Hallo Leute,
zum fünften Mal stand nun schon der 10 km-Lauf in Valencia an - der "kleine Bruder" des parallel stattfindenden Marathons. Nochmal Gelegenheit für Frauchen, Wärme und Sonne zu schnappen. Außerdem ist es - eigentlich, zumindest für die Weltelite - ein sehr schneller Kurs, mit extrem guter Stimmung auch neben der Laufstrecke. Mindestens fünf verschiedene Trommlergruppen, Livemusik, DJs, viele anfeuernde Zuschauer ... ganz einfach ein Lauf, auf den wir uns immer sehr freuen.
Korrekt muss ich nun sagen: gefreut haben. Denn die Ausgabe 2019 war auch die letzte, der 10 km-Lauf wird trotz des großen Zuspruchs eingestellt. Die Veranstalter wollen mehr Läufer über die Marathondistanz an den Start lassen, die 7.500 Starter auf den 10 km "blockieren" ja eine komplette Fahrbahn beim Start. Sehr schade, ich weiß auch nicht, ob das die richtige Entscheidung ist? Aber ich bin ja auch nur ein kleiner Bär ....
Die ersten drei Male war ich auch dabei - 2015, 2016 und 2017. Aber nachdem der Termin 2018 auf das erste Dezemberwochenende umgezogen ist, weigerte sich Herrchen mitzufliegen. Er hat lieber Christkindlesmarkt hier. Das heißt dann aber für mich, niemand bringt mich zum Zieleinlauf, ich kann nicht aufspringen und mitfinishen (ich hasse es ja, hier immer auf Menschen angewiesen zu sein!). Also habe ich auch auf den Flug in der engen Tasche verzichtet - Frauchen ist ja geizig und kauft mir keinen eigenen Sitzplatz. Denn im Hotelzimmer zu hocken, das kann auch mein Assistenztrainer Fozzie.
Ich hatte die Hoffnung, endlich mal eine Zeit Sub 1 Stunde zu sehen. Bis letzten Montag, da legte sich Frauchen ins Bett. Mittwoch / Donnerstag ging es dann wieder. Freitag früh dann Abflug, sie hatte Rücken- und Kopfschmerzen. Und leichtes Halsweh. Der Flieger von Frankfurt nach Valencia wie jedes Mal proppenvoll mit Läufern. In der Reihe vor ihr diskutierten zwei Marathonis fast den ganzen Flug über ihrer km-Marschtabelle und verhandelten 10 Sekunden-Steps. Neben ihr saß eine Marathonstarterin aus Belgien ... Schade nur, dass die Lufthansa auf dieser Strecke seit diesem Jahr eine sehr abgeschrabbte Maschine der Sun Express einsetzt - Sardinen in der Büchse haben mehr Platz, durchgesessene Sitze ... Nach der Landung raus, ab ins Taxi und zum Hotel. Dann - in Anbetracht der Wolken - erstmal in die Wissenschaftsstadt, die Startunterlagen inklusive des wie jedes Jahr sagenhaften Goodiebags abgeholt und über die Expo geschlendert.
Kopfweh wurde nicht besser, dafür aber das Wetter. Sonne, 23 Grad. Also doch ein langsamer Trainingstrab im Turiapark. Danach schrieen zwar Rücken und Kopf, aber der Psyche tat es gut.
Samstag morgen aufgewacht, und sich gut gefühlt. Alle Malaisen weg. Also wieder in kurz/kurz gewandet und um 9 Uhr pünktlich zum Start des 5 km-Breakfast Run erschienen. Vom Hotelzimmer aus konnte man sogar den Startbogen (rot) sehen:
15 Grad, super Stimmung. Um Frauchen herum eine Riesengruppe Italiener, dazu Schweden, Engländer, Spanier ... alle bestens gelaunt, man schnatterte nach links und rechts. Frauchen dachte kurz: warum kann es nicht immer so sein, so sieht ein Europa der vielen Nationen aus!
Der Breakfast Run verläuft ohne Zeitmessung 5 km wieder durch den Turiapark, eine prima Einstimmung auf das sonntägliche Rennen. Zwischendurch kam die Trainingsgruppe um den späteren Marathonsieger, Kinde Atanaw Alayew, entgegen, da konnte man mal Laufen zelebriert sehen. Gazellen gegen Frauchens (naja, Elefant wäre gemein, aber das trifft es) Trampeltier.
Danach genoss Frauchen einfach den wunderschönen Fast-Sommertag bei 26 Grad. Sie war im Zoo (unbedingter Tipp, wenn Ihr mal in Valencia seid) und am Meer.
Sorgenfalten brachte ihr nur ein Problem auf die Stirn: dieses Jahr hatte sie einen früheren Rückflug, bereits 12:40 Uhr statt wie sonst 14:45 Uhr - die Swiss wollte nämlich glatt 200 Euro mehr für die Strecke, und das war uns Geizkragen die 2 Stunden längerer Aufenthalt nicht wert. Frauchen wusste zwar, es ist schwierig, am Marathontag ein Taxi aufzutreiben, aber nicht unmöglich. Was sie nicht bedacht hatte: die Straßensperrungen bis 13 Uhr. Und das Hotel genau mittendrin. Ideal für die Läufe, aber nicht zum Wegkommen. Die Dame an der Rezeption lachte nur trocken und meinte "vielleicht mit der Metro". Also nach Fahrplänen geguckt. Jede Stunde, laut Aushangfahrplan. 10 Uhr würde sie nicht schaffen, 11 Uhr plus dann Fahrtzeit 30 min. könnte sich bei Unpünktlichkeit sehr negativ auf die Gepäckaufgabe auswirken ... naja, erstmal war Samstag Abend, das obligatorische Caprese und Tris Ravioli in Salbeibutter-Fassen fand statt. Und Frauchen legte sich beruhigt schlafen ...
...um am Sonntag Morgen mit Halsschmerzen, Schnupfen, Rückenschmerzen aufzuwachen. Verflixt und zugenäht! Und jetzt kommt etwas, was ich als Coach wohl verhindert hätte, aber Fozzie war nicht streng genug. Frauchen ist gestartet. Sie sagte sich, das allerletzte Mal Gänsehautfeeling beim Start, durch den hohen gelben Bogen und über die Brücke, an den futuristischen Gebäuden vorbei - und wenn sie sehr in sich hineinhorchte, dann würde es wohl gehen:
Für die Statistikfreunde unter Euch: 7.500 Anmeldungen, 6.090 Finisher. Wie immer wenig Deutsche. Super Stimmung am Start, und das erste Mal in all den Jahren, dass es kein Rempeln, Hauen und Stechen auf den ersten Kilometern gab. Frauchen war, wie sicher viele, sehr bewegt beim Gedanken "das letzte Mal". Denn viele werden oder können wohl nicht auf die Marathondistanz umschwenken ....
Die ersten 5 km verliefen ganz gut, zwar wieder nur mit einer 31er-Zeit, aber die Gesundheit hielt. Um bei km 6 massivst einzubrechen. Frauchen dachte sogar kurz an Aufgabe. Aber sie hätte eh zurück zum Zielbereich gemusst, da dort das Hotel war. Tempo rausgenommen und jaulend all die überholen lassen müssen, die sie vorher überholt hatte. Stimmung wie immer prächtig an der Strecke. Gespannt war sie, ob der angekündigte Weltrekord von Joshua Cheptegei erreicht wurde - aber leider wurde das auf der Strecke nicht durchgesagt. Später erfuhr sie: yes, sie war in einem Weltrekordrennen mitgelaufen, 26:38 min. hatte er gebraucht, sie nur unwesentlich länger: netto 1:03,03 min, wieder nichts mit einer Sub 1 Stunde. Aber sie hat noch einmal den Zieleinlauf über Wasser genießen können, das gibt es nirgendwo anders.
Im Classement wurde sie 4.259, und 86. in ihrer Altersklasse. Hauptsache, sie war ins Ziel gekommen und nicht umgefallen! Schnell Medaille geschnappt und den Finisher-Goodie-Bag. Ab ins Hotel und packen.
Mit ratterndem Koffer im Schlepptau zu Metro gewetzt, 1,3 km über nicht allzu glattes Pflaster (wer spanisches Trottoir kennt, weiß, was ich meine - lauter kleine kantige Steinchen). Um dann an der Metro festzustellen: fährt doch alle 20 min. Aufatmen. Leider nur sprichwörtlich, denn die Erkältung hat sich festgesetzt ... Unvernunft, Dein Name ist Frauchen.
Und jetzt sitzen wir wieder hier, im grauen und kalten Nürnberg. Und ich überlege ernsthaft, Frauchen für den Marathon anzumelden - so toll ist das Laufwochenende in Valencia immer!
Bis bald Euer Iwan
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Montag, 2. Dezember 2019
Montag, 10. Dezember 2018
Saisonplanung 2019
Hallo Leute,
ich bin empört! Ab-so-lut empört! Hat Frauchen doch glatt mich und meinen wöchentlichen Post gestern vergessen. Und dann hat sie erst nach circa zwei Stunden gemerkt, dass ich sauer bin, ihr den Rücken zukehre und nicht mit ihr rede ... ohne Worte.
Nun gut, sie hatte auch viel um die Ohren die letzten Tage. Nein, keine Weihnachtsfeiern. Nur ein klitzekleines Nikolausessen, sonst waren es aber familiäre Verpflichtungen und der Anmeldestart für den Tiergartenlauf Nürnberg (da ist sie ja Mit-Veranstalter). Innerhalb von 8 Minuten (!) waren dieses Mal alle 600 Startplätze für den 24. Mai 2019 vergeben, neuer Rekord.
Dieses Datum ist dann ein Fixum, um das herum sich unsere Frühjahrsaktivitäten gruppieren. Denn ab zwei Wochen vorher und bis zwei Wochen nachher müssen wir hier vor Ort sein, da ist kein Kurztrip zu irgendeiner Laufveranstaltung drin. So fällt leider auch 2019 wieder der Women Trail Run, ein sehr schönes 3-Tage-Event in Zell am See, für uns aus.
Angemeldet sind wir derzeit für:
Und fürs Frühjahr überlegen wir noch, ob wieder mal Gebirgstälerlauf in Oberstdorf, oder Innsbruck Alpine Trail Festival. Wobei es dort erfahrungsgemäß wettertechnisch immer ein Jahr schön, ein Jahr mies ist ... und 2018 war es schön ... und nein, ich bin nicht abergläubisch!
Schauen wir mal, was mir noch so unter die Tatzen kommt zum Anmelden! Und Ihr so? Was habt Ihr schon fest geplant vor?
Bis bald Euer Iwan
ich bin empört! Ab-so-lut empört! Hat Frauchen doch glatt mich und meinen wöchentlichen Post gestern vergessen. Und dann hat sie erst nach circa zwei Stunden gemerkt, dass ich sauer bin, ihr den Rücken zukehre und nicht mit ihr rede ... ohne Worte.
Nun gut, sie hatte auch viel um die Ohren die letzten Tage. Nein, keine Weihnachtsfeiern. Nur ein klitzekleines Nikolausessen, sonst waren es aber familiäre Verpflichtungen und der Anmeldestart für den Tiergartenlauf Nürnberg (da ist sie ja Mit-Veranstalter). Innerhalb von 8 Minuten (!) waren dieses Mal alle 600 Startplätze für den 24. Mai 2019 vergeben, neuer Rekord.
Dieses Datum ist dann ein Fixum, um das herum sich unsere Frühjahrsaktivitäten gruppieren. Denn ab zwei Wochen vorher und bis zwei Wochen nachher müssen wir hier vor Ort sein, da ist kein Kurztrip zu irgendeiner Laufveranstaltung drin. So fällt leider auch 2019 wieder der Women Trail Run, ein sehr schönes 3-Tage-Event in Zell am See, für uns aus.
Angemeldet sind wir derzeit für:
- Womens Run Frankfurt (5 km), 10.8.
- Karwendelmarsch (52 km), 31.8.
- Palma Halbmarathon, 13.10.
- Salzburg Trailrunning Festival Ende Oktober
- Valencia (10 km), 1.12.
Und fürs Frühjahr überlegen wir noch, ob wieder mal Gebirgstälerlauf in Oberstdorf, oder Innsbruck Alpine Trail Festival. Wobei es dort erfahrungsgemäß wettertechnisch immer ein Jahr schön, ein Jahr mies ist ... und 2018 war es schön ... und nein, ich bin nicht abergläubisch!
Schauen wir mal, was mir noch so unter die Tatzen kommt zum Anmelden! Und Ihr so? Was habt Ihr schon fest geplant vor?
Bis bald Euer Iwan
Montag, 3. Dezember 2018
Und wieder einmal ... Valencia
ich bin hin und her gerissen. Frauchen war dieses Jahr das erste Mal allein in Valencia zum 10 km-Lauf, Herrchen und ich wollten lieber die Adventsatmosphäre hier in Deutschland genießen. (Und ich besonders das Öffnen des Adventskalenders, gestern war ein Gutschein für eine Packung weiße Dominosteine drin, jammjamm!)
Ich habe also Fozzie als Vertretung (Aufpasser und Vertretungscoach) mitgeschickt. Außerdem hatte ich sowieso keine großen Hoffnungen, weil Frauchen ja nun seit 4 Wochen einen kaputten rechten Fuß hat. Wäre ich mal besser mitgefahren ...
Also: kurze Hosen und Shirt-Wetter. Frauchen und Fozzie haben übereinstimmend berichtet, dass man sie ins Flugzeug zurück fast schieben musste ...
Perfekte Organisation - die Abholung der Startunterlagen hat am Freitag Nachmittag genau 3 Minuten gedauert. Und sowohl der Starterbeutel als auch der Finisherbeutel waren wieder sehr reich bestückt.
Frauchen ließ sich ohne meinen mahnenden Einfluss ("Brauchst Du das wirklich?") auf der Marathonmesse auch noch zum Kauf eines - ich zitiere - "schnuffigen" Laufshirt hinreißen:
Der Fuß hielt. Zwar mit Schmerzen, die aber jeden Tag weniger wurden. Vielleicht hatte sie das auch der "Wärmecreme", die im Starterbeutel zu finden war, zu verdanken? Und nein, Frauchen schluckt keine Schmerzmittel. Nie nicht. Entweder der Schmerz ist noch aushaltbar oder nicht, betäubt wird er jedenfalls nicht.
Freitag nach Ankunft im Hotel also schnell umziehen und dann ein langsamer Trab durch den Turia-Park.
Samstag besagter Breakfast Run - 5 km in erstaunlich schnellen 29:51 min. Der Wettkampf begann dann aber erst nach der Ziellinie: es gab belegte Brötchen (Bocadillos), süße Teilchen, Mandarinen, Kakis, Wasser und Isogetränke sowie Radler. Das war Nahkampf vom Feinsten ...
Sonntag dann 8:30 Uhr der Startschuss für den Marathon (neuer Streckenrekord, sehr schneller Kurs) und den 10 km-Lauf. Frauchen startete verhalten, die ersten 5 km sind sowieso mehr Durchschlängeln und dieses Mal achtsam sein, dass man nicht umknickt. Und ja, der Start auf den zwei Fahrspuren über die große Brücke ist auch beim vierten Mal wieder Gänsehautfeeling. Die 5 km-Marke passierte Frauchen in 31:55, also auch dieses Jahr keine Zeit unter 1:00:00 in Sicht. Nachdem der Fuß aber hielt, legte sie einen negativen Split hin und erreichte in 1:01:42 das Ziel. Nachdem ja niemand dabei war, um mich zum Aufspringen anzureichen, musste sie dieses Mal allein finishen.
Mit dieser Zeit wurde sie 5.333 von 8.500 Startern, und immerhin 76. in ihrer Altersklasse,
Ansonsten genossen die beiden 2,5 sonnige Tage am Meer, in der Altstadt, bei Tapas und Pinchos (nein, ich bin nicht neidisch, ich bin nicht neidisch ...).
Etwas bizarr sei nur die üppige Weihnachtsdeko überall gewesen, plus Musikuntermalung mit "Let it snow", "Drivin´ home for christmas", "White christmas" usw.
Fazit: Zuerst hatten wir uns über den neuen Termin Anfang Dezember geärgert. Aber hätte der Lauf wie üblich Mitte November stattgefunden, wäre er im Dauerregen weggeschwemmt worden. So war es wieder ein Spätsommerwochenende, mit perfekter Organisation, schneller Laufstrecke, toller Anfeuerung an der Strecke und einem spektakulären Zieleinlauf.
Nun widme ich mich besagten Dominosteinen.
Bis bald Euer Iwan
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Bäriges Laufjahr 2017
Hallo Leute,
ich schiebe schon Panik, wann ich endlich aufs Jahr zurückblicken kann ... meine Tippse war nicht verfügbar. Ich hinke ja schon allen TV-Jahres-Rückblicken hinterher, Zeit wird´s! Also starten wir nun den Blick auf ein ganz besonderes Laufjahr.
Januar
2017 startete mit einer saftigen Virusinfektion, um nach ein paar Tagen Pause mit der nächsten ordentlichen Infektion zuzuschlagen. Die sich unter anderem auch in Nicht-schlafen-können bemerkbar machte. Was soll ich sagen? So eine durchgemachte Nacht vor dem Fernseher brachte uns zwei Erkenntnisse: erstens - selbst mit über 200 TV-Sendern kommt nachts um 3 Uhr nichts
Vernünftiges und zweitens - aus dem Alter, Nächte durchzumachen und das zu genießen, sind Frauchen und ich definitiv raus! Ende des Monats flog Frauchen dann mit Fozzie (Unverschämtheit!) für 9 Tage nach Mallorca, Wandern und Trainingslager. Ich war heilfroh, zu hören, dass nicht die ganze Kondition flöten war. 4 lange Läufe, teils mit Trailanteil, zwar langsam, aber immerhin.
Februar
Denn hier stand schon das erste Saisonhighlight an: der Halbmarathon in Barcelona. Während unsere Menschen fachsimpelten, teilten @PaulineLaufbaer und ich einen Wein, hüstel. Sonntag blieb es glücklicherweise trocken, aber düster und nicht so warm wie erhofft. Kurze Hosen waren trotzdem drin, und die Zeit auch ganz akzeptabel. Für die Vorgeschichte jedenfalls. Die Strecke war ehrlich gesagt a bisserl langweilig, da hatten wir uns mehr versprochen ...
März
Kurz entschlossen hatte ich Frauchen für den Halbmarathon in Alcudia angemeldet. Ein Super-Sonnen-Wärme-Wochenende belohnte mich für meine Entscheidung. Frauchen kannte die erste Hälfte der Strecke bestens, sind ja ihre Trainingsstrecken im Mallorcaurlaub. Dann kam, was ich hoffte, nie wieder zu erleben ... ab km 10 war Frauchen Letzte des Feldes. Bis ins Ziel. Mit weitem Abstand. Gut, es war ein kleiner Lauf mit unter 200 Teilnehmern. Und o.k., es ging ganz schön auf und ab ... Ich war erst entsetzt. Dann versöhnt, als ich merkte: besser Letzte als Vorletzte. Denn Frauchen wurde von einem immer größer werdenden Pulk aus Begleitfahrzeugen (Streckenposten zu Rad und Motorrad, Ambulanz) begleitet. So einen Zieleinlauf hatten wir noch nie - unvergleichlich!
1 Woche später war sie schon wieder auf der Insel, dieses Mal mit Fozzie. Beim 10 km-Lauf im Hafen von Palma. Noch leicht schwere Beine, aber gewohnt schöne Strecke.
April
Unser Monat der Absagen: Air Berlin machte uns mit Flugzeitverschiebungen einen Strich durch den Hamburg Marathon. Für den alternativ gemeldeten Weiltalmarathon war Glatteis vorhergesagt, also auch ausfallen lassen. Das für zwei Erkenntnisse: erstens - Holland ist beileibe nicht flach, wie die Trainingsläufe in Zandvoort bewiesen.
Zweitens - Runden drehen kann Spaß machen, wenn es für einen guten Zweck ist, wie die 18 km in Seligenporten.
Ansonsten wurde es nun langsam ernst mit der Vorbereitung auf den Karwendelmarsch. Ich hatte es mir so gedacht: statt maximal 2,5 Stunden-Läufe sollten es in der Spitze schon 3,5 Stunden werden, kupiertes Gelände, viele Berg- und Downhill-Spurts, Gewöhnung an Salztabletten und Powershots während des Laufes, Gewöhnung an Laufen-mit-Rucksack. Aber ich bin ja mit Frauchen Kummer gewöhnt ....
Mai
Es ging weiter mit den Absagen. Wings für Life-Run in München - nicht am Start gewesen. Dafür schöne Trainingstage am Achensee, aber halt nicht lange genug die Läufe, und nix Rucksack. "Sie würde schon noch rechtzeitig damit anfangen" bekam ich zu hören.
Ich schimpfte. Die Trainingsläufe wurden länger, die Ausreden kreativer.
Juni
Und schon war die zweite Auflage des Tiergartenlaufs gekommen. Von wegen, alles geht beim zweiten Mal leichter. Die Shirts kamen wieder auf den letzten Drücker, das Wetter spieltemit viel zu viel Schwüle mit, die Hektik war groß ... ein Lauf als Organisator pro Jahr - so ganz nebenbei neben Beruf und genau in der Woche in der Notaufnahme gelandeter Oma reicht.
Dafür wurden neue Laufreviere erkundet, weil Oma ja im Krankenhaus besucht werden musste - da kann man dann direkt im Schwarzachtal toll laufen. Oder die Wanderwege 8 und 8a rund um Altdorf, nach dem sonntäglichen Staubsaugen in Omas Haus. Viel Natur, viel auf und ab, die 2-Stunden-Grenze war schon lange geknackt und inzwischen Standard. Nur der Rucksack - "ist doch noch genug Zeit, ich fange in Lenggries damit an".
Wo wir unsere übliche Woche mit Wandern und Laufen verlebten. Der Rucksack - als "Trailrucksack für Läufer" gekauft - lag anklagend auf dem Tisch in der Pension. Und blieb jeden Tag genau dort liegen, da konnte ich schimpfen was ich wollte. Ein Highlight des Urlaubs war übrigens mein erster Gipfel (naja, gut, ich bin hochgetragen worden)!
Juli
Mir riss nun der Geduldsfaden. Frauchen war immer noch kein einziges Mal mit Rucksack gelaufen. Aber es ist doch ein Unterschied, ob man hier im Reichswald knapp 3 Stunden läuft, die Wasserflasche in der Hand hält und die Salztabletten in der Hosentasche ... oder ob man ca. 10 bis 11 Stunden durch die Berge wetzt. Aber als Coach ist man ja auch Psychologe: wenn sie den Rucksack verweigert, hilft nix. Musste ein anderer her. Also nochmal Geld ausgegeben (Frauchens, nicht meines) und einen Camelback im Internet geordert. Und siehe da - damit hat sie dann zumindest ein paar Trainingsläufe absolviert.
August
Jetzt fingen wir beide an, Panik zu entwickeln.
Vorher gerade mal 23 km am Stück gelaufen, nun sollten es 52 werden. Strecke zwar gut bekannt, das kann aber auch psychisch nach hinten losgehen (wenn man genau weiß, wie übel und lang der letzte Anstieg werden wird ...). Hatten wir genug trainiert? Das Richtige? Vorher noch eine Marschtabelle durchgerechnet und ausgedruckt mit den Durchgangszeiten. Wie wird das Wetter? Und wie wird es ab km 25 für Frauchen gehen? Wann kommt der Mann mit dem Hammer? Schiere Panik, die ich aber - ganz verantwortungsbewusster Coach - nicht zeigen wollte, je näher der Renntag kam. Und dann: bestes Laufwetter (für Frauchen, vielen war es zu heiß), sie trabte, wanderte, lief, sprang die Berge hoch und runter ohne Probleme, überholte nach den ersten 20 km eifrig, lag weit vor der Marschtabelle, und der Mann mit dem Hammer kam erst bei km 50.
Fazit: 3 abgefallene Zehennägel, 2 kaputte Trailrunschuhsohlen, Mordsgaudi gehabt, wahrscheinlich 2019 wieder. Denn die 30 Sekunden, die Frauchen zu einer Zeit unter 9 Stunden fehlten, wurmen uns immer noch.
September
Nach dem Karwendelmarsch kam ... das große Loch. Keine Motivation, kein Zug mehr. Und mieses Wetter, also trat Frauchen weder beim Isarlauf noch beim Tegernseelauf an. 8 Grad und Regen - von uns aus im Winter, aber doch nicht im Spätsommer! Geht gar nicht. So langsam kam dann aber wieder die Lauflust. Im Urlaub auf Mallorca, wo sie wieder mit Fozzie hinfuhren. Hatte ich schon mal meiner Entrüstung Ausdruck verliehen, dass ich zu Hause bleiben musste?
Hier zeigte sich aber, was das ganze Training der letzten Monate wert war. Ein langer Lauf, über den Hafen von Port d´Alcudia nach Aucanada, Trailpfad am Strand entlang, dann hoch Richtung Coll Baix, über Bon Aire zurück nach Port d´Alcudia, ca. 20 km, ca. 250 HM, teils sehr steiniges und holpriges Geläuf, aber wunderschöne Landschaft - Ende Januar 2:21, nun 2:05 Stunden.
Oktober
Unser alljährlicher Fixpunkt, Trailrunfestival in Salzburg. Für mich - Treffen mit Pauline, für Frauchen Panoramatrail, für uns alle Kaiserschmarrn. Und das von mir verordnete Treppentraining hat sich wieder ausgezahlt. Auf Mallorca mindestens zweimal täglich in den 8. Stock hochlaufen. Bringt immense Fitnessvorteile auf der Clemens-Holzmeister-Stiege bei km 1!
Dann waren sie noch in Nizza, Laufen bei Sonne und 20 Grad. Während ich hier Sturm und Regen abbekam. Nein, ich bin nicht neidisch auf Fozzie, ich doch nicht!
November
Nun durfte ich gnädigerweise auch wieder mit. Ja, wenn es halt ohne den Coach nicht geht ... der 10 km-Lauf in Valencia stand an. Sonne, über 20 Grad, viel Spaß beim Lauf gehabt. Und ich habe ihr eine Zeit unter 1 Stunde vermasselt, weil das Aufspringen zum Finishen dieses Mal nicht so gut geklappt hat. P.S. Ich habe Frauchen schon wieder für 2018 angemeldet ...
Dezember
Gleich am 1. waren wir geflasht. Anmeldestart für den Tiergartenlauf 2018. Die erste Ausgabe war nach 23 Tagen ausverkauft. Die zweite nach 7 Stunden. Jetzt hatten sie um 100 Startplätze aufgestockt. Und Frauchen schaltete pünktlich um 9 Uhr die Anmeldung frei. Danach tippelte sie wie Speedy Gonzales auf Twitter usw., beantwortete Mails und aktualisierte die Eventsite. denn nach unglaublichen 24 Minuten (!) waren alle Startplätze weg. Stundenlang noch allen Enttäuschten, die per Mail noch ihr Glück versuchten, geantwortet, dann ging es nach Hamburg.
Selbst laufen, beim Xmas Run auf St. Pauli. Kurz: Nass, kalt, super Stimmung. 5 km rennende Nikoläuse.
Jetzt steht "nur noch" der 10 km-Silvesterlauf auf dem Programm. Hoffentlich, in den letzten beiden Jahren hat jeweils ein Infekt den Start verhindert. Aber den hatte Frauchen schon letzte Woche, also hoffen wir das Beste.
Nächste Woche gebe ich dann noch unsere Saisonplanung 2018 bekannt - vielleicht sehen wir uns ja bei dem einen oder anderen Lauf? Ich würde mich freuen!
Bis dahin - keep on running - frohe Weihnachten!
Euer Iwan
ich schiebe schon Panik, wann ich endlich aufs Jahr zurückblicken kann ... meine Tippse war nicht verfügbar. Ich hinke ja schon allen TV-Jahres-Rückblicken hinterher, Zeit wird´s! Also starten wir nun den Blick auf ein ganz besonderes Laufjahr.
Januar
Vernünftiges und zweitens - aus dem Alter, Nächte durchzumachen und das zu genießen, sind Frauchen und ich definitiv raus! Ende des Monats flog Frauchen dann mit Fozzie (Unverschämtheit!) für 9 Tage nach Mallorca, Wandern und Trainingslager. Ich war heilfroh, zu hören, dass nicht die ganze Kondition flöten war. 4 lange Läufe, teils mit Trailanteil, zwar langsam, aber immerhin.
Februar
März
Kurz entschlossen hatte ich Frauchen für den Halbmarathon in Alcudia angemeldet. Ein Super-Sonnen-Wärme-Wochenende belohnte mich für meine Entscheidung. Frauchen kannte die erste Hälfte der Strecke bestens, sind ja ihre Trainingsstrecken im Mallorcaurlaub. Dann kam, was ich hoffte, nie wieder zu erleben ... ab km 10 war Frauchen Letzte des Feldes. Bis ins Ziel. Mit weitem Abstand. Gut, es war ein kleiner Lauf mit unter 200 Teilnehmern. Und o.k., es ging ganz schön auf und ab ... Ich war erst entsetzt. Dann versöhnt, als ich merkte: besser Letzte als Vorletzte. Denn Frauchen wurde von einem immer größer werdenden Pulk aus Begleitfahrzeugen (Streckenposten zu Rad und Motorrad, Ambulanz) begleitet. So einen Zieleinlauf hatten wir noch nie - unvergleichlich!
1 Woche später war sie schon wieder auf der Insel, dieses Mal mit Fozzie. Beim 10 km-Lauf im Hafen von Palma. Noch leicht schwere Beine, aber gewohnt schöne Strecke.
April
Unser Monat der Absagen: Air Berlin machte uns mit Flugzeitverschiebungen einen Strich durch den Hamburg Marathon. Für den alternativ gemeldeten Weiltalmarathon war Glatteis vorhergesagt, also auch ausfallen lassen. Das für zwei Erkenntnisse: erstens - Holland ist beileibe nicht flach, wie die Trainingsläufe in Zandvoort bewiesen.
Zweitens - Runden drehen kann Spaß machen, wenn es für einen guten Zweck ist, wie die 18 km in Seligenporten.
Ansonsten wurde es nun langsam ernst mit der Vorbereitung auf den Karwendelmarsch. Ich hatte es mir so gedacht: statt maximal 2,5 Stunden-Läufe sollten es in der Spitze schon 3,5 Stunden werden, kupiertes Gelände, viele Berg- und Downhill-Spurts, Gewöhnung an Salztabletten und Powershots während des Laufes, Gewöhnung an Laufen-mit-Rucksack. Aber ich bin ja mit Frauchen Kummer gewöhnt ....
Mai
Es ging weiter mit den Absagen. Wings für Life-Run in München - nicht am Start gewesen. Dafür schöne Trainingstage am Achensee, aber halt nicht lange genug die Läufe, und nix Rucksack. "Sie würde schon noch rechtzeitig damit anfangen" bekam ich zu hören.
Ich schimpfte. Die Trainingsläufe wurden länger, die Ausreden kreativer.
Juni
Und schon war die zweite Auflage des Tiergartenlaufs gekommen. Von wegen, alles geht beim zweiten Mal leichter. Die Shirts kamen wieder auf den letzten Drücker, das Wetter spieltemit viel zu viel Schwüle mit, die Hektik war groß ... ein Lauf als Organisator pro Jahr - so ganz nebenbei neben Beruf und genau in der Woche in der Notaufnahme gelandeter Oma reicht.
Dafür wurden neue Laufreviere erkundet, weil Oma ja im Krankenhaus besucht werden musste - da kann man dann direkt im Schwarzachtal toll laufen. Oder die Wanderwege 8 und 8a rund um Altdorf, nach dem sonntäglichen Staubsaugen in Omas Haus. Viel Natur, viel auf und ab, die 2-Stunden-Grenze war schon lange geknackt und inzwischen Standard. Nur der Rucksack - "ist doch noch genug Zeit, ich fange in Lenggries damit an".
Juli
Mir riss nun der Geduldsfaden. Frauchen war immer noch kein einziges Mal mit Rucksack gelaufen. Aber es ist doch ein Unterschied, ob man hier im Reichswald knapp 3 Stunden läuft, die Wasserflasche in der Hand hält und die Salztabletten in der Hosentasche ... oder ob man ca. 10 bis 11 Stunden durch die Berge wetzt. Aber als Coach ist man ja auch Psychologe: wenn sie den Rucksack verweigert, hilft nix. Musste ein anderer her. Also nochmal Geld ausgegeben (Frauchens, nicht meines) und einen Camelback im Internet geordert. Und siehe da - damit hat sie dann zumindest ein paar Trainingsläufe absolviert.
August
Jetzt fingen wir beide an, Panik zu entwickeln.
Fazit: 3 abgefallene Zehennägel, 2 kaputte Trailrunschuhsohlen, Mordsgaudi gehabt, wahrscheinlich 2019 wieder. Denn die 30 Sekunden, die Frauchen zu einer Zeit unter 9 Stunden fehlten, wurmen uns immer noch.
September
Nach dem Karwendelmarsch kam ... das große Loch. Keine Motivation, kein Zug mehr. Und mieses Wetter, also trat Frauchen weder beim Isarlauf noch beim Tegernseelauf an. 8 Grad und Regen - von uns aus im Winter, aber doch nicht im Spätsommer! Geht gar nicht. So langsam kam dann aber wieder die Lauflust. Im Urlaub auf Mallorca, wo sie wieder mit Fozzie hinfuhren. Hatte ich schon mal meiner Entrüstung Ausdruck verliehen, dass ich zu Hause bleiben musste?
Hier zeigte sich aber, was das ganze Training der letzten Monate wert war. Ein langer Lauf, über den Hafen von Port d´Alcudia nach Aucanada, Trailpfad am Strand entlang, dann hoch Richtung Coll Baix, über Bon Aire zurück nach Port d´Alcudia, ca. 20 km, ca. 250 HM, teils sehr steiniges und holpriges Geläuf, aber wunderschöne Landschaft - Ende Januar 2:21, nun 2:05 Stunden.
Oktober
Dann waren sie noch in Nizza, Laufen bei Sonne und 20 Grad. Während ich hier Sturm und Regen abbekam. Nein, ich bin nicht neidisch auf Fozzie, ich doch nicht!
November
Nun durfte ich gnädigerweise auch wieder mit. Ja, wenn es halt ohne den Coach nicht geht ... der 10 km-Lauf in Valencia stand an. Sonne, über 20 Grad, viel Spaß beim Lauf gehabt. Und ich habe ihr eine Zeit unter 1 Stunde vermasselt, weil das Aufspringen zum Finishen dieses Mal nicht so gut geklappt hat. P.S. Ich habe Frauchen schon wieder für 2018 angemeldet ...
Dezember
Gleich am 1. waren wir geflasht. Anmeldestart für den Tiergartenlauf 2018. Die erste Ausgabe war nach 23 Tagen ausverkauft. Die zweite nach 7 Stunden. Jetzt hatten sie um 100 Startplätze aufgestockt. Und Frauchen schaltete pünktlich um 9 Uhr die Anmeldung frei. Danach tippelte sie wie Speedy Gonzales auf Twitter usw., beantwortete Mails und aktualisierte die Eventsite. denn nach unglaublichen 24 Minuten (!) waren alle Startplätze weg. Stundenlang noch allen Enttäuschten, die per Mail noch ihr Glück versuchten, geantwortet, dann ging es nach Hamburg.
Selbst laufen, beim Xmas Run auf St. Pauli. Kurz: Nass, kalt, super Stimmung. 5 km rennende Nikoläuse.
Jetzt steht "nur noch" der 10 km-Silvesterlauf auf dem Programm. Hoffentlich, in den letzten beiden Jahren hat jeweils ein Infekt den Start verhindert. Aber den hatte Frauchen schon letzte Woche, also hoffen wir das Beste.
Nächste Woche gebe ich dann noch unsere Saisonplanung 2018 bekannt - vielleicht sehen wir uns ja bei dem einen oder anderen Lauf? Ich würde mich freuen!
Bis dahin - keep on running - frohe Weihnachten!
Euer Iwan
Donnerstag, 23. November 2017
Valencia: Blauer Zieleinlauf
Hallo Leute,
Ihr wisst ja - wenn Mitte November ansteht, verkrümeln wir uns gern noch einmal für ein Wochenende nach Valencia. Diese spanische Stadt gefällt sowohl meinen Menschen als auch mir sehr gut ... letzten Freitag sind wir deswegen gern (hüstel) um 4 Uhr aufgestanden, um über Frankfurt nach Valencia zu fliegen. Und auf dem Teilstück Nürnberg - Frankfurt hatte ich sogar einen eigenen Sitzplatz!
Nach Ankunft hat Frauchen ihren eigenen Rekord gebrochen: 12:05 Uhr gelandet, 12:30 Uhr Koffer gehabt, 13:03 Uhr eingecheckt und Zimmer betreten, 13:15 Uhr ab auf die Laufstrecke. Frauchen läuft sehr gern im ehemaligen Bachbett des Turia, das inzwischen ein wunderschöner Park ist, mit einem Weg nur für Läufer:
Dann ging es wieder in die Ciudad des las Artes y Sciencias - diese futuristischen Gebäude sind schon etwas ganz Besonderes!
Startnummer holen, Shirt einkassieren, Chip prüfen lassen, Startersackerl nehmen ... das alles hat zusammen rund 6 Minuten gedauert. Und dann ging es schon ab an den Strand. Nur um Euch mal neidisch zu machen - während in Deutschland die Farbe Grau und Regen dominierte, hatten wir 3 Tage mit ab-so-lut wolkenlosem Himmel, tagsüber bis zu 22 Grad.
Abends noch lecker gespeist (ich muss ja darauf achten, dass Frauchen vor einem Lauf ordentlich Carboloading betreibt ... und als Coach muss ich alles vorkosten, nicht dass sie was Schlechtes isst ...). Samstag war dann (eigentlich) wenig Anstrengendes angesagt. Dachte ich, und blieb im Hotel, um den wieder sehr zahlreich bestückten Starterbeutel genauer zu untersuchen. Böser Fehler. Meine Menschen marschierten insgesamt 16 km, erst in die Altstadt, dann am Meer entlang.
Abends dann die schon obligatorischen Salbei-Ravioli bei unserem Lieblingsitaliener ... an vielen anderen Tischen saßen auch Läufer. Was auffiel: für den 10 km-Lauf waren 8.500 Läufer gemeldet, davon nur rund 1.000 nicht aus Spanien. Und wenig Deutsche. Beim Marathon sind von den 17.500 Startern rund ein Viertel Nicht-Spanier, darunter sehr viele Deutsche. Und ich kann nur sagen: der Lauf lohnt sich wirklich, nicht nur vom Preis-Leistungsverhältnis (18 Euro).
Sonntag dann frühes Aufstehen, Frühstück gab es schon ab 5 Uhr. Wir waren aber erst um 7 Uhr unten, dann fertig machen,und gegen 7:45 Uhr auf zum Start - Frauchen jedenfalls. Bibbernd. Denn es hatte nur 10 Grad, die Sonne ging gerade erst auf. Und frau trug doch kurze Hosen! Herrchen und ich gingen nochmal schön ins warme Zimmer, um Frauchen dann bei km 1,5 zu erwarten. Sie erzählte hinterher, allein der Start über die Brücke, 3 Stockwerke hoher Startbogen, auf einer Fahrbahn die Marathonis, auf der anderen die 10 km-Läufer, links und rechts die futuristischen Gebäude wäre sehr emotional. Zur Strecke: seit letztem Jahr erst mit kleinem Umweg auf der einen Seite des Turia-Parks hoch, dann über eine historische Brücke und ab in die Altstadt. Nach km 8 wieder entlang des Turiaparks und die letzten 800 Meter direkt durch die Wissenschaftsstadt, mit Zieleinlauf über Wasser auf einem extra gelegten Steg mit blauem Teppich. Unvergleichlich!
Auch die Stimmung ist bombastisch, so etwas haben wir bei keinem anderen Laufevent bisher erlebt. Spätestens alle 250 Meter eine neue Band, Trommlergruppe, Indianer, Gorillas, ein sehr bekannter DJ - dazwischen anfeuernde Zuschauer. Jetzt wundert Ihr Euch sicher, warum ich so lange herumlabere ... nun ja. Hüstel. Ähem. Ich bin schuld, dass Frauchen ihr Zeitziel "unter 1 Stunde" verpasst hat. Um 8 Sekunden. Da es auf den ersten zwei Kilometern noch voll und eng ist, kann man da nicht Wettkampftempo laufen. Für den ersten km brauchte Frauchen rund 7 min! Das holte sie aber sukzessive auf, und lag bei km 9 auf einer Zeit knapp unter 1 Stunde ... (ja, ich weiß, für viele Leser ist das Schneckentempo - für uns nicht!). Und ich wollte wieder aufspringen, um mitzufinishen. Gute Tradition halt.
Das Problem: Herrchen hat nur einen Platz in der zweiten Zuschauerreihe ergattern können. Also musste Frauchen 500 Meter vor dem Ziel abbremsen, mich grapschen, dem irritierten Herrn in der ersten Reihe erklären, warum sie über seinen Kopf greift, und wieder anrennen. Tja, das waren eben die 8 Sekunden. Sie ist letztendlich mit 1:00:08 4.863 von 8.500 geworden, 139. in ihrer Altersklasse.
Dann durch den Zielkorridor, Medaille holen, dazu gab es Flaschen mit Wasser, Powerade, Beutel mit Mandarinen, Bananen ... für die Marathonis später dann noch Radler ... schwer bepackt suchten wir Herrchen. Dann schnell ins Hotel, duschen, auschecken, die letzten Stunden am Meer verbringen.
Und beim Rückflug nochmal den Zieleinlauf von oben betrachtet ... jederzeit gerne wieder!
Nächster Lauf: der Xmas Run auf St. Pauli. Da ist es sicher nichts mit kurzen Hosen und warmen Temperaturen. Egal, wir werden das Beste daraus machen!
Bis bald Euer Iwan
Ihr wisst ja - wenn Mitte November ansteht, verkrümeln wir uns gern noch einmal für ein Wochenende nach Valencia. Diese spanische Stadt gefällt sowohl meinen Menschen als auch mir sehr gut ... letzten Freitag sind wir deswegen gern (hüstel) um 4 Uhr aufgestanden, um über Frankfurt nach Valencia zu fliegen. Und auf dem Teilstück Nürnberg - Frankfurt hatte ich sogar einen eigenen Sitzplatz!Nach Ankunft hat Frauchen ihren eigenen Rekord gebrochen: 12:05 Uhr gelandet, 12:30 Uhr Koffer gehabt, 13:03 Uhr eingecheckt und Zimmer betreten, 13:15 Uhr ab auf die Laufstrecke. Frauchen läuft sehr gern im ehemaligen Bachbett des Turia, das inzwischen ein wunderschöner Park ist, mit einem Weg nur für Läufer:
Dann ging es wieder in die Ciudad des las Artes y Sciencias - diese futuristischen Gebäude sind schon etwas ganz Besonderes!
Startnummer holen, Shirt einkassieren, Chip prüfen lassen, Startersackerl nehmen ... das alles hat zusammen rund 6 Minuten gedauert. Und dann ging es schon ab an den Strand. Nur um Euch mal neidisch zu machen - während in Deutschland die Farbe Grau und Regen dominierte, hatten wir 3 Tage mit ab-so-lut wolkenlosem Himmel, tagsüber bis zu 22 Grad.
Abends noch lecker gespeist (ich muss ja darauf achten, dass Frauchen vor einem Lauf ordentlich Carboloading betreibt ... und als Coach muss ich alles vorkosten, nicht dass sie was Schlechtes isst ...). Samstag war dann (eigentlich) wenig Anstrengendes angesagt. Dachte ich, und blieb im Hotel, um den wieder sehr zahlreich bestückten Starterbeutel genauer zu untersuchen. Böser Fehler. Meine Menschen marschierten insgesamt 16 km, erst in die Altstadt, dann am Meer entlang.
Abends dann die schon obligatorischen Salbei-Ravioli bei unserem Lieblingsitaliener ... an vielen anderen Tischen saßen auch Läufer. Was auffiel: für den 10 km-Lauf waren 8.500 Läufer gemeldet, davon nur rund 1.000 nicht aus Spanien. Und wenig Deutsche. Beim Marathon sind von den 17.500 Startern rund ein Viertel Nicht-Spanier, darunter sehr viele Deutsche. Und ich kann nur sagen: der Lauf lohnt sich wirklich, nicht nur vom Preis-Leistungsverhältnis (18 Euro).
Sonntag dann frühes Aufstehen, Frühstück gab es schon ab 5 Uhr. Wir waren aber erst um 7 Uhr unten, dann fertig machen,und gegen 7:45 Uhr auf zum Start - Frauchen jedenfalls. Bibbernd. Denn es hatte nur 10 Grad, die Sonne ging gerade erst auf. Und frau trug doch kurze Hosen! Herrchen und ich gingen nochmal schön ins warme Zimmer, um Frauchen dann bei km 1,5 zu erwarten. Sie erzählte hinterher, allein der Start über die Brücke, 3 Stockwerke hoher Startbogen, auf einer Fahrbahn die Marathonis, auf der anderen die 10 km-Läufer, links und rechts die futuristischen Gebäude wäre sehr emotional. Zur Strecke: seit letztem Jahr erst mit kleinem Umweg auf der einen Seite des Turia-Parks hoch, dann über eine historische Brücke und ab in die Altstadt. Nach km 8 wieder entlang des Turiaparks und die letzten 800 Meter direkt durch die Wissenschaftsstadt, mit Zieleinlauf über Wasser auf einem extra gelegten Steg mit blauem Teppich. Unvergleichlich!
Auch die Stimmung ist bombastisch, so etwas haben wir bei keinem anderen Laufevent bisher erlebt. Spätestens alle 250 Meter eine neue Band, Trommlergruppe, Indianer, Gorillas, ein sehr bekannter DJ - dazwischen anfeuernde Zuschauer. Jetzt wundert Ihr Euch sicher, warum ich so lange herumlabere ... nun ja. Hüstel. Ähem. Ich bin schuld, dass Frauchen ihr Zeitziel "unter 1 Stunde" verpasst hat. Um 8 Sekunden. Da es auf den ersten zwei Kilometern noch voll und eng ist, kann man da nicht Wettkampftempo laufen. Für den ersten km brauchte Frauchen rund 7 min! Das holte sie aber sukzessive auf, und lag bei km 9 auf einer Zeit knapp unter 1 Stunde ... (ja, ich weiß, für viele Leser ist das Schneckentempo - für uns nicht!). Und ich wollte wieder aufspringen, um mitzufinishen. Gute Tradition halt.Das Problem: Herrchen hat nur einen Platz in der zweiten Zuschauerreihe ergattern können. Also musste Frauchen 500 Meter vor dem Ziel abbremsen, mich grapschen, dem irritierten Herrn in der ersten Reihe erklären, warum sie über seinen Kopf greift, und wieder anrennen. Tja, das waren eben die 8 Sekunden. Sie ist letztendlich mit 1:00:08 4.863 von 8.500 geworden, 139. in ihrer Altersklasse.
Dann durch den Zielkorridor, Medaille holen, dazu gab es Flaschen mit Wasser, Powerade, Beutel mit Mandarinen, Bananen ... für die Marathonis später dann noch Radler ... schwer bepackt suchten wir Herrchen. Dann schnell ins Hotel, duschen, auschecken, die letzten Stunden am Meer verbringen.
Nächster Lauf: der Xmas Run auf St. Pauli. Da ist es sicher nichts mit kurzen Hosen und warmen Temperaturen. Egal, wir werden das Beste daraus machen!
Bis bald Euer Iwan
Sonntag, 18. Dezember 2016
Das Laufjahr 2016
Hallo Leute,
heute in 2 Wochen haben wir schon 2017. Zeit also für meine bewährten Jahresrückblicke ... fangen wir an mit dem Rückblick auf das Laufjahr 2016. Kurze Zusammenfassung: ich bin ein super Coach! (He, was soll das, dazwischenreden und meinen, dass ich ein zu großes Ego hätte? Was stimmt, stimmt doch! Na gut, Frauchen hatte auch ihren Anteil ....)
Januar:
Zum dritten Mal stand ein Halbmarathon in Florida auf der Agenda. Dieses Jahr hatten wir uns für den Miami HM entschieden. Der größte Anreiz für Frauchen dabei ist - Laufen in der Wärme. Naja, hätte sie auch hier bleiben können. 8 Grad und ein eisiger Wind machten es nicht so ganz einfach, die Überreste eines Wintersturms hatten Miami Ende Januar noch fest im Griff. Lag es daran, oder dass Frauchen sich das erste Mal einem Pacemaker anschloss? Jedenfalls kam eine neue PB für den Halbmarathon heraus! Ich sage ja immer noch, liegt nur am Coach ...
Februar / März:
Nur Trainingsläufe. Nichts Besonderes, ich habe aber einige Trailstrecken angesetzt, denn 2016 wollten wir doch mehr Trailläufe machen.
April:
Der erste davon stand an - ich hatte Frauchen für den "Rookie"-Lauf beim Innsbruck Alpine Trail Festival angemeldet. In der Woche davor schneite es, das Einlaufen fand bei rund Null Grad statt. Dafür dann aber am Renntag knappe 16 km bei herrlichem Wetter, Blick auf die schneebedeckten Gipfel rund um Innsbruck und mit einem haarsträubenden (oder sagt man da oberschenkelzerfetzenden?) Downhill. 400 Höhenmeter im quasi freien Fall, das hat Frauchen doch noch einige Tage sehr gespürt. Aber sie kam gut ins Ziel und hatte "Blut geleckt".
Mai:
Ein ganz spezieller Wettkampf, nämlich ein virtueller 5 km-Lauf. Laufen für die Manatees - jeder misst selbst seine Zeit. Und die Startgebühr geht alles komplett an eine Organisation in Florida, die sich für den Schutz der Seekühe einsetzt.
Juni:
Am 3. Juni hatte Frauchen Premiere - den ersten Lauf, den sie mit veranstaltet hat. Den Tiergartenlauf in Nürnberg - so hatte sie über ein Jahr das Vergnügen, mal aus der Organisator-Perspektive zu sehen, was so alles an einer Laufveranstaltung dran hängt. Und kurz nach der überaus erfolgreichen Premiere begannen die Vorbereitungen für den nächsten Tiergartenlauf, 2017. Und dass sie fast alles richtig gemacht haben, zeigt die Anmeldezeit - die Hauptläufe für Juni 2017 waren innerhalb von 7 Stunden (!) ausverkauft!
Ansonsten hatten wir wieder unsere Trainingswoche in Lenggries, mit vielen schönen langen Läufen ... und dadurch viel Platz für Kaiserschmarrn ....
Juli:
Viel Traning .... denn Anfang August sollte es wieder in die Berge gehen.
August:
Der Pitz Alpine stand auf dem Programm. Zwar wieder "nur" die Einsteigerstrecke mit rund 16 km, aber immerhin 850 Höhenmetern. Hat viel Spaß gemacht, in der Seilbahn über alle Läufer hinweg hoch zu gondeln und Frauchen oben für den Fotostopp abzufangen. Und ich habe noch nie erlebt, dass Frauchen mitsamt ihren Trailschuhen unter die Dusche geht ... hier war es aber nötig. Und weil das Wetter und damit der Ausblick zu wünschen übrig ließ, habe ich uns gleich mal für 2017 angemeldet - dann aber für die 26 km-Strecke.
Den absoluten Kontrast hatten wir dann beim Womens Run in Frankfurt. Wettertechnisch nicht, es war auch trüb und regnete teilweise. Nein, die Distanz (5 km), die Höhenmeter (0,50) und das Teilnehmerfeld (2.500 Frauen). Aber für Frauchen sprang eine neue PB über 5 km heraus - was will ein Bären-Super-Coach mehr?
September:
Das Saison-Highlight stand an - der Achenseelauf. Bestens trainiert, und dann kriegt Frauchen eine Erkältung. Es lief trotzdem ganz gut, ich klatschte in Achenkirch (gefühlte Hälfte der Distanz) ab und war beim Blick auf die Uhr begeistert - das könnte endlich mal eine Zeit unter 2:45 Stunden werden. Kurz vor dem Ziel gewartet und gewartet ... die Sekunden tickten ... da war Frauchen endlich, ich habe mit ihr gefinisht. Eine neue Streckenbestzeit für uns, aber leider doch wieder die "5" davor, 2:50 Stunden ... d.h. wir müssen 2018 wieder ran. 2017 haben wir was ganz anderes vor, nämlich den Karwendelmarsch. Und der liegt mit seinen 52 km eine Woche vor dem Achenseelauf, beides kriegen wir nicht hin.
Eine Woche später waren wir schon wieder in den Bergen - beim Isarlauf über 10 km von Lenggries nach Bad Tölz. Frauchen wollte ihre 10 km-Bestzeit angreifen. Und wieder war es superwarm, also genau das Richtige. Und was soll ich sagen - geschafft!
Oktober:
Nach einem ausführlichen Urlaub auf Mallorca, bei dem Herrchen und ich immer unterschiedlicher Meinung sind, was Frauchen machen soll (Herrchen: am Strand liegen und chillen, oder maximal wandern; ich: gefälligst Laufkilometer sammeln und möglichst viele Treppen steigen), stand dann wieder das Salzburg Trailrunning Festival an. Ich bin da zwar immer etwas abgelenkt, weil ich dort Pauline Laufbär und ihre Menschen treffe, aber zum Anfeuern für Frauchen hat es gereicht. Und nach dem ersten Kilometer ist sie mir auch immer sehr denkbar, dass ich sie auf Mallorca stockwerksweise Treppen steigen lasse ... da geht es nämlich von der Altstadt über die Holzmeisterstiege viele Stufen nach oben. Tja, und auch hier zeigte mein strenges Trainingsregiment Wirkung: Frauchen verbesserte sich auf den 7,x km um knapp 5 min. gegenüber 2015!
November:
Und noch ein Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es ging zum zweiten Mal nach Valencia, zum 10 km Lauf. Mit Sonne und rund 20 Grad ist das Ende November nicht zu verachten. Ich habe mich auch ein bißchen am Meer gesonnt. Leider war dieses Mal keine neue PB drin, aber das wäre ja auch ein bißchen viel verlangt gewesen ...
Dezember:
Nun steht noch der Silvesterlauf hier in Nürnberg an, und dann muss ich Frauchen schon wieder auf den nächsten Halbmarathon vorbereiten. 2017 ist leider aus beruflichen Gründen kein Floridatrip möglich, aber wir starten beim HM in Barcelona Mitte Februar.
Insgesamt kann ich also mit dem Laufjahr 2016 sehr zufrieden sein: neue PBs über 5 km, 10 km, Halbmarathon und den Achenseelauf (23,2 km), erste Bergtrailerfahrungen gemacht, der Coach hat fast immer mitgefinisht
.... so kann es 2017 weitergehen.
Wie war denn Euer Läuferjahr?
Bis bald Euer Iwan
heute in 2 Wochen haben wir schon 2017. Zeit also für meine bewährten Jahresrückblicke ... fangen wir an mit dem Rückblick auf das Laufjahr 2016. Kurze Zusammenfassung: ich bin ein super Coach! (He, was soll das, dazwischenreden und meinen, dass ich ein zu großes Ego hätte? Was stimmt, stimmt doch! Na gut, Frauchen hatte auch ihren Anteil ....)
Januar:
Zum dritten Mal stand ein Halbmarathon in Florida auf der Agenda. Dieses Jahr hatten wir uns für den Miami HM entschieden. Der größte Anreiz für Frauchen dabei ist - Laufen in der Wärme. Naja, hätte sie auch hier bleiben können. 8 Grad und ein eisiger Wind machten es nicht so ganz einfach, die Überreste eines Wintersturms hatten Miami Ende Januar noch fest im Griff. Lag es daran, oder dass Frauchen sich das erste Mal einem Pacemaker anschloss? Jedenfalls kam eine neue PB für den Halbmarathon heraus! Ich sage ja immer noch, liegt nur am Coach ...
Februar / März:
Nur Trainingsläufe. Nichts Besonderes, ich habe aber einige Trailstrecken angesetzt, denn 2016 wollten wir doch mehr Trailläufe machen.
April:
Der erste davon stand an - ich hatte Frauchen für den "Rookie"-Lauf beim Innsbruck Alpine Trail Festival angemeldet. In der Woche davor schneite es, das Einlaufen fand bei rund Null Grad statt. Dafür dann aber am Renntag knappe 16 km bei herrlichem Wetter, Blick auf die schneebedeckten Gipfel rund um Innsbruck und mit einem haarsträubenden (oder sagt man da oberschenkelzerfetzenden?) Downhill. 400 Höhenmeter im quasi freien Fall, das hat Frauchen doch noch einige Tage sehr gespürt. Aber sie kam gut ins Ziel und hatte "Blut geleckt".
Mai:
Ein ganz spezieller Wettkampf, nämlich ein virtueller 5 km-Lauf. Laufen für die Manatees - jeder misst selbst seine Zeit. Und die Startgebühr geht alles komplett an eine Organisation in Florida, die sich für den Schutz der Seekühe einsetzt.
Juni:
Am 3. Juni hatte Frauchen Premiere - den ersten Lauf, den sie mit veranstaltet hat. Den Tiergartenlauf in Nürnberg - so hatte sie über ein Jahr das Vergnügen, mal aus der Organisator-Perspektive zu sehen, was so alles an einer Laufveranstaltung dran hängt. Und kurz nach der überaus erfolgreichen Premiere begannen die Vorbereitungen für den nächsten Tiergartenlauf, 2017. Und dass sie fast alles richtig gemacht haben, zeigt die Anmeldezeit - die Hauptläufe für Juni 2017 waren innerhalb von 7 Stunden (!) ausverkauft!
Ansonsten hatten wir wieder unsere Trainingswoche in Lenggries, mit vielen schönen langen Läufen ... und dadurch viel Platz für Kaiserschmarrn ....
Juli:
Viel Traning .... denn Anfang August sollte es wieder in die Berge gehen.
August:
Den absoluten Kontrast hatten wir dann beim Womens Run in Frankfurt. Wettertechnisch nicht, es war auch trüb und regnete teilweise. Nein, die Distanz (5 km), die Höhenmeter (0,50) und das Teilnehmerfeld (2.500 Frauen). Aber für Frauchen sprang eine neue PB über 5 km heraus - was will ein Bären-Super-Coach mehr?
September:
Das Saison-Highlight stand an - der Achenseelauf. Bestens trainiert, und dann kriegt Frauchen eine Erkältung. Es lief trotzdem ganz gut, ich klatschte in Achenkirch (gefühlte Hälfte der Distanz) ab und war beim Blick auf die Uhr begeistert - das könnte endlich mal eine Zeit unter 2:45 Stunden werden. Kurz vor dem Ziel gewartet und gewartet ... die Sekunden tickten ... da war Frauchen endlich, ich habe mit ihr gefinisht. Eine neue Streckenbestzeit für uns, aber leider doch wieder die "5" davor, 2:50 Stunden ... d.h. wir müssen 2018 wieder ran. 2017 haben wir was ganz anderes vor, nämlich den Karwendelmarsch. Und der liegt mit seinen 52 km eine Woche vor dem Achenseelauf, beides kriegen wir nicht hin.
Eine Woche später waren wir schon wieder in den Bergen - beim Isarlauf über 10 km von Lenggries nach Bad Tölz. Frauchen wollte ihre 10 km-Bestzeit angreifen. Und wieder war es superwarm, also genau das Richtige. Und was soll ich sagen - geschafft!
Oktober:
Nach einem ausführlichen Urlaub auf Mallorca, bei dem Herrchen und ich immer unterschiedlicher Meinung sind, was Frauchen machen soll (Herrchen: am Strand liegen und chillen, oder maximal wandern; ich: gefälligst Laufkilometer sammeln und möglichst viele Treppen steigen), stand dann wieder das Salzburg Trailrunning Festival an. Ich bin da zwar immer etwas abgelenkt, weil ich dort Pauline Laufbär und ihre Menschen treffe, aber zum Anfeuern für Frauchen hat es gereicht. Und nach dem ersten Kilometer ist sie mir auch immer sehr denkbar, dass ich sie auf Mallorca stockwerksweise Treppen steigen lasse ... da geht es nämlich von der Altstadt über die Holzmeisterstiege viele Stufen nach oben. Tja, und auch hier zeigte mein strenges Trainingsregiment Wirkung: Frauchen verbesserte sich auf den 7,x km um knapp 5 min. gegenüber 2015!
November:
Und noch ein Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es ging zum zweiten Mal nach Valencia, zum 10 km Lauf. Mit Sonne und rund 20 Grad ist das Ende November nicht zu verachten. Ich habe mich auch ein bißchen am Meer gesonnt. Leider war dieses Mal keine neue PB drin, aber das wäre ja auch ein bißchen viel verlangt gewesen ...
Dezember:
Nun steht noch der Silvesterlauf hier in Nürnberg an, und dann muss ich Frauchen schon wieder auf den nächsten Halbmarathon vorbereiten. 2017 ist leider aus beruflichen Gründen kein Floridatrip möglich, aber wir starten beim HM in Barcelona Mitte Februar.
Insgesamt kann ich also mit dem Laufjahr 2016 sehr zufrieden sein: neue PBs über 5 km, 10 km, Halbmarathon und den Achenseelauf (23,2 km), erste Bergtrailerfahrungen gemacht, der Coach hat fast immer mitgefinisht
.... so kann es 2017 weitergehen.
Wie war denn Euer Läuferjahr?
Bis bald Euer Iwan
Dienstag, 22. November 2016
Animo! 10 km Lauf in Valencia
Hallo Leute,
letzten Freitag hieß es 4:30 Uhr aufstehen. Denn unser Zubringerflug nach Frankfurt ging schon kurz nach 6 Uhr. Vorher war tageslanges Zittern angesagt, ob die Lufthansa-Piloten genau an diesem Freitag streiken würden ... glücklicherweise nicht! In Frankfurt leider über 2 1/2 Stunden Aufenthalt, bis wir endlich in den Flieger nach Valencia durften. Und Herrchen bestand doch glatt darauf, dass er den zweiten Sitzplatz, noch dazu am Fenster, einnehmen dürfe! So musste ich in meiner Reisetasche bleiben. Neben Frauchen saß ein auf den ersten Blick ebenfalls als Läufer erkennbarer Herr. Wie sich herausstellte, ein Schwabe aus der Nähe von Stuttgart, mit seiner gesamten Laufgruppe. Sie wollten den Marathon laufen, und er meinte so ganz despektierlich "ach, Sie laufen nur die 10 km?" Endgültig verdorben hatte er es sich aber mit uns, als er nach Diskussion mit seinen anderen Laufgruppenteilnehmern und im Wissen, dass wir schon 2015 in Valencia gestartet waren, fragte: " Ist denn die Organisation wenigstens ähnlich gut wie in Deutschland? Bekommt man seine Startnummer einfach oder ist das chaotisch?" Frauchen kennt die großen deutschen Läufe nur vom Hörensagen, vor allem das Geschimpfe über lange Warteschlangen bei der Ausgabe, lange Wege usw. In Valencia war es - wieder - alles bestens ausgeschildert, nah beieinander, Wartezeit maximal 1 Minute. Nun ja, es leben die Vorurteile.
Putzig war, als die Stewardess (selbst Läuferin) in den Abschlussworten allen Startern für Sonntag viel Glück wünschte - und das halbe Flugzeug klatschte! Fast nur Läufer an Bord ...
Dann hieß es wieder lange auf den Koffer warten, schnell mit dem Taxi reinfahren (unser Fahrer war eine Kreuzung aus Verstappen und Hamilton, falls Ihr versteht ... so fahrstiltechnisch gesehen), ins NH Hotel einchecken, umziehen und wieder raus. Zeit von Landung bis in-Laufschuhen-auf-der-Straße-stehen: 1:15 Stunde. Wir hatten schon gesehen: die Sonne schien, die Thermometer zeigten 25 Grad. Aber so ganz glauben konnte Frauchen es nicht, also zwei Lagen Shirt angezogen. Um nach ca. 5 Metern das eine Shirt auszuziehen. Gefühlt ein Sommerlauf. Valencia liegt ja um ein trockengelegtes Flußbett, Turia, herum. Ein Eldorado für Läufer, alles perfekt mit extra Laufstrecke auf 9 km Länge angelegt.
Danach ging es zur Startnummerabholung in die futuristischen Gebäude der Ciudad de las Artes y Sciencias. Bei der Startnummernabholung versuchte uns das nette Mädchen in sehr lustigem Englisch etwas zu erklären. Um dann erleichtert auf Spanisch fortzufahren, dass man seine Nummer (bzw. den integrierten Chip) nochmal über so ein Registriergerät laufen lassen müsse. Kannte Frauchen ja schon aus den USA. Dann noch schnell den Starterbeutel mit Shirt abgeholt. Und hier muss ich ein ganz großes Lob an den Veranstalter aussprechen. Für 28 Euro gab es:
ein gut sitzendes Funktionsshirt, ein Stirnband, 3 Knabbersachen, zwei Müsliriegel, Zahnpasta (wozu auch immer), Fußcreme, Magnesiumpulver, eine Tüte Minzbonbons, eine Dose Radler, Koffeintabletten (die nicht auf der Dopingliste stehen, wie extra erwähnt wurde), plus nach dem Zieldurchlauf eine Finishermedaille, eine Flasche Powerade, eine Flasche Pfirischsaft, weitere zwei Knabbersachen, ein Netz mit Mandarinen, eine Flasche Wasser.
Unsere Beute schleppend gingen wir noch durch die Expo. Viele Veranstalter anderer Läufe warben um Aufmerksamkeit. Einem deutlich als Deutscher erkennbaren Vertreter des Hamburg Marathons konnten wir mit den Worten "sind schon angemeldet" (was auch stimmt) ein "Brav so" entlocken. Übrigens, für den Marathon waren rund 17.500 angemeldet, für den 10 km-Lauf 8.500. Davon die Mehrzahl Spanier, Deutsche sind dort sehr wenig vertreten - Frauchen war eine von 56 Angemeldeten. Danach sind wir noch ans Meer gelaufen und haben dort den Abend in einem schönen Lokal ausklingen lassen.
Samstag habe ich dann so lange gequengelt, bis Frauchen mich mitgenommen hat. Es ging in die historische Altstadt von Valencia. Zuerst die Torres des Sermans - sollten bei km 4,2 des Rennens passiert werden. Dann zur Placa de la Reina mit der Kathedrale - km 6. Also musste ich als Coach mir doch das alles angucken! Was mich total begeistert hat: viele Orangenbäume mit Früchten dran als Straßenbäume.
Zum Mittag sind wir mit dem öffentlichen Nahverkehr (sehr gut, und auch recht preiswert) wieder an den Stadtstrand gefahren, Frauchen sollte sich ja schonen. Abends dann Pasta fassen beim Italiener.

Sonntag, die Startzeit war auf 8:30 Uhr vorlegt worden gegenüber letztem Jahr - und es war deutlich kühler geworden. Nur noch 15 Grad, dazu sehr kalter und böiger Wind. Also gar nichts für Frauchen. Unser Hotel dieses Jahr war leider nicht mehr nur 4 Meter vom Startbereich entfernt, sondern 1,5 km. Lauter frierende Läufer strömten Richtung Start. Das Hinlaufen hatte den Vorteil, dass Frauchen erstens recht gelockert dort ankam, und zweitens nicht so lange rumstand. Wieder war sehr viel bewaffnete Security zu sehen, auch der Polizeihubschrauber kreiste sehr niedrig. Bei unserem erwarteten Zeitziel wird Frauchen immer in den letzten Startblock einsortiert. Hat den Vorteil, dass sie wenig überholt wird, selbst aber gut überholen kann und sich dabei Motivation holt. Herrchen und ich warteten bei km 1,2, nah unserem Hotel, aber haben Frauchen leider nicht gesehen. Bei der Masse der Starter ist es auch schwierig - zuerst geht es über eine große Brücke, das ist schon ein Gänsehautgefühl, sagt Frauchen. Dieses Jahr gab es auch einen neuen Kurs, nicht Richtung Meer, sondern viel zur und durch die Altstadt. Also mehr zum Gucken, aber auch viele Ecken und Kurven drin. Was wieder nicht schön war: das Hauen und Stechen. Man muss echt Nahkampferfahrung haben, um gut durchzukommen. Denn bedingt durch die vielen Starter ist es sehr voll, man muss sich auf den ersten 5 km mehr durchschlängeln als geradeaus laufen zu können - und viele versuchen ihr Recht auf Platz wirlich mit Anrempeln zu verteidigen. Einmal kam eine Läuferin (!) von hinten und haute Frauchen zweimal gegen die Schulter, Frauchen konnte sich ja nun auch nicht in Luft auflösen, dann reichte es ihr und sie fuhr auch die Ellbogen aus.
Was bei diesem Lauf super ist: egal, ob km 0,5 oder 9,7 - überall stehen Zuschauer und feuern an (beliebter Ausruf ist das "Animo!"), alle paar hundert Meter steht eine Samba-Band, oder es kommt Musikbeschallung - die Stimmung ist unvergleichlich.
Getoppt wird das alles dann durch den Zieleinlauf auf dem "blauen Steg" über Wasser. Ich stand wieder ein paar hundert Meter vor dem Ziel mit Herrchen, bereit, um zum Finish aufzuspringen. Klappte auch tadellos, und dieses Jahr haben wir uns nicht wieder vor den Fotografen wegboxen lassen.Mein Finisherfoto muss ich dann nachreichen, bestellt ist es ....
Die Zeit war leider knapp über 1 Stunde, 1:00:24, zwar schneller als letztes Jahr, aber bestzeitengeeignet ist dieser Lauf aufgrund des Gedränges nicht. Die Wertung erfolgt dann anhand der Bruttozeit, Frauchen ist 5.494 von 7.833 ins Ziel Gekommenen.
Danach noch ein kurzer Abstecher ans Meer, dann hieß es schon wieder Abschied nehmen von Valencia. Der Rückflug ging über Zürich. Sehr schön der Blick auf die schneebedeckten Alpen:
Da hatte ich dann noch mein Schockerlebnis. Meine Menschen hatten Hunger und Durst, und wollten sich eine belegte Semmel und eine Cola light kaufen. Semmel: 11,50 Schweizer Fränkli, Halbliterflasche Cola light 5 Fränkli (gleich 5,70 Euro). Nicht im Restaurant, sondern im Laden. Worauf wir beschlossen haben, doch nicht hungrig und durstig zu sein ...
Mir hat Valencia wieder sehr gut gefallen, ein Spätsommerwochenende im November ist sowieso immer gut und der Lauf ist sehr zu empfehlen. Ich hoffe, das hat auch die schwäbische Laufgruppe gemerkt!
Bis bald Euer Iwan
letzten Freitag hieß es 4:30 Uhr aufstehen. Denn unser Zubringerflug nach Frankfurt ging schon kurz nach 6 Uhr. Vorher war tageslanges Zittern angesagt, ob die Lufthansa-Piloten genau an diesem Freitag streiken würden ... glücklicherweise nicht! In Frankfurt leider über 2 1/2 Stunden Aufenthalt, bis wir endlich in den Flieger nach Valencia durften. Und Herrchen bestand doch glatt darauf, dass er den zweiten Sitzplatz, noch dazu am Fenster, einnehmen dürfe! So musste ich in meiner Reisetasche bleiben. Neben Frauchen saß ein auf den ersten Blick ebenfalls als Läufer erkennbarer Herr. Wie sich herausstellte, ein Schwabe aus der Nähe von Stuttgart, mit seiner gesamten Laufgruppe. Sie wollten den Marathon laufen, und er meinte so ganz despektierlich "ach, Sie laufen nur die 10 km?" Endgültig verdorben hatte er es sich aber mit uns, als er nach Diskussion mit seinen anderen Laufgruppenteilnehmern und im Wissen, dass wir schon 2015 in Valencia gestartet waren, fragte: " Ist denn die Organisation wenigstens ähnlich gut wie in Deutschland? Bekommt man seine Startnummer einfach oder ist das chaotisch?" Frauchen kennt die großen deutschen Läufe nur vom Hörensagen, vor allem das Geschimpfe über lange Warteschlangen bei der Ausgabe, lange Wege usw. In Valencia war es - wieder - alles bestens ausgeschildert, nah beieinander, Wartezeit maximal 1 Minute. Nun ja, es leben die Vorurteile.
Putzig war, als die Stewardess (selbst Läuferin) in den Abschlussworten allen Startern für Sonntag viel Glück wünschte - und das halbe Flugzeug klatschte! Fast nur Läufer an Bord ...
Dann hieß es wieder lange auf den Koffer warten, schnell mit dem Taxi reinfahren (unser Fahrer war eine Kreuzung aus Verstappen und Hamilton, falls Ihr versteht ... so fahrstiltechnisch gesehen), ins NH Hotel einchecken, umziehen und wieder raus. Zeit von Landung bis in-Laufschuhen-auf-der-Straße-stehen: 1:15 Stunde. Wir hatten schon gesehen: die Sonne schien, die Thermometer zeigten 25 Grad. Aber so ganz glauben konnte Frauchen es nicht, also zwei Lagen Shirt angezogen. Um nach ca. 5 Metern das eine Shirt auszuziehen. Gefühlt ein Sommerlauf. Valencia liegt ja um ein trockengelegtes Flußbett, Turia, herum. Ein Eldorado für Läufer, alles perfekt mit extra Laufstrecke auf 9 km Länge angelegt.
Danach ging es zur Startnummerabholung in die futuristischen Gebäude der Ciudad de las Artes y Sciencias. Bei der Startnummernabholung versuchte uns das nette Mädchen in sehr lustigem Englisch etwas zu erklären. Um dann erleichtert auf Spanisch fortzufahren, dass man seine Nummer (bzw. den integrierten Chip) nochmal über so ein Registriergerät laufen lassen müsse. Kannte Frauchen ja schon aus den USA. Dann noch schnell den Starterbeutel mit Shirt abgeholt. Und hier muss ich ein ganz großes Lob an den Veranstalter aussprechen. Für 28 Euro gab es:
ein gut sitzendes Funktionsshirt, ein Stirnband, 3 Knabbersachen, zwei Müsliriegel, Zahnpasta (wozu auch immer), Fußcreme, Magnesiumpulver, eine Tüte Minzbonbons, eine Dose Radler, Koffeintabletten (die nicht auf der Dopingliste stehen, wie extra erwähnt wurde), plus nach dem Zieldurchlauf eine Finishermedaille, eine Flasche Powerade, eine Flasche Pfirischsaft, weitere zwei Knabbersachen, ein Netz mit Mandarinen, eine Flasche Wasser.
Unsere Beute schleppend gingen wir noch durch die Expo. Viele Veranstalter anderer Läufe warben um Aufmerksamkeit. Einem deutlich als Deutscher erkennbaren Vertreter des Hamburg Marathons konnten wir mit den Worten "sind schon angemeldet" (was auch stimmt) ein "Brav so" entlocken. Übrigens, für den Marathon waren rund 17.500 angemeldet, für den 10 km-Lauf 8.500. Davon die Mehrzahl Spanier, Deutsche sind dort sehr wenig vertreten - Frauchen war eine von 56 Angemeldeten. Danach sind wir noch ans Meer gelaufen und haben dort den Abend in einem schönen Lokal ausklingen lassen.
Samstag habe ich dann so lange gequengelt, bis Frauchen mich mitgenommen hat. Es ging in die historische Altstadt von Valencia. Zuerst die Torres des Sermans - sollten bei km 4,2 des Rennens passiert werden. Dann zur Placa de la Reina mit der Kathedrale - km 6. Also musste ich als Coach mir doch das alles angucken! Was mich total begeistert hat: viele Orangenbäume mit Früchten dran als Straßenbäume.
Zum Mittag sind wir mit dem öffentlichen Nahverkehr (sehr gut, und auch recht preiswert) wieder an den Stadtstrand gefahren, Frauchen sollte sich ja schonen. Abends dann Pasta fassen beim Italiener.
Sonntag, die Startzeit war auf 8:30 Uhr vorlegt worden gegenüber letztem Jahr - und es war deutlich kühler geworden. Nur noch 15 Grad, dazu sehr kalter und böiger Wind. Also gar nichts für Frauchen. Unser Hotel dieses Jahr war leider nicht mehr nur 4 Meter vom Startbereich entfernt, sondern 1,5 km. Lauter frierende Läufer strömten Richtung Start. Das Hinlaufen hatte den Vorteil, dass Frauchen erstens recht gelockert dort ankam, und zweitens nicht so lange rumstand. Wieder war sehr viel bewaffnete Security zu sehen, auch der Polizeihubschrauber kreiste sehr niedrig. Bei unserem erwarteten Zeitziel wird Frauchen immer in den letzten Startblock einsortiert. Hat den Vorteil, dass sie wenig überholt wird, selbst aber gut überholen kann und sich dabei Motivation holt. Herrchen und ich warteten bei km 1,2, nah unserem Hotel, aber haben Frauchen leider nicht gesehen. Bei der Masse der Starter ist es auch schwierig - zuerst geht es über eine große Brücke, das ist schon ein Gänsehautgefühl, sagt Frauchen. Dieses Jahr gab es auch einen neuen Kurs, nicht Richtung Meer, sondern viel zur und durch die Altstadt. Also mehr zum Gucken, aber auch viele Ecken und Kurven drin. Was wieder nicht schön war: das Hauen und Stechen. Man muss echt Nahkampferfahrung haben, um gut durchzukommen. Denn bedingt durch die vielen Starter ist es sehr voll, man muss sich auf den ersten 5 km mehr durchschlängeln als geradeaus laufen zu können - und viele versuchen ihr Recht auf Platz wirlich mit Anrempeln zu verteidigen. Einmal kam eine Läuferin (!) von hinten und haute Frauchen zweimal gegen die Schulter, Frauchen konnte sich ja nun auch nicht in Luft auflösen, dann reichte es ihr und sie fuhr auch die Ellbogen aus.
Was bei diesem Lauf super ist: egal, ob km 0,5 oder 9,7 - überall stehen Zuschauer und feuern an (beliebter Ausruf ist das "Animo!"), alle paar hundert Meter steht eine Samba-Band, oder es kommt Musikbeschallung - die Stimmung ist unvergleichlich.
Getoppt wird das alles dann durch den Zieleinlauf auf dem "blauen Steg" über Wasser. Ich stand wieder ein paar hundert Meter vor dem Ziel mit Herrchen, bereit, um zum Finish aufzuspringen. Klappte auch tadellos, und dieses Jahr haben wir uns nicht wieder vor den Fotografen wegboxen lassen.Mein Finisherfoto muss ich dann nachreichen, bestellt ist es ....
Die Zeit war leider knapp über 1 Stunde, 1:00:24, zwar schneller als letztes Jahr, aber bestzeitengeeignet ist dieser Lauf aufgrund des Gedränges nicht. Die Wertung erfolgt dann anhand der Bruttozeit, Frauchen ist 5.494 von 7.833 ins Ziel Gekommenen.
Danach noch ein kurzer Abstecher ans Meer, dann hieß es schon wieder Abschied nehmen von Valencia. Der Rückflug ging über Zürich. Sehr schön der Blick auf die schneebedeckten Alpen:
Da hatte ich dann noch mein Schockerlebnis. Meine Menschen hatten Hunger und Durst, und wollten sich eine belegte Semmel und eine Cola light kaufen. Semmel: 11,50 Schweizer Fränkli, Halbliterflasche Cola light 5 Fränkli (gleich 5,70 Euro). Nicht im Restaurant, sondern im Laden. Worauf wir beschlossen haben, doch nicht hungrig und durstig zu sein ...
Mir hat Valencia wieder sehr gut gefallen, ein Spätsommerwochenende im November ist sowieso immer gut und der Lauf ist sehr zu empfehlen. Ich hoffe, das hat auch die schwäbische Laufgruppe gemerkt!
Bis bald Euer Iwan
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