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Montag, 22. September 2025

Isar-Lauf 2025: wieder ein heißes Rennen

 Hallo Leute,

wir waren mal wieder in Lenggries fürs Wochenende - der Isar-Lauf stand an. Zum 6. Mal hatte ich Frauchen angemeldet, ganz uneigennützig, wie ich betonen möchte. Denn dass dabei Kuchen in rauhen Mengen für mich abfällt, beeinflusst meine Entscheidung ganz und gar nicht. Hüstel.

Eigentlich könnte ich es mir leicht machen und auf meine Berichte der vorherigen Teilnahmen verweisen. Same old, same old:

  • Das Wetter spielte das ganze Wochenende mit, Sonne pur, morgens zwar noch kühl, mittags 30 Grad
  • Ankommen, kleiner Spaziergang, Einlaufen, Samstag Wanderung, Sonntag das Rennen
  • Abends Pizza fassen beim Dorfitaliener (Spinat mit Gorgonzola, wie immer) 
  • Startgeld 24 Euro, dafür Medaille, zwei Proben (Sonnencreme und Fußbalsam) und Zielverpflegung 
  • Am Start in Lenggries am Kalkofen war der Bürgermeister nicht zu verstehen - gebt dem armen Mann doch auch mal das Megaphon, den Starter versteht man ja auch ...
  • Die Strecke ist traumhaft (Bilder vom Vortag, aber auch beim Rennen lief Frauchen meist allein für sich und hatte viel Freiraum):


     

    Brücke bei Arzbach, km 3


  • Im Ziel denselben Läufer wie im Vorjahr (aus Augsburg) getroffen, der mit seiner Zeit (s.u.) auch nicht ganz glücklich war. 
  • Viele Staus auf der Heimfahrt. 

Was war dieses Jahr anders?

  • Zu wenig Kuchen für mich. Viel zu wenig. Die Pensionswirtin hatte nicht gebacken. Der Dorfkonditor mit meiner Lieblingssachertorte hatte zu. Und den leckeren Aprikosenkuchen nach dem Zieleinlauf gab es auch nicht, dafür dieses Jahr Rhabarber. Essbar, aber der Aprikosenkuchen ist um Längen besser, wenn ich das als Kuchenconnaisseur sagen darf.



  • Normalerweise setzt Oma Frauchen in Lenggries am Start ab und fährt mit dem Auto nach Tölz zum Ziel. Dieses Jahr fuhren wir alle nach Tölz, und Frauchen fuhr mit dem Shuttlebus zurück nach Lenggries zum Start. Hatte irgendwie was von Viehtransport ...
  • Andere Zeit als im Vorjahr. Indiskutable 69 min 07,1 sec für (nach ihrer Uhr) 10,12 km. O.k. es war heiß, sie hat sich bei km 6 einen Becher Wasser direkt über den Kopf geschüttet. Aber sooo langsam? Ich hatte auf 65 min gehofft ...
  • Platz 62 von 84 Damen, 4. in ihrer AK, noch 5 Männer hinter sich gelassen.

Die Erkenntnis: so ganz hitzeresistent ist Frauchen auch nicht mehr. Grund Corona? Wechseljahre? Aber sie verträgt es anscheinend immer noch besser als viele andere. Der Rettungswagen war wieder im Einsatz. Und sie hatte Hochachtung vor denen, die die 21 oder gar die 30 km absolvierten!

Und wenn ich mir das Wetter heute so anschaue: 10 Grad und Dauerregen, da kann ich nur sagen: "Wieder Glück gehabt!" 

Bis bald, Euer Iwan

 

 

Montag, 11. September 2023

Isarlauf 23023: Hitzeschlacht

 Hallo Leute,

wir waren wieder in unseren heißgeliebten Bergen, von Freitag bis Sonntag, der Isarlauf stand zum 4. Mal für Frauchen an. Wie jedes Jahr begleitete uns Oma - inzwischen ja nur noch mit Rollator unterwegs. Es ist erstaunlich, wie flink sie damit noch wandert, aber genauso traurig zu sehen, dass eben Bergwanderungen für sie nie mehr möglich sein werden. Sie sind aufs Brauneck mit der Bergbahn hochgefahren und Oma wollte bis zur Idealhanghütte laufen, musste dann aber einsehen, dass mehr als der Panoramaweg einfach nicht mehr geht. Sehr traurig, wenn man bedenkt, dass sie noch als über 80jährige dort hochgewandert ist. Vom Tal aus. Und wie oft man selbst solche Wege geht und es als selbstverständlich nimmt, dass es immer so gehen wird ...

Aber nun genug der trüben Gedanken. Das Wetter war ... uff. Sonig, heiß, jeden Tag über 30 Grad. Samstag holten sie in Tölz die Startnummer ab. Wie schon immer (wir waren 2015, 2016 und 2018 bereits am Start)  gibt es für das Startgeld von 23 Euro die Startnummer. Und die Medaille. Das war´s. Das Shirt hätte man extra kaufen müssen, wir haben schon zwei, das eine trägt Frauchen sehr gern als "Glücksshirt" bei den langen Trail-Wettkämpfen. Aber wir wollen nicht meckern, sondern freuen uns, dass der Lauf wieder stattfindet - letztes Jahr musste er wegen zu geringer Anmeldezahlen ausfallen. Denn er wird nicht von einem professionellen Veranstalter, sondern vom dortigen Sportverein organisiert. Die Strecken bleiben gleich, entweder 21 oder 30 km von Tölz nach Lenggries bzw. Bretonenbrücke, und wieder zurück, die 10 km nur von Lenggries nach Bad Tölz.

Angemeldet für die 10 km waren rund 180 Läufer. Wie immer war der Start putzig: dieses Jahr war er ein paar 100 Meter weiter nördlich des Kalkofens, weil der Isar-Uferweg verlegt worden ist und man ja auf die 10 km und nicht 10,5 km kommen wollte. Die Dixie-Klos standen aber weiterhin beim Kalkofen, sodass manche Starter aus früheren Jahren sich etwas wunderten, wo denn nun der Start sei. Denn auch der Startbogen stand erst gegen 10:25 Uhr. Um 10:27 Uhr erschien ein Offizieller, erkennbar am Mikro. Und meinte: Start in 3 min. Er wurde darüber aufgeklärt, dass im Web sowohl 10:30 Uhr als auch 10:35 Uhr als Startzeit stünden. Und dass er lieber bis 10:35 Uhr warten solle, damit auch wirklich alle am Start wären. Ach ja, ein Notarzt lief auch herum und guckte die Wartenden kritisch an. Es war nämlich jetzt schon brachial heiß, 27 Grad. Im Schatten. Der Offizielle brabbelte munter los, um die Zeit zu überbrücken. Dann tauchte ein anderer Helfer auf und rief "ich habe hier noch 3 Startnummern! Wer will noch?" und tatsächlich meldete sich das Mädchen neben Frauchen, sie hatte noch keine Startnummer erhalten ... Um 1 min vor dem Start!!!!!! Dann kam noch die Durchsage zum Kleidertransport: man möge doch bitte alles da seitlich auf den Gehweg legen. Alles, was nach dem Start da läge, würde nach Tölz transportiert und sei dort abholbereit. Nix Kennzeichnung, nix geschlossene Beutel ...

Da die Strecke kurz nach Start schon eng würde, sollte man sich nach seiner geplanten Laufzeit vorn oder hinten einordnen. Ich frage mich ja echt, warum das so schwer ist. Klappt nie. Frauchen stand ziemlich weit hinten und musste dann erstmal auf dem ersten km nur überholen. Da ist es ihr Vorteil, dass sie die Strecke dank vieler Trainingsläufe dort im Schlaf kennt, mit allen Wurzeln, Stolpersteinen und Überholmöglichkeiten ... Oma und ich stiegen wieder ins Auto, um nach Tölz zu fahren und dort auf Frauchen zu warten.

"Die ersten 4 km geht es schattig an der Isar entlang. Es war trotzdem schon sehr schweißtreibend. Entweder seit Corona oder seit den Wechseljahren vertrage ich die Hitze auch nicht mehr so gut ... aber scheinbar immer noch besser als viele andere. Nach und nach sammelte ich einen Läufer nach dem anderen ein. Das Feld zog sich sowieso weit auseinander. Ich hatte wohlweislich meine Wasserflasche mitgenommen und konnte so zwischendurch immer wieder was trinken, war nicht auf die Verpflegungststellen angewiesen. Der Veranstalter hat super reagiert und bei km 6 noch eine zusätzliche spontan errichtet - ich hätte sonst befürchtet, es haut einige Läufer weg. Ab km 4 geht die Strecke größtenteils durch die Isarauen, sprich offene und sich schnell aufheizende Fläche in der prallen Sonne. Immer mehr Läufer vor mir gingen statt zu laufen. Was mich etwas demotivierte: normalerweise zeigt meine Laufuhr weniger Strecke an als tatsächlich gelaufen, hier brummte sie die Kilometer immer früher als die Streckenschilder. Und dann bellte mich doch tatsächlich auch noch ein mitlaufender Hund an, dass er vorbeiwolle! So habe ich das Gekläff jedenfalls interpretiert, sein Herrchen hat sich entschuldigt, zog dann aber trotzdem an mir vorbei. Die beiden waren dann ca. 2 min vor mir im Ziel. Ich habe mir dann auch zweimal Wasser über den Kopf gekippt, was für mich bei einem 10 km Lauf extrem ungewöhnlich ist. So, da war endlich der letzte km erreicht! Ein Offizieller klatschte mich ab (wohl weil ich ein Isarlauf-Shirt trug, andere Läufer ignorierte er) und dann ging es auf der Isarpromnade Richtung Ziel. Plötzlich ..."

Ja, das war die Überraschung! Oma hielt mich Frauchen entgegen, damit ich mitfinishen konnte - das hatte sie bisher noch nie gemacht! Ich hielt zwar ein bißchen Abstand, weil Frauchen tropfnass war - aber gemeinsam gingen wir durchs Ziel, endlich mal wieder ein neues Finish für mich! Zielfoto gibt es leider keines, nur mich mit Medaille und dem wohlverdienten, sehr leckeren Zielkuchen!


Für die Statistik - Frauchen wollte unter 65 min laufen, das ist inzwischen so ihre Dimension. Das hat sie leider verfehlt: 1:05,26 ist ihre offizielle Zeit (Bruttozeitmessung), ihre Uhr zeigte 1:05,18 für 10,07 km. Damit ist sie 40.von 66 Damen, 2. in ihrer Altersklasse, und insgesamt 98. von 138 Finishern. Die Siegerin (ja, tatsächlich, schneller als jeder Mann) lief übrigens 34,26 min.

Erst haben wir noch ein bißchen die eintrudelnden Läufer der anderen Strecken angefeuert, und uns dann schweren Herzens vom Isarwinkel verabschiedet.


Bis bald, Euer Iwan

Montag, 10. September 2018

Isarlauf: Berge können auch schön ...

Hallo Leute,

vor einer Woche waren wir ja am Achensee - "patschnass, hurra" sozusagen. Dauerregen. Nun waren wir wieder von Freitag bis Sonntag in der Gegend, dieses Mal in Lenggries. Der Isarlauf stand an.
Und das Wetter zeigte, was es kann - herrliche Spätsommertage. Also genau Frauchens Wetter. Nicht dass ich es nicht auch genießen würde ....
Ansonsten bin ich ernsthaft am Überlegen, meine Aufgabe als Frauchens Coach niederzulegen. Zurückzutreten sozusagen. Da bereite ich sie akribisch auf den 10 km-Lauf vor. Strecke flach. Nur eine Kurve auf der ganzen Strecke. Also absolut bestzeitenverdächtig. Und was macht sie? Torpediert meine Bemühungen:
  • "kleine" Bergtour mit Oma am Samstag, "nur" 650 Höhenmeter (aber die sehr steil)
  • danach ein Rieseneisbecher, mit ordentlich Sahne obendrauf:
  • nach dem Carboloading (Kässpatz´n) dann noch den von der Pensionswirtin spendierten Zwetschgendatschi weggeputzt
  • und ich konnte nichts dagegen machen!
Am Sonntag dann wieder Start am Kalkofen in Lenggries. Die Halbmarathon- und 30 km-Läufer starten in Bad Tölz, laufen entlang der Isar hoch bis Lenggries (bzw. Langeneck), Wendepunkt, dann auf der Strecke, die auch die 10 km-Läufer haben, zurück nach Tölz.
Das Startgeld von 19 Euro ist offen gesagt überteuert - dafür gibt es nämlich nur die Medaille, und Strecken-/Zielverpflegung. Andererseits ist diese Zielverpflegung selbstgebackener Kuchen (jammjamm), und der Lauf wird vom dortigen Sportverein gestemmt. Und die Strecke ist wirklich sehr schön.
Der Start ist schon mal ganz anders als man es von vergleichbaren Rennen kennt. Genau 1 Dixieklo, lange Schlange davor. Start war für 10:35 Uhr angesetzt. Der Startbogen steht, sonst nichts ... keine Musik, kein Offizieller. Der schlendert gegen 10:32 Uhr mit Megaphon in der Hand herbei, stellt sich auf den Hügel beim Kalkofen, spricht ein paar warme Worte, koordiniert die Uhrzeit per Telefon mit der Zeitmessung in Tölz (denn leider Bruttozeitmessung!), zählt von 10 herunter und sagt "los". Das wars. Die Läuferin neben Frauchen, das erste Mal dabei, war etwas fassungslos.
Oma und ich sprangen ins Auto, um nach Tölz zu fahren und dort Frauchen zu erwarten. Die rannte mit schweren Beinen (Bergtour, erwähnte ich das schon mal?) los. Meinte aber, sie sei gefühlt sehr schnell unterwegs. Bei km 5 der Blick auf die Uhr und weg war die Illusion: 30:08 min. Die erstrebte Zeit unter 1 Stunde rückte in weite Ferne, von einer neuen PB mal ganz zu schweigen.
Die Muskeln in den Beinen jammerten vor sich hin, Frauchen funkte ein "Durchhalten, ist nicht mehr weit, los, rennt" nach unten. Bei km 9 hatte sie genau 54:00 min. Also innerlich jaulend noch mal ein bißchen Gas gegeben und bei 59:51 min (nach ihrer Uhr) bzw. 59:58 im (Bruttozeitmessung) über die Ziellinie gegangen. Ich bin immer noch sauer, dass sie eine bessere Zeit durch ihr unvernünftiges Verhalten verschenkt hat! Und habe mich auch nicht von dem leckeren Aprikosenstreuselkuchen ablenken lassen, den es im Ziel für Läufer und ihre Coachs gab!
Mit ihrer Zeit wurde sie 128. von 206 Finisher, 42. von 95. Damen und 4. in ihrer Altersklasse. Das wäre ja o.k, aber die Zeit ... nun ja.
Bis bald Euer Iwan





Sonntag, 8. Juli 2018

Und wieder mal ... Lenggries

Hallo Leute,

das Wetter war wochenlang super ... um pünktlich zu unserem jährlichen Lenggries-Urlaub einzubrechen. Statt Sonne und Wärme hatten wir Kälte und teils Dauerregen. So war es in ganz Deutschland am Donnerstag, den 28. Juni, schön - nur wir hatten Platsch Platsch bei 12 Grad. 12!
Dazu hatte ich als Coach ein massives Problem mit meinem Schützling. Sie war ja für den Achensee Trail Hero am 23.6. angemeldet. Das Training darauf (700 Höhenmeter) verlief eher suboptimal. Dazu kam der (für Frauchen) starke Kälteeinbruch. Start erst 16 Uhr nachmittags, also wäre auch der erste Urlaubstag futsch gewesen, weil man da ja nicht vorher noch eine mehrstündige Wanderung machen kann ... Und überhaupt ... keinerlei Motivation. Also Freitag Abend schnell von Lenggries aus rübergefahren nach Achenkirch, Unterlagen abgeholt ("Ich halte mir noch alle Optionen offen"), aber im Herzen wusste ich schon: Frauchen steht nicht am Start. So kam es auch.
Und ich hatte Mühe, sie überhaupt zu den täglichen Laufrunden zu bringen. Obwohl da ja einige der Lieblingsstrecken sind! Lenggries - Arzbach - Bad Tölz - Wackersberg - Waldherrnalm - Schlegldorf - Lenggries zum Beispiel. Oder durch den Wald hoch zum Sylvensteinspeicher (das hatte ich ihr dann für einen Regentag verordnet). Erst ab Wochenmitte kam die Lauflust zurück. Und wir haben versucht, einen neuen Laufstil bergab zu üben. Hatte ich aus der Trail Running, und funktioniert tatsächlich: bergab vorlehnen mit dem Oberkörper, also nicht senkrecht zum Boden, sondern schräg. Sodass der Körperschwerpunkt vor den Füßen ist. Ist extrem ungewohnt und erstmal will der Läufer sich automatisch zurückneigen, muss also dagegen ankämpfen. Aber es macht erstens schneller und zweiten klatscht man nicht so mit der Ferse auf ... entlastet also Füße und Knochen. Auf glatten Flächen (Asphalt, Forstwegen) funktioniert es nun schon gut; jetzt muss es Frauchen noch auf schmälere und unebenere Pfade übertragen. Ich werde berichten (auch, wenn sie einen Bauchplatscher macht, hehehe).
Ansonsten das Übliche: Kaiserschmarrn für sie und mich, viel Kuchen für meinen Kumpel Trello und mich von der Pensionswirtin (stellt sie netterweise immer hoch ins Zimmer, wenn unsere Menschen tagsüber wandern sind ...), schöne Wanderungen und viele Kühe. Ein paar zur Auswahl seht Ihr hier:





Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 13. September 2016

Isarlauf in Lenggries - ein Hitzelauf

Hallo Leute,

am Sonntag fand Teil 2 unserer Alpen-Traumläufe-Trilogie statt. Da der Isarlauf ja terminlich zwischen dem Achenseelauf (23,2 km, recht anstrengend) und dem Tegernseelauf (Halbmarathon, aber nicht allzu kupiert) eingebettet liegt, habe ich Frauchen "nur" für die 10 km-Strecke angemeldet. Es gibt auch eine 21- und eine 30-km-Runde, beide locken Frauchen sehr, weil sie ja unserer Trainingstrecke im Sommer entsprechen - aber ganz offen gesagt würde Frauchen nicht 3 Halbmarathons an drei Sonntagen hintereinander packen ...
Also sind wir Freitag wieder nach Lenggries gestartet, dieses Mal mit Oma statt Herrchen. Wetter hervorragend, gleich dann mal unsere Hausrunde abgelaufen (Frauchen) bzw. nach dem fürs Wochenende von unserer Pensionswirtin gebackenen Kuchen geschaut (ich).

Samstag stand dann "tapern" auf dem Programm. Wobei Frauchen darunter unschuldig guckend alles außer Laufen versteht. Also durchaus auch mal 850 Höhenmeter aufs Brauneck wandern ... dass dann zur Stärkung wieder ein Eisbecher her musste, war ja klar! Ich habe mich geopfert und mitgegessen, damit Frauchen nicht einen Zuckerschock erleidet ...

Die Startunterlagen kann man Samstag ab 16 Uhr abholen. Die Startgebühr beträgt 17 Euro (ein Funktionsshirt muss man für 20 Euro dazu kaufen, wenn man es haben will - ist zwar schön, aber jedes Jahr dasselbe Motiv), plus eine "Bearbeitungsgebühr" (für was auch immer) von 1,07 Euro und ein Disagio von 0,74 Euro. Warum ein "Disagio", was ja im Finanzwesen ein Abschlag, also eine Minderung ist, war uns ein Rätsel. Aber gut. Für diese Startergebühr bekam man als Starterpaket ausgehändigt ... nichts. Die Startnummer. Und wenn man wollte noch 3 Sicherheitsnadeln. Sonst - nichts. Das ist nun ehrlich schon ein bißchen wenig für den Preis. Die Organisation sonst ist sehr gut, familiär, gut abgesperrt, ausreichend Verpflegungstellen, alle sehr nett.
Die erste Wettervorhersage für Sonntag war noch "schaurig", aber das Wetter hielt bei Sonne und immer heißeren Temperaturen. Insgesamt waren 156 Starter in Lenggries am Kalkofen versammelt. Ein Mädchen sprach Frauchen an, weil ich die Startnummer an Frauchens Shirt mit 4 Nadeln befestigt hatte - den Veranstaltern waren die Nadeln ausgegangen und das arme Mädchen hatte ihre Nummer mit Klebeband am Shirt festkleben müssen. Klar haben wir geholfen.
Ich hatte für Frauchen als Ziel gesetzt - alles ist gut, wenn die Zeit besser ist als 2015. Dann setzten Oma und ich uns ins Auto, um nach Tölz zum Ziel zu fahren; die 10 km sind nämlich ein Punkt-zu-Punkt-Lauf durch die idyllischen Isarauen:







Frauchen rannte los, für ihr Gefühl wie Speedy Gonzalez. Und war nach dem 1. km entsetzt: 6:30 min! Egal - Tempo halten. Und langsam so einen nach dem anderen einholen und zentimeterweise überholen. Für die nächsten Kilometer zeigte die Uhr dann einen Schnitt von 5:45 min/km an. Passte. Frauchen fing sogar mal an zu schwitzen - es waren ja nur 28 Grad und die Sonne knallte runter. Ab km 4 hing einer (eine?) Läufer(in) direkt immer hinter Frauchen, ließ sich die Pace machen, setzte sich aber nicht nach vorne. Km 5 wurde nach 29:30 absolviert - alles in der Marschtabelle. Frauchen hatte nur das Gefühl "das Tempo halte ich nicht durch". Andererseits "ich versuche es einfach so lange wie möglich, Augen zu und durch"! Erst bei km 8 guckte sie wieder auf die Uhr - 47:04 min. Also ausreichend Puffer, um unter 1 Stunde ins Ziel zu kommen. Das war nämlich ihr gestecktes Ziel: seit  rund 10 Jahren rennt sie gegen diese "1-Stunden-Mauer" an. Und ausgerechnet diesen Lauf wollte sie dazu nutzen, also mitten in der Erholungsphase nach dem Achenseelauf ... denn das Training in der letzten Woche ging doch etwas schleppend ... schwere Beine ...

Egal - ich war ganz baff, als ich sie mit hochrotem Kopf und in vollem Galopp zum Ziel rennen sah. Es war übrigens eine Läuferin, die Frauchen als unfreiwillige Pacemakerin nutzte - um dann 100 Meter vor dem Ziel noch an ihr vorbei und mit 2 Sekunden Vorsprung durchs Ziel zu gehen. Ohne "Danke" zu sagen ... naja. Jedenfalls: Frauchen brauchte 58:28, Platz 90 von 156 Startern, Platz 6 in der AK und Platz 29. nur bei den Frauen. Damit lag sie weit besser als 2015, da war die Zeit 1:05,etwas. Ach ja, dann bekamen wir doch noch was für das Startgeld. Eine wirklich schöne, gut ausgearbeitete Medaille - die auch anders aussah als die vom Vorjahr.

Wesentlich langsamer waren wir dann auf dem Nachhauseweg. Ein Stau nach dem anderen. Und Freitag fahren wir schon wieder runter nach Lenggries, dieses Mal dann zum Tegernseelauf. Hoffentlich fällt da dann wieder ein Kaiserschmarrn und nicht nur popeliger Zwetschgenkuchen und Eis für mich ab!
Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 13. September 2015

Sonne, Lenggries ... die Wade hält

Hallo Leute,

was für ein Unterschied zu letztem Wochenende: da waren es 7 bzw. 6 Grad und ergiebiger Regen, in höheren Lagen Schnee, als wir in der Ecke Lenggries / Sylvenstein / Achensee waren. Dieses Wochenende dagegen: 27 Grad, strahlender Sonnenschein. Dann sind die Berge einfach nur traumhaft ... Nur Frauchen war mal wieder angesäuert - auf Basis der Erfahrung des letzten Wochenendes hatte sie für 2 Tage einen Koffer dabei, in dem 3 Garnituren Laufklamotten (für kaltes, warmes, nasses, trockenes, windiges Wetter) sowie 2 Garnituren Wanderklamotten (dito) waren. Fast alles kam ungetragen wieder mit zurück.
Freitag war ich erst mit im Büro - wir sind von da aus weitergefahren und Frauchen wollte mich nicht im Parkhaus lassen. Erst war mir recht langweilig (so ein Bürojob wäre nichts für mich), aber dann ließ ich mich von der Geschäftsführungsassistentin kraulen, habe bei einem Meeting unqualifizierte Beiträge abgegeben und überhaupt nach besten Kräften den Betrieb aufgehalten ... so konnten wir schon um 13 Uhr Richtung Berge aufbrechen. Noch schnell Oma eingesammelt (Herrchen wollte nicht wieder mit, er ist nicht so ein Bergfan), ordentlich die Staus rund um München mitgemacht und um 17 Uhr dann nach einem kleinen Gewitter noch schnell zur Wiesen- und Hügel-Hausrunde gestartet. Die Wade hielt. Frauchen kam sich zwar sehr langsam vor; ich als ihr Coach habe jedoch alle Aufzeichnungen und schnell festgestellt, dass sie 1 Minute (auf 40) schneller war als Anfang Juli.
Gestern hat Frauchen mich in der Pension gelassen und war mit Oma am Achensee wandern. Und schlichtweg alles machen, was man vor einem ernstgenommenen Wettkampf nicht tun soll: 5 Stunden Wanderung über Stock und Stein, mit ordentlich Höhenmetern. Einen Kaiserschmarrn gegessen. Empörung meinerseits! Naja, dafür habe ich mich an den zwei Stücken Apfel-Streuselkuchen schadlos gehalten, die mir die nette Pensionswirtin wieder aufs Zimmer gestellt hat.
Abends noch die Startunterlagen abgeholt. Der Isar-Lauf fand heuer zum 9. Mal statt. Die Strecke führt von Bad Tölz einfach entlang der Isar nach Lenggries und auf der anderen Seite wieder zurück (Halbmarathon), bzw. Wendepunkt noch hinter Wegscheid (30 km), für die 10 km ist Start in Lenggries und einfach der Nase nach nach Bad Tölz. Da wir ja eigentlich letzte Woche den Achenseelauf gehabt hätten, hat sich Frauchen nur für die 10 km angemeldet. Die Strecke kennt sie im Schlaf - eine ihrer Trainingsstrecken für lange Läufe in der Gegend. Die Anmeldegebühr mit über 40 Euro (20 Euro Startgebühr, 19 Euro Finishershirt, Vorverkaufsgebühr) ist ehrlich gesagt saftig. Dafür gab es zwar ordentlich Streckenkennzeichnung und Verpflegung, aber sonst nichts. Kein gut gefülltes Startersackerl, wie in Tirol. Nur im Ziel dann noch eine Medaille. Also face value eher negativ. (Ihr seht, ich habe bei Frauchen im Büro aufgepasst und doch ein paar Fachausdrücke aufgeschnappt!)
Heute morgen sollte Start 10:30 bzw. 10:35 Uhr (je nachdem, welche Infosite man las) sein. Wir waren 10:15 Uhr da. Angemeldet ca. 150 Leute (168 waren es laut Ergebnisliste) für den 10er. Ein Startbogen stand da. Zwei Dixie-Klos. Und das wars. Um 10:34 Uhr kam dann ein Kombi mit zwei Herren, die das Veranstaltershirt trugen. Der eine brabbelte - leider unverständlich - ins Megaphon, dann kündigte er den Startschuss an, dann zählte er runter, und krümmte den Finger am Abzug. Nur leider wollte die Pistole nicht so recht. Also alle Mann so losgelaufen. Musste mir allerdings Frauchen erzählen, denn ich wurde zu meiner großen Empörung im Auto gelassen! Und auch als Oma dann mit dem Auto nach Bad Tölz gefahren war, hat sie mich nicht mitgenommen zum Zieleinlauf!!!! Frauchen hat nur erzählt, dass sie anfangs ganz verhalten anging (den ersten km in 6:50), um dann langsam etwas zuzulegen. Insgesamt war sie nach 1:05:25 im Ziel (laut Liste, leider Bruttozeitmessung, noch 11 Sekunden länger). Damit war sie 143. von 168 Startern, 9. in ihrer Altersklasse und 56. von 68 Frauen. Aber was viel wichtiger war: die Wade hat gehalten und sie konnte sogar einen Schlußspurt hinlegen!
Fotos der Strecke gab es leider nicht, da unser Hausfotograf (Herrchen) nicht dabei war. Aber ich habe Euch mal ein paar aus früheren Gelegenheiten zusammengestellt:



So, und nun geht es Freitag weiter mit drei Bergläufen, dem Viking´s Women Trail in Zell am See. Wir freuen uns darauf. Schöne Woche, bis bald
Euer Iwan

Donnerstag, 16. Juli 2015

Laufen in Lenggries

Hallo Leute,

wir sind aus den Bergen zurück. Die Zusammenfassung in Kürze: 4 Kaiserschmarrn, 3 Riesen-Eisbecher, viel Hitze, viele Laufkilometer und Höhenmeter. Also rundum gelungen!

Ich habe mal einen neuen Trainingsimpuls setzen wollen und Frauchen jeden der 10 Urlaubstage zum Laufen gescheucht - egal, ob es 37 Grad hatte, sie vorher schon eine 6-Stunden-Bergtour hinter sich hatte oder "nur" ein langer Lauf anstand. Und siehe da: es ging .... Jaja, ich weiß, bei Hitze sei es schlecht zu laufen - aber Frauchen ist nachgewiesen anscheinend der einzige Mensch, dem Laufen bei 35 Grad nix ausmacht, die Pulswerte werden sogar noch besser .... gut, kein Tempotraining, aber zwei schöne lange Läufe durch die herrliche Gegend zwischen Wegscheid / Lenggries und Bad Tölz, schön kupiert mit kleinen Bergtrails dazwischen war alles dabei. So geht zum Beispiel von unserer Pension aus direkt eine 6 km-Runde mit rund 150 Höhenmetern durch Wald und Wiesen. Unsere Lieblingsstrecken:

  1. Vom Parkpatz Isarbrücke in Lenggries rechts der Isar nach Arzbach, über die Brücke, dann links weiter an der Isar bis Abzweigung Bibermühle, dort trailig steil durch den Wald, über Wiese mehr oder weniger weglos nach Wackersberg, dort Richtung Blomberg, links über Wiesenpfade erst eben, dann steil hoch zur Waldherrnalm, runter Richtung Arzbach, rechts den Wiesenpfad weiter mit herrlichem Blick aufs Brauneck und die Benediktenwand, irgendwann links runter über Feldwege nach Arzbach, dort dann den Höhenweg zurück nach Lenggries. Rund 20 km, kupiert, wenig Schatten. Gelaufen bei 37 Grad. Sehr schweißtreibend, aber die Johannisbeerschorle im Alpenbad Arzbach half einem über die letzten 4 km - die waren schwer irritiert, mal keinen Schwimmer, sondern einen Läufer am Schwimmbadkiosk zu sehen ...

    Alternativ kann man auch auf dem Höhenweg hin nach Tölz, Isaruferweg zurück. Oder auf dem Isaruferweg hin nach Tölz (flach), dann steil durch den Wald hoch und den Höhenweg zurück. Klingt nicht schlimm, aber nach dem siebten bissigen Anstieg über 30 Meter hoch / runter lernt man auch flache Wege schätzen, vom Höhenweg ist die Aussicht aber schöner.
  2. Von Hohenwiesen aus den Radweg Richtung Sylvensteinspeicher, über die Hälfte geht nur durch den Wald, ohne Straße daneben. Asphaltiert, gut für Tempotraining. Hin und zurück rund 15 km.
  3. Ausflug ins benachbarte Tirol: Achensee / Pertisau - Parken auf dem Parkplatz Karwendeltäler, über Falzthurnalm zur Gramaialm, dahinter je nach Lust, Laune und Kondition noch ein Stück Richtung Lamsenjoch hoch (Achtung, steil). Auch bis zur Gramaialm schon über 300 Höhenmeter. Bergsightseeing pur, Frauchen stolpert dann gern mal über eine Baumwurzel, weil sie nur Augen für das Panorama hat ...
  4. Parken an der Bretonenbrücke, zwischen Lenggries und Fleck. Dort die knapp 7 km-Runde, eine Isar-Seite hin, eine Isar-Seite zurück von Lenggries. Flach, gut zum Beine ausschütteln nach einer Bergtour.
  5. Gleicher Ausgangspunkt, nur erst rechts der Isar nach Lenggries, dort über die Brücke, erst entlang der Isar wieder zurück, bei rechts abzweigendem Querpfad Richtung Höhenweg. Quer über die Wiesen hoch Richtung Draxlhang, Brauneck, mit Ausblick auf Geierstein dann wieder runter Richtung Wegscheid und Bretonenbrücke. Genießt einfach die Bilder dazu:













Habe ich Euch Appetit gemacht? Apropos Appetit - unsere Pensionswirtin hat sowieso ein Herz für Bären ... wenn Frauchen unterwegs ist, stellt sie mir und meinem Kumpel auch schon mal ein Stück Apfelkuchen hin (kein Witz, ehrlich, dreifaches Bären-Ehrenwort!).


Jetzt muss ich nur zusehen, dass Frauchen ihre gute Kondition hält. Ich habe sie jedenfalls gleich mal für den Isarlauf am 13. September angemeldet - passte gerade noch zwischen Achenseelauf und Viking Womens Trail. Genießt die warmen Tage!
Bis bald Euer Iwan