Sonntag, 15. Juli 2018

Was haben Radfahrer mit Klingonen gemeinsam?

Hallo Leute,

Ihr wisst, wer Klingonen sind? So ein ganz spezielles Völkchen im Star Trek-Universum, recht kriegerisch veranlagt, keinerlei Spaß verstehend und der erklärte Erzfeind quasi aller anderen Lebewesen im All ... und damit natürlich auch der Menschen.
Frauchen meint nun, dass Radfahrer Klingonen doch sehr ähnlich seien ... (Um Irrtümern vorzubeugen - Frauchen hat keine Grundsatzabneigung gegen Radler, Opa war Radrennfahrer, als es noch nicht "hip" war) Denn so langsam hat sie die Schnauze voll von Radlern:
  1. Die fahren immer auf dem Bürgersteig, und klingeln massiv, dass man sie bitte schön s-o-f-o-r-t durchlassen soll.
  2. Dito auf schmalen Waldwegen (Singletrails), und wehe, man springt nicht gleich beiseite, am besten in den Graben neben dem Pfad ...
  3. Dann wird mit Affenzahn am Läufer vorbeigerast,  am besten mit Tuchfühlung - das ist rasant und gibt wohl Zusatzpunkte.
  4. Das Wort "Danke" kennen die alle nicht.
  5. Besonders beliebt ist Radfahren auf für Räder gesperrten Wegen / Trails / schmalen Pfaden. 
  6. Und wehe, man hüpft als Läufer dann nicht beim Klingeln in die Brennesseln, sondern läuft erstmal weiter und fragt nett "Sie wissen aber schon, dass dieser Weg für Radfahrer verboten ist?" ... dann wird man im besten Fall ignoriert und im schlimmsten Fall kriegt frau "eins in die Fresse" angeboten.
Sorry für die Verallgemeinerung, sicher fühlen sich jetzt viele Radler ungerecht diffamiert, aber das alles erlebt Frauchen eigentlich auf jeder ihrer Laufrunden, also an 4 Tagen die Woche. Und nein, sie läuft nicht auf dem Radweg. Um auf den Vergleich zurückzukommen - so langsam sind ihr Klingonen symphatischer als Radler ... ich gehe sie mal beruhigen.

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 8. Juli 2018

Und wieder mal ... Lenggries

Hallo Leute,

das Wetter war wochenlang super ... um pünktlich zu unserem jährlichen Lenggries-Urlaub einzubrechen. Statt Sonne und Wärme hatten wir Kälte und teils Dauerregen. So war es in ganz Deutschland am Donnerstag, den 28. Juni, schön - nur wir hatten Platsch Platsch bei 12 Grad. 12!
Dazu hatte ich als Coach ein massives Problem mit meinem Schützling. Sie war ja für den Achensee Trail Hero am 23.6. angemeldet. Das Training darauf (700 Höhenmeter) verlief eher suboptimal. Dazu kam der (für Frauchen) starke Kälteeinbruch. Start erst 16 Uhr nachmittags, also wäre auch der erste Urlaubstag futsch gewesen, weil man da ja nicht vorher noch eine mehrstündige Wanderung machen kann ... Und überhaupt ... keinerlei Motivation. Also Freitag Abend schnell von Lenggries aus rübergefahren nach Achenkirch, Unterlagen abgeholt ("Ich halte mir noch alle Optionen offen"), aber im Herzen wusste ich schon: Frauchen steht nicht am Start. So kam es auch.
Und ich hatte Mühe, sie überhaupt zu den täglichen Laufrunden zu bringen. Obwohl da ja einige der Lieblingsstrecken sind! Lenggries - Arzbach - Bad Tölz - Wackersberg - Waldherrnalm - Schlegldorf - Lenggries zum Beispiel. Oder durch den Wald hoch zum Sylvensteinspeicher (das hatte ich ihr dann für einen Regentag verordnet). Erst ab Wochenmitte kam die Lauflust zurück. Und wir haben versucht, einen neuen Laufstil bergab zu üben. Hatte ich aus der Trail Running, und funktioniert tatsächlich: bergab vorlehnen mit dem Oberkörper, also nicht senkrecht zum Boden, sondern schräg. Sodass der Körperschwerpunkt vor den Füßen ist. Ist extrem ungewohnt und erstmal will der Läufer sich automatisch zurückneigen, muss also dagegen ankämpfen. Aber es macht erstens schneller und zweiten klatscht man nicht so mit der Ferse auf ... entlastet also Füße und Knochen. Auf glatten Flächen (Asphalt, Forstwegen) funktioniert es nun schon gut; jetzt muss es Frauchen noch auf schmälere und unebenere Pfade übertragen. Ich werde berichten (auch, wenn sie einen Bauchplatscher macht, hehehe).
Ansonsten das Übliche: Kaiserschmarrn für sie und mich, viel Kuchen für meinen Kumpel Trello und mich von der Pensionswirtin (stellt sie netterweise immer hoch ins Zimmer, wenn unsere Menschen tagsüber wandern sind ...), schöne Wanderungen und viele Kühe. Ein paar zur Auswahl seht Ihr hier:





Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 14. Juni 2018

Interview: Science Fiction können auch fränkische Frauen


Liebe Hedy, wir haben uns letztes Jahr auf der Consumenta kennengelernt - dort hatten wir gemeinsam mit anderen Schriftstellern einen Stand für unsere Werke. Du schreibst ja dystopische Romane. Ich gebe zu, ich musste erstmal nachschauen, was das heißt … bitte kläre meine Leser auf.

Ohne hier zu wissenschaftlich zu klingen: Eine Dystopie ist eine Erzählung, die einen pessimistischen Blick in die Zukunft und auf eine Gesellschaft wirft, die sich negativ entwickelt. Als Autor hat man hier eine wunderbare Möglichkeit, auf bedenkliche Entwicklungen der Gegenwart aufmerksam zu machen. Vielleicht kann man auch ein kleines Bisschen davor warnen.

Um was geht es bei den Diginity-Romanen?
Die Menschheit hat den Schritt in die Weltraumbesiedelung geschafft. Entwicklungssprünge haben Telepathen hervorgebracht. Die Gesellschaft hat sich dadurch negativ entwickelt. Es gibt Telepathen, die ihre Macht gnadenlos ausnutzen und Menschen bei Bedarf zu ihren Werkzeugen machen. So geschieht es auch Shay. Sie wird gezwungen, Botin zu werden. Man löscht dafür ihr Gedächtnis und trennt sie von Mann und Kind. Band 1 erzählt von ihrem Kampf, sich von den geistigen Fesseln der beherrschenden Telepathen zu lösen. Shay erkämpft sich ihr Leben zurück. Und trifft per Zufall auf ihren Mann, der alles daran setzt, ihr zu helfen. Wie schwer das für ihn ist, weil sie ihn ja nicht erkennt, könnt ihr euch denken. Und da beginnt die „Romance“!

Wie kommt man denn auf die Idee, solche Science Fiction zu schreiben? Also erst einmal überhaupt zu schreiben?
Meine Freundin Gisi hatte keine Bücher mehr für mich. Gisi hat mich jahrelang jedes Wochenende mit Lesestoff versorgt. Lovestorys, Gestaltwandler, Vampire, alles, was das Fantasy-Leserherz begehrt. Es waren ganz tolle dabei (ich mag z.B. die Gestaltwandler von Nalini Singh sehr und auch die Black Dagger-Reihe), aber auch seichte. Das ist wie im Museum. Du siehst ein rotes Quadrat auf weißem Grund und denkst dir, das kann ich auch. (Falsch gedacht, denn du hast es nicht erfunden.) Aber im Prinzip war es so. Ich dachte, so was Einfaches könnte ich vielleicht auch. Eines Tages blieb der Nachschub aus. Mir war langweilig und ich hab wohl meinen Mann genervt. Denn der stellte mir einen Laptop hin und sagte: Dann schreib doch selber ein Buch. ÄHM. Hab mich hingesetzt und angefangen. Und es ist etwas Großes draus geworden.

Und dann solche romantischen Zukunftsstories? Woher hast Du Deine Ideen?
Zunächst wollte ich keine High Fantasy schreiben, sondern was Realistisches. Deshalb keine Elfen und Orks etc. Aber in unserer Realität kommt man schnell an Grenzen. Orte, Namen, Entfernungen, da ist vieles zu recherchieren – und das behindert die Kreativität. In der Zukunft hingegen wird vieles möglich sein, was wir heute für unmöglich halten. Bei der Erfindung des ersten Telefons hat sich noch kein Mensch die heutigen Smartphones vorstellen können. Also hab ich anstatt Hamburg, Berlin und München einfach komplett neue Welten erfunden, die Hope, Treasure oder Heritage heißen… Aber was dann im Roman passiert, hängt von den Helden ab. Sie werden neben mir lebendig. Leben, lieben, reden, töten, und ich bin nur der Transmitter, der alles aufschreibt.

Naheliegender wäre es doch gewesen, über Deine Katzen oder Pferde zu schreiben …. Oder Geschichten aus Deinem beruflichen Umfeld … Und nun entsteht schon der vierte Band von "Dignity Rising" - wann erscheint er?
Ehrlich gesagt kam es mir nie in den Sinn, über meine Katzen und mein näheres Umfeld zu schreiben. Wen sollte das denn interessieren? Nee, nee, lieber neue, abenteuerliche Welten erfinden und sich mit tollen Menschen umgeben, die – fast – perfekt sind. Band 4 ist der Abschluss der Dignity Reihe, zumindest vorläufig. Hier schließt sich der Kreis der Geschichte um Shay, Jon und ihre Freunde – aber mehr verraten wäre gespoilert. Band 4 ist jetzt brandneu am 31. Mai 2018 herausgekommen.

Nun träumen ja viele davon, sich einfach hinzusetzen und ein Buch zu schreiben. "Ich habe eine Geschichte in mir". Ist das so einfach? Du hast ja, genau wie ich, mit Self Publishing begonnen.
Bücher schreiben ist mehr als nur ein Hobby.Es ist schwere Arbeit. (Danke, Hedy, dass Du das mal so sagst ... im Prinzip denkt ja jeder, man setzt sich einfach hin und tippt los ....)
Es sei denn, man hat einen Haufen Geld übrig, um sich viele Leistungen dazuzukaufen, die einfach wichtig sind für den Erfolg. Z.B. Korrektorat, Lektorat, Covergrafik, Buchsatz, Buchmarketing. Wer das alles selber machen will, muss sich nicht nur ein paar Grundsätze aneignen, sondern richtig tief einsteigen. Ich war ja auch zunächst Selfpublisher und weiß, wovon ich rede, kenne auch zahlreiche Kollegen. Oft fängt es mit der Rechtschreibung und der Grammatik an. Und seien wir mal ehrlich: Nicht jede aufgeschriebene Geschichte ist eine gute Geschichte. Das heißt nicht, dass ich jemandem abrate zu schreiben. Er oder sie muss nur mit der Kritik des Marktes klarkommen, wenn man sich im Vorfeld nicht mal die Mühe macht, sauberes Deutsch zu schreiben.

Und nun erscheint Deine Dignity-Reihe in einem Verlag. Wie toll ist das denn? Oder schränkt Dich das ein?
Ein Verlagsvertrag erscheint einem zunächst wie ein Sechser im Lotto. Natürlich bin ich sehr stolz darauf, dass der Carlsen Verlag Hamburg meine Serie unter dem Label Dark Diamonds neu herausgegeben hat. Aber du hast recht, es schränkt auch ein und man ist als Autor einfach abhängiger, als wenn ich selber über alles entscheiden dürfte. Mein nächstes Buch werde ich ganz gezielt wenigen ausgesuchten Verlagen anbieten, und wenn das nicht klappt, mach ich es selbst. Eine Zusammenarbeit mit einem Verlag bedeutet nämlich auch, dass die Leser viel länger auf das Buch warten müssen.

Schreibst Du neben der Diginity-Reihe noch andere Werke? Und wie geht es mit den Dignity-Helden weiter?
Die Dignity-Reihe könnte eines Tages weitergehen. In der Serie gibt es auch Kinder, und die werden älter und können eines Tages ihre eigene Geschichte erzählen. In der Zwischenzeit habe ich jedoch ein neues Projekt geschrieben (ganz fertig ist es noch nicht). Diesmal bewegen wir uns nur auf einem Planeten, aber in einer fantastischen, neuen Welt, die so noch niemand zuvor erfunden hat! Und mehr verrate ich dazu noch nicht. Aber wer ein grandioses Abenteuer sucht, über starke Charaktere, Liebe, Mut und Intrigen lesen will, wird wieder bei mir richtig sein. Mal was ganz anderes ist meine historische Kriminalgeschichte, die im März 2018 beim Wellhöfer Verlag in einer Krimisammlung erschienen ist. Das Buch hat den Titel „Blutspuren auf Mallorca“ und wer meine Bücher kennt weiß, dass meine Geschichte zu den düsteren im Buch gehört. Sie heißt „Der Fischer von Manacor“. Liebesgeschichte mit tragischem Ausgang – eh klar :-). Und neben bei schreib ich ab und zu Gedichte. Wer mag, findet das Buch und das E-Book unter dem Titel „Lila Gedanken“.

Danke für das Gespräch, liebe Hedy! Und für die geneigten Leser meines Blogs - ein bißchen Werbung für die Bücher, über die Links, habe ich eingefügt. Dafür kriege ich aber kein Geld (auch  mein Frauchen nicht). Hedy hat mir nur versprochen, beim nächsten Grillabend darf ich als Erster und ganz allein zum Grill schlendern und mir was aussuchen! Ich glaube, da werde ich schneller sein als Frauchen bei ihrem Spurt-Training!

Bis bald Euer Iwan




Sonntag, 10. Juni 2018

3. Tiergartenlauf - quasi ein Siebenkampf

Hallo Leute,

letzte Woche habe ich mir echt Sorgen um Frauchen gemacht. Ihr wisst ja (hoffentlich wisst Ihr das!), dass Frauchen zusammen mit Katrin vor einigen Jahren die Idee zum Tiergartenlauf Nürnberg hatte. Und sie dann zusammen mit dem Verwaltungsleiter des Tiergartens und dem LAC Quelle das Projekt umsetzten. 2016 fand der Lauf zum ersten Mal statt, dieses Jahr also die 3. Auflage. Reine Routine, möchte bär meinen. Leider nicht. Irgendwie artete das Ganze dieses Jahr in einen Siebenkampf aus:

  1. Planen, rechnen, bestellen - Shirts und Medaillen - und doch irgendwie immer genau in einer Größe zu wenig zu haben - obwohl doch genau nach Anmeldungen bestellt und jeweils Puffer dazugerechnet
  2. Tippen, tippen, tippen - Newsletter, Pressemitteilungen, Infos, Sponsorenberichte, Mails 
  3. Zittern - die ersten zwei Jahre kamen die Shirts immer erst am Tag der Ausgabe Starterpackages an, egal für wieviel früher man sie bestellt hatte. Dieses Jahr waren sie zwei Tage vorher da - dafür waren die Medaillen verschollen. Und trafen genau 24 Stunden vor dem Startsignal ein.
  4. Fahren - Gutzis für die Starterbeutel einsammeln, eingelagerte Sachen aus den letzten Jahren abholen und zum Nutzungsort bringen
  5. Packen und stapeln - viele viele Kartons, mit Trinkbechern (knapp 5.000), Shirts (eine große Palette mit ca. 20 Kartons),  Gutzis für die Starterbeutel ...
  6. Hoffen und beten - die Wettervorhersage sagte Gewitter pünktlich für das Zeitfenster Freitag zwischen 18 und 20 Uhr voraus - also genau für die Start- und Laufzeiten. Gewitter wäre die einzige Wetterlage, bei der man hätte absagen müssen. Die Läufe konnten dann aber doch - ohne Gewitter - starten.
  7. Laufen, laufen, laufen - am Veranstaltungstag selbst ist Frauchen gefühlte 50 mal vom Naturkundehaus (Startunterlagenausgabe und Kleideraufbewahrung und "Kommandostelle") zum Start-/Zielbereich gerannt und wieder zurück - einmal leicht bergab, einmal leicht bergauf. Garniert mit Abstechern zur Lagune (Siegerehrung, nicht zum Plantschen ...).
Ergebnis: Frauchen hatte Samstag die miesesten Pulswerte, die ich je bei ihr erlebt habe. Denn das Ganze wurde von ziemlicher Rast- und Ruhelosigkeit begleitet, Donnerstag machte sie sich solche Sorgen, ob sich die Medaillen bei der Spedition wieder anfinden, dass sie um 4 Uhr früh aufstand!

Aber was ich so gelesen habe, war es wieder für die Starter ein toller Tiergartenlauf! Und das ist die Hauptsache, dann war es diesen "Siebenkampf der anderen Art" wert. Und nun kann ich zusehen, Frauchen wieder auf Trainingsspur zu bringen, denn es sind nur noch knapp 12 Tage bis zum Achensee Trail Hero! Und Kaiserschmarrn für den Coach (sprich mich) gibt es nur bei erfolgreichem Finish ...

Bis bald Euer Iwan

P.S. Hier gibt es übrigens sehr lesenswerte Berichte über den Tiergartenlauf:
exito Gipfelstürmer – mit vielen Bildern
Sebastian alias „Der Fleggo“
Axelander
Manu alias "Laufwelt"
Rose aus dem #TeamSeekuh

Samstag, 2. Juni 2018

London - traditional and modern

Hallo Leute,

ich war Euch noch Fozzies sonstigen Reisebericht über die 2,5 Tage in London schuldig. (Ich habe ihm aber gesagt, er soll sich kurz fassen und nicht immer so viel plappern ...)

"Als ob ich plappern würde! Also mache ich es halt kurz und zeige Euch nur die Fotos. Wir waren viel unterwegs, zweimal war Frauchen und mir gepflegt schlecht - einmal in diesen alten Londoner Bus




und einmal im London Eye. Das ist das dritthöchste Riesenrad der Welt, mit tollen Aussichten (und einer ebenso tollen Warteschlange davor, Frauchen hatte aber schlauerweise schon von zuhause aus Fast Pass Tickets für sich und mich gelöst).































Dann haben wir in Paddington Station fast eine halbe Stunde lang die Statue von Paddington Bear gesucht ...
















... waren am Piccadilly und flotte Autos gucken (der graue da, ein Lamborghini, wäre genau mein Geschmack ...).










Und zu guter Letzt haben wir noch den Tower und die Towerbridge besucht:


Ihr seht also, viel Sightseeing. Wobei London anscheinend jedes Jahr voller wird - ganz ehrlich,  auch wenn wir selbst Touristen waren - es ist einfach zu voll. Viel zu viele Menschen. Zwei Tipps hätte ich aber noch für Euch: 
  1. Fahrt nicht mit dem überteuerten Heathrow Express Zug in die Stadt - sie versuchen zwar am Flughafen massiv, die Tickets an den Mann / die Frau / den Bären zu kriegen, aber ihr kommt in Paddington Station an und braucht mit Sicherheit von da nochmal eine Fahrkarte für den Nahverkehr - nutzt lieber eine Tageskarte für die Öffentlichen und fahrt mit der U-Bahn rein.
  2. Nutzt überhaupt die U-Bahn und das Busnetz. Sie fahren sehr häufig, und die Busse klappern auch die typischen Sightseeing-Routen ab - aber eben für weniger Geld als der Touri-Sightseeing-Busse. Und die U-Bahnstationen sind sowieso eine Schau ... alt, gekachelt, sehr lange Gänge, steile Rolltreppen ... vor allem die Baker Street-Station ist einen Zwischenstopp wert, die stammt aus den 1860er Jahren und ist so auch restauriert worden."
Grummel - ich wäre doch gern mitgefahren. Hört sich gut an ... das nächste Mal bin ich wieder dabei!

Bis bald Euer Iwan



Donnerstag, 31. Mai 2018

London - unerwartet zur neuen PB über 10 km

Hallo Leute,

kleine Schreckensnachricht zu Beginn: ich bin verletzt. Meine rechte Tatze ist leicht aufgeplatzt - bei meinem Alter ist das durchaus ernst zu nehmen. Frauchen schont mich deswegen, was ja einerseits gut ist (bedient zu werden), andererseits aber ärgerlich (ich durfte nicht mit nach London fliegen).
Das schien mir aber nur halb so schlimm, denn erstens war ich vor 4 Jahren schon mit in London beim 10 km-Lauf, und zweitens trainiere ich ja Frauchen auf den Achensee Trail Hero am 23. Juni hin, da habe ich mir also keine besondere Leistung erwartet. Böser Fehler.

Assistenzcoach Fozzie berichtet:
"Der London 10.000 Meter-Lauf ist auch die offizielle britische Straßenmeisterschaft. Kein Wunder, dass auch Sir Mo Farah gemeldet hatte. Wir hatten von Samstag bis Montag gebucht, da der Lauf  - etwas seltsam für uns  - an einem Montag stattfinden sollte. Bank Holiday, quasi "angeordneter Feiertag" in England. Die Hinreise war etwas, sagen wir mal, nervenaufreibend. Zubringerflug nach Frankfurt landete zwar pünktlich, aber jwd ... wir rollten und rollten mit dem Flieger ... am Terminal vorbei und auf eine noch jwd-ere Außenposition. Einstieg in den Bus, der uns zum Terminal bringen sollte. Murren in der Menge, denn einige mussten ihre 10-Uhr-Flieger erreichen. Eigentlich war ja genug Zeit eingeplant, aber ... der Bus kroch zum Terminal. Und reihte sich ein als Nummer 5 vor einem Eingang zum Terminal. Wo immer nur ein Bus seine Ladung entließ, fortfuhr, dann der nächste. Hat Frankfurt denn nur einen Eingang???? Egal, rein. Geguckt, wo wir hinmüssen. Von Terminal A zu Terminal B. Flughafen-Frankfurt-Kenner wissen: entweder stundenlang auf den Aufzug warten oder 4 Stockwerke zu Fuß runter, einen gefühlt 800 Meter langen Gang entlang, 4 Stockwerke hoch. Die Uhr tickte. Noch konnten wir es schaffen .. rasant um die Kurve gebogen und ... Vollbremsung. Frauchen krachte in die Schlange vor der Passkontrolle. Das war´s, Flug nach London kannste vergessen, dachte ich. Nix da, durchdrängeln (mein Frauchen ist da sehr gewieft und hat scharfe Augen) - da waren noch zwei Durchgänge für maschinenlesbare Ausweise, und ohne Schlange. Durch. Losgerannt. Quasi Einlaufen zum Rennen. Denn unser Gate war das Äußerste in dem Bereich. Herrchen hechelte hinterher. Um dann loszuschimpfen, warum Frauchen denn so rannte - denn das Boarding hatte noch gar nicht angefangen ... Verspätung.

Der Rest verlief dann ohne besondere Vorkommnisse. Frauchen hatte ein Hotel gebucht, das quasi direkt gegenüber dem Eventbereich lag. Also rund 100 Meter bis zur Startnummernausgabe - für die Overseas-Runner nur vor Ort, Sonntag und Montag vor dem Lauf. Das war eine Verbesserung gegenüber 2014, dort gab es sie nur am Renntag und man hatte vorher so gar keine Info. Das war dieses Jahr vorbildlich.
Weniger schön aber die neue Strecke - nur der erste und die letzten beiden Kilometer waren echtes Sightseeing, der Rest durchs Banken- und Juristenviertel, sogar viel durch absolut nichtssagende Seitenstraßen.
Montag dann gegen 9:30 Uhr aufgemacht zum Startbereich. Menschenmassen - über 14.000 Starter, plus Begleitpersonen. Alles bestens organisiert, man konnte sich nicht verlaufen, alle gingen diszipliniert zu ihren Startbereichen. Frauchen war in der dritten Welle, zusammen mit Lord Sebastian Coe, hüstel. Mo Farah dagegen startete ganz vorne ....Was wir zum ersten Mal erlebten., war Wunschkonzert: der zweite Block wurde mit "Eye of the tiger" losgeschickt, das konnte man gut hören. Blick nach vorne über Pall Mall, nach hinten zum Buckingham Palace. Als Frauchen vorrückte, wurde durchgesagt "die vor Euch wollten "Eye of the tiger" - mit was wollt Ihr starten? "Chariots of fire" oder "Don´t stop me now"?" Überwältigendes Gekreisch für Queen. Und 17 min. nach Farah durfte auch Frauchen auf die Strecke.
War es dieser für Frauchen ideale Rhythmus, war es das Einlaufen am Frankfurter Flughafen, die Langeweile beim Kurs oder die schwüle Wärme - Frauchen lief die ersten 5 km in 29:21, was für sie sehr schön ist. Konnte es beim Blick auf die Uhr kaum glauben, denn sie hatte nicht das Gefühl, eine sub-1-Hour-Pace zu laufen. Übrigens, Mo Farah hat für die 10 km genau 29:44 min. gebraucht ... er kam Frauchen auf der "Strand" kurz hinter km 1 (für Frauchen) entgegen. Der Kurs ist schnell erzählt: Mall hoch, Trafalgar Square, Strand weiter, Seitenstraßen und Fleet Street, Wendepunkt (da stand übrigens ein Live-Chor und sang), zurück vorbei am Court House, Strand runter, an Downing Street Number 10 vorbei, Westminster Abbey und Big Ben links liegen lassen, Endspurt zum Buckingham Palace. Den Frauchen dann nach 58:25 min. erreichte - zu unser aller Verblüffung mit einer neuen PB über 10 km!


Gut sind auch die Infos nach dem Lauf, über Pace, Platz, wie viele vor und hinter einem sind. Das Finisherpaket gibt es erst im Ziel; für 28 Pfund gibt es eine Medaille, Funktionsshirt (strahlend ... mausgrau), diverse Getränke (u.a. Rhabarber-Apfelsaft-Schorle) und Knabbereien. Also face value. Toll auch die vielen anfeuernden Zuschauer und Streckenposten, die vielen Livebands - die ganez Stimmung war top.


Ein Selfie mit Mo hat leider nur so geklappt - er war einfach zu schnell für uns:



Ab ins Hotel, geduscht, mit einem Burger-Mittagessen den Salzhaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht und dann mit der Underground zum Flughafen. Frauchen hatte ja extra Rückflug über Zürich gebucht, weil längere Umsteigezeit. Blick auf die Anzeigetafel - Verspätung. 30 min. Damit blieben noch 40 min. zum Umsteigen in den letzten Flieger des Abends nach Nürnberg. "Blieben" hier im Konjunktiv. Einsteigen durften wir zwar, aber dann hieß es "wir kriegen erst ein Slot in 30 min". Bis wir wegkamen, über 1 Stunde Verspätung. Das konnte der Flieger nicht mehr aufholen. Als wir in Zürich nach der Landung zum Terminal rollten, sahen wir noch schön die Maschine nach Nürnberg, wie sie die Treppe hochklappte. Wir hatten schon die Info "umgebucht". Auf Hotel. Und Flug am anderen Morgen. Das war uns auch noch nie passiert. So "durften" wir noch eine Nacht im stylishen Hotel nahe des Züricher Flughafens verbringen ..."

Und ich habe mir fürchterliche Sorgen gemacht, wo Ihr bleibt! Und frage mich, wie viel schneller Frauchen noch hätte sein können, wenn ich sie betreut hätte statt Fozzie ...

Reisebericht Teil 2 von Fozzie - was sie in den zwei Tagen London erlebt haben - folgt.
Bis bald Euer Iwan




Samstag, 19. Mai 2018

Zum vierten Mal Rennen für die Manatees

Hallo Leute,

heute war es wieder mal soweit: Rennen für die Manatees. 5 km. Virtuell - d.h. man rennt eine 5 km-Strecke und meldet die Zeit. Und muss nicht extra dafür nach Florida fliegen. Was Frauchen und ich zwar sehr bedauern, es andererseits aber weniger aufwändig und mehr zeitsparend macht.

Für das Startgeld von 32 Dollar kriegt man - pünktlich vor dem Wettkampftag - ein Manatee-Shirt und eine schöne Medaille. Und die wollen wir uns natürlich auch verdienen, nicht einfach nur anmelden und einkassieren ....



Wegen einiger Termine startete Frauchen heute erst am spätem Vormittag. Und freute sich schon auf die dummen / irritierten / fragenden Blicke anderer Läufer oder Spaziergänger im Marienbergpark, wo sie eine abgemessene 5 km-Strecke hat. Das war nämlich in den früheren Jahren ihr Highlight ... denn normalerweise rennt man nicht allein auf weiter Flur mit einer Startnummer herum! Und dann dieses Jahr die Enttäuschung: keiner guckte. Weder irritiert noch anerkennend, weil sie (für ihre Verhältnisse) wie ein Wiesel so schnell rannte.

Vielleicht lag es an ihrer Frustration, dass sie so schnell wie in keinem der vorigen drei Jahre war. 26:45 Min. für 5 km ist für sie extrem rasant. Das macht mich schon wieder misstrauisch - ob sie wohl abgekürzt hat? Andererseits kenne ich mein Frauchen, so etwas würde sie nie tun. Bewertet sie als grob unsportlich.

Also freue ich mich einfach über die gute Zeit. Und nehme es als gelungene Generalprobe für den 10 km-Lauf in London, der nächstes Wochenende ansteht ... ich werde berichten. Seid gespannt, denn da tritt sie gegen Mo Farah an!

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 1. Mai 2018

Innsbruck Alpine: wieso können 16,8 km so weh tun?

Hallo Leute,

wir haben ein traumhaftes Wochenende hinter uns. Die einzigen, die das nicht sagen, sind Frauchens Oberschenkel! Aber der Reihe nach ...

Freitag nachmittag sind wir mit dem Auto Richtung Innsbruck gefahren. Kurz überlegt, ob wir die - landschaftlich schönere - Strecke über Tegernsee / Achensee nehmen oder die - vermeintlich - schnellere über die Autobahn. Für letztere entschieden und bereut. Böser Fehler. Schöner Stau am Irschenberg. Frauchen und ich wurden schon ganz hibbelig, weil wir ja noch die Startunterlagen für den Innsbruck Alpine abholen wollten. Kurz nach 18 Uhr waren wir dann vor Ort. Gegenüber der Premiere vor zwei Jahren war nun alles ein bißchen größer und besser ausgeschildert. Der obligatorische Ausrüstungs-Check dauerte ... geprüft wurde, ob man Ausweis, Handy, Krankenversicherungskarte, Bergversicherung (Mitgliedsausweis des Alpenvereins reicht auch), 0,5 Liter Getränk dabei hat. Plus Trinkbecher. Das einzige, was sie nicht geprüft haben, was aber absolut sinnvoll gewesen wäre: Trailschuhe mit griffiger Sohle.

Meine Menschen sind dann Abendessen gegangen, ich habe die Unterlagen studiert. Ein Extrablatt "Verhalten bei Gewitter". Streckenverlauf. Die kurze Strecke, die wir wieder gewählt hatten, sollte je nach Angabe 15, 16,4 oder 16,8 km lang sein. Da sollte sich der Veranstalter mal mit sich selbst einigen, was denn nun! Ansonsten war das Startersackerl gut gefüllt:









Samstag dann wieder das übliche Problem bei einer Startzeit nachmittags - wie den Tag verbringen? Wir sind auf die Nordkette hochgefahren, hier ein paar Impressionen (wobei ich mich immer frage, warum Menschen so dumm gucken, wenn ich mich fürs Selfie in Position setze ...):

















Wetter - grandios.
Nach einem Pilzspatzn-Mittagessen machte sich Frauchen für den Lauf fertig. Es hieß, im Startbereich in Hall (es war ja ein Punkt-zu-Punkt-Lauf) solte nochmal die Pflichtausrüstung, u.a. auch eine Regenjacke, kontrolliert werden. Also schnallte sich Frauchen für diese Kurzstrecke, 2 Stunden plus, doch tatsächlich ihren Camelback um. Und war dann erleichtert, dass sehr viele Starter auch Rucksäcke trugen. Im Viehtransporter, äh nein, Shuttlebus ging es dann nach Hall. Ab hier berichtet Frauchen, da ich mit Herrchen bei Eis und Sonnenschein im Park am Ziel Landestheater in Innsbruck auf sie wartete.

Es war heiß. Start ist in Hall in der Burg Hasegg. Die Wartezeit bis zum Start verging mit dem üblichen Anstehen auf die nur zwei Örtlichkeiten sehr schnell. Dann der Start und erstmal Verwirrung, wo denn nun die Zeitmessung beginnt. Raus aus der Burg im Trippelschritt, Treppe runter, durch eine Unterführung (da maulten die ersten schon, was denn die Stufen sollten ...), andere Seite hoch und erstmal wieder stehen. Einreihen auf einspuriger Treppe den Berg hoch. Dann ging es die ersten 3 Kilometer bei praller Sonne und stehender Hitze durch Altstadtgassen, Nebenstraßen und kleine Wiesenwege Richtung Absam und weiter den Berg hoch. Nicht steil, aber stetig. Bei 26 Grad im Schatten. Selbst ich, als hitzeliebend - und -resistent bekannt, hatte da meine Schwierigkeiten, Maximalpuls und jappste. Dann ging es links ab, oben auf der Höhe Richtung Innsbruck. Mit herrlichen Aussichten, immer mal wieder runter und hoch, dann sollte laut Höhenprofil die erste Verpflegungsstelle vor dem großen Anstieg kommen. Tja, der Anstieg kam, die Labe nicht. Da fängt man schon an, an sich zu zweifeln. Später wurde klar - sie hatten sie extra verlegt, weil die Läufer wohl oben mehr Durst hatten als vor dem Hochlaufen. Viele Läufer liefen auch jede Viehtränke oder Wasserstelle zwischendurch an. Auf der Strecke waren ja nicht nur wir "15 km"-Läufer, sondern auch die Marathonis, die früher gestartet waren und für die es der letzte Teilabschnitt war. 
Diesen Streckenteil kannte ich noch von meinem Start vor 2 Jahren. Da hatte ich übrigens hinterher moniert, dass es zwar ein schöner Landschaftlauf war, aber kein Trail. Böser Fehler. Das hatten die Veranstalter anscheinend gelesen, und haben extra neue Abschnitte eingeflochten. Denn auf einmal ging es weg vom schön zu laufenden Waldweg, direktemang geradeaus hoch auf einem Trampelpfad durch den Wald. Steil. Und durch die trockene Erde sehr rutschig. Ich war sehr dankbar für meine neuen Trailschuhe mit der noch überhaupt nicht abgelaufenen griffigen Sohle. Autsch! Ach so, da ragte ein Ast vor. Pech für ihn, er splitterte. Und Pech für mein Bein, schöner Bluterguss ...
So langsam näherten wir uns Innsbruck, da war schon der Berg Isel mit der Schanze zu sehen. Ich wähnte mich weit hinten, viele Abschnitte war ich - genau wie die anderen um mich herum - gegangen statt gelaufen. Nun ging es downhill - das war ja 2016 so ein übler Abschnitt gewesen, quasi freier Fall. Jetzt war die Wegführung anders. Nämlich schmaler Waldpfad mit Wurzeln, rutschiger trockener Erde und Serpentinen. 180-Grad-Kurven. Also hinein ins Nicht-Vergnügen. Ich überholte, andere schnellere ließ ich dafür vorbei. Mein rechter Oberschenkel muckte nach einer gewissen Zeit, denn es sollte ja über 2 km rund 400 Höhenmeter abwärts gehen. Plötzlich - da, da war der Pfad zu Ende! Hallelujah! Rechts auf einen breiteren Weg. Und vor einer Wand gestanden. Ging es doch nochmal gefühlte 30 % Steigung über einige 100 Meter bergauf. Da blieben einige Läufer um mich herum einfach mittendrin stehen, "ich will nicht mehr" ... Zäh habe ich mich nach oben gekämpft, und hoffte auf ein kleines ebenes Stück, damit sich meine Oberschenkel wieder beruhigen konnten. Viel zu schnell ging es dann aber wieder weiter abwärts. Das war der Moment, wo meine Oberschenkel nach oben funkten "uns reicht´s, lauft Ihr mal allein weiter, wir streiken!". Was ja nun physikalisch unmöglich ist, aber faktisch doch geht. Sie machten zu. Und jeden Schritt zu "aua aua aua". Was mir dann auch laut entfuhr, als wir - endlich auf Inn-Höhe angekommen - ein paar Treppenstufen herunter zur Innbrücke laufen mussten. Irritierte Blicke allenthalben. Aber das hat gutgetan, das laute Jammern .... Danach weiter und ich habe sogar - im Gegensatz zu 2016 - noch so etwas wie einen langgezogenen Zielspurt hinlegen können. Die Zeit war sowieso schon weit über 2 Stunden, indiskutabel für 16 km!

Da war Frauchen ja endlich! Ich bin aufgesprungen, gemeinsam haben wir gefinisht.


Und ich gleich mal mit ihr herumgezetert, warum sie so langsam war. Und sich wieder so schwer getan hat .. anscheinend fehlen bei so einem Frühjahrstermin noch die Bergwanderkilometer und Höhenmeter. Denn später im Jahr hat sie lange nicht so kaputte Beine nach so einer vergleichsweise geringen Belastung (ja, ist doch wahr! 400 Höhenmeter und runde 16 km sind doch eher Kurzstrecke!). 

Im Endergebnis war Frauchen dann aber doch nicht soooo schlecht: 127. von 208 Damen, 2:20,45 Stunden, auch viele Herren hinter sich gelassen, insgesamt 404 Finisher. Und 7. von 19 in ihrer Altersklasse.


Abends gab es dann noch nach Kässpatzn den obligatorischen Kaiserschmarrn. Sonntag sind wir dann gleich abgefahren, um beim Achensee anzuhalten, Löwenzahnwiesen zu gucken, den herrlichen Sommertag im April zu genießen und noch ein bißchen spazierenzugehen.

Fazit: Das Inssbruck Alpine Trail Festival ist ein bestens organisiertes Laufevent. Gegenüber der Premiere sind jetzt alle Strecken sehr gut gekennzeichnet, alle Helfer sehr nett, Verpflegungstellen und Startersackerl top. Man darf nur nicht die Srecken unterschätzen ... Und wenn man, so wie wir, zweimal Glück mit dem Wetter hat (2017 war garstiges Wetter mit Kälteeinbruch, Schnee und Regen), dann ist Innsbruck auf jeden Fall eine Reise und einen Start wert!

Und wie andere Finisher das #IATF gelaufen haben - hier der Bericht von exito Gipfelstürmern - alle auf den längeren Distanzen!

Bis bald Euer Iwan



 

Samstag, 21. April 2018

Wird eine Steigung jedes Jahr steiler?

Hallo Leute,

gestern morgen habe ich bei schönstem Hochsommerwetter im April Frauchen auf den letzten langen Trainingslauf vor Innsbruck geschickt. Da haben wir für Berg-/Trailläufe so eine spezielle lange Strecke, von Ziegelstein durch den Wald nach Buchenbühl, das links liegen lassen, weiter mit kurzem heftigen Trailanstieg und dann schnurgerade durch den Wald weiter Richtung Kalchreuth. An einer großen Lichtung abbiegen, dann wieder ein schöner Trailpfad, der eine Schlucht durchschneidet, dann wieder hoch auf holprigem Waldgeläuf, bis man oben auf einem Feldweg vor Kalchreuth herauskommt. Zu dieser Jahreszeit besonders schön, denn neben der herrlichen Weitsicht auf Moritzberg, die fränkische Schweiz sowie ganz Nürnberg von oben hat man viele blühende Kirschbäume. Wenn man sie denn sehen kann vor lauter brennendem Schweiß in den Augen, hehehe.

Eine Runde Ausblick genießen und dann wieder runter, fast den gleichen Weg zurück. Der Haken ist eine langgezogene Steigung, die dann zum Schluss hin immer steiler wird. Schon immer. Aber Frauchen kam gestern nach Hause und meinte, der Anstieg wäre nun noch steiler als in den Vorjahren .... Hm. Und die Strecke sei noch länger als früher. Ah ja. Mal ganz abgesehen davon, dass sie die Strecke wie ein Uhrwerk läuft ( 2016 in 2:21:35, 2017 in 2:21:49, heute in 2:21:22) ... ich bin ja kein Deppenbär, eine Strecke wird nicht so einfach länger und steiler.

Doch, behauptet Frauchen. Das läge an der Erdkrümmung. Und am Klimawandel. Der würde dafür sorgen, dass sich die Verwerfungen immer mehr aufrichten. Und weil sie ja steiler sind, aber die ursprüngliche Distanz wieder erreicht werden muss, wird noch ein Stück eingeflickt. Ja hat man denn so einen Blödsinn schon mal gehört? Was haltet Ihr davon? Glaubt Ihr Frauchens Theorie, oder mehr mir, der sagt, damit will sie nur bemänteln, dass sie sich mit zunehmdem Alter immer schwerer tut? Autsch, weitertippen gefälligst, nicht den Bären hauen!

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 15. April 2018

Grüße von der anderen Seite der Startnummernausgabe

Hallo Leute,

Frauchen und ich sind ja bei vielen Laufwettbewerben gestartet. Dabei bleibt nicht nur die Strecke und die eigene Leistung im Gedächtnis, sondern das "Gesamtpaket". Was gab es für das Startgeld, wie war die Organisation, das ganze Drumherum ... vor allem die Helfer sind hier gefragt. Viele Läufer machen sich darüber gar keine Gedanken - wir ehrlich gesagt bei den ersten Starts auch nicht. Die waren halt einfach da, bei der Startnummernausgabe, als Streckenposten, an den Verpflegungsstellen, im Ziel. Inzwischen ist ja Frauchen selbst Organisator eines Laufevents (Tiergartenlauf in Nürnberg) und weiß, was alles daran hängt. Und gestern hat sie mal wieder als freiwillige Helferin den Tag verbracht, beim Stadtwaldlauf vom LAC Quelle Fürth.

Nun ist ja jeder Lauf anders, der Stadtwaldlauf ist von einem Verein organisiert und nicht darauf angelegt, Gewinn zu machen. Er wird nicht von Profis betreut, sondern von engagierten Vereinsmitgliedern und deren Familienmitgliedern. Die ihre Freizeit opfern. Manche Läufer behandeln die Helfer aber doch sehr arrogant, wenn was nicht gleich so funktioniert und der Helfer "spurt", wie es der Läufer gern hätte. Für andere Starter sind die Helfer Luft, da könnten auch Roboter stehen, die einem das Wasser anreichen. Bitte nicht falsch verstehen - 95 % der Starter sind nett und freuen sich über ein nettes Wort, und sagen auch ein nettes Wort zu den Helfern. Darüber freuen sich dann die Helfer sehr. Frauchens Appell nach dem gestrigen Einsatz ist also:
  • Wenn Ihr Eure Startnummer holt, lest halt erstmal, wo es die Nummer zu welchem Lauf gibt. Das steht immer, bei jedem Lauf, groß an den Tischen oder drüber. Beim 10. Mal Name vergeblich auf Liste gesucht, dann festgestellt "achso, Halbmarathon, nicht Startnummer für Kind im Schülerlauf abholen" wird es langweilig ... 
  • Hilfreich ist auch, entweder die Meldebestätigung dabei zu haben (da steht nämlich der Name schön lesbar drauf ...) oder den Namen deutlich zu sagen ... und zwar nicht nur den Vornamen! Erleichtert ungeheuer das Finden in den Listen und damit das Finden der Startnummer ...
  • Und nein, wenn der Name auf der Nummer steht, nicht einfach danach grapschen, weil man so einen ungewöhnlichen Vornamen hat .... es kann trotzdem sein, dass es diesen Vornamen mehrfach in der Meldeliste gibt und es eben nicht "Eure Nummer" ist ...
  • Die Getränke und das Futter am Verpflegungsstand haben sich nicht selbst in die Becher gegossen, bzw. geschnitten und dort hingelegt. Ein "Danke" beim Nehmen erfreut jeden Helfer.
  • Übrigens, leergetrunkene Becher neben die vollen zu stellen und wegzugehen, ist nicht die feine englische Art. Wenn man noch Durst hat - wir schenken gern nach. Und wenn man nichts mehr will, dann kann man seinen Becher in den vorgesehenen Abfallbehälter werfen - denn entweder hat es der Helfer nicht gesehen und füllt den leeren Becher wie alle anderen leeren Becher - was bäh für denjenigen ist, der den benutzten Becher dann erwischt. Oder er muss aufhören mit Füllen für die anderen durstigen Starter, und den Becher selbst wegwerfen.  
Nun aber zum Erfreulichen:
  • Ein Starter strahlte im Ziel nur so - sein erster Halbmarathon, erfolgreich gefinisht, 1:58 Stunden. Er meinte dann "wow, ich bin angefixt ... sagt mir doch gleich mal, wann und wo die nächsten Startmöglichkeiten sind". Da freut man sich mit!
  • Ein 74jähriger Herr kam unter den Letzten des Halbmarathons ins Ziel (man muss sagen, es war ziemlich warm und viele Läufer hatten mit der Hitze zu kämpfen) und war hin und her gerissen - einerseits Freude, dass er wieder einmal einen Halbmarathon gefinisht hatte, andererseits ärgerte er sich über seine Zeit.
Zwei Starter, denen Frauchen Wasser anreichte, sind besonders zu nennen:
  1. Anja Beranek, die erfolgreiche fränkische Triathletin, die den Halbmarathon als Trainings-Laufeinheit zwischen zwei Radeinheiten am Samstag nutzt. Supernett, Du hast  nun zwei weitere Fans, liebe Anja!
  2.  Ein Beagle, der mit Herrchen den Nachwuchs innen bei der 400-Meter-Stadionrunde im Bambinilauf begleitete. Und danach sehr keuchte - er bekam von Frauchen auch einen Becher Wasser, auf dem Boden angereicht.
Als Frauchen dann nach Hause kam, habe ich sie aber gleich auf die samstägliche Trainingsrunde gescheucht ... nicht dass sie denkt, sie kann sich auf ihren Helfer-Lorbeeren ausruhen!

Bis bald Euer Iwan





Samstag, 7. April 2018

Mein Freund, der Baum ....

Hallo Leute,

ja, mich gibt es noch. An Ostern waren meine Menschen in Valencia, ohne mich. Ich habe mich ja schon langsam an diese Art der Vernachlässigung gewöhnt ... meine Art der Rache sind üble Trainingspläne für Frauchen. Aber sie musste gleich wieder übertreiben, und ist zweimal je knapp 2 Stunden im Turia gelaufen. Falls Ihr dieses Gelände nicht kennt - ein trockengelegtes Flussbett quer durch die Stadt, wunderschön als Parkanlage mit vielen Büschen, Bäumen (natürlich jetzt alles blühend) und vielen vielen Kilometern extra nur für Läufer angelegte Laufstrecke ...

Apropos Baum: in drei Wochen steht der Innsbruck Alpine Trail an, also muss ich jetzt das Berglauftraining verschärfen. Das macht Frauchen ja bekanntlich bei uns im Marienbergpark, einmal die Woche nur hoch den Hügel, andere Seite runter, umdrehen, zurück usw. Heute kam sie fast mit Tränen in den Augen nach Hause. Denn die Stadt hat beschlossen, dass dieses ganze Areal "verbessert", "aufgehübscht" oder was auch immer werden soll. Es führt ein kleiner asphaltierter Weg auf beiden Seiten hoch, im "Gipfel"bereich sind es Stufen plus daneben jeweils ein kleiner Trampelpfad und ein Plateau. Auf der einen Seite teilt sich der Weg herunterszu, man kann links herum wieder zum Ausgangspunkt gehen. Ganz neue Erkenntnis, dass das alles bäh ist. Und man dringend einen neuen Weg braucht. Plus die Stufen abtragen will, um neue Zugänge zu schaffen. Die neue Strecke soll circa 20 Meter neben dem alten Weg liegen. Dummerweise standen da aber so rund 15 Bäume herum. Blöd für die. Jetzt sind sie abgeholzt. Große Bäume. Ohne Worte.

Ganz ehrlich - musste das sein? Es gibt einen Weg. Der sehr gut von der Streckenführung ist. Aber anscheinend nicht gut genug. Und wenn dann halt Bäume im Weg stehen - weg damit. Nürnberg ist ja nur eh schon sehr weit hinten in der Rangliste der Städte mit den meisten Bäumen. Das kann man ja noch verschärfen, indem man 15 mehr weghaut.

Sorry, das musste raus. Ich bin bestimmt kein Wutbär, äh, Wutbürger, aber das macht mich schon sehr sehr sauer!

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 25. März 2018

Finish vor der schönsten Kathedrale Europas

Hallo Leute,

Frauchen ist wieder aus Mallorca zurück. Der Wettergott war ihr und Oma dieses Mal nicht hold - Temperaturen teils im einstelligen Bereich, meist eisiger und sehr starker Wind. Dafür aber blühende Wiesen und schöne Laufrouten. Ich hatte ja, nachdem mir Fozzie die Ohren vollgewinselt hat, ihn wieder eingesetzt als "Assistenzcoach 3. Klasse auf Bewährung". (Die anderen Ränge sind nicht vergeben, aber ich will ihn ja nicht gleich wieder rehabilitieren, nachdem er im Januar so versagt hat ...)

Dieses Mal hat er meine Vorgaben dann aber zu wörtlich genommen - nachdem ich gezetert hatte, weil Frauchen lieber aufs Laufband im Hotel gegangen war, hat er sie dieses Mal auch bei strömendem Regen und 9 Grad rausgesetzt zum Training. Und ansonsten ordentlich angetrieben. Jeden Tag eine vier- bis fünfstündige Wanderung und danach noch eine längere Laufrunde. Oma hat übrigens Eure volle Hochachtung verdient: die Frau ist 80,5 Jahre alt, hatte letztes Jahr einen Oberschenkelhalsbruch und ist dieses Jahr die Wanderungen zwar langsamer, aber bis zu 15 km oder ordentliche Bergtour über steinige Pfade am Talaia de Alcudia gelaufen.



Einziger Ruhetag für sie war der Renntag für Frauchen. Wieder, wie schon 2017, die 10 km "Port de Palma". Leider dieses Jahr ohne Manu und André, aber dafür mit gefühlt 60 % Deutschen unter den mehreren Tausend Startern. Frauchen klapperte bis zum Start um 11 Uhr an der Hafenmole in Palma ordentlich vor sich hin - 12 Grad, und starker kalter Wind. Übrigens, ein Tipp von mir als Coach: es lohnt sich, sich vor dem Start den Streckenplan anzugucken. Dann würde man nicht, wie Frauchen, nach der Mole linksherum rennen wollen ("da ging es doch auch letztes Jahr entlang") und sich dann wundern, warum man vor einem Absperrgittter steht .... Dieses Jahr ging es halt andersherum!


Die 10 km selbst vergingen schnell, von Platz 652 kurz nach dem Start arbeitete sie sich über Platz 617 auf Platz 605 im Ziel vor. Die Zeit, naja, immerhin war die zweite Hälfte schneller als die erste .... 60:11 Minuten. Aaaarrrrgggghhhh! Wieder knapp an der "Sub-1-Stunde" vorbeigeschrammt!
Aber immerhin nicht Letzte, 745 kamen ins Ziel, der Lamgsamste mit über 2 Stunden.

 Im Ziel gab es dann noch eine Medaille, Obst, ein Powergetränk - vorher hatte es schon ein Funktionsshirt, einen Früchteriegel und einen kleinen  Rucksack gegeben. Und das alles für 12 Euro! Unbezahlbar ist aber immer wieder der Lauf auf dem Paseo Maritimo, vor allem dann Richtung Kathedrale mit blauem Himmel und Sonne. Ein toller Anblick, den Frauchen inzwischen nun schon zum 6. Mal (alle verschiedenen Läufe in Palma zusammengezählt) hatte. 2015 war ich ja auch dabei:


Nun ist es aber genug mit "Spaßläufen", jetzt wird das Training angezogen, denn Ende April steht mit dem Trailrunning Festival in Innsbruck der erste echte Belastungstest an!

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 11. März 2018

Laufband - nichts für "echte Läufer"?

Hallo Leute,

da schmökere ich gerade in der Runners World, besonders gern schaue ich in die Leserbriefe. In der März-Ausgabe bin ich allerdings ob eines bestimmten Leserbriefes fast umgefallen.
Ich zitiere: "Diejenigen, die Laufbänder benutzen, sind doch aber gar keine echten Läufer, sondern meist Fitnesssportler." Aha.
Was macht denn dann einen "echten Läufer" aus? Dass er draußen läuft? Oder wird auch der Untergrund vorgeschrieben? Tartanbahn, eventuell wird noch Straße akzeptiert? Hallenläufe gelten nicht? Oder gilt alles, was nicht auf dem Laufband stattfindet? Zählt die Vorwärtsbewegung? Was ist dann mit Treppenläufern und Rückwärtsläufern? Hm, wenn man das Ganze weiterdenkt, wird es immer schwieriger ...
Interessant auch, dass Läufer wie Flo Neuschwander gern im Winter mal aufs Laufband steigen und das auch öffentlich zugeben. Ach so, der ist ja kein Läufer, sondern ein "Fitnessportler". Nur eben einer, der locker mal 80 oder 100 km im Wettkampf läuft. Das ist der Leserbriefschreiberin aber sicher egal, zählt nicht als "Laufen".
Gut, Frauchen läuft auch lieber draußen. Am liebsten in den Bergen. Oder im Wald. Oder auf Mallorca. Es gibt aber eben auch Umstände, wo das Laufband die einzige Möglichkeit darstellt, zum Lauftraining an dem Tag zu kommen. Wenn es schüttet wie aus Eimern. Wenn man in einer fremden Stadt im Hotel ist, es schon dunkel ist, man die Gegend nicht kennt und allein als Frau dann nicht loslaufen will ...
Wie seht Ihr das? Sind Menschen, die auf dem Laufband laufen, auch "Läufer"? Lauft Ihr gern auf dem Band, oder  gar nicht? Bin gespannt.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 6. März 2018

Mir reichts, Schnauze voll

Hallo Leute,

ich wollte heute eigentlich über das Thema "Spammails" bloggen, aber die Überschrift passt auch auf das Wetter.

Mir reicht es endgültig, ich habe die Schnauze voll von Winter, Kälte ... da dachten Frauchen und ich gestern "endlich, super, 11 Grad, der Frühling kommt". Und nun? Es schneit! So ekelhafte dicke weiße Flocken. Bei 1,5 Grad. Bäh. Erst anködern und dann wieder reinschmeißen, das habe ich gern. Ich mache nicht mehr mit beim Wetter, das habe ich beschlossen.

Wenn das nur bei meinem eigentlichen Thema auch so einfach wäre. Ich habe ja nun eine eigene Mailadresse. Und seit einiger Zeit leider auch einen Facebook-Account, nur für mein schriftstellerisches Netzwerk (klingt klasse, gell? Sehr beeindruckend ....) Ich weiß nicht, ob es wirklich damit zusammenhängt, aber seitdem ist mein Spam-Berg von maximal 5 pro Tag auf ungefähr 120 angewachsen. Täglich! Mein Mailprogramm sortiert zwar schön aus, aber ich muss sie trotzdem von Frauchen durchgucken lassen, ob nicht aus Versehen eine richtige und wichtige Mail dort drin ist. Also:
  • mich interessieren keine "asiatischen Schönheiten"
  • nein, auch nicht, wenn sie mir auf Englisch schreiben
  • das Gleiche gilt für ukrainische Damen
  • ich habe keinen nigerianischen Erbonkel
  • ich habe nirgendwo etwas bestellt
  • nein, ich rufe niemanden zurück, weil er mich nicht erreicht hat
  • auch Mahnungen lösche ich ungelesen
  • unsere Amazon-Bestellungen laufen auf eine andere Mailadresse
  • ICH BIN EIN BÄR!
Mal sehen, ob das klappt und der Spam weniger wird.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 27. Februar 2018

Komisches aus der Küche

Hallo Leute,

wir Bären haben ja so wenig zu Lachen. Aber seit Sonntag komme ich aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus! Was ist passiert?
Nun, es begab sich vor vielen vielen Jahren, genauer gesagt 1996, da zog Frauchen los, Küchenstühle für die neue Küche zu erwerben. Vier Stück sollten es sein, bequem und nicht zu teuer. Die Herausforderung: immer eine der drei Bedingungen war nicht erfüllt. Waren sie bequem und preislich angemessen, waren nur drei Stück zum Mitnehmen da. Andere dagegen waren zuhauf vorhanden (kein Wunder, sie waren extrem unbequem) ... Jedenfalls, sie brachte dann zwei rote und zwei schwarze nach Hause, optisch nicht gerade der Burner, aber sehr bequem.
Über die Zeit verabschiedeten sich schon zwei Exemplare, aber da meine Menschen ja auch nur zu zweit sind, passte es. Bis Sonntag. Da krachte es unter Frauchen bedenklich, und einer der zwei übrigen Mohikaner fiel auseinander. Nun war guter Rat teuer. Denn Frauchen hatte latent schon seit Verabschiedung des zweiten Stuhles nach Ersatz geguckt, aber - siehe oben. Entweder zu teuer, oder unbequem ...
Es half nichts, Sonntag Nachmittag online herumgesucht. Es gibt ja sehr viele Stühle, wir waren wirklich bass erstaunt. Ob die Teile auch bequem sind - darauf konnte jetzt keine Rücksicht mehr genommen werden! Zwei Exemplare in grün bestellt. Vorhin hat sie Frauchen vom Nachbarn, der sie netterweise entgegengenommen hat, herübergewuchtet. Oder sollte ich korrekterweise sagen: die Kiste geholt? Ähem. Ausgepackt sind sie schon. Auseinandergebaute Einzelteile. Sie hat auch schon gezählt, alle Bestandteile im "Stuhl-Puzzle" sind da. Nur Zusammenbauen ist nicht. Denn dafür braucht man zwei - einen, der hält, und einen, der schraubt. Ich bin außen vor, weil angeblich zu klein dafür, hehehe.
Jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Akt dieses Lustspiels. Denn .... hüstel, hüstel .... meine beiden Menschen sind handwerklich sozusagen Analphabeten.
Übrigens, falls Ihr Euch fragt, worauf Frauchen seit Sonntag sitzt: sie hat den kaputten Stuhl herzallerliebst repariert.  Mit breitem Geschenkband den Sitz kreuz und quer festgebunden. Wackelt schlimmer als ein Lämmerschwanz, aber man darf ja nichts sagen ...
Bis bald Euer breit grinsender Iwan

Dienstag, 20. Februar 2018

Alternativtraining zum laufen: Mythos oder sinnvoll?

Hallo Leute,

heute rede ich mal nicht übers Laufen. Oder nur indirekt. Was macht Ihr an lauffreien Tagen? (Ja, so etwas soll es geben, wenn man nicht gerade ein "Streaker" ist .... )
Bzw. ist Laufen Euer einziger Sport? Ich hatte ja schon mal erzählt, warum Frauchen mit dem Laufen anfing. Die Alternative hieß: aufhören zu essen. Also keine echte Alternative für uns Kaiserschmarrn-Junkies!
Nun ist aber bei Damen eines gewissen Alters, hüstel, die Schwerkraft oft stärker als ein an der hinteren Front befindlicher Körperteil. Auch vorne kann sich schnell etwas wölben. Deswegen sind ja auch die "BBP"-Kurse in den Fitnessstudios so beliebt. Für uns Herren übersetze ich mal: "Bauch Beine Po".
Diese Regionen werden zwar durch Laufen halbwegs dünn gehalten, aber so richtig knackig, zumindest "B" und "P", werden sie nur mit entsprechend unterlegter Muskulatur. Das besonders Fiese: wenn man sich die mal antrainiert hat, muss man auch immer weitertrainieren, sonst geht die ganz schnell wieder! Jedenfalls, Frauchen macht seit über 30 Jahren gewissenhaft ihre Übungen. Mein Tipp dabei: immer mal wieder variieren, andere Reihenfolge, anderer Bewegungsabläufe, sonst droht Gewohnheit.
Daneben habe ich ihr seit 3 Jahren massivst Übungen für den Oberkörper verordnet. Liegestütz (kann sie gar nicht, für mich immer ein Lach-Moment), Planks inklusive Seitrotation usw. Das kann man alles hervorragend abends vor dem Fernseher machen, wähend Nachrichten oder die Serie laufen. Meine zwei Mega-Geheim-Tipps aber sind:
  1. Sonnengrüße
    Ja, richtig gelesen, aus der Yogastunde. Nach dem Aufwärmen 20 Sonnengrüße, komplett und mit jeweils 3 Atemzügen je Position. Ersetzt ein ganzes Workout. Und Ihr bewegt Muskeln vom Po über Bauch zum Oberkörper, von denen Ihr als Läufer gar nicht wusstet, dass Ihr sie habt!
  2. Standwaage
    Und zwar so: ein Bein nach hinten ausstrecken, die Arme seitlich und den Oberkörper nach vorne bis zur Waage. Dann Bein im rechten Winkel vorbewegen, Arme ausgestreckt nach vorne. Wieder zurück und das Ganze mehrfach, jede Position drei Atemzüge halten (und zwar echte, nicht "schnaufschnaufschauf"). Alternativ beim Einnehmen der Waageposition Arme nach vorn, ein Bein nach hinten, bei Seitwärtsbewegung sowohl Arme als auch Bein seitlich. Macht Frauchen immer zum Ende des Ausdehnens nach dem Lauf, bzw. an Workouttagen ebenfalls zum Schluss, dann aber in Socken. Hört sich wesentlich einfacher an als es ist. Und bringt extrem viel für Standfestigkeit / Kippeln in unebenem Gelände.
Mein Fazit als Coach: seit Frauchen dieses verschärfte Alternativtraining durchzieht, läuft sie schnellere Zeiten bzw. wird auf langem Strecken nicht so schnell müde mit dem Oberkörper. Verspannungen kennt sie auch nicht mehr.
Welche Tipps habt Ihr, gibt es eine Super-Duper-Übung, auf die Ihr schwört? Her damit!
Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 13. Februar 2018

Einfach mal Danke für Tante Emma, äh Dagobert

Hallo Leute,

heute möchten Frauchen und ich mal eine Lanze brechen für Tante-Emma-Läden. Bei uns gegenüber ist so einer, der von Onkel Dagobert (kein Witz, der Inhaber heißt wirklich Dagobert mit Vornamen) geführt wird. "Das Räucherstübla". Und dieser Laden wird von Frauchen regelmäßig dreimal die Woche frequentiert.

Denn der Inhaber hat immer ihr geliebtes Kürbiskernbrot parat. Und kennt auch die bevorzugte Käsesorte, und Herrchens Lieblingsleberwurst. Gut, könnt Ihr sagen, hat der Supermarkt auch.

Aber das Kürbiskernbrot ist normal nicht im Sortiment. Sondern muss von ihm in seiner Mittagspause von einem anderen Bäcker geholt werden. Damit Frauchen es abends bequem mitnehmen kann, statt selbst zu einem anderen Bäcker zu gehen. Und wenn Frauchen nicht rechtzeitig kommt, dann hängt er ihr das Brot an die Wohnungstür. Bezahlung dann beim nächsten Mal. Kann das der Supermarkt auch?

Und heute dann der Sonderservice: da Fastnachtsdienstag ist, hat das Räucherstübla ab 13 Uhr zu. Und Frauchen erst ab 13 Uhr frei. Sprich bis sie zuhause war, ist es halb zwei gewesen. Und während sie gerade einparkte, kam auch der Inhaber von seiner Exkursion zum Bäcker zurück, um Frauchen ihr Brot zu überreichen. Und dann selbst in den freien Nachmittag zu starten.

Dafür mal ein ganz dickes DANKE schön!

So, nun werde ich mich den Kreppeln widmen, die Frauchen als Restanten aus der Arbeit mitgebracht hat. Sie hat schon zwei gefuttert, da muss ich mich eilen, um aufzuholen!

Bis bald Euer Iwan


Dienstag, 6. Februar 2018

Mallorca - (k)ein Wintermärchen

Hallo Leute,

Frauchen ist wieder von ihrer Lieblingsinsel zurück. Es ist ja auch meine, aber ich werde ja viel zu selten mitgenommen ... auch dieses Mal nicht, worauf ich Frauchen ja schlechtes Wetter an den Hals gewünscht hatte, hehehe. Hat auch geklappt, besser als ich dachte. Von 8 Tagen insgesamt 2,5 Tage Dauer-Dusch-Regen, an einem Tag mit erfrischendem weißem Schnee vermischt. Dazu auch frische, um nicht zu sagen kalte Temperaturen. An immerhin 3 Tagen war kurze-Hosen-Laufwetter (und wer mein verfrorenes Frauchen kennt, weiß, dass es dafür schon so ab 10 Grad aufwärts haben sollte ...).

Aber ich bin trotzdem schwer enttäuscht, und habe meinen Assistenz-Coach, Fozzie, gefeuert. Der war ja mitgeflogen und ich hatte ihm eingeschärft, auf Frauchens Ernährung und die Einhaltung des von mir akribisch erstellten Trainingsplans zu achten. Akribisch heißt in dem Falle "verschärft", sowie abgestimmt aufeinander aufbauende Trainingseinheiten. Und was macht dieses Karnickel von pflichtvergessenem Bär? Lässt Frauchen schon ordentlich jeden Tag am Büffet schlemmen. Plus jeden Tag mittags Aioli futtern. Besteht ja quasi nur aus Fett, das Zeug (aber soooo lecker, yummie, ähem).

Und zum Trainingsplan: erster Tag wurde noch eingehalten. Zweiter Tag stand langer Lauf, von Alcúdia nach Port de Pollenca, an der Bucht entlang, mit Ausflug ins Hinterland, auf dem Programm. Wurde auch noch eingehalten, 105 min., war o.k. Aber dann ging es los. Statt lockerem Lauf nach einer Bergwanderung am nächsten Tag 12 km über-die-Felder-laufen-und-Mandelblüten-bewundern. Und sich mit kläffenden Kleinkötern auseinandersetzen, die Frauchen schon von vielen Läufen dort kennt. Muss man nur ordentlich anschreien, dann verdrücken sie sich ... stört aber den Rhythmus.
Für Dienstag hatte ich dann einen leichten Berglauf angesetzt. Frauchen macht stattdessen einen 2 Stunden-Trail-Berglauf daraus. Weil ja das Wetter schlechter werden soll - ja und? Ist sie aus Zucker? Löst sie sich bei Regen auf? Also. Der Höhepunkt kam dann aber die nächsten Tage: statt schön draußen am Strand, auf der Promenade zu traben, steigt sie aufs Laufband! Und absolviert dort jeweils ein 1-Stunden-Training mit Anstiegen, Beschleunigen usw. Ja, was soll das denn? Nur weil es schüttet wie unter der Regenwalddusche? Um am vorletzten Tag dann statt des geplanten langsamen Laufs nach Can Picafort und zurück (18 km) über 22 km unterwegs gewesen zu sein, mit Schlenker in ein Vogelschutzgebiet und Umweg über Tiefsand am Strand, weil der eine Weg gesperrt war ... Ausreden über Ausreden. Total unqualfiziertes Training. "Hätte aber Spaß gemacht", sagt sie. Wie soll denn da ein Coach vernünftig arbeiten? Fozzie ist jedenfalls gefeuert als Assistenzcoach. Das nächste Mal fahre ich mit, komme was da wolle!

Und damit alle noch schön neidisch werden, hier ein paar Impressionen der dieses Jahr sehr früh blühenden Mandelbäume:




Bis bald Euer Iwan

Freitag, 26. Januar 2018

Wenn einer eine Reise tut ...

Hallo Leute,

normalerweise geht der Spruch so: "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen". Bei Frauchen ist ja vieles anders, also auch hier. Denn aktuell müsste es bei ihr heißen "wenn eine eine Reise tun will, dann hat sie was zu erzählen". Also los ...
Im August letzten Jahres wieder, nachdem es 2017 so schön war, für Ende Januar ein 9 Tage-Paket Flug/Hotel auf Mallorca gebucht. Sollte wieder ein schönes Lauf-/Wander-Trainingscamp für sie werden. Dummerweise genau 8 Tage vor der Insolvenz von Airberlin gebucht. Ihr ahnt, mit wem die Reise sein sollte? Richtig, Airberlin Holidays. Beruhigende Mail kam: die Flüge würden ja mit Niki durchgeführt, also kein Problem - Niki fliege ja weiter.
Bis 13. Dezember. Da musste auch Niki Insolvenz anmelden. Aber wir hatten ja glücklicherweise über ein Reisebüro gebucht (s.o.), ansonsten wäre eh schon alles futsch gewesen. Nächste Mail kam: keine Sorge, sie kümmern sich, und versuchen Ersatzbeförderung zu organisieren.
Frauchen wartete. Und wartete. Losgehen sollte es eigentlich heute, am 26.1. Nachdem sie bis 10.1. noch nichts gehört hatte, rief sie die angegebene Servicenummer an.
Endlosschleife mit nerviger Musik. Und dem Tipp, man möge doch auch das Kontaktformular im Internet nutzen. Also dort die Frage eingetippt, was denn nun wäre? Es kam sofort per Autoresponder der Hinweis "wenn man eine dringende Frage habe, möge man doch bitte anrufen". Ah ja.
Nächster Tag, nächster Anlauf bei der Hotline. Telefon auf laut gestellt und erstmal weggelegt. Nach über 8 Minuten war sie dann tatsächlich schon dran! Kurz Frage gestellt, und die doch etwas kuriose Ansage erhalten: man sei erst an der Umbuchung für den 20.1., ihr Tag sei noch nicht dran, sie würde angerufen. Und sie sei doch "sicher bei Abflugtag und Abflug-Flughafen flexibel". Äh - nein.
Gewartet. Weiter gewartet. Am 17.1. (nur noch 9 Tage bis gebuchter Abflug) angerufen, mit demselben Procedere: Telefon laut- und erstmal weggestellt. Diesmal schon nach rund 7 Minuten mit einer netten Dame verbunden. Die "es erstmal checken musste", um dann nach 1 Minute mit der ermunternden Botschaft aufzuwarten "es gäbe keine Flüge". Frauchen könne jetzt wählen: entweder alles stornieren, Geld zurück plus Gutschein, oder anteilig Geld für die Flüge zurück, Hotelbuchung bliebe, und Frauchen möge selbst Flüge buchen. Wie das gehen sollte, wenn Airberlin Holidays schon keine Flüge findet, das war mir zwar nicht so ganz  klar ... aber nun ja. Bedenkzeit erbeten, und eifrigst online recherchiert. Diesen Marathon erspare ich Euch. Lange Rede, kurzer Sinn: am Abend des 17.1. war die ursprüngliche Reise storniert, und Frauchen hatte alles separat nochmal neu gebucht, inklusive Storno und Neubuchung Mietwagen. Denn nun geht es morgen in aller Frühe los, mit Germania. Die auf ihrer Website anpreisen "Online Check in ab 23 Stunden vorher". Zwar mit diversen Ausnahmen, aber der Flug von Frauchen fällt nicht unter diese Ausnahmen. Oder doch? Nach vier vergeblichen online-Versuchen ("Buchung nicht gefunden" - Panik) kam dann die Info, dass für diesen Flug auch kein Online Check in möglich sei. Gleiches Hotel wie vorher auch in Port d´Alcudia. Rückflug dann Sonntag den 4.2. abends mit Swiss über Zürich.
Nun bin ich gespannt, wie das alles so klappt. Frauchen hatte sich schon morgen auf einer ihrer Lieblingslaufrunden visualisiert, Sonne und milde Temperaturen - aber nix da. Da ich (mal wieder, wie ich zu meinem Leidwesen betonen muss!) nicht mitdarf, habe ich für schlechtes Wetter gesorgt. 3 Tage ergiebiger Regen. Das hat sie nun davon! Aber ich gebe ihr auf jeden Fall einen saftigenTrainingsplan mit. Und hüte hier mit Herrchen die Wohnung, dem kann ich mit meinen sarkastischen Kommentaren so richtig schön auf die Nerven gehen, hehehe.
Bis bald Euer Iwan



Donnerstag, 18. Januar 2018

Zugfahren ist verhext

Hallo Leute,

wer uns kennt, weiß: Frauchen fährt ungern Zug. Ja, ich weiß, unter ökologischen Gesichtspunkten ist Zugfahren dem Auto oder dem Flugzeug vorzuziehen. Und ist bequem, man wird gefahren und kann lesen. Bei normalen Menschen läuft Zugfahren ja auch so ab:
  1. Fahrkarte kaufen
  2. Einsteigen
  3. Fahren
  4. Ankommen (das meist auch pünktlich)
Bei Frauchen läuft das so ab:
  1. Fahrkarte kaufen
  2. Auf Bahnsteig stehen und auf Zug warten
    1. Zug kommt verspätet
    2. Zug kommt gar nicht
    3. Zug kommt, ist aber überfüllt und fährt andere Strecke
  3. Einsteigen (falls nicht Situation 2.2.)
  4. Fahren
    1. Zug hält ohne Grund bis zu 30 Minuten auf offener Strecke
    2. Zug wird ausgehend vom Bordrestaurant mit Wasserschaden überschwemmt
    3. Zugheizung fällt aus (Winter, bei minus 10 Grad Außentemperatur)
    4. Zug fängt an zu brennen - Evakuierung auf offener Strecke
  5. Ankommen, mit mindestens 1 Stunde Verspätung auf einer 2 Stunden-Strecke.
Jetzt könnt Ihr ja sagen - kein Wunder, wenn man oft Zug fährt, kommt das auch mal vor. Tja, das Zauberwort ist "oft". Frauchen fährt im Schnitt einmal im Jahr. Eben weil ihr immer so etwas passiert. Letztes Mal war vor ca. 18 Monaten, da musste sie mit ihrem Chef nach Frankfurt fahren. Smalltalk im Abteil. Chef fragt, warum sie so ungern Zug fährt. Mein Frauchen, schön treudoof, sagt die Wahrheit ... "weil halt immer etwas passiere".  Bis dahin war der ICE auch schön brav und pünktlich gefahren. 5 Minuten später stand er ... irgendwann kam dann die Durchsage "wir mussten anhalten, wissen auch nicht warum, hoffen, dass es gleich weitergeht". 5 empörte Augenpaare richteten sich auf Frauchen ...

Und für heute stand eine Konferenz in Frankfurt auf der Agenda. In der Innenstadt, da bietet sich ja geradezu der ICE vonNürnberg aus an. Die Assistentin der Geschäftsführung hat das Ticket gebucht und gewitzelt, dass diesmal bestimmt alles glatt geht.
Nun ja: Orkan Friederike. Frauchen stand schon auf dem Bahnsteig am Hauptbahnhof. Erst hieß es "pünktlich", dann "15 Min. später", dann "3 Stunden später" ... da kramte sie schon ihr Zeug zusammen. Gleich darauf dann die Meldung "Zugfernverkehr komplett eingestellt".

Also ich kann Euch nur den Tipp geben - wenn Ihr jemals plant, mit dem Zug zu fahren, fragt erst Frauchen! Nicht dass die auch an dem Tag Zug fahren will - dann könnt Ihr Euch auf was gefasst machen.

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 11. Januar 2018

Das Geheimnis der grünen Hose

Hallo Leute,

der heutige Titel klingt nach Edgar Wallace, nicht wahr? Dahinter verbirgt sich aber die Antwort auf eine uns häufig gestellte Frage: Warum trägt Frauchen auf so vielen Fotos unserer Läufe eine grüne Laufshorts?

Also: erstens poste ich fast nur Fotos von Wettkämpfen. Und Wettkämpfe haben wir meistens im Sommer, daher die Shorts. Zweitens ist grün ihre Lieblingsfarbe. Beim Laufen bringe sie ihr Glück ... Ob wir abergläubisch sind? Nein, absolut nicht, wer glaubt schon daran, dass das Tragen einer bestimmten Hose einen schneller macht? Aber es schadet ja nun auch nicht ...

Jetzt kann ich schon Eure Gedanken und Fragen spüren. Eine Hose, und die ist immer im Einsatz? Nein, wie gesagt, eigentlich nur bei Wettkämpfen. Und es sind .... zwei Hosen! Als Frauchen die Teile vor nunmehr fast 25 Jahren kaufte (kein Witz!), da konnte sie sich zwischen zwei nur minimal unterschiedlichen grünen Laufhosen von Adidas nicht entscheiden. Beide hatten zwei Seitentaschen, eine aufgesetzte Tasche hinten, saßen bequem (Frauchen hasst Tights) und waren saftig grün. Die eine vielleicht eine kleine Spur heller, und sie hatte noch eine extra Seitentasche für Kleingeld. Die andere, dunklere, war farblich minimal schöner. Und was macht man, wenn man sich nicht entscheiden kann? Richtig, man kauft beides! Übrigens, die Hosen haben damals je 19 DM gekostet. Wenn ich das auf die Jahre und die gelaufenen Kilometer umrechne, ein echter Schnapper!

Ach ja, und sie werden natürlich auch ordentlich gewaschen. Und wenn doch mal ein kleines Löchlein auftritt, dann muss Oma mit der Stopfnadel ran. Frauchen graut es schon vor dem Tag, wenn mal alle Kunstfertigkeit nicht mehr hilft und es "time to say goodbye" ist. Aber glücklicherweise ist das noch lange nicht der Fall. Und so sehen wir der Kurze-Hosen-Saison mit Freude entgegen. Hier noch ein paar schöne Läufe in "grün" - wenn Ihr genau hinschaut, sehr Ihr vielleicht auch, welche der beiden grünen Shorts gerade im Einsatz ist!
Gebirgstälerlauf 2005
Achenseelauf 2006


10 km London 2015

Zermatt Halbmarathon 2014

Womens Trailrun 2014 Nähe Großvenediger

Womens Trailrun Zell am See 2015

10 km  Valencia2015

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016


Pitz Alpine Trail Festival 2016

10 km Palma 2017


Bis bald Euer Iwan