Donnerstag, 28. Februar 2019

Laufen bedeutet auch, die Natur zu achten

Hallo Leute,

nachdem ich letzte Woche schon etwas über Abfall und wie man damit umgeht gepostet habe, nun einige Tipps bzw. Regeln, damit alle anderen Läufer auch etwas von der schönen Natur haben:
  •  Abfall, egal ob ein Taschentuch, eine Gelverpackung oder eine leere Flasche, wird im nächstgelegenen Abfalleimer / Papierkorb entsorgt. Gibt es keinen, dann nimmt man den Müll wieder mit nach Hause.
    Schließlich habt Ihr das Zeug ja auch bis zur Nutzung dorthin getragen, also kann es nicht so schwer sein, es wieder mitzunehmen!
  •  Versucht, so wenig wie möglich in der Laufumgebung = Natur zu verändern. Pflückt keine Blümchen - der nach Euch kommende Mensch hat auch seine Freude daran. Reißt keine Äste ab, das tut auch dem Baum weh. Trampelt keine neuen Pfade in Wiesen oder Wälder.
  •  Gerade jetzt, im Winter: rennt im Wald nicht querfeldein. Das erschreckt die dortige Tierwelt, sie müssen fliehen ... und brauchen doch alle Kraftreserven, um nicht zu verhungern, gerade in schneereichen Gegenden. Aber auch später im Jahr: es gibt sicher genug schöne Waldwege und Pfade, da muss man sich nicht durchs Unterholz schlagen ...
  •  Vermeidet "akustische Umweltverschmutzung". Das kann einmal die laute Musik sein, die vielleicht den anderen nicht ganz so gut gefällt wie Euch. Das kann das laute Telefonieren oder Schnattern, wenn Ihr nicht allein seid, sein. (Echt, alles schon gesehen und gehört .... Läufer mit ziemlichem Speed, der gleichzeitig noch lautstark telefonierte) Andere Läufer / Menschen würden vielleicht gern das Vogelgezwitscher hören oder einfach die Stille genießen ...

Kurz gesagt: Ein Läufer hinterlässt beim Lauf maximal seinen Fußabdruck, mehr nicht. Und stört niemand anderen. In dem Sinne - allzeit schöne Läufe!
Bis bald Euer Iwan
 



Donnerstag, 21. Februar 2019

Tempo: Aus 1 wird 3

Hallo Leute,

Frauchen hat heute Home Office-Tag. Das bedeutet freie Zeiteinteilung und damit die Möglichkeit, einen kleinen Trainingslauf einzuplanen. Deswegen habe ich sie vorhin auch gleich mal auf einen zackigen Tempolauf geschickt.
Apropos Tempo: Frauchen ist ein Gewohnheitstier. Mit schnell laufender Nase. Daher steckt sie sich immer, bevor sie aufbricht, mindestens drei Tempo (= Papiertaschentücher, aber hier ist ja der Markenname auch schon Gattungsname) ein. Eines in die linke Hosentasche, zwei in die rechte.
Ungefähr auf der Hälfte der vorgesehenen Laufstrecke im Park merkte sie: da ist nur ein Tempo in der rechten Tasche! Hm. Wo war das zweite? Und so ganz ohne Nase putzen wird sie ja auch nicht die ersten 3,5 km gelaufen sein ... also gab es nur eine Möglichkeit. Sie hatte wohl beim Wieder-Einstecken die Hosentasche verfehlt und es lag irgendwo zwischen Startpunkt und Halbzeitpunkt im Park.
Nun hasst Frauchen wenig mehr als achtlos auf den Boden geschmissenen Abfall. Also pflichtbewusst die Route für den Rückweg geändert, keine Runde, sondern auf dem Hinweg zurück. Irgendwo musste ja ein fast jungfräuliches Tempo auf dem Weg liegen, das musste ihres sein, und sie wollte es dann dem nächsten Abfalleimer übergeben.
Wisst Ihr, wie viele solcher Tempos sie auf dem Boden gesehen hat auf die gut 3 km? Im Park, wo alle paar hundert Meter ein Abfalleimer steht? Kleiner Tipp: siehe Überschrift. Und Frauchen hat sie alle brav aufgesammelt und ordnungsgemäß entsorgt.
Sie hätte sich auch nicht so aufgeregt, wenn es Sommer wäre, und Menschenmassen sich über die Parkwege wälzen würden - na gut, auch dann muss man nicht seinen Dreck einfach auf den Boden werfen. Aber sie hat heute geschätzte zehn Leute (Gassigeher, Läufer, Spaziergänger) im Park gesehen. Und dann - neben dem von ihr verlorenen Taschentuch - gleich noch zwei weggeworfene? Oder korrekter gesagt, nicht ordnungsgemäß weggeworfen, sondern damit die Gegend zugemüllt. Geht gar nicht.
Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 19. Februar 2019

Gedanken zu Karl Lagerfeld

Hallo Leute,

eigentlich wollte ich ja etwas zu unserem Wochenende in Wien schreiben (lassen, hüstel), aber erstens bin ich noch viel zu vollgefressen vom vielen Kaiserschmarrn


und zweitens ist mir der Tod von Karl Lagerfeld dazwischen gekommen. Das ganze Internet steht ja Kopf deswegen. Irgendwie war er schon bewunderswert. Hat sich selbst, die Person und nicht nur seine Mode, als Marke inszeniert. Und Arroganz zu seinem Markenzeichen gemacht. Mir fallen spontan drei Dinge ein, die ich mit ihm verbinde:
  1. Er wollte mir immer meinen Jogginganzug madig machen. Einer seiner berühmten Sprüche lautete "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren."
    Nein, Karl! Ich trage gern und seit vielen Jahren meine Jogginghose und habe noch die volle Kontrolle über mein Bärenleben!
  2. Sein Lieblingsgetränk, das er literweise reinschüttete, war Coke light. Kommt mir bekannt vor, sehe ich täglich. Ist nämlich auch bei meinem Frauchen Grundnahrungsmittel.
  3. Und es gab auch einen Karl-Lagerfeld-Bären, Sonderedition von Steiff. Da habe ich allerdings mein Veto eingelegt und so verhindert, dass Frauchen den anschleppt ... der hat mir viel zu arrogant geschaut.
Ich finde es immer schade, wenn eine echte Persönlichkeit die Bühne des Lebens verlässt. (Und was mich natürlich auch interessiert: wer kümmert sich jetzt um Choupette, seine Katze?)

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 10. Februar 2019

Geschwindigkeit ist relativ

Hallo Leute,

Januar und Februar sind richtig dröge Monate, so vom Laufen her gesehen. Da habe ich genug Zeit, mir mal Gedanken über Zeiten zu machen. Frauchen ist ja nun nicht gerade schnell. Für sie ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 min/km o.k. Beim Halbmarathon oder längere Strecken läuft sie so um die 6:10 min/km, das konstant über die ganze Distanz. Kenne ich von ihr schon von damals, als sie noch Schwimmen als Leistungssport hatte. Da hat sie jede 100 Meter Brust bei längeren Distanzen in genau demselben Tempo abgespult, ohne langsamer zu werden, egal ob es jetzt 600 oder 1.000 Meter waren.

Wir sind jedenfalls sehr stolz, wenn sie die 10 km beim Rennen unter 1 Stunde schafft. Und die 5 km unter 30 min. Andere Läufer lächeln da nur müde, Frauchen wurde auch schon mal als "das kann man doch nicht Laufen nennen" in einem Forum für Läufer gedisst. Doch, kann man. Ist für sie (und für mich als Coach) durchaus mit Training verbunden, und mit Anstrengung beim Wettkampf.

Letztes Wochenende ist ein Bekannter in Bad Füssing den Halbmarathon gelaufen. Und ist in seiner AK (übrigens dieselbe, die auch Frauchen hat) Erster geworden. Mit 1:35 Stunde. Ohne Worte. Unerreichbar für Frauchen. Und er? Jammert herum (man könnte auch "kokettieren" sagen), weil es für ihn recht langsam war. Und ich bin fast grün vor Neid. Beziehungsweise Anerkennung.

Frauchen und ich haben uns geeinigt: sie versucht, nach meinen Trainingsvorgaben schneller zu werden. Respektive mit zunehmendem Alter nicht langsamer. Und immer mal wieder an einer PB für die jeweilige Distanz zu kratzen ... Hauptsache, es macht ihr Spaß!

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 29. Januar 2019

Januar - Laufen in kurzen Hosen

Hallo Leute,

der Winter und ich, wir werden nie Freunde. Bin halt ein Sommer-Bär, mag Wärme, Sonne, bunte Farben. Das sagt man ja häufig von Sommer-Kindern, dass sie den Sommer bevorzugen. Und ich habe Ende Juli Geburtstag, genau wie mein Frauchen. Und die haut ja auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Winter "ab in den Süden, der Sonne hinterher"! (So, habt Ihr jetzt den Ohrwurm schön im Ohr, hehehe?)

Dieses Jahr sollte es vom 18.1. bis 27.1. wieder nach Mallorca gehen. Ich hatte preiswerte Flüge erspäht, also gleich gebucht. Und dann erst - entgegen unserer sonstigen Gewohnheit - nach dem üblichen Winterhotel geschaut. Schock. Ungläubigkeit. Anruf. Frust. Denn dieses Hotel hat diesen Winter wegen Renovierung geschlossen. Und es war quasi das einzige in Port d´Alcudia, das auch im Januar aufhatte.

Nach langem Hin und Her (Was hat auf? Wo liegt das? Nein, wir wollen kein "kontaktfreudiges Publikum" oder "Lage gut, Ausstattung für junge Leute geeignet") dann ein Hotel an der Playa de Palma gebucht. Übersetzung für Nicht-Insider: Ballermann. War für mich, der ich 2013 schon mal da war, nicht so verlockend.

Und dann die Wettervorhersage: Zeitgleich mit uns sollte ein Regen-Tiefdruckgebiet eintreffen, das sich ebenfalls behaglich einrichten sollte und erst am Abreisewochenende - also wieder gemeinsam - die Insel verlassen würde.

Daraufhin habe ich beschlossen: nein, ich bleibe zuhause. Fehler. Böser Fehler.

1. An meiner Stelle ist Fozzie mitgefahren. Daher musste ich mir jetzt ausführliche Schildungen des Zimmerservice und der Gutzis, die bereitgestellt wurden, anhören.
 

2. Das Tiefdruckgebiet zog schneller wieder ab als angekündigt. Das heißt, ein langer Lauf in strömendem Regen, ansonsten "nur" wolkig oder strahlend schön.




Frauchen zog brav ihr Trainingsprogramm durch, jeden Tag  mindestens 1 Stunde laufen, nach den Wanderungen, oder ein langer Lauf. Und hier trat dann das Problem der Playa de Palma voll auf: man kann nach links die Promenade entlang laufen, oder nach rechts. Kilometerlang. Flach. Sehr sehr langweilig, wenn man das 10 Tage lang macht. Deswegen ist Frauchen dann auch bei den langen Läufen ausgewichen und einmal eine Runde Inca - Moscari - Binibona - Caimari - Moscari - Inca gelaufen, einmel eine große Runde bei Port d´Alcudia und einmal bei Port de Soller. Da musste sich dann natürlich auch gleich wieder Fozzie in Szene setzen, tss tss:

Und was Frauchen gar nicht gehagte an der Playa de Palna: nur Deutsche. Überall hörte man auch nur deutsch. Dafür mag sie nicht nach Spanien fahren (und ja, die Balearen gehören zu Spanien!).

3. Achso, die Temperaturen waren teils morgens etwas frostig (1 Grad einmal), sonst startend bei so 8 Grad und tagsüber auf 12 bis 17 Grad hochgehend, also konnte sie in kurz laufen. Genau das, was man im Januar so will.


Fazit: ich ärgere mich, dass ich nicht mitgefahren bin. Aber was soll´s, im März habe ich die nächste Chance. Und da geht es wieder nach Port d´Alcudia!

Bis bald Euer Iwan



 


Samstag, 12. Januar 2019

Der schnellste Körperteil

Hallo Leute,

da denkt man doch, bei einem Läufer laufen ... die Beine. Richtig. Das sind aber nicht die einzigen Körperteile. Bei Frauchen zumindest. Da läuft nämlich auch noch die Nase. Je kälter, desto stärker.

Sprich: im Winter, ab Temperaturen von 5 Grad abwärts, läuft ihre Nase mehr oder weniger pausenlos. Und bei Minusgraden packt Frauchen das Taschentuch gar nicht mehr weg, sondern behält es gleich in der behandschuhten Hand. Sieht für die anderen Läufer sicher lustig aus, so als ob Frauchen pausenlos mit der weißen Fahne wedeln würde, hehehe.

Geht es Euch auch so? Oder ist Frauchen da ein Nasen-Phänomen?

Und kann da mal jemand etwas erfinden? So eine Art Tropfenfänger wie ein Bufftuch zum Umbinden für die Nase? Natürlich muss es stylish sein. So ein umfunktionierter Kaffeekannen-Tropfenfänger ist ja uncool. Hm, mal sehen, vielleicht fällt mir da noch was ein.

Ansonsten verabschiede ich mich nächste Woche ins Trainingslager nach Mallorca. Frauchen wandert und läuft, ich futtere mich durchs Hotelbüffet.
Hasta luego (= bis bald)
Euer Iwan

Samstag, 5. Januar 2019

Byebye 2018 - willkommen Laufjahr 2019

Hallo Leute,

jetzt ist das neue Jahr schon 5 Tage alt ... Zeit, mit 2018 komplett abzuschließen und Euch einen Ausblick auf unsere Vorhaben 2019 zu geben.

Also: 2018 hat Frauchen einen neuen Rekord aufgestellt, was die Stundenzahl und die gelaufenen Kilometer betrifft: rund 2.178 km kamen zusammen! Das entspricht auch wieder über 100.000 verbrannten Kalorien, oder (um in meiner Währung zu bleiben) circa 77 Kaiserschmarrn.

Besondere Highlights, was neue persönliche Bestzeiten und Strecken betrifft, waren nicht dabei. Immerhin dreimal ist Frauchen bei 10 km-Läufen unter einer Stunde geblieben, in London, Lenngries und beim Silvesterlauf Nürnberg.
Ansonsten hat sie ihren ersten Bergtraillauf allein gemacht, sie kommt immer mehr auf den Geschmack. Und es ist ein übles Gerücht - das ich hiermit weit von mir weise - dass ich möglichst viele Läufe in Österreiche heraussuche, nur um an Kaiserschmarrn zu kommen ....

Was haben wir 2019 vor? Da haben uns leider die Organisatoren schon einen Strich durch den geplanten Halbmarathon in Alcudia / Mallorca gemacht. Denn sie haben einfachen den Termin vom zweiten Märzwochenende (wo wir sowieso zwecks Urlaub vor Ort wären) auf Ende März gelegt. Und seit der Airberlin-Pleite gibt es kaum noch vernünftige Flüge von Nürnberg nach Mallorca. Erstens vergleichsweise teuer und zweitens unmögliche Flugzeiten - 4 Uhr früh hier los, zurück wäre man 1:50 Uhr in der Nacht wieder da.
Also abgehakt. Ich richte unsere Saisonplanung auf den Höhepunkt Ende August, den Karwendelmarsch, aus. Mit hoffentlich ebenso tollem Wetter wie 2017:


Derzeit sieht es also wie folgt aus:
  • 1. Mai 10 km Moritzberglauf (geplant)
  • 11. Mai  5 km virtual Race for Save the Manatees
  • als Organisator: 24. Mai Tiergartenlauf Nürnberg
  • 10. August 5 km WomensRun Frankfurt (ergänzt nach Hinweis von Patenkind, siehe Kommentare, hüstel)
  • 31. August Karwendelmarsch (52 km)
  • 8. September 23,2 km Achenseelauf
    (das ist die Jubiläumsausgabe, da müssen wir bei unserem Lieblingslauf dabei sein!)
  • 13. Oktober HM Palma
  • 26. Oktober 8 km Panoramatrail beim Trailrunningfestival Salzburg
  • 1. Dezember 10 km Valencia
So, nun wünsche ich noch allen Freunden, Bekannten, Läufern und Nichtläufern ein gutes Jahr 2019, viel Gesundheit (ein guter Bekannter musste seine Vorbereitung für den Tokio Marathon verletzungsbedingt verschieben, und das Rennen ist schon Anfang März!), Glück, Erfolg und ausschließlich positive Erlebnisse!

Bis bald euer Iwan