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Montag, 11. September 2023

Isarlauf 23023: Hitzeschlacht

 Hallo Leute,

wir waren wieder in unseren heißgeliebten Bergen, von Freitag bis Sonntag, der Isarlauf stand zum 4. Mal für Frauchen an. Wie jedes Jahr begleitete uns Oma - inzwischen ja nur noch mit Rollator unterwegs. Es ist erstaunlich, wie flink sie damit noch wandert, aber genauso traurig zu sehen, dass eben Bergwanderungen für sie nie mehr möglich sein werden. Sie sind aufs Brauneck mit der Bergbahn hochgefahren und Oma wollte bis zur Idealhanghütte laufen, musste dann aber einsehen, dass mehr als der Panoramaweg einfach nicht mehr geht. Sehr traurig, wenn man bedenkt, dass sie noch als über 80jährige dort hochgewandert ist. Vom Tal aus. Und wie oft man selbst solche Wege geht und es als selbstverständlich nimmt, dass es immer so gehen wird ...

Aber nun genug der trüben Gedanken. Das Wetter war ... uff. Sonig, heiß, jeden Tag über 30 Grad. Samstag holten sie in Tölz die Startnummer ab. Wie schon immer (wir waren 2015, 2016 und 2018 bereits am Start)  gibt es für das Startgeld von 23 Euro die Startnummer. Und die Medaille. Das war´s. Das Shirt hätte man extra kaufen müssen, wir haben schon zwei, das eine trägt Frauchen sehr gern als "Glücksshirt" bei den langen Trail-Wettkämpfen. Aber wir wollen nicht meckern, sondern freuen uns, dass der Lauf wieder stattfindet - letztes Jahr musste er wegen zu geringer Anmeldezahlen ausfallen. Denn er wird nicht von einem professionellen Veranstalter, sondern vom dortigen Sportverein organisiert. Die Strecken bleiben gleich, entweder 21 oder 30 km von Tölz nach Lenggries bzw. Bretonenbrücke, und wieder zurück, die 10 km nur von Lenggries nach Bad Tölz.

Angemeldet für die 10 km waren rund 180 Läufer. Wie immer war der Start putzig: dieses Jahr war er ein paar 100 Meter weiter nördlich des Kalkofens, weil der Isar-Uferweg verlegt worden ist und man ja auf die 10 km und nicht 10,5 km kommen wollte. Die Dixie-Klos standen aber weiterhin beim Kalkofen, sodass manche Starter aus früheren Jahren sich etwas wunderten, wo denn nun der Start sei. Denn auch der Startbogen stand erst gegen 10:25 Uhr. Um 10:27 Uhr erschien ein Offizieller, erkennbar am Mikro. Und meinte: Start in 3 min. Er wurde darüber aufgeklärt, dass im Web sowohl 10:30 Uhr als auch 10:35 Uhr als Startzeit stünden. Und dass er lieber bis 10:35 Uhr warten solle, damit auch wirklich alle am Start wären. Ach ja, ein Notarzt lief auch herum und guckte die Wartenden kritisch an. Es war nämlich jetzt schon brachial heiß, 27 Grad. Im Schatten. Der Offizielle brabbelte munter los, um die Zeit zu überbrücken. Dann tauchte ein anderer Helfer auf und rief "ich habe hier noch 3 Startnummern! Wer will noch?" und tatsächlich meldete sich das Mädchen neben Frauchen, sie hatte noch keine Startnummer erhalten ... Um 1 min vor dem Start!!!!!! Dann kam noch die Durchsage zum Kleidertransport: man möge doch bitte alles da seitlich auf den Gehweg legen. Alles, was nach dem Start da läge, würde nach Tölz transportiert und sei dort abholbereit. Nix Kennzeichnung, nix geschlossene Beutel ...

Da die Strecke kurz nach Start schon eng würde, sollte man sich nach seiner geplanten Laufzeit vorn oder hinten einordnen. Ich frage mich ja echt, warum das so schwer ist. Klappt nie. Frauchen stand ziemlich weit hinten und musste dann erstmal auf dem ersten km nur überholen. Da ist es ihr Vorteil, dass sie die Strecke dank vieler Trainingsläufe dort im Schlaf kennt, mit allen Wurzeln, Stolpersteinen und Überholmöglichkeiten ... Oma und ich stiegen wieder ins Auto, um nach Tölz zu fahren und dort auf Frauchen zu warten.

"Die ersten 4 km geht es schattig an der Isar entlang. Es war trotzdem schon sehr schweißtreibend. Entweder seit Corona oder seit den Wechseljahren vertrage ich die Hitze auch nicht mehr so gut ... aber scheinbar immer noch besser als viele andere. Nach und nach sammelte ich einen Läufer nach dem anderen ein. Das Feld zog sich sowieso weit auseinander. Ich hatte wohlweislich meine Wasserflasche mitgenommen und konnte so zwischendurch immer wieder was trinken, war nicht auf die Verpflegungststellen angewiesen. Der Veranstalter hat super reagiert und bei km 6 noch eine zusätzliche spontan errichtet - ich hätte sonst befürchtet, es haut einige Läufer weg. Ab km 4 geht die Strecke größtenteils durch die Isarauen, sprich offene und sich schnell aufheizende Fläche in der prallen Sonne. Immer mehr Läufer vor mir gingen statt zu laufen. Was mich etwas demotivierte: normalerweise zeigt meine Laufuhr weniger Strecke an als tatsächlich gelaufen, hier brummte sie die Kilometer immer früher als die Streckenschilder. Und dann bellte mich doch tatsächlich auch noch ein mitlaufender Hund an, dass er vorbeiwolle! So habe ich das Gekläff jedenfalls interpretiert, sein Herrchen hat sich entschuldigt, zog dann aber trotzdem an mir vorbei. Die beiden waren dann ca. 2 min vor mir im Ziel. Ich habe mir dann auch zweimal Wasser über den Kopf gekippt, was für mich bei einem 10 km Lauf extrem ungewöhnlich ist. So, da war endlich der letzte km erreicht! Ein Offizieller klatschte mich ab (wohl weil ich ein Isarlauf-Shirt trug, andere Läufer ignorierte er) und dann ging es auf der Isarpromnade Richtung Ziel. Plötzlich ..."

Ja, das war die Überraschung! Oma hielt mich Frauchen entgegen, damit ich mitfinishen konnte - das hatte sie bisher noch nie gemacht! Ich hielt zwar ein bißchen Abstand, weil Frauchen tropfnass war - aber gemeinsam gingen wir durchs Ziel, endlich mal wieder ein neues Finish für mich! Zielfoto gibt es leider keines, nur mich mit Medaille und dem wohlverdienten, sehr leckeren Zielkuchen!


Für die Statistik - Frauchen wollte unter 65 min laufen, das ist inzwischen so ihre Dimension. Das hat sie leider verfehlt: 1:05,26 ist ihre offizielle Zeit (Bruttozeitmessung), ihre Uhr zeigte 1:05,18 für 10,07 km. Damit ist sie 40.von 66 Damen, 2. in ihrer Altersklasse, und insgesamt 98. von 138 Finishern. Die Siegerin (ja, tatsächlich, schneller als jeder Mann) lief übrigens 34,26 min.

Erst haben wir noch ein bißchen die eintrudelnden Läufer der anderen Strecken angefeuert, und uns dann schweren Herzens vom Isarwinkel verabschiedet.


Bis bald, Euer Iwan

Montag, 10. September 2018

Isarlauf: Berge können auch schön ...

Hallo Leute,

vor einer Woche waren wir ja am Achensee - "patschnass, hurra" sozusagen. Dauerregen. Nun waren wir wieder von Freitag bis Sonntag in der Gegend, dieses Mal in Lenggries. Der Isarlauf stand an.
Und das Wetter zeigte, was es kann - herrliche Spätsommertage. Also genau Frauchens Wetter. Nicht dass ich es nicht auch genießen würde ....
Ansonsten bin ich ernsthaft am Überlegen, meine Aufgabe als Frauchens Coach niederzulegen. Zurückzutreten sozusagen. Da bereite ich sie akribisch auf den 10 km-Lauf vor. Strecke flach. Nur eine Kurve auf der ganzen Strecke. Also absolut bestzeitenverdächtig. Und was macht sie? Torpediert meine Bemühungen:
  • "kleine" Bergtour mit Oma am Samstag, "nur" 650 Höhenmeter (aber die sehr steil)
  • danach ein Rieseneisbecher, mit ordentlich Sahne obendrauf:
  • nach dem Carboloading (Kässpatz´n) dann noch den von der Pensionswirtin spendierten Zwetschgendatschi weggeputzt
  • und ich konnte nichts dagegen machen!
Am Sonntag dann wieder Start am Kalkofen in Lenggries. Die Halbmarathon- und 30 km-Läufer starten in Bad Tölz, laufen entlang der Isar hoch bis Lenggries (bzw. Langeneck), Wendepunkt, dann auf der Strecke, die auch die 10 km-Läufer haben, zurück nach Tölz.
Das Startgeld von 19 Euro ist offen gesagt überteuert - dafür gibt es nämlich nur die Medaille, und Strecken-/Zielverpflegung. Andererseits ist diese Zielverpflegung selbstgebackener Kuchen (jammjamm), und der Lauf wird vom dortigen Sportverein gestemmt. Und die Strecke ist wirklich sehr schön.
Der Start ist schon mal ganz anders als man es von vergleichbaren Rennen kennt. Genau 1 Dixieklo, lange Schlange davor. Start war für 10:35 Uhr angesetzt. Der Startbogen steht, sonst nichts ... keine Musik, kein Offizieller. Der schlendert gegen 10:32 Uhr mit Megaphon in der Hand herbei, stellt sich auf den Hügel beim Kalkofen, spricht ein paar warme Worte, koordiniert die Uhrzeit per Telefon mit der Zeitmessung in Tölz (denn leider Bruttozeitmessung!), zählt von 10 herunter und sagt "los". Das wars. Die Läuferin neben Frauchen, das erste Mal dabei, war etwas fassungslos.
Oma und ich sprangen ins Auto, um nach Tölz zu fahren und dort Frauchen zu erwarten. Die rannte mit schweren Beinen (Bergtour, erwähnte ich das schon mal?) los. Meinte aber, sie sei gefühlt sehr schnell unterwegs. Bei km 5 der Blick auf die Uhr und weg war die Illusion: 30:08 min. Die erstrebte Zeit unter 1 Stunde rückte in weite Ferne, von einer neuen PB mal ganz zu schweigen.
Die Muskeln in den Beinen jammerten vor sich hin, Frauchen funkte ein "Durchhalten, ist nicht mehr weit, los, rennt" nach unten. Bei km 9 hatte sie genau 54:00 min. Also innerlich jaulend noch mal ein bißchen Gas gegeben und bei 59:51 min (nach ihrer Uhr) bzw. 59:58 im (Bruttozeitmessung) über die Ziellinie gegangen. Ich bin immer noch sauer, dass sie eine bessere Zeit durch ihr unvernünftiges Verhalten verschenkt hat! Und habe mich auch nicht von dem leckeren Aprikosenstreuselkuchen ablenken lassen, den es im Ziel für Läufer und ihre Coachs gab!
Mit ihrer Zeit wurde sie 128. von 206 Finisher, 42. von 95. Damen und 4. in ihrer Altersklasse. Das wäre ja o.k, aber die Zeit ... nun ja.
Bis bald Euer Iwan





Donnerstag, 4. Januar 2018

Laufjahr 2018, wir kommen!

Hallo Leute,

jetzt ist das neue Jahr schon 4 Tage alt ... Zeit, mit 2017 komplett abzuschließen und Euch einen Ausblick auf unsere Vorhaben 2018 zu geben.

Also: 2017 hat Frauchen insgesamt 216 Stunden laufend verbracht. Das entspricht:
  • genau 9 Tagen und Nächten
  • 100.885 verbrannten Kalorien
  • ca. 1.945 gelaufenen Kilometern
  • dreimal der Strecke Nürnberg - Hamburg.
Die Höhenmeter kann ich Euch leider nicht liefern, aber einmal Mount Everest dürfte schon zusammengekommen sein ....

Was haben wir 2018 vor? Hier kämpfen zwei Seelen in meiner bärigen Coach-Brust: zum einen möglichst viele Rennen, möglichst weit weg, damit wir viele schöne Reisen haben. Zum anderen sollte Qualität vor Quantität gehen. (o.k. der wahre Grund ist, dass mich Frauchen nicht mehr ohne Aufsicht an den PC lässt - so sind meine Chancen, online schnell etwas zu buchen, doch stark gesunken ....)

2018 stehen nach jetzigen Stand folgende Läufe an:
  • 18. März 10 km Port de Palma
  • 28. April 15 km beim Innsbruck Alpine Trail Festival
  • 19. Mai  5 km virtual Race for Save the Manatees
  • 28. Mai 10 km London
  • als Organisator: 8. Juni Tiergartenlauf Nürnberg
  • 2. September 23,2 km Achenseelauf
    (hat dieses Jahr wieder den Vorzug gegenüber dem Karwendelmarsch erhalten)
  • 9. September 10 km Isarlauf Lenggries
  • 27. Oktober 8 km Panoramatrail beim Trailrunningfestival Salzburg
  • 28. Oktober 21,1 km Gaisbergtrail beim Trailrunningfestival in Salzburg
  • 2. Dezember 10 km Valencia
Weitere Vorschläge sind gern willkommen. Ich würde gern noch einen Lauf in den Bergen ansetzen, Juli bis Anfang August, da bin ich derzeit

am Suchen. Die Walser Challenge erscheint mir doch ein bißchen heftig. Andererseits - wozu sind Herausforderungen da? Das Pitz Alpine Trail Festival passt leider zeitlich nicht rein ... Wer Ideen / Vorschläge hat: gern an mich. Am besten so, dass Frauchen es nicht gleich sieht, damit ich erstmal in Ruhe allein prüfen kann.

So, nun wünsche ich noch allen Freunden, Bekannten, Läufern und Nichtläufern ein gutes Jahr 2018, viel Gesundheit (ein guter Bekannter bangt gerade um seine Vorbereitung für den London Marathon), Glück, Erfolg und ausschließlich positive Erlebnisse!

Bis bald euer Iwan

Dienstag, 1. November 2016

Starterpakete oder: Manche sind nie zufrieden

Hallo Leute,

seit längerem hat mich ein Thema bewegt, dass ich gern mit Euch diskutieren möchte: Nämlich der Inhalt des Starterpakets (in Österreich: Startersackerl), der Startertasche oder wie auch immer Ihr es nennt.
Frauchen und ich sind nämlich bei jedem Lauf gespannt und schauen gleich nach - was ist wohl drin? Und freuen uns über jedes Teil. Denn es ist ja quasi wie Weihnachten ... ein Geschenk. Eine Überraschung.
Lange Gesichter gibt es bei uns nur, wenn wir zur Startnummernabholung traben und es dort genau das gibt: die Startnummer. Mit etwas gutem Willen dann noch 4 Sicherheitsnadeln. (Die wir nicht brauchen, wir könnten schon schwunghaft mit Sicherheitsnadeln handeln!) Bei kleinen, von einem Verein ausgerichteten Läufen ist das ja auch in Ordnung. Bei größeren Laufevents sind wir dann doch etwas enttäuscht. Vor allem, wenn das Startgeld ziemlich hoch war. Gut, manchmal gibt es dann noch im Ziel eine Medaille und / oder ein Finishershirt. Letztere sind uns am liebsten, da werden wir immer wieder an schöne Läufe erinnert. Frauchen läuft auch viel in solchen Eventshirts, dieses Jahr z.B. in denen vom Miami Marathon

und aus Valencia.
Wenig bis gar nichts bieten als Startergeschenk z.B. der Isarlauf, der Zermatt Marathon, der Aletsch Gletscher Halbmarathon, der Moritz-Berglauf. Im Gegensatz dazu gibt es nach unserer Erfahrung bei den österreichischen Läufen richtig viel. Vor allem der Achenseelauf sticht heraus: jedes Jahr ein Item an Läuferausrüstung (Sonnenvisor, Funktionsshirt, Mütze, dieses Jahr Laufhandschuhe). Aber auch der Salzburg Panoramatrail beim Trailrunning Festival hat uns schon mit Halstuch, Stirnband, Visor, Handtuch beglückt. Und das jedes Mal für ein Startgeld bis max. 30 Euro!
Dazu gibt es bei vielen Läufen Traubenzucker, Gummibärchen, Duschgel, Handcreme usw. Können wir zwar nicht unbedingt alles selbst nutzen, weil nicht unsere Marke. Aber weiter verschenken und damit anderen eine Freude machen geht immer! Was gar nicht geht aus meiner Sicht, ist Gemeckere über die Gaben. So wie eine Teilnehmerin beim Womens Run, die sich darüber negativ ausließ, dass es nur "Frauenprodukte" gab, u.a. eine Creme gegen Pilzinfektionen in einer ...hüstel, hüstel ... weiblichen Körperregion. Ja, und? Erstens war das ein Frauenlauf, also sinnvoll, Produkte für Frauen reinzutun. Und zweitens - was man nicht brauchen kann ... s.o. Das Startersackerl gerade beim Womens Run ist immer sehr voll, da gibt es viel "abzustauben", auch vor Ort. Frauchen und ihre Freundinnen machen dann immer rege Tauschgeschäfte. Blasenpflaster gegen Haarbänder z.B.Und mit dem Gutschein eines Kofferherstellers vom 1. Womens Run 2006 kaufte sich Frauchen einen zartrosa Koffer, der heute noch immer mitfliegt und gut auf dem Kofferband zu erkennen ist! 
Frauchen weiß als Mit-Organisatorin des Tiergartenlaufs Nürnberg, wie schwer es ist, Gutzis für das Starterpaket zu kriegen. Und wie teuer schöne Funktionsshirts sind. Und das Ganze dann noch für eine angemessene, nicht zu hohe Startergebühr zu bieten, ist nicht einfach. Daher mein Appell: freut Euch über alles, was in einer Startertasche drin ist. Manches kannman gut brauchen, manches halt nicht. Dafür vielleicht ein anderer?
Wie seht Ihr das? Bin gespannt ...

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 13. September 2016

Isarlauf in Lenggries - ein Hitzelauf

Hallo Leute,

am Sonntag fand Teil 2 unserer Alpen-Traumläufe-Trilogie statt. Da der Isarlauf ja terminlich zwischen dem Achenseelauf (23,2 km, recht anstrengend) und dem Tegernseelauf (Halbmarathon, aber nicht allzu kupiert) eingebettet liegt, habe ich Frauchen "nur" für die 10 km-Strecke angemeldet. Es gibt auch eine 21- und eine 30-km-Runde, beide locken Frauchen sehr, weil sie ja unserer Trainingstrecke im Sommer entsprechen - aber ganz offen gesagt würde Frauchen nicht 3 Halbmarathons an drei Sonntagen hintereinander packen ...
Also sind wir Freitag wieder nach Lenggries gestartet, dieses Mal mit Oma statt Herrchen. Wetter hervorragend, gleich dann mal unsere Hausrunde abgelaufen (Frauchen) bzw. nach dem fürs Wochenende von unserer Pensionswirtin gebackenen Kuchen geschaut (ich).

Samstag stand dann "tapern" auf dem Programm. Wobei Frauchen darunter unschuldig guckend alles außer Laufen versteht. Also durchaus auch mal 850 Höhenmeter aufs Brauneck wandern ... dass dann zur Stärkung wieder ein Eisbecher her musste, war ja klar! Ich habe mich geopfert und mitgegessen, damit Frauchen nicht einen Zuckerschock erleidet ...

Die Startunterlagen kann man Samstag ab 16 Uhr abholen. Die Startgebühr beträgt 17 Euro (ein Funktionsshirt muss man für 20 Euro dazu kaufen, wenn man es haben will - ist zwar schön, aber jedes Jahr dasselbe Motiv), plus eine "Bearbeitungsgebühr" (für was auch immer) von 1,07 Euro und ein Disagio von 0,74 Euro. Warum ein "Disagio", was ja im Finanzwesen ein Abschlag, also eine Minderung ist, war uns ein Rätsel. Aber gut. Für diese Startergebühr bekam man als Starterpaket ausgehändigt ... nichts. Die Startnummer. Und wenn man wollte noch 3 Sicherheitsnadeln. Sonst - nichts. Das ist nun ehrlich schon ein bißchen wenig für den Preis. Die Organisation sonst ist sehr gut, familiär, gut abgesperrt, ausreichend Verpflegungstellen, alle sehr nett.
Die erste Wettervorhersage für Sonntag war noch "schaurig", aber das Wetter hielt bei Sonne und immer heißeren Temperaturen. Insgesamt waren 156 Starter in Lenggries am Kalkofen versammelt. Ein Mädchen sprach Frauchen an, weil ich die Startnummer an Frauchens Shirt mit 4 Nadeln befestigt hatte - den Veranstaltern waren die Nadeln ausgegangen und das arme Mädchen hatte ihre Nummer mit Klebeband am Shirt festkleben müssen. Klar haben wir geholfen.
Ich hatte für Frauchen als Ziel gesetzt - alles ist gut, wenn die Zeit besser ist als 2015. Dann setzten Oma und ich uns ins Auto, um nach Tölz zum Ziel zu fahren; die 10 km sind nämlich ein Punkt-zu-Punkt-Lauf durch die idyllischen Isarauen:







Frauchen rannte los, für ihr Gefühl wie Speedy Gonzalez. Und war nach dem 1. km entsetzt: 6:30 min! Egal - Tempo halten. Und langsam so einen nach dem anderen einholen und zentimeterweise überholen. Für die nächsten Kilometer zeigte die Uhr dann einen Schnitt von 5:45 min/km an. Passte. Frauchen fing sogar mal an zu schwitzen - es waren ja nur 28 Grad und die Sonne knallte runter. Ab km 4 hing einer (eine?) Läufer(in) direkt immer hinter Frauchen, ließ sich die Pace machen, setzte sich aber nicht nach vorne. Km 5 wurde nach 29:30 absolviert - alles in der Marschtabelle. Frauchen hatte nur das Gefühl "das Tempo halte ich nicht durch". Andererseits "ich versuche es einfach so lange wie möglich, Augen zu und durch"! Erst bei km 8 guckte sie wieder auf die Uhr - 47:04 min. Also ausreichend Puffer, um unter 1 Stunde ins Ziel zu kommen. Das war nämlich ihr gestecktes Ziel: seit  rund 10 Jahren rennt sie gegen diese "1-Stunden-Mauer" an. Und ausgerechnet diesen Lauf wollte sie dazu nutzen, also mitten in der Erholungsphase nach dem Achenseelauf ... denn das Training in der letzten Woche ging doch etwas schleppend ... schwere Beine ...

Egal - ich war ganz baff, als ich sie mit hochrotem Kopf und in vollem Galopp zum Ziel rennen sah. Es war übrigens eine Läuferin, die Frauchen als unfreiwillige Pacemakerin nutzte - um dann 100 Meter vor dem Ziel noch an ihr vorbei und mit 2 Sekunden Vorsprung durchs Ziel zu gehen. Ohne "Danke" zu sagen ... naja. Jedenfalls: Frauchen brauchte 58:28, Platz 90 von 156 Startern, Platz 6 in der AK und Platz 29. nur bei den Frauen. Damit lag sie weit besser als 2015, da war die Zeit 1:05,etwas. Ach ja, dann bekamen wir doch noch was für das Startgeld. Eine wirklich schöne, gut ausgearbeitete Medaille - die auch anders aussah als die vom Vorjahr.

Wesentlich langsamer waren wir dann auf dem Nachhauseweg. Ein Stau nach dem anderen. Und Freitag fahren wir schon wieder runter nach Lenggries, dieses Mal dann zum Tegernseelauf. Hoffentlich fällt da dann wieder ein Kaiserschmarrn und nicht nur popeliger Zwetschgenkuchen und Eis für mich ab!
Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 6. September 2016

Achenseelauf - zwei Jubiläen

Hallo Leute,

das erste Jubiläum ist ... dieses ist mein 500. Blogpost! Dazu passend das zweite Jubiläum, eigentlich schon für letztes Jahr gedacht, aber verletzungsbedingt ausgefallen: es war die 5. Teilnahme am Achenseelauf. Der Achensee liegt in Tirol, ist sehr kalt, schön lang, nicht allzu breit, gut zu umrunden mit tollen Aussichten - und, nicht zu verachten, dort gibt es in unserem Stammhotel den besten Kaiserschmarrn überhaupt! Und ich als allseits bekannter Kaiserschmarrn-Fanatiker weiß, wovon ich rede ...

Also: gleich im Dezember angemeldet. Und ulkigerweise wieder die gleiche Startnummer wie 2014 ergattert: die 28. Nun soll ja die Acht laut chinesischer Numerologie Glück bringen. Wir hätten lieber die 29 gehabt, unseren Geburtstag. Aber man will ja nicht meckern, wenn´s Glück bringt ... Am Mittwoch sind wir bei schönstem Wetter am Achensee eingetroffen, Frauchen, Herrchen, Kumpel Trello und ich.


Prompt wurde das Wetter am Donnerstag schlecht. Vormittags sollte es noch halten, also habe ich Frauchen auf eine kleine Eintrabrunde im Wald hinter Pertisau geschickt, Richtung Rodelhütte hoch. Tja, das Wetter war schneller. Eine nasse Ratte kam zurück. Auf den Schreck genehmigten wir uns erstmal einen Kaiserschmarrn! Freitag dann wieder herrliches Sommerwetter, meine Menschen gingen wandern. Problem: oben auf der Rofanspitze hielten sich tapfer die Wolken, also hat sich Frauchen etwas verkühlt. Was ganz schnell vergessen war, als sie etwas abseits vom Weg tatsächlich Edelweiss entdeckte! Und wie ein ordentlicher Bergfreund nur fotografierte, nicht pflückte.


Samstag dann leichtes Einlaufen, Schonen, Spaziergang nach Maurach zum Minigolf spielen. Dieser Platz hat es in sich, 12 Bahnen, von der allerübelsten Sorte. Zurückspaziert am See entlang, und die Startunterlagen abgeholt. Das Startgeld beträgt inzwischen 31 Euro, plus 3 Euro für den Chip. Dafür kriegt man aber auch ordentlich was ins Startersackerl: die jammjamm Nudeln, Wasser, Einkaufsgutschein für Sport 2000, Müsliriegel, diverse Gels, und jedes Jahr ein Startergeschenk. Dieses Jahr Laufhandschuhe. Abgezockelt ins Hotel, und dann haben Frauchen und ich bequem vom Balkon aus die 10 km-Läufer angefeuert - die Strecke führt nämlich direkt an unserem Balkon vorbei.


Bis dahin war alles gut ... aber in der Nacht konnte Frauchen kaum schlafen. Am Sonntagmorgen dann ziemlichen Brummschädel (und nein, sie trinkt keinen Alkohol), verstopfte Ohren, Erkältung im Anflug. Magen krampfte. Ganz super. Das erste Mal in ihrer "Läuferkarriere" hat sie sich so mies gefühlt, dass sie ernsthaft überlegt hat, nicht anzutreten. Ich habe ihr mit Hinweis auf das tolle Sonnenwetter den Rat gegeben: versuche es, bis Achenkirch, aussteigen kannst Du immer.

Also zehn vor zehn auf den Weg zum Start gemacht. Erste Enttäuschung: die obligatorischen Ziegen waren wieder nicht am Start!  Dank der - aus Frauchens Sicht absolut überflüssigen Werbung und des Staffelwettbewerbs - rund 1.300 Starter war es dieses Mal recht voll. Die ersten km durch Pertisau hinunter zum See sind leicht abschüssig, gut zum Einrollen. Dann geht es immer am See entlang, nach Maurach, Buchau, Achenkirch. Frauchen haderte mit sich und der Welt. Bis sie sich an einen meiner vielen guten Ratschäge erinnerte. Nicht denken "ich muss hier laufen, obwohl es mir schlecht geht", sondern "tolles Wetter heute, ich darf hier laufen, Mann, geht es mir gut".


Und so trabte sie vor sich hin, bis km 10 genau in meiner Marschtabelle mit einem 6:30 min-Schnitt. Herrchen und ich waren da schon per Auto unterwegs nach Achenkirch zum Support-Stopp.
Da kam auch schon Frauchen, und hatte für die 14 km 1:35 Stunden gebraucht. Also unerklärlicherweise auf diesen 4 km im Schnitt 1 min/km langsamer? Ich war sauer, quiekte Frauchen auch ordentlich ins Ohr deswegen. Sie nahm ein paar Schlucke Cola light, dann die neue Wasserflasche. Und lief weiter, also keine Rede mehr von Aussteigen. Denn sie freut sich immer auf den zweiten Streckenabschnitt. Wer die Runde nicht kennt: die ersten 14 km mehr oder weniger flach, Parkweg oder Asphalt. Die zweiten 9 km trailigster, steiler Bergpfad. Da sammelt sie dann immer einen Läufer nach dem anderen ein ...



Das Wetter (sonnig, schwül, ca. 26 Grad) machte vielen zu schaffen. Direkt vor Frauchen übergab sich eine Läuferin in hohem Bogen. Diverse Läufer standen auf der ganzen Strecke und massierten ihre krampfenden Waden. Und direkt beim Einstieg zum Steig rüber nach Pertisau lag ein Läufer, kreidebleich, und bekam gerade eine Infusion gelegt. Hier auch einmal Kompliment und Hochachtung vor dem ganzen Helferteam, das diesen Sonntag sehr viel zu tun hatte. Bestens organisiert, immer jemand zum Helfen in der Nähe.

Auf diesem Singletrail-Stück ist es selbstverständlich, dass der Vordere beiseite geht,  wenn von hinten ein Schnellerer kommt. Und erst recht selbstverständlich, wenn der Hintere höflich ums Vorbeigelassen werden bittet. Aber nicht so bei einer Dame - mit sagen wir mal sehr ausladendem Gesäss - die partout keinen Platz machte. Frauchen schlängelte sich halsbrecherisch vorbei ... nur um dann vom männlichen Begleiter dieser "Läuferin" aufgehaltern zu werden, der ebenfalls mitten auf dem Pfad stand, nicht wankte und wich, und seine Holde fotografierte. Frauchen hätte sehr gern beide disqualifiziert oder zumindest mit einem Schubser in den See befördert, das ist einfach unsportliches Verhalten!

Nach 2:15 Stunden war sie an der Gaisalm und wusste schon - nichts mit der vorgenommenen Zielzeit von 2:45. Denn in 30 min läuft sie die Reststrecke nur in ausgeruhtem Zustand, und nicht mit knapp 18 km "Anlauf". Jetzt ging es "nur noch" darum, einen neue persönliche Bestzeit zu schaffen. Die alte lag bei etwas über 2:52 Stunden. Einen Becher Iso reingekippt, ein bißchen später unsere "Geheimwaffe" (Traubenzucker) .... und los ging´s. Kurz vor der Zielkurve warteten wie immer Herrchen und ich ... die Uhr tickte ... und tickte ... ja, da war sie! Ich schnell aufgesprungen zum Finish, und gemeinsam gingen wir mit 2:50,56 durchs Ziel. Also neue PB geschafft. Unter den Umständen sehr gut! Der Platz leider, nun ja, gegen die starken Kenianer (Plätze 1 bis 3 bei den Herren und Platz 1 bei den Damen) hatten wir halt keine Chance, hüstel. So wurde es Platz 804 von 951 Finishern, und Platz 17 in der Altersklassenwertung.


Noch schnell die Medaille eingesammelt und dann haben wir uns den verdienten Kaiserschmarrn gegönnt!

Ein herrlicher Lauftag am Achensee, schöne Aussichten, abwechslungsreiche Strecke, neue PB - nur Frauchen murrt, weil sie eigentlich schneller sein wollte. Nun gut, hat sie am Sonnntag Gelegenheit dazu - da sind wir schon wieder in den Bergen, dieses Mal zum 10 km-Isarlauf in Lenggries.

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 13. September 2015

Sonne, Lenggries ... die Wade hält

Hallo Leute,

was für ein Unterschied zu letztem Wochenende: da waren es 7 bzw. 6 Grad und ergiebiger Regen, in höheren Lagen Schnee, als wir in der Ecke Lenggries / Sylvenstein / Achensee waren. Dieses Wochenende dagegen: 27 Grad, strahlender Sonnenschein. Dann sind die Berge einfach nur traumhaft ... Nur Frauchen war mal wieder angesäuert - auf Basis der Erfahrung des letzten Wochenendes hatte sie für 2 Tage einen Koffer dabei, in dem 3 Garnituren Laufklamotten (für kaltes, warmes, nasses, trockenes, windiges Wetter) sowie 2 Garnituren Wanderklamotten (dito) waren. Fast alles kam ungetragen wieder mit zurück.
Freitag war ich erst mit im Büro - wir sind von da aus weitergefahren und Frauchen wollte mich nicht im Parkhaus lassen. Erst war mir recht langweilig (so ein Bürojob wäre nichts für mich), aber dann ließ ich mich von der Geschäftsführungsassistentin kraulen, habe bei einem Meeting unqualifizierte Beiträge abgegeben und überhaupt nach besten Kräften den Betrieb aufgehalten ... so konnten wir schon um 13 Uhr Richtung Berge aufbrechen. Noch schnell Oma eingesammelt (Herrchen wollte nicht wieder mit, er ist nicht so ein Bergfan), ordentlich die Staus rund um München mitgemacht und um 17 Uhr dann nach einem kleinen Gewitter noch schnell zur Wiesen- und Hügel-Hausrunde gestartet. Die Wade hielt. Frauchen kam sich zwar sehr langsam vor; ich als ihr Coach habe jedoch alle Aufzeichnungen und schnell festgestellt, dass sie 1 Minute (auf 40) schneller war als Anfang Juli.
Gestern hat Frauchen mich in der Pension gelassen und war mit Oma am Achensee wandern. Und schlichtweg alles machen, was man vor einem ernstgenommenen Wettkampf nicht tun soll: 5 Stunden Wanderung über Stock und Stein, mit ordentlich Höhenmetern. Einen Kaiserschmarrn gegessen. Empörung meinerseits! Naja, dafür habe ich mich an den zwei Stücken Apfel-Streuselkuchen schadlos gehalten, die mir die nette Pensionswirtin wieder aufs Zimmer gestellt hat.
Abends noch die Startunterlagen abgeholt. Der Isar-Lauf fand heuer zum 9. Mal statt. Die Strecke führt von Bad Tölz einfach entlang der Isar nach Lenggries und auf der anderen Seite wieder zurück (Halbmarathon), bzw. Wendepunkt noch hinter Wegscheid (30 km), für die 10 km ist Start in Lenggries und einfach der Nase nach nach Bad Tölz. Da wir ja eigentlich letzte Woche den Achenseelauf gehabt hätten, hat sich Frauchen nur für die 10 km angemeldet. Die Strecke kennt sie im Schlaf - eine ihrer Trainingsstrecken für lange Läufe in der Gegend. Die Anmeldegebühr mit über 40 Euro (20 Euro Startgebühr, 19 Euro Finishershirt, Vorverkaufsgebühr) ist ehrlich gesagt saftig. Dafür gab es zwar ordentlich Streckenkennzeichnung und Verpflegung, aber sonst nichts. Kein gut gefülltes Startersackerl, wie in Tirol. Nur im Ziel dann noch eine Medaille. Also face value eher negativ. (Ihr seht, ich habe bei Frauchen im Büro aufgepasst und doch ein paar Fachausdrücke aufgeschnappt!)
Heute morgen sollte Start 10:30 bzw. 10:35 Uhr (je nachdem, welche Infosite man las) sein. Wir waren 10:15 Uhr da. Angemeldet ca. 150 Leute (168 waren es laut Ergebnisliste) für den 10er. Ein Startbogen stand da. Zwei Dixie-Klos. Und das wars. Um 10:34 Uhr kam dann ein Kombi mit zwei Herren, die das Veranstaltershirt trugen. Der eine brabbelte - leider unverständlich - ins Megaphon, dann kündigte er den Startschuss an, dann zählte er runter, und krümmte den Finger am Abzug. Nur leider wollte die Pistole nicht so recht. Also alle Mann so losgelaufen. Musste mir allerdings Frauchen erzählen, denn ich wurde zu meiner großen Empörung im Auto gelassen! Und auch als Oma dann mit dem Auto nach Bad Tölz gefahren war, hat sie mich nicht mitgenommen zum Zieleinlauf!!!! Frauchen hat nur erzählt, dass sie anfangs ganz verhalten anging (den ersten km in 6:50), um dann langsam etwas zuzulegen. Insgesamt war sie nach 1:05:25 im Ziel (laut Liste, leider Bruttozeitmessung, noch 11 Sekunden länger). Damit war sie 143. von 168 Startern, 9. in ihrer Altersklasse und 56. von 68 Frauen. Aber was viel wichtiger war: die Wade hat gehalten und sie konnte sogar einen Schlußspurt hinlegen!
Fotos der Strecke gab es leider nicht, da unser Hausfotograf (Herrchen) nicht dabei war. Aber ich habe Euch mal ein paar aus früheren Gelegenheiten zusammengestellt:



So, und nun geht es Freitag weiter mit drei Bergläufen, dem Viking´s Women Trail in Zell am See. Wir freuen uns darauf. Schöne Woche, bis bald
Euer Iwan

Montag, 7. September 2015

Achenseelauf 2015 - der Lauf ohne uns

Hallo Leute,

wir sind wieder zurück vom Achensee. Schockgefrostet von viel Regen und 6 Grad, mindestens 3 Kilo schwerer vom vielen Frustkaiserschmarrn. Dahin waren zwei Monate Berglauftraining - geschreddert von einer linken Wade, die nicht so wollte wie Frauchen und ich es uns dachten.

Das Blödeste an der Sache ist, dass alles schmerzfrei ging - auch Bergwandern. Nur halt Laufen nicht. Wir sind trotzdem Mittwoch mit Hoffnung auf Wunderheilung Richtung Tirol gestartet ... die Wunderheilung blieb aber aus. Freitag dann 18 Minuten (!) langsamst durch die Gegend getrabt, Samstag immerhin schon 30 Minuten. Frauchen hätte am liebsten jeden entgegenkommenden Läufer angeblafft, ob er / sie überhaupt weiß, wie toll es ist, ohne Schmerzen laufen zu können!

Samstag Nachmittag dann die Startunterlagen abgeholt. Das gut gefüllte Startersackerl wollten wir uns doch nicht entgehen lassen. Für 30 Euro gibt es immer ein Laufutensil (dieses Jahr eine Mütze), Nudeln (sehr lecker), Tiroler Steinöl und andere Gutzis. Sicherheitshalber hat Frauchen dann doch den Zeitmesschip gar nicht abgeholt. Ich kenne sie, Unvernunft ist ihr zweiter Vorname. Sonst hätte sie vielleicht doch ... man könnte ja mal versuchen ... bis Achenkirch ist es ja eben ... und überhaupt.


Gestern morgen dann der Start bei - erstmals, seit wir dabei sind - strömendem Regen. Und Saukälte. Die Berge rundherum weiß. Plus starkem Wind aus Norden. Das heißt auf dem "einfacheren" Streckenteil Richtung Achenkirch Gegenwind. Die favorisierten Kenianer führten von Beginn an das Feld an. Wir haben mit halb heulendem, halb lachendem Auge zugeschaut - denn Frauchen läuft sehr ungern bei Regen. Brillenträgerin halt. Und dieses Mal hatte sie ja den Verletzungsgrund, nicht starten zu müssen. Sonst hat das immer was von "kneifen". Apropos kneifen - jedes Jahr werden zwei Ziegen im Anhänger vorneweg gefahren, bis Achenkirch. Dieses Jahr hatten die beiden entweder auch "Wade" oder haben gekniffen wegen des Wetters ....

Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen haben die kenianischen Sieger die Streckenrekorde nur um jeweils 2 Minuten verfehlt - eine Wahnsinnsleistung, wenn man neben den bereits erwähnten Wetterumständen noch überlegt, wie rutschig der 9 km-Steig von Achenkirch nach Pertisau durch den Dauerregen der letzten Tage gewesen sein muss!

Wir haben uns dann mit einem Frustkaiserschmarrn statt eines Triumphkaiserschmarrns getröstet. Die Vernunft hat gesiegt. Und abends ging dann doch schon ein langsamer Lauf über 1 Stunde hinter in ein Tal. Man ist ja schon dankbar für solche Erlebnisse! Mit dem Achenseelauf haben wir also noch eine Rechnung offen - nächstes Jahr ein neuer Anlauf, Frauchen unter 2:45 Stunden ins Ziel zu bringen. Und nächstes Wochenende geht´s mit Oma nach Lenggries, zum Isar-Lauf. Die 10 km müssten inzwischen schon wieder möglich sein - wenn die Wade weiter mitmacht ... bitte Daumen drücken.

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 16. Juli 2015

Laufen in Lenggries

Hallo Leute,

wir sind aus den Bergen zurück. Die Zusammenfassung in Kürze: 4 Kaiserschmarrn, 3 Riesen-Eisbecher, viel Hitze, viele Laufkilometer und Höhenmeter. Also rundum gelungen!

Ich habe mal einen neuen Trainingsimpuls setzen wollen und Frauchen jeden der 10 Urlaubstage zum Laufen gescheucht - egal, ob es 37 Grad hatte, sie vorher schon eine 6-Stunden-Bergtour hinter sich hatte oder "nur" ein langer Lauf anstand. Und siehe da: es ging .... Jaja, ich weiß, bei Hitze sei es schlecht zu laufen - aber Frauchen ist nachgewiesen anscheinend der einzige Mensch, dem Laufen bei 35 Grad nix ausmacht, die Pulswerte werden sogar noch besser .... gut, kein Tempotraining, aber zwei schöne lange Läufe durch die herrliche Gegend zwischen Wegscheid / Lenggries und Bad Tölz, schön kupiert mit kleinen Bergtrails dazwischen war alles dabei. So geht zum Beispiel von unserer Pension aus direkt eine 6 km-Runde mit rund 150 Höhenmetern durch Wald und Wiesen. Unsere Lieblingsstrecken:

  1. Vom Parkpatz Isarbrücke in Lenggries rechts der Isar nach Arzbach, über die Brücke, dann links weiter an der Isar bis Abzweigung Bibermühle, dort trailig steil durch den Wald, über Wiese mehr oder weniger weglos nach Wackersberg, dort Richtung Blomberg, links über Wiesenpfade erst eben, dann steil hoch zur Waldherrnalm, runter Richtung Arzbach, rechts den Wiesenpfad weiter mit herrlichem Blick aufs Brauneck und die Benediktenwand, irgendwann links runter über Feldwege nach Arzbach, dort dann den Höhenweg zurück nach Lenggries. Rund 20 km, kupiert, wenig Schatten. Gelaufen bei 37 Grad. Sehr schweißtreibend, aber die Johannisbeerschorle im Alpenbad Arzbach half einem über die letzten 4 km - die waren schwer irritiert, mal keinen Schwimmer, sondern einen Läufer am Schwimmbadkiosk zu sehen ...

    Alternativ kann man auch auf dem Höhenweg hin nach Tölz, Isaruferweg zurück. Oder auf dem Isaruferweg hin nach Tölz (flach), dann steil durch den Wald hoch und den Höhenweg zurück. Klingt nicht schlimm, aber nach dem siebten bissigen Anstieg über 30 Meter hoch / runter lernt man auch flache Wege schätzen, vom Höhenweg ist die Aussicht aber schöner.
  2. Von Hohenwiesen aus den Radweg Richtung Sylvensteinspeicher, über die Hälfte geht nur durch den Wald, ohne Straße daneben. Asphaltiert, gut für Tempotraining. Hin und zurück rund 15 km.
  3. Ausflug ins benachbarte Tirol: Achensee / Pertisau - Parken auf dem Parkplatz Karwendeltäler, über Falzthurnalm zur Gramaialm, dahinter je nach Lust, Laune und Kondition noch ein Stück Richtung Lamsenjoch hoch (Achtung, steil). Auch bis zur Gramaialm schon über 300 Höhenmeter. Bergsightseeing pur, Frauchen stolpert dann gern mal über eine Baumwurzel, weil sie nur Augen für das Panorama hat ...
  4. Parken an der Bretonenbrücke, zwischen Lenggries und Fleck. Dort die knapp 7 km-Runde, eine Isar-Seite hin, eine Isar-Seite zurück von Lenggries. Flach, gut zum Beine ausschütteln nach einer Bergtour.
  5. Gleicher Ausgangspunkt, nur erst rechts der Isar nach Lenggries, dort über die Brücke, erst entlang der Isar wieder zurück, bei rechts abzweigendem Querpfad Richtung Höhenweg. Quer über die Wiesen hoch Richtung Draxlhang, Brauneck, mit Ausblick auf Geierstein dann wieder runter Richtung Wegscheid und Bretonenbrücke. Genießt einfach die Bilder dazu:













Habe ich Euch Appetit gemacht? Apropos Appetit - unsere Pensionswirtin hat sowieso ein Herz für Bären ... wenn Frauchen unterwegs ist, stellt sie mir und meinem Kumpel auch schon mal ein Stück Apfelkuchen hin (kein Witz, ehrlich, dreifaches Bären-Ehrenwort!).


Jetzt muss ich nur zusehen, dass Frauchen ihre gute Kondition hält. Ich habe sie jedenfalls gleich mal für den Isarlauf am 13. September angemeldet - passte gerade noch zwischen Achenseelauf und Viking Womens Trail. Genießt die warmen Tage!
Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 8. Januar 2015

Aussicht auf das Läuferjahr 2015

Hallo Leute,

irgendwie scheine ich schon wieder zu spät dran zu sein, alle anderen Lauf-Kollegen haben schon ihre Saisonplanung veröffentlicht ... nur ich war zu beschäftigt mit anderen Dingen. Wie Herrchen pflegen, der ist nämlich seit knapp 2 Wochen krank. Rippenfellentzündung, nicht mit zu spaßen. Und Frauchen motivieren, dass sie trotz Glätte und S**wetter trotzdem brav ihre Trainingsrunden dreht. Denn in 5 Wochen steht der erste Lauf an:

15. Februar - Halbmarathon in Fort Lauderdale, Florida - am meisten freut sich Frauchen (außer auf die Wärme) auf die tolle Finishermedaille

8. März - 10 km in Palma, Mallorca - da treffe ich endlich Pauline Laufbär wieder, während Frauchen mit Paulines Frauchen das Rennen läuft

17. Mai - Gebirgstälerlauf in Oberstdorf, Allgäu - das war 2004 unser allererster HM, also schwelgen in Erinnerungen (und hoffen, dass es nicht wie damals Schnee schauert ...)

14. Juni - 5 km Womens Run in Frankfurt - da bin ich wieder "Bär im Korb", wenn Frauchen mit zwei Freundinnen startet

21. Juli - Firmenlauf B2run in Nürnberg - Frauchen ist Teamcaptain für ihre Firma, sonst würde ich es nicht zulassen, dass sie bei diesem "Hauen und Stechen auf zu enger Strecke" startet!

6. September - Achenseelauf - ein Muß, die 23,2 km für Frauchen und danach Kaiserschmarrn für den Coach

13. September - Isar Lauf  in Bad Tölz / Lenggries, HM - endlich mal unsere Urlaubs-Trainingsstrecke unter Rennbedingungen ablaufen

24. Oktober - Trailrunningfestival in Salzburg - wieder Pauline Laufbär, wieder Kaiserschmarrn, so gefällt mir mein Coach-Leben!

Tja, und je nachdem, was sonst noch so an Terminen ansteht, eventuell noch ein, zwei Berglaufevents im August und September. Ich schaue ja immer nach interessanten Läufen, vor allem in Österreich, denn erstens ist da immer das "Startersackerl" sehr gut gefüllt. Und zwar nicht mit irgendwelchen Werbeflyern, sondern mit Sachen, die frau und bär echt gut brauchen können. Und zweitens gibt´s danach immer meine Leibspeise. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Kaiserschmarrn gern mag?

Sehen wir uns bei dem ein oder anderen Lauf? Würde mich freuen! Ich bin der kleine Bär im blauen Jogginganzug ...
Bis bald Euer Iwan