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Donnerstag, 16. Februar 2023

Auch in der Sonne kann es kalt sein

Hallo Leute,

da bin ich wieder. Zurück aus dem Mallorca-Urlaub. Dieses Jahr durfte ich endlich mal wieder auf meine Lieblings-Insel. Obwohl, als ich die Wettervorhersage sah, wollte ich doch lieber hierbleiben ... aber nix da, Frauchen meinte, "Iwan, mitgefangen, mitgehangen". Nur so mal ganz nebenbei: bis Mitte Januar war es ein extrem warmer Winter auf Mallorca. Dann kam der große Schneefall. Die Woche bevor wir ankamen war wieder warm und sonnig. Und seit unserem Rückflug ist es dort auch wieder warm und sonnig. Bei uns dagegen ... 

Samstag, den 4.2., sollte es losgehen. Ankunft in Palma 13:35 Uhr laut Flugplan. Auf den Koffer warten, Mietwagen einsammeln, dann runde 50 min. Autofahrt zum Hotel, einchecken, umziehen - da sollte doch noch eine schöne Nachmittagslaufrunde möglich sein in Port d´Alcudia. Schließlich wollte es Frauchen ausnutzen, es sollte der letzte warme Tag vor dem neuerlichen Kälteeinbruch sein. Warum ich das so ausführlich erzähle? Könnt Ihr Euch doch sicher denken, grummel ...

Abflug: 75 min. Verspätung. Koffer: ließ ewig auf sich warten. Ärger bei der Mietwagenabholung, Frauchen wollte sich nicht die kleinste Wagenklasse andrehen lassen und diskutierte eifrig auf Spanisch mit dem Angestellten, bis der entnervt ein größeres Modell ohne Aufpreis rausrückte (ähem, Frauchen stellte später fest, sie hatte was verwechselt und dieses Mal tatsächlich die kleinste Klasse gebucht...), dann ging der Vertragsdrucker kaputt. Im Hotel hechelnd angekommen und dann standen schon dieselben eitlen Fatzkes beim Einchecken vor ihr, die schon beim Check-In in Nürnberg unangenehm auffallend direkt vor uns standen. Mallorca ist zwar keine große Insel, aber so klein? Inzwischen war es schon viertel vor 5, also musste ein neuer Rekord her: 7 min vom Losrollen mit Koffer an der Rezeption aufs Zimmer, Koffer öffnen, Laufsachen rauswühlen, umziehen oder wieder loswetzen - die 20 Grad noch genießen. Der erste Lauf nach 4 Monaten wieder auf den schönen bekannten Wegen am Meer oder durch die Felder!

Tja, alle Details zum Wetter erspare ich Euch. Exemplarisch nur der Donnerstag, mit einer Wanderung hoch zur Festung Alaró verbracht:


Insgesamt 2 Tage Starkregen, 4 Tage Sturm, nur 2 Tage insgesamt Windstille und damit vor dem eisigen Lüftchen verschont sein .... ich habe mich erst am drittletzten Tag überhaupt aus dem Hotelzimmer getraut. Frauchen war natürlich jeden Tag laufen und bis auf einen Tag auch jeden Tag wandern. Samstag habe ich sie dann beschwätzt, mich auf eine "kleine" Wanderung auf einen "kleinen" Hügel mitzunehmen, den Puig de Cornador direkt vor dem Atalaya. Hier ein paar Impressionen:















Was Ihr nicht seht: Frauchen hat fast geheult. Denn wir wurden andauernd von Trailrunnern überholt oder sie kamen uns entgegen. Training für das Rennen dort dieses Wochenende. Und Frauchen war deswegen traurig, weil sie im aktuellen Trainingszustand diesen Anstieg nicht hochlaufen kann .. aber das kommt wieder! Jawoll, wofür hat sie mich als Coach ...

Ansonsten kann ich nur noch ein Highlight (lustig für mich, nicht so für sie) berichten: Mittwoch wollte sie die rund 16 km Runde Alcanada - am Golfplatz entlang - Pfad am Meer entlang Richtung Coll Baix, - Rückweg über den Waldweg und dann über Alcudiá zurück zum Hotel wandern. Es hatte maximal 9 Grad. Hinter dem Hundestrand, vor dem Einstieg zum Pfad am Golfplatz entlang ist ein Zufluss zum Meer. Im Herbst und auch sonst immer ausgetrocknet. Dieses Jahr leider nicht. Voll mit abgerissenem Seegras. Nicht zu Umlaufen. Umkehren wollte Frauchen nicht. Also Schuhe und Socken ausgezogen, bibbernd durch das knöchelhohe nasse Wasser / Posidonia-Gemisch getrottet, auf der anderen Seite Schuhe und Strümpfe wieder angezogen. Und sehr stolz auf sich gewesen sein, weil sie diese Herausforderung so tapfer gemeistert hatte. Hahaha. Unterhalb der Fundacion Sa Bassa muss man dann ein kleine Bucht durchqueren. Da liegt auch immer Seegras herum. Sah komplett trocken aus, und war weit genug weg vom Meer ..... dachte Frauchen. Und überquerte zügig. Zwei Schritte ging das gut, die nächsten paar landeten knöcheltief im Wasser. Die Schuhe (alte Trailschuhe, kein Goretex) trieften. Die Socken mussten ausgewrungen werden. Dito die Wanderhose, die trotzdem eiskalt um die Knöchel schlackerte. Nun war guter Rat teuer. Zurück hieß, wieder zweimal durchs kalte Wasser und Posidonia. Vorwärts hieß, rund 2,5 Stunden (landschaftlich sehr schöne) Wanderung noch vor sich. Also in den nassen Schuhen, barfuss, die nassen Socken in den Händen schlackernd wanderte Frauchen dann die geplante Runde. Sei aber ehrlich gesagt sehr ekelhaft kalt gewesen, und wir wundern uns heute noch, dass sie sich keine Erkältung eingefangen hat. 




Beim Rückflug hatte ich dann standesgemäß einen Platz für mich. Komischerweise wollte Frauchen nicht tauschen, sie blieb auf dem Fensterplazu, und ich musste mit dem Mittelplatz vorlieb nehmen. Wobei mich der distinguierte Herr am Gangplatz schon etwas seltsam musterte - ich weiß gar, was der hatte?




So, jetzt geht hier die Saisonvorbereitung weiter. Ich berichte. Und mache auch erstmal einen großen Bogen um jede Waage. Das Hotelbüffet war klasse. Es gab - Lachspizza! Was will bär mehr?

Bis bald, Euer Iwan


Sonntag, 26. März 2017

10 km und Frühsommer im März

Hallo Leute,

nach dem erfolgreichen Halbmarathon-in-Alcudia-Wochenende ist Frauchen ja gleich am Mittwoch drauf wieder hingeflogen. Ich habe dankend (naja, grummel, wurde überredet) verzichtet. Einer musste ja auf Herrchen aufpassen. Und mir wäre es mit Frauchen und Oma dann zuviel Weiberwirtschaft gewesen ... deshalb habe ich Fozzie mitgeschickt. Und übergebe an ihn:
"Nach dem Januar-Urlaub nun schon zum zweiten Mal in dem Jahr auf meine Lieblings-Baleareninsel! Immer noch keine Pelikane zu sehen, also kein Ersatz für den entgangenen Florida-Urlaub. Aber es war dieses Mal schön warm - bis auf den Abreisetag hatten wir nur Sonne, blauen Himmel und tagsüber kurze-Hosen-und-Shirt-Wetter. Halt wenn Engelbären reisen ....
Nicht so toll war das Hotel. Hatte Frauchen, nachdem das "normale März-Hotel" gerade renoviert wird, auf Empfehlung gebucht. Höflich ausgedrückt indiskutabel. Haben wir uns zwei Tage angeguckt und auf Besserung gehofft. Kam nicht. Also sind die beiden Damen auf mein Anraten zu dem Hotel gegangen, wo wir im Januar waren. Und haben dort - in Wanderkluft - nach freiem Zimmer gefragt. Im März ist ja rund um Port d´Alcudia / Playa de Muro alles ausgebucht, sehr viele Radfahrer sind da. Wir hatten aber Glück, ein Zimmer war noch frei, die Rezeptionistin guckte auch gar nicht sonderlich irrtiert. Und wir konnten nachmittags umziehen: welche Wohltat. Freundliches (!) Personal, großes und abends geheiztes (!) Zimmer, leckeres (!) Essen mit viel Auswahl und ohne faule Stellen (!!!). Wer übrigens eine Hotelwarnung haben will - ich verrate gern auf Anfrage den Namen .... umgezogen sind wir ins Vanity Golf. Und ich musste jeden Tag den Trainingslauf von Frauchen nach der Wanderung kontrollieren, da hatte mir Iwan genaue Anweisungen gegeben! Denn sie hatte zwar noch den Halbmarathon in den Beinen, am Sonntag sollte es aber gleich noch einen 10 km-Lauf geben.
Samstag Nachmittag sind wir dann zum Abholen der Startunterlagen gegangen. Im Kaufhaus Corte Ingles, 7. Stock, Sportabteilung. Manu hatte uns gewarnt - es sei eine sehr lange Schlange. Wir gewappnet .... und ... keiner vor uns. Es gab ein Funktionsshirt, einen Umhängebeutel, Powerriegel und einen Einkaufsgutschein. Sonntag morgen dann mit dem Auto wieder die 50 km von Port d´Alcudia Richtung Palma. Wir hatten ausreichend Puffer eingeplant, denn wir wollten uns ja noch mit Manu, André (Frauchen und Oma) und Paddington (ich) treffen. Problem: das anvisierte Parkhaus konnte nicht angefahren werden. Sie hatten beide Fahrspuren am Paseo Maritimo für den Lauf gesperrt. Also gewendet, gaaaanz langsam im Stau wieder zurück zu den bekannten Parkplätzen gekrochen. Erster: voll. Zweiter: uff, ja, da war noch was.
Inzwischen wurde die Zeit schon knapper, denn wir mussten rund 2 km wieder zurück zum Start wetzen. Himmel blau, Sonne strahlend, Temperatur ging Richtung 20 Grad. Start des 10 km-Port de Palma-Laufes (wie auch des Halbmarathons) sollte an der Mole gegenüber der Kathedrale La Seu sein, dann einmal links herum Richtung Porto Pi, Wende, den Paseo zurück bis zum "Tankstellenhügel" (wer schon mal im Oktober den Halbmarathon / 10 km-Lauf mitgemacht hat, kennt die Strecke), Wende und dann mit Blick auf Mittelmeer, Kathedrale, Ausläufer der Berge Endspurt ins Ziel.
So, da standen ja auch schon Manu und André! Letzterer konnte leider wegen Krankheit nicht mitlaufen, wollte aber Fotos schießen. Kurze Begrüßung, es waren auch nur noch 10 min. bis zum Start, die Blöcke füllten sich ... Frauchen brauchte aber noch einmal ein Dixie, ähem. Tja. Gar nicht so einfach zu finden ... ganz am Ende der Mole standen 9 Stück, davor gefühlte 100 Läufer plus 50 Zuschauer. Frauchen drängelte sich dann bei den Zuschauer vor, mit Verweis darauf, dass ja in 3, nein, 2 Minuten der Startschuss für sie fallen würde. Und kam pünktlich zum Startschuss mit als Letzte im Startblock an. Hatte den Vorteil, dass sie wenig überholt werden konnte, aber selbst halbwegs Leute einsammeln konnte. Eigentlich hatte Iwan "ruhiger Lauf" vorgegeben, aber da gingen wohl die Gäule durch .... jedenfalls war sie nach 59:37 min. im Ziel, die gesamte Streckenlänge war sogar mit 10,15 km ausgemessen. Also sehr gute Zeit für sie. Was sie ärgerte: die vielen deutschen Teilnehmer, die anscheinend dachten, die komplette Straßenbreite gehöre ihnen, oder sie könnten Frauchens Laufweg schneiden .... schade. Im Ziel gab es dann noch eine Finishermedaille (die war so groß wie ich!), sowie nochmal Wasser und Obst:



Fazit: Organisation gut, Gutzis für das Startgeld von 15 Euro sehr gut. Strecke nett, kannte Frauchen nun schon gut. Ergebnis: 674. von 820 Finishern, 169. bei den Frauen - sehr schön. Und das Wetter war ja sowieso grenzgenial. Ich habe mich währenddessen gemütlich von Oma im Rucksacke herumtragen lassen. Nach dem Rennen beglückwünschten wir noch Manu, die eine 58er-Zeit gelaufen ist. Ein Erinnerungsfoto noch mit den beiden Damen, dann eines mit uns beiden Bären,




dann machten wir uns wieder auf den 2 km-Marsch zu unserem Auto. Die restlichen Urlaubstage waren dann wieder schön entspannt. Nur der letzte war ein echter "Rausschmeißer-Tag": 9 Grad und Dauerregen."

Na, da hat Fozzie mich ja ganz gut vertreten. Hier übrigens noch der Bericht von Laufwelt zum Lauf! Jetzt fängt dann langsam die ernsthafte Vorbereitung für den Karwendelmarsch an. Für gute Tipps bin ich dankbar!

Bis bald Euer Iwan

P.S. Alle Fotos stammen von Manu bzw. André. Danke dafür.

Dienstag, 8. März 2016

Wie verprelle ich treue Kunden?

Hallo Leute,

in den letzten Wochen haben wir ein Paradebeispiel dafür erlebt, wie man Stammkunden nachhaltig verärgert. Ich bin ja nun sehr gern unterwegs, Frauchen auch, und ab einer gewissen Entfernung nimmt man halt das Flugzeug. Herrchen "darf" auch ab und zu mit, hehehe. Jetzt sein Problem: er fliegt ungern, ihm wird schnell unwohl. Also muss es immer ein Fensterplatz weit vorn sein. Unsere "Stamm"-Airline ist Air Berlin. Sitzplatzereservierung kostet immer extra oder gab es gar nicht, deswegen hat Frauchen seit Jahren gegen eine immer höhere Jahresgebühr die Servicecard gekauft. Da war die Sitzplatzreservierung dann kostenlos. Ein einfaches Rechenexempel: Jahrespreis 120 Euro, Sitzplatzreservierung früher 10, inzwischen ca. 24 Euro, 2 Personen hin und zurück - da lohnt sich die Servicecard schon ab 2 Reisen pro Jahr. Denn Frauchen soll ja neben Herrchen sitzen (obwohl sie dann immer den undankbaren Mittelplatz hat), und ich brauche keinen eigenen Sitzplatz. (Naja, ich hätte schon gern einen, aber dann müste Frauchen auch ein Ticket für mich bezahlen und der Spaß ist ihr dann doch zu teuer ...)

Hat auch immer gut geklappt. Seit Anfang diesen Jahres hat Air Berlin aber eine neue Preispolitik. Vordere Reihen kosten extra, auch wenn man die Servicecard gekauft hat. Dann zwar weniger, aber trotzdem. Ist ja alles verständlich, wenn man um die klamme Situation der Airline weiß. Und absolut legitim. Was aber nicht legitim ist, sondern eigentlich ein Vertragsbruch - wenn man bestehende, bestätigte Sitzplatzreservierungen aus der Zeit vor der neuen Preispolitik einfach ignoriert und die Leute in die hinteren Reihen verfrachtet. So bei den letzten 4 Flügen passiert. Um präzise zu sein, nicht nur nach hinten, sondern - besonders apart - in eine Reihe ohne Fenster. Höfliche Reklamation, minutenlange Diskussion am Schalter (denn beim Web Check in konnte man gar nichts ändern) brachten zweimal eine bessere Reihe weiter vorne, zweimal nichts. Bis auf den tröstlichen Rat "haben wir in letzter Zeit öfter, fliegen Sie das nächste Mal nicht mehr mit Air Berlin".

Das werden wir übrigens beherzigen - den nächsten Spanien-Trip haben wir jetzt über die Airline mit dem Kranich gebucht. Schade. So kommt dieses Geschäftsgebaren - sich denselben Sitzplatz quasi zweimal bezahlen zu lassen - Air Berlin im Endeffekt sicher teurer zu stehen, als wenn sie bestehende Verträge erfüllt hätten.

P.S. Heute vor einem Jahr bin ich auch gerade mit Air Berlin geflogen, von Palma zurück. Warum ich das so genau weiß? Heute ist Weltfrauentag, da ist Frauchen auf Mallorca im Rahmen des 261er bei einem 10 km-Lauf gestartet, und ich habe mit ihr gefinisht. Schöne Erinnerung, direkt vor der Kathedrale im Palma ...


Bis bald Euer Iwan


Montag, 9. März 2015

10 km in Palma de Mallorca - fast allein unter Frauen

Hallo Leute,

wir waren für ein kurzes Wochenende auf Mallorca. Ich weiß, das hört sich nun sehr dekadent an ... aber Frauchen wollte unbedingt beim 261WM 10 km-Lauf am Weltfrauentag mitmachen. Der Tipp kam von @Laufwelt, die wir dort auch wieder getroffen haben.
Tja, was soll ich sagen - Mallorca ist immer wieder eine Reise wert. Ich war ja nun auch schon zum dritten Mal da, Frauchen ist andauernd zum Wander- und Laufurlaub da ... so jedenfalls mein Gefühl, denn meistens darf ich ja nicht mit. Dieses Mal aber doch, Freitag vormittag ging der Flieger. Zimmer mit Meerblick direkt an der Playa de Palma, die jetzt in der Vorsaison noch durchaus erträglich ist - das meine ich in Bezug auf Ballermann, Bierkönig, Megapark und Partytouristen.
Ich habe es mir gleich mal in der Sonne auf dem Balkon gemütlich gemacht und Frauchen zum Einlaufen geschickt. Ging gar nicht gut. Seit sie aus Florida zurück ist, hat sie ein Gefühl von "Betonklötzen" statt Beinen. Aber was hilft´s? Angemeldet ist angemeldet. Samstag dann Abholung der Startunterlagen - dieses Mal ein feines, leuchtend gelbes Funktionsshirt. Nix rosa, wie man ja bei einem Frauenlauf hätte vermuten können. Sonntag früh dann Aufstehen um 6:45 Uhr, ich habe gleich die Morgengymnastik auf dem Balkon überwacht. Ziemlich eisige Temperaturen, sodass ich Frauchen zur langen Winterlaufhose (!) geraten habe. Dann ging´s nach dem Frühstück mit dem Taxi nach Palma, Start / Ziel war wieder unterhalb der Kathedrale am Parc de Mar. Und wir hatten einen sehr informierten Taxler - er wusste, dass es ein Lauf rein für Frauen ist, veranstaltet von Katherine Switzer. Und dass diese die erste Frau war, die einen Marathon gelaufen ist. Muss man sich mal vorstellen: das war früher für Frauen nicht erlaubt! Ihre Startnummer in Boston war damals übrigens die 261, daher auch der Name der Laufserie. Es gab die 10 km und den Marathon, die meisten entschieden sich für die kürzere Distanz.
Um 8:45 Uhr dann Treffen in unserem Startblock mit @Laufwelt, @tschasmaen und @Chiamh1979. Herrchen musste Fotos machen und guckte ziemlich verschreckt, weil immer mehr bestens gelaunte, laut schnatternde Frauen auftauchten. Plus ein Retriever, der auch in unserem Startblock startete, und seine Aufregung mit lautstarkem Bellen in den Griff bekommen wollte ... Männer waren ansonsten nur als Pacemaker zugelassen. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, aber Frauchen meinte nach dem Lauf, das sonst übliche "Hauen, Stechen, Rempeln, Schneiden" auf enger Strecke fand gar nicht statt. Alles schön ruhig, gesittet und rücksichtsvoll.
Die Strecke ging links herum vom Parc de Mar Richtung Playa de Palma, 5 km geradeaus, links dann wunderschöne Ausblicke auf die Serra de Tramuntana, rundherum Mallorquiner bei den Sonntagsmorgen Hunde Gassiführen-, Einkaufen-, Frühschoppen-Tätigkeiten. Dann Wendepunkt, nun ging es am Meer entlang auf einer ebenfalls schönen Promenade zurück. Mit Blick über die ganze Bucht, aufs Schloss Bellver und Kathedrale. Frauchen lief auf 5 km eine für sie gute Zeit mit 29:37, und nahm dann etwas den Pace raus, eingedenk des Einbruchs in Fort Lauderdale. Ab 8 km beschleunigte sie wieder, aber leider doch etwas zu spät ... am Ende kam eine 1:00:21 heraus, zwar Bestzeit seit 8 Jahren, aber diese verflixten 22 Sekunden für eine "below the hour"-Zeit wären schon nett gewesen. Frauchen meinte dann noch, würde ja wohl an mir liegen, weil ich bei km 9,5 wieder aufgesprungen bin und mit ihr gefinisht habe. Aber ich mache sie ja schneller, nicht langsamer! Jedenfalls wurde sie insgesamt 489. von 853, und 11. in ihrer Altersklasse. Und ich wurde im Ziel ordentlich gehätschelt, so als "Bär im Korb".
Den Rest des Tages haben wir dann noch schön ausklingen lassen, ich als erfolgreicher Coach habe mich erstmal ordentlich gestärkt. So am Meer zu speisen hat schon was! Abends dann Rückflug - im Gegensatz zu Fozzies Erlebnissen ereignislos.




Ein Kurztrip, der sich gelohnt hat. Die Organisation war übrigens auch bestens. Dem Lauf würde man eine größere Teilnehmerinnenzahl wünschen!
Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 31. Juli 2014

Finishershirts als Motivation

Hallo Leute,

Frauchen ist ja ganz wild auf Finishershirts ... oder "Trophäenshirts", wie sie sie nennt. Damit könne man beim  Traben im Park zeigen, wo man schon überall gelaufen ist und erfolgreich gefinisht hat. Deshalb sind sie ihr auch lieber als Medaillen, mit denen kann man so schlecht draußen herum laufen ...
Wobei auffällt: im Ausland gibt es anscheinend kreativere Shirt-Designer. Bei den deutschen Läufen gibt es in der Regel 0815-Finishershirts. Rundhals, halber Arm, Sponsor drauf, Name des Laufs und das Jahr. Und das Ganze meist noch in einer 0815-Farbe. Jaja, ich weiß, es gibt Ausnahmen (Tegernseelauf 2009 beispielsweise, herrlich apfelgrün mit blau, V-Ausschnitt).
Von den Läufen im Ausland bringt Frauchen dafür interessantere Motive mit. Ich habe mal eine Auswahl zusammengestellt. Das Finishershirt vom Disney World Halbmarathon ist z.B. langärmlig, quietschegelb, mit Donald Duck - da grinst jeder, wenn Frauchen bei etwas kälterem Wetter in dem Shirt ankommt. Das vom London 10 km-Lauf ist zwar aus Baumwolle (kann man gut zur Hausarbeit tragen, hehehe), aber mit Union Jack und Denkmal drauf. Vom Motiv her zum Seufzen regt ein weiteres Shirt aus Florida an:  5 km / Halbmarathon in Naples 2014. Und last  but not least das Finishershirt (das wirklich nur die Finisher, im Ziel, kriegen) aus Zermatt dieses Jahr.
Ansonsten trägt Frauchen auch gern die Shirts von den HMs in Palma 2006 und 2007 - jeweils sommerlich, ohne Arme, sonnengelb bzw. grasgrün.
Und ein ganz schlichtes wird auch in Ehren gehalten: das allererste Finishershirt eines Halbmarathons, vom Gebirgstälerlauf in Oberstdorf 2004 - schlicht weiß, nur ein ganz kleiner blauer Aufdruck drauf - aber eben das Erste!
Und wie haltet Ihr es? Ist Euch das Shirt oder die Medaille wichtiger? Und was macht Ihr mit Euren Shirts? Beim Training tragen oder nur bei besonderen Anlässen? Bin gespannt.

Bis bald Euer Iwan



Sonntag, 3. November 2013

So werden wir wohl nie laufen ... New York, New York

Hallo Leute,

Frauchen war heute zwischen zwei Regenschauern denn doch mal laufen, danach thronten wir beide vor dem Fernseher und guckten New York Marathon. Neid, blanker Neid und Bewunderung für die Läufer dort. Die Siegerin bei den Damen lief immerhin doch noch ein paar Minuten langsamer als Frauchen normalerweise für einen Halbmarathon braucht. Aber eben halt für die doppelte Distanz!
Jetzt bin ich als Coach wieder gefragt, Frauchen zu motivieren. Denn nächstes Jahr haben wir als einen Saisonhöhepunkt den Zermatt Halbmarathon vor uns. Ich sage "der ist viel schwerer, über 1.000 Höhenmeter, in New York geht´s ja fast eben dahin" ....
In Chicago fand heute der Chocolate-Lauf statt. Manu und Pauline waren dabei, statt Finishermedaille gibt´s Schokolade. Auch was Feines :-)
Und ich reiche noch ein Foto nach - so wurde ich in Palma auf dem Rad zum Ziel transportiert, von unserem Hotel in Arenal aus. Hat nämlich ein paar Tropfen geregnet, und da wollte die Bekannte mein kostbares Fell schützen.An wen erinnert Euch spontan das Foto? Richtig - E.T.!

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 13. Oktober 2013

Basis für erfolgreichen HM in Palma gelegt

Hallo Leute,

meine PC-Abstinenz hat endlich ein Ende, heute nacht sind Frauchen und Herrchen vom Jahresurlaub aus Mallorca zurückgekommen. Die erste 10 Tage hatten sie tolles Wetter, immer über 30 Grad bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit - also genau das Laufwetter, das mein Frauchen liebt. Echt, das stimmt! Die letzte Woche war dann nicht mehr so toll, jeden Tag ein bißchen kälter, am Freitag der Tiefstpunkt mit molligen 15 Grad am Morgen, kaltem Wind und Regenschauern. Aber es geht wieder aufwärts, denn nächsten Donnerstag soll es schon wieder 27 Grad haben. Das will ich aber auch hoffe, denn ich fliege ja mit Frauchen und Freunden zum Halbmarathon hin! Und da will bär doch auch schönes Wetter haben - ich als Coach kann ja dann während des Rennens nur noch wenig tun, nur warten.
Die 17 Tage hat Frauchen angeblich ordentlich trainiert. Ich hatte ihr ja meinen Trainingsplan mitgegeben, den sie aber munter ignoriert hat. Sie ist an 15 (!) Tagen gelaufen - aber an den vorgesehenen Ruhetagen angeblich nur "gaaaanz langsam". Es sei aber auch zu verlockend gewesen .. naja. Zwei lange Läufe, zwei kracherte Bergläufe (das Bild zeit die Aussicht von Los Pujadores auf die Bucht von Pollenca), ansonsten so das Übliche. Dumm war nur, dass nach der Hälfte der Zeit der Pulsmesser seinen Geist aufgegeben hat. Erst die Uhr, aber als sie dann dafür endlich eine neue Batterie ergattert hatte, folgte der Brustgurt ins Nirwana. War aber auch mal eine interessante Erfahrung, so ganz ohne Pulsmessung.
Jetzt sind wird gerade am Organisieren des Kennenlerntreffens mit Pauline Laufbär (für mich) bzw. Manu und Freunden (für Frauchen), voraussichtlich Freitag. Und dann freue ich mich schon auf den Lauf am Sonntag in Palma!
Bis Bald Euer Iwan

P.S. Frauchen meint, es ist übertrieben, dass ich jetzt schon gepackt habe. Aber ich meine, lieber auf der sicheren Seite sein ...


Freitag, 19. Juli 2013

Zu schrilles Finishershirt in Palma

Hallo Leute,

Frauchen ist ja relativ schmerzbefreit, wenn es um farbenfrohes Läuferoutfit geht. Ihre Meinung: jeder nach seiner Fasson, sie mag es bunt. Manche halten es zwar mehr für papageiig, aber sie schwört auf "gute Lauf-Laune durch Farben". Heute beim Morgenlauf zum Beispiel gab es das magentafarbene Shirt vom Womensrun, dazu himmelblaue kurze Hosen und Schuhe. Naja, wer´s mag ...
Aber selbst Frauchen musste doch jetzt schwer schlucken, als sie den letzten Newsletter vom TUI-Marathon in Palma / Oktober erhalten hat. Die drei Finishershirts aus früheren Jahren (saftiges Grün, Sonnengelb) trägt sie sehr gern. Aber dieses Jahr? "Orange-Türkis" - so die Beschreibung. Das Foto dazu .. nun ja, ich finde die Kombi auch etwas befremdlich. Man soll ja einem geschenkten Gaul nicht ins Maul bzw. einem erlaufenen Finishershirt nicht auf die Farbe gucken - aber hier denke ich, wird das ein Fall für "ganz unten im Schrank" oder "Oma trägt´s im Fitnessstudio auf". Eure Meinung dazu?

Bis bald Euer Iwan