Sonntag, 4. Dezember 2016

Allein oder in Gruppen laufen?

Hallo Leute,

ich sinniere nun seit einigen Tagen über diesem Thema: lieber allein laufen, oder zu mehreren? Hier gehen die Meinungen ja sehr auseinander .... Frauchen bevorzugt es, allein zu laufen. Ab und zu mal mit einer Freundin, ganz selten und nur sehr ungern mit einer größeren Gruppe. Denn irgendwie ist der andere, sind die anderen entweder zu schnell oder zu langsam, aber nie genau in Frauchens Tempo. Wobei das ja nun auch variiert, mal hat sie Lust, schneller zu laufen, mal wird ein Berglauftraining eingestreut. Ich als Coach lasse ihr da freie Hand, so lange sie ihr vorgeschriebenes Wochenpensum erledigt. Also ein Tempolauf, einmal Bergtraining oder querfeldein, einmal nach Lust und Laune und ein langer Lauf.
Mit anderen zusammen müsste man auch immer reden, meint sie. Und das mag sie nicht beim Laufen. Für sie ist Laufen auch eine Art Meditation, also Abschalten vom Alltag, Gedanken laufen lassen ...
Glücklicherweise kann sie das hier beim Laufen. Bis auf einen Rauhhaardackel, den sie neulich beim zu-rasant-die-Kurve-nehmen erschreckt hat und der ihr daraufhin ans Hosenbein wollte, ist das Laufen in unserer Gegend sicher. Gut, einige "witzige" Zeitgenossen gibt es immer, die so "unterhaltsame" Rufe wie "Hopp, hopp" oder "schneller, nicht einschlafen" oder "ist das gesund?" beisteuern. Aber die kann man ignorieren.
Was mich eben aber erschreckt hat, war das Hauptthema der US-Ausgabe der Runners World. Nämlich wie viele Frauen in den Staaten schon belästigt wurden beim Laufen. Das reicht von dummen Kommentaren (s.o.) über sexistische Anmache bis hin zum Antatschen. Wie gesagt, das ist Frauchen glücklicherweise noch nicht passiert, weder hier noch beim Laufen in Florida oder in Spanien. Was aber dann für unsere Verhältnisse noch erschreckender war, ist die ernsthafte Diskussion, ob frau eine Schusswaffe beim Laufen mit sich führen sollte ... Ja, geht es noch? Laufen soll Spaß machen, Training soll die Gesundheit erhalten. Aber dass manche Frauen sich nun schon gezwungen fühlen, eine Waffe (Pfefferspray haben auch hier einige bei sich) mitzuführen, kann und darf nicht sein!
Wie seht Ihr das? Die Damen unter Euch - seid Ihr schon mal belästigt worden? Wie geht Ihr damit um? Lauft Ihr allein, oder zu mehreren? Wenn Letzeres, aus Sicherheitsgründen oder der Unterhaltung wegen?
Bis bald Euer Iwan

Montag, 28. November 2016

Im Flug gelesen: Das Kind im Wald

Hallo Leute,

wir hatten mal wieder Lust auf einen neuen Autor, nachdem wir uns durch die ganzen Neuerscheinungen unserer Lieblings-Krimiautoren seit Ende September gelesen hatten. Da kam uns dieses Taschenbuch gerade recht:

"Das Kind im Wald"
Sarah Graves
erschienen beim Heyne Verlag.

Die Inhaltszusammenfassung las sich spannend: eine Mordkommissarin wird in eine amerikanische Kleinstadt versetzt. Dort, wo ihre Nichte vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist. Und in den dunklen Wäldern Ungeheuerliches warte ...
Im wahrsten Sinne des Wortes hat Frauchen es im Flug gelesen - nämlich auf unserem Hinflug nach Valencia. Es las sich flüssig, aber war ehrlich gesagt aus vielen anderen Krimis bekannt:
  • ein wackerer Polizeichef vor Ort
  • verschrobene Bürger der Kleinstadt
  • eine Reihe von Todesfällen unter Ex-Polizisten, und nur der Polizeichef glaubt an eine Mordserie
  • ein betrügerischer Ex-Lover, der unserer strebsamen Polizistin wieder Avancen macht
  • ein Tierarzt, der sich ebenfalls in sie verguckt (warum muss es eigentlich immer ein Tierarzt vor Ort sein?)
  • der Reiche, der den Ort beherrscht, samt dement werdender Ehefrau und missratener Tochter plus deren unehelickem Baby
  • ein missverstandener Jugendlicher
  • und der "Herr des Waldes".
Ex-Polizisten sterben, auch drei junge Frauen werden vergewaltigt und ermordet (was aber "nur" ein Nebenschauplatz ist), noch ein Kind verschwindet ... zum Schluss kommt es zu einem packenden Showdown im Wald.

Das Ganze liest sich wirklich flüssig und durchaus spannend. Man will immer weiterlesen, um zu erfahren, wie es den handelnden Personen ergeht. Was nicht so gut ist - einige zu Beginn sehr ausführlich vorgestellte Personen und Hintergründe werden gegen Schluss nur noch ganz kurz und oberflächlich aufgelöst. Das ist schade, hier verschenkt die Autorin Potenzial.

Fazit: Frauchen gibt 4 Punkte, ich schließe mich an.

Das Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Danke schön dafür. Dies hat aber unsere Meinung nicht beeinflusst.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 22. November 2016

Animo! 10 km Lauf in Valencia

Hallo Leute,

letzten Freitag hieß es 4:30 Uhr aufstehen. Denn unser Zubringerflug nach Frankfurt ging schon kurz nach 6 Uhr. Vorher war tageslanges Zittern angesagt, ob die Lufthansa-Piloten genau an diesem Freitag streiken würden ... glücklicherweise nicht! In Frankfurt leider über 2 1/2 Stunden Aufenthalt, bis wir endlich in den Flieger nach Valencia durften. Und Herrchen bestand doch glatt darauf, dass er den zweiten Sitzplatz, noch dazu am Fenster, einnehmen dürfe! So musste ich in meiner Reisetasche bleiben. Neben Frauchen saß ein auf den ersten Blick ebenfalls als Läufer erkennbarer Herr. Wie sich herausstellte, ein Schwabe aus der Nähe von Stuttgart, mit seiner gesamten Laufgruppe. Sie wollten den Marathon laufen, und er meinte so ganz despektierlich "ach, Sie laufen nur die 10 km?" Endgültig verdorben hatte er es sich aber mit uns, als er nach Diskussion mit seinen anderen Laufgruppenteilnehmern und im Wissen, dass wir schon 2015 in Valencia gestartet waren, fragte: " Ist denn die Organisation wenigstens ähnlich gut wie in Deutschland? Bekommt man seine Startnummer einfach oder ist das chaotisch?" Frauchen kennt die großen deutschen Läufe nur vom Hörensagen, vor allem das Geschimpfe über lange Warteschlangen bei der Ausgabe, lange Wege usw. In Valencia war es - wieder - alles bestens ausgeschildert, nah beieinander, Wartezeit maximal 1 Minute. Nun ja, es leben die Vorurteile.
Putzig war, als die Stewardess (selbst Läuferin) in den Abschlussworten allen Startern für Sonntag viel Glück wünschte - und das halbe Flugzeug klatschte! Fast nur Läufer an Bord ...
Dann hieß es wieder lange auf den Koffer warten, schnell mit dem Taxi reinfahren (unser Fahrer war eine Kreuzung aus Verstappen und Hamilton, falls Ihr versteht ... so fahrstiltechnisch gesehen), ins NH Hotel einchecken, umziehen und wieder raus. Zeit von Landung bis in-Laufschuhen-auf-der-Straße-stehen: 1:15 Stunde. Wir hatten schon gesehen: die Sonne schien, die Thermometer zeigten 25 Grad. Aber so ganz glauben konnte Frauchen es nicht, also zwei Lagen Shirt angezogen. Um nach ca. 5 Metern das eine Shirt auszuziehen. Gefühlt ein Sommerlauf. Valencia liegt ja um ein trockengelegtes Flußbett, Turia, herum. Ein Eldorado für Läufer, alles perfekt mit extra Laufstrecke auf 9 km Länge angelegt.



Danach ging es zur Startnummerabholung in die futuristischen Gebäude der Ciudad de las Artes y Sciencias. Bei der Startnummernabholung versuchte uns das nette Mädchen in sehr lustigem Englisch etwas zu erklären. Um dann erleichtert auf Spanisch fortzufahren, dass man seine Nummer (bzw. den integrierten Chip) nochmal über so ein Registriergerät laufen lassen müsse. Kannte Frauchen ja schon aus den USA. Dann noch schnell den Starterbeutel mit Shirt abgeholt. Und hier muss ich ein ganz großes Lob an den Veranstalter aussprechen. Für 28 Euro gab es:
ein gut sitzendes Funktionsshirt, ein Stirnband, 3 Knabbersachen, zwei Müsliriegel, Zahnpasta (wozu auch immer), Fußcreme, Magnesiumpulver, eine Tüte Minzbonbons, eine Dose Radler, Koffeintabletten (die nicht auf der Dopingliste stehen, wie extra erwähnt wurde), plus nach dem Zieldurchlauf eine Finishermedaille, eine Flasche Powerade, eine Flasche Pfirischsaft, weitere zwei Knabbersachen, ein Netz mit Mandarinen, eine Flasche Wasser.



Unsere Beute schleppend gingen wir noch durch die Expo. Viele Veranstalter anderer Läufe warben um Aufmerksamkeit. Einem deutlich als Deutscher erkennbaren Vertreter des Hamburg Marathons konnten wir mit den Worten "sind schon angemeldet" (was auch stimmt) ein "Brav so" entlocken. Übrigens, für den Marathon waren rund 17.500 angemeldet, für den 10 km-Lauf 8.500. Davon die Mehrzahl Spanier, Deutsche sind dort sehr wenig vertreten - Frauchen war eine von 56 Angemeldeten. Danach sind wir noch ans Meer gelaufen und haben dort den Abend in einem schönen Lokal ausklingen lassen.

Samstag habe ich dann so lange gequengelt, bis Frauchen mich mitgenommen hat. Es ging in die historische Altstadt von Valencia. Zuerst die Torres des Sermans - sollten bei km 4,2 des Rennens passiert werden. Dann zur Placa de la Reina mit der Kathedrale - km 6. Also musste ich als Coach mir doch das alles angucken! Was mich total begeistert hat: viele Orangenbäume mit Früchten dran als Straßenbäume.
Zum Mittag sind wir mit dem öffentlichen Nahverkehr (sehr gut, und auch recht preiswert) wieder an den Stadtstrand gefahren, Frauchen sollte sich ja schonen. Abends dann Pasta fassen beim Italiener.







Sonntag, die Startzeit war auf 8:30 Uhr vorlegt worden gegenüber letztem Jahr - und es war deutlich kühler geworden. Nur noch 15 Grad, dazu sehr kalter und böiger Wind. Also gar nichts für Frauchen. Unser Hotel dieses Jahr war leider nicht mehr nur 4 Meter vom Startbereich entfernt, sondern 1,5 km. Lauter frierende Läufer strömten Richtung Start. Das Hinlaufen hatte den Vorteil, dass Frauchen erstens recht gelockert dort ankam, und zweitens nicht so lange rumstand. Wieder war sehr viel bewaffnete Security zu sehen, auch der Polizeihubschrauber kreiste sehr niedrig. Bei unserem erwarteten Zeitziel wird Frauchen immer in den letzten Startblock einsortiert. Hat den Vorteil, dass sie wenig überholt wird, selbst aber gut überholen kann und sich dabei Motivation holt. Herrchen und ich warteten bei km 1,2, nah unserem Hotel, aber haben Frauchen leider nicht gesehen. Bei der Masse der Starter ist es auch schwierig - zuerst geht es über eine große Brücke, das ist schon ein Gänsehautgefühl, sagt Frauchen. Dieses Jahr gab es auch einen neuen Kurs, nicht Richtung Meer, sondern viel zur und durch die Altstadt. Also mehr zum Gucken, aber auch viele Ecken und Kurven drin. Was wieder nicht schön war: das Hauen und Stechen. Man muss echt Nahkampferfahrung haben, um gut durchzukommen. Denn bedingt durch die vielen Starter ist es sehr voll, man muss sich auf den ersten 5 km mehr durchschlängeln als geradeaus laufen zu können - und viele versuchen ihr Recht auf Platz wirlich mit Anrempeln zu verteidigen. Einmal kam eine Läuferin (!) von hinten und haute Frauchen zweimal gegen die Schulter, Frauchen konnte sich ja nun auch nicht in Luft auflösen, dann reichte es ihr und sie fuhr auch die Ellbogen aus.
Was bei diesem Lauf super ist: egal, ob km 0,5 oder 9,7 - überall stehen Zuschauer und feuern an (beliebter Ausruf ist das "Animo!"), alle paar hundert Meter steht eine Samba-Band, oder es kommt Musikbeschallung - die Stimmung ist unvergleichlich.

Getoppt wird das alles dann durch den Zieleinlauf auf dem "blauen Steg" über Wasser. Ich stand wieder ein paar hundert Meter vor dem Ziel mit Herrchen, bereit, um zum Finish aufzuspringen. Klappte auch tadellos, und dieses Jahr haben wir uns nicht wieder vor den Fotografen wegboxen lassen.Mein Finisherfoto muss ich dann nachreichen, bestellt ist es ....
Die Zeit war leider knapp über 1 Stunde, 1:00:24, zwar schneller als letztes Jahr, aber bestzeitengeeignet ist dieser Lauf aufgrund des Gedränges nicht. Die Wertung erfolgt dann anhand der Bruttozeit, Frauchen ist 5.494 von 7.833 ins Ziel Gekommenen.

Danach noch ein kurzer Abstecher ans Meer, dann hieß es schon wieder Abschied nehmen von Valencia. Der Rückflug ging über Zürich. Sehr schön der Blick auf die schneebedeckten Alpen:

Da hatte ich dann noch mein Schockerlebnis. Meine Menschen hatten Hunger und Durst, und wollten sich eine belegte Semmel und eine Cola light kaufen. Semmel: 11,50 Schweizer Fränkli, Halbliterflasche Cola light 5 Fränkli (gleich 5,70 Euro). Nicht im Restaurant, sondern im Laden. Worauf wir beschlossen haben, doch nicht hungrig und durstig zu sein ...

Mir hat Valencia wieder sehr gut gefallen, ein Spätsommerwochenende im November ist sowieso immer gut und der Lauf ist sehr zu empfehlen. Ich hoffe, das hat auch die schwäbische Laufgruppe gemerkt!

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 15. November 2016

Die Handwerker, die ich rief ...

Hallo Leute,

heute erzähle ich Euch mal eine wahre Geschichte, wie sie sich im Jahre 2016 bei uns zutrug:

Akt 1:
  • Beschluss der Eigentümerversammlung - alle Fenster werden ausgetauscht, die Fassade neu gestrichen (beides sehr nötig)
  • Ankündigung der Arbeiten - hurra, da sind meine Menschen in Urlaub. Nein, wir geben niemandem den Schlüssel zur Wohnung, vor allem keinen fremden Handwerkern für 2 Wochen. Sorry. Verlegung des Fensteraustausch-Termins klappt problemlos -, auf nach dem Urlaub. Hätte Frauchen mißtrauisch machen sollen.
  • Farbmuster für Fassadenanstrich hängen aus, man möge sich entscheiden. Bisher (es handelt sich um ein größeres Gebäude, mit drei nebeneinander liegenden Häusern, leicht verschachtelt) war es zartrosa, hellorange und zartgelb. Sah wirklich sehr nett aus. Neu: Einheitsanstrich entweder beige, oder dunkelbeige, oder grau, oder ocker. 
  • Protest der kompletten Eigentümergemeinschaft hat Erfolg - "es wird so gestrichen wie vorher". Meine Menschen stellen die Pflanzen auf dem Balkon zusammen und fahren beruhigt in Urlaub. Schwerer Fehler.
Akt 2:
  • Rückkehr aus dem Urlaub. Gestrichen ist noch nichts. Der ganze Gebäudekomplex ist eine Riesenbaustelle.
  • Fensteraustausch steht an. Und man muss ehrlicherweise sagen: das ging schnell innerhalb von 1,5 Tagen über die Bühne. Für 16 Fensterflächen in der Wohnung. Naja, danach 3 Tage Grundreinigung mit Entstauben aller Bären. Und ich hatte die ganze Zeit Redeverbot, sollte mich unauffällig verhalten.
  • Fassade ist gestrichen. Drei Seiten zartrosa. Eine Front, die auch unseren Balkon enthält (großer Balkon, an drei Seiten teils von der Fassade eingefasst) ist schmutziges Weiß. Herrchen meint "das ist die Grundierung". Frauchen meint eher nein, da die anderen Flächen ja auch nicht grundiert wurden, gibt aber Ruhe.
  • Zwei Tage später wird nun endlich auch Herrchen unruhig. Fragt nach und kriegt zu hören: "Ja, das war der Auftrag. Diese Seite bleibt weiß. Wollte einer der Eigentümer so." Sofort Protest organisiert. Abgesehen davon, dass es anders beschlossen war, sieht es einfach nicht schön, um nicht zu sagen albern aus: drei Seiten rosa, eine Seite weiß. Schmuddelig weiß.
  • Info kommt "wird auch rosa gestrichen". Meine Menschen sind beruhigt. Schwerer Fehler.
 Akt 3:
  • Die Fassade ist umgestrichen. Nur leider nicht unser Balkon. Sieht nicht schön aus. Herrchen wartet ab. Frauchen will gleich protestieren. Herrchen setzt sich durch. Nun ja, aus Erfahrung wird man wohl ... nicht klug.
  • Es passiert nichts. Das Gerüst soll abgebaut werden. Auf Nachfragen bei der Hausverwaltung gibt es keinerlei Reaktion mehr. Die Maler sagen "genau das war der Auftrag".
  • Wieder Protest organisieren. Muss man eigentlich immer erstmal auf die Barrikaden gehen?
  • Info am Freitag: "na gut, wird auch noch in Fassadenfarbe gestrichen". Gerüst wird aber abgebaut. Daher Zugang von innen durch die Wohnung. Es müsse jemand zuhause sein. Meine Menschen sind beide voll berufstätig und haben ihre Zeit ehrlich gesagt auch nicht im Lotto gewonnen, vor allem, wenn man sich diese ganze Entwicklung ansieht.
  • Man möge doch bitte Montag früh gleich die Maler abfangen und Termin zum Streichen ausmachen.
  • Gemacht. Dienstag früh. Frauchen legt Termine um und bleibt zuhause. Gleich um 7 Uhr sollen sie kommen. Hahaha.
Akt 4:
  •  Um halb acht war noch keiner da. Also Frauchen raus in die Eiseskälte, Maler gesucht. Zuständigen gefunden. "Ja, was sie denn wolle?" Da das Gerüst noch stehe (könne wegen der Kälte nicht abgebaut werden), hätte der Maler gleich Montag schon alles fertig gestrichen. Häh?
  • Frauchen und ich denken - ja, sind wir denn blind? Kontrollierender Blick nach draußen: nein, ist immer noch schmutzigweiß.
  • Mehrfache Versuche, den Zuständigen telefonisch zu erreichen. Er glaubt es erstmal nicht. Anruf beim Maler: Ja, sie haben gestrichen.
  • Nur leider nicht unseren Balkon, sondern ein Stockwerk drüber!!!!!
  • Neuer Termin ist nun für Donnerstag früh ausgemacht. Frauchen schiebt wieder Termine ...
Bin gespannt, wie es weitergeht. Müßig zu sagen, dass unser Balkon seid nunmehr 2 Monaten nicht mehr nutzbar ist und aussieht wie ein Verhau. Drückt bitte alle die Daumen!

Bis bald Euer Iwan

P.S. Nachtrag 17.11. - Handwerker waren da, Balkon ist nun auch zartrosa. Kaum wartet man zwei Monate ...

Dienstag, 8. November 2016

Das werden unsere nächsten Läufe

Hallo Leute,

wie sieht es mit Eurer Wettbewerbsplanung aus? Plant Ihr immer nur den nächsten Lauf, oder - so wie ich - möglichst gleich das ganze nächste Jahr? Man will doch wissen, wie und auf was man trainieren muss, denke ich. Und da mein Läufermaterial, sprich mein Frauchen, ja wohl nie einen Lauf gewinnen wird, sondern es mehr um schöne Lauf- und Natur-/Städteerlebnisse geht, plane ich gern im voraus.

Was zur Folge hatte, dass Frauchen heute erstmal in Ohnmacht gefallen ist. Denn ich habe sie hierfür angemeldet:

52 km. Quer durchs Gebirge. Sie soll sich halt nicht so anstellen, der Mensch wächst an seinen Aufgaben! Meine Rechnung ist ganz einfach:
  • Achenseelauf = 23 km = 1 Kaiserschmarrn für mich
  • Karwendelmarsch = 52 km = 3 Kaiserschmarrn für mich!
Dann muss ich nur 2017 den Trainingsplan (jawoll, für uns beide) etwas umstellen ....

Ansonsten steht derzeit auf dem Plan bzw. habe ich Frauchen schon angemeldet:
  • 20.11. Valencia 10 km
  • 31.12. Nürnberg Silvesterlauf 10 km
  • 23.4. Hamburg HM im Womens Race des Hamburg Marathons
  •  7.5. München Wings für Life Run
  •  5.8. Pitz Alpine Trail - da schwanke ich noch, ob wieder die 15,8 km (haben Frauchen vollkommen gereicht!) oder die 26 km (halte ich für sinnvoller, so im Sinne Vorbereitung auf den ->)
  • 26.8. Karwendelmarsch 52 km
  • 10.9. Lenggries Isarlauf
  • Oktober 2017 Salzburg Trailrunning Festival
Außerdem bin ich gerade noch mit @Laufwelt am Überlegen, ob wir im Februar in Barcelona beim HM starten ... mal sehen.

Sehen wir uns bei einem oder mehreren der Läufe?

Bis bald Euer Iwan
  •  

Dienstag, 1. November 2016

Starterpakete oder: Manche sind nie zufrieden

Hallo Leute,

seit längerem hat mich ein Thema bewegt, dass ich gern mit Euch diskutieren möchte: Nämlich der Inhalt des Starterpakets (in Österreich: Startersackerl), der Startertasche oder wie auch immer Ihr es nennt.
Frauchen und ich sind nämlich bei jedem Lauf gespannt und schauen gleich nach - was ist wohl drin? Und freuen uns über jedes Teil. Denn es ist ja quasi wie Weihnachten ... ein Geschenk. Eine Überraschung.
Lange Gesichter gibt es bei uns nur, wenn wir zur Startnummernabholung traben und es dort genau das gibt: die Startnummer. Mit etwas gutem Willen dann noch 4 Sicherheitsnadeln. (Die wir nicht brauchen, wir könnten schon schwunghaft mit Sicherheitsnadeln handeln!) Bei kleinen, von einem Verein ausgerichteten Läufen ist das ja auch in Ordnung. Bei größeren Laufevents sind wir dann doch etwas enttäuscht. Vor allem, wenn das Startgeld ziemlich hoch war. Gut, manchmal gibt es dann noch im Ziel eine Medaille und / oder ein Finishershirt. Letztere sind uns am liebsten, da werden wir immer wieder an schöne Läufe erinnert. Frauchen läuft auch viel in solchen Eventshirts, dieses Jahr z.B. in denen vom Miami Marathon

und aus Valencia.
Wenig bis gar nichts bieten als Startergeschenk z.B. der Isarlauf, der Zermatt Marathon, der Aletsch Gletscher Halbmarathon, der Moritz-Berglauf. Im Gegensatz dazu gibt es nach unserer Erfahrung bei den österreichischen Läufen richtig viel. Vor allem der Achenseelauf sticht heraus: jedes Jahr ein Item an Läuferausrüstung (Sonnenvisor, Funktionsshirt, Mütze, dieses Jahr Laufhandschuhe). Aber auch der Salzburg Panoramatrail beim Trailrunning Festival hat uns schon mit Halstuch, Stirnband, Visor, Handtuch beglückt. Und das jedes Mal für ein Startgeld bis max. 30 Euro!
Dazu gibt es bei vielen Läufen Traubenzucker, Gummibärchen, Duschgel, Handcreme usw. Können wir zwar nicht unbedingt alles selbst nutzen, weil nicht unsere Marke. Aber weiter verschenken und damit anderen eine Freude machen geht immer! Was gar nicht geht aus meiner Sicht, ist Gemeckere über die Gaben. So wie eine Teilnehmerin beim Womens Run, die sich darüber negativ ausließ, dass es nur "Frauenprodukte" gab, u.a. eine Creme gegen Pilzinfektionen in einer ...hüstel, hüstel ... weiblichen Körperregion. Ja, und? Erstens war das ein Frauenlauf, also sinnvoll, Produkte für Frauen reinzutun. Und zweitens - was man nicht brauchen kann ... s.o. Das Startersackerl gerade beim Womens Run ist immer sehr voll, da gibt es viel "abzustauben", auch vor Ort. Frauchen und ihre Freundinnen machen dann immer rege Tauschgeschäfte. Blasenpflaster gegen Haarbänder z.B.Und mit dem Gutschein eines Kofferherstellers vom 1. Womens Run 2006 kaufte sich Frauchen einen zartrosa Koffer, der heute noch immer mitfliegt und gut auf dem Kofferband zu erkennen ist! 
Frauchen weiß als Mit-Organisatorin des Tiergartenlaufs Nürnberg, wie schwer es ist, Gutzis für das Starterpaket zu kriegen. Und wie teuer schöne Funktionsshirts sind. Und das Ganze dann noch für eine angemessene, nicht zu hohe Startergebühr zu bieten, ist nicht einfach. Daher mein Appell: freut Euch über alles, was in einer Startertasche drin ist. Manches kannman gut brauchen, manches halt nicht. Dafür vielleicht ein anderer?
Wie seht Ihr das? Bin gespannt ...

Bis bald Euer Iwan

Montag, 24. Oktober 2016

Aller guten Dinge sind 3: Salzburg Trailrunning Festival

Hallo Leute,

Freitag ging es wieder nach Salzburg. Nun schon zum dritten Mal, ich hatte Frauchen wieder für den Panoramatrail angemeldet:

Diesmal war das Auto sehr voll; meine Kumpels Trello und Fozzie fuhren auch mit, weil wir ja als Rahmenprogramm ein Meet&Greet mit Pauline Läufbär und ihrem Bruder Paddington geplant hatten. Die Anfahrt war der reinste Horror, es schüttete bis kurz vor der Grenze. Ich sah schon alles im wahrsten Sinne ins Wasser fallen, aber in Salzburg hörte es auf zu regnen. Das berühmte Wetterglück von Manu hielt - schon am Samstag schöner Sonnenschein, Sonntag dann sogar Föhn. Manu (bekannt unter Laufwelt), André und ihre Bären trafen wir dann schon am Samstag zum Frühstück, da sie dieses Jahr auch im nh Hotel wohnten. Dann wollten meine Menschen noch - wie jedes Jahr vor Startnummernabholung - auf den Kapuzinerberg und ein bißchen durch Salzburg bummel. Weil ich das alles schon kannte, habe ich mich im Hotel ausgeruht (ich musste mich ja schließlich auf meine Coaching-Aufgabe vorbereiten!) und zugunsten Fozzies verzichtet. Und was macht der Depp, Entschuldigung? Lässt Frauchen schön auf den Kapuzinerberg hochtraben, lässt sie schon mal auf die Festung bzw. zum Aussichtspunkt auf dem Mönchsberg hochlaufen ... ja, kann man das denn glauben? Da war sie ja schon müde, bevor das Rennen startete!














Um 12 Uhr dann Abholung der Startunterlagen. Für 20 Euro gibt es jedes Mal ein gut gefülltes Startersackerl - auf dem Foto fehlt noch die Soft Flask, die Frauchen gleich Trailbirdie schenkte. Auch ein sehr nettes Kennenlernen, ich habe mir gleich viele Tipps von dieser erfahrenen Trailläuferin geholt!


Dann noch schnell Mittagessen, und zum genau 5 Minuten ausruhen ins Hotel. Ich habe schon gemerkt, wenn ich Frauchen nicht beaufsichtige, dann klappt das alles nicht ... Nun die Frage der Kleiderwahl. Frauchen ist ja bekanntlich erstens verfroren, zweitens noch die Temperaturen von Mallorca gewöhnt und drittens zieht sie sich eh lieber zu warm an. Als wir uns dann in der Lobby mit Manu und André trafen, fing Frauchen gleich mal prophylaktisch an zu frösteln ... Im Schnellschritt durch die Gassen der Altstadt, Richtung Kapitelplatz, wo der Start ist. Und dort wieder anstehen für das nervöse Ich-muss-gleich-nochmal-auf-die Toilette, was sie sich fürstlich mit 50 Cent bezahlen lassen. Ich habe derweil mit den anderen den Startern des Festungslaufs zugeguckt, bei dem auch Astrid (= Trailbirdie) mitmachte. Hochachtung. Nachdem diese weg waren, folgte die Startaufstellung für den Panoramatrail. Runde 7,5 km mit 205 Höhenmetern, erst eine Runde um den Dom auf Kofpsteinpflaster, dann Richtung Holzmeisterstiege und den vielen Stufen. Ich hatte Frauchen zwar gesagt, weit hinten aufstellen, aber dass sie mich so wörtlich nahm und dann gleich mal als Letzte der 169 gemeldeten Teilnehmer auf die Strecke ging, ließ mich doch Übles befürchten. 2014 hatte sie 54,x min. gebraucht, 2015 55,x min. Und ich hatte eigentlich nach dem vielen Treppentraining auf Mallorca auf eine gute Zeit gehofft ...
Und die kam dann auch, ich hätte ruhig bleiben und das Pfotennagel-Kauen sein lassen können. Frauchen rollte das Feld von hinten auf, insgesamt 45 Teilnehmer hat sie noch überholt, es lief von Anfang rund und leicht, meinte sie. Und hätte einfach nur Spaß gemacht. Bis auf die Treppen und einen Anstieg (sehr matschig, querfeldein, steil) ist sie alle Anstiege gelaufen, im Gegensatz zu den letzten Jahren. Und hat die Aussichten vor allem in die teils schon tief verschneiten Alpen sehr genossen.



Das ist ja gerade das Tolle an diesem Trailrun: der Kontrast von Start / Ziel in der Altstadt, dazwischen Wald- und Parkpassagen mit herrlichen Bergaussichten und teils dem Gefühl, man läuft an einer Alm entlang. Auch alle Helfer / Streckenposten sind hochmotiviert und freundlich. Einzig einige Spaziergänger machten den Eindruck, sie ärgerten sich über die Läufer und machten sich absichtlich breit. Aber egal, alles wurde rasant umkurvt. Der für Frauchen übelste Teil ist dann bei km 5,5, da geht es direkt vor der Festung rechts runter, extrem steil. Nur Fliegen ist schöner. Geschätzte 35 % Gefälle.Und dann wieder hoch, nur noch das Stück durch die engen Gassen. Halt, was ist das? Ja, tatsächlich, ein Rotlichtetablissement (das älteste der Stadt, wie wir später erfuhren). Weiter ging´s, Frauchen hoffte noch, die 50 min. zu knacken. Ich stand schon parat, um aufzuspringen. Klappte gut, und dann haben wir gemeinsam gefinisht. Und ich habe mir die sehr schöne Finishermedaille umhängen lassen.


Leider doch über 50 min. aber immerhin knappe 5 min.besser als letztes Jahr! Und nur 1 min. hinter Manu ...
Platz 102. von 147 Finishern, Platz 35. von 66 Damen und 10. der Altersklasse, 50:36,9 genau.

Auch Manu und André waren gut ins Ziel gekommen, Astrid lief ja 2 Runden und dann noch hoch in die Festung. Wir sahen sie erst beim Abendessen, wo wir alle gemütlich beisammen saßen und uns Schnitzel, Kärntner Nudeln und Kaiserschmarrn gönnten!




Und dabei waren wir uns alle einig - toller Lauf, wir sehen uns 2017 wieder hier. (Dass ich sowieso dafür bin, ist ja klar: denn neben zwei Kaiserschmarrn ist auch noch eine komplette Sachertorte für mich abgefallen!).

Jetzt muss ich mich aber erst einmal ausruhen. Ihr wollt noch etwas über mein Treffen mit Pauline erfahren? Da muss ich Euch enttäuschen, ein Gentlebär wie ich genießt und schweigt ...

Bis bald Euer Iwan