Mittwoch, 13. Januar 2021

Monotonie

Hallo Leute,

nun sind schon wieder 3,5 % des Jahres 2021 herum - und was ist passiert? Außer ganz viel Aktionismus außen herum? Bei mir, bei meinen Menschen: nichts. Seit Wochen, um nicht zu sagen seit Monaten, eine Woche wie die andere. Schlafen, Essen, Home Office, Lesen, Laufen (Frauchen) bzw. Hobby Briefmarken nachgehen (Herrchen), TV - das war es. Ab und zu mal raus zum Einkaufen, Lebensmittel müssen ja sein.

Aber ansonsten: Monotonie. Selbst Weihnachten und Silvester gab es kaum Abwechslung. Kein Highlight in Sicht. Die Hoffnung auf ein halbwegs normales Frühjahr mit Laufwettkämpfen und vor allem den "Trainingscamps" auf Mallorca haben wir inzwischen aufgegeben. Keine Sonne, keine bunten Farben, kein gar nix. Ja, muss sein, geht nicht anders, klar. 

Aber irgendwie ist das alles doch sehr einschläfernd. Ich weiß gar nicht, was ich Euch berichten soll. Ich habe einfach nichts zu erzählen. Frauchen scheuche ich raus zum Trainingsplan abarbeiten, erstmal weiter Grundlagenausdauer wiederherstellen. Ansonsten: es passiert nix, ich erlebe nix. Ist ja andererseits auch gut so, man lebt so ruhig vor sich hin. 

So, habe ich Euch jetzt auch schon langsam zum Einschlafen gebracht? Das Konzept "Winterschlaf" gefällt mir jedenfalls immer besser! Weckt mich einfach, wenn der Frühling da ist, oder Corona vorbei - was schneller da ist ...

Bis dahin 

Euer Iwan

 


Mittwoch, 30. Dezember 2020

Rückblick 2020 - das Jahr zum Abhaken

Hallo Leute,

ich glaube, es sind schon fast alle Witze über das nun wirklich nicht witzige Jahr 2020 gemacht worden. Es gab ja leider keinen Reset-Schalter. Und Überspringen ging auch nicht. Aber ich will mal fair sein, ein paar nette Momente hatte 2020 auch. Also nicht nur Flops im Jahresrückblick ...

Flops 2020

  • Ein Infekt. Gefolgt von sehr seltsamen Pulswerten ein paar Monate später, begleitet von einem Langer-Lauf-Abbruch. Und lange Wochen nur Lauftraining mit angezogener Handbremse. Kaum halbwegs wieder im gewohnten Training, kam - die Coronaerkrankung. Und wieder Aussetzen und Neuaufbau Grundlagenkondition. Ergebnis: ein Laufjahr zum Abhaken. Noch nicht einmal 200 Trainingsstunden sind zusammengekommen. Die schlechteste Laufbilanz seit 2012. Und das in dem Jahr, in dem quasi alle anderen dank Lockdown und Home Office ungeahnte Höchstumfänge liefen.
  • Die neue Wunder-Pulsuhr. Frauchen ist in der Beziehung ein Dinosaurier. Bisher nur eine Pulsuhr mit Zeit, Herzfrequenz, Kalorien gehabt. Nun sollte es endlich mal eine werden, die auch die Streckenlänge und die Höhenmeter misst. Mehr will sie gar nicht. Keine Koppelung mit Apps oder PC-Programmen, keine Trainingsprogramme. Als Geburtstagsgeschenk kam im Sommer die Polar Vantage M. Nun ja. Inzwischen ein Ausstieg während eines virtuellen Laufes, diverse Falschmessungen der gelaufenen Kilometer und derzeit lässt sie sich gar nicht mehr in irgendeinem Programm einschalten. Ganz großes Kino.
  • Wunderuhr die Zweite: Frauchen dachte immer, sie läuft im Training beim langsamen Lauf so um die 6:30min/km. Im Rennen schafft sie es auf knapp unter 6 min/km bei 10 km, bis hin zu 5:30 min/km bei 5 km. Nachgewiesen. Die neue Wunderuhr sagte ihr aber: Du läufst ein Tempo von über 7 min/km. Sie musste sich mega anstrengen, um überhaupt mal wieder auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6:30 (!) zu kommen. Frust pur.
  • Die ganzen abgesagten Rennen: Innsbruck Alpine Trail Festival. Achenseelauf. Salzburg Trailrunning Festival. Und natürlich der eigene Lauf als Veranstalter, der Tiergartenlauf Nürnberg.
  • Die nicht stattgefundenen Urlaube / Aufenthalte in Mallorca, Salzburg, Valencia ....
Tops 2020
  • Die Freude, als sie nach 14 Tage Corona-Quarantäne das erste Mal wieder rausdurfte zum Laufen.
  • Die vielen neuen Rennen, die wir kennenlernen durften. Auch wenn sie nur virtuell waren, ist Frauchen u.a. in London, Florida, Saarbrücken, Roth, St. Pauli gestartet.
  • Sie und ich hatten einen tollen Mallorcaurlaub Ende Januar, Sonne und Wärme pur.



  • Viele neue Wege bei uns im Reichswald ausprobiert - notgedrungen, denn seit dem ersten Lockdown und auch jetzt wieder sind Park, Feld und Wald überlaufen. Daher ist Frauchen immer öfter spontan mal woanders abgebogen, wenn ihre gewohnte Laufstrecke "zu voll" war. Sie liebt nun mal ihre Einsamkeit.
  • Dass der Lebensgefährte von Oma, der im Dezember 2019 die Treppe herunterfiel und lange im Krankenhaus lag, nun vor 3 Wochen seinen 90. Geburtstag zuhause und spazierengehend feiern konnte.

Nun hoffe ich auf ein etwas normaleres (Lauf)jahr 2021 für uns alle. Rutscht gut rüber!

Bis bald, Euer Iwan

 

Sonntag, 20. Dezember 2020

Den Weihnachtsmann im Wald gesucht

Hallo Leute,

heute hatte ich für Frauchen den letzten der virtuellen Läufe angesetzt, für die ich sie im Sommer angemeldet hatte. "Santa´s Big Day" mit einer tollen Weihnachtsmann-Medaille, auf die wir uns sehr gefreut hatten. Der Veranstalter Moonjoggers sitzt in den USA, die Packages für die ersten beiden Läufe kamen schnell und ohne Probleme an. Jetzt aber bei diesem hier: Infomail mit "ist versandt" kam am 17. November. Die Angemeldeten sollten ihre gewählte Distanz zwischen 1. und 24.12. laufen. Tja, aber das Package kam nicht ... Ende November mal auf den Trackingcode geclickt. Da hatte es schon mehrere US-Bundesstaaten durchlaufen: Start in Boise/Idaho, dann San Francisco/Kalifornien, Eugene/Oregon, von da nach New York - dann hing es. Am 2. Dezember dann "eingetroffen in Frankfurt, passing through customs". Und das war es ... keine Änderung mehr. Bis es am 12.12. auf einmal im Briefkasten lag. Und Frauchen sich schon die Medaille grapschen wollte; ich habe sie gleich konfisziert und gesagt "ohne nachgewiesene Laufzeit keine Medaille!".

Nun ist Frauchen ja immer noch aufgrund der überstandenen Corona-Infektion vorsichtig. Eigentlich wollten wir endlich mal wieder eine längere Distanz als 5 km im Renntempo absolvieren, aber das Wetter und die Vorsicht siegten. Also am 13.12. erstmal 5 km auf etwas mehr Tempo gelaufen, 34:12 - da hatte sie ihre Medaille schon mal sicher. Aber ich war nicht zufrieden. Deswegen dann heute 10 km angesetzt. Ach ja, unter der Woche hatte sie auch noch eine ärztliche Routineuntersuchung, bei der sie aber 24 Stunden nichts essen durfte. Also alles keine Voraussetzungen für eine neue Bestzeit. Heute morgen ist sie Richtung Wald losgetrabt, bei Null Grad, aber trocken. Und entschied sich dann, möglichst weniger frequentierte Wege und Trailpfade zu laufen. Wohlweislich, denn es waren statt der üblichen 1 Läufer, 2 Gassigeher insgesamt 5 Läufer, 2 Gassigeher, 5 Spaziergängerpaare und 11 "neuberufene Läufer" = Jogger unterwegs.

Für die 10 km brauchte sie 1:11,50 - indiskutabel, ich weiß, aber darauf kann ich dann coachingmäßig aufbauen. Und insgesamt für die 11,5 km runde 80 min.

Also Startnummer mit den relevanten Infos versehen, Foto gemacht und ihr die Weihnachtsmann-Medaille überreicht: 

P.S. Den Weihnachtsmann hat sie übrigens nicht getroffen im Wald ...

Bis bald, Euer Iwan


 

 

Sonntag, 6. Dezember 2020

St. Pauli liegt in Nürnberg

 Hallo Leute,

glaubt Ihr nicht? Doch, heute, für kurze Zeit, lag St. Pauli in Nürnberg. Denn ich hatte Frauchen für den X-Mass-Run angemeldet - vor 3 Jahren ist sie ihn schon einmal gelaufen, 5 km mit Start und Ziel am Millerntor. Ein schönes Weihnachtsläufchen, hatte ich mir so gedacht, genau richtig, damit sie wieder auf Spur kommt. Denn durch ihre Corona-Erkrankung war sie doch gezwungen, 3 Wochen ganz auszusetzen. Und die letzten zwei Wochen habe ich sie nur langsam wieder den Trainingsumfang steigern lassen, aber noch nicht das Tempo.

Natürlich fand der X-Mass-Run "nur" virtuell statt. Die Startnummer und die Medaille waren pünktlich da, die Renn-Instruktionen kamen per Mail. Eigentlich einfach - 5 km laufen, am besten in weihnachtlicher Verkleidung, und dann Zeit / Beweisscreenshot hochladen für die Urkunde. 

Frauchen, Startnummer 1571, lief also los. In normalen Zeiten hätte ich gesagt, das war maximal lockeres Laufen, aber wie gesagt - Vorsicht ist die Mutter der Vermeidung von Spätfolgen und Überanstrengung! Dazu kamen noch extrem glatte Wege im Park (glattgetretener Schnee, der getaut und wieder gefroren war mit obendrauf ein bisserl Regen). Also kurz umdisponieren und freie asphaltierte Weg suchen. Nach 3,52 km erster Blick auf die Laufuhr - Tempo o.k., alles gut. Die neue Wunderuhr vibriert nach jedem km, daher weiß Frauchen eigentlich immer, wieviel km sie ungefähr hat. Nach 3,92 km die letzte Wende, dann ein schönes gerades Stück, vermessene 450 Meter, zurück, dann zweimal rechts und ansetzen zum Endspurt. Blick auf die Uhr - und dann entfleuchte Frauchen ein sehr undamenhaftes, aber umso herzhafteres "F*ck!" Denn statt 4, 8x km erblickte sie ein "Oops, something went wrong. Please press o.k. to reset and restart ..." Alle Daten des Laufes - weg. Kein Beweis für die Organisatoren. Keine Urkunde. Nix. Und in ihrem jetzigen Trainingszustand war Frauchen nicht in der Lage, nochmal 5 km in lockerem Tempo abzureißen. 

Sie startete also die Uhr neu und lief dann wutgrummelnd noch 500 Meter - damit sie ganz sicher auch ihre 5 km, jetzt halt ohne Wertung, hatte. Tempo war 6:30 min/km. Danach noch 2 km langsam austraben ... aber sie hatte die Schnauze so voll, dass sie kein Foto im Weihnachtsoutfit mit Medaille und mir wollte. Daher nur dieses Foto (denn ich weiß ja, sie hat sich die Medaille wirklich verdient):

Und vielleicht, aber auch nur vielleicht, gebe ich ihr später noch ein paar Spitzbuben ab. Damit der Nikolaustag nicht ganz verdorben ist ...

Als Coach bin ich wenigstens beruhigt, dass sie inzwischen wieder 5 km in schnellerem Tempo durchhält. Man liest so viel von den Spätfolgen Coronas, auch bei durchtrainierten Sportlern, dass ich sehr sehr vorsichtig bin. 

Nun aber einen schönen Nikolaustag für Euch alle. Bis bald

Euer Iwan


Sonntag, 22. November 2020

Von wegen "nur ein Schnupfen-Virus"

 Hallo Leute,

Ihr habt Euch sicher gewundert, was wir so treiben. Ganz einfach, mein Einsatz als "Krankenschwester Iwan" war wieder gefragt. Wir haben ja nie Glück bei niedrigen Gewinnchancen, aber in der Corona-Lotterie mit einer Chance 1:100 haben wir zugeschlagen ... trotz Maske, trotz Abstand halten, trotz Kontakte runtergefahren ...

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bekam Frauchen fürchterliche Kopfschmerzen, Und leichtes Halsweh. Das hat sie aber leider öfters, also Augen zu und durch. Donnerstag schon wieder besser, die nächsten zwei Tage o.k, daher Sonntag wieder laufen gewesen. Ging, normales Tempo, sich über diverse ohne Abstand auf den Wegen gehenden Menschen geärgert. Und wo sollte sie sich denn angesteckt haben, mit Home Office und nur fürs Laufen / Einkäufe raus? Und einmal noch vor dem Lock down zum Griechen, mit Abstand, Maske, alle Hygiene-Regeln eingehalten.

Montag früh sagte Herrchen, er schmeckt nichts mehr. Und hustete los. Da war es klar. Herrchen ab zum Arzt und Test. Frauchen sollte erstmal abwarten wegen Test, aber bitte schön auch in Isolation (ja, da gibt es sogar im Wording einen Unterschied zwischen "Isolation" und "Quarantäne") bleiben. Haben sie gemacht. Frauchen hat zwar öfter Videoschalten, aber darüber kann man sich ja nicht anstecken. Musste sie auch einer Kollegin versichern, die gleich Panik hatte, als sie das hörte. 

Erste Herausforderung: wer kauft ein? Herrchens Bruder wurde engagiert. Gar nicht so einfach, man selbst weiß ja genau, wenn man "Schmand" kaufen will, welche Sorte, welche Größe usw. Ellenlanger Einkaufszettel auf WhatsApp. Mein pfiffiger Tipp wurde dann beim zweiten Einkauf berücksichtigt: einfach die gewünschten Sachen fotografiert und dem Bruder gesendet erleichtert doch vieles ....

Zweite Herausforderung für Frauchen: sie fühlte sich ja eigentlich gut. Und das Wetter war sonnig und warm. Und viele Läufer trabten bei uns zuhause am Fenster vorbei Richtung Park. Und sie durfte nicht ... war das ein Gejaule!

Mittwoch früh dann der Anruf vom Arzt. Herrchen sei positiv. Dann solle halt auch mal Frauchen zum Test antreten. Denn er melde das ja dem Gesundheitsamt, die müssten Bescheid wissen und die wären auch die einzigen, die dann die Quarantäne wieder aufheben könnten. Kontakten mit Risikostufe 1 sollten meine Menschen auch Bescheid sagen. Die Liste war kurz: keiner. Wirklich keine Kontakte in den 48 Stunden vor Ausbruch.

Freitag dann auch für Frauchen der "positiv"-Anruf. Das hieß für beide ein langes Wochenende drin, bei 17 Grad und Sonne draußen. Aber es half ja nix. Frauchen keine Symptome mehr, Herrchen unverändert kein Geschmackssinn, keine Geruchssinn, hust hust. Höchststrafe für ihn, denn er liebt die Weihnachtszeit mit Gänsebraten und Lebkuchen!

Montag dann endlich der Anruf vom Gesundheitsamt - für Frauchen. Ja, und was ist  mit Herrchen? Äh, den hätten sie nicht auf der Liste ... also erstmal Frauchen "abgearbeitet". Und entschieden, da symptomlos seit mehr als 48 Stunden, und Ausbruch auch schon 10 Tage her, dass die Quarantäne mit sofortiger Wirkung aufgehoben wird. Tja, und Herrchen?, blieb Frauchen penetrant. Hätten sie nicht, ob wir sicher wären, dass er getestet wäre? Ja! Dann wollte die Dame ihn halt auch mal - aber bitte schön nicht offiziell - aufnehmen. Mittendrin brach das Telefonat ab, und Frauchen dachte sich, sie würde sich wohl wieder melden. Nein, hat sie nicht. Herrchen hat dann im Lauf der Woche dem Arzt gesagt, dass das Gesundheitsamt keine Meldung hätte; der Arzt wollte nochmal hinschicken. Zu Herrchens Symptomen gesellten sich übrigens inzwischen zwei Beulen am Hinterkopf, plus Schwindelgefühle. 

Freitag nochmal mit Arzt beraten. Herrchen nun die dritte Woche krankgeschrieben. Gesundheitsamt von uns aus nochmal angerufen. Es hat gedauert, bis die Dame ihn dann endlich "offiziell" in die Corona-Liste aufgenommen hat. Gestern, Samstag (21.), bekam Frauchen übrigens offiziell den Brief vom Gesundheitsamt, dass sie sich vom 6. bis 16. in Isolation zu begeben hat und danach die Quarantäne aufgehoben ist. Heute, Sonntag, bei Herrchen alles unverändert. Und Frauchen hat ihre ersten 7 km n.C., nach Corona, gemütlich abgelaufen.

Andere Freunde haben Rückenschmerzen, Halsweh, ebenfalls Verlust Geruchs-/Geschmackssinn, Atemnot ... anscheinend sind bei jedem andere Symptome. Und nein, die Freunde sind 230 km entfernt, die haben wir nicht angesteckt!

Also von wegen "nur ein Schnupfen-Virus" oder "Grippe", wie diese "Querdenker" es so nett betiteln. 

Was Frauchen aber sehr berührt und gefreut hat, waren die ganz lieben Reaktionen auf Twitter. Ich hatte länger überlegt, ob ich es überhaupt öffentlich machen sollte außerhalb des Bekannten-/Freundes-/Familienkreises. Und hatte mich dann dafür entschieden, damit man sieht "ja, gibt es wirklich. Und kann man auch kriegen, wenn man sich vorsichtig verhält".  Danke für die ganz lieben Genesungswünsche und auch das Angebot, für uns einkaufen zu  gehen!

Und was am wichtigsten war für Frauchen und mich: Oma und ihr Lebensgefährte sind 83 und 89 Jahre alt. Glücklichweise war Frauchen in der ansteckenden Zeit nicht dort zu Besuch. Und damit sind die beiden weiterhin gesund und verschont. Hoffentlich bleibt das so!

O.k., und ich verspreche, der nächste Post wird wieder nur unterhaltsam. Bis dahin, passt auf Euch auf, bleibt gesund.

Euer Iwan



Sonntag, 1. November 2020

Eine bärige Medaille

Hallo Leute,

letzte Woche habe ich Frauchen zum London 10k Virtual Run gescheucht. Das erste Mal in diesem Jahr einen Tempolauf über 10 km ... dementsprechend ist sie auch auf den letzten 2 km eingegangen. Naja, geschafft immerhin. 64,22 min. Jetzt warten wir auf das wohlverdiente Finisher- Shirt und die Medaille. Auf jeden Fall war das Wetter letzten Sonntag race day-tauglich: nochmal kurze Hose, Sonne. 

Dagegen heute: ergiebiger Landregen. Hasst Frauchen, Wegen der Brille - sie läuft sehr ungern bei Regen. Selbst mit Käppi. Aber egal - ein kleiner Lauf so über 5 km sollte es schon noch werden. Zusätzliches Handicap, mit dem sie sich herausreden wollte: keine wasserdichten Laufschuhe mehr da. Stimmt nicht, ich habe die letztes Jahr gekauften Asics-Goretex-Laufschuhe rausgekramt. Der Haken: sie sind schmäler geschnitten als die Modelle unserer Hausmarke, Nike. Und Frauchen hat Donald-Duck-Füße. Aber Nike produziert derzeit leider keine Goretex-Modelle mehr. So hieß es in den sauren Apfel beißen ...

Also habe ich blitzschnell den heutigen Lauf umfunktioniert - es stand ja noch unser "Braver than you believe"-Lauf an. Ein virtueller Lauf, man kann sich die Strecke selbst aussuchen (5 / 10 / 21,1 / 42,2 km) und muss ihn nur bis Ende 2020 absolvieren. Motto passt, dachte ich mir. Denn heute wrs Frauchen tapferer als sie dachte. Zum Schluss waren es 5 km mit 36:06 min., dabei einige Steigungen, schmerzende Füße in neuen schmalen Schuhen und patschnass nach Hause gekommen:

Ich habe übrigens darauf bestanden, dass nicht nur ihr Name als Läufer auf die Startnummer kommt, sondern auch meiner als Coach! Und die Medaille ist doch einfach bärenstark, oder?

Bis bald Euer Iwan

 

Sonntag, 25. Oktober 2020

Hoch und niedrig - was den Puls beeinflusst

 Hallo Leute,

wir hatten die letzten Wochen viel Streß. Tiergartenlauf (da ist Frauchen ja Organisatorin), kleine OP (Leberfleck am Schulterblatt heraus, Frauchen meint, Krater mindestens 10 cm), in der Arbeit ... und wer muss drunter leiden? Jawohl, ich armer Bär, ich hatte keine Tippse für meinen Blog!

Na, da konnte ich mir in Ruhe ein neues Thema überlegen. Mir war in letzter Zeit aufgefallen, wie sehr Frauchens Pulswerte schwankten. Und ich habe mir die Gründe dafür genau angesehen, ich bin ja schließlich ein gewissenhafter Coach ...

Ihr Puls geht massiv hoch von einem Lauf zum nächsten, wenn

  • es auf einmal kälter wird - bis zu 10 Schläge/min. sind da drin. Umgekehrt funktioniert es auch - wenn es plötzlich wieder warm wird (wie letzte Woche, oder wenn sie im Januar in Florida einen HM lief), zack, rund 10 Schläge/min weniger.
  • es in Höhenlagen geht - z.B. von Sylt Ende September quasi in einem Rutsch nach Lenggries, also von 0 auf 700 Meter über N.N. - rund 5 Schläge/min mehr
  • sie mal wieder direkt nach einer Mahlzeit losläuft - runde 10 Schläge/min mehr, was aber im Lauf des Laufes dann wieder auf den jeweils aktuellen Normalwert zurückgeht
  • sie etwas in einer Hand trägt, und die Hand nicht mitschwingen kann. Zum Beispiel ein Postpaket, oder eine Startertasche für den Tiergartenlauf, die sie an die andere Seite des Marienbergparks austrägt, um Postlaufzeit und Porto zu sparen - auch rund 10 Schläge/min mehr, die sofort weg sind, sobald die Last weg ist.

Und was sind  Eure Trigger, die Eure Pulswerte beeinflussen? Bin gespannt!

Bis bald Euer Iwan