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Montag, 1. Juni 2026

Achensee: von winterlich bis sommerlich in 7 Tagen

Hallo Leute,

wir waren mal wieder am Achensee in Tirol. Traditionell im Mai fahren Frauchen, Oma, mein Kumpel Trello und ich - Herrchen passt derweil auf die Möbel auf. 

Oma wird inzwischen bald 89 Jahre, hat 3 Oberschenkelhalsbrüche und 1 Lendenwirbelbruch hinter sich. Die ersteren 3 hatte sie gut weggesteckt, der letzte brachte ihr dann das "Draußen-sicher-gehen-nur-noch-mit-Rollator" ein. Steinbocksichtungen inklusive, seht Ihr sie?


 Ansonsten kann ich nur sagen, ich bin ja schon viel gewöhnt am Achensee. Und das Wetter versucht es jedes Mal noch zu toppen. Ich sage nur "Eisheilige". Das Auto und die jeweiligen Koffer waren voll - von Winterklamotten über Übergang bis Sommer alles dabei. Gut, dass ich nur Pelz und meinen Jogginganzug brauche!

Am Ankunftstag Regen. Der knapp oberhalb des Ortes in Schnee überging. Also hieß es für Frauchen "ab aufs Laufband". Schließlich muss ich ihr ja guten Gewissens die schmackhaften Kalorien dort gestatten können! Hüstel, mein Anzug sitzt nach dem Urlaub auch immer etwas spack. Es gab zwar nur einmal Kaiserschmarrn, aber dafür mehrfach Kässpatzn und auch Kuchen. Nun ja. 

Ihr seht die missmutigen Gesichter von Trello und mir, Tag 2? Achtet mal auf den Berg im Hintergrund (Feilkopf, 600 sehr steile Höhenmeter). Ihr seht den Schnee?

Am letzten Tag wanderte Frauchen dann schweißtreibend dort hoch. Das Wetter war inzwischen von den ersten Tagen mit Anorak und Handschuhen zu Shirt übergegangen ...

Nun schaut, wie es dort aussieht, wenn der Schnee weg ist:




Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse, die Damen sind jeden Tag (bis auf einen komplett verregneten) gewandert und Frauchen dann noch gelaufen. Knie hält, mein zurückhaltendes Aufbautraining wirkt also.

Oma plant übrigens schon, wo sie nächstes Jahr hin wandern will - Ziele muss der Mensch haben!

Bis bald, Euer Iwan 

Dienstag, 9. September 2025

Das wars dann mit uns, Achenseelauf!

 Hallo Leute,

ich bin verärgert. Sehr verärgert. Über die Organisatoren beim Achenseelauf.

Aber der Reihe nach. Anfang der Woche hat sich Frauchen nochmal eine kleine Erkältung eingefangen. Mittwoch sind wir dann wieder an den Achensee gefahren. Gewohntes Zimmer. Gewohnte Umgebung. Donnerstag kleine Wanderung mit 500 Höhenmetern, Frauchen hielt sich zu meinem Erstaunen ans Tapern, auch nur ein klitzekleiner Hoch-Runter-Wurzelpfad-Lauf danach.

Freitag schüttete es, und es wurde ungemütlich kalt. Und ja, ich habe schon den ersten Schnee der neuen Saison gesehen. Brauch ich nicht. Will ich nicht. War aber auch schnell wieder weg. Spätnachmittags dann der Schock. Mail vom Veranstalter des Achenseelauf mit "letzten Infos". Unter anderem: Zeitlimit 11:45 Uhr in Achenkirch. Was???

Früher gab es ja auch schon ein Zeitlimit, aber das war bei 12 Uhr. Also 2 Stunden. Die erste Teilstrecke bis Achenkirch sind knapp 15 km, ein bißchen wellig, aber Parkwege oder Asphalt. Also was fürs Tempomachen. Ab da dann rund 8,5 km sehr trailig, enger Pfad, steil Auf und Ab. Sprich Frauchen musste immer sehen, halbwegs kräftesparend nach Achenkirch zu kommen, und hat dann auf der zweiten trailigen Teilstrecke ordentlich Läufer eingesammelt. Weil die ganzen Nicht-Trailrunner dort ihre Schwierigkeiten haben. 

Das Ärgerliche war, dass dieses neue Zeitlimit erst in der Mail 1,5 Tage vor Start genannt wurde. Sonst hätte ich Frauchen gar nicht erst angemeldet. Denn sie hat immer so 1:35 bis 1:40 bis Achenkirch gebraucht, letztes Jahr sogar 1:42. Und da sie weit hinten im Feld startet, waren es auch immer schon 2 min plus, bis sie über die Startzeitmessung kam. Bei Nettozeitmessung ja vollkommen in Ordnung, aber nicht bei fester Uhrzeit in Achenkirch!

Lange Rede, kurzer Sinn: es wäre knapp geworden, sehr knapp, und auf dem zweiten Teilstück, für das sie immer so etwas über 1 Stunde braucht, haben sie 2:15 Stunden Zeit gelassen! Vollkommen idiotisch. Frauchen hat natürlich bei der Startnummernausgabe nachgefragt: Ja, das wäre richtig so, sie würden das Zeitlimit ernst nehmen, denn wer dann nicht da wäre, würde auch den Rest nicht packen. Auf ihren Hinweis, dass sie (neben vielen anderen) es nun schon 10 mal gepackt hatte - "ist halt so, musst Du halt schneller laufen". Unverschämtheit. Man hätte für sich weiterlaufen können, aber nicht mehr an an die Verpflegungsstationen gehen, keinen Anspruch mehr auf Bergrettung / Sanitäter (nicht dass ich das für Frauchen wünschte, aber falls was gewesen wäre), keine Medaille, keine Klassierung. Und dafür hat sie, wenn ich mich recht erinnere, rund 50 Euro Startgebühr hingelegt.

Wie gesagt, so kurzfristig ist das offen gesagt einfach nur unverschämt. Wir haben kurz beraten, aber ich kenne mein Frauchen. Sie will Spaß am Lauf haben. Und wenn sie 1:45 Stunde auf die Uhr schielen muss, und rechnen muss, ob sie den Cut off schafft - neee, das ist alles andere als lustig. Und ja, viele Schnellere können jetzt sagen: Mann, ist die lahm. Einen 7er-Schnitt kann doch wohl jeder laufen! Ja, Frauchen ist langsam. Aber stetig. Und läuft halt so ein Tempo auch in kupiertem Gelände. Wie gesagt, sie hat jedes Jahr auf dem zweiten Teilstück noch ordentlich Plätze und Zeit gut gemacht.

Also haben wir beschlosen. dass sie nicht startet. Und stattdessen von Pertisau aus zur Gramaialm und dann noch ein Stückchen Richtung Lamsenjoch läuft. Eine herrliche Strecke, tolles Bergpanorama, auch 2:18 Stunden unterwegs gewesen. 3 andere Trailrunner getroffen. Sie hatte kein Handy dabei, deswegen hier Fotos vom Mai von der Gegend:

 

Der Kaiserschmarrn danach war also wohlverdient.

Putzig war wieder unser kleines Ritual am Tag vor dem Lauf (Karwendelmarsch oder halt seit 2010 immer wieder der Achenseelauf): Minigolf in Maurach. Die Menschen gehen rein, der Betreiber guckt hoch und sagt "ach ja, ist ja Achenseelauf ..." Welch Erinnerungsvermögen, sie kommen nur einmal im Jahr dorthin. Und wie immer bei solchen Ritualen: Frauchen hat krachend verloren.

Nun ja, der Achenseelauf hat also eine treue Starterin verloren. In der Anfangszeit sehr familiär, mit Ziegen im Wagen, die vorneweg gefahren wurden. Und nun der Versuch, mit möglichst vielen Strecken und Regeln das Ganze aufzublähen. Schade.

In zwei Wochen gehts wieder in die Berge, dann die 10 km beim Isarlauf. Hoffentlich führen sie da nicht auch ein Zeitlimit ein ....

Bis bald, Euer Iwan 

 

 

Montag, 11. August 2025

Statt Madrisa-Trail: Achensee

 Hallo Leute, 

letzten Herbst hatte ich Frauchen für den Madrisa Trail angemeldet. Nun ja,  Bär denkt, Knie lenkt. Nach dem langwierigen Rumtun mit dem Knie im Frühjahr war klar: die Kondition für 30 km und die saftigen Höhenmeter würde Frauchen nicht mehr rechtzeitig herkriegen. 

Aber ganz auf Berge verzichten? Mit uns nicht! Also wieder unser Stammquartier am Achensee gebucht. Denn da hatte Frauchen schon seit Jahren eine ziemliche heftige Bergtour im Visier: das Steinerne Tor. Im Mai liegt bei der Querung oben im Rofan noch Schnee. Und wenn wir für den Achenseelauf oder den Karwendelmarsch dort sind, ist so ein Anstieg und vor allem steiler Abstieg auch nicht gerade förderlich für die Oberschenkel ...

Die Woche davor war das Wetter garstig. Scheußlich. Nass und kalt. Selbst zu Wochenbeginn schauderte es mich beim Blick aufs Thermometer. Allein die Wettervorhersage hielt mich bei Laune: sonnig, kein Regen, warm - ab Mittwoch. Unserem Anreisetag. 

Und was soll ich sagen? Wenn Engel, äh, Bären reisen .... Es war sonnig und heiß. Ein kurzer Abriss der Aktivitäten:

Donnerstag: langer Lauf von Achenkirch bis Pertisau, mit Dorfschleifen. Nachmittags kleine Wanderung mit Herrchen.

Freitag: die Tour, vom Achenseehof hoch über herrlich einsame Wald- und Bergpfade zum Steinernen. Tor. Erst nach 2 Stunden den ersten Menschen gesehen.


 Und oben - hier geht es zwischen diesen Felsen durch: 

Dann der Schock. Eine gar fidele Wandergruppe. Einer jodelte Frauchen direkt ins Ohr. "Landestypische Verständigung". Ach nee. Die anderen gruppierten sich lautstark zum Foto. Alles ungefähr 50 cm neben meinem ihre Brotzeit kauenden Frauchen. Nix mit Bergidyll. Nix mit Ruhe.  Frauchen machte sich an den steilen Abstieg (über 1.000 Höhenmeter). Und wollte eigentlich an der Dafalzer Alm einen Kaiserschmarrn fassen ... Angesichts der Horden dort ergriff sie die Flucht bergab, tolle Tiefblicke auf den Achensee inklusive:  



Und weil das ja noch nicht reichte als Tour, latschte sie auch schön doof von Buchau die 4 km bei über 30 Grad zum Hotel in Pertisau den Achensee entlang. Den Kuchen danach habe ich ihr aber gegönnt, so großzügig war ich, jawoll.

Samstag: erst eine kleine Wanderung mit Herrchen. Es war heiß, sehr heiß. Aber hilft ja nix, es trainiert sich nicht von selbst! Also habe ich Frauchen um 14 Uhr (ja, o.k. größte Mittagshitze, aber sie sagt doch immer, sie sei so hitzeresistent ...) rausgesetzt. Und sie ist brav über den unteren Seebergsteig hoch zur Pletzachalm und dann noch weiter Richtung Gernalm. Über den oberen Seebergsteig ging es dann zurück - dieser wurzelige Pfad ist einfach Laufspaß pur!

Später hatten wir dann noch unser Fotoshooting unten am Hochsteg in Pertisau. Ich habe mich todesmutig aufs Geländer in 14 Meter Höhe getraut. Wäre ich rückwärts runtergepurzelt, wäre ich im See gelandet ...  




Ich würde sagen, das Training für den anstehenden Achenseelauf passt soweit. Kondition kommt, Knie hält, Trittsicherheit beim Laufen ist auch wieder da. Das Einzige, was meinen Kumpel Trello und mich gestört hat: es gab keinen Kaiserschmarrn für uns! Also müssen wir uns bis Anfang September gedulden.

Bis bald, Euer Iwan 

 

 

 

Dienstag, 10. September 2024

Achenseelauf 2024 - der Kaiserschmarrn war unverdient

 Hallo Leute,

ich bin frustriert. Ernüchtert. Das Minimalziel für unsere (wenn ich richtig gezählt habe) 11. Teilnahme am Achenseelauf war "unter 3 Stunden", Bisher hatte Frauchen immer zwischen 2:52 und 2:58 Stunden gebraucht .... ich war ja ehrlich gesagt sowieso skeptisch, die Vorbereitung verlief jetzt nicht so dolle. Andererseits war ich doch zuversichtlich: wenn Frauchen die ersten 14 km bis Achenkirch halbwegs in time bewältigt, dann wäre der Steig für sie als tranierte Speedhikerin ein Kinderspiel.

Aber erstmal von vorn. Mittwoch sind wir angereist. Donnerstag hat Frauchen das Tapern wieder "Tabern" geschrieben. Nämlich "Traben auf Berg". Ziemlich steile und technische Wanderung hoch auf den Ochsenkopf, da geht man vom Weißenbachsattel rechts hoch, oben auf dem Grat dann statt links zum Stamser Joch rechts rüber zum Ochsenkopf. Tja. Die ganze Zeit im Aufstieg schöner Sonnenschein. 



 Blick über den Grat runter ins Inntal:

Im Original sah das noch viel schwärzer aus. Also wieder runtergewetzt. Das Wetter hielt aber. Freitag noch eine kleinere Wanderung, Samstag dann der obligatorische Spaziergang nach Maurach zum Minigolfspielen. Der Betreiber erwartete die Menschen schon, er weiß ja, dass sie jedes Jahr am Tag vor dem Lauf kommen. Frauchen hat wieder krachend verloren. (Falls es die Zensur in Form von Herrchen durchlässt: Donnerstag hatten sie schon auf dem neuen Minigolfplatz in Pertisau gespielt, da hat Frauchen gewonnen!) Danach war Frauchen bei der Startnummernausgabe und traf sich dann noch mit einer Bluesky-Bekannten aus Wien, die auch startete. Ich inspizierte zwischenzeitlich das Startersackerl: Nudeln, o.k. immer gern genommen. Und endlich mal ein Stirnband, wir haben ja erst rund ein Dutzend ... 

Falls jemand von den Sponsoren das liest: bitte bitte mal was anderes.Die ersten Jahre gab es ein Sun Shield, ein Laufshirt, ein Buff - alle drei sehen wir regelmäßig bei anderen Läufen, bzw. nutzt Frauchen auch sehr gern. Aber die ganzen Stirnbänder, die kann sie gar nicht alle anziehen ...

Die Wettervorhersager für den Lauftag verhieß: das warme Wetter sollte noch bis nachmittags durchhalten, dann Umschwung. Hier ein paar Impressionen vom See:


Start wie immer 10 Uhr. Wir um fünf vor 10 da. Start auf 10:15 Uhr verlegt, weil Rindviecher (zweibeinige) mit Rindviechern (vierbeinigen) Almabtrieb auf einem Teil der Laufstrecke gemacht hatten. Und diese gereinigt werden musste .. die bräunlichen Überreste sahen die Läufer zwischen Buchau und Achenkirch noch sehr schön.

Frauchen lief also los, wir feuerten sie noch kurz an und setzten uns dann ins Auto, um unsere übliche Supportstelle in Achenkirch einzunehmen. Frauchen trabte munter fürbass, bis km 10 lag sie sehr gut im Zeitplan. Um dann einem menschlichen Bedürfnis nachgeben zu müssen, glücklicherweise gab es am Badestrand Seehofkapelle öffentliche und kostenlose Toiletten. Dixies standen nämlich im Gegensatz zu früheren Jahren keine mehr parat. Also Zeit verloren. Ich war schon ziemlich unruhig, bis sie angehoppelt kam. Runder Laufstil sieht anders aus. Aber 1:42 Stunden war sie dieses Jahr auch noch  nicht so oft durchgelaufen ... Herrchen reichte erst die Cola light für ein paar Schlucke, dann die zweite Wasserflasche für die zweite Hälfte. Ich quiekte sie aufmunternd an, denn sie war nun schon 4 Minuten über der Marschtabelle!

Zweiter Teil, der Steig: normalerweise ihr Metier! Dieses Mal hing sie aber hinter einer 12er-Gruppe, und kam und kam nicht vorbei. Was ätzend ist, nicht das eigene Tempo laufen / gehen zu können, und Sekunde um Sekunde zu verlieren, nur weil Sturköppe nicht einsehen, dass sie kurz beiseite treten sollten. Jedenfalls, an der Gaisalm hatte sie 2:24 Stunden auf der Uhr, und wusste, das wird nix mehr mit Sub3. Dafür hätte sie 2:15 haben müssen. Und diese 9 Minuten waren es dann auch, die sie über den 3 Stunden lag. Wie immer sprang ich kurz vor dem Ziel auf und wir finishten gemeinsam in 3:09,34 Stunden: 



Diese drei Fotos alle von Sportograf. Jetzt geht es mit unseren weiter. Ich habe mir die Finishermedaille (leider auch aus Holz, sehr einfach gehalten, schade, das soll nachhaltig sein, ist es aber nicht, Frauchen weiß, wovon sie spricht) umhängen lassen und dann sind wir ab ins Hotel.

Den Kaiserschmarrn hatten wir eigentlich beide nicht verdient, mit dieser Zeit und Platzierung: 805. von 884 Startern, 264. von 304 Damen, in ihrer AK nur 8. von 9. Und selbst in der AK70 wäre sie nur Dritte geworden! Das muss nächstes Jahr schneller werden, ich will nicht nochmal so als Coach versagen.

Und abends gab es als Nachtisch tatsächlich auch nochmal einen Kaiserschmarrn! Pünktlich hatte auch der Regen eingesetzt, am Montag Morgen hatte es mollige 8 Grad bei Dauerregen ... da hatten wir nochmal Glück gehabt.

Nach Heimkehr warteten dann noch demütigende, ach was sage ich, erniedrigende Stunden auf mich! Ich musste nackt herumsitzen, während mein Anzug gewaschen wurde! Fotos habe ich aber verhindert.

Bis bald, Euer Iwan


Freitag, 7. Juni 2024

Achensee - mal so, mal so

 Hallo Leute,

ich war jetzt im Mai zweimal am Achensee. Kulinarisch wie immer für mich ein Hochgenuss, ich versuche ja schon seit Jahren (vergeblich), Frauchen davon zu überzeugen, nur noch Tiroler Küche auf den Tisch zu bringen ...

Das erste Mal war ich mit Frauchen und Oma Mitte Mai dort. 1 Woche, bis auf einen Nachmittag war perfektes Wetter. Meist sonnig, nicht zu warm, nicht zu kalt. Oma wandert ja mit Rollator, Ihr erinnert Euch: drei Oberschenkelhalsbrüche, einen Lendenwirbelbruch, aber zäh wie sonst was. Frauchen ist dann immer ein Nervenwrack, einen Tag hat es Oma sogar auf die Pertisauer Rodelhütte hoch geschafft und über einen schönen Wanderweg nach Maurach wieder runter, 210 Höhenmeter. Und Frauchen bibbert, dass sie nicht hinfällt ... Durchschnittgeschwindigkeit rund 4 km im Flachen, das machte Frauchen dann natürlich auch sehr langsam für ihre nachmittäglichen Läufe. Ich habe sie aber auch ordentlich Höhenmeter schrubben lassen. Dafür habe ich ihr dann, gnädig wie ich bin, jeden zweiten Tag auch ein Stück Kuchen erlaubt. Hier ein paar Bilder (übrigens, weil ich gefragt wurde: der andere Bär ist mein Kumpel Trello, unsportlich, aber ebenfalls sehr an Süßspeisen und Alpenküche interessiert):







Einen Tag ist sie nicht gelaufen, sondern nachmittags dann schnell auf einen Berg (Zwölferkopf) hochgewandert, 600 Höhenmeter in 1:05 Stunde, denn das muss sie ja auch trainieren. Rundum jedenfalls ein gelungener Urlaub. Und sie hat sich sehr auf den nächsten Aufenthalt, Ende Mai gefreut. Anlass: Hochzeitstag, am nächsten Tag Kennenlerntag, und dann Wochenende.

Herrchen durfte deshalb dieses Mal mit uns hin, er wollte die Wandersaison starten. Tja. Was soll ich sagen. Es war genau 30 min nach unserer Ankunft noch trocken. Ab da goss es, nieselte, schüttete, regnete, gewitterte. Ich bin gar nicht raus. Frauchen war einmal auf dem Laufband im Hotel, und einmal eine kleinere bergauf-bergab-Laufrunde bei Dauerregen. Alles andere wäre lauftechnisch zu rutschig gewesen. Wandern waren sie auch. Diverse nasse Rehe gesehen. Mir aber keines mitgebracht, ich bin immer noch empört!

Und bei diesem Wetter, wo die Wolken quasi auflagen, wenn sie sich nicht gerade entluden, wollten sie auch nicht fotografieren. Ich habe also von diesen Tagen kein Bild für Euch.

Lustig war jedenfalls die Reaktion der Kellner - nämlich fast keine. "Ach, schon wieder da? Getränk wie immer? Gleiche Zimmernummer?" für die Getränkerechnung. Und ein großes Lob an die Rezeption im Hotel Bergland: sie hatten in Frauchens Auftrag einen sehr schönen Blumenstrauß organisiert, der Herrchen am Abendessentisch überraschte. Er hatte für Frauchen auch was: eine Donald-Duck-Euro-Münze. So viel zum Thema "wir schenken uns nichts zum Hochzeitstag"!

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 3. September 2023

Karwendelmarsch 2023: DNS

Hallo Leute,

es tut mir leid, dass Ihr so lange auf den Bericht warten musstet. Ich musste erstmal Abstand gewinnen. Frauchen auch. Wie Ihr schon am Titel erkennt - nix war´s mit dem dritten Finish. Ein sehr bitterer Samstag war das vor einer Woche. Ich hatte ja schon vorher gesagt, ich sei als Motivator gefragt. Tja, da habe ich wohl versagt. Die Vorbereitung war suboptimal, Höhenmeter fehlten, Ausdauer fehlte ... wir waren uns aber sicher, Frauchen kommt an, auch wenn vielleicht langsamer als bei den zwei anderen Starts.

Die Wettervorhersage für den Samstag hieß: Dauerregen. Frauchen hasst es, bei Regen zu laufen. Brille andauernd nass, schlechte Sicht, macht keinen Spaß, und überhaupt. Also bei der Ankunft Dienstag Abend gesagt: nein, sie startet nicht. Trotzdem am Mittwoch und Donnerstag ihr "traditionelles Aufwärmprogramm für den Karwendelmarsch" durchgezogen: einmal hoch auf den Zwölferkopf und wieder runter auf schmalem Pfad, noch ein bißchen Trittsicherheit üben. Einmal nach Maurach, hinten herum über die Weißenbachalm hoch zum Sattel, runter zur Bärenbadalm, dann wieder auf schmalem Pfad runter nach Pertisau. Ideales Wanderwetter für Frauchen: 30 Grad, schwül. Herrchen ächzte mit, fuhr dann aber lieber immer mit der Seilbahn runter. 




 Donnerstag Nacht das erste Gewitter. Wettervorhersage für Samstag nun: könnte regnen, könnte halten. Also Frauchen: dann laufe ich bis Engalm, 35 km.

Freitag schönstes Wetter, obwohl Gewitter angesagt waren. Wie immer Tapern beim Minigolf in Maurach. Putzig: der Betreiber erkennt meine Menschen, obwohl sie nur einmal im Jahr dorthin kommen: "Ja, ist denn schon Achenseelauf?" Schnell erläutert, dass dieses Jahr Karwendelmarsch ... und dann über die Wettervorhersage geredet. Inzwischen hatte auch der Veranstalter schon seine Hinweise herumgeschickt: Gewitter seien zu erwarten. Hm. Wetter-App studiert. Einheimische gefragt. Und sich für Wecker stellen entschieden, auf 3:05 Uhr, denn sie müsste ja zum Shuttlebus. Regnet´s? Regnet´s nicht? Wann kommen die Gewitter? Vor dem Start steht man in Scharnitz immer noch ca. 1 Stunde herum, genau in der Zeit sollte es regnen ... die Gedanken kreisten. Ich versuchte zu beruhigen. 22 Uhr Licht aus.

24 Uhr - Frauchen immer noch nicht eingeschlafen, hellwach lag sie da und dachte unaufhörlich im Kreis. Also haben wir entschieden: nein, sie startet nicht, Handywecker ausgestellt. Dann ist sie endlich eingeschlafen, nur um gegen halb vier nochmal wach zu werden und den Regen rauschen zu hören. Aha, richtige Entscheidung. 

Morgens aufgewacht, Frühstück, irritiertem Hotelpersonal erklärt, warum nicht gestartet. Tja, und dann riss es auf. Ein prachtvoller Tag. Frauchen war dann halt auch laufen rund um Pertisau am Berg, mittagswaren sie noch wandern. Keine Spur von Gewitter. Was richtig weh tat: ca. 500 Meter mussten sie bei km 51 auch auf der Strecke des Laufes wandern, und es kamen lauter Läufer in der "Zeitklasse" von Frauchen rein. Natürlich platt, aber glücklich, weil sie es fast geschafft hatten. Frauchen feuerte an, aber es tat ihr sehr sehr weh.

Das Gewitter kam gegen 17:30 Uhr, am Achensee recht verhalten, 40 km weiter am Tegernsee und in Lenggries eine Schneise der Verwüstung mit tennisballgroßen Hagelkörnern.

Frauchen hat mit sich selbst gehadert: war es "gekniffen", war es klug, nicht zu starten? Im Nachhinein hörte sie, der Start war rund 20 min verschoben, weil es so schüttete, über die Strecke hat sie unterschiedliche Aussagen zur "Rutschigkeit" gehört.

Sehr gut getan haben ihr die Worte eines befreundeten Läuferpaares, die meinten, sie habe auf ihren Bauch gehört und dann sei es die richtige Entscheidung gewesen. Ich denke so mit Abstand: vor allem das Thema Gewitter lag ihr im Magen. Erstens hatte sie dieses Jahr schon einen Gewitterlauf (IATF), zweitens ist das im Gebirge nicht so ohne - im Prinzip fast genau dort, wo der Lauf über den Gramai Hochleger kommt, wurde sie mal bei einer Gipfeltour von einem bösen Gewitter überrascht, sie lag platt in einer Mulde und hoffte nur, dass es schnell vorbeizieht ...

Egal. Passiert ist passiert, vorbei ist vorbei. Ich hoffe, ich habe Euch nicht mit dem langen Gerede genervt. Aber das musste ich mir von meiner Bärenseele tippen (lassen). 

P.S. Eines war aber klar: einen Kaiserschmarrn gab es nicht für Frauchen - den hatte sie nun wahrlich nicht verdient!

Bis bald, Euer Iwan


Montag, 15. Mai 2023

Berge sind immer schön ... aber ...

 Hallo Leute,

wenn ich nicht schon graue Haare hätte, hätte ich sie jetzt. Wir waren zweimal in den Bergen, einmal das lange Wochenende am 1. Mai, einmal letzte Woche. Und hatten dabei an schöne lange Bergläufe, viele Höhenmeter, blühende Löwenzahnwiesen, Sonne, blauen Himmel, kurze-Hosen-Wetter gedacht. Tja nun. Den Zahn hat uns das Wetter mal ordentlich gezogen, würde ich sagen. Und damit fehlt Frauchen doch einiges an Vorbereitung für das IATF, wo sie in 19 Tagen (kreisch! Panik!) 25 km laufen soll. Halbwegs anständig, möchte ich betonen. Ankommen wird sie, aber sie soll mir ja keine Schande machen, ich habe ja einen Ruf als bäriger Laufcoach zu verlieren ...

Also - zuerst das Wochenende in Lenggries. Ankommen bei Regen. Samstag 15 km an der Isar zum Wieder-Reinkommen, den letzten km mit erfrischendem Regenschauer. Kühl war es sowieso. Nachmittags dann noch ein paar Höhenmeter gewandert und dabei festgestellt: die geplante Strecke für Samstag wäre bergab bei der Nässe (Sonne, Regen, Sonne, Regen, im 10 min-Takt) zu schwierig. Denn nach den zwei Stürzen musste sie erstmal wieder trittsicherer werden. Also umdisponiert, Sonntag dann 1:45 Stunden ins Schrombachtal gelaufen. Waren auch 400 Höhenmeter alles in allem. Und es blieb erstaunlicherweise trocken, und die Sonne ließ sich kurz blicken ... Montag dann noch ein kurzer Abschiedslauf bei Nieselregen. Ich habe derweil von unserer Pensionswirtin die neue Rezeptur kosten dürfen: Erdbeer-Windbeutel-Torte.



Also alle Hoffnung auf die Woche am Achensee gelegt. Tortentechnisch und speisemäßig wurden die Hoffnungen auch erfüllt. Aber sonst? Ich zähle mal auf:

Samstag - Ankunftstag - warm, zu Beginn sonnig, während des Laufs fing es an zu dröppeln. Tristenaurunde (mäßiger Anstieg, 9 km)

Sonntag - bis mittags Sonne, dann Regen. Oma wanderte bewunderswert mit Rollator ins Falzthurntal, Richtung Gramai. Diverse Gemsen gesehen. Nachmittags trabte Frauchen in einer Regenpause 70 min. am See und durch die Löwenzahnwiesen.

Montag - Regen. Also die aus dem letzten Jahr bewährte 6 km-Runde mit 200 Höhenmetern gemacht. Nachmittags kurzer Spaziergang, Frusttorte,

Dienstag - Sonne. Wärme. Den ganzen Tag. Die Menschen wanderten rund um den See nach Achenkirch, das Schiff fuhr Oma samt Rollator zurück nach Pertisau, Frauchen nur rüber zur Gaisalm, sodass sie die 4 km über den Steig zügig wandern konnte (in Gedanken beim Achenseelauf, der Steig wurde jetzt etwas verlegt und hat bei km 20/21 nochmal eine giftige Steigung). Nachmittags dann Tempolauf durch den Wald nach Maurach, dort zwei Runden in der Löwenzahn-Dorfwiese, zurück am See entlang. Dabei wurde sie von einem Herrn mit Golfcart angesprochen - ob sie nicht abends zum Lauftreff kommen wolle, ob sie den Achenseelauf kenne usw. Ja. kennen wir. Ausführlich. Dieses Jahr ist aber der Karwendelmarsch dran. Als er das hörte, drehte er ab ...

In der Nacht fing es dann an zu regnen und hörte 43 Stunden lang nicht mehr auf. 

Mittwoch - nass, kalt. Frauchen stieg aufs Laufband. Stellte erst 7,5 Stundenkilometer ein, dann 8,5 - ihr Wohlfühltempo draußen. Und hechelte, die Beinchen flogen. Irgendwann kam sie dann auf die Idee, mal auf ihrer Uhr die Distanz nachzuschauen. Das Laufband zeigte zwar keine Meilen/Stunde, aber hat sich um rund 2 Stundenkilometer vertan - sie wetzte in ihrem 5-km-Renntempo. Mir als Coach hat das natürlich gefallen, so flotte 5 km!

Dafür dann am Donnerstag ausgesetzt - die Laune der Damen war auf dem Tiefpunkt. Dauerregen. 4 Grad. Nach einer kleinen Dorfrunde war erstmal Auftauen angesagt ... Die Schneegrenze war inzwischen bedrohlich nahe gerückt.

Freitag lagen die Wolken quasi auf. Aber sie hielten immerhin dicht. Also erst eine Wanderung mit Oma, dann mittags für Frauchen endlich der - einzige - lange Berglauf am Achensee: über den Seebergsteig zur Pletzachalm, weiter Richtung Gernalm und dann Richtung Schleimssattel. Statt kurz/kurz dann eben lang / lang+lang+Shirt+Regenjacke.

Samstag dann nur noch ein kleines Abschiedsläufchen bei Sprühregen. 

Was mir dieses Jahr besonders gefallen hat: vom Zimmerfenster aus konnte ich bis zu 5 Rehe gucken, direkt vor dem Balkon beginnt ein Wiesenhang hoch zum Wald. Die Bambis kamen pünktlich morgens, mittags, abends zum Futtern raus. Bald konnte ich sie sogar unterscheiden, eines hatte einen besonders weißen Boppes.

Hier noch ein paar Impressionen:






Irgendwie verhext, diese Vorbereitung. Wie gesagt, die Distanz macht mir keine Sorgen. Aber die Zeit, die sie dafür brauchen wird! 

Bis bald, Euer Iwan


Donnerstag, 8. September 2022

Achenseelauf 2022: der Sprecher würdigt mich

 Hallo Leute,

Anfang September steht bei uns der Achenseelauf auf der Agenda. Seit 2010 - nur in den Jahren, in denen ich Frauchen beim Karwendelmarsch angemeldet hatte, oder sie verletzt war, waren wir nicht am Start.

Die Fahrt in unser Stammhotel verlief feucht, sehr feucht. Eingetroffen der erste Schock: aufgrund der doch sehr üppigen Preiserhöhungen (dazu später noch mehr) hatte Herrchen dieses Mal nicht das große Zimmer, quasi zwei Räume mit viel Platz, reserviert, sondern die niedrigere Kategorie mit Seeblick. Böser Fehler. Zimmer direkt gegenüber des Aufzugs, sehr dunkel aufgrund des kleinen Fensters, und ein atemberaubender Geruch. Ach was, Gestank! Nach altem Käse oder so ähnlich, Frauchen schnüffelte, in den Ecken war es am schlimmsten. Und das uns als Stammgäste. Nun ja, vielleicht wollten sie uns zeigen "das habt Ihr nun davon, preiswerter zu buchen!"? Abends hat sich Frauchen dann nett an der Rezeption beschwert und siehe da, am anderen Morgen konnten wir in ein anderes Zimmer umziehen. Den Gestank haben wir zurückgelassen ... es könnte auch "nasser Hund, der direkt auf dem Teppichboden lag" gewesen sein, denn das Hotel ist sehr hundefreundlich. Aber dass das Zimmermädchen diesen intensiven Geruch nicht bemerkte, ist mir ein Rätsel.

Zurück zum Erfreulichen ... äh, noch  nicht. Frauchen hatte dieses Mal sehr unaufmerksam gepackt. Der Sport-BH fehlte. Und auch wenn sie nicht Pamela Sue Anderson ist, ohne geht es nicht. Wippt zu sehr. Tut weh. Also gleich am nächsten Tag ins einzige Sportgeschäft in Pertisau, um erstmal ausgiebig von den Verkäufern ignoriert zu werden. Gut, wanderten die Menschen halt erstmal auf den Zwölferkopf hoch. Frauchen soll ja tapern, und das hat sie zu meiner ganz großen Irritation auch gemacht. Sind nur gute 600 Höhenmeter hoch und wieder runter. Danach neuer Anlauf im Sportgeschäft: Frauchen stand neben dem Ständer und guckte auffordernd, fragend. Herrchen stand rund 2 Meter entfernt und guckt in die Luft. Tja, ratet mal, wer angesprochen wurde .. richtig! Herrchen verwies dann an Frauchen und endlich konnte sie das gewünschte Objekt zu einem Schweinepreis ergattern. 

Freitag dann die Tristenaurunde zum Warmwerden laufen, eine ihrer Lieblingsstrecken dort. Auf dieser Runde ging übrigens am Samstag der neu konzipierte 10 km-Lauf entlang - und wie immer beim 10 km-Lauf: Regen. Dieses Mal Starkregen.

Samstag zockelten die Menschen wie immer nach Maurach, um dort Minigolf zu spielen. Dieses Mal vorher mit Abstecher zur Weißenbachklamm, ein überraschend tiefer Einschnitt im Fels. Der Betreiber des Minigolf-Cafés kennt Frauchen nun schon, weil sie jedes Jahr am Tag vor dem Lauf dort hingehen, und fachsimpelte mit ihr über Wetter, Laufstrategien usw. Müßig zu sagen, dass sie wieder krachend verloren hat - die Bahnen seien aber auch sehr schwer zu spielen. Aha.

Dann Abholung der Startunterlagen (sie muss so gierig in die Tasche geschaut haben, dass das Foto davon gleich auf der "Impressions"-Seite des Veranstalters landete, hehehe)

und danach habe ich alles geprüft. Wobei ich sagen muss, angefangen hat es mit 28 Euro und einem super gefüllten Startersackerl, inzwischen kostet der Start 50 Euro, die Gaben werden immer weniger (immer noch gut, aber weit entfernt von früher) und heuer wurde auch eine Verpflegungsstelle ersatzlos gestrichen. Das wird Frauchen langsam zu teuer. Gut, nächstes Jahr will sie eh wieder beim Karwendelmarsch starten, da stellt sich die Frage nicht.

Sonntag dann dichter Nebel, der pünktlich zum Start aufriss. Dieses Mal waren deutlich weniger Meldungen als in den Vorjahren, es kann am Startgeld liegen, oder wahrscheinlich eher daran, dass es inzwischen sehr viele Laufveranstaltungen gibt. Frauchen mag es ja sowieso lieber leerer. Sie trabte also los, hatte müde Beinchen, und war daher sehr verwundert, dass sie bis km 10 einen 6:30er-Schnitt hatte - gefühlt waren es eher 7 min/km. Herrchen und ich warteten wieder in Achenkirch, bei km 14. Und - ich habe in der Analyse des Laufes alle meine vorigen Berichte nochmal durchgelesen - wieder unerklärlicherweise zwischen km 10 und km 14 über 4 min verloren, genau wie in anderen Jahren auch. Keine sonderlichen Steigungen, kein anderer Untergrund, gefühlt selbes Tempo weitergelaufen ... sehr seltsam. Naja, jedenfalls kam sie mit einer 1:38:30 bei uns vorbei, Wasserflasche getauscht, ein paar Schlucke Cola light. und schon bog sie auf die gefühlt zweite Hälfte ein.Das sind zwar "nur" 9,1, km, aber eben ein prachtvoller Trail mit 150 Höhenmetern.

Hier sammelt sie immer Läufer ein, auch dieses Jahr wieder. Was ihr gar nicht gefiel, sind die neuen Abschnitte mit Maschendrahtzaun an etwas gefährlicheren Abschnitten. Es ist so ein wunderschöner Steig, den man jetzt anscheinend "idiotensicher" gemacht hat - denn viele Spaziergänger ignorieren dort die Hinweisschilder "Trittsicherheit" und gehen mit ungeeignetem Schuhwerk und sehr unsicher dort entlang. Schade.


Der Abschnitt runter zur Gaisalm zeigt ihr immer, wie sie liegt - 2:17:14, also alles im grünen Bereich für das Zeitziel Sub 3 Stunden. Womit sie aber nicht rechnete: dass sie nicht wieder ins Laufen kam, sondern auch bei eigentlich gut laufbaren Abschnitten nur schnell gegangen ist. So robbte sie sich Richtung Pertisau,. riss sich für Fotopoints zusammen und trabte (einmal hat sie die Kamera nicht gesehen, ich habe die Beweisfotos vom Gehen statt Laufen!) und erreichte endlich das Strandbad. Würde wieder eng werden mit dem Zeitziel! Wie immer sprang ich auf, und wir finishten gemeinsam mit 2:58:32. Und damit glatte ... 8 Sekunden schneller als letztes Jahr! Naja, ich hatte ehrlich gesagt auf eine etwas schneller Zeit gehofft, aber Frauchen wird halt nicht jünger, hüstel.


Moment, was war das? Da sagte doch der Zielsprecher was von mir? "Und der Petzi ist nun schon zum 10. Mal dabei, immer gefinisht! Hoffentlich nächstes Jahr wieder ... zusammen mit Anette aus Deutschland!" "Petzi" ist österreichisch für Teddy, muss man wissen. Da wurde ich doch gleich ein paar Zentimeter größer!

Und kurz danach noch ein paar Zentimeter breiter, als ich mir den wohlverdienten Kaiserschmarrn einverleibte:

Für die Statistik: Frauchen wurde mit 2:58:32 592. von 638 Startern, fast auf die Sekunde genau doppelte Zeit des Siegers (1:29:27), der Langsamste brauchte 4:00:48. In meiner Statistik der Achenseeläufe war es die zweitlangsamste Zeit. Aber es hat wieder Spaß gemacht, den Achensee zu umrunden:


 


Quelle Fotos: eigene Aufnahmen, oder Sportograf.

Ich muss jetzt mal tiefer in die Analyse einsteigen, denn irgendwie, fürchte ich, hat Frauchen inzwischen auch eine Bremse im Kopf, nach dem Motto "nach 15 km geht nur noch Gehen, ein Laufen mehr". Wer Tipps hat, wie man die wegkriegt, gern her damit!

Bis bald Euer Iwan