Sonntag, 14. Juli 2019

Sommer & Winter

Hallo Leute,

die letzte Woche war ja wohl Sommer zum Abhaken. Morgens 8 Grad, tagsüber maximal 20. Das nennt sich dann Hochsommer? Frauchen mag ja bekanntermaßen Hitze! Sie zum Laufen zu motivieren, ist bei solchen Temperaturen und drohenden Gewittern nicht ganz so einfach. Ich habe daher mal eine kleine Übersicht erstellt, welchen Vorteile das Laufen im Winter und dagegen gestellt im Sommer hat:

Im Winter

  • gibt es keine Schnaken, Moskitos, Bremsen
  • wachsen keine Brennesseln
  • muss man nicht so viel zu trinken mitschleppen
  • sind die Waldwege leerer und vor allem freier von marodierenden Mountainbikern
  • wird man nicht so viel abgelenkt beim Laufen im Park von lecker duftenden Grills.

Im Sommer
  • ist man nach 2 Minuten angezogen zum Laufen 
  • kann man viel früher und abends länger bei Helligkeit laufen gehen
  • macht Laufen einfach mehr Spaß
  • muss man keine Angst haben, auf vereisten Wegen auszurutschen
  • hat man einen viel größeren Radius, weil keine Wege wegen zu viel Schnee unpassierbar sind
  • können wir in die Berge zum Laufen.
Und mit diesem letzten Punkt gewinnt eindeutig der Sommer, auch bei mir - Berge = Kuchen, Kaiserschmarrn, Kässpatzn und so weiter ....

Und was ist Euer Favorit, und warum? Sommer oder Winter?

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 7. Juli 2019

Vorsicht vor mathematisch begabten Läufern

Hallo Leute,

Frauchen hat  mich heute geschafft. Ich als motivierender Coach habe ihr vorgehalten, dass ihre Finisherzeit in Salzburg ja nun nicht gerade zu Entzückensausrufen einlädt.  Ich meine, Leute, mal ganz ehrlich: 5:50 Stunden für 32 km, auch wenn es ein paar Höhenmeter auf und ab ging, sind ja wohl Tempo einer Schnecke.

Da legte Frauchen los. (Ich hatte ganz vergessen, dass sie Mathe Leistungskurs hatte und auch ein paar Semester Mathe mit studiert hatte .... ) Sie sei 5:50,07 gelaufen. Der Sieger der Langdistanz, Pau Capell, lief über die 109 km 10:54,47. Umgerechnet auf die Zeit je km brauchte Pau also 54,9 % von Frauchens Zeit. Oder andersherum, lief Frauchen 182,2 % seiner Zeit, bei diesem Trailrennen.

Nun solle ich das vergleichen mit ihrer Zeit im Flachen. Bestzeit im Halbmarathon 2:14,41 gegenüber dem Marathon-Weltrekord von Eliud Kipchoge 2:01,39. Das Ganze wieder umgerechnet braucht Kipchoge 45,2 % von Frauchens Zeit. Beziehungsweise läuft Frauchen  221,5 % seiner Zeit bei einem Straßenrennen.

Nach diesen Berechnungen  meinte Frauchen nur "siehste, Coach. Das beweist doch, dass ich in Salzburg sehr viel schneller war als normal!" Hm. Darüber grübele ich jetzt noch nach.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 2. Juli 2019

36 Grad und es wird immer heißer ... Lenggries 2019

Hallo Leute,

wir waren mal wieder in unserer Lieblingspension in unserem Lieblingsort in den Bergen, Lenggries.Und zum ersten Mal konnte Frauchen am Ankunftstag nicht laufen gehen - zeitgleich mit uns kam ein Gewitter an, das mehrere Stunden dauerte. Das war ihr dann doch zu heikel, bei Blitz, Donner und Dauerregenguss auf die Strecke zu gehen ...

Samstag und Sonntag regnete es auch noch, die Temperaturen waren erfrischend. Also zu kalt für Frauchen, die neidisch auf die beginnende Hitzewelle im Rest des Landes schielte.Ich habe sie trotzdem auf ihre "Hausrunden" gescheucht, wobei die Beine noch vom Mozart 100 light schwer waren. Also nur leichtes Traben und kleine Wanderungen.

Montag dann strahlender Sonnenschein, und es wurde jeden Tag wärmer. Ideales Wetter für Frauchen also, die bei 30 Grad plus gern laufen geht und beste Pulswerte hat. Natürlich muss sie dann auch mehr trinken, aber ansonsten ist sie, glaube ich, der einzige Mensch, der begeistert rausstürmt am heißesten Tag des Jahres.

Während ich mich im Halbschatten den von der Pensionswirtin spendierten verschiedenen Kuchen widmete, wanderten meine Menschen eifrig durchs Karwendel. Einmal hoch zur Grasbergalm, da gibt es viele Murmeltiere. Einmal über die Torscharte, auch mit Murmeltieren und Gämsen. Einmal ging es "nur" am Achensee entlang, den Steig von Achenkirch nach Pertisau und wieder zurück (so als Vorbesichtigung für den Achenseelauf). Nach jeder Wanderung ging Frauchen dann noch bis maximal 50 Minuten laufen, zum Beine-Ausschütteln. Samstag habe ich sie dann schnell nochmal auf die Hochalm hochgescheucht, macht 700 Höhenmeter in 1:20 Stunde gewandert. Hier einige Impressionen:










Zwei lange Läufe hatte ich ihr auch in den Trainingsplan geschrieben:
  • einmal 20 km die "Talrunde": Lenggries - Arzbach - Bibermühle - Wackersberg - Waldherralm - Arzbach - Lenggries. Wobei sie ehrlich gesagt die letzten 3 km bei der Hitze (Strecke größtenteils in der prallen Sonne) doch recht hart ankamen ....
  • einmal ab Waldherralm hoch auf den Heiglkopf, dann über Blomberg und Zwiesel insgesamt drei Gipfel mitnehmend und wieder runter - Nettolaufzeit 2:15 Stunden, rund 700 Höhenmeter und das komische Gefühl, zum allerersten Mal komplett allein auf dem Zwiesel gewesen zu sein. Normalerweise sind da immer Menschenmassen ... aber denen war es wohl zu warm.


Und Sonntag mussten wir leider schon wieder zurück. Aber inzwischen bin ich etwas beruhigter, was den Karwendelmarsch angeht - das Grundlagen-Ausdauer-Training verlief gut. Das einzige Problem: mein blauer Anzug sitzt etwas stramm, weil es außer Kuchen auch noch so viel Kässpatzn und Spinatknödel gab. Jetzt meint Frauchen, ich müsste auch mal aktiv werden!

Bis bald Euer Iwan



Sonntag, 16. Juni 2019

Mozart100 light - heiß und hart

Hallo Leute,

haha, hahaha, haha - soviel zum Wort "light" im gestrigen Wettkampf Mozart100. Ich bin bei der Lektüre des Trainrunningszene-Heftes über diesen Wettbewerb gestolpert. Sonst sind wir ja immer nur im Oktober zum Trailrunningfestival in Salzburg, aber nun war mein Kaiserschmarrn- und Spinatknödel-Pegel so niedrig, dass ich Frauchen unbedingt anmelden wollte. Aufgrund ihres Trainingsrückstandes (rechter Fuß ziemlich lädiert) und ihres allgemeinen Leistungsvermögens wollte ich eigentlich den Halbmarathon nehmen. Guracell setzte mir dann den Floh ins Ohr, doch bitte die Distanz "Light" zu wählen. Denn da wäre der Start am malerischen Fuschlsee, und somit die ersten Kilometer ein sehr schöner Streckenabschnitt. Naja, 10 km mehr machen den Kohl nun auch nicht mehr fett, dachte ich mir so und habe Frauchen angemeldet. Hahaha. Von wegen "light".
Erstens sind es 32 km. Zweitens 1.140 Höhenmeter hoch, und 1.370 runter. Mit den knackigsten Steigungen / Gefälle erst im hinteren Drittel.

Naja, gut. Half ja nichts, ich habe versucht, Frauchen halbwegs fit zu kriegen. Der längste Lauf war dann aber gerade mal 2:15 Stunden. Das Einzige, was gute Laune machte: die Wettervorhersage. Schwül und bis zu 30 Grad. Yes. Unser Wetter. Da lebt Frauchen auf, während viele andere platt sind.
Freitag dann erstmal im Stop-and-Go nach Salzburg gekommen. 34 Grad dort, das Racebriefing war wirklich sehr anstrengend. Allein die knappe Stunde am Kapitelplatz stehen war schon sehr schweißtreibend. Ich habe dann gleich mal den Zieleinlauf für den Samstag begutachtet.
Danach dann das Startersackerl inspiziert, was aber ehrlich gesagt für 79 Euro Startgeld gegen das "normale Austria-Niveau" bei Startersackerln ziemlich abfiel:
Samstag haben Herrchen und ich dann Frauchen zum Shuttlebus gebracht. Der fuhr um 8:45 Uhr am Mozartsteg ab, und brachte die rund 200 Starter zum Start am Fuschlsee. Im Bus saß Frauchen neben einer holländischen Läuferin, die dann mal so nebenbei erwähnte, dass sie schon den Eigermarathon gelaufen sein, am Montblanc, und dieses Jahr den Jungfraumarathon laufen wolle. Ähem. Auch die anderen im Bus sahen alle so profimäßig aus, Frauchen wurde ganz anders ...

In Fuschl dann kurzes Warten und Muskeln lockern. Aufwärmen war bei den Temperaturen wirklich nicht nötig. Vor allem, weil pünktlich genau zum Start auch noch die Sonne herauskam. Frauchen hatte 1 Liter Getränke dabei, außerdem sollte es ja an den Labestationen Wasser geben. Und der Veranstalter hatte auch während des Race Briefings darauf hingewiesen, dass alle Gewässer Trinkwasserqualität hätten und man unbesorgt auch aus den Bächen auf der Strecke trinken könne.

Frauchen hatte sich eine Zeit zwischen 5 und 6 Stunden vorgenommen, ich hatte auf eine knapp Sub5 gehofft.


Zuerst ging es auf einem wunderschönen Singletrail am Fuschlseeufer entlang (das Bild ist einen Tag später entstanden, da hatte es Wolken und rund 13 Grad weniger ...). Nach gefühlten 5 km stand da ein Schild, dass man gerade 3 km geschafft hätte. Frauchen war platt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwie die Luft raus, sie kam gar nicht so richtig ins Laufen oder Hochgefühl. Direkt nach dem Fuschlsee kam dann eine Stelle, wie sie sich später noch öfter auf der Strecke wiederholen sollte: ein paar hundert Meter langer Anstieg über einen Waldpfad, steil und teils mit Holzstufen nach oben. Hier standen dann schon die ersten Läufer und rangen nach Atem. Frauchen fotografierte kurz


und dann gings weiter. Dabei überholte sie ihre holländische Sitznachbarin beim nächsten Anstieg. Die Strecke ging größtenteils über Feldwege und Waldwege/-pfade, immer auf und ab, so gar keine Erholung zwischendurch für die Beine. Vor allem die Downhills hatten es in sich. Bei einem hatte eine Läuferin mit Stöcken Frauchen gerade überholt, ein Mann war auch noch dazwischen, da stolperte die Dame, und verlor einen Stock, flog den Abhang hinunter und legte einen sauberen Salto hin. Glücklicherweise nur ein paar Schrammen, nichts Schlimmeres - aber der Vorfall ließ Frauchen doppelt vorsichtig werden.

Bei km 15 sollte links der Watzmannblick sein ... ja, o.k. da waren ein paar schneebedeckte höhere Berge zu sehen, aber welcher davon nun der Watzmann war - keine Ahnung. Weiter ging es, es war heiß, die Beine taten weh, die Motivation war flöten .... im Vergleich zum Innsbruck Alpine, Pitz Alpine oder Karwendelmarsch war die Landschaft einfach nicht allzu sehenswert. Zwar nett, viel grüne Wiesen, schöner Laubwald, nette Waldwege - aber das Bergpanorama, was Frauchen so liebt und sie ablenkt, fehlte hier einfach.
Da war dann mal ein plätschernder Bach, diverse Läufer und auch Frauchen füllten ihre Trinkbehälter und kippten sich das Wasser über den Kopf. Herrlich erfrischend! Bei km 21 wieder ein Labe, Frauchen setzte sich kurz, um die Waden auszuschütteln und zu massieren. Laufen ging bei ihr zu dem Zeitpunkt sowieso nur noch in so einem Zotteltrab.
Wo sie ulkigerweise Läufer überholte und Boden gutmachte, waren die zum Teil doch sehr heftigen Anstiege. Da kennt mein zähes Frauchen nix, im steten Wanderschritt ohne Abzusetzen hoch. Jetzt auf den Nockstein, den höchsten Punkt der Strecke und wirklich mit einer schönen Aussicht:

Gut, dass Frauchen sich hier über die "nur noch 9 km" freute und nicht wusste, was auf sie zukam. Nämlich Stufen. Viele Holzstufen abwärts. Das tat echt weh, denn sie konnte nicht ihren Rhythmus laufen, sondern musste ihre Schritte den Stufenabständen anpassen. Eine Mini-Kletterpassage durch eine Schlucht war auch noch dabei, kein Problem.

Ein echtes Problem wurde dann aber die dritte Salztablette, die sie nach ca. 4,5 Stunden schlucken wollte. Die ging nämlich nicht runter. Egal, wie viel Schlucke Wasser Frauchen hinterherspülte - sie steckte hinten im Rachen und brachte Frauchen zum Husten. Endlich war sie wieder hochgehustet, Frauchen bekam wieder Luft und konnte auch die besorgten Fragen anderer Läufer beruhigend beantworten. Und was macht mein Dummerchen dann? Versucht noch einmal, die Salztablette zu schlucken. Ohne Worte.
Dieses Mal war es nicht nur keine-Luft-kriegen-und-husten, sondern gleich noch ein Würgen. Kommt prima, wenn man eigentlich durch Kühberg laufen sollte .... naja, ein drittes Mal versuchte Frauchen es dann nicht mehr.

Nett waren zwei Damen, die ihren Gartenschlauch nach außen verlegt hatten und vorbeikommenden Läufern eine Dusche anboten. Frauchen ließ sich auch mal ordentlich kalt über den Kopf brausen, und konnte so unrund laufend den Fuß des Kapuzinerbergs erreichen. Wo laut Veranstalter nochmal 600 Stufen und 200 Höhenmeter auf sie warteten. Irgendwie hatte sie nun aber wieder neue Kraft gekriegt, und stapfte auch da zügig hoch. Oben, beim Franziski-Schlössl angekommen, sah und hörte sie aber die Bescherung - ein Gewitter aus Richtung Anif im Anzug. Sehr dunkel und sehr laut. Also Herrchen und mich angerufen, dass sie bald da sei und ich mich in Position begeben solle. Die letzten Stufen den Kapuzinerberg hinunter gehoppelt wie ein junges Reh (mit Hüftschaden ...) und die Salzach überquert. Sich irgendwie durch die Massen von Touristen den Weg in der Altstadt gebahnt und auf den Domplatz eingebogen. Hier hätte sie mich fast übersehen!
Aber dann konnte ich doch noch aufspringen, und gemeinsam mit ihr finishen. Ganz knapp vor dem Gewitter waren wir im Ziel! Die Uhr blieb bei 5:50, 07 stehen. Immerhin noch unter 6 Stunden. Über den Stundenschnitt will ich jetzt gar nicht reden. Ich war schon etwas enttäuscht. Die Siegerin brauchte 3:26,55. Aber dass die Zeit doch  gar nicht so schlecht war, sieht man an der Platzierung: 30. von 64 Frauen. Also vordere Hälfte! Und auch noch schneller gewesen als 20 Männer. Die Medaille haben wir uns redlich verdient:

Fazit: Die Organisation war sehr gut, die Strecke bestens gekennzeichnet, die Labestationen sehr gut ausgerüstet. Ein Sachse, der sich ein paar Kilometer an Frauchens Fersen heftete und sie zutextete, beschwerte sich, dass es keine eisgekühlten Getränke an den Labestationen gab - wovon träumt der nachts? Ist dann übrigens verdientermaßen nach Frauchen ins Ziel gekommen ...
Die Strecke selbst ist abwechslungsreich und selektiv. Aber wer schönes Bergpanorama erwartet, ist  hier falsch. Und für die Statistiker: das war die zweitweiteste Strecke, die Frauchen je gelaufen ist. Dass heute die Beinchen extrem wehtun, vor allem die Oberschenkel, nehmen wir dafür gern in Kauf.
Und nun steigen wir nach kurzer Regeneration voll ins Training für den Karwendelmarsch ein!
Bis bald Euer Iwan









Dienstag, 4. Juni 2019

K.u.K. am Achensee

Hallo Leute,

wir haben den Feiertag letzte Woche genutzt und sind an unseren Lieblingssee gefahren. Nach Tirol, an den Achensee - was erstaunte Fragen zur Folge hatte, welcher Lauf denn jetzt dort wäre? Keiner, erst Ende August der Karwendelmarsch und dann eine Woche später der Achenseelauf.

Nein, wir sind einfach gern in der Gegend. Ich hatte Frauchen und mir ein straffes Trainingsprogramm verordnet:
  • Frauchen: zwei kurze knackige Bergläufe mit jeweils rund 250 Höhenmetern, dazu einmal zur Gramaialm hinter und retour, einmal ein 2-Stundenlauf schon wieder drüben in Deutschland zwischen Wegscheid und Arzbach an der Isar. Dazu zwei ordentliche Bergwanderungen. (Die langen Staus bei An- und Rückfahrt hatte ich nicht angeordnet ...)
  • Ich: K.u.K. Wenn Ihr jetzt rätselt, was das heißt: Kaiserschmarrn und Kässpatzn. Lecker! Dazu einmal in der Lounge direkt am Achensee-Ufer in Pertisau gechillt - so mag ich Trainingslager!

Und der Garten des Hotels hat auch sehr bequeme Liegestühle, da ließ sich vortrefflich auf Frauchen warten:

 Nun gibt es noch am Donnerstag einen langen Lauf hier, dann müsste Frauchen gut gerüstet in den "Mozart light" starten können. Ob es da im Ziel wieder Mozartkugeln und Sachertorte gibt? Nicht dass Ihr mich für verfressen haltet, aber das Trainieren von Frauchen ist doch sehr anstrengend!

Bis bald Euer Iwan



Dienstag, 28. Mai 2019

Hinter den Kulissen: Tiergartenlauf Nürnberg

Hallo Leute,

schon ist er wieder vorbei, der 4. Tiergartenlauf in Nürnberg. Frauchen hatte ja damals die Idee, zusammen mit Katrin. Und es ist schon der helle Wahnsinn, was daraus geworden ist.
  • Ausverkauft in 8 Minuten
  • 1.200 Starter freuen sich auf einen Abend im Tiergarten, mit herausfordernder Laufstrecke, menschlicher und tierischer Anfeuerung und einer Sonderpräsentation der Lagunen-Bewohner
  • gefühlt weitere 1.000 Läufer würden gern starten, haben keinen Startplatz gekriegt, fragen immer wieder nach, ob nicht doch - auch die Startplatzbörse wird vom ersten Tag an rege frequentiert.
Was gibt es Besonderes aus diesem Jahr? Die Medaillen waren rechtzeitig da. Die Shirts auch, sie waren nur kurzzeitig verschollen. Regelmäßige Leser meines Blogs wissen - das ist eine Premiere, bisher war immer irgendetwas bis zur allerletzten Minute nicht da, wo es sein sollte.
Die Wettervorhersage verhieß eigentlich auch "trocken" ... Frauchen wurde immer mißtrauischer. Irgendetwas musste doch schiefgehen?

Aber nein, alles lief gut. Nur ich bin sauer. Frauchen hat nämlich ihr Training durchgezogen, aber mit zwei Zwölf-Stunden-Schichten am Donnerstag und Freitag ihre Beine und Füße doch sehr platttgemacht. Übrigens, falls Ihr glaubt, sie sieht viel vom Tiergarten ... denkste. Das Naturkundehaus kennt sie inzwischen auswendig (Startunterlagenausgabe und Kleideraufbewahrung), und den Weg von dort in die Lagune zur Siegerehrung und zurück. Mehr nicht. Gesehene Tiere? Eine Manguste, und ein Erdmännchen. Und wieder einige Schnaken. Hungrige Schnaken.



Dieses Jahr kam auch Markus, mein Bloggerkumpel (ich halte ihn Frauchen immer als Laufvorbild hin "so schnell und ausdauernd müsstest Du mal sein") extra für den Lauf und ein Familien-Wochenende hierher. Schade, wir haben uns leider persönlich verpasst. Dafür hat Frauchen den Fleggo mal persönlich kennengelernt. Beide haben sehr lesenswerte Berichte geschrieben!
Und was sie ganz toll fand: Axelander war dieses Jahr verletzt und hat gleich angeboten, als Helfer einzuspringen. Auch viele andere Twitterbekannte von mir hat Frauchen persönlich kurz gesprochen, mehr Zeit blieb leider nicht. Schade.

So sieht es übrigens knappe 3 Stunden nach dem letzten Startschuss aus - alles auf-und weggeräumt. Tiere gehen schlafen, Läufer sind zufrieden nach Hause gegangen.



Jetzt steht erstmal ein Kurzaufenthalt in Tirol an, ich muss sie doch ein paar Berge hoch- und runterscheuchen. Damit sie für das erste Saison-Highlight, den Mozart Light, Mitte Juni fit ist.  Und ich ein paar Kaiserschmarrn, Schnitzel und Spinatknödel verkosten kann.

Bis bald
Euer Iwan





Sonntag, 26. Mai 2019

Sehe ich Geister?

Hallo Leute,

wenn Ihr beim letzten Blogpost richtig hingeguckt habt, und aufmerksame Leser seid, habt Ihr sicher auch gedacht, Ihr seht Geister ..

Nämlich den Geist einer blauen Laufshorts. Im August vor 2 Jahren hatte ich ja Frauchen Lieblings-Laufshorts entsorgt. Die bestand nach 23 Jahren nur noch aus Löchern.


Und jetzt? Jetzt kommt sie mit genau derselben Shorts an ... ein Wunder? Eine Wiederauferstehung? Denn Adidas legt diese herrlich praktischen und bequemen Laufshorts leider nicht mehr neu auf - gut, dass Frauchen sich 1994 mit insgesamt 5 eingedeckt hatte. Zweimal grün, einmal türkis, einmal gelb und eben einmal blau. Die anderen vier werden reihum getragen, die blaue schmerzlich vermisst wegen der Kompitabilität mit farbigen Oberteilen.

Die Rettung kam durch Oma. Das hatte Frauchen ganz vergessen: damals war Oma beim Einkauf mit dabei, und hatte sich diese blaue Shorts auch gekauft. Und dann aber nach einmal Tragen nicht mehr angezogen, weil sie sich darin unwohl fühlte. Jetzt jammerte ihr Frauchen mal wieder vor, wie sehr eine blaue Shorts fehlt - und schon kramte Oma sie hervor. 25 Jahre alt, sieht aus wie neu.

Wenn die genauso lange hält, dann bereite ich mich schon mal auf einen tränenreichen Abschied so circa 2042 vor ....

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 19. Mai 2019

Laufen für Seekühe

Hallo Leute,

seit einigen Jahren nimmt Frauchen immer am "Run for the Manatees"-Lauf teil. Leider nicht in Florida, sondern virtuell am Veranstaltungstag. 5 km durch den Park wetzen, mit Startnummer und Eventshirt.
Das Startgeld geht als Spende direkt an "Save the Manatees", eine Organisation zum Schutz der Seekühe. Man kriegt jedes Jahr ein anders farbiges Shirt, und eine tolle Medaille.
Jedenfalls, wir hatten uns sehr auf unseren 6. "Run für the Manatees"-5 km-Lauf gefreut. Der wäre am 11. Mai gewesen.
Nun ja, war er auch, aber eben nicht für Frauchen. Eine heftige Infektion mit ordentlich Husten machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
Aber Ihr kennt mich ja, ausgefallene Läufe werden nachgeholt. Deswegen rannte Frauchen gestern ihre 5 km. Besser gesagt, sie trabte locker, denn ich als besorgter Coach wollte ihr nicht gleich wieder zu viel zumuten. Nach 30:27 min. blieb dann auch die Uhr stehen. Normalerweise eine 5 km-Zeit, bei der ich losschimpfe und den Wochenendkuchen streiche ... aber unter den Umständen o.k. Und ich konnte wieder die letzten Meter mitfinishen, also alles gut.


Schießlich muss ich nun ein zügiges Aufbautraining mit Frauchen durchziehen, denn in 4 Wochen steht ein 31 km-Lauf beim Mozart100 in Salzburg an. Deswegen auch heute ein schöner 2-Stunden-Lauf durch den Wald.

Bis bald Euer Iwan


Freitag, 17. Mai 2019

Plastik beim Paketversand

Hallo Leute,

gestern kam mal wieder ein Paket bei uns an. Die Freude beim Auspacken wurde leider durch den Ärger übertroffen. Der Inhalt war genau der ersehnte, also auf der Seite alles in Ordnung. Damit er aber nicht hin- und herrutschte während des Versandweges, wurde sehr viel von dieser Plastikfolie mit hineingestopft: 

Überflüssige Plastikfolie beim Paketversand
In der heutigen Zeit kann niemand mehr sagen, er habe nicht gewusst, dass die Erde von Plastik überflutet ist. Und Plastik schädlich für die Umwelt ist. Dass Tiere es fressen und daran sterben. Plastik verrottet nicht, Plastik kompostiert nicht. Schon heute befinden sich rund 150 Mio. Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Jede Minute entstehen laut WWF neue 15 Mio. Tonnen Plastikmüll! 

Plastikmüll tötet Tiere als Topthema beim WWF
In vielen Bereichen gibt es noch keine Alternative für Plastik, aber als Stopfmaterial in einem Postpaket? Vor allem bei diesem Inhalt? Besser und umweltfreundlicher wäre
  • zusammengeknülltes Zeitungspapier
  • Packpapier
  • extra für diesen Zweck angefertigte Wellpappe
  • Polsterkissen aus zerschredderten Altkartons
  • Chips aus Maisstärke als Füllmaterial.
Jetzt sitzen wir da und haben die Wahl: diese ungewollte und vermaledeite Plastikfolie zu entsorgen. Und somit zum Plastikmüllberg beizutragen. Keine wünschenswerte Option.
Oder beim nächsten Paket weiterverwenden und damit das Problem an den nächsten Empfänger weitergeben. Auch schlecht. Ebenfalls suboptimal.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass wir jetzt zum letzten Mal so eine Plastikfolie gesehen haben! Keine Angst, ich werde jetzt nicht zum Umweltfanatiker, der nächste Post dreht sich wieder ums Laufen. Aber das musste einfach mal aus mir raus ...

Bis bald Euer Iwan

Samstag, 11. Mai 2019

Kann man da einfach nicht mehr mitmachen?

Hallo Leute,

es ist Mai. 11. Mai. Beim Blick aus dem Fesnter, beziehungsweise aufs Thermometer, denkt man aber an ganz andere Monate. Vor einer Woche sind wir nach Frankfurt gefahren, da hat es kurz vor Würzburg geschneit. Ohne Worte. Deswegen hier meine Top 3 der Kommentare zum aktuellen Wetter:
  1. 1970er Jahre TV-Mehrteiler "Der Sommer, der ein Winter war"
    2019 zeitgemäßes Remake "Der Mai, der ein November ist"
  2. Durchsage "Der kleine November möchte im Mai abgeholt werden"
  3. Neuauflage eines Klassikers: "Der Läufer, der aus der Kälte kam"
Ganz ehrlich, liebes Wetter, ich mache da einfach nicht mehr mit. Jawoll. Da kannst Du stürmen, schütten, kalt sein ... interessiert mich nicht. Ich gucke einfach nicht mehr raus. Frauchen kann allein nach meinem Trainingsplan trainieren gehen. Und wenn sie dann mal wieder patschnass und im mehr-oder-weniger-Herbst-Outfit zur Tür reinwill, bin ich halt leider ganz dringend mit etwas anderem beschäftigt ....

Bis bald Euer Iwan

Mittwoch, 1. Mai 2019

Moritzberglauf - passt für "Tag der Arbeit"

Hallo Leute,

wer schon länger meinen Blog liest, erinnert sich vielleicht an Frauchens Start beim Moritzberglauf 2015. Der findet immer am Tag der Arbeit, also 1. Mai, statt . Das ist sehr passend, denn der Lauf ist echte Arbeit. Hier die Strecke:



Sieht so in 2 D gut aus, gell? Die Haken:
  • 10 km, 363 Höhenmeter. Und die sind eigentlich erst auf den letzten 6 km.
  • Ein megafieser megasteiler End-Anstieg.
  • Immer nur rund 100 bis 150 Starter, die größtenteils echte Laufcracks sind. Da sind keine "Hobbyläufer" oder "Freizeitläufer", wie es so schön euphemistisch heißt, am Start.
Frauchen ist vor 4 Jahren Letzte geworden. Mit 1:12,32. Also konnte sie sich platzmäßig gar nicht verschlechtern. Ich habe ihr also gut zugeredet, denn dieser Lauf ist ein prima Training für die anstehenden Bergläufe, die wir so vorhaben. Mozart100 light und Karwendelmarsch ...
Frauchen wollte nicht so recht. Also habe ich sie kurz entschlossen angemeldet. Und dann haben wir beide Herrchen bekniet, dass er mitkommt. Denn der Lauf ist ein Punkt-zu-Punkt-Lauf, und ich hätte ohne ihn, also seinen Transport, nicht mit finishen können.

Heute morgen dann mollige 6 Grad (am Start hatte es sich immerhin auf 9,5 Grad hochgearbeitet). Der Start erfolgte schon quasi mitten in der idyllischen fränkischen Pampa, am Sportplatz des Laufer Stadtteils Schönberg. Und Frauchen wurde schon wieder ganz anders - lauter Cracks, die sich 40 min. vor dem Start warmrannten. Ich lenkte sie ab, indem ich a) die Rehe zeigte (ja, so idyllisch ist es da) und b) die Diskussion aufbrachte: kurze Hose? Windjacke? Und ihr zum Schluss die Jacke entriss und die lange Hose ebenso. Ich bin ja gewieft - frierendes Frauchen rennt schneller, habe ich mir gedacht ...


Der Bürgermeister hielt eine kurze Rede und kündigte an, dieses Jahr zum ersten Mal mitlaufen zu wollen. Er sei zwar sportlich, aber er hoffe wirklich, gut oben anzukommen. Frauchen beäugte ihn und dachte, dass sie mit ihm wohl Konkurrenz um den letzten Platz kriegen würde.

Dann Startaufstellung, und es war wie 2015 - bevor Frauchen auch nur 100 Meter gelaufen war, war der Rest schon weg. Weit weg. Frauchen rannte also tapfer weiter, und legte den ersten km in 5:35 min zurück - für sie ist das das Renntempo flach bei einem 5 km-Lauf! Also Tempo rausgenommen, den nächsten km in knapp 6 min, nochmal Tempo rausgenommen und dann in so 6:15 min die nächsten km gelaufen. Dabei hatte sie dann schon einen Läufer hinter sich gelassen. Also bereits besser als vor vier Jahren!

Der Lauf geht dann durch Schönberg, mitten durchs Feuerwehrfest - alle Besucher und Feuerwehrleute feuerten wirklich toll an, danach raus aufs freie Feld. Und dann sieht man den namensgebenden Berg zum ersten Mal in voller Pracht. Sowie die lange Läuferschlange, die sich dort hochbewegt. Ab km 6 wird es steil. Und obwohl die Sonne inzwischen verschwunden war und es wirklich nicht Frauchens Wohlfühltemperaturen waren, schwitzte sie mächtig. Vor ihr sah sie immer zwei Herren laufen, einen in blau, einen in dunkel. Der winkte sie einmal vorbei, aber da musste sie an einem steilen Pfadstück eine Gehpause einlegen. Das hatte ich ihr ja zum Trainieren aufgegeben: wenn es steil wird, zügig gehen, dann gleich wieder lostraben. So kommt sie am besten auch über die langen Distanzen in den Alpen ... So bei km 7 bis 9 ist das schönste Stück - Singletrail, mäßig ansteigend. Bei km 9 - sie hatte inzwischen den dunkel gekleideten Läufer überholt, das war dann übrigens der Bürgermeister - standen dieses Jahr keine Alphornbläser, sondern ein Akkordeonspieler. Oh Graus, diese Musik ist nichts für Frauchen. Also schnell weitergelaufen, nun auf Asphalt den letzten Kilometer und mir wartendem Coach entgegen. Was sie aber anscheinend verdrängt hatte: da geht es nochmal so richtig steil hoch. Geschätzte 20 % Steigung. Die letzten Reserven mobilisiert, damit sie ihren drittletzten Platz hielt ... dann bin ich aufgesprungen und wir sind locker durchs Ziel getrabt. Knapp 3 min schneller als vor 4 Jahren, damit bin ich hoch zufrieden.


Kurz nach uns kam auch der überglückliche Bürgermeister ins Ziel. Frauchen wollte ihn abklatschten, aber er umarmte gleich mal sie und alle weiteren Umstehenden. Schön, wenn man so glückliche Finisher sieht!

Jetzt nur nicht im Training nachlassen, ich werde sie weiter ordentlich scheuchen.
Bis bald Euer Iwan

P.S. Nachtrag vom 5.5.: Frauchen ist immerhin Zweite in ihrer Altersklasse geworden. Und 122. von 124 Finishern insgesamt ...
P.P.S. Nun habe ich mich auch auf den offiziellen Fotos vom Finish entdeckt. Danke, Daniel Decombe:

Sonntag, 28. April 2019

Nizza an Ostern

Hallo  Leute,

ich bin ja ein schlauer Bär. Deswegen habe ich auch dankend abgewunken, als Frauchen mich mit nach Nizza nehmen wollte über Ostern. Wettervorhersage für Nürnberg: sonnig, sonnig, warm, bis 25 Grad. Wettervorhersage für Nizza: windig bis stürmisch, Ostern wolkig, regnerisch, bis maximal 21 Grad.

Naja, es wurde dann doch etwas besser als befürchtet für meine Menschen. Frauchen lief immerhin gleich dreimal, gleich nach der Ankunft im Hotel und dem Auspacken ging es los. Das Hotel liegt sehr schön, einmal über die Straße und schon ist man auf der Promenade des Anglais. Einmal flach zurück zum Flughafen, den Blick aufs Meer genießen, und wieder zurück sind eine gute Laufstunde.



Samstag waren sie dann in Monaco. Mit dem Bus kostet das sage und schreibe 1,50 Euro pro Person, einfache Fahrt. Dort war es Frauchen aber viel zu voll - zu viele Häuser, zu wenig Natur, zu viele Touristen, zu viel Verkehr ....

 Schön nur der Blick  bis nach Italien:

Sonntag dann erstmal ein bißchen Berglauf-Training. Da gibt es nämlich so einen kleinen Hügel, auf dem früher mal ein Chateau war, da kann man sehr gut mit den vielen Treppen und Auf und Abs Höhenmeter (einfach: 185 über Meeresspiegel) schrubben - immer mit Blick aufs Meer. Nachmittag ging es dann nach Antibes, Yachten gucken:
Der Bus dahin kostete übrigens wieder nur 1,50 Euro, dafür wurde man 1 Stunde durch die Gegend gegondelt. Montag dann noch ein kleines Läufchen, erst Promenade, dann wieder den Hügel hoch ...
Das Ganze übrigens bei sehr starkem Wind. Die Heimreise ging dann - bei meinen Menschen müsste ich inzwischen sagen "natürlich" - nicht ohne Komplikationen ab: dank des verspäteten Abflugs aus Nizza den Anschluss in Frankfurt nicht mehr gekriegt, und dann halt mit 4:45 Stunden Verspätung wieder in Nürnberg eingetroffen.

Da hatte ich es doch besser, ich habe mich 4 Tage in der Sonne geaalt. Und mich an den ganzen Joghurteiern ergötzt, die ich bei Frauhen konfisziert hatte. Geht ja gar nicht, am Mittwoch steht immerhin der erste Berglauf der Saison an!
Bis dahin Euer Iwan

Sonntag, 14. April 2019

Mein erstes Mal: parkrun

Hallo Leute,

gestern ist Frauchen zum ersten Mal bei einem parkrun gestartet. Ihr kennt das Konzept?  Weltweit, immer 5 km, immer kostenlos, von Freiwilligen organisiert, jeden Samstag, immer in einem Park.
@Laufwelt hatte uns darauf gebracht, sie ist eifrige Starterin und Helferin dort. Eigentlich sollte Frauchen ja schon letztes Jahr in Berlin beim Hasenheide parkrun ihre Premiere haben, als sie zur Leichtathletik EM dort war ... es ging sich aber nicht aus.
Nun sind 5 km Streckenlänge für Frauchen eher suboptimal - da ist sie in der Regel gerade erst warm geworden. Sie trabt halt lieber langsam und lange vor sich hin. Für mich als Coach kam es daher gerade recht, so war sie gezwungen, genau aus diesem "langer Lauf"-Trott mal rauszukommen.
Samstag der 13. kam, und mit ihm der Winter zurück. 3 Grad und eisiger Ostwind. Aber wenigstens schien die Sonne. Die Strecke ist einfach - eine Runde rund um den Wöhrder See in Nürnberg (der ist demnach nicht ganz so groß wie sein österreichischer Namensvetter ...). 
Aussicht und Stimmung waren gut, lauter nette Leute, insgesamt waren 66 am Start versammelt. Darunter ein kälteresistenter Londoner (kurz und Singlet), ein Hund (der auch vor Frauchen finishte), diverse Gesichter, die man schon von anderen Läufern hier in der Region kannte.
Frauchen hat ja ziemlichen Trainingsrückstand, deswegen war ich dann mit der Zeit von 29:45 min sehr zufrieden. Alles unter 30 min auf 5 km ist für uns gut. Krass war nur, als sie auf km 3 bis km 4 hinter sich Darth Vader hörte! Ein Läufer, der so laut und rasselnd atmete ... sie dachte, er fällt gleich um. Und der ließ sie dann am Anstieg zur Eisenbahnbrücke, eigentlich für Frauchen immer gut zum "Läufer einsammeln", einfach stehen! Naja, sie tröstete sich damit, dass sie seinen rasselnden Atem dann nicht mehr hörte ...
Gefinisht, tapfer dem angebotenen Kuchen widerstanden und im Trab zurück nach Hause. Denn Samstag ist Einkaufstag bei uns. Und der erledigt sich nicht von selbst.
Fazit: eine gute Idee, dieser parkrun. Wir werden bei künftigen Wochenendtrips immer schauen, ob dort ein solcher Lauf stattfindet. Demnächst sind wir in Nizza - dort leider nicht - und in Frankfurt - dort ja.
Das Resultat des schnellen parkruns gestern: heute schwere Beinchen beim langen Lauf. Und ich habe sie wirklich gescheucht, durch den Wald hier, diverse Steigungen hoch und runter. Denn - hüstel - ich habe Frauchen nämlich für den Mozart100 light angemeldet. 31 km und 1.140 Höhenmeter. Dazu demnächst mehr.
Bis bald Euer Iwan


Sonntag, 7. April 2019

Remakes, die keiner braucht

Hallo Leute,

heute widme ich mich mal einem ganz anderen Thema: nämlich Film & Fernesehen. Da blättere ich so die TV-Zeitschrift durch, und mein erstauntes Bärenauge fällt auf die Ankündigung, dass Magnum back sei. Nein, nicht das Eis, sondern die Serie.
Einfach nur Kult, wie uns Tom Selleck Hawaii näher brachte. Seitdem ein Sehnsuchtsort. Und Dobermänner heißen bei uns nur "die Jungs" (falls jemand das nicht versteht, weiß er auch nicht, wer "Higgi-Baby" ist ...). Obwohl Magnum irgendwie immer ein bißchen der Loser (finanziell gesehen) war, war er obercool. Ganz ehrlich, ich will mir diese schöne Erinnerung erhalten ... und keine überflüssige Neuverfilmung sehen.
Genausowenig wie ich "Die glorreichen Sieben" in der Neuauflage sehen wollte. Sorry, aber keiner reicht an die sieben Jungs des Originals heran, vor allem nicht an Steve McQueen. (Und ja, bevor hier die Cineasten aufjaulen - ich weiß, dass auch der Film aus den 1960ern ein Remake war ... aber im ganz anderen Setting und nicht mit Samurai).
Zu Recht gefloppt sind m.E. auch die Neuverfilmungen von "Casablanca" (zwar in Farbe, aber viel farbloser als Bogart: David Soul) und "Vom Winde verweht" (lachhaft, wie Timothy Dalton sich abmühte, die Ausstrahlung von Clark Gable zu erreichen).
Und natürlich ist "Mit Schirm, Charme und Melone" mit Patrick MacNee und Diana Rigg nur in s/w, in Pappkulissen und mit billigen Tricks. Aber trotzdem um Klassen besser als die Verfilmung in Farbe und mit toller Tricktechnik.
Mir fallen aktuell noch so viele andere Remakes ein, die die Welt nicht braucht - jetzt frage ich aber mal Euch: auf welche "Neuauflage" könntet Ihr verzichten?
Bis bald Euer Iwan
P.S. Auf dieses Remake kann ich übrigens gut verzichten: wenn Frauchen am 1. Mai beim Moritzberglauf wieder Letzte werden sollte, so wie 2015 ...


Donnerstag, 28. März 2019

Große Lauf-Dummheiten

Hallo Leute,

heute habe ich mich mal wieder aufgeregt. Frauchen hat sich (mal wieder, ich kann es  gar nicht oft genug betonen!) nicht an meinen Trainingsplan gehalten. Ich hatte Berglauftraining vorgegeben, aber sie zog es vor, mal so eben 1,5 Stunden auf leicht kupierten Trails im Wald zu verschwinden. Das doppelt Dumme - sie hatte nichts zu trinken dabei. Wie sie mir später gebeichtet hat, hat sie sogar überlegt, ein bißchen Wasser aus einem kleinen Bach zu trinken, der neben dem Pfad entlang fließt. Glücklicherweise war sie dann doch so schlau, es nicht zu  machen ... ich hatte schon mal was gelesen, wie belastet dieses kleine Bächlein ist!

Manchmal setzt bei ihr irgendwie das rationale Denken aus, wenn es ums Laufen geht. Was hat sie nicht schon alles fertiggebracht:
  • mit Straßenlaufschuhen immer weiter eine Strecke in Mallorca gelaufen, erst Straße, dann asphaltierter Weg, dann erdiger Pfad, dann steiniger Pfad, dann mehr oder weniger Geröll und bergauf ... sie "will ja immer nur mal gucken"
  • ohne Wasser dann doch die lange Runde gelaufen statt wie geplant max. 1 Stunde
  • weil es gerade so einen Spaß machte, nochmal zwei Bergauf-Sprints (inklusive Bergab-Sprints) drangehängt ... ihre Oberschenkel haben es ihr nicht gedankt
  • sich von Herrchen und mir mit "ich gehe nur eine kleine Runde laufen" verabschieden, dann nach 100 min. wiederkommen, uns von Sorgen Zermürbte unschuldig angucken und sagen "aber habt Ihr denn nicht gesehen, dass ich was zu trinken mitgenommen hatte?"
  • "der Weg da wird schon wieder zurück zum Ausgangspunkt führen ... ups, doch nicht? Da geht´s nicht weiter, da muss man wohl umkehren ..." Und schon hat sie 5 km Umweg draufgepackt.
  • ohne Regenschutz bei schwarzen Wolken loslaufen
  • mit Regenschutz in einem Gewitter laufen gehen
  • eine Stunde vor einem 5-km-Firmenlauf einen großen Eisbecher Pfirsich Melba verdrücken.
Und was waren Eure größten Laufdummheiten? Na los, ich glaube nicht, dass Ihr Frauchen übertreffen könnt ... bin gespannt.

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 21. März 2019

Mallorca im Frühsommer, äh, Frühling

Hallo Leute,

wie bereits angekündigt, aber durch Dappigkeit (nicht meine, Frauchens!) verhindert, nun der Bericht zum diesjährigen März-Mallorca-Urlaub.

Und wie Ihr schon aus der Überschrift schließen könnt, hatten wir geniales Wetter. Von den 10 Tagen genau 1,5 Tage nicht so toll, kalt und ein paar Stunden Regen. Den hatten allerdings auch nur Frauchen und Oma, sie waren zum Wandern ins Tal von Soller gefahren, da schüttete es, während es bei uns in Port d´Alcudia trocken blieb ... selbst schuld, kann ich da nur sagen. Ansonsten Temperaturen bis 24 Grad ...

Nachdem es nun schon das 10. Mal Märzurlaub mit Oma zum Wandern und Laufen war, ist der Tagesablauf geübt. Früh aufstehen, futtern, wandern (je nach Tour so 4 bis 6 Stunden, Ihr müsst bedenken, Oma wird 82 und hat einen Oberschenkelhalsbruch hinter sich, dafür ist sie tolle Bergtouren gewandert!) und danach geht Frauchen laufen. Die Gegend um Port d´Alcudia kennen wir ja sehr gut, daher konnte ich für sie immer schöne Strecken mit den unterschiedlichsten Herausforderungen zusammenstellen. Entweder Tempotraining (macht Frauchen sehr ungern), ruhiger Landschaftslauf, Trailtraining oder Berglauftraining. Ausdehnen am Strand ist natürlich obligatorisch. Dann zu Abend futtern, danach ab ins Bett zum Lesen. Klingt langweilig? Ist aber sehr erholsam!

Leider waren wir dieses Jahr nicht zum 10 km-Palma-Rennen vor Ort, und den Termin für den Alcudia-Halbmarathon hatten sie vom bisher 2. Märzwochenende auf Ende März verschoben. Also kein Finish für Frauchen und mich ... dafür aber wunderschöne Laufimpressionen:

 

Das ist der Blick vom Puig San Marti auf die Bucht von Pollenca (links), Talaia de Alcudia und Bucht von Alcudia (rechts). Alles gern und häufig abgelaufen. Der Anstieg auf den Puig ist übrigens trotz "nur" 250 Höhenmetern sehr knackig!

 Und das hier sind Bilder vom Long Jog - Trail .... Port d´Alcudia - Alcanada - am Golfplatz vorbei auf einen Pfad, Richtung Coll Baix und dann durch den Wald und Felder zurück.



Dieses Mal waren übrigens auffällig viele Läufer unterwegs, und zwarn icht nur wie in den anderen Jahren auch auf der Promenade, sondern auch in den Wäldern und auf klassischen Wanderrouten. Wobei ich befriedigt feststellen konnte, dass Frauchen hier Pfade und Anstiege noch läuft, während andere Läufer schon gegangen sind. Bin halt ein klasse Coach, ähem.


Was uns allerdings negativ in Erinnerung bleiben wird - Frauchens Lieblingspulli, ein uralter dunkelblauer Odlo-Jumper, verschwand auf unerklärliche Weise aus dem Hotelzimmer. Und ward nicht mehr gesehen oder aufzufinden. Seltsam. Das war auch der"Glückspulli", in dem ist sie immer zu Laufevents angereist. Hoffentlich gibt das jetzt nicht 7 Jahre Pech!

Bis bald Euer Iwan