Sonntag, 26. Mai 2019

Sehe ich Geister?

Hallo Leute,

wenn Ihr beim letzten Blogpost richtig hingeguckt habt, und aufmerksame Leser seid, habt Ihr sicher auch gedacht, Ihr seht Geister ..

Nämlich den Geist einer blauen Laufshorts. Im August vor 2 Jahren hatte ich ja Frauchen Lieblings-Laufshorts entsorgt. Die bestand nach 23 Jahren nur noch aus Löchern.


Und jetzt? Jetzt kommt sie mit genau derselben Shorts an ... ein Wunder? Eine Wiederauferstehung? Denn Adidas legt diese herrlich praktischen und bequemen Laufshorts leider nicht mehr neu auf - gut, dass Frauchen sich 1994 mit insgesamt 5 eingedeckt hatte. Zweimal grün, einmal türkis, einmal gelb und eben einmal blau. Die anderen vier werden reihum getragen, die blaue schmerzlich vermisst wegen der Kompitabilität mit farbigen Oberteilen.

Die Rettung kam durch Oma. Das hatte Frauchen ganz vergessen: damals war Oma beim Einkauf mit dabei, und hatte sich diese blaue Shorts auch gekauft. Und dann aber nach einmal Tragen nicht mehr angezogen, weil sie sich darin unwohl fühlte. Jetzt jammerte ihr Frauchen mal wieder vor, wie sehr eine blaue Shorts fehlt - und schon kramte Oma sie hervor. 25 Jahre alt, sieht aus wie neu.

Wenn die genauso lange hält, dann bereite ich mich schon mal auf einen tränenreichen Abschied so circa 2042 vor ....

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 19. Mai 2019

Laufen für Seekühe

Hallo Leute,

seit einigen Jahren nimmt Frauchen immer am "Run for the Manatees"-Lauf teil. Leider nicht in Florida, sondern virtuell am Veranstaltungstag. 5 km durch den Park wetzen, mit Startnummer und Eventshirt.
Das Startgeld geht als Spende direkt an "Save the Manatees", eine Organisation zum Schutz der Seekühe. Man kriegt jedes Jahr ein anders farbiges Shirt, und eine tolle Medaille.
Jedenfalls, wir hatten uns sehr auf unseren 6. "Run für the Manatees"-5 km-Lauf gefreut. Der wäre am 11. Mai gewesen.
Nun ja, war er auch, aber eben nicht für Frauchen. Eine heftige Infektion mit ordentlich Husten machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
Aber Ihr kennt mich ja, ausgefallene Läufe werden nachgeholt. Deswegen rannte Frauchen gestern ihre 5 km. Besser gesagt, sie trabte locker, denn ich als besorgter Coach wollte ihr nicht gleich wieder zu viel zumuten. Nach 30:27 min. blieb dann auch die Uhr stehen. Normalerweise eine 5 km-Zeit, bei der ich losschimpfe und den Wochenendkuchen streiche ... aber unter den Umständen o.k. Und ich konnte wieder die letzten Meter mitfinishen, also alles gut.


Schießlich muss ich nun ein zügiges Aufbautraining mit Frauchen durchziehen, denn in 4 Wochen steht ein 31 km-Lauf beim Mozart100 in Salzburg an. Deswegen auch heute ein schöner 2-Stunden-Lauf durch den Wald.

Bis bald Euer Iwan


Freitag, 17. Mai 2019

Plastik beim Paketversand

Hallo Leute,

gestern kam mal wieder ein Paket bei uns an. Die Freude beim Auspacken wurde leider durch den Ärger übertroffen. Der Inhalt war genau der ersehnte, also auf der Seite alles in Ordnung. Damit er aber nicht hin- und herrutschte während des Versandweges, wurde sehr viel von dieser Plastikfolie mit hineingestopft: 

Überflüssige Plastikfolie beim Paketversand
In der heutigen Zeit kann niemand mehr sagen, er habe nicht gewusst, dass die Erde von Plastik überflutet ist. Und Plastik schädlich für die Umwelt ist. Dass Tiere es fressen und daran sterben. Plastik verrottet nicht, Plastik kompostiert nicht. Schon heute befinden sich rund 150 Mio. Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Jede Minute entstehen laut WWF neue 15 Mio. Tonnen Plastikmüll! 

Plastikmüll tötet Tiere als Topthema beim WWF
In vielen Bereichen gibt es noch keine Alternative für Plastik, aber als Stopfmaterial in einem Postpaket? Vor allem bei diesem Inhalt? Besser und umweltfreundlicher wäre
  • zusammengeknülltes Zeitungspapier
  • Packpapier
  • extra für diesen Zweck angefertigte Wellpappe
  • Polsterkissen aus zerschredderten Altkartons
  • Chips aus Maisstärke als Füllmaterial.
Jetzt sitzen wir da und haben die Wahl: diese ungewollte und vermaledeite Plastikfolie zu entsorgen. Und somit zum Plastikmüllberg beizutragen. Keine wünschenswerte Option.
Oder beim nächsten Paket weiterverwenden und damit das Problem an den nächsten Empfänger weitergeben. Auch schlecht. Ebenfalls suboptimal.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass wir jetzt zum letzten Mal so eine Plastikfolie gesehen haben! Keine Angst, ich werde jetzt nicht zum Umweltfanatiker, der nächste Post dreht sich wieder ums Laufen. Aber das musste einfach mal aus mir raus ...

Bis bald Euer Iwan

Samstag, 11. Mai 2019

Kann man da einfach nicht mehr mitmachen?

Hallo Leute,

es ist Mai. 11. Mai. Beim Blick aus dem Fesnter, beziehungsweise aufs Thermometer, denkt man aber an ganz andere Monate. Vor einer Woche sind wir nach Frankfurt gefahren, da hat es kurz vor Würzburg geschneit. Ohne Worte. Deswegen hier meine Top 3 der Kommentare zum aktuellen Wetter:
  1. 1970er Jahre TV-Mehrteiler "Der Sommer, der ein Winter war"
    2019 zeitgemäßes Remake "Der Mai, der ein November ist"
  2. Durchsage "Der kleine November möchte im Mai abgeholt werden"
  3. Neuauflage eines Klassikers: "Der Läufer, der aus der Kälte kam"
Ganz ehrlich, liebes Wetter, ich mache da einfach nicht mehr mit. Jawoll. Da kannst Du stürmen, schütten, kalt sein ... interessiert mich nicht. Ich gucke einfach nicht mehr raus. Frauchen kann allein nach meinem Trainingsplan trainieren gehen. Und wenn sie dann mal wieder patschnass und im mehr-oder-weniger-Herbst-Outfit zur Tür reinwill, bin ich halt leider ganz dringend mit etwas anderem beschäftigt ....

Bis bald Euer Iwan

Mittwoch, 1. Mai 2019

Moritzberglauf - passt für "Tag der Arbeit"

Hallo Leute,

wer schon länger meinen Blog liest, erinnert sich vielleicht an Frauchens Start beim Moritzberglauf 2015. Der findet immer am Tag der Arbeit, also 1. Mai, statt . Das ist sehr passend, denn der Lauf ist echte Arbeit. Hier die Strecke:



Sieht so in 2 D gut aus, gell? Die Haken:
  • 10 km, 363 Höhenmeter. Und die sind eigentlich erst auf den letzten 6 km.
  • Ein megafieser megasteiler End-Anstieg.
  • Immer nur rund 100 bis 150 Starter, die größtenteils echte Laufcracks sind. Da sind keine "Hobbyläufer" oder "Freizeitläufer", wie es so schön euphemistisch heißt, am Start.
Frauchen ist vor 4 Jahren Letzte geworden. Mit 1:12,32. Also konnte sie sich platzmäßig gar nicht verschlechtern. Ich habe ihr also gut zugeredet, denn dieser Lauf ist ein prima Training für die anstehenden Bergläufe, die wir so vorhaben. Mozart100 light und Karwendelmarsch ...
Frauchen wollte nicht so recht. Also habe ich sie kurz entschlossen angemeldet. Und dann haben wir beide Herrchen bekniet, dass er mitkommt. Denn der Lauf ist ein Punkt-zu-Punkt-Lauf, und ich hätte ohne ihn, also seinen Transport, nicht mit finishen können.

Heute morgen dann mollige 6 Grad (am Start hatte es sich immerhin auf 9,5 Grad hochgearbeitet). Der Start erfolgte schon quasi mitten in der idyllischen fränkischen Pampa, am Sportplatz des Laufer Stadtteils Schönberg. Und Frauchen wurde schon wieder ganz anders - lauter Cracks, die sich 40 min. vor dem Start warmrannten. Ich lenkte sie ab, indem ich a) die Rehe zeigte (ja, so idyllisch ist es da) und b) die Diskussion aufbrachte: kurze Hose? Windjacke? Und ihr zum Schluss die Jacke entriss und die lange Hose ebenso. Ich bin ja gewieft - frierendes Frauchen rennt schneller, habe ich mir gedacht ...


Der Bürgermeister hielt eine kurze Rede und kündigte an, dieses Jahr zum ersten Mal mitlaufen zu wollen. Er sei zwar sportlich, aber er hoffe wirklich, gut oben anzukommen. Frauchen beäugte ihn und dachte, dass sie mit ihm wohl Konkurrenz um den letzten Platz kriegen würde.

Dann Startaufstellung, und es war wie 2015 - bevor Frauchen auch nur 100 Meter gelaufen war, war der Rest schon weg. Weit weg. Frauchen rannte also tapfer weiter, und legte den ersten km in 5:35 min zurück - für sie ist das das Renntempo flach bei einem 5 km-Lauf! Also Tempo rausgenommen, den nächsten km in knapp 6 min, nochmal Tempo rausgenommen und dann in so 6:15 min die nächsten km gelaufen. Dabei hatte sie dann schon einen Läufer hinter sich gelassen. Also bereits besser als vor vier Jahren!

Der Lauf geht dann durch Schönberg, mitten durchs Feuerwehrfest - alle Besucher und Feuerwehrleute feuerten wirklich toll an, danach raus aufs freie Feld. Und dann sieht man den namensgebenden Berg zum ersten Mal in voller Pracht. Sowie die lange Läuferschlange, die sich dort hochbewegt. Ab km 6 wird es steil. Und obwohl die Sonne inzwischen verschwunden war und es wirklich nicht Frauchens Wohlfühltemperaturen waren, schwitzte sie mächtig. Vor ihr sah sie immer zwei Herren laufen, einen in blau, einen in dunkel. Der winkte sie einmal vorbei, aber da musste sie an einem steilen Pfadstück eine Gehpause einlegen. Das hatte ich ihr ja zum Trainieren aufgegeben: wenn es steil wird, zügig gehen, dann gleich wieder lostraben. So kommt sie am besten auch über die langen Distanzen in den Alpen ... So bei km 7 bis 9 ist das schönste Stück - Singletrail, mäßig ansteigend. Bei km 9 - sie hatte inzwischen den dunkel gekleideten Läufer überholt, das war dann übrigens der Bürgermeister - standen dieses Jahr keine Alphornbläser, sondern ein Akkordeonspieler. Oh Graus, diese Musik ist nichts für Frauchen. Also schnell weitergelaufen, nun auf Asphalt den letzten Kilometer und mir wartendem Coach entgegen. Was sie aber anscheinend verdrängt hatte: da geht es nochmal so richtig steil hoch. Geschätzte 20 % Steigung. Die letzten Reserven mobilisiert, damit sie ihren drittletzten Platz hielt ... dann bin ich aufgesprungen und wir sind locker durchs Ziel getrabt. Knapp 3 min schneller als vor 4 Jahren, damit bin ich hoch zufrieden.


Kurz nach uns kam auch der überglückliche Bürgermeister ins Ziel. Frauchen wollte ihn abklatschten, aber er umarmte gleich mal sie und alle weiteren Umstehenden. Schön, wenn man so glückliche Finisher sieht!

Jetzt nur nicht im Training nachlassen, ich werde sie weiter ordentlich scheuchen.
Bis bald Euer Iwan

P.S. Nachtrag vom 5.5.: Frauchen ist immerhin Zweite in ihrer Altersklasse geworden. Und 122. von 124 Finishern insgesamt ...
P.P.S. Nun habe ich mich auch auf den offiziellen Fotos vom Finish entdeckt. Danke, Daniel Decombe:

Sonntag, 28. April 2019

Nizza an Ostern

Hallo  Leute,

ich bin ja ein schlauer Bär. Deswegen habe ich auch dankend abgewunken, als Frauchen mich mit nach Nizza nehmen wollte über Ostern. Wettervorhersage für Nürnberg: sonnig, sonnig, warm, bis 25 Grad. Wettervorhersage für Nizza: windig bis stürmisch, Ostern wolkig, regnerisch, bis maximal 21 Grad.

Naja, es wurde dann doch etwas besser als befürchtet für meine Menschen. Frauchen lief immerhin gleich dreimal, gleich nach der Ankunft im Hotel und dem Auspacken ging es los. Das Hotel liegt sehr schön, einmal über die Straße und schon ist man auf der Promenade des Anglais. Einmal flach zurück zum Flughafen, den Blick aufs Meer genießen, und wieder zurück sind eine gute Laufstunde.



Samstag waren sie dann in Monaco. Mit dem Bus kostet das sage und schreibe 1,50 Euro pro Person, einfache Fahrt. Dort war es Frauchen aber viel zu voll - zu viele Häuser, zu wenig Natur, zu viele Touristen, zu viel Verkehr ....

 Schön nur der Blick  bis nach Italien:

Sonntag dann erstmal ein bißchen Berglauf-Training. Da gibt es nämlich so einen kleinen Hügel, auf dem früher mal ein Chateau war, da kann man sehr gut mit den vielen Treppen und Auf und Abs Höhenmeter (einfach: 185 über Meeresspiegel) schrubben - immer mit Blick aufs Meer. Nachmittag ging es dann nach Antibes, Yachten gucken:
Der Bus dahin kostete übrigens wieder nur 1,50 Euro, dafür wurde man 1 Stunde durch die Gegend gegondelt. Montag dann noch ein kleines Läufchen, erst Promenade, dann wieder den Hügel hoch ...
Das Ganze übrigens bei sehr starkem Wind. Die Heimreise ging dann - bei meinen Menschen müsste ich inzwischen sagen "natürlich" - nicht ohne Komplikationen ab: dank des verspäteten Abflugs aus Nizza den Anschluss in Frankfurt nicht mehr gekriegt, und dann halt mit 4:45 Stunden Verspätung wieder in Nürnberg eingetroffen.

Da hatte ich es doch besser, ich habe mich 4 Tage in der Sonne geaalt. Und mich an den ganzen Joghurteiern ergötzt, die ich bei Frauhen konfisziert hatte. Geht ja gar nicht, am Mittwoch steht immerhin der erste Berglauf der Saison an!
Bis dahin Euer Iwan

Sonntag, 14. April 2019

Mein erstes Mal: parkrun

Hallo Leute,

gestern ist Frauchen zum ersten Mal bei einem parkrun gestartet. Ihr kennt das Konzept?  Weltweit, immer 5 km, immer kostenlos, von Freiwilligen organisiert, jeden Samstag, immer in einem Park.
@Laufwelt hatte uns darauf gebracht, sie ist eifrige Starterin und Helferin dort. Eigentlich sollte Frauchen ja schon letztes Jahr in Berlin beim Hasenheide parkrun ihre Premiere haben, als sie zur Leichtathletik EM dort war ... es ging sich aber nicht aus.
Nun sind 5 km Streckenlänge für Frauchen eher suboptimal - da ist sie in der Regel gerade erst warm geworden. Sie trabt halt lieber langsam und lange vor sich hin. Für mich als Coach kam es daher gerade recht, so war sie gezwungen, genau aus diesem "langer Lauf"-Trott mal rauszukommen.
Samstag der 13. kam, und mit ihm der Winter zurück. 3 Grad und eisiger Ostwind. Aber wenigstens schien die Sonne. Die Strecke ist einfach - eine Runde rund um den Wöhrder See in Nürnberg (der ist demnach nicht ganz so groß wie sein österreichischer Namensvetter ...). 
Aussicht und Stimmung waren gut, lauter nette Leute, insgesamt waren 66 am Start versammelt. Darunter ein kälteresistenter Londoner (kurz und Singlet), ein Hund (der auch vor Frauchen finishte), diverse Gesichter, die man schon von anderen Läufern hier in der Region kannte.
Frauchen hat ja ziemlichen Trainingsrückstand, deswegen war ich dann mit der Zeit von 29:45 min sehr zufrieden. Alles unter 30 min auf 5 km ist für uns gut. Krass war nur, als sie auf km 3 bis km 4 hinter sich Darth Vader hörte! Ein Läufer, der so laut und rasselnd atmete ... sie dachte, er fällt gleich um. Und der ließ sie dann am Anstieg zur Eisenbahnbrücke, eigentlich für Frauchen immer gut zum "Läufer einsammeln", einfach stehen! Naja, sie tröstete sich damit, dass sie seinen rasselnden Atem dann nicht mehr hörte ...
Gefinisht, tapfer dem angebotenen Kuchen widerstanden und im Trab zurück nach Hause. Denn Samstag ist Einkaufstag bei uns. Und der erledigt sich nicht von selbst.
Fazit: eine gute Idee, dieser parkrun. Wir werden bei künftigen Wochenendtrips immer schauen, ob dort ein solcher Lauf stattfindet. Demnächst sind wir in Nizza - dort leider nicht - und in Frankfurt - dort ja.
Das Resultat des schnellen parkruns gestern: heute schwere Beinchen beim langen Lauf. Und ich habe sie wirklich gescheucht, durch den Wald hier, diverse Steigungen hoch und runter. Denn - hüstel - ich habe Frauchen nämlich für den Mozart100 light angemeldet. 31 km und 1.140 Höhenmeter. Dazu demnächst mehr.
Bis bald Euer Iwan


Sonntag, 7. April 2019

Remakes, die keiner braucht

Hallo Leute,

heute widme ich mich mal einem ganz anderen Thema: nämlich Film & Fernesehen. Da blättere ich so die TV-Zeitschrift durch, und mein erstauntes Bärenauge fällt auf die Ankündigung, dass Magnum back sei. Nein, nicht das Eis, sondern die Serie.
Einfach nur Kult, wie uns Tom Selleck Hawaii näher brachte. Seitdem ein Sehnsuchtsort. Und Dobermänner heißen bei uns nur "die Jungs" (falls jemand das nicht versteht, weiß er auch nicht, wer "Higgi-Baby" ist ...). Obwohl Magnum irgendwie immer ein bißchen der Loser (finanziell gesehen) war, war er obercool. Ganz ehrlich, ich will mir diese schöne Erinnerung erhalten ... und keine überflüssige Neuverfilmung sehen.
Genausowenig wie ich "Die glorreichen Sieben" in der Neuauflage sehen wollte. Sorry, aber keiner reicht an die sieben Jungs des Originals heran, vor allem nicht an Steve McQueen. (Und ja, bevor hier die Cineasten aufjaulen - ich weiß, dass auch der Film aus den 1960ern ein Remake war ... aber im ganz anderen Setting und nicht mit Samurai).
Zu Recht gefloppt sind m.E. auch die Neuverfilmungen von "Casablanca" (zwar in Farbe, aber viel farbloser als Bogart: David Soul) und "Vom Winde verweht" (lachhaft, wie Timothy Dalton sich abmühte, die Ausstrahlung von Clark Gable zu erreichen).
Und natürlich ist "Mit Schirm, Charme und Melone" mit Patrick MacNee und Diana Rigg nur in s/w, in Pappkulissen und mit billigen Tricks. Aber trotzdem um Klassen besser als die Verfilmung in Farbe und mit toller Tricktechnik.
Mir fallen aktuell noch so viele andere Remakes ein, die die Welt nicht braucht - jetzt frage ich aber mal Euch: auf welche "Neuauflage" könntet Ihr verzichten?
Bis bald Euer Iwan
P.S. Auf dieses Remake kann ich übrigens gut verzichten: wenn Frauchen am 1. Mai beim Moritzberglauf wieder Letzte werden sollte, so wie 2015 ...


Donnerstag, 28. März 2019

Große Lauf-Dummheiten

Hallo Leute,

heute habe ich mich mal wieder aufgeregt. Frauchen hat sich (mal wieder, ich kann es  gar nicht oft genug betonen!) nicht an meinen Trainingsplan gehalten. Ich hatte Berglauftraining vorgegeben, aber sie zog es vor, mal so eben 1,5 Stunden auf leicht kupierten Trails im Wald zu verschwinden. Das doppelt Dumme - sie hatte nichts zu trinken dabei. Wie sie mir später gebeichtet hat, hat sie sogar überlegt, ein bißchen Wasser aus einem kleinen Bach zu trinken, der neben dem Pfad entlang fließt. Glücklicherweise war sie dann doch so schlau, es nicht zu  machen ... ich hatte schon mal was gelesen, wie belastet dieses kleine Bächlein ist!

Manchmal setzt bei ihr irgendwie das rationale Denken aus, wenn es ums Laufen geht. Was hat sie nicht schon alles fertiggebracht:
  • mit Straßenlaufschuhen immer weiter eine Strecke in Mallorca gelaufen, erst Straße, dann asphaltierter Weg, dann erdiger Pfad, dann steiniger Pfad, dann mehr oder weniger Geröll und bergauf ... sie "will ja immer nur mal gucken"
  • ohne Wasser dann doch die lange Runde gelaufen statt wie geplant max. 1 Stunde
  • weil es gerade so einen Spaß machte, nochmal zwei Bergauf-Sprints (inklusive Bergab-Sprints) drangehängt ... ihre Oberschenkel haben es ihr nicht gedankt
  • sich von Herrchen und mir mit "ich gehe nur eine kleine Runde laufen" verabschieden, dann nach 100 min. wiederkommen, uns von Sorgen Zermürbte unschuldig angucken und sagen "aber habt Ihr denn nicht gesehen, dass ich was zu trinken mitgenommen hatte?"
  • "der Weg da wird schon wieder zurück zum Ausgangspunkt führen ... ups, doch nicht? Da geht´s nicht weiter, da muss man wohl umkehren ..." Und schon hat sie 5 km Umweg draufgepackt.
  • ohne Regenschutz bei schwarzen Wolken loslaufen
  • mit Regenschutz in einem Gewitter laufen gehen
  • eine Stunde vor einem 5-km-Firmenlauf einen großen Eisbecher Pfirsich Melba verdrücken.
Und was waren Eure größten Laufdummheiten? Na los, ich glaube nicht, dass Ihr Frauchen übertreffen könnt ... bin gespannt.

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 21. März 2019

Mallorca im Frühsommer, äh, Frühling

Hallo Leute,

wie bereits angekündigt, aber durch Dappigkeit (nicht meine, Frauchens!) verhindert, nun der Bericht zum diesjährigen März-Mallorca-Urlaub.

Und wie Ihr schon aus der Überschrift schließen könnt, hatten wir geniales Wetter. Von den 10 Tagen genau 1,5 Tage nicht so toll, kalt und ein paar Stunden Regen. Den hatten allerdings auch nur Frauchen und Oma, sie waren zum Wandern ins Tal von Soller gefahren, da schüttete es, während es bei uns in Port d´Alcudia trocken blieb ... selbst schuld, kann ich da nur sagen. Ansonsten Temperaturen bis 24 Grad ...

Nachdem es nun schon das 10. Mal Märzurlaub mit Oma zum Wandern und Laufen war, ist der Tagesablauf geübt. Früh aufstehen, futtern, wandern (je nach Tour so 4 bis 6 Stunden, Ihr müsst bedenken, Oma wird 82 und hat einen Oberschenkelhalsbruch hinter sich, dafür ist sie tolle Bergtouren gewandert!) und danach geht Frauchen laufen. Die Gegend um Port d´Alcudia kennen wir ja sehr gut, daher konnte ich für sie immer schöne Strecken mit den unterschiedlichsten Herausforderungen zusammenstellen. Entweder Tempotraining (macht Frauchen sehr ungern), ruhiger Landschaftslauf, Trailtraining oder Berglauftraining. Ausdehnen am Strand ist natürlich obligatorisch. Dann zu Abend futtern, danach ab ins Bett zum Lesen. Klingt langweilig? Ist aber sehr erholsam!

Leider waren wir dieses Jahr nicht zum 10 km-Palma-Rennen vor Ort, und den Termin für den Alcudia-Halbmarathon hatten sie vom bisher 2. Märzwochenende auf Ende März verschoben. Also kein Finish für Frauchen und mich ... dafür aber wunderschöne Laufimpressionen:

 

Das ist der Blick vom Puig San Marti auf die Bucht von Pollenca (links), Talaia de Alcudia und Bucht von Alcudia (rechts). Alles gern und häufig abgelaufen. Der Anstieg auf den Puig ist übrigens trotz "nur" 250 Höhenmetern sehr knackig!

 Und das hier sind Bilder vom Long Jog - Trail .... Port d´Alcudia - Alcanada - am Golfplatz vorbei auf einen Pfad, Richtung Coll Baix und dann durch den Wald und Felder zurück.



Dieses Mal waren übrigens auffällig viele Läufer unterwegs, und zwarn icht nur wie in den anderen Jahren auch auf der Promenade, sondern auch in den Wäldern und auf klassischen Wanderrouten. Wobei ich befriedigt feststellen konnte, dass Frauchen hier Pfade und Anstiege noch läuft, während andere Läufer schon gegangen sind. Bin halt ein klasse Coach, ähem.


Was uns allerdings negativ in Erinnerung bleiben wird - Frauchens Lieblingspulli, ein uralter dunkelblauer Odlo-Jumper, verschwand auf unerklärliche Weise aus dem Hotelzimmer. Und ward nicht mehr gesehen oder aufzufinden. Seltsam. Das war auch der"Glückspulli", in dem ist sie immer zu Laufevents angereist. Hoffentlich gibt das jetzt nicht 7 Jahre Pech!

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 19. März 2019

Augen auf beim Laufen

Hallo Leute,

heute wollte ich Euch eigentlich mit Fotos und dem Bericht von unserem Mallorca-Urlaub neidisch machen. Das muss aber aus aktuellem Anlass noch warten.

Denn Frauchen hat es eben ganz bös hingebrezelt. Und jetzt muss ich erstmal die Erstversorgung machen. Sie wollte wie häufig am Dienstag den Bäcker und die Post in ihre Laufrunde integrieren. Hatte danach beide Hände voll, und lief auf einem erdigen Pfad hinter einigen Gärten Richtung Zuhause. Und war in den Gedanken was weiß ich wo. Das Ergebnis:







 Tja, und das aufgeschlagene Knie durch die lange Laufhose durch. 

Bei der Lippe hoffe ich ja noch, dass sie so schön wie bei "Rocky" Stallone nach einem Kampf aussieht, nicht nur einfach geschwollen. Macht ja nichts her. Das andere Knie und beide Handflächen verfärben sich auch schon ganz prachtvoll. Aber Ihr müsst Euch keine Sorgen machen: die Brötchentüte und das abgeholte Paket haben alles ohne Schaden überstanden ...
Was mache ich nur mit so einem Hans-guck-in-die-Luft? Naja, morgen scheuche ich sie dann wieder zum Training raus. Heute erlasse ich ihr gnädig mal die Stabi-Übungen, hehehe.

Bis bald (dann aber mit Urlaubsbericht)
Euer Iwan

Donnerstag, 28. Februar 2019

Laufen bedeutet auch, die Natur zu achten

Hallo Leute,

nachdem ich letzte Woche schon etwas über Abfall und wie man damit umgeht gepostet habe, nun einige Tipps bzw. Regeln, damit alle anderen Läufer auch etwas von der schönen Natur haben:
  •  Abfall, egal ob ein Taschentuch, eine Gelverpackung oder eine leere Flasche, wird im nächstgelegenen Abfalleimer / Papierkorb entsorgt. Gibt es keinen, dann nimmt man den Müll wieder mit nach Hause.
    Schließlich habt Ihr das Zeug ja auch bis zur Nutzung dorthin getragen, also kann es nicht so schwer sein, es wieder mitzunehmen!
  •  Versucht, so wenig wie möglich in der Laufumgebung = Natur zu verändern. Pflückt keine Blümchen - der nach Euch kommende Mensch hat auch seine Freude daran. Reißt keine Äste ab, das tut auch dem Baum weh. Trampelt keine neuen Pfade in Wiesen oder Wälder.
  •  Gerade jetzt, im Winter: rennt im Wald nicht querfeldein. Das erschreckt die dortige Tierwelt, sie müssen fliehen ... und brauchen doch alle Kraftreserven, um nicht zu verhungern, gerade in schneereichen Gegenden. Aber auch später im Jahr: es gibt sicher genug schöne Waldwege und Pfade, da muss man sich nicht durchs Unterholz schlagen ...
  •  Vermeidet "akustische Umweltverschmutzung". Das kann einmal die laute Musik sein, die vielleicht den anderen nicht ganz so gut gefällt wie Euch. Das kann das laute Telefonieren oder Schnattern, wenn Ihr nicht allein seid, sein. (Echt, alles schon gesehen und gehört .... Läufer mit ziemlichem Speed, der gleichzeitig noch lautstark telefonierte) Andere Läufer / Menschen würden vielleicht gern das Vogelgezwitscher hören oder einfach die Stille genießen ...

Kurz gesagt: Ein Läufer hinterlässt beim Lauf maximal seinen Fußabdruck, mehr nicht. Und stört niemand anderen. In dem Sinne - allzeit schöne Läufe!
Bis bald Euer Iwan
 



Donnerstag, 21. Februar 2019

Tempo: Aus 1 wird 3

Hallo Leute,

Frauchen hat heute Home Office-Tag. Das bedeutet freie Zeiteinteilung und damit die Möglichkeit, einen kleinen Trainingslauf einzuplanen. Deswegen habe ich sie vorhin auch gleich mal auf einen zackigen Tempolauf geschickt.
Apropos Tempo: Frauchen ist ein Gewohnheitstier. Mit schnell laufender Nase. Daher steckt sie sich immer, bevor sie aufbricht, mindestens drei Tempo (= Papiertaschentücher, aber hier ist ja der Markenname auch schon Gattungsname) ein. Eines in die linke Hosentasche, zwei in die rechte.
Ungefähr auf der Hälfte der vorgesehenen Laufstrecke im Park merkte sie: da ist nur ein Tempo in der rechten Tasche! Hm. Wo war das zweite? Und so ganz ohne Nase putzen wird sie ja auch nicht die ersten 3,5 km gelaufen sein ... also gab es nur eine Möglichkeit. Sie hatte wohl beim Wieder-Einstecken die Hosentasche verfehlt und es lag irgendwo zwischen Startpunkt und Halbzeitpunkt im Park.
Nun hasst Frauchen wenig mehr als achtlos auf den Boden geschmissenen Abfall. Also pflichtbewusst die Route für den Rückweg geändert, keine Runde, sondern auf dem Hinweg zurück. Irgendwo musste ja ein fast jungfräuliches Tempo auf dem Weg liegen, das musste ihres sein, und sie wollte es dann dem nächsten Abfalleimer übergeben.
Wisst Ihr, wie viele solcher Tempos sie auf dem Boden gesehen hat auf die gut 3 km? Im Park, wo alle paar hundert Meter ein Abfalleimer steht? Kleiner Tipp: siehe Überschrift. Und Frauchen hat sie alle brav aufgesammelt und ordnungsgemäß entsorgt.
Sie hätte sich auch nicht so aufgeregt, wenn es Sommer wäre, und Menschenmassen sich über die Parkwege wälzen würden - na gut, auch dann muss man nicht seinen Dreck einfach auf den Boden werfen. Aber sie hat heute geschätzte zehn Leute (Gassigeher, Läufer, Spaziergänger) im Park gesehen. Und dann - neben dem von ihr verlorenen Taschentuch - gleich noch zwei weggeworfene? Oder korrekter gesagt, nicht ordnungsgemäß weggeworfen, sondern damit die Gegend zugemüllt. Geht gar nicht.
Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 19. Februar 2019

Gedanken zu Karl Lagerfeld

Hallo Leute,

eigentlich wollte ich ja etwas zu unserem Wochenende in Wien schreiben (lassen, hüstel), aber erstens bin ich noch viel zu vollgefressen vom vielen Kaiserschmarrn


und zweitens ist mir der Tod von Karl Lagerfeld dazwischen gekommen. Das ganze Internet steht ja Kopf deswegen. Irgendwie war er schon bewunderswert. Hat sich selbst, die Person und nicht nur seine Mode, als Marke inszeniert. Und Arroganz zu seinem Markenzeichen gemacht. Mir fallen spontan drei Dinge ein, die ich mit ihm verbinde:
  1. Er wollte mir immer meinen Jogginganzug madig machen. Einer seiner berühmten Sprüche lautete "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren."
    Nein, Karl! Ich trage gern und seit vielen Jahren meine Jogginghose und habe noch die volle Kontrolle über mein Bärenleben!
  2. Sein Lieblingsgetränk, das er literweise reinschüttete, war Coke light. Kommt mir bekannt vor, sehe ich täglich. Ist nämlich auch bei meinem Frauchen Grundnahrungsmittel.
  3. Und es gab auch einen Karl-Lagerfeld-Bären, Sonderedition von Steiff. Da habe ich allerdings mein Veto eingelegt und so verhindert, dass Frauchen den anschleppt ... der hat mir viel zu arrogant geschaut.
Ich finde es immer schade, wenn eine echte Persönlichkeit die Bühne des Lebens verlässt. (Und was mich natürlich auch interessiert: wer kümmert sich jetzt um Choupette, seine Katze?)

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 10. Februar 2019

Geschwindigkeit ist relativ

Hallo Leute,

Januar und Februar sind richtig dröge Monate, so vom Laufen her gesehen. Da habe ich genug Zeit, mir mal Gedanken über Zeiten zu machen. Frauchen ist ja nun nicht gerade schnell. Für sie ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 min/km o.k. Beim Halbmarathon oder längere Strecken läuft sie so um die 6:10 min/km, das konstant über die ganze Distanz. Kenne ich von ihr schon von damals, als sie noch Schwimmen als Leistungssport hatte. Da hat sie jede 100 Meter Brust bei längeren Distanzen in genau demselben Tempo abgespult, ohne langsamer zu werden, egal ob es jetzt 600 oder 1.000 Meter waren.

Wir sind jedenfalls sehr stolz, wenn sie die 10 km beim Rennen unter 1 Stunde schafft. Und die 5 km unter 30 min. Andere Läufer lächeln da nur müde, Frauchen wurde auch schon mal als "das kann man doch nicht Laufen nennen" in einem Forum für Läufer gedisst. Doch, kann man. Ist für sie (und für mich als Coach) durchaus mit Training verbunden, und mit Anstrengung beim Wettkampf.

Letztes Wochenende ist ein Bekannter in Bad Füssing den Halbmarathon gelaufen. Und ist in seiner AK (übrigens dieselbe, die auch Frauchen hat) Erster geworden. Mit 1:35 Stunde. Ohne Worte. Unerreichbar für Frauchen. Und er? Jammert herum (man könnte auch "kokettieren" sagen), weil es für ihn recht langsam war. Und ich bin fast grün vor Neid. Beziehungsweise Anerkennung.

Frauchen und ich haben uns geeinigt: sie versucht, nach meinen Trainingsvorgaben schneller zu werden. Respektive mit zunehmendem Alter nicht langsamer. Und immer mal wieder an einer PB für die jeweilige Distanz zu kratzen ... Hauptsache, es macht ihr Spaß!

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 29. Januar 2019

Januar - Laufen in kurzen Hosen

Hallo Leute,

der Winter und ich, wir werden nie Freunde. Bin halt ein Sommer-Bär, mag Wärme, Sonne, bunte Farben. Das sagt man ja häufig von Sommer-Kindern, dass sie den Sommer bevorzugen. Und ich habe Ende Juli Geburtstag, genau wie mein Frauchen. Und die haut ja auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Winter "ab in den Süden, der Sonne hinterher"! (So, habt Ihr jetzt den Ohrwurm schön im Ohr, hehehe?)

Dieses Jahr sollte es vom 18.1. bis 27.1. wieder nach Mallorca gehen. Ich hatte preiswerte Flüge erspäht, also gleich gebucht. Und dann erst - entgegen unserer sonstigen Gewohnheit - nach dem üblichen Winterhotel geschaut. Schock. Ungläubigkeit. Anruf. Frust. Denn dieses Hotel hat diesen Winter wegen Renovierung geschlossen. Und es war quasi das einzige in Port d´Alcudia, das auch im Januar aufhatte.

Nach langem Hin und Her (Was hat auf? Wo liegt das? Nein, wir wollen kein "kontaktfreudiges Publikum" oder "Lage gut, Ausstattung für junge Leute geeignet") dann ein Hotel an der Playa de Palma gebucht. Übersetzung für Nicht-Insider: Ballermann. War für mich, der ich 2013 schon mal da war, nicht so verlockend.

Und dann die Wettervorhersage: Zeitgleich mit uns sollte ein Regen-Tiefdruckgebiet eintreffen, das sich ebenfalls behaglich einrichten sollte und erst am Abreisewochenende - also wieder gemeinsam - die Insel verlassen würde.

Daraufhin habe ich beschlossen: nein, ich bleibe zuhause. Fehler. Böser Fehler.

1. An meiner Stelle ist Fozzie mitgefahren. Daher musste ich mir jetzt ausführliche Schildungen des Zimmerservice und der Gutzis, die bereitgestellt wurden, anhören.
 

2. Das Tiefdruckgebiet zog schneller wieder ab als angekündigt. Das heißt, ein langer Lauf in strömendem Regen, ansonsten "nur" wolkig oder strahlend schön.




Frauchen zog brav ihr Trainingsprogramm durch, jeden Tag  mindestens 1 Stunde laufen, nach den Wanderungen, oder ein langer Lauf. Und hier trat dann das Problem der Playa de Palma voll auf: man kann nach links die Promenade entlang laufen, oder nach rechts. Kilometerlang. Flach. Sehr sehr langweilig, wenn man das 10 Tage lang macht. Deswegen ist Frauchen dann auch bei den langen Läufen ausgewichen und einmal eine Runde Inca - Moscari - Binibona - Caimari - Moscari - Inca gelaufen, einmel eine große Runde bei Port d´Alcudia und einmal bei Port de Soller. Da musste sich dann natürlich auch gleich wieder Fozzie in Szene setzen, tss tss:

Und was Frauchen gar nicht gehagte an der Playa de Palna: nur Deutsche. Überall hörte man auch nur deutsch. Dafür mag sie nicht nach Spanien fahren (und ja, die Balearen gehören zu Spanien!).

3. Achso, die Temperaturen waren teils morgens etwas frostig (1 Grad einmal), sonst startend bei so 8 Grad und tagsüber auf 12 bis 17 Grad hochgehend, also konnte sie in kurz laufen. Genau das, was man im Januar so will.


Fazit: ich ärgere mich, dass ich nicht mitgefahren bin. Aber was soll´s, im März habe ich die nächste Chance. Und da geht es wieder nach Port d´Alcudia!

Bis bald Euer Iwan



 


Samstag, 12. Januar 2019

Der schnellste Körperteil

Hallo Leute,

da denkt man doch, bei einem Läufer laufen ... die Beine. Richtig. Das sind aber nicht die einzigen Körperteile. Bei Frauchen zumindest. Da läuft nämlich auch noch die Nase. Je kälter, desto stärker.

Sprich: im Winter, ab Temperaturen von 5 Grad abwärts, läuft ihre Nase mehr oder weniger pausenlos. Und bei Minusgraden packt Frauchen das Taschentuch gar nicht mehr weg, sondern behält es gleich in der behandschuhten Hand. Sieht für die anderen Läufer sicher lustig aus, so als ob Frauchen pausenlos mit der weißen Fahne wedeln würde, hehehe.

Geht es Euch auch so? Oder ist Frauchen da ein Nasen-Phänomen?

Und kann da mal jemand etwas erfinden? So eine Art Tropfenfänger wie ein Bufftuch zum Umbinden für die Nase? Natürlich muss es stylish sein. So ein umfunktionierter Kaffeekannen-Tropfenfänger ist ja uncool. Hm, mal sehen, vielleicht fällt mir da noch was ein.

Ansonsten verabschiede ich mich nächste Woche ins Trainingslager nach Mallorca. Frauchen wandert und läuft, ich futtere mich durchs Hotelbüffet.
Hasta luego (= bis bald)
Euer Iwan

Samstag, 5. Januar 2019

Byebye 2018 - willkommen Laufjahr 2019

Hallo Leute,

jetzt ist das neue Jahr schon 5 Tage alt ... Zeit, mit 2018 komplett abzuschließen und Euch einen Ausblick auf unsere Vorhaben 2019 zu geben.

Also: 2018 hat Frauchen einen neuen Rekord aufgestellt, was die Stundenzahl und die gelaufenen Kilometer betrifft: rund 2.178 km kamen zusammen! Das entspricht auch wieder über 100.000 verbrannten Kalorien, oder (um in meiner Währung zu bleiben) circa 77 Kaiserschmarrn.

Besondere Highlights, was neue persönliche Bestzeiten und Strecken betrifft, waren nicht dabei. Immerhin dreimal ist Frauchen bei 10 km-Läufen unter einer Stunde geblieben, in London, Lenngries und beim Silvesterlauf Nürnberg.
Ansonsten hat sie ihren ersten Bergtraillauf allein gemacht, sie kommt immer mehr auf den Geschmack. Und es ist ein übles Gerücht - das ich hiermit weit von mir weise - dass ich möglichst viele Läufe in Österreiche heraussuche, nur um an Kaiserschmarrn zu kommen ....

Was haben wir 2019 vor? Da haben uns leider die Organisatoren schon einen Strich durch den geplanten Halbmarathon in Alcudia / Mallorca gemacht. Denn sie haben einfachen den Termin vom zweiten Märzwochenende (wo wir sowieso zwecks Urlaub vor Ort wären) auf Ende März gelegt. Und seit der Airberlin-Pleite gibt es kaum noch vernünftige Flüge von Nürnberg nach Mallorca. Erstens vergleichsweise teuer und zweitens unmögliche Flugzeiten - 4 Uhr früh hier los, zurück wäre man 1:50 Uhr in der Nacht wieder da.
Also abgehakt. Ich richte unsere Saisonplanung auf den Höhepunkt Ende August, den Karwendelmarsch, aus. Mit hoffentlich ebenso tollem Wetter wie 2017:


Derzeit sieht es also wie folgt aus:
  • 1. Mai 10 km Moritzberglauf (geplant)
  • 11. Mai  5 km virtual Race for Save the Manatees
  • als Organisator: 24. Mai Tiergartenlauf Nürnberg
  • 10. August 5 km WomensRun Frankfurt (ergänzt nach Hinweis von Patenkind, siehe Kommentare, hüstel)
  • 31. August Karwendelmarsch (52 km)
  • 8. September 23,2 km Achenseelauf
    (das ist die Jubiläumsausgabe, da müssen wir bei unserem Lieblingslauf dabei sein!)
  • 13. Oktober HM Palma
  • 26. Oktober 8 km Panoramatrail beim Trailrunningfestival Salzburg
  • 1. Dezember 10 km Valencia
So, nun wünsche ich noch allen Freunden, Bekannten, Läufern und Nichtläufern ein gutes Jahr 2019, viel Gesundheit (ein guter Bekannter musste seine Vorbereitung für den Tokio Marathon verletzungsbedingt verschieben, und das Rennen ist schon Anfang März!), Glück, Erfolg und ausschließlich positive Erlebnisse!

Bis bald euer Iwan

Dienstag, 1. Januar 2019

Zum Jahresende nochmal Vollgas

Hallo Leute,

ich hoffe, Ihr seid gut "rübergerutscht" ins neue Jahr. Wir auch, ich habe Frauchen heute morgen daher gleich mal zum lockeren Auslaufen gescheucht.
Jetzt fragt Ihr sicher, "Auslaufen wovon"? Ja, es ist kaum zu glauben, dieses Mal hat es endlich mal wieder mit dem Silvesterlauf Nürnberg geklappt. Die letzten Jahre war Frauchen immer angemeldet, und bekam dann wahlweise eine böse Erkältung, Rücken oder eine Grippe. Ich habe ja schon langsam geglaubt, sie will sich drücken, habe sie aber trotzdem unverdrossen immer wieder angemeldet. Und diesmal war - natürlich - wieder der Wurm drin. Die Fußverletzung, die sie sich Anfang November zugezogen  hatte ... seitdem gerade mal maximal 1 Stunde am Stück gelaufen, nie länger, gerade erst wieder Hügeltraining begonnen, zur Fußschonung immer die alten, ausgelatschten Trailschuhe an. (Und bevor jetzt die Besserwisser schreien, dass das schlecht sei - sie hat zwischendurch auch mal andere, neuere Laufschuhe angehabt, da wurde der Fuß prompt wieder schlechter.)
Am Sonntag dann das Startersackerl abgeholt. Ganz ehrlich: wenn es nicht der Silvesterlauf und damit das besondere Datum wäre, und das Orgateam extrem nett - so unter Kosten-/Nutzengesichtspunkten lohnt es sich nicht:
Für 15 Euro kriegt man viele Flyer, ein Aftershave (!), ein Beutelchen mit undefinierbarem Inhalt (Gras? Tee? Cannabis?) sowie Gemüsechips. Das war´s. Später auch keine Medaille.
Aber egal, Frauchen wollte halt das Jahr gut ausklingen lassen. Das Wetter dachte sich "wenn die schon starten will und nicht krank ist, vermiese ich es ihr". Zwar 7 Grad, aber pünktlich nach dem noch trockenen 5-km-Rennen fing es an zu sprühregnen. (Gibt es dieses Verb eigentlich?)
Also missmutig Parkplatz gesucht, und Käppi zum halbwegs Schutz der Brille gegen die Nässe aufgesetzt, dann Richtung Start am Wöhrder See getrabt. Es war wieder recht voll, rund 1.300 Starter wollten die 2 Runden absolvieren. Frauchen musste zwar nur 14 min. bis zum Start warten, das reichte aber, um in diesem fiesen Wetter ziemlich auszukühlen. Sie war übrigens regelrecht fassungslos, dass manche Starter in kurz / kurz am Start standen ...
Die ersten zwei Kilometer brauchte sie, um ihre Füße wieder aufzutauen. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert, gut zu laufen, drei scharfe Kurven, das ist es an "Schwierigkeiten". Frauchen legte ziemlich schnell los, übersah dann das "km 3"-Schild und wunderte sich, wie sich dieser dritte Kilometer zog. Mangels Schnell-Lauf-Training und langen Läufen wurden die Beinchen auch schnell recht schwer.
Seit Jahren hat sie sich angewöhnt (Tipp von mir), während des Rennens nicht fortwährend auf die Zwischenzeiten zu gucken. Das irritiert sie zu sehr. So soll sie bei einem 10er bei 5 km schauen, wie sie liegt. Wenn sie unter 30 min. liegt, dann weiter Vollgas (ja, ich weiß, sie ist nun mal kein Usain Bolt, für sie ist das schnell!) und bei km 9 nochmal schauen, ob es für eine Zeit unter 60 min. reicht.
Gestern dann das für sie Horrorszenario - die Überrundung. Bei früheren Starts konnte sie es vermeiden, dieses Mal erwischte es sie durch den Sieger der Herrenkonkurrrenz ca. 150 Meter vor der 5 km-Marke (für sie) bzw. Ziel 10 km (für ihn). Aber die Uhr bot ihr gleich einen erfreulichen Anblick: 29:37! Also nix mit "langsamer Angehen lassen", weiter voller Speed. Sie schaute auch die ganze Zeit, ob sie jemanden aus meiner Twitter-Timeline sah - aber "nur" Beate, die als Zuschauerin am Rand stand und ihren Mann anfeuerte. Der natürlich viel schneller als Frauchen war ...
In der zweiten Runde kam dann Frauchens übliches Problem bei solchem Wetter: kühle Luft, sie schwitzt, Sprühregen macht trotz Käppi die Brille nass - die dann zusätzlich noch beschlägt. Also Sicht sehr behindert. Das zweite Mal hoch zur Bahnbrücke überholte Frauchen zwei Läuferinnen und hörte nur eine weibliche Stimme "Hallo Anette".  Sie grüßte zwar zurück, konnte aber beim besten Willen nicht erkennen, wer das gesagt hatte! Also auf diesem Weg Entschuldigung.
Runter von der Brücke, scharfe Rechtskurve, Endspurt. Was ihr eine 59:29 einbrachte, ich bin sehr zufrieden mit dieser Sub-60-Zeit. Bestzeit für alle bisherigen Starts beim Silvesterlauf. 791. von 1.079 Finishern, 189. Dame und Platz 9 in ihrer Alterklasse.
Für dieses gute Ergebnis habe ich ihr dann großzügig wie ich bin erlaubt, abends einen Nachschlag vom Nudelsalat zu nehmen.
Jetzt wünsche ich Euch allen noch ein gutes, gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2019 - mögt Ihr alle Eure Wünsche und Ziele verwirklichen!
Bis bald Euer Iwan