Freitag, 20. Februar 2026

Das Knie machte einen Strich durch die Mallorca-Rechnung

 Hallo Leute,

eigentlich sollten wir heute in zwei Tagen schon auf meiner Lieblingsinsel gelandet und mit dem Mietwagen kurz vor Port d´Alcudia sein. Der jährliche Frühlings-Lauf-und-Wander-Auftakt für Frauchen war schon lange gebucht, ich wäre dieses Jahr wieder mitgeflogen. Die letzten zwei Jahre hatte ich ja meinem Assistenz Coach 2. Klasse, Fozzie, den Vortritt  gelassen.

Frauchen sagt immer, das sei der erholsamste Urlaub des Jahres. Nur wandern, laufen, lesen, essen, schlafen. Allein, ohne Begleitung, also auch keine Gespräche während der Wanderungen, sie kann die Gedanken schweifen lassen, machen, was sie will, wann sie will ... o.k. es sei denn, mein bäriger Trainingsplan sieht was anderes vor.

Lange Vorrede, kurzer Sinn: nix Mallorca. Nix im Flieger sitzen. Frauchen hat Meniskus. 

Irgendjemand sagte mal, ein ehemaliger Brustschwimmer (Leistung, nicht paddeln ...) ohne angeschlagene Menisken sei so selten wie ein Einhorn. Tja, Frauchen hatte Brust als Hauptlage. Also schon seit über drei Jahrzehnten gezieltes Knie- und Oberschenkelmuskeltraining, um die Menisken zu entlasten. Vor allem beim Bergabwandern oder -laufen merkt sie sie dann doch ab und zu mal. Bis direkt nach dem Parkrun das linke Knie sehr stach. Sie dachte "ach das Übliche, gibt sich wieder". 

Nein, gab sich nicht. Wurde im Lauf der Woche schlimmer. Bis sie letztes Wochenende das Gefühl hatte, ihr sticht jemand mit dem Messer ins Knie beim Gehen. Wunderheilung innerhalb einer Woche realistisch gesehen ausgeschlossen. Wenn schon kein gehen, in die Knie gehen oder Treppen steigen möglich war, wie sollte dann bitte schön Wandern oder Laufen gehen. Also Mallorca storniert. Ich  hatte ja erst noch den Vorschlag, ich könnte allein hinfliegen, aber mein Pflichtgefühl siegte, hüstel.

Frauchen hat dann diese Woche statt Fastnacht zu feiern das volle Programm mit Röntgen, Ultraschall, MRT absolviert. Und dabei das Kunststück fertiggebracht, im MRT einzuschlafen!

Der Orthopäde meinte als erstes "Arthrose. In dem Alter öfter." und kapierte erst nach ziemlichem Beharren, dass es eher was mit dem Meniskus sein könnte. Nach dem MRT war er dann aber schon aufgeschlossener für Läufersorgen. Also: leichte Einrisse. Erstmal schonen, bis der Schmerz komplett weg ist und wieder alle Bewegungen möglich. Physio/Krankengymnastik und wieder anfangen mit Lauftraining. Woher dieser plötzliche stechende Schmerz kam, dafür hatte er auch keine Erklärung. Außer eventuell Überreizung.

Na toll. Also nix Mallorca. Eventuell dann die Kurzstrecke beim Innsbruck Alpine, Hinfahren müssen wir auf jeden Fall, dieses Jahr gibt es ein Bärenmotiv in der tollen Wildlife-Laufshirt-Reihe!

Danke auch an die Bluesky-Läuferbubble - dadurch haben wir erfahren, wie viele schon Probleme mit dem Knie, mit Meniskus usw. hatten, welche Therapie wann half, wann OP nötig war und wie lange es danach dauerte bei trainierten Sportlern ... das alles hat Frauchen und mir sehr geholfen.  

Ich lasse Frauchen, so wie auch die ganze Zeit jetzt schon, weiter ihre Stabi- und Beweglichkeitsübungen machen, und sukzessive gehen wir dann wieder das Thema Beinmuskeltraining an. 

Und bevor ich hier zu wehleidig klinge (heul, schluchz!) - wer weiß, wofür es gut ist. Vielleicht stürzt das Flugzeug ab. Oder wir hätten mit dem Mietwagen einen Unfall. Oder oder ... Frauchens Oma sagte immer, alles hat seinen Sinn.

 Bis dahin, Euer Iwan 

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Das zweite Mal

 Hallo Leute,

2019 ist Frauchen das erste Mal bei einem Parkrun gestartet. Und fand das Konzept eigentlich sehr gut; ich wollte sie das also öfter machen lassen. Tadaahh,und nun war es soweit: tatsächlich schon der 2. Parkrun. Nach kaum 7 Jahren ... Unfassbar, wie die Zeit vergeht. 

Samstag Morgen ist halt immer Einkaufszeit. Aber nun hatte sich bärenstarker Besuch aus Bärlin, Entschuldigung, Berlin, angesagt: Manu aka Laufwelt kam mit meiner Freundin Pauline für ein Wochenende. Zum Entsetzen meines fränkischen Herrchens hat sie sich in Fürth ein Hotel gesucht. Zum Verständnis: Nürnberg und Fürth - das ist eine starke Rivalität und Frotzelei, als Nürnberger geht man nicht gern nach Fürth. ein Spruch ist: das Beste an Fürth sei die U-Bahn nach Nürnberg usw.

Egal, Samstag früh startete Frauchen mit besagter U-Bahn nach Fürth und holte Manu im Hotel ab. Dann ging es 10 min zu Fuß herunter in den Pegnitzgrund. Dort findet der Stadtpark Parkrun statt - zwei Runden in sehr schöner Natur. Das dachten sich auch die mehreren Dutzend Graugänse, die sich sehr lautstark auf dem Wiesengrund tummelten. Zuerst dachten die Damen ja, dass sie falsch seien - es war kaum ein Läufer zu sehen. Aber bis zum Start um 9 Uhr trudelten dann doch insgesamt 34 Starter ein. Und wie schon 2019 - ein Hund samt seinem Frauchen lief auch mit, 4,8 km immer mit Abstand hinter Frauchen, um dann doch auf den letzten Metern noch zu überholen. 


Wetter: um die 3 Grad, grau, zu Beginn leichter Niesel. Aber daran lag es nicht, dass ich als Coach nicht sonderlich zufrieden bin. Die Zeit! Die Zeit lässt mir die Haare zu Berge stehen: 35:20 min für 5 km. O.k. Frauchen hatte leider nochmal über 4 Wochen aussetzen müssen, hat gerade wieder 1,5 Wochen Training hinter sich - aber trotzdem! Und sie meinte, es wäre ziemlich anstrengend gewesen ... Immerhin nicht Letzte. 28. von den 34 Startern. 

Dann ging es mit Manu ins Hotel, sie holte dort meine Freundin Pauline Läufbär ab und wir beide verbrachten einen netten Nachmittag zuhause. Die Damen machten währenddessen Nürnberg unsicher - nicht die Läden, sondern viele Schritte durch die Altstadt, zur Burg und durch die Fußgängerzonen. Abends trafen wir alle uns dann noch zum Tapas Essen in Fürth (erwähnte ich schon einmal, dass ich Albondigas liebe?) und dann kam schon wieder die Zeit, Abschied zu nehmen.



 

Mal sehen, ob es wieder 7 Jahre dauert, bis Frauchen ihren dritten Parkrun absolviert? 

Bis bald, Euer Iwan