Dienstag, 10. November 2015

Einfach tierisch

Hallo Leute,

ich bin schon ganz kribbelig - so lange durfte ich nicht an den PC! Frauchen war mit Oma am Wochenende in Berlin, shoppen und Musical. Und wer durfte wieder nicht mit? Richtig, ich. Dafür haben wir zwei Strohwitwer, Herrchen und ich, uns hier mit Pizza vollgestopft ... Und jetzt darf ich auch nur kurz berichten, was ich in den letzten Tagen alles so über unsere tierischen Freunde gelesen und durch die Kommentare unter den Online-Artikeln über die menschliche Seele erfahren habe:

  1. Notlandung die erste
    Ein Flugzeug auf dem Weg von Sidney irgendwo hoch nach Asien. Je nach Quelle Kuala Lumpur, Indien oder was auch immer. Musste runter, weil der Feueralarm anging. Nach Notlandung alles durchsucht, kein Feuer. Dafür im Laderaum viele viele Schafe (oder Ziegen, wie gesagt, je nach Quelle), die während ihrer Verdauung eifrig Methangas .. sagen wir mal vornehm ... ausstießen. Worauf der Rauchmelder anschlug. Flugzeug gelüftet, nach 1 Stunde weitergeflogen.
  2. Notlandung die zweite
    Ein kanadischer Flieger auf dem Weg von Nordafrika nach Toronto. Im Laderaum fällt die Heizung aus. Der Pilot weiß, im Laderaum sitzt ein Hund (je nach Quelle: Bulldogge). Und der Hund wird erfrieren, bis sie in Toronto landen. Also Not(außerplanmäßige Zwischen-)landung in Frankfurt beantragt, runter und den Hund in den Passagierraum geholt. Alle Passagiere waren damit einverstanden. Die Kosten (das sind mehrere Tausend Euro für so einen ungeplanten Zwischenstopp) übernahm die Airline.
  3. Hund auf Flug gestorben
    Nicht so gut ging es für einen von drei Hunden aus, die von Sevilla nach Palma fliegen sollten. Einer starb an Hitzschlag, zwei konnten gerade noch wiederbelebt werden. Die Klimanlage war ausgefallen, und die Boxen standen auch lange auf dem Rollfeld. Jetzt wurde die Airline zu Schmerzensgeld verurteilt: etwas über 2.000 Euro, dem Höchsterstattungswert für einen Koffer. Denn rechtlich ist ein Hund eine Sache, und deshalb gab es auch kein Schmerzensgeld, sondern "Schadenersatz".

    Was mich an Nummer 2 und 3 so entsetzt hat, waren die Kommentare der Leser. Die Mehrzahl meinte: Weshalb denn Notlanden wegen eines Hundes? Verspätung wäre unakzeptabel. Und im anderen Fall: für 2.000 Euro kann man sich doch gleich mehrere neue Hunde kaufen, wo sei das Problem? Ganz ehrlich: man kann doch nicht im Wissen, dass unter einem ein Lebewesen erfriert, einfach ruhig weiterfliegen? Oder einen guten Kumpel so einfach durch einen neuen ersetzen?
  4. Hund überschätzt seine Wanderausdauer
    Und zu guter Letzt noch Truc. Büxte seinem Herrchen auf Mallorca aus. Und wurde zwei Tage später in einem gebirgigen Wandergebiet von einem Bergwachtler, der in seiner Freizeit wandern wollte, gefunden. Total entkräftet. Futterte alle Energieriegel und Bananen des Wanderers auf, schlabberte seine Energydrink weg, und war dann immer noch zu entkräftet, um auf eigenen Pfoten ins Tal zu laufen. Also geschultert, und nach Abstieg dem inzwischen aufgetriebenen und herbeigeeilten überglücklichen Herrchen übergeben. Tja, so ein Happy End liebe ich!
Ansonsten kündige ich schon mal an, dass ich von Freitag bis Sonntag mit Frauchen nach Valencia fliege. War ich noch nicht, die Stadt soll sehr schön sein. Im Reiseführer habe ich schon mal geschmökert. Und Frauchen muss dann 10 km laufen, ich erwarte schon Rehabilitation für die nicht so gute Zeit aus
Salzburg!

Bis bald Euer Iwan

Kommentare:

Lauf Markus hat gesagt…

Wie nur 10km, da gibts doch einen Marathon ;)
Viel Spaß!

iwan hat gesagt…

Hallo Markus,
Frauchen läuft nur bis maximal 25 km - ich sage ja auch, sie soll sich mal an den langen Kanten rantrauen, aber sie will (noch) nicht ...