Posts mit dem Label Trailrunning Festival Salzburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Trailrunning Festival Salzburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 24. Januar 2023

Saisonplanung 2023

Hallo Leute,

irgendwie ist es verhext. Kaum ist Frauchen den einen Infekt los, steht schon die andere Erkältung in den Startlöchern. Also immer wieder mit gezieltem Training aussetzen. Dann fühlt sie sich fit, ich fange wieder mit dem Trainingsplan an ... und bätsch, eine Woche später wieder aussetzen. Dabei habe ich, fürsorglich wie ich bin, so eine schöne Saisonplanung gemacht:

Irgendwie muss ja die neue AK gebührend genutzt und gewürdigt werden. Zwischendurch, wenn es mit dem Training und den Beinchen passt, soll sie am 1. Mai noch den Moritzberglauf hier bei uns absolvieren, und im September, wenn er stattfindet, den Isarlauf.

Ein Schelm, wer denkt, dass ich die Läufe nach der Kässpatzn-, Spinatknödel- und Kaiserschmarrn-Dichte ausgesucht habe ... das ist reiner Zufall! 

Und was habt Ihr so vor dieses Jahr? Ich bin gespannt ...

Bis bald, Euer Iwan



Sonntag, 19. April 2020

Saisonplanung 2020 - und nun?

Hallo Leute,

wer mich kennt, weiß, dass ich immer schon spätestens im Herbst jeden Jahres die Saisonplanung für das Folgejahr stehen habe. Also grob, so einige Spontananmeldungen kommen dann immer noch dazu. Für 2020 hatte ich auch geplant - aber irgendwer da oben hat wohl schallend gelacht und wollte es anders. Derzeit sieht es also so aus:

Januar - 8 km in Campos / Mallorca - nicht gestartet, weil der letzte Infekt noch keine Rennbelastung zuließ

März - 10 km-Lauf in Palma / Mallorca - Corona, Ausgangssperre, verschoben erstmal auf 14. Juni, ob er da stattfindet, ist sehr fraglich, aber mit Sicherheit ohne uns

Mai - Innsbruck Alpine Festival, Rookierun - verschoben auf 12. September, da können wir erstens nicht und zweitens ist derzeit die Grenzöffnung noch fraglich

Mai - Rennsteiglauf / HM - abgesagt für 2020

August - Pitz Alpine Trail Festival / 27 km - Ausführung derzeit noch bestätigt, aber Thema Grenzöffnung (ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das zu unseren Lebzeiten nochmal Thema sein würde ...)

August - Womens Run Frankfurt / 5 km - abgesagt seitens Veranstalter mangels Sponsoren, diese Laufveranstaltung wird wohl leider nie mehr stattfinden.

September - Achenseelauf / 23 km und Gamstrail Kitzbühel / 22 km - dasselbe Thema wie Pitz Alpine - Grenzöffnung

Oktober - Salzburg Trailrunning Festival / 15 km (erstmals für die zwei Runden mit Einlauf in die Festung angemeldet) - s.o. ...

Natürlich ist das Jammern über ein Luxusproblem - es wird ein neues Jahr kommen, die Rennen finden (hoffentlich) auch nächstes Jahr wieder statt, Hauptsache wir alle bleiben gesund.

Und Frauchen ist natürlich nicht die Einzige, die es mit den Absagen trifft. Was sie und mich nur erstaunt: viele Läufer sagen jetzt, ihnen fehle die Motivation für das Training. Ich sage: der Weg ist das Ziel! Sprich genießt das Training, vielleicht jetzt auch mal ohne Trainingsplan, einfach schöne lange Läufe machen! Ist doch gerade jetzt herrlich draußen, alle sprießt, alles grünt, alles duftet - wie kann man da sagen "mir fehlt die Motivation zum Laufen"? Jeder Lauf ist ein Erlebnis, gut für Körper und Geist. Finde ich jedenfalls.

Bis bald Euer Iwan

Samstag, 21. Dezember 2019

Saisonplanung 2020

Hallo Leute,

keine Panik (oder Freude?), mich gibt es noch. Nur war erst  mein Frauchen ziemlich krank, das miese Gefühl beim Laufwochenende in Valencia war eine ausbrechende Virusinfektion. Und kaum war sie wieder halbwegs genesen (11 Tage ohne Laufen, könnt Ihr Euch das vorstellen?), hat es Herrchen niedergestreckt. Und wie es sich für einen Nicht-Sportler, Nicht-Trainierten geziemt, hat es ihn viel schlimmer erwischt - Krankenpfleger Iwan ist nun schon die dritte Woche im Einsatz.

Aber ich wollte Euch doch über die Saisonplanung 2020 informieren - das war das einzig Gute an Frauchens Krankheit: ich hatte freie Bahn am PC zum Anmelden! Was ich weidlich genutzt habe ...

Also, los geht es mit dem

  • 10 km-Lauf in Palma, 22.3.
  • Innsbruck Alpine Festival, 2.5. (wie immer der Rookierun, hahaha).
Das war es schon im ersten Halbjahr, das zweite Halbjahr wird um so heftiger:

  • Pitz Alpine Trail Festival (27 km), 8.8. 
  • Womens Run Frankfurt (5 km), 15.8.
  • Achenseelauf (23 km), 5.9.
  • Gamstrail Kitzbühel (22 km), 19.9.
  • Salzburg Trailrunning Festival Ende Oktober.
Und wenn Ihr den 10 km-Lauf Valencia vermisst - wir würden sehr gern, aber er findet leider nicht mehr statt. Und der Langkofel-Halbmarathon passte leider terminlich 2020 nicht - da hoffe ich auf 2021, denn Südtirol würde ich gern mal wieder kulinarisch erkunden, das letzte Mal war ich 2003 dort.

Und was habt Ihr so vor?

Bis bald Euer Iwan

Montag, 28. Oktober 2019

Sommer-Trail in Salzburg Ende Oktober

Hallo Leute,

zum nunmehr sechsten Mal waren wir Ende Oktober in Salzburg, beim Trailrunning Festival. Durften wir letztes Jahr fein den Regen "genießen", hatten wir dieses Jahr ein perfektes .... Sommer-Wochenende!
Dieses Jahr starteten Frauchen und ich schon Donnerstag Richtung Berge. Denn wir hatten vorher noch einen Geschäftstermin am Tegernsee. Ich genieße es ja, neben Frauchen auf dem Beifahrersitz mitzufahren! Vor allem, wenn so schönes Wetter in den Bergen ist: 19 Grad und Sonne. Nachmittags machten wir uns dann auf Richtung Salzburg und bezogen unser Hotel. Herrchen sollte erst Freitag Abend, per Zug, nachkommen.
Daher hatte Frauchen den ganzen Freitag für sich. Vormittags wanderte sie zweimal (!) auf und um den Kapuzinerberg herum, sie wollte sich die Strecke vom Mozart light noch einmal anschauen. Im Juni rumpelte sie da einfach durch, O-Ton "ich wollte nur noch, dass es endlich zu Ende ist ..."
Herbstlaub, leichte Sonneneinstrahlung, wenig Menschen, schöne Ausblicke auf Salzburg:






Danach ein kleiner Stadtbummel mit Museumsbesuch, dann umziehen und ab an die Salzach. Darauf hatte sie sich schon die ganze Zeit gefreut: mal wieder in Salzburg außerhalb eines Wettbewerbs laufen können. Vor Jahren war sie schon einmal flußabwärts gelaufen, nun sollte es flußaufwärts gehen. Ich gab ihr noch mit, bitte schön doch an den anstehenden Wettkampf zu denken und es nicht zu übertreiben. Dreimal dürft Ihr raten, ob Frauchen auf mich gehört hat ...
Inzwischen hatte es runde 20 Grad (zur Erinnerung: wir schrieben den 25. Oktober!) und Frauchen genoss es, in kurz / kurz vor sich hin zu traben. Bis Salzburg Süd, dann Wechsel auf die andere Uferseite und dort zurück. Insgesamt rund 1 Stunde langsamer Trab mit ein paar Steigerungen zum Ende.
Dann ausruhen, und abends Herrchen vom Bahnhof einsammeln. Danach gleich die Startunterlagen abholen, wieder mitten in der Stadt am Kapitelplatz. Später, beim Auspacken, war ich doch sehr enttäuscht: gegenüber früheren Jahren war das Startersackerl sehr mager. Nun ja, wir hatten ja auch "nur" 20 Euro Startgeld bezahlt, aber trotzdem.
Bis ich den Eventfolder genauer studierte (eigentlich wegen der Strecke) und feststellte: die hatten Frauchen das falsche Sackerl gegeben! Nämlich das für den Nightrun am Freitag, und nicht das korrekte für den Panoramatrail am Samstag. So entging uns auf jeden Fall ein Trail-Handtuch (das wäre dann das dritte gewesen), und eventuell noch mehr, wer weiß? Aber Fehler passieren nun einmal, ansonsten war die Organisation wie jedes Jahr perfekt! Samstag dann die Überlegung: was tun? Nachdem wir nun schon so oft in Salzburg waren, hatten wir eigentlich schon alles abgeklappert. Daher entschlossen sich meine Menschen, mal per Bus auf den Gaisberg hochzufahren. Bei wiederum perfektem Wetter schraubte sich der Linienbus auf 1.280 Meter hoch. Tolle Aussichten rundherum - zusätzlich noch viel Abwechslung durch Paraglider.



Frauchen heulte innerlich bei dem Gedanken, dass am nächsten Tag das Gaisbergrace hier hoch ginge (letztes Jahr war sie ja gemeldet, hat aber wegen des schlechten Wetters gekniffen). Nun spielte sie ernsthaft mit dem Gedanken einer kurzfristigen Nachmeldung. Erst einmal wollte sie aber sehen, wie nachmittags ihr Rennen verlaufen würde. Den ganzen Tag hatte es übrigens Kaiserwetter - passend zum österreichischen Nationalfeiertag. Kurze Ärmel, und zum Rennen dann auch kurze Hosen.
Diesmal sind wir etwas später vom Hotel aufgebrochen, so war die Wartezeit recht kurz. Erst die Starter für den Festungstrail anfeuern, um 16:10 Uhr dann Startschuss für Frauchen. 177 Starter waren gemeldet, 8 km, 250 Höhenmeter.
Zuerst geht es eine Runde um den Dom, durch die Altstadt, über Kopfsteinpflaster, Hier gilt es für Frauchen, die sich immer ganz hinten aufstellt, ihren Rhythmus zu finden. Dabei überholte sie schon die ersten zwei drei Starter. Noch einmal durch den Startbereich, Herrchen und mir zuwinken,

 ab Richtung Festspielhaus und schon ging es die Clemens-Holzmeister-Stiege hoch. Hier bewährt sich Frauchens Treppentraining aus dem Mallorcaurlaub (immer die 8 Stockwerke im Hotel zu Fuß hoch). Schon begann die Runde auf dem Mönchsberg, herrlich bei diesen fast  noch sommerlichen Temperaturen und der Sonne auf dem buten Herbstlaub. Dieses Jahr keuchte ihr ein älterer Herr sehr lange und penetrant die Ohren voll, erst hinter ihr, dann knapp vor ihr, bis sie ihn bei km 4 endlich abhängen konnte. Die Streckenführung war gegenüber früheren Jahren minimal verändert - statt eines kurzen Trailabschnitts einen Abhang hoch dieses Jahr noch mehr Stufen. Ächz. Frauchen fühlte sich gut und trabte unverdrossen vor sich hin. Da kamen schon die Führenden des Festungstrails (2 Runden) an ihr vorbeigeprescht - die Innerhofer-Brüder in sehr rasantem Stil. Das zog Frauchen kurzzeitig etwas herunter, denn sie war noch nie an so früher Stelle überholt worden, sie hatte ja die Erfahrung aus den früheren Jahren.
Nun hoch auf die Richterhöhe, herrlicher Rundblick auf die Berge, dann über eine Wiese auf den höchsten Punkt der Strecke und schon verlässt man den Mönchsberg. Ein sehr rasanter Downhill am Festungsberg folgt - Frauchen erwartete die ganze Zeit, dass sie weiter Läufer aus dem Festungstrail überholten. War sonst immer, dieses Jahr: nada. Dafür sammelte sie wieder ein paar Läufer aus ihrem Panoramatrail ein. Nun "nur noch" wieder hoch zum Nonnbergstift, und dann wären die Anstiege geschafft. Oben wagte Frauchen einen kurzen Blick auf ihre Zwischenzeit und war positiv überrascht! Inzwischen waren auch einige Festungslauf-Starter an ihr vorbeigezogen, aber wesentlich später als in früheren Jahren. Nun noch einmal ein Downhill über Kopfsteinpflaster, unten dann das Hinweisschild auf die "scharfe Rechtskurve" - die hat 180 Grad! Die kurze Runde durch die Altstadt, über den hinteren Domplatz, dort warteten Herrchen und ich.
Aufgesprungen, und ich konnte wieder mit finishen! 51:25,20 min. bedeuteten neue PB für uns auf diesem Kurs, sehr schön. Leider war die Konkurrenz aber auch stark - letztes Jahr mit 2,5 min. langsamer reichte es für AK-Platz 3, 2019 war es AK-Platz 9 (von 16), 137. von 177 Startern gesamt. Hier einmal ein schöner Vorher-Nachher-Vergleich - beachtet die um meinen Hals baumelnde Finishermedaille und die Zielverpflegung. Genau für diese Sachertortenwürfel melde ich Frauchen ja jedes Jahr erneut an!
 

Bei Spinatknödeln (war übrigens die dritte Portion in 3 Tagen!) und Kaiserschmarrn (mit Zwetschgenröster) ließen wir dann das rundum gelungene Wochenende ausklingen. Es hat sich wieder mal gezeigt: ist es heiß, läuft Frauchen zu Hochform auf!
P.S. Nachgemeldet hat sie übrigens nicht für Sonntag ... nach der Völlerei Samstag Abend hätte es auch ein Desaster gegeben ...
Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 18. November 2018

Da laufen Erinnerungen mit ...

Hallo Leute,

Frauchen kann wegen ihres Fußes immer noch nur eingeschränkt laufen gehen. Sie läuft halt auf flachen, möglichst ebenen Wegen. Was ihr eigentlich so gar keinen Spaß macht ... Deswegen habe ich mich heute gewundert, als sie bestens gelaunt und mit breitem Grinsen vom Lauf zurückkam.
Das lag weder am langsam heilenden Fuß noch am eisigen Ostwind, sondern daran, was sie heute anhatte. Sie trägt ja brav die ganzen Wettkampfshirts, die sich im Lauf der Zeit bei uns angesammelt haben, auf. Heute trug sie zum Beispiel das vom Mittelrhein-Halbmarathon, da waren wir 2007. (Der Lauf selbst war zum Vergessen, aber das Shirt ist sehr schön!)
Während ihres Laufes schweiften Frauchens Gedanken dann vom Shirt zu den anderen Bekleidungsstücken - wo sie fast jedes Teil an einen schönen Urlaub, Kurztrip oder Ähnliches erinnerte:
  • Schuhe - Nike aus einer Mall in der Nähe von Marco Island, Florida, Urlaub 2016
  • Hose - nichts Besonderes
  • Shirt - s.o.
  • Longsleeve - Nike aus dem Outletshoppingcenter nahe Palma, Mallorca, Urlaub 2017
  • Jacke - Salming, Expo zum Trailrunning Festival Salzburg 2016 
  • Stirnband, um die leicht frierenden Ohren zu wärmen - Startergutzi ebenfalls vom Trailrunning Festival Salzburg
  • Halstuch - Finishergeschenk beim Halbmarathon Alcudia 2017

Geht es Euch auch so, habt Ihr auch Teile, die Euch sofort an andere Orte, in andere Zeiten "beamen"? Oder ist bei Euch alles emotionslos, ohne damit verbundene Erinnerungen? Bin gespannt!
Bis bald Euer Iwan

Montag, 29. Oktober 2018

Eine Vogelscheuche trailt sich durch Salzburg

Hallo Leute,

zum fünften Mal stand das Salzburg Trailrunning Festival auf unserem Wettkampf-Kalender. Wir freuen uns immer sehr darauf, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen .... Frauchen auf eine tolle Trailstrecke, sehr abwechslungsreich, ich mich auf leckere österreichische Speisen, insbesondere Kaiserschmarrn. Tja, dieses Jahr geht dann wohl als "das etwas andere Trailrunningfestival-Jahr" in unsere Läufer-Historie ein.
  1. Normalerweise kommt auch immer Manu aka @Laufwelt aus Berlin. So haben meine Menschen nette Gesellschaft, und ich kann mir mit Pauline Laufbär die Zeit vertreiben. Dieses Jahr kamen sie leider nicht ... was uns zu Punkt 2. führt. Denn Manu rühmt sich, Wetterglück zu haben.
  2. 2017 hatte es über 20 Grad, kurze Hosen-Wetter. Dieses Jahr bei der Anreise am Freitag noch Föhn und Sonne, in der Nacht zog Regen auf. Der sich Samstag so richtig gemütlich einrichtete. Bei lauschigen 6 Grad. Und damit ein weitere liebgewordene Tradition verhinderte - siehe Punkt 3.:
  3. Ich springe immer kurz vor Zieleinlauf, am Kapitelplatz, auf und finishe mit. Dieses Jahr leider nicht, weil es eben regnete. Da kann ich mit meinem wertvollem Inneren (Holzwolle) nicht raus. Ich konnte Frauchen noch nicht einmal begleiten, sondern musste im Hotelzimmer warten!
  4. Und der größte Ausfall - es gab keinen Kaiserschmarrn. Weder für mich noch für Frauchen. Ohne Worte.
Ansonsten war und ist Salzburg immer eine nette Kurzreise wert. Trotz des Regens haben meine Menschen am Samstag noch einmal die Festung Hohensalzburg besucht, bevor Frauchen die Startunterlagen abholte.



Dieses Jahr waren für die 20 Euro Startgeld (Panoramatrail) u.a. ein Handtuch und das hier alles enthalten:


Ich hatte Frauchen ja neben dem 8 km-Panoramatrail am Samstag dieses Jahr auch für den Gaisbergtrail (22 km mit über 1.100 Höhenmetern) am Sonntag angemeldet. Und daraufhin trainiert. Sie wollte aber erst Samstag nach dem Panoramatrail entscheiden, ob sie Sonntag auch an den Start geht. Denn als Brillenträgerin hat sie immer das Handicap Tropfen auf der Brille, damit schlechte Sicht, oder Käppi tragen, das hält etwas die Tropfen ab, aber die Brille beschlägt leicht, ebenfalls mit dem Resultat "schlechte Sicht".
Samstag dann in die "Schlechtwetter-Laufklamotten" geworfen und dieses Jahr sehr knapp zum Startschuss hinüber zum Kapitelplatz gegangen. Ganz ehrlich, mit ihrer weiten Hose (Frauchen mag keine Tights), und dem überdimensionalen Käppi sieht Frauchen entweder wie ein rennender Pliz oder wie eine Vogelscheuche aus, jedenfalls nicht wie ein ordentlicher Läufer! Aber wenn sie sich wohlfühlt ...

Der Kurs ist sehr schön, hoch und runter, mit vielen Stufen, Kopfsteinpflaster in der Altstadt, Parkwege und Querfeldeinpassagen auf Mönchsberg und Festungsberg:

Mit schöner Aussicht war es dieses Jahr allerdings nichts. Und die Kühe auf der kleinen Almwiese, an der man vorbeirennt, guckten auch sehr bedröppelt. Die Umstellung des Bergab-Laufstils, die ich Frauchen in den letzten Monaten eingehämmert hatte, hat sich jedenfalls bezahlt gemacht. Bis auf eine extrem enge Kurve den Festungsberg hinunter, bei der sie so schnell war, dass es sie fast aus der Kurve gehauen hat, lief sie sicher und schnell auch bergab, und hat dort Zeit gutgemacht. Insgesamt war sie über 1,5 Minuten schneller als 2017. Mit 54:06 min. finishte sie (ohne mich dieses Mal!) als 30. von 55 Damen, 114. von 144 Teilnehmern insgesamt, und als 3. der Altersklasse Masters 2 (immerhin auch 8 im Klassement).

Der Kurs war trotz des Regens gut laufbar, nur auf den Kopfsteinpassagen hatte sie mit ihren Trailschuhen keine so gute Haftung ... Nach dem Zieleinlauf schnell ins Zelt, um die Gutzis für mich Coach abzuholen (letztes Jahr gab es eine Mozartkugel und ein Stückchen Sachertorte) - und hier wieder eine Enttäuschung: es gab "nur" Sachertorte. Da musste ich also mit den im Laden gekauften Mozartkugeln vorlieb nehmen.


Abends gab es dann wieder keinen Kaiserschmarrn für mich! Und Frauchen beschloss dann, angesichts der Wettervorhersage für Sonntag (weiter Regen, kalt, tiefhängende Wolken), nicht beim Gaisbergtrail zu starten. Schade, aber vernünftig für sie. Wenn man wegen eingeschränkter Sicht nicht ganz trittsicher ist, sollte man gerade bei solch nassen Bedingungen nicht auf Trails gehen. Aber für 2019 sehe ich einen Start wieder vor, und hoffe auf bessere Bedingungen! Nämlich a) wieder trocken und b) wieder Kaiserschmarrn, nicht nur Sachertorte ...
Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 4. Januar 2018

Laufjahr 2018, wir kommen!

Hallo Leute,

jetzt ist das neue Jahr schon 4 Tage alt ... Zeit, mit 2017 komplett abzuschließen und Euch einen Ausblick auf unsere Vorhaben 2018 zu geben.

Also: 2017 hat Frauchen insgesamt 216 Stunden laufend verbracht. Das entspricht:
  • genau 9 Tagen und Nächten
  • 100.885 verbrannten Kalorien
  • ca. 1.945 gelaufenen Kilometern
  • dreimal der Strecke Nürnberg - Hamburg.
Die Höhenmeter kann ich Euch leider nicht liefern, aber einmal Mount Everest dürfte schon zusammengekommen sein ....

Was haben wir 2018 vor? Hier kämpfen zwei Seelen in meiner bärigen Coach-Brust: zum einen möglichst viele Rennen, möglichst weit weg, damit wir viele schöne Reisen haben. Zum anderen sollte Qualität vor Quantität gehen. (o.k. der wahre Grund ist, dass mich Frauchen nicht mehr ohne Aufsicht an den PC lässt - so sind meine Chancen, online schnell etwas zu buchen, doch stark gesunken ....)

2018 stehen nach jetzigen Stand folgende Läufe an:
  • 18. März 10 km Port de Palma
  • 28. April 15 km beim Innsbruck Alpine Trail Festival
  • 19. Mai  5 km virtual Race for Save the Manatees
  • 28. Mai 10 km London
  • als Organisator: 8. Juni Tiergartenlauf Nürnberg
  • 2. September 23,2 km Achenseelauf
    (hat dieses Jahr wieder den Vorzug gegenüber dem Karwendelmarsch erhalten)
  • 9. September 10 km Isarlauf Lenggries
  • 27. Oktober 8 km Panoramatrail beim Trailrunningfestival Salzburg
  • 28. Oktober 21,1 km Gaisbergtrail beim Trailrunningfestival in Salzburg
  • 2. Dezember 10 km Valencia
Weitere Vorschläge sind gern willkommen. Ich würde gern noch einen Lauf in den Bergen ansetzen, Juli bis Anfang August, da bin ich derzeit

am Suchen. Die Walser Challenge erscheint mir doch ein bißchen heftig. Andererseits - wozu sind Herausforderungen da? Das Pitz Alpine Trail Festival passt leider zeitlich nicht rein ... Wer Ideen / Vorschläge hat: gern an mich. Am besten so, dass Frauchen es nicht gleich sieht, damit ich erstmal in Ruhe allein prüfen kann.

So, nun wünsche ich noch allen Freunden, Bekannten, Läufern und Nichtläufern ein gutes Jahr 2018, viel Gesundheit (ein guter Bekannter bangt gerade um seine Vorbereitung für den London Marathon), Glück, Erfolg und ausschließlich positive Erlebnisse!

Bis bald euer Iwan

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Bäriges Laufjahr 2017

Hallo Leute,

ich schiebe schon Panik, wann ich endlich aufs Jahr zurückblicken kann ... meine Tippse war nicht verfügbar. Ich hinke ja schon allen TV-Jahres-Rückblicken hinterher, Zeit wird´s! Also starten wir nun den Blick auf ein ganz besonderes Laufjahr.

Januar
2017 startete mit einer saftigen Virusinfektion, um nach ein paar Tagen Pause mit der nächsten ordentlichen Infektion zuzuschlagen. Die sich unter anderem auch in Nicht-schlafen-können bemerkbar machte. Was soll ich sagen? So eine durchgemachte Nacht vor dem Fernseher brachte uns zwei Erkenntnisse: erstens - selbst  mit über 200 TV-Sendern kommt nachts um 3 Uhr nichts
Vernünftiges und zweitens - aus dem Alter, Nächte durchzumachen und das zu genießen, sind Frauchen und ich definitiv raus! Ende des Monats flog Frauchen dann mit Fozzie (Unverschämtheit!) für 9 Tage nach Mallorca, Wandern und Trainingslager. Ich war heilfroh, zu hören, dass nicht die ganze Kondition flöten war. 4 lange Läufe, teils mit Trailanteil, zwar langsam, aber immerhin.

Februar
Denn hier stand schon das erste Saisonhighlight an: der Halbmarathon in Barcelona. Während unsere Menschen fachsimpelten, teilten @PaulineLaufbaer und ich einen Wein, hüstel. Sonntag blieb es glücklicherweise trocken, aber düster und nicht so warm wie erhofft. Kurze Hosen waren trotzdem drin, und die Zeit auch ganz akzeptabel. Für die Vorgeschichte jedenfalls. Die Strecke war ehrlich gesagt a bisserl langweilig, da hatten wir uns mehr versprochen ...


März
Kurz entschlossen hatte ich Frauchen für den Halbmarathon in Alcudia angemeldet. Ein Super-Sonnen-Wärme-Wochenende belohnte mich für meine Entscheidung. Frauchen kannte die erste Hälfte der Strecke bestens, sind ja ihre Trainingsstrecken im Mallorcaurlaub. Dann kam, was ich hoffte, nie wieder zu erleben ... ab km 10 war Frauchen Letzte des Feldes. Bis ins Ziel. Mit weitem Abstand. Gut, es war ein kleiner Lauf mit unter 200 Teilnehmern. Und o.k., es ging ganz schön auf und ab ... Ich war erst entsetzt. Dann versöhnt, als ich merkte: besser Letzte als Vorletzte. Denn Frauchen wurde von einem immer größer werdenden Pulk aus Begleitfahrzeugen (Streckenposten zu Rad und Motorrad, Ambulanz) begleitet. So einen Zieleinlauf hatten wir noch nie - unvergleichlich!


 1 Woche später war sie schon wieder auf der Insel, dieses Mal mit Fozzie. Beim 10 km-Lauf im Hafen von Palma. Noch leicht schwere Beine, aber gewohnt schöne Strecke.

April
Unser Monat der Absagen: Air Berlin machte uns mit Flugzeitverschiebungen einen Strich durch den Hamburg Marathon. Für den alternativ gemeldeten Weiltalmarathon war Glatteis vorhergesagt, also auch ausfallen lassen. Das für zwei Erkenntnisse: erstens - Holland ist beileibe nicht flach, wie die Trainingsläufe in Zandvoort bewiesen.
Zweitens - Runden drehen kann Spaß machen, wenn es für einen guten Zweck ist, wie die 18 km in Seligenporten.
Ansonsten wurde es nun langsam ernst mit der Vorbereitung auf den Karwendelmarsch. Ich hatte es mir so gedacht: statt maximal 2,5 Stunden-Läufe sollten es in der Spitze schon 3,5 Stunden werden, kupiertes Gelände, viele Berg- und Downhill-Spurts, Gewöhnung an Salztabletten und Powershots während des Laufes, Gewöhnung an Laufen-mit-Rucksack. Aber ich bin ja mit Frauchen Kummer gewöhnt ....

Mai
Es ging weiter mit den Absagen. Wings für Life-Run in München - nicht am Start gewesen. Dafür schöne Trainingstage am Achensee, aber halt nicht lange genug die Läufe, und nix Rucksack. "Sie würde schon noch rechtzeitig damit anfangen" bekam ich zu hören.
Ich schimpfte. Die Trainingsläufe wurden länger, die Ausreden kreativer.

Juni
Und schon war die zweite Auflage des Tiergartenlaufs gekommen. Von wegen, alles geht beim zweiten Mal leichter. Die Shirts kamen wieder auf den letzten Drücker, das Wetter spieltemit viel zu viel Schwüle mit, die Hektik war groß ... ein Lauf als Organisator pro Jahr - so ganz nebenbei neben Beruf und genau in der Woche in der Notaufnahme gelandeter Oma reicht.
Dafür wurden neue Laufreviere erkundet, weil Oma ja im Krankenhaus besucht werden musste - da kann man dann direkt im Schwarzachtal toll laufen. Oder die Wanderwege 8 und 8a rund um Altdorf, nach dem sonntäglichen Staubsaugen in Omas Haus. Viel Natur, viel auf und ab, die 2-Stunden-Grenze war schon lange geknackt und inzwischen Standard. Nur der Rucksack - "ist doch noch genug Zeit, ich fange in Lenggries damit an".
Wo wir unsere übliche Woche mit Wandern und Laufen verlebten. Der Rucksack - als "Trailrucksack für Läufer" gekauft - lag anklagend auf dem Tisch in der Pension. Und blieb jeden Tag genau dort liegen, da konnte ich schimpfen was ich wollte. Ein Highlight des Urlaubs war übrigens mein erster Gipfel (naja, gut, ich bin hochgetragen worden)!


Juli
Mir riss nun der Geduldsfaden. Frauchen war immer noch kein einziges Mal mit Rucksack gelaufen. Aber es ist doch ein Unterschied, ob man hier im Reichswald knapp 3 Stunden läuft, die Wasserflasche in der Hand hält und die Salztabletten in der Hosentasche ... oder ob man ca. 10 bis 11 Stunden durch die Berge wetzt. Aber als Coach ist man ja auch Psychologe: wenn sie den Rucksack verweigert, hilft nix. Musste ein anderer her. Also nochmal Geld ausgegeben (Frauchens, nicht meines) und einen Camelback im Internet geordert. Und siehe da - damit hat sie dann zumindest ein paar Trainingsläufe absolviert.

August
Jetzt fingen wir beide an, Panik zu entwickeln.
Vorher gerade mal 23 km am Stück gelaufen, nun sollten es 52 werden. Strecke zwar gut bekannt, das kann aber auch psychisch nach hinten losgehen (wenn man genau weiß, wie übel und lang der letzte Anstieg werden wird ...). Hatten wir genug trainiert? Das Richtige? Vorher noch eine Marschtabelle durchgerechnet und ausgedruckt mit den Durchgangszeiten. Wie wird das Wetter? Und wie wird es ab km 25 für Frauchen gehen? Wann kommt der Mann mit dem Hammer? Schiere Panik, die ich aber - ganz verantwortungsbewusster Coach - nicht zeigen wollte, je näher der Renntag kam. Und dann: bestes Laufwetter (für Frauchen, vielen war es zu heiß), sie trabte, wanderte, lief, sprang die Berge hoch und runter ohne Probleme, überholte nach den ersten 20 km eifrig, lag weit vor der Marschtabelle, und der Mann mit dem Hammer kam erst bei km 50.
Fazit: 3 abgefallene Zehennägel, 2 kaputte Trailrunschuhsohlen, Mordsgaudi gehabt, wahrscheinlich 2019 wieder. Denn die 30 Sekunden, die Frauchen zu einer Zeit unter 9 Stunden fehlten, wurmen uns immer noch.

September
Nach dem Karwendelmarsch kam ... das große Loch. Keine Motivation, kein Zug mehr. Und mieses Wetter, also trat Frauchen weder beim Isarlauf noch beim Tegernseelauf an. 8 Grad und Regen - von uns aus im Winter, aber doch nicht im Spätsommer! Geht gar nicht. So langsam kam dann aber wieder die Lauflust. Im Urlaub auf Mallorca, wo sie wieder mit Fozzie hinfuhren. Hatte ich schon mal meiner Entrüstung Ausdruck verliehen, dass ich zu Hause bleiben musste?
Hier zeigte sich aber, was das ganze Training der letzten Monate wert war. Ein langer Lauf, über den Hafen von Port d´Alcudia nach Aucanada, Trailpfad am Strand entlang, dann hoch Richtung Coll Baix, über Bon Aire zurück nach Port d´Alcudia, ca. 20 km, ca. 250 HM, teils sehr steiniges und holpriges Geläuf, aber wunderschöne Landschaft - Ende Januar 2:21, nun 2:05 Stunden.

Oktober
Unser alljährlicher Fixpunkt, Trailrunfestival in Salzburg. Für mich - Treffen mit Pauline, für Frauchen Panoramatrail, für uns alle Kaiserschmarrn. Und das von mir verordnete Treppentraining hat sich wieder ausgezahlt. Auf Mallorca mindestens zweimal täglich in den 8. Stock hochlaufen. Bringt immense Fitnessvorteile auf der Clemens-Holzmeister-Stiege bei km 1!

Dann waren sie noch in Nizza, Laufen bei Sonne und 20 Grad. Während ich hier Sturm und Regen abbekam. Nein, ich bin nicht neidisch auf Fozzie, ich doch nicht!

November
Nun durfte ich gnädigerweise auch wieder mit. Ja, wenn es halt ohne den Coach nicht geht ... der 10 km-Lauf in Valencia stand an. Sonne, über 20 Grad, viel Spaß beim Lauf gehabt. Und ich habe ihr eine Zeit unter 1 Stunde vermasselt, weil das Aufspringen zum Finishen dieses Mal nicht so gut geklappt hat. P.S. Ich habe Frauchen schon wieder für 2018 angemeldet ...

Dezember
Gleich am 1. waren wir geflasht. Anmeldestart für den Tiergartenlauf 2018. Die erste Ausgabe war nach 23 Tagen ausverkauft. Die zweite nach 7 Stunden. Jetzt hatten sie um 100 Startplätze aufgestockt. Und Frauchen schaltete pünktlich um 9 Uhr die Anmeldung frei. Danach tippelte sie wie Speedy Gonzales auf Twitter usw., beantwortete Mails und aktualisierte die Eventsite. denn nach unglaublichen 24 Minuten (!) waren alle Startplätze weg. Stundenlang noch allen Enttäuschten, die per Mail noch ihr Glück versuchten, geantwortet, dann ging es nach Hamburg.
Selbst laufen, beim Xmas Run auf St. Pauli. Kurz: Nass, kalt, super Stimmung. 5 km rennende Nikoläuse.
Jetzt steht "nur noch" der 10 km-Silvesterlauf auf dem Programm. Hoffentlich, in den letzten beiden Jahren hat jeweils ein Infekt den Start verhindert. Aber den hatte Frauchen schon letzte Woche, also hoffen wir das Beste.

Nächste Woche gebe ich dann noch unsere Saisonplanung 2018 bekannt - vielleicht sehen wir uns ja bei dem einen oder anderen Lauf? Ich würde mich freuen!
Bis dahin - keep on running - frohe Weihnachten!
Euer Iwan


Sonntag, 18. Dezember 2016

Das Laufjahr 2016

Hallo Leute,

heute in 2 Wochen haben wir schon 2017. Zeit also für meine bewährten Jahresrückblicke ... fangen wir an mit dem Rückblick auf das Laufjahr 2016. Kurze Zusammenfassung: ich bin ein super Coach! (He, was soll das, dazwischenreden und meinen, dass ich ein zu großes Ego hätte? Was stimmt, stimmt doch! Na gut, Frauchen hatte auch ihren Anteil ....)

Januar: 
Zum dritten Mal stand ein Halbmarathon in Florida auf der Agenda. Dieses Jahr hatten wir uns für den Miami HM entschieden. Der größte Anreiz für Frauchen dabei ist - Laufen in der Wärme. Naja, hätte sie auch hier bleiben können. 8 Grad und ein eisiger Wind machten es nicht so ganz einfach, die Überreste eines Wintersturms hatten Miami Ende Januar noch fest im Griff. Lag es daran, oder dass Frauchen sich das erste Mal einem Pacemaker anschloss? Jedenfalls kam eine neue PB für den Halbmarathon heraus! Ich sage ja immer noch, liegt nur am Coach ...

Februar / März:
Nur Trainingsläufe. Nichts Besonderes, ich habe aber einige Trailstrecken angesetzt, denn 2016 wollten wir doch mehr Trailläufe machen.

April:
Der erste davon stand an - ich hatte Frauchen für den "Rookie"-Lauf beim Innsbruck Alpine Trail Festival angemeldet. In der Woche davor schneite es, das Einlaufen fand bei rund Null Grad statt. Dafür dann aber am Renntag knappe 16 km bei herrlichem Wetter, Blick auf die schneebedeckten Gipfel rund um Innsbruck und mit einem haarsträubenden (oder sagt man da oberschenkelzerfetzenden?) Downhill. 400 Höhenmeter im quasi freien Fall, das hat Frauchen doch noch einige Tage sehr gespürt. Aber sie kam gut ins Ziel und hatte "Blut geleckt".

Mai:
Ein ganz spezieller Wettkampf, nämlich ein virtueller 5 km-Lauf. Laufen für die Manatees - jeder misst selbst seine Zeit. Und die Startgebühr geht alles komplett an eine Organisation in Florida, die sich für den Schutz der Seekühe einsetzt.

Juni:
Am 3. Juni hatte Frauchen Premiere - den ersten Lauf, den sie mit veranstaltet hat. Den Tiergartenlauf in Nürnberg - so hatte sie über ein Jahr das Vergnügen, mal aus der Organisator-Perspektive zu sehen, was so alles an einer Laufveranstaltung dran hängt. Und kurz nach der überaus erfolgreichen Premiere begannen die Vorbereitungen für den nächsten Tiergartenlauf, 2017. Und dass sie fast alles richtig gemacht haben, zeigt die Anmeldezeit - die Hauptläufe für Juni 2017 waren innerhalb von 7 Stunden (!) ausverkauft! 
Ansonsten hatten wir wieder unsere Trainingswoche in Lenggries, mit vielen schönen langen Läufen ... und dadurch viel Platz für Kaiserschmarrn ....

Juli:
Viel Traning .... denn Anfang August sollte es wieder in die Berge gehen.

August:
Der Pitz Alpine stand auf dem Programm. Zwar wieder "nur" die Einsteigerstrecke mit rund 16 km, aber immerhin 850 Höhenmetern. Hat viel Spaß gemacht, in der Seilbahn über alle Läufer hinweg hoch zu gondeln und Frauchen oben für den Fotostopp abzufangen. Und ich habe noch nie erlebt, dass Frauchen mitsamt ihren Trailschuhen unter die Dusche geht ... hier war es aber nötig. Und weil das Wetter und damit der Ausblick zu wünschen übrig ließ, habe ich uns gleich mal für 2017 angemeldet - dann aber für die 26 km-Strecke.

Den absoluten Kontrast hatten wir dann beim Womens Run in Frankfurt. Wettertechnisch nicht, es war auch trüb und regnete teilweise. Nein, die Distanz (5 km), die Höhenmeter (0,50) und das Teilnehmerfeld (2.500 Frauen). Aber für Frauchen sprang eine neue PB über 5 km heraus - was will ein Bären-Super-Coach mehr?


September:
Das Saison-Highlight stand an - der Achenseelauf. Bestens trainiert, und dann kriegt Frauchen eine Erkältung. Es lief trotzdem ganz gut, ich klatschte in Achenkirch (gefühlte Hälfte der Distanz) ab und war beim Blick auf die Uhr begeistert - das könnte endlich mal eine Zeit unter 2:45 Stunden werden. Kurz vor dem Ziel gewartet und gewartet ... die Sekunden tickten ... da war Frauchen endlich, ich habe mit ihr gefinisht. Eine neue Streckenbestzeit für uns, aber leider doch wieder die "5" davor, 2:50 Stunden ... d.h. wir müssen 2018 wieder ran. 2017 haben wir was ganz anderes vor, nämlich den Karwendelmarsch. Und der liegt mit seinen 52 km eine Woche vor dem Achenseelauf, beides kriegen wir nicht hin.
Eine Woche später waren wir schon wieder in den Bergen -  beim Isarlauf über 10 km von Lenggries nach Bad Tölz. Frauchen wollte ihre 10 km-Bestzeit angreifen. Und wieder war es superwarm, also genau das Richtige. Und was soll ich sagen - geschafft!

Oktober:
Nach einem ausführlichen Urlaub auf Mallorca, bei dem Herrchen und ich immer unterschiedlicher Meinung sind, was Frauchen machen soll (Herrchen: am Strand liegen und chillen, oder maximal wandern; ich: gefälligst Laufkilometer sammeln und möglichst viele Treppen steigen), stand dann wieder das Salzburg Trailrunning Festival an. Ich bin da zwar immer etwas abgelenkt, weil ich dort Pauline Laufbär und ihre Menschen treffe, aber zum Anfeuern für Frauchen hat es gereicht. Und nach dem ersten Kilometer ist sie mir auch immer sehr denkbar, dass ich sie auf Mallorca stockwerksweise Treppen steigen lasse ... da geht es nämlich von der Altstadt über die Holzmeisterstiege viele Stufen nach oben. Tja, und auch hier zeigte mein strenges Trainingsregiment Wirkung: Frauchen verbesserte sich auf den 7,x km um knapp 5 min. gegenüber 2015!

November:
Und noch ein Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es ging zum zweiten Mal nach Valencia, zum 10 km Lauf. Mit Sonne und rund 20 Grad ist das Ende November nicht zu verachten. Ich habe mich auch ein bißchen am Meer gesonnt. Leider war dieses Mal keine neue PB drin, aber das wäre ja auch ein bißchen viel verlangt gewesen ...

Dezember:
Nun steht noch der Silvesterlauf hier in Nürnberg an, und dann muss ich Frauchen schon wieder auf den nächsten Halbmarathon vorbereiten. 2017 ist leider aus beruflichen Gründen kein Floridatrip möglich, aber wir starten beim HM in Barcelona Mitte Februar.

Insgesamt kann ich also mit dem Laufjahr 2016 sehr zufrieden sein: neue PBs über 5 km, 10 km, Halbmarathon und den Achenseelauf (23,2 km), erste Bergtrailerfahrungen gemacht, der Coach hat fast immer mitgefinisht

.... so kann es 2017 weitergehen.

Wie war denn Euer Läuferjahr?

Bis bald Euer Iwan




Montag, 24. Oktober 2016

Aller guten Dinge sind 3: Salzburg Trailrunning Festival

Hallo Leute,

Freitag ging es wieder nach Salzburg. Nun schon zum dritten Mal, ich hatte Frauchen wieder für den Panoramatrail angemeldet:

Diesmal war das Auto sehr voll; meine Kumpels Trello und Fozzie fuhren auch mit, weil wir ja als Rahmenprogramm ein Meet&Greet mit Pauline Läufbär und ihrem Bruder Paddington geplant hatten. Die Anfahrt war der reinste Horror, es schüttete bis kurz vor der Grenze. Ich sah schon alles im wahrsten Sinne ins Wasser fallen, aber in Salzburg hörte es auf zu regnen. Das berühmte Wetterglück von Manu hielt - schon am Samstag schöner Sonnenschein, Sonntag dann sogar Föhn. Manu (bekannt unter Laufwelt), André und ihre Bären trafen wir dann schon am Samstag zum Frühstück, da sie dieses Jahr auch im nh Hotel wohnten. Dann wollten meine Menschen noch - wie jedes Jahr vor Startnummernabholung - auf den Kapuzinerberg und ein bißchen durch Salzburg bummel. Weil ich das alles schon kannte, habe ich mich im Hotel ausgeruht (ich musste mich ja schließlich auf meine Coaching-Aufgabe vorbereiten!) und zugunsten Fozzies verzichtet. Und was macht der Depp, Entschuldigung? Lässt Frauchen schön auf den Kapuzinerberg hochtraben, lässt sie schon mal auf die Festung bzw. zum Aussichtspunkt auf dem Mönchsberg hochlaufen ... ja, kann man das denn glauben? Da war sie ja schon müde, bevor das Rennen startete!














Um 12 Uhr dann Abholung der Startunterlagen. Für 20 Euro gibt es jedes Mal ein gut gefülltes Startersackerl - auf dem Foto fehlt noch die Soft Flask, die Frauchen gleich Trailbirdie schenkte. Auch ein sehr nettes Kennenlernen, ich habe mir gleich viele Tipps von dieser erfahrenen Trailläuferin geholt!


Dann noch schnell Mittagessen, und zum genau 5 Minuten ausruhen ins Hotel. Ich habe schon gemerkt, wenn ich Frauchen nicht beaufsichtige, dann klappt das alles nicht ... Nun die Frage der Kleiderwahl. Frauchen ist ja bekanntlich erstens verfroren, zweitens noch die Temperaturen von Mallorca gewöhnt und drittens zieht sie sich eh lieber zu warm an. Als wir uns dann in der Lobby mit Manu und André trafen, fing Frauchen gleich mal prophylaktisch an zu frösteln ... Im Schnellschritt durch die Gassen der Altstadt, Richtung Kapitelplatz, wo der Start ist. Und dort wieder anstehen für das nervöse Ich-muss-gleich-nochmal-auf-die Toilette, was sie sich fürstlich mit 50 Cent bezahlen lassen. Ich habe derweil mit den anderen den Startern des Festungslaufs zugeguckt, bei dem auch Astrid (= Trailbirdie) mitmachte. Hochachtung. Nachdem diese weg waren, folgte die Startaufstellung für den Panoramatrail. Runde 7,5 km mit 205 Höhenmetern, erst eine Runde um den Dom auf Kofpsteinpflaster, dann Richtung Holzmeisterstiege und den vielen Stufen. Ich hatte Frauchen zwar gesagt, weit hinten aufstellen, aber dass sie mich so wörtlich nahm und dann gleich mal als Letzte der 169 gemeldeten Teilnehmer auf die Strecke ging, ließ mich doch Übles befürchten. 2014 hatte sie 54,x min. gebraucht, 2015 55,x min. Und ich hatte eigentlich nach dem vielen Treppentraining auf Mallorca auf eine gute Zeit gehofft ...
Und die kam dann auch, ich hätte ruhig bleiben und das Pfotennagel-Kauen sein lassen können. Frauchen rollte das Feld von hinten auf, insgesamt 45 Teilnehmer hat sie noch überholt, es lief von Anfang rund und leicht, meinte sie. Und hätte einfach nur Spaß gemacht. Bis auf die Treppen und einen Anstieg (sehr matschig, querfeldein, steil) ist sie alle Anstiege gelaufen, im Gegensatz zu den letzten Jahren. Und hat die Aussichten vor allem in die teils schon tief verschneiten Alpen sehr genossen.



Das ist ja gerade das Tolle an diesem Trailrun: der Kontrast von Start / Ziel in der Altstadt, dazwischen Wald- und Parkpassagen mit herrlichen Bergaussichten und teils dem Gefühl, man läuft an einer Alm entlang. Auch alle Helfer / Streckenposten sind hochmotiviert und freundlich. Einzig einige Spaziergänger machten den Eindruck, sie ärgerten sich über die Läufer und machten sich absichtlich breit. Aber egal, alles wurde rasant umkurvt. Der für Frauchen übelste Teil ist dann bei km 5,5, da geht es direkt vor der Festung rechts runter, extrem steil. Nur Fliegen ist schöner. Geschätzte 35 % Gefälle.Und dann wieder hoch, nur noch das Stück durch die engen Gassen. Halt, was ist das? Ja, tatsächlich, ein Rotlichtetablissement (das älteste der Stadt, wie wir später erfuhren). Weiter ging´s, Frauchen hoffte noch, die 50 min. zu knacken. Ich stand schon parat, um aufzuspringen. Klappte gut, und dann haben wir gemeinsam gefinisht. Und ich habe mir die sehr schöne Finishermedaille umhängen lassen.


Leider doch über 50 min. aber immerhin knappe 5 min.besser als letztes Jahr! Und nur 1 min. hinter Manu ...
Platz 102. von 147 Finishern, Platz 35. von 66 Damen und 10. der Altersklasse, 50:36,9 genau.

Auch Manu und André waren gut ins Ziel gekommen, Astrid lief ja 2 Runden und dann noch hoch in die Festung. Wir sahen sie erst beim Abendessen, wo wir alle gemütlich beisammen saßen und uns Schnitzel, Kärntner Nudeln und Kaiserschmarrn gönnten!




Und dabei waren wir uns alle einig - toller Lauf, wir sehen uns 2017 wieder hier. (Dass ich sowieso dafür bin, ist ja klar: denn neben zwei Kaiserschmarrn ist auch noch eine komplette Sachertorte für mich abgefallen!).

Jetzt muss ich mich aber erst einmal ausruhen. Ihr wollt noch etwas über mein Treffen mit Pauline erfahren? Da muss ich Euch enttäuschen, ein Gentlebär wie ich genießt und schweigt ...

Bis bald Euer Iwan




Donnerstag, 3. März 2016

Update Saisonplanung 2016

Hallo Leute,

Herrchen ist stocksauer auf mich. Dabei habe ich nur Frauchens Saisonplanung komplettiert. Und halt auch gleich Anreise / Hotels gebucht. Nun ja, da Herrchen nicht gern fliegt, ist der Konflikt vorprogrammiert. Aber mir hatte es in Valencia so gut gefallen, dass ich wieder hin will - ist doch toll, im November nochmal Wärme und Sonne tanken! O.k. ich gebe ja zu, ich bin ziemlich frustriert vom Wetter der letzten Tage. Konnte ich doch nicht ahnen, dass der Winter meine Herausforderung von letzter Woche annimmt und - statt zu gehen - volle Kanne zurückschlägt! Alles weiß gewesen Montag abend und Dienstag .... das muss ich wirklich nicht haben. Aber ich komme ins Schwätzen, zurück zur Saisonplanung:

24.1. Halbmarathon in Miami - erledigt, neue PB
30.4. 15 km Trailrun beim Innsbruck Alpine Trail Festival
6.8. 15 km beim Pitz Alpine Glacier Trail
20.8. 5 km beim Womens Run in Frankfurt
4.9. Achenseelauf
11.9. Isarlauf Lenggries
18.9. Tegernseelauf Halbmarathon
22.10. Trailrunning Festival in Salzburg, ca. 7 km
20.11. 10 km in Valencia

@laufwelt sehen wir in Salzburg, @Tyrolean_Runner in  Innsbruck und am Achensee. Wen treffen wir noch so?

Übrigens, falls Ihr Euch über die lange Pause zwischen Ende April und Anfang August wundert - erstens sind wir da mit der Organisation vom

3.6. Tiergartenlauf in Nürnberg

beschäftigt, und zweitens steht danach Urlaub an. Bzw. ein paar Wochenenden in den Bergen bzw. bei Freunden, wo Frauchen einfach nur so zum Spaß läuft ...

So, nun muss ich wieder abtauchen, Herrchen ist gerade nach Hause gekommen. Und - siehe oben - bei dem bin ich derzeit nicht gut angeschrieben ....

Bis bald Euer Iwan