Hallo Leute,
letztes Jahr verhinderte mangelndes Training den Start beim Innsbruck Trail Festival. Also habe ich Frauchen im Oktober gleich für dieses Jahr angemeldet, wieder die 27-km-Distanz (euphemistisch "Halbmarathon" genannt). Und weil wir ganz sicher fahren wollten, und ganz sicher nicht nochmal so ein Pech haben würden, hat Frauchen das Hotel ohne Stornomöglichkeit gebucht.
Tja. Böser Fehler. Erst kam irgendso ein komischer Infekt. Trainingsrückstand zu Jahresbeginn. Also habe ich als vernünftiger Laufcoach (ja, bin ich wirklich, die Unvernünftige bei uns ist Frauchen, ganz ehrlich ...) umgemeldet auf den Rookie Run (17 km, leider sehr despektierlicher Name, denn Frauchen durfte diese Strecke auch schon zweimal "genießen"). Kosten 30 Euro. Zusätzlich zu den schon recht heftigen Startgebühren (habe ich verdrängt, ich glaube, es waren 49 Euro bei Anmeldestart) und den 15 Euro fürs Bus-Shuttle zum Start. Und das sehr schöne Laufshirt aus der "Austrian Wildlife"-Serie kostet inzwischen auch schon 35 Euro ... ja, natürlich kann man mit Recht fragen, warum man so dämlich sein muss und das auch noch kauft. Aber - ich sage nur: Bärenmotiv!
Ende Januar wieder mit dem Lauftraining gestartet. Und übertrieben. Bekanntlich ja dann der Meniskusschaden. Wieder 6 Wochen aussetzen. Um dann ganz langsam wieder ins Training (flach! langsam! keine Unebenheiten!) einzusteigen. Ja, wir haben unsere Lektion gelernt.
Nur, was war mit Innsbruck? Alles in den Wind schießen? Dafür war es dann doch zu teuer. So sind wir halt Freitag nach Innsbruck gestartet. Und hatten ein eigentlich wunderbares Hochsommer-Wochenende Anfang Mai.
Keine Wolke am Himmel. Temperaturen bis knapp 30 Grad. Lecker Kaiserschmarrn, Spinatknödel, Schlutzkrapfen.
Der einzige Wermutstropfen: die ganzen Läufer zu sehen, mit Kontrollbändchen am Handgelenkt, mit Startnummer, später am Samstag dann mit Medaille, oben an der Hungerburg beim Durchlaufen ... das war schon hart.
Langer Spaziergang am Freitag. Am Samstag entschied sich Frauchen, morgens laufen zu gehen. Und zwar vom Innenstadt-Hotel quer rüber zur Innbrücke, dann links Richtung Flughafen / Kranebitten. Auf meinem Plan für sie standen 11, maximal 12 km. Der ausgeschilderte "Promenadenweg" sollte 10,2 km haben. Ginge sich also aus, meinte Frauchen. Nur dass sie je 1,5 km zum Startpunkt und zurück hätte, hat sie irgendwie vergessen zu erwähnen. Plus man musste ja unbedingt nochmal einen Steg hochlaufen, und diese Wendung da auch noch mitnehmen ... lange Rede, kurzer Sinn: traumhafte 13,88 km bis Kranebitten und zurück, alles blühte rundum, tolle Aussichten auf alle Berge rundherum, und (leider) beim Wendepunkt auch direkt auf die IATF-Verpflegungstelle in Kranebitten.
Mittags dann mit der Nordkettenbahn hoch zur Hungerburg, und von dort aus mit Herrchen erst zur Arzler Alm, dann zur Umbrüggler Alm gewandert. Menschenmassen unterwegs, viele Mountainbiker, und ganz viele Läufer mit so komischen Startnummern vornnedran - sah fast aus, als ob da ein Rennen stattfände, hehehe. Frauchen schluckte ein paar Mal, feuerte dann aber eifrig an. Und wir überlegen schon fürs nächste Jahr ... irgendwie juckt es sie doch noch. Trotz der hohen Preise bim IATF.Die gute Nachricht: das Knie hielt. Also weiter mit dem Aufbauprogramm, wir wollen ja auch mal wieder auf die Trails und hoch/runter.
Wir wären gern noch ein paar Tage geblieben, bei dem Wetter und dieser Speisung sowieso, aber die Arbeit hat Frauchen gerufen. Für Sportler ist Innsbruck aber auf jeden Fall eine Reise wert!
Bis bald, Euer Iwan




