Sonntag, 14. Juli 2019

Sommer & Winter

Hallo Leute,

die letzte Woche war ja wohl Sommer zum Abhaken. Morgens 8 Grad, tagsüber maximal 20. Das nennt sich dann Hochsommer? Frauchen mag ja bekanntermaßen Hitze! Sie zum Laufen zu motivieren, ist bei solchen Temperaturen und drohenden Gewittern nicht ganz so einfach. Ich habe daher mal eine kleine Übersicht erstellt, welchen Vorteile das Laufen im Winter und dagegen gestellt im Sommer hat:

Im Winter

  • gibt es keine Schnaken, Moskitos, Bremsen
  • wachsen keine Brennesseln
  • muss man nicht so viel zu trinken mitschleppen
  • sind die Waldwege leerer und vor allem freier von marodierenden Mountainbikern
  • wird man nicht so viel abgelenkt beim Laufen im Park von lecker duftenden Grills.

Im Sommer
  • ist man nach 2 Minuten angezogen zum Laufen 
  • kann man viel früher und abends länger bei Helligkeit laufen gehen
  • macht Laufen einfach mehr Spaß
  • muss man keine Angst haben, auf vereisten Wegen auszurutschen
  • hat man einen viel größeren Radius, weil keine Wege wegen zu viel Schnee unpassierbar sind
  • können wir in die Berge zum Laufen.
Und mit diesem letzten Punkt gewinnt eindeutig der Sommer, auch bei mir - Berge = Kuchen, Kaiserschmarrn, Kässpatzn und so weiter ....

Und was ist Euer Favorit, und warum? Sommer oder Winter?

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 7. Juli 2019

Vorsicht vor mathematisch begabten Läufern

Hallo Leute,

Frauchen hat  mich heute geschafft. Ich als motivierender Coach habe ihr vorgehalten, dass ihre Finisherzeit in Salzburg ja nun nicht gerade zu Entzückensausrufen einlädt.  Ich meine, Leute, mal ganz ehrlich: 5:50 Stunden für 32 km, auch wenn es ein paar Höhenmeter auf und ab ging, sind ja wohl Tempo einer Schnecke.

Da legte Frauchen los. (Ich hatte ganz vergessen, dass sie Mathe Leistungskurs hatte und auch ein paar Semester Mathe mit studiert hatte .... ) Sie sei 5:50,07 gelaufen. Der Sieger der Langdistanz, Pau Capell, lief über die 109 km 10:54,47. Umgerechnet auf die Zeit je km brauchte Pau also 54,9 % von Frauchens Zeit. Oder andersherum, lief Frauchen 182,2 % seiner Zeit, bei diesem Trailrennen.

Nun solle ich das vergleichen mit ihrer Zeit im Flachen. Bestzeit im Halbmarathon 2:14,41 gegenüber dem Marathon-Weltrekord von Eliud Kipchoge 2:01,39. Das Ganze wieder umgerechnet braucht Kipchoge 45,2 % von Frauchens Zeit. Beziehungsweise läuft Frauchen  221,5 % seiner Zeit bei einem Straßenrennen.

Nach diesen Berechnungen  meinte Frauchen nur "siehste, Coach. Das beweist doch, dass ich in Salzburg sehr viel schneller war als normal!" Hm. Darüber grübele ich jetzt noch nach.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 2. Juli 2019

36 Grad und es wird immer heißer ... Lenggries 2019

Hallo Leute,

wir waren mal wieder in unserer Lieblingspension in unserem Lieblingsort in den Bergen, Lenggries.Und zum ersten Mal konnte Frauchen am Ankunftstag nicht laufen gehen - zeitgleich mit uns kam ein Gewitter an, das mehrere Stunden dauerte. Das war ihr dann doch zu heikel, bei Blitz, Donner und Dauerregenguss auf die Strecke zu gehen ...

Samstag und Sonntag regnete es auch noch, die Temperaturen waren erfrischend. Also zu kalt für Frauchen, die neidisch auf die beginnende Hitzewelle im Rest des Landes schielte.Ich habe sie trotzdem auf ihre "Hausrunden" gescheucht, wobei die Beine noch vom Mozart 100 light schwer waren. Also nur leichtes Traben und kleine Wanderungen.

Montag dann strahlender Sonnenschein, und es wurde jeden Tag wärmer. Ideales Wetter für Frauchen also, die bei 30 Grad plus gern laufen geht und beste Pulswerte hat. Natürlich muss sie dann auch mehr trinken, aber ansonsten ist sie, glaube ich, der einzige Mensch, der begeistert rausstürmt am heißesten Tag des Jahres.

Während ich mich im Halbschatten den von der Pensionswirtin spendierten verschiedenen Kuchen widmete, wanderten meine Menschen eifrig durchs Karwendel. Einmal hoch zur Grasbergalm, da gibt es viele Murmeltiere. Einmal über die Torscharte, auch mit Murmeltieren und Gämsen. Einmal ging es "nur" am Achensee entlang, den Steig von Achenkirch nach Pertisau und wieder zurück (so als Vorbesichtigung für den Achenseelauf). Nach jeder Wanderung ging Frauchen dann noch bis maximal 50 Minuten laufen, zum Beine-Ausschütteln. Samstag habe ich sie dann schnell nochmal auf die Hochalm hochgescheucht, macht 700 Höhenmeter in 1:20 Stunde gewandert. Hier einige Impressionen:










Zwei lange Läufe hatte ich ihr auch in den Trainingsplan geschrieben:
  • einmal 20 km die "Talrunde": Lenggries - Arzbach - Bibermühle - Wackersberg - Waldherralm - Arzbach - Lenggries. Wobei sie ehrlich gesagt die letzten 3 km bei der Hitze (Strecke größtenteils in der prallen Sonne) doch recht hart ankamen ....
  • einmal ab Waldherralm hoch auf den Heiglkopf, dann über Blomberg und Zwiesel insgesamt drei Gipfel mitnehmend und wieder runter - Nettolaufzeit 2:15 Stunden, rund 700 Höhenmeter und das komische Gefühl, zum allerersten Mal komplett allein auf dem Zwiesel gewesen zu sein. Normalerweise sind da immer Menschenmassen ... aber denen war es wohl zu warm.


Und Sonntag mussten wir leider schon wieder zurück. Aber inzwischen bin ich etwas beruhigter, was den Karwendelmarsch angeht - das Grundlagen-Ausdauer-Training verlief gut. Das einzige Problem: mein blauer Anzug sitzt etwas stramm, weil es außer Kuchen auch noch so viel Kässpatzn und Spinatknödel gab. Jetzt meint Frauchen, ich müsste auch mal aktiv werden!

Bis bald Euer Iwan



Sonntag, 16. Juni 2019

Mozart100 light - heiß und hart

Hallo Leute,

haha, hahaha, haha - soviel zum Wort "light" im gestrigen Wettkampf Mozart100. Ich bin bei der Lektüre des Trainrunningszene-Heftes über diesen Wettbewerb gestolpert. Sonst sind wir ja immer nur im Oktober zum Trailrunningfestival in Salzburg, aber nun war mein Kaiserschmarrn- und Spinatknödel-Pegel so niedrig, dass ich Frauchen unbedingt anmelden wollte. Aufgrund ihres Trainingsrückstandes (rechter Fuß ziemlich lädiert) und ihres allgemeinen Leistungsvermögens wollte ich eigentlich den Halbmarathon nehmen. Guracell setzte mir dann den Floh ins Ohr, doch bitte die Distanz "Light" zu wählen. Denn da wäre der Start am malerischen Fuschlsee, und somit die ersten Kilometer ein sehr schöner Streckenabschnitt. Naja, 10 km mehr machen den Kohl nun auch nicht mehr fett, dachte ich mir so und habe Frauchen angemeldet. Hahaha. Von wegen "light".
Erstens sind es 32 km. Zweitens 1.140 Höhenmeter hoch, und 1.370 runter. Mit den knackigsten Steigungen / Gefälle erst im hinteren Drittel.

Naja, gut. Half ja nichts, ich habe versucht, Frauchen halbwegs fit zu kriegen. Der längste Lauf war dann aber gerade mal 2:15 Stunden. Das Einzige, was gute Laune machte: die Wettervorhersage. Schwül und bis zu 30 Grad. Yes. Unser Wetter. Da lebt Frauchen auf, während viele andere platt sind.
Freitag dann erstmal im Stop-and-Go nach Salzburg gekommen. 34 Grad dort, das Racebriefing war wirklich sehr anstrengend. Allein die knappe Stunde am Kapitelplatz stehen war schon sehr schweißtreibend. Ich habe dann gleich mal den Zieleinlauf für den Samstag begutachtet.
Danach dann das Startersackerl inspiziert, was aber ehrlich gesagt für 79 Euro Startgeld gegen das "normale Austria-Niveau" bei Startersackerln ziemlich abfiel:
Samstag haben Herrchen und ich dann Frauchen zum Shuttlebus gebracht. Der fuhr um 8:45 Uhr am Mozartsteg ab, und brachte die rund 200 Starter zum Start am Fuschlsee. Im Bus saß Frauchen neben einer holländischen Läuferin, die dann mal so nebenbei erwähnte, dass sie schon den Eigermarathon gelaufen sein, am Montblanc, und dieses Jahr den Jungfraumarathon laufen wolle. Ähem. Auch die anderen im Bus sahen alle so profimäßig aus, Frauchen wurde ganz anders ...

In Fuschl dann kurzes Warten und Muskeln lockern. Aufwärmen war bei den Temperaturen wirklich nicht nötig. Vor allem, weil pünktlich genau zum Start auch noch die Sonne herauskam. Frauchen hatte 1 Liter Getränke dabei, außerdem sollte es ja an den Labestationen Wasser geben. Und der Veranstalter hatte auch während des Race Briefings darauf hingewiesen, dass alle Gewässer Trinkwasserqualität hätten und man unbesorgt auch aus den Bächen auf der Strecke trinken könne.

Frauchen hatte sich eine Zeit zwischen 5 und 6 Stunden vorgenommen, ich hatte auf eine knapp Sub5 gehofft.


Zuerst ging es auf einem wunderschönen Singletrail am Fuschlseeufer entlang (das Bild ist einen Tag später entstanden, da hatte es Wolken und rund 13 Grad weniger ...). Nach gefühlten 5 km stand da ein Schild, dass man gerade 3 km geschafft hätte. Frauchen war platt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwie die Luft raus, sie kam gar nicht so richtig ins Laufen oder Hochgefühl. Direkt nach dem Fuschlsee kam dann eine Stelle, wie sie sich später noch öfter auf der Strecke wiederholen sollte: ein paar hundert Meter langer Anstieg über einen Waldpfad, steil und teils mit Holzstufen nach oben. Hier standen dann schon die ersten Läufer und rangen nach Atem. Frauchen fotografierte kurz


und dann gings weiter. Dabei überholte sie ihre holländische Sitznachbarin beim nächsten Anstieg. Die Strecke ging größtenteils über Feldwege und Waldwege/-pfade, immer auf und ab, so gar keine Erholung zwischendurch für die Beine. Vor allem die Downhills hatten es in sich. Bei einem hatte eine Läuferin mit Stöcken Frauchen gerade überholt, ein Mann war auch noch dazwischen, da stolperte die Dame, und verlor einen Stock, flog den Abhang hinunter und legte einen sauberen Salto hin. Glücklicherweise nur ein paar Schrammen, nichts Schlimmeres - aber der Vorfall ließ Frauchen doppelt vorsichtig werden.

Bei km 15 sollte links der Watzmannblick sein ... ja, o.k. da waren ein paar schneebedeckte höhere Berge zu sehen, aber welcher davon nun der Watzmann war - keine Ahnung. Weiter ging es, es war heiß, die Beine taten weh, die Motivation war flöten .... im Vergleich zum Innsbruck Alpine, Pitz Alpine oder Karwendelmarsch war die Landschaft einfach nicht allzu sehenswert. Zwar nett, viel grüne Wiesen, schöner Laubwald, nette Waldwege - aber das Bergpanorama, was Frauchen so liebt und sie ablenkt, fehlte hier einfach.
Da war dann mal ein plätschernder Bach, diverse Läufer und auch Frauchen füllten ihre Trinkbehälter und kippten sich das Wasser über den Kopf. Herrlich erfrischend! Bei km 21 wieder ein Labe, Frauchen setzte sich kurz, um die Waden auszuschütteln und zu massieren. Laufen ging bei ihr zu dem Zeitpunkt sowieso nur noch in so einem Zotteltrab.
Wo sie ulkigerweise Läufer überholte und Boden gutmachte, waren die zum Teil doch sehr heftigen Anstiege. Da kennt mein zähes Frauchen nix, im steten Wanderschritt ohne Abzusetzen hoch. Jetzt auf den Nockstein, den höchsten Punkt der Strecke und wirklich mit einer schönen Aussicht:

Gut, dass Frauchen sich hier über die "nur noch 9 km" freute und nicht wusste, was auf sie zukam. Nämlich Stufen. Viele Holzstufen abwärts. Das tat echt weh, denn sie konnte nicht ihren Rhythmus laufen, sondern musste ihre Schritte den Stufenabständen anpassen. Eine Mini-Kletterpassage durch eine Schlucht war auch noch dabei, kein Problem.

Ein echtes Problem wurde dann aber die dritte Salztablette, die sie nach ca. 4,5 Stunden schlucken wollte. Die ging nämlich nicht runter. Egal, wie viel Schlucke Wasser Frauchen hinterherspülte - sie steckte hinten im Rachen und brachte Frauchen zum Husten. Endlich war sie wieder hochgehustet, Frauchen bekam wieder Luft und konnte auch die besorgten Fragen anderer Läufer beruhigend beantworten. Und was macht mein Dummerchen dann? Versucht noch einmal, die Salztablette zu schlucken. Ohne Worte.
Dieses Mal war es nicht nur keine-Luft-kriegen-und-husten, sondern gleich noch ein Würgen. Kommt prima, wenn man eigentlich durch Kühberg laufen sollte .... naja, ein drittes Mal versuchte Frauchen es dann nicht mehr.

Nett waren zwei Damen, die ihren Gartenschlauch nach außen verlegt hatten und vorbeikommenden Läufern eine Dusche anboten. Frauchen ließ sich auch mal ordentlich kalt über den Kopf brausen, und konnte so unrund laufend den Fuß des Kapuzinerbergs erreichen. Wo laut Veranstalter nochmal 600 Stufen und 200 Höhenmeter auf sie warteten. Irgendwie hatte sie nun aber wieder neue Kraft gekriegt, und stapfte auch da zügig hoch. Oben, beim Franziski-Schlössl angekommen, sah und hörte sie aber die Bescherung - ein Gewitter aus Richtung Anif im Anzug. Sehr dunkel und sehr laut. Also Herrchen und mich angerufen, dass sie bald da sei und ich mich in Position begeben solle. Die letzten Stufen den Kapuzinerberg hinunter gehoppelt wie ein junges Reh (mit Hüftschaden ...) und die Salzach überquert. Sich irgendwie durch die Massen von Touristen den Weg in der Altstadt gebahnt und auf den Domplatz eingebogen. Hier hätte sie mich fast übersehen!
Aber dann konnte ich doch noch aufspringen, und gemeinsam mit ihr finishen. Ganz knapp vor dem Gewitter waren wir im Ziel! Die Uhr blieb bei 5:50, 07 stehen. Immerhin noch unter 6 Stunden. Über den Stundenschnitt will ich jetzt gar nicht reden. Ich war schon etwas enttäuscht. Die Siegerin brauchte 3:26,55. Aber dass die Zeit doch  gar nicht so schlecht war, sieht man an der Platzierung: 30. von 64 Frauen. Also vordere Hälfte! Und auch noch schneller gewesen als 20 Männer. Die Medaille haben wir uns redlich verdient:

Fazit: Die Organisation war sehr gut, die Strecke bestens gekennzeichnet, die Labestationen sehr gut ausgerüstet. Ein Sachse, der sich ein paar Kilometer an Frauchens Fersen heftete und sie zutextete, beschwerte sich, dass es keine eisgekühlten Getränke an den Labestationen gab - wovon träumt der nachts? Ist dann übrigens verdientermaßen nach Frauchen ins Ziel gekommen ...
Die Strecke selbst ist abwechslungsreich und selektiv. Aber wer schönes Bergpanorama erwartet, ist  hier falsch. Und für die Statistiker: das war die zweitweiteste Strecke, die Frauchen je gelaufen ist. Dass heute die Beinchen extrem wehtun, vor allem die Oberschenkel, nehmen wir dafür gern in Kauf.
Und nun steigen wir nach kurzer Regeneration voll ins Training für den Karwendelmarsch ein!
Bis bald Euer Iwan









Dienstag, 4. Juni 2019

K.u.K. am Achensee

Hallo Leute,

wir haben den Feiertag letzte Woche genutzt und sind an unseren Lieblingssee gefahren. Nach Tirol, an den Achensee - was erstaunte Fragen zur Folge hatte, welcher Lauf denn jetzt dort wäre? Keiner, erst Ende August der Karwendelmarsch und dann eine Woche später der Achenseelauf.

Nein, wir sind einfach gern in der Gegend. Ich hatte Frauchen und mir ein straffes Trainingsprogramm verordnet:
  • Frauchen: zwei kurze knackige Bergläufe mit jeweils rund 250 Höhenmetern, dazu einmal zur Gramaialm hinter und retour, einmal ein 2-Stundenlauf schon wieder drüben in Deutschland zwischen Wegscheid und Arzbach an der Isar. Dazu zwei ordentliche Bergwanderungen. (Die langen Staus bei An- und Rückfahrt hatte ich nicht angeordnet ...)
  • Ich: K.u.K. Wenn Ihr jetzt rätselt, was das heißt: Kaiserschmarrn und Kässpatzn. Lecker! Dazu einmal in der Lounge direkt am Achensee-Ufer in Pertisau gechillt - so mag ich Trainingslager!

Und der Garten des Hotels hat auch sehr bequeme Liegestühle, da ließ sich vortrefflich auf Frauchen warten:

 Nun gibt es noch am Donnerstag einen langen Lauf hier, dann müsste Frauchen gut gerüstet in den "Mozart light" starten können. Ob es da im Ziel wieder Mozartkugeln und Sachertorte gibt? Nicht dass Ihr mich für verfressen haltet, aber das Trainieren von Frauchen ist doch sehr anstrengend!

Bis bald Euer Iwan



Dienstag, 28. Mai 2019

Hinter den Kulissen: Tiergartenlauf Nürnberg

Hallo Leute,

schon ist er wieder vorbei, der 4. Tiergartenlauf in Nürnberg. Frauchen hatte ja damals die Idee, zusammen mit Katrin. Und es ist schon der helle Wahnsinn, was daraus geworden ist.
  • Ausverkauft in 8 Minuten
  • 1.200 Starter freuen sich auf einen Abend im Tiergarten, mit herausfordernder Laufstrecke, menschlicher und tierischer Anfeuerung und einer Sonderpräsentation der Lagunen-Bewohner
  • gefühlt weitere 1.000 Läufer würden gern starten, haben keinen Startplatz gekriegt, fragen immer wieder nach, ob nicht doch - auch die Startplatzbörse wird vom ersten Tag an rege frequentiert.
Was gibt es Besonderes aus diesem Jahr? Die Medaillen waren rechtzeitig da. Die Shirts auch, sie waren nur kurzzeitig verschollen. Regelmäßige Leser meines Blogs wissen - das ist eine Premiere, bisher war immer irgendetwas bis zur allerletzten Minute nicht da, wo es sein sollte.
Die Wettervorhersage verhieß eigentlich auch "trocken" ... Frauchen wurde immer mißtrauischer. Irgendetwas musste doch schiefgehen?

Aber nein, alles lief gut. Nur ich bin sauer. Frauchen hat nämlich ihr Training durchgezogen, aber mit zwei Zwölf-Stunden-Schichten am Donnerstag und Freitag ihre Beine und Füße doch sehr platttgemacht. Übrigens, falls Ihr glaubt, sie sieht viel vom Tiergarten ... denkste. Das Naturkundehaus kennt sie inzwischen auswendig (Startunterlagenausgabe und Kleideraufbewahrung), und den Weg von dort in die Lagune zur Siegerehrung und zurück. Mehr nicht. Gesehene Tiere? Eine Manguste, und ein Erdmännchen. Und wieder einige Schnaken. Hungrige Schnaken.



Dieses Jahr kam auch Markus, mein Bloggerkumpel (ich halte ihn Frauchen immer als Laufvorbild hin "so schnell und ausdauernd müsstest Du mal sein") extra für den Lauf und ein Familien-Wochenende hierher. Schade, wir haben uns leider persönlich verpasst. Dafür hat Frauchen den Fleggo mal persönlich kennengelernt. Beide haben sehr lesenswerte Berichte geschrieben!
Und was sie ganz toll fand: Axelander war dieses Jahr verletzt und hat gleich angeboten, als Helfer einzuspringen. Auch viele andere Twitterbekannte von mir hat Frauchen persönlich kurz gesprochen, mehr Zeit blieb leider nicht. Schade.

So sieht es übrigens knappe 3 Stunden nach dem letzten Startschuss aus - alles auf-und weggeräumt. Tiere gehen schlafen, Läufer sind zufrieden nach Hause gegangen.



Jetzt steht erstmal ein Kurzaufenthalt in Tirol an, ich muss sie doch ein paar Berge hoch- und runterscheuchen. Damit sie für das erste Saison-Highlight, den Mozart Light, Mitte Juni fit ist.  Und ich ein paar Kaiserschmarrn, Schnitzel und Spinatknödel verkosten kann.

Bis bald
Euer Iwan





Sonntag, 26. Mai 2019

Sehe ich Geister?

Hallo Leute,

wenn Ihr beim letzten Blogpost richtig hingeguckt habt, und aufmerksame Leser seid, habt Ihr sicher auch gedacht, Ihr seht Geister ..

Nämlich den Geist einer blauen Laufshorts. Im August vor 2 Jahren hatte ich ja Frauchen Lieblings-Laufshorts entsorgt. Die bestand nach 23 Jahren nur noch aus Löchern.


Und jetzt? Jetzt kommt sie mit genau derselben Shorts an ... ein Wunder? Eine Wiederauferstehung? Denn Adidas legt diese herrlich praktischen und bequemen Laufshorts leider nicht mehr neu auf - gut, dass Frauchen sich 1994 mit insgesamt 5 eingedeckt hatte. Zweimal grün, einmal türkis, einmal gelb und eben einmal blau. Die anderen vier werden reihum getragen, die blaue schmerzlich vermisst wegen der Kompitabilität mit farbigen Oberteilen.

Die Rettung kam durch Oma. Das hatte Frauchen ganz vergessen: damals war Oma beim Einkauf mit dabei, und hatte sich diese blaue Shorts auch gekauft. Und dann aber nach einmal Tragen nicht mehr angezogen, weil sie sich darin unwohl fühlte. Jetzt jammerte ihr Frauchen mal wieder vor, wie sehr eine blaue Shorts fehlt - und schon kramte Oma sie hervor. 25 Jahre alt, sieht aus wie neu.

Wenn die genauso lange hält, dann bereite ich mich schon mal auf einen tränenreichen Abschied so circa 2042 vor ....

Bis bald Euer Iwan