Donnerstag, 9. Januar 2020

Ein neuer Laufschuh ist wie ein neues Leben

Hallo Leute,

ich hoffe, Ihr seid gut ins neue Jahr gestartet! Ich habe Frauchen bereits die ersten 4 Laufstunden des Jahres absolvieren lassen, und selbst die letzten Feiertagsleckerein vertilgt.

Neues Jahr, neuer Schuh. Als gewiefter Laufcoach weiß ich ja, dass man Laufschuhe nach circa 600 km austauschen sollte, und dass man mehrere Modelle abwechselnd tragen sollte. Sag das mal meinem Frauchen! Seit sie Ende 2018 die Fußverletzung hatte, und sich nachfolgend an der rechten Ferse ein kleiner Sporn entwickelt hat, trägt sie mit Vorliebe nur noch ein Modell für die Trailläufe - ich glaube, sie hat da die Produktion aufgekauft. Inzwischen Nummer 4, hat sie in Goretex und normal. Für die Straße / Asphalt hat sie dann doch tatsächlich noch ein anderes Modell gehabt, das jetzt aber so heruntergeschlappt war, dass ich es ihr ohne allzugroße Gewaltanwendung entreißen konnte.

Und ihr die beim letzten Sale (daher die aparte Flamingo-Farbe) erstandenen neuen Laufschuhe hingestellt habe.

Noch nie genutztes Modell. Tja, was soll ich sagen ... die ersten Meter waren sehr ungewohnt, weil starker seitlicher Halt an der Ferse, bei den bisherigen eher weniger dort. Ab dann lief es aber. Perfekt.

Also gilt tatsächlich der alte Jürgen-Marcus-Song, abgewandelt von Iwan: "Ein neuer Laufschuh ist wie ein neues Leben, schanana nanana". (Habt Ihr jetzt wenigstens einen schönen Ohrwurm im Ohr? Bitteschön, nichts zu danken)

Und jetzt fragen wir beide uns voll Spannung: Welche Läufe werden wir mit diesen Schuhen erleben? Wie viele Kilometer werden sie Frauchen begleiten? Lassen wir uns überraschen!

Ich wünsche Euch allen ein gutes, gesundes & erfolgreiches (Lauf)jahr 2020!

Euer Iwan


Dienstag, 31. Dezember 2019

Rückblick - und Tschüss, 2019!

DaHallo Leute,

zur Einstimmung auf meinen üblichen Jahresrückblick habe ich gerade nochmal den vom letzten  Jahr gelesen. Und musste feststellen, dass wir dort meinten, 2019 könne nur besser werden. Haha. Hahahaha. Böser Irrtum.

Läuferisch hatten wir Highlights und Lowlights (ich kreiere gerade mal wieder neue Worte, hehehe):
  • beim Moritzberglauf am 1. Mai hat sich Frauchen sowohl von der Platzierung (nicht mehr Letzte!) und, wichtiger, von der Zeit her verbessert
  • beim Womensrun in Frankfurt wäre eine neue PB über 5 km drin gewesen, wenn sie nicht nach 4 km auf ihr schwächelndes Patenkind gewartet hätte
  • über 2200 Laufkilometer in 2019 bedeuten persönlichen Rekord
  • beim Salzburg Trailrunning Festival locker leicht über den Panoramatrail getänzelt 
  • mit dem Mozart Light (32 km) und dem Karwendelmarsch (52 km) ordentlich die Grenzen ausgetestet
  • in bester Erinnerung bleiben herrliche Läufe in den Tiroler und Lenggrieser Bergen

    aber

  • mit den Zeiten und dem allgemeinen Befinden sowohl beim Mozart Light als auch beim Karwendelmarsch und beim Tegernseelauf unzufrieden
  • Achenseelauf wegen Sauwetters gar nicht erst angetreten
  • letzten 10 km-Lauf in Valencia mit beginnender Virusinfektion im Körper eine ziemliche Quälerei.
Dazu kamen diverse Krankheiten, ein schwerer Unfall und ein Todesfall in der näheren Verwandschaft. Was andererseits wieder ins Bewusstsein ruft, wie gut es Frauchen hat, so viel und an so schönen Orten laufen zu dürfen!

Hier ein paar Highlightbilder aus 2019 - möge 2020 nun wirklich besser werden!






Bis nächstes Jahr

Euer Iwan

Samstag, 21. Dezember 2019

Saisonplanung 2020

Hallo Leute,

keine Panik (oder Freude?), mich gibt es noch. Nur war erst  mein Frauchen ziemlich krank, das miese Gefühl beim Laufwochenende in Valencia war eine ausbrechende Virusinfektion. Und kaum war sie wieder halbwegs genesen (11 Tage ohne Laufen, könnt Ihr Euch das vorstellen?), hat es Herrchen niedergestreckt. Und wie es sich für einen Nicht-Sportler, Nicht-Trainierten geziemt, hat es ihn viel schlimmer erwischt - Krankenpfleger Iwan ist nun schon die dritte Woche im Einsatz.

Aber ich wollte Euch doch über die Saisonplanung 2020 informieren - das war das einzig Gute an Frauchens Krankheit: ich hatte freie Bahn am PC zum Anmelden! Was ich weidlich genutzt habe ...

Also, los geht es mit dem

  • 10 km-Lauf in Palma, 22.3.
  • Innsbruck Alpine Festival, 2.5. (wie immer der Rookierun, hahaha).
Das war es schon im ersten Halbjahr, das zweite Halbjahr wird um so heftiger:

  • Pitz Alpine Trail Festival (27 km), 8.8. 
  • Womens Run Frankfurt (5 km), 15.8.
  • Achenseelauf (23 km), 5.9.
  • Gamstrail Kitzbühel (22 km), 19.9.
  • Salzburg Trailrunning Festival Ende Oktober.
Und wenn Ihr den 10 km-Lauf Valencia vermisst - wir würden sehr gern, aber er findet leider nicht mehr statt. Und der Langkofel-Halbmarathon passte leider terminlich 2020 nicht - da hoffe ich auf 2021, denn Südtirol würde ich gern mal wieder kulinarisch erkunden, das letzte Mal war ich 2003 dort.

Und was habt Ihr so vor?

Bis bald Euer Iwan

Montag, 2. Dezember 2019

Zum letzten Mal: Blaues Finish in Valencia

Hallo Leute,

zum fünften Mal stand nun schon der 10 km-Lauf in Valencia an - der "kleine Bruder" des parallel stattfindenden Marathons. Nochmal Gelegenheit für Frauchen, Wärme und Sonne zu schnappen. Außerdem ist es - eigentlich, zumindest für die Weltelite - ein sehr schneller Kurs, mit extrem guter Stimmung auch neben der Laufstrecke. Mindestens fünf verschiedene Trommlergruppen, Livemusik, DJs, viele anfeuernde Zuschauer ... ganz einfach ein Lauf, auf den wir uns immer sehr freuen.
Korrekt muss ich nun sagen: gefreut haben. Denn die Ausgabe 2019 war auch die letzte, der 10 km-Lauf wird trotz des großen Zuspruchs eingestellt. Die Veranstalter wollen mehr Läufer über die Marathondistanz an den Start lassen, die 7.500 Starter auf den 10 km "blockieren" ja eine komplette Fahrbahn beim Start. Sehr schade, ich weiß auch nicht, ob das die richtige Entscheidung ist? Aber ich bin ja auch nur ein kleiner Bär ....

Die ersten drei Male war ich auch dabei - 2015, 2016 und 2017. Aber nachdem der Termin 2018 auf das erste Dezemberwochenende umgezogen ist, weigerte sich Herrchen mitzufliegen. Er hat lieber Christkindlesmarkt hier. Das heißt dann aber für mich, niemand bringt mich zum Zieleinlauf, ich kann nicht aufspringen und mitfinishen (ich hasse es ja, hier immer auf Menschen angewiesen zu sein!). Also habe ich auch auf den Flug in der engen Tasche verzichtet - Frauchen ist ja geizig und kauft mir keinen eigenen Sitzplatz. Denn im Hotelzimmer zu hocken, das kann auch  mein Assistenztrainer Fozzie.

Ich hatte die Hoffnung, endlich mal eine Zeit Sub 1 Stunde zu sehen. Bis letzten Montag, da legte sich Frauchen ins Bett. Mittwoch / Donnerstag ging es dann wieder. Freitag früh dann Abflug, sie hatte Rücken- und Kopfschmerzen. Und leichtes Halsweh. Der Flieger von Frankfurt nach Valencia wie jedes Mal proppenvoll mit Läufern. In der Reihe vor ihr diskutierten zwei Marathonis fast den ganzen Flug über ihrer km-Marschtabelle und verhandelten 10 Sekunden-Steps. Neben ihr saß eine Marathonstarterin aus Belgien ... Schade nur, dass die Lufthansa auf dieser Strecke seit diesem Jahr eine sehr abgeschrabbte Maschine der Sun Express einsetzt - Sardinen in der Büchse haben mehr Platz, durchgesessene Sitze ... Nach der Landung raus, ab ins Taxi und zum Hotel. Dann - in Anbetracht der Wolken - erstmal in die Wissenschaftsstadt, die Startunterlagen inklusive des wie jedes Jahr sagenhaften Goodiebags abgeholt und über die Expo geschlendert.

Kopfweh wurde nicht besser, dafür aber das Wetter. Sonne, 23 Grad. Also doch ein langsamer Trainingstrab im Turiapark. Danach schrieen zwar Rücken und Kopf, aber der Psyche tat es gut.
Samstag morgen aufgewacht, und sich gut gefühlt. Alle Malaisen weg. Also wieder in kurz/kurz gewandet und um 9 Uhr pünktlich zum Start des 5 km-Breakfast Run erschienen. Vom Hotelzimmer aus konnte man sogar den Startbogen (rot) sehen:
 
15 Grad, super Stimmung. Um Frauchen herum eine Riesengruppe Italiener, dazu Schweden, Engländer, Spanier ... alle bestens gelaunt, man schnatterte nach links und rechts. Frauchen dachte kurz: warum kann es nicht immer so sein, so sieht ein Europa der vielen Nationen aus!

Der Breakfast Run verläuft ohne Zeitmessung 5 km wieder durch den Turiapark, eine prima Einstimmung auf das sonntägliche Rennen. Zwischendurch kam die Trainingsgruppe um den späteren Marathonsieger, Kinde Atanaw Alayew, entgegen, da konnte man mal Laufen zelebriert sehen. Gazellen gegen Frauchens  (naja, Elefant wäre gemein, aber das trifft es) Trampeltier.
Danach genoss Frauchen einfach den wunderschönen Fast-Sommertag bei 26 Grad. Sie war im Zoo (unbedingter Tipp, wenn Ihr mal in Valencia seid) und am Meer.


Sorgenfalten brachte ihr nur ein Problem auf die Stirn: dieses Jahr hatte sie einen früheren Rückflug, bereits 12:40 Uhr statt wie sonst 14:45 Uhr - die Swiss wollte nämlich glatt 200 Euro mehr für die Strecke, und das war uns Geizkragen die 2 Stunden längerer Aufenthalt nicht wert. Frauchen wusste zwar, es ist schwierig, am Marathontag ein Taxi aufzutreiben, aber nicht unmöglich. Was sie nicht bedacht hatte: die Straßensperrungen bis 13 Uhr. Und das Hotel genau mittendrin. Ideal für die Läufe, aber nicht zum Wegkommen. Die Dame an der Rezeption lachte nur trocken und meinte "vielleicht mit der Metro". Also nach Fahrplänen geguckt. Jede Stunde, laut Aushangfahrplan. 10 Uhr würde sie nicht schaffen, 11 Uhr plus dann Fahrtzeit 30 min. könnte sich bei Unpünktlichkeit sehr negativ auf die Gepäckaufgabe auswirken ... naja, erstmal war Samstag Abend, das obligatorische Caprese und Tris Ravioli in Salbeibutter-Fassen fand statt. Und Frauchen legte sich beruhigt schlafen ...

...um am Sonntag Morgen mit Halsschmerzen, Schnupfen, Rückenschmerzen aufzuwachen. Verflixt und zugenäht! Und jetzt kommt etwas, was ich als Coach wohl verhindert hätte, aber Fozzie war nicht streng genug. Frauchen ist gestartet. Sie sagte sich, das allerletzte Mal Gänsehautfeeling beim Start, durch den hohen gelben Bogen und über die Brücke, an den futuristischen Gebäuden vorbei - und wenn sie sehr in sich hineinhorchte, dann würde es wohl gehen:
















Für die Statistikfreunde unter Euch: 7.500 Anmeldungen, 6.090 Finisher. Wie immer wenig Deutsche. Super Stimmung am Start, und das erste Mal in all den Jahren, dass es kein Rempeln, Hauen und Stechen auf den ersten Kilometern gab. Frauchen war, wie sicher viele, sehr bewegt beim Gedanken "das letzte Mal". Denn viele werden oder können wohl nicht auf die Marathondistanz umschwenken ....


Die ersten 5 km verliefen ganz gut, zwar wieder nur mit einer 31er-Zeit, aber die Gesundheit hielt. Um bei km 6 massivst einzubrechen. Frauchen dachte sogar kurz an Aufgabe. Aber sie hätte eh zurück zum Zielbereich gemusst, da dort das Hotel war. Tempo rausgenommen und jaulend all die überholen lassen müssen, die sie vorher überholt hatte. Stimmung wie immer prächtig an der Strecke. Gespannt war sie, ob der angekündigte Weltrekord von Joshua Cheptegei erreicht wurde - aber leider wurde das auf der Strecke nicht durchgesagt. Später erfuhr sie: yes, sie war in einem Weltrekordrennen mitgelaufen, 26:38 min. hatte er gebraucht, sie nur unwesentlich länger: netto 1:03,03 min, wieder nichts mit einer Sub 1 Stunde. Aber sie hat noch einmal den Zieleinlauf über Wasser genießen können, das gibt es nirgendwo anders.
Im Classement wurde sie 4.259, und 86. in ihrer Altersklasse. Hauptsache, sie war ins Ziel gekommen und nicht umgefallen! Schnell Medaille geschnappt und den Finisher-Goodie-Bag. Ab ins Hotel und packen.


Mit ratterndem Koffer im Schlepptau zu Metro gewetzt, 1,3 km über nicht allzu glattes Pflaster (wer spanisches Trottoir kennt, weiß, was ich meine - lauter kleine kantige Steinchen). Um dann an der Metro festzustellen: fährt doch alle 20 min. Aufatmen. Leider nur sprichwörtlich, denn die Erkältung hat sich festgesetzt ... Unvernunft, Dein Name ist Frauchen.

Und jetzt sitzen wir wieder hier, im grauen und kalten Nürnberg. Und ich überlege ernsthaft, Frauchen für den Marathon anzumelden - so toll ist das Laufwochenende in Valencia immer!

Bis bald Euer Iwan




Dienstag, 19. November 2019

Berge bevorzugt - beim Laufen und Lesen

Hallo Leute,

sagt mal, zieht Euch der November auch so runter? Grau in grau, heute wurde es gar nicht richtig hell. Und wenn ich richtig gezählt habe, noch 123 Tage bis Frühlingsanfang ...

Wenn ich Frauchen zum Lauftraining rausgeschoben habe, bin ich jedenfalls aktiv bei der Terminplanung 2020. Berge, sage ich da nur. Ich bevorzuge Berge, zwei Termine sind schon fixiert: der Innsbruck Trail Alpine 15 km und der Pitz Alpine Trail 28 km. Achenseelauf wird sicher auch noch gebucht, da war aber noch keine Anmeldung. Dito das Salzburg Trailrunning Festival ...

Berge heißen für Frauchen Abwechslung und schöne Gegenden, und endlich mal nicht zu den ganz Langsamen zu gehören. Und für mich heißen sie Kässpätzle, Spinatknödel, Kaiserschmarrn und andere Leckereien.

Frauchen liebt aber auch noch andere Berge. Nämlich Bücherberge:



Das hier ist ihr Lesestoff seit Mitte August. Kein Witz. August 2019. Im Gegensatz zum Laufen, wo sie es eher gemütlich angehen lässt (ihre Umschreibung für "Lama"!), liest sie rasend schnell.
Wenn jemand noch "Nummer 5" und seinen Wunsch nach "Input" kennt: Frauchen liest genauso rasant. Das bringt mehrere Probleme mit sich:

  1. ist es sehr schwer, Frauchen ein Buch zu schenken, dass sie noch nicht kennt - von ihren Lieblingsautoren sind die Werke immer schon weit vor Erscheinen vorbestellt
  2. türmen sich die Berge (s.o.) ausgelesener Bücher - wohin damit? Einen Teil verkauft sie immer zu Spottpreisen im Bekanntenkreis. Ein anderer Teil geht als Spende zum jährlichen Bücherbasar in der Kirchengemeinde. Und einige wenige (von ihren Lieblingsautoren) behält sie. 
  3. braucht sie laufend Nachschub. Und wird unruhig, wenn sie nicht wenigstens fünf bis neun Bücher auf dem "noch zu lesen"-Stapel hat.
Dabei liest sie, falls möglich, im englischen Original. Genauso schnell. Und die Büchertauschschränke in unseren Urlaubshotels werden spätestens ab Tag 5 mal observiert, ob sich da nicht auch noch was Brauchbares fände ...

So, nun werde ich mal weiterchecken, welche Laufberge ich für 2020 noch finde. Und überlasse Frauchen ihren Bücherbergen.

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 7. November 2019

Ein Märchen rund ums Auto

Hallo Leute,

heute erzähle ich Euch mal ein Märchen. Es war einmal ein naives Frauchen (meine Schreibkraft meint, "gutgläubig" klänge besser, aber ich meine, "naiv" trifft es!), die hatte ein Auto. Eine nicht gerade preiswerte deutsche Marke (Ingolstadt, vier Buchstaben, ist auch schon Skischanzen hochgefahren). Diese Marke fährt sie nun schon seit vielen Jahren, und die Stahlkutschen leisteten ihr immer treue Dienste, und waren selbst bei Unfällen so stabil, dass Frauchen sich immer wieder eine davon in ihren Stall holte.
Die Pflege ist nicht billig, und sie verließ sich dabei auf die Markenwerkstatt. Dort lagerten auch die Schuhe für das Auto, sprich die Reifen. Alles in allem nahm dieses Autohaus / Werkstatt saftige Preise für seine Dienstleistungen, bot aber dafür guten Service und saubere Arbeit.
Dachte mein naives Frauchen. Denn neulich war sie beim Reifenwechsel. Also nicht sie, sondern ihr Auto. Ich gehe immer gern mit, denn während der Wartezeit gibt es Brezen, Weißwürste und Getränke. Samstag war der Termin, nach 35 min. war alles erledigt. 2 km nach Hause fahren, dann stand das Auto (mit den montierten Reifen inklusive Radkappen) in der Tiefgarage. Sonntag dann direkt auf die Autobahn, um zu Oma zu fahren. Erste engere Kurve am Autobahnkreuz, und Frauchen sah im Rückspiegel eine der Radkappen munter Richtung Fahrbahnrand rollen ...
Nun ja. Nach Beschwerde gab es dann immerhin kostenlosen Ersatz. Das war übrigens nicht das erste Mal, und auch nicht das einzige Mal, dass eine Radkappe nicht fest saß - im Mai schon einmal, und diesen Herbst auch noch beim zweiten Hinterreifen. Frauchen kann inzwischen richtig gut Radkappen festmachen!
Heute dann der vereinbarte Inspektionstermin. Der Servicemensch schaute sich das Auto an, und fragte "wo haben Sie denn die Reifen wechseln lassen?" Äh, nun ja, dort ... warum? Nun, leider wären die beiden Hinterreifen vertauscht - der rechte links und der linke rechts. Frauchen schaffte es immerhin, keine Miene zu verziehen.
Dann die Auftragsdurchsprache. Alles in allem sollte die Inspektion rund 600 Euro kosten (da muss ein kleiner Bär lange für stricken ...). Aber der Berater würde eine Inspektionsversicherung empfehlen, die käme viel günstiger. 24 Monate Laufzeit, nur 34,90 Euro pro Monat. Äh, Danke, aber nein, Danke. Ja, aber die zweite Inspektion, in zwei Jahren, sei da auch mit drin. Hm.
Aber ob Frauchen dieses Auto in zwei Jahren noch hat (verkauft, Unfall, ausgewandert, verschenkt, da gäbe es viele Optionen), das weiß sie noch gar nicht. Also immer noch "nein Danke". Worauf der Berater wohlwollend zu Frauchen meinte, sie möge das doch mal durchrechnen. Dumm gelaufen. Frauchen ist ein Mathecrack. Leistungskurs. Informatikstudium. Noch "Generation ohne Taschenrechner".
Und so endet dann wohl die gemeinsame Geschichte dieser Werkstatt und meines Frauchens. Und sie lebten beide getrennt voneinander glücklich weiter ...
Bis bald, Euer immer noch lachender Iwan

Montag, 28. Oktober 2019

Sommer-Trail in Salzburg Ende Oktober

Hallo Leute,

zum nunmehr sechsten Mal waren wir Ende Oktober in Salzburg, beim Trailrunning Festival. Durften wir letztes Jahr fein den Regen "genießen", hatten wir dieses Jahr ein perfektes .... Sommer-Wochenende!
Dieses Jahr starteten Frauchen und ich schon Donnerstag Richtung Berge. Denn wir hatten vorher noch einen Geschäftstermin am Tegernsee. Ich genieße es ja, neben Frauchen auf dem Beifahrersitz mitzufahren! Vor allem, wenn so schönes Wetter in den Bergen ist: 19 Grad und Sonne. Nachmittags machten wir uns dann auf Richtung Salzburg und bezogen unser Hotel. Herrchen sollte erst Freitag Abend, per Zug, nachkommen.
Daher hatte Frauchen den ganzen Freitag für sich. Vormittags wanderte sie zweimal (!) auf und um den Kapuzinerberg herum, sie wollte sich die Strecke vom Mozart light noch einmal anschauen. Im Juni rumpelte sie da einfach durch, O-Ton "ich wollte nur noch, dass es endlich zu Ende ist ..."
Herbstlaub, leichte Sonneneinstrahlung, wenig Menschen, schöne Ausblicke auf Salzburg:






Danach ein kleiner Stadtbummel mit Museumsbesuch, dann umziehen und ab an die Salzach. Darauf hatte sie sich schon die ganze Zeit gefreut: mal wieder in Salzburg außerhalb eines Wettbewerbs laufen können. Vor Jahren war sie schon einmal flußabwärts gelaufen, nun sollte es flußaufwärts gehen. Ich gab ihr noch mit, bitte schön doch an den anstehenden Wettkampf zu denken und es nicht zu übertreiben. Dreimal dürft Ihr raten, ob Frauchen auf mich gehört hat ...
Inzwischen hatte es runde 20 Grad (zur Erinnerung: wir schrieben den 25. Oktober!) und Frauchen genoss es, in kurz / kurz vor sich hin zu traben. Bis Salzburg Süd, dann Wechsel auf die andere Uferseite und dort zurück. Insgesamt rund 1 Stunde langsamer Trab mit ein paar Steigerungen zum Ende.
Dann ausruhen, und abends Herrchen vom Bahnhof einsammeln. Danach gleich die Startunterlagen abholen, wieder mitten in der Stadt am Kapitelplatz. Später, beim Auspacken, war ich doch sehr enttäuscht: gegenüber früheren Jahren war das Startersackerl sehr mager. Nun ja, wir hatten ja auch "nur" 20 Euro Startgeld bezahlt, aber trotzdem.
Bis ich den Eventfolder genauer studierte (eigentlich wegen der Strecke) und feststellte: die hatten Frauchen das falsche Sackerl gegeben! Nämlich das für den Nightrun am Freitag, und nicht das korrekte für den Panoramatrail am Samstag. So entging uns auf jeden Fall ein Trail-Handtuch (das wäre dann das dritte gewesen), und eventuell noch mehr, wer weiß? Aber Fehler passieren nun einmal, ansonsten war die Organisation wie jedes Jahr perfekt! Samstag dann die Überlegung: was tun? Nachdem wir nun schon so oft in Salzburg waren, hatten wir eigentlich schon alles abgeklappert. Daher entschlossen sich meine Menschen, mal per Bus auf den Gaisberg hochzufahren. Bei wiederum perfektem Wetter schraubte sich der Linienbus auf 1.280 Meter hoch. Tolle Aussichten rundherum - zusätzlich noch viel Abwechslung durch Paraglider.



Frauchen heulte innerlich bei dem Gedanken, dass am nächsten Tag das Gaisbergrace hier hoch ginge (letztes Jahr war sie ja gemeldet, hat aber wegen des schlechten Wetters gekniffen). Nun spielte sie ernsthaft mit dem Gedanken einer kurzfristigen Nachmeldung. Erst einmal wollte sie aber sehen, wie nachmittags ihr Rennen verlaufen würde. Den ganzen Tag hatte es übrigens Kaiserwetter - passend zum österreichischen Nationalfeiertag. Kurze Ärmel, und zum Rennen dann auch kurze Hosen.
Diesmal sind wir etwas später vom Hotel aufgebrochen, so war die Wartezeit recht kurz. Erst die Starter für den Festungstrail anfeuern, um 16:10 Uhr dann Startschuss für Frauchen. 177 Starter waren gemeldet, 8 km, 250 Höhenmeter.
Zuerst geht es eine Runde um den Dom, durch die Altstadt, über Kopfsteinpflaster, Hier gilt es für Frauchen, die sich immer ganz hinten aufstellt, ihren Rhythmus zu finden. Dabei überholte sie schon die ersten zwei drei Starter. Noch einmal durch den Startbereich, Herrchen und mir zuwinken,

 ab Richtung Festspielhaus und schon ging es die Clemens-Holzmeister-Stiege hoch. Hier bewährt sich Frauchens Treppentraining aus dem Mallorcaurlaub (immer die 8 Stockwerke im Hotel zu Fuß hoch). Schon begann die Runde auf dem Mönchsberg, herrlich bei diesen fast  noch sommerlichen Temperaturen und der Sonne auf dem buten Herbstlaub. Dieses Jahr keuchte ihr ein älterer Herr sehr lange und penetrant die Ohren voll, erst hinter ihr, dann knapp vor ihr, bis sie ihn bei km 4 endlich abhängen konnte. Die Streckenführung war gegenüber früheren Jahren minimal verändert - statt eines kurzen Trailabschnitts einen Abhang hoch dieses Jahr noch mehr Stufen. Ächz. Frauchen fühlte sich gut und trabte unverdrossen vor sich hin. Da kamen schon die Führenden des Festungstrails (2 Runden) an ihr vorbeigeprescht - die Innerhofer-Brüder in sehr rasantem Stil. Das zog Frauchen kurzzeitig etwas herunter, denn sie war noch nie an so früher Stelle überholt worden, sie hatte ja die Erfahrung aus den früheren Jahren.
Nun hoch auf die Richterhöhe, herrlicher Rundblick auf die Berge, dann über eine Wiese auf den höchsten Punkt der Strecke und schon verlässt man den Mönchsberg. Ein sehr rasanter Downhill am Festungsberg folgt - Frauchen erwartete die ganze Zeit, dass sie weiter Läufer aus dem Festungstrail überholten. War sonst immer, dieses Jahr: nada. Dafür sammelte sie wieder ein paar Läufer aus ihrem Panoramatrail ein. Nun "nur noch" wieder hoch zum Nonnbergstift, und dann wären die Anstiege geschafft. Oben wagte Frauchen einen kurzen Blick auf ihre Zwischenzeit und war positiv überrascht! Inzwischen waren auch einige Festungslauf-Starter an ihr vorbeigezogen, aber wesentlich später als in früheren Jahren. Nun noch einmal ein Downhill über Kopfsteinpflaster, unten dann das Hinweisschild auf die "scharfe Rechtskurve" - die hat 180 Grad! Die kurze Runde durch die Altstadt, über den hinteren Domplatz, dort warteten Herrchen und ich.
Aufgesprungen, und ich konnte wieder mit finishen! 51:25,20 min. bedeuteten neue PB für uns auf diesem Kurs, sehr schön. Leider war die Konkurrenz aber auch stark - letztes Jahr mit 2,5 min. langsamer reichte es für AK-Platz 3, 2019 war es AK-Platz 9 (von 16), 137. von 177 Startern gesamt. Hier einmal ein schöner Vorher-Nachher-Vergleich - beachtet die um meinen Hals baumelnde Finishermedaille und die Zielverpflegung. Genau für diese Sachertortenwürfel melde ich Frauchen ja jedes Jahr erneut an!
 

Bei Spinatknödeln (war übrigens die dritte Portion in 3 Tagen!) und Kaiserschmarrn (mit Zwetschgenröster) ließen wir dann das rundum gelungene Wochenende ausklingen. Es hat sich wieder mal gezeigt: ist es heiß, läuft Frauchen zu Hochform auf!
P.S. Nachgemeldet hat sie übrigens nicht für Sonntag ... nach der Völlerei Samstag Abend hätte es auch ein Desaster gegeben ...
Bis bald Euer Iwan