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Dienstag, 28. Juli 2020

Die 5 wichtigsten Läufe in unserem Leben

Hallo Leute,

morgen steht Frauchens Geburtstag an. Und damit auch meiner. Irgendwie ist so ein Tag ein Anlass, um zurückzuschauen, das Erlebte Revue passieren zu lassen, zu überlegen: was war gut, was war schlecht? Wobei (Achtung, Iwan der Philosoph bricht durch!) - es gibt ja nichts wirklich Schlechtes, es ist alles eine Erfahrung. Außerdem: bär wächst an den Herausforderungen.

Frauchen und ich haben gebrütet. Heraus kamen die 5 wichtigsten Laufwettkämpfe in unserem bisherigen Leben. Los geht´s mit der Nummer 5:

5. Der JP Morgan Chase-Firmenlauf in Frankfurt 2002

Der allererste Laufwettkampf für Frauchen. 5,6 km - vorher war sie immer am Wochenende "joggen" gegangen. Und für diese Distanz braucht man ja nicht groß zu trainieren. Unter 30 min, das sollte locker drin sein.
Dachte sie. Und ging voll ein. Über 35 min., fix und fertig, geschnauft wie ein Ackergaul, der Laufstil war ähnlich.
Aber damit war der Ehrgeiz geweckt. Selbstüberschätzung bringt halt doch manchmal was Gutes. Sie fing an, ernsthaft zu trainieren, und merkte schnell - die längeren Distanzen liegen ihr mehr.

4. Der Gebirgstälerlauf in Oberstdorf 2004

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis. Mein Frauchen meldet sich dann für irre Distanzen an. Sie war ja nun zwei Jahre schon ganz gut gelaufen, auch wieder 5 oder 10 km-Rennen - da überrredete sie eine Freundin, doch mal einen Halbmarathon zu probieren. Von 10 auf 21 km - ist da etwa ein Problem? Und damit es spannender wird, dann doch bitte gleich in den Bergen, mit ordentlich Höhenmetern dazu.
Was soll ich sagen: hat geklappt. Hat Spaß gemacht. Und war der Auftakt für viele viele Halbmarathons.

3. Der Halbmarathon Palma de Mallorca 2008

Der dritte Start dort, nach 2006 und 2007. Ein Desaster. Hotel an der Einfallstraße Schinkenstraße / Ballermann. Kaum geschlafen. Es lief schlecht. Und Frauchen tat sich selbst sehr leid. Kann sie gut. Das Problem: nach ca. 11 km kam man beim damaligen Kurs wieder am Start-/Zielbereich vorbei. Frauchen stieg aus. Das einzige Rennen jemals mit einem DNF.
Und kaum hatte sie Chip abgegeben, und ihre Tasche geholt, bereute sie das Aufgeben. Und hat es bis 2013 bereut - da ist sie nochmal dort gestartet und hat gefinisht. Auf jeden Fall hat sie eines gelernt: entweder gar nicht starten (wenn es schüttet, sie verletzt ist oder sonst etwas ist) oder nach dem Start auch finishen. Aufgegeben werden nur Briefe.

2. Der WomensTrailRun 2014

Da macht man unbedarft bei einem Preisausschreiben mit, und gewinnt einen Startplatz. O.k., da stand Trailrun. Bisher war sie ja schon mehrfach beim Achenseelauf gestartet, dazu den Aletschgletscher Halbmarathon und in Zermatt den HM. Wird schon gehen, sind ja nur 500 Höhenmeter. Was neu für sie war: die musste sie auch wieder runter laufen.
Ihr Fazit nach den 15 km: der anstrengendste Lauf, den sie bis dato mitgemacht hat. Aber auch der schönste, abwechslungsreichste, am meisten Spaß machende. Ihre Geburtsstunde als Trailrunnerin, meine als Trailrunner-Coach.

Wie schon unter 4. erwähnt, ähnelt Frauchen manchmal einem Esel. Die längste bis dato gelaufene Strecke waren die 23,2 km rund um den Achensee. Aber irgendwie biss sich der Karwendelmarsch im Hirn fest. Na gut, 52 km. Und über 2.000 Höhenmeter. Aber man könne ja nach 35 km aussteigen. Und außerdem auch gehen, man müsse ja nicht die ganze Strecke laufen. Und hast du nicht gesehen war sie angemeldet. Geteilter Wahnsinn ist halber Wahnsinn, also rekrutierte sie noch besagte Freundin aus 4. sowie eine inzwischen befreundete Trailrunnerin aus Österreich. Und ich machte mich seufzend schlau, wie man für so etwas trainiert (ganz ehrlich, habe bis heute keine Ahnung - habe einfach einen Marathon-Trainingsplan genommen, viele Steigungen und vor allem Gefälle eingebaut und auf das Beste gehofft), und wie man die Verpflegung während des Laufs gestaltet.
Das Finisherbier hatte ich mir mehr als Frauchen verdient - sie musste nur laufen, ich musste zittern, bis sie sich erstmals, quietschfidel und weit vor der Marschtabelle liegend, bei km 35 meldete.

So, das waren Frauchens wichtigste Läufe. Mein wichtigster Laufwettkampf war ganz klar:


Denn hier wurde eine Tradition begründet: mein Mitfinishen! Ich war zwar vorher auch meist an der Strecke, aber als Zuschauer. Bei diesem Tegernseelauf stand Herrchen mit mir bei km 19 und ließ mich quieken. Woraufhin Frauchen mich dem erstaunten Herrchen aus der Hand riss und mit mir die letzten zwei Kilometer ins Ziel rannte. Ein Mega-Gefühl, jetzt konnte ich endlich nachvollziehen, was ein Runners High war und wie viel Endorphine so ein Zieldurchlauf ausschüttet! Seitdem finishe ich bei möglichst allen Rennen mit.

Und, was waren Eure wichtigsten Läufe? Nicht die schönsten, sondern die wichtigsten ...

Bis bald Euer Iwan

Montag, 10. Dezember 2018

Saisonplanung 2019

Hallo Leute,

ich bin empört! Ab-so-lut empört! Hat Frauchen doch glatt mich und meinen wöchentlichen Post gestern vergessen. Und dann hat sie erst nach circa zwei Stunden gemerkt, dass ich sauer bin, ihr den Rücken zukehre und nicht mit ihr rede ... ohne Worte.
Nun gut, sie hatte auch viel um die Ohren die letzten Tage. Nein, keine Weihnachtsfeiern. Nur ein klitzekleines Nikolausessen, sonst waren es aber familiäre Verpflichtungen und der Anmeldestart für den Tiergartenlauf Nürnberg (da ist sie ja Mit-Veranstalter). Innerhalb von 8 Minuten (!) waren dieses Mal alle 600 Startplätze für den 24. Mai 2019 vergeben, neuer Rekord.
Dieses Datum ist dann ein Fixum, um das herum sich unsere Frühjahrsaktivitäten gruppieren. Denn ab zwei Wochen vorher und bis zwei Wochen nachher müssen wir hier vor Ort sein, da ist kein Kurztrip zu irgendeiner Laufveranstaltung drin. So fällt leider auch 2019 wieder der Women Trail Run, ein sehr schönes 3-Tage-Event in Zell am See, für uns aus.
Angemeldet sind wir derzeit für:
  • Womens Run Frankfurt (5 km), 10.8.
  • Karwendelmarsch (52 km), 31.8.
  • Palma Halbmarathon, 13.10.
Voraussichtlich starten wir:
  • Salzburg Trailrunning Festival Ende Oktober
  • Valencia (10 km), 1.12.
Letzteres hängt auch davon ab, ob nächstes Jahr ein Versprechen eingelöst wird - nämlich zusammen mit Frauchens Kusine einen Marathon zu laufen. Wann und wo, sucht die Kusine aus.
Und fürs Frühjahr überlegen wir noch, ob wieder mal Gebirgstälerlauf in Oberstdorf, oder Innsbruck Alpine Trail Festival. Wobei es dort erfahrungsgemäß wettertechnisch immer ein Jahr schön, ein Jahr mies ist ... und 2018 war es schön ... und nein, ich  bin nicht abergläubisch!
Schauen wir mal, was mir noch so unter die Tatzen kommt zum Anmelden! Und Ihr so? Was habt Ihr schon fest geplant vor?
Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 11. Januar 2018

Das Geheimnis der grünen Hose

Hallo Leute,

der heutige Titel klingt nach Edgar Wallace, nicht wahr? Dahinter verbirgt sich aber die Antwort auf eine uns häufig gestellte Frage: Warum trägt Frauchen auf so vielen Fotos unserer Läufe eine grüne Laufshorts?

Also: erstens poste ich fast nur Fotos von Wettkämpfen. Und Wettkämpfe haben wir meistens im Sommer, daher die Shorts. Zweitens ist grün ihre Lieblingsfarbe. Beim Laufen bringe sie ihr Glück ... Ob wir abergläubisch sind? Nein, absolut nicht, wer glaubt schon daran, dass das Tragen einer bestimmten Hose einen schneller macht? Aber es schadet ja nun auch nicht ...

Jetzt kann ich schon Eure Gedanken und Fragen spüren. Eine Hose, und die ist immer im Einsatz? Nein, wie gesagt, eigentlich nur bei Wettkämpfen. Und es sind .... zwei Hosen! Als Frauchen die Teile vor nunmehr fast 25 Jahren kaufte (kein Witz!), da konnte sie sich zwischen zwei nur minimal unterschiedlichen grünen Laufhosen von Adidas nicht entscheiden. Beide hatten zwei Seitentaschen, eine aufgesetzte Tasche hinten, saßen bequem (Frauchen hasst Tights) und waren saftig grün. Die eine vielleicht eine kleine Spur heller, und sie hatte noch eine extra Seitentasche für Kleingeld. Die andere, dunklere, war farblich minimal schöner. Und was macht man, wenn man sich nicht entscheiden kann? Richtig, man kauft beides! Übrigens, die Hosen haben damals je 19 DM gekostet. Wenn ich das auf die Jahre und die gelaufenen Kilometer umrechne, ein echter Schnapper!

Ach ja, und sie werden natürlich auch ordentlich gewaschen. Und wenn doch mal ein kleines Löchlein auftritt, dann muss Oma mit der Stopfnadel ran. Frauchen graut es schon vor dem Tag, wenn mal alle Kunstfertigkeit nicht mehr hilft und es "time to say goodbye" ist. Aber glücklicherweise ist das noch lange nicht der Fall. Und so sehen wir der Kurze-Hosen-Saison mit Freude entgegen. Hier noch ein paar schöne Läufe in "grün" - wenn Ihr genau hinschaut, sehr Ihr vielleicht auch, welche der beiden grünen Shorts gerade im Einsatz ist!
Gebirgstälerlauf 2005
Achenseelauf 2006


10 km London 2015

Zermatt Halbmarathon 2014

Womens Trailrun 2014 Nähe Großvenediger

Womens Trailrun Zell am See 2015

10 km  Valencia2015

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016


Pitz Alpine Trail Festival 2016

10 km Palma 2017


Bis bald Euer Iwan

Montag, 18. Mai 2015

Schöner Lauf, schlechte Zeit

Hallo Leute,

wir sind aus dem Allgäu zurück. Ganz ehrlich, das ist eine positive Nachricht. Hätte ich nie gedacht, dass ich mich mal freue, wieder zuhause zu sein ... aber nun ja. Manchmal kann einem wirklich alles die Laune vergällen.
Fangen wir an: das Wetter. Im Rest Deutschland war es Freitag wohl recht schön, trocken und warm. Wir hatten Dauerregen bei molligen 8 Grad. Oberstdorf wurde sogar extra als Schlechtwetterloch in den Nachrichten genannt! Hurra, ich war dabei. Aber Samstag sollte es ja besser werden ... wurde es auch, wenn man "fast trocken" als Besserung nimmt. Wolken / Nebel bis tief ins Tal. Von den Bergen erst Nachmittag was zu sehen. Ich wollte ja die Hotelrechnung kürzen, weil wir ein Zimmer mit Nebelhornblick gebucht hatten, und zwei Tage nix davon gesehen haben, aber darauf ließen sie sich nicht ein.
Nachmittags dann das Einlaufen für den Gebirgstälerlauf. Problem: vom Hotel aus ging es entweder mit mindestens 10 % Steigung nach oben, oder nach unten. Keine flache Strecke, auf Kilometer nicht. Und Frauchen eh schon müde Beine von dem frustrierten statt-schöner-Bergwanderung-kilometerweit-durch-die-Ebene-schlappen-bei-Null-Sicht. Das Wetter sollte aber Sonntag auf jeden Fall besser werden, auf jeden Fall trocken, halt nur ein paar Schauer ... am Morgen dann dunkle Wolken. Und Frauchen ja schon leidgeprüft vom Lauf aus dem Jahr 2006. Aber es hielt, bei 12 Grad und teils frischem Wind. Pünktlich 5 Minuten nach Zieldurchlauf kam dann übrigens die Sonne raus ...
Zum Lauf selbst: für 21 Euro gibt es ein sehr schönes Finishershirt,
gute Organisation und eine bei Sonnenschein sehr schöne Strecke. Aber auch recht herausfordernd. Frauchen meint ja, seit ihrem letzten Start dort 2006 sei die Strecke welliger geworden, die Steigungen größer ... da es aber nachweislich dieselbe Streckenführung ist, wage ich es zu bezweifeln. Unser Problem: der normale "Betreuerstab", sprich Herrchen, war nicht dabei. Nur Oma, und die steht mit dem Fotoapparat auf Kriegsfuß. Also musste ich im Auto warten, war weder beim Start noch beim Finish dabei, und es gibt auch keine Fotos. Einmal hat sie nur meine Pfote in Großaufnahme gehabt!
Schön beim Gebirgstälerlauf ist, dass die Damen mit 15 Minuten Vorsprung auf die Herren starten. Nach einer Dorfrunde geht es dann steil nach oben, an einem Moorweiher, einem Golfplatz und einem Bergsee vorbei dann immer entweder leicht ansteigend oder wellig weiter. In der Spielmannsau dann der Wendepunkt. Und runter gehts erstmal recht saftig, vor allem die Kilometer 10 bis 12 haben es in sich. Über Stock, Stein, Wurzel auf schmalem Weg bergab - normalerweise holt Frauchen da immer was raus. Dieses Mal nicht, die Oberschenkel haben komplett zugemacht. Bei km 15 geht´s dann nochmal ordentlich nach oben, bis km 17. Da weiß Frauchen nicht, was fieser ist: unwissend auf einmal vor dem Anstieg stehen, wenn man denkt, es geht nur noch runter - oder zu wissen, welcher Hammer da noch kommt. Dann oben an den Skisprungschanzen entlang, kalter Gegenwind, mutig ins Tal runtergestürzt in kurvigem Abstieg - und schon war sie da. "Schon" ist mit Sarkasmus zu genießen: 22. in ihrer Alterklasse mit den 2:22, 36 Std., 469. von 491 Startern. 5 Minuten langsamer als bei ihrer Streckenbestzeit 2005 (da waren es aber für sie angenehme 25 bis 30 Grad!), fast auf die Sekunde genau die Zeit wie beim Erststart 2004, und immerhin 5 Minuten schneller als beim Regenlauf 2006.
Fazit: Wir hatten uns mehr erhofft, gut trainiert wie wir eigentlich waren. Aber bei Frauchen geht halt bei Kälter gar nix ... 400 Höhenmeter hat der Lauf übrigens. Und empfehlen können wir ihn auf jeden Fall - nur bucht ihn mit Schönwettergarantie!
Bis bald Euer Iwan
 

Donnerstag, 7. Mai 2015

Letzter langer Lauf vor dem Gebirgstälerlauf

Hallo Leute,

ich habe mich immer noch nicht ganz erholt von dieser Blamage. Letzte beim Moritzberglauf. Mein Frauchen. Und die entsprechenden Bilder dazu auf den Lauf-Sites. Sie direkt vor den Besenradlern. Ich bin mit den Nerven am Ende ... das muss besser werden beim Gebirgstälerlauf nächste Woche in Oberstdorf! Sie ist ja ganz zufrieden, die Zeit sei das, was sie sich vorgestellt hätte. Aber die Platzierung!!! Wenn mich einer fragt, sage ich immer "3. in ihrer Altersklasse". Alles andere geht gegen meinen Stolz als Coach.

Heute stand der letzte lange Lauf vor dem Halbmarathon an. Ich hatte eine schöne Runde herausgesucht, circa 20 km, einige nette Steigungen drin, fast alles über breite Waldwege. Also keine Trailschuhe nötig, normale (helle) Laufschuhe. Als Frauchen dann zurückkam, hat mich fast der Schlag getroffen: nix mehr hell, mehr schlammigbraun. Ebenso die Waden. Was hat Frauchen mal wieder gemacht? Abgewichen von der vorgegebenen Laufstrecke, "einen neuen Weg ausprobiert". Dass der dann vom Waldweg erst zum Pfad und dann zum Reitpfad mutierte, und entsprechend zertrampelt / matschig war - das könne ja nun wirklich niemand ahnen ... Tolle Ausrede!
Als Wildlife an / auf der Strecke wurden gesichtet: ca. 200 Schafe, 2 Blindschleichen, Hunderte von Schnecken, und diverse Hunde. Die eigentlich alle Frauchen dankbar sein müssten - denn immer wenn sie ankommt, werden die lieben Vierbeiner von Herrchen oder ihrem Frauchen mit Leckerli abgelenkt ...

So, jetzt drückt mir die Daumen, dass ich Frauchen wenigstens zum Tapern motivieren kann, nicht dass sie dann am Lauftag zu müde ist. Übrigens, wir waren ja schon von 2004 bis 2006 in Oberstdorf dabei, beim Wetter hatten wir auch schon alles - von Schnee über Sonne und 30 Grad bis Dauerregen. Davon zu Eurem Amüsement ein Foto beim Zieleinlauf 2006.
Ich saß übrigens damals trocken mit Herrchen unter einem Schirm ...
Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 12. April 2015

So schnell wird aus einem langen Lauf ein Hindernislauf

Hallo Leute,

wir sind ja wieder voll im Training, am 17.5. steht in Oberstdorf der Gebirgstälerlauf an. Und damit Frauchen sich ordentlich drauf einstimmen kann, habe ich sie für den Moritzberglauf hier bei uns in der Gegend am 1. Mai angemeldet. Sind zwar "nur" 10 km, aber es geht halt hoch, ziemlich hoch, hehehe. Verstehe gar nicht, dass Frauchen nicht so begeistert ist. Außerdem ist sie etwas angesäuert, weil ich als achtsamer Coach fast alle ihre vom Osterhasen gebrachten Joghurteier konfisziert habe. Zucker macht langsam, weiß ja schließlich jeder. Also habe ich mich geopfert, damit sie nicht unter den Auswirkungen der Schoki leiden muss ....
Heute stand wieder ein langer Lauf an. Geplant einmal Flughafenumrundung, das sind rund 18 km. Zielzeit 1:50 Stunden. Die erste Hälfte geht meist durch Wald, auf einem weichen Pfad mit Kurven, entlang an einem Bächlein, die Vögel zwitschern (die rasenden Radfahrer nerven ...), die Blümchen blühen. Die zweite Hälfte dann zwischen Flughafenfeld und Feldern, auf Asphalt und Feldwegen. Frühlingswetter. Im Wald war es so schön, dass sich Frauchen entschloß, mit einer Schleife an der Streckenhälfte dann doch wieder im Wald zurückzulaufen. Und da sie ja brav ist und beherzigt, was ihr Coach ihr predigt, wollte sie ein bißchen Knöchel- und Trittfestigkeit mittrainieren. Also weg vom Waldweg, rein auf den Singletrail (jawoll, auch wir können Trail-Deutsch!). Ein Netz von so Schleichpfaden durchzieht dieses Waldstück ... die Betonung liegt auf "Wald". Und was gibt es so normalerweise im Wald? Richtig: Bäume! Nach dem letzten Orkan nicht zwangsläufig stehend, sondern durchaus auch mal herumliegend. Kreuz und quer. Also fängt Frauchen an zu hüpfen, zu klettern, auszuweichen ... schnell nicht mehr laufend, mehr gehend & kraxelnd. Aber zurückgehen, gar umkehren? Nix da. Zwischendurch auch mal an einem dornigen Busch hängenbleibend (was sind schon so ein paar blutige Kratzer an Waden oder am Finger?) geht´s weiter. Bis sie dann wieder auf ihrem geliebten idyllischen Waldpfad ist ... und kurz bevor sie die Ortsgrenze erreicht, was macht sie da? Hat sie nicht vielleicht genug? Nein, wieder geht´s rechts ab auf einen noch nie gelaufenen Singletrail. Im Spätsommer wäre der gut, denn es geht an vielen Blaubeerbüschen vorbei. Bis auf einmal wieder massenweise Baumstämme den Weg versperren. Diesmal geht es ohne Blut ab, aber immerhin 7 Minuten andauernd bis zu 70 cm hoch Hindernis bildende Baumstämme überwindend.
Naja, statt 1:50 war sie dann halt mal 2:15 unterwegs, die Beine sind derzeit nicht mehr vorzeigbar, und aktuell sehr müde ... aber Spaß gemacht hat es ihr. Und das ist ja die Hauptsache! Ansonsten überlege ich, ob wir uns nicht auf Hindernisrennen umorientieren sollten - Strongmanrun oder so ...
Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 8. Januar 2015

Aussicht auf das Läuferjahr 2015

Hallo Leute,

irgendwie scheine ich schon wieder zu spät dran zu sein, alle anderen Lauf-Kollegen haben schon ihre Saisonplanung veröffentlicht ... nur ich war zu beschäftigt mit anderen Dingen. Wie Herrchen pflegen, der ist nämlich seit knapp 2 Wochen krank. Rippenfellentzündung, nicht mit zu spaßen. Und Frauchen motivieren, dass sie trotz Glätte und S**wetter trotzdem brav ihre Trainingsrunden dreht. Denn in 5 Wochen steht der erste Lauf an:

15. Februar - Halbmarathon in Fort Lauderdale, Florida - am meisten freut sich Frauchen (außer auf die Wärme) auf die tolle Finishermedaille

8. März - 10 km in Palma, Mallorca - da treffe ich endlich Pauline Laufbär wieder, während Frauchen mit Paulines Frauchen das Rennen läuft

17. Mai - Gebirgstälerlauf in Oberstdorf, Allgäu - das war 2004 unser allererster HM, also schwelgen in Erinnerungen (und hoffen, dass es nicht wie damals Schnee schauert ...)

14. Juni - 5 km Womens Run in Frankfurt - da bin ich wieder "Bär im Korb", wenn Frauchen mit zwei Freundinnen startet

21. Juli - Firmenlauf B2run in Nürnberg - Frauchen ist Teamcaptain für ihre Firma, sonst würde ich es nicht zulassen, dass sie bei diesem "Hauen und Stechen auf zu enger Strecke" startet!

6. September - Achenseelauf - ein Muß, die 23,2 km für Frauchen und danach Kaiserschmarrn für den Coach

13. September - Isar Lauf  in Bad Tölz / Lenggries, HM - endlich mal unsere Urlaubs-Trainingsstrecke unter Rennbedingungen ablaufen

24. Oktober - Trailrunningfestival in Salzburg - wieder Pauline Laufbär, wieder Kaiserschmarrn, so gefällt mir mein Coach-Leben!

Tja, und je nachdem, was sonst noch so an Terminen ansteht, eventuell noch ein, zwei Berglaufevents im August und September. Ich schaue ja immer nach interessanten Läufen, vor allem in Österreich, denn erstens ist da immer das "Startersackerl" sehr gut gefüllt. Und zwar nicht mit irgendwelchen Werbeflyern, sondern mit Sachen, die frau und bär echt gut brauchen können. Und zweitens gibt´s danach immer meine Leibspeise. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Kaiserschmarrn gern mag?

Sehen wir uns bei dem ein oder anderen Lauf? Würde mich freuen! Ich bin der kleine Bär im blauen Jogginganzug ...
Bis bald Euer Iwan







Donnerstag, 31. Juli 2014

Finishershirts als Motivation

Hallo Leute,

Frauchen ist ja ganz wild auf Finishershirts ... oder "Trophäenshirts", wie sie sie nennt. Damit könne man beim  Traben im Park zeigen, wo man schon überall gelaufen ist und erfolgreich gefinisht hat. Deshalb sind sie ihr auch lieber als Medaillen, mit denen kann man so schlecht draußen herum laufen ...
Wobei auffällt: im Ausland gibt es anscheinend kreativere Shirt-Designer. Bei den deutschen Läufen gibt es in der Regel 0815-Finishershirts. Rundhals, halber Arm, Sponsor drauf, Name des Laufs und das Jahr. Und das Ganze meist noch in einer 0815-Farbe. Jaja, ich weiß, es gibt Ausnahmen (Tegernseelauf 2009 beispielsweise, herrlich apfelgrün mit blau, V-Ausschnitt).
Von den Läufen im Ausland bringt Frauchen dafür interessantere Motive mit. Ich habe mal eine Auswahl zusammengestellt. Das Finishershirt vom Disney World Halbmarathon ist z.B. langärmlig, quietschegelb, mit Donald Duck - da grinst jeder, wenn Frauchen bei etwas kälterem Wetter in dem Shirt ankommt. Das vom London 10 km-Lauf ist zwar aus Baumwolle (kann man gut zur Hausarbeit tragen, hehehe), aber mit Union Jack und Denkmal drauf. Vom Motiv her zum Seufzen regt ein weiteres Shirt aus Florida an:  5 km / Halbmarathon in Naples 2014. Und last  but not least das Finishershirt (das wirklich nur die Finisher, im Ziel, kriegen) aus Zermatt dieses Jahr.
Ansonsten trägt Frauchen auch gern die Shirts von den HMs in Palma 2006 und 2007 - jeweils sommerlich, ohne Arme, sonnengelb bzw. grasgrün.
Und ein ganz schlichtes wird auch in Ehren gehalten: das allererste Finishershirt eines Halbmarathons, vom Gebirgstälerlauf in Oberstdorf 2004 - schlicht weiß, nur ein ganz kleiner blauer Aufdruck drauf - aber eben das Erste!
Und wie haltet Ihr es? Ist Euch das Shirt oder die Medaille wichtiger? Und was macht Ihr mit Euren Shirts? Beim Training tragen oder nur bei besonderen Anlässen? Bin gespannt.

Bis bald Euer Iwan