitzen leger, sodass ich auch mal den ein oder anderen Kaiserschmarrn mehr vertragen kann ...

Und damit genug der erfreulichen Nachrichten, zur Zeit bin ich tief deprimiert. Da hatte ich Frauchen nach ihrer Infektion im Dezember endlich wieder auf passablem Laufniveau. Ab Freitag stehen dazu 10 Tage Mallorca an, ich hatte schöne lange Läufe und Wanderungen geplant. Und nun hat sie seit 8 Tagen schon wieder eine Erkältung, hustet und kläfft erbärmlich herum. An Laufen nicht zu denken. Da kann ich dann wohl auch das 8,5 km-Rennen in Campos, zu dem ich sie für Sonntag angemeldet habe, knicken. Kein guter Saisonauftakt.

Und ja, dieses Jahr fliege ich mal wieder mit - obwohl sie wieder, ich kann es gar nicht oft genug betonen, zum wiederholten Male keinen eigenen Sitzplatz für mich gebucht hat. Erstens möchte ich auch gern mal wieder Urlaub haben, zweitens soll das Hotelbüffet recht üppig sein, und drittens kommt Pauline Laufbär mit ihrem Frauchen auch. Irgendwie treffen wir uns immer woanders, nie an unseren jeweiligen Wohnorten. Ich freue mich auf jeden Fall trotzdem auf die Inseltage und werde berichten.

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 9. Januar 2020

Ein neuer Laufschuh ist wie ein neues Leben

Hallo Leute,

ich hoffe, Ihr seid gut ins neue Jahr gestartet! Ich habe Frauchen bereits die ersten 4 Laufstunden des Jahres absolvieren lassen, und selbst die letzten Feiertagsleckerein vertilgt.

Neues Jahr, neuer Schuh. Als gewiefter Laufcoach weiß ich ja, dass man Laufschuhe nach circa 600 km austauschen sollte, und dass man mehrere Modelle abwechselnd tragen sollte. Sag das mal meinem Frauchen! Seit sie Ende 2018 die Fußverletzung hatte, und sich nachfolgend an der rechten Ferse ein kleiner Sporn entwickelt hat, trägt sie mit Vorliebe nur noch ein Modell für die Trailläufe - ich glaube, sie hat da die Produktion aufgekauft. Inzwischen Nummer 4, hat sie in Goretex und normal. Für die Straße / Asphalt hat sie dann doch tatsächlich noch ein anderes Modell gehabt, das jetzt aber so heruntergeschlappt war, dass ich es ihr ohne allzugroße Gewaltanwendung entreißen konnte.

Und ihr die beim letzten Sale (daher die aparte Flamingo-Farbe) erstandenen neuen Laufschuhe hingestellt habe.

Noch nie genutztes Modell. Tja, was soll ich sagen ... die ersten Meter waren sehr ungewohnt, weil starker seitlicher Halt an der Ferse, bei den bisherigen eher weniger dort. Ab dann lief es aber. Perfekt.

Also gilt tatsächlich der alte Jürgen-Marcus-Song, abgewandelt von Iwan: "Ein neuer Laufschuh ist wie ein neues Leben, schanana nanana". (Habt Ihr jetzt wenigstens einen schönen Ohrwurm im Ohr? Bitteschön, nichts zu danken)

Und jetzt fragen wir beide uns voll Spannung: Welche Läufe werden wir mit diesen Schuhen erleben? Wie viele Kilometer werden sie Frauchen begleiten? Lassen wir uns überraschen!

Ich wünsche Euch allen ein gutes, gesundes & erfolgreiches (Lauf)jahr 2020!

Euer Iwan


Dienstag, 31. Dezember 2019

Rückblick - und Tschüss, 2019!

DaHallo Leute,

zur Einstimmung auf meinen üblichen Jahresrückblick habe ich gerade nochmal den vom letzten  Jahr gelesen. Und musste feststellen, dass wir dort meinten, 2019 könne nur besser werden. Haha. Hahahaha. Böser Irrtum.

Läuferisch hatten wir Highlights und Lowlights (ich kreiere gerade mal wieder neue Worte, hehehe):
  • beim Moritzberglauf am 1. Mai hat sich Frauchen sowohl von der Platzierung (nicht mehr Letzte!) und, wichtiger, von der Zeit her verbessert
  • beim Womensrun in Frankfurt wäre eine neue PB über 5 km drin gewesen, wenn sie nicht nach 4 km auf ihr schwächelndes Patenkind gewartet hätte
  • über 2200 Laufkilometer in 2019 bedeuten persönlichen Rekord
  • beim Salzburg Trailrunning Festival locker leicht über den Panoramatrail getänzelt 
  • mit dem Mozart Light (32 km) und dem Karwendelmarsch (52 km) ordentlich die Grenzen ausgetestet
  • in bester Erinnerung bleiben herrliche Läufe in den Tiroler und Lenggrieser Bergen

    aber

  • mit den Zeiten und dem allgemeinen Befinden sowohl beim Mozart Light als auch beim Karwendelmarsch und beim Tegernseelauf unzufrieden
  • Achenseelauf wegen Sauwetters gar nicht erst angetreten
  • letzten 10 km-Lauf in Valencia mit beginnender Virusinfektion im Körper eine ziemliche Quälerei.
Dazu kamen diverse Krankheiten, ein schwerer Unfall und ein Todesfall in der näheren Verwandschaft. Was andererseits wieder ins Bewusstsein ruft, wie gut es Frauchen hat, so viel und an so schönen Orten laufen zu dürfen!

Hier ein paar Highlightbilder aus 2019 - möge 2020 nun wirklich besser werden!






Bis nächstes Jahr

Euer Iwan

Samstag, 21. Dezember 2019

Saisonplanung 2020

Hallo Leute,

keine Panik (oder Freude?), mich gibt es noch. Nur war erst  mein Frauchen ziemlich krank, das miese Gefühl beim Laufwochenende in Valencia war eine ausbrechende Virusinfektion. Und kaum war sie wieder halbwegs genesen (11 Tage ohne Laufen, könnt Ihr Euch das vorstellen?), hat es Herrchen niedergestreckt. Und wie es sich für einen Nicht-Sportler, Nicht-Trainierten geziemt, hat es ihn viel schlimmer erwischt - Krankenpfleger Iwan ist nun schon die dritte Woche im Einsatz.

Aber ich wollte Euch doch über die Saisonplanung 2020 informieren - das war das einzig Gute an Frauchens Krankheit: ich hatte freie Bahn am PC zum Anmelden! Was ich weidlich genutzt habe ...

Also, los geht es mit dem

  • 10 km-Lauf in Palma, 22.3.
  • Innsbruck Alpine Festival, 2.5. (wie immer der Rookierun, hahaha).
Das war es schon im ersten Halbjahr, das zweite Halbjahr wird um so heftiger:

  • Pitz Alpine Trail Festival (27 km), 8.8. 
  • Womens Run Frankfurt (5 km), 15.8.
  • Achenseelauf (23 km), 5.9.
  • Gamstrail Kitzbühel (22 km), 19.9.
  • Salzburg Trailrunning Festival Ende Oktober.
Und wenn Ihr den 10 km-Lauf Valencia vermisst - wir würden sehr gern, aber er findet leider nicht mehr statt. Und der Langkofel-Halbmarathon passte leider terminlich 2020 nicht - da hoffe ich auf 2021, denn Südtirol würde ich gern mal wieder kulinarisch erkunden, das letzte Mal war ich 2003 dort.

Und was habt Ihr so vor?

Bis bald Euer Iwan