Sonntag, 24. Mai 2020

Die Lethargie hat uns voll im Griff

Hallo Leute,

was, heute ist schon der 24. Mai? Wenn das so weitergeht, dann sind weitere 7 Monate herum, es ist Weihnachten und wir haben gar nicht gemerkt, wie die Zeit vorbeirauschte!

Geht Euch das auch so? Eben war noch Anfang März, nun ist schon fast Ende Mai. Und es passiert ... nix. Danke Corona. Von wegen "Entschleunigen" - ich habe das Gefühl, ich stecke in einer großen Blase. Oder Zeitschleife. Und täglich grüßt ... nein, nicht das Murmeltier. Dasselbe Programm, nur abgewandelt, wenn ein Arbeitstag ist oder nicht. Jedenfalls bei Frauchen.

Ansonsten ist es: Schlafen, Arbeiten, Laufen, Essen, Lesen, Fernsehen gucken. Ich bin ja noch öfter auf Twitter unterwegs, Frauchen vergräbt dann ihre Nase in einem Krimi. Und das geht nun schon seit Wochen so. Kein Wegfahren, kein Ausflug, kein Gutes-Essen-Gehen. Seit 17. März ist Frauchen genau dreinmal mit ihrem Auto unterwegs gewesen, dreimal ihre Mutter besuchen (wohnt außerhalb). Das wars. Ich hätte nie gedacht, dass Nichtstun, keine Abwechslung haben so lethargisch machen kann.

Ich habe ja auch  nichts zu berichten für Euch. Meine mühsamen Bemühungen, Frauchen zum Einhalten des Trainingsplans zu bewegen. "Wofür?" fragt sie mich dann, "wofür Berglauftraining?", wenn wir noch nicht wissen, ob der Pitz Alpine stattfindet. Lange Läufe sind kein Problem, aber eben die Bergauf-/Bergab-Härte schaffen.

Nächsten Freitag sollte derTiergartenlauf Nürnberg sein. Normalerweise wäre Frauchen am Wirbeln, alles organisieren, Donnerstag Beginn Startunterlagenausgabe ... nix ist. Und man kann noch nicht einmal einen neuen Termin festlegen und veröffentlichen, weil noch nicht klar ist, ob in Bayern Laufveranstaltungen ab dem 1. September wieder möglich sein werden.

Und so geht ein Tagnach dem anderen herum ... bleierne Müdigkeit befällt mich. Ich halte jetzt erstmal ein Nickerchen.

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 10. Mai 2020

Endlich ein Rennen in 2020 - für die Manatees

Hallo Leute,

gestern hatten wir endlich auch unsere Renn-Premiere 2020! Wie jedes Jahr hatte ich Frauchen wieder für den virtuellen Save-the-Manatees-Lauf angemeldet. 5 km rennen, die Zeit selbst stoppen und melden.

Dieses Jahr war sogar doppelt Grund zur Freude: Erstens war das Shirt in Frauchens Lieblingsfarbe, grün. Und zweitens ... endlich mal ein Rennen! Zwei waren ja wegen Corona schon ausgefallen, der 10 km-Lauf in Palma und das IATF. Auch der Manatee-Run, der neben der virtuellen auch eine tatsächliche Austragung in Florida hat, ist wegen Corona eigentlich vom 9. Mai auf September verschoben worden. Der neue Termin passte uns aber nicht, also hieß es gestern "ran ans Tempo", damit ich Frauchen endlich offiziell ihr Shirt und ihre Medaille aushändigen konnte.

19 Grad, dampfig, schwül - also ideale Wetterbedingungen für Frauchen. Kein Witz, wer unsere Laufabenteuer schon länger verfolgt, weiß das. Ich hatte ja so meine Zweifel, wie die Zeit sein würde. Denn Donnerstag hatte sie erst einen 2:21-Stunden-Lauf hoch nach Kalchreuth und zurück mit reichlich Höhenmetern absolviert. Und Tempotraining, das fand dieses Jahr quasi noch gar nicht statt ...

Dieses Jahr gab es dann doch wieder irritierte Blicke, als Frauchen mit Startnummer über die Parkwege wetzte ... sie hat da seit Jahren ihre ausgemessene 5 km-Strecke. Ich kann also gut die Zeiten über inzwischen 7 Teilnahmen vergleichen. Und hatte mich schon auf eine längere Wartezeit zum Aufspringen und Mitfinishen eingerichtet ... Deswegen war ich dann völlig baff, als sie schon nach 27 min. auftauchte! Auch Herrchen war so verblüfft, dass die Zielfotos nichts wurden - es hieß dann noch einmal, für die vielen Paparazzi (ja, also, eigentlich nur Herrchen) den Zieleinlauf mit mir nachzustellen. Man will doch ordentliche Fotos haben!



Ach so, die Zeit: 27:32 min. - wie gesagt, ich war sehr zufrieden. Gebt Frauchen Wärme, am besten noch Schwüle dazu, und sie rennt wie ein Wiesel.

P.S. Noch ein Wort zu den unterstützten Seekühen - leider wurden in den letzten Jahren, unter der jetzigen Regierung, viele Schutzmaßnahmen aufgehoben. Motorboote können frei durch Zonen in Florida rasen, in den sich Manatees tummel. Und wenn was passiert - die Manatees werden verächtlich "natural bumps" genannt. also "natürliche Huppel". Verletzungen und tote Seekühe haben wieder zugenommen - so etwas darf einfach nicht sein! Deswegen unterstützen wir weiter den Save the Manatee-Club und werden auch jedes Jahr wieder für den Lauf melden.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 5. Mai 2020

Tirol - leider ohne uns

Hallo Leute,

diese Tage sind für mich als bekennender Kaiserschmarrn-Afficionado sehr schwer. Kaum auszuhalten eigentlich. Letztes Wochenende wären wir in Innsbruck gewesen, Rookierun beim Innsbruck Alpine Trail Festival. Und glaubt mir eines: die Bezeichnung "Rookie" ist absolut irreführend. Zwar "nur" 17 km mit "nur" 500 Höhenmetern, aber der vorletzte Downhill hat es mega in sich. Gut, ich hätte ja wieder nur bequem mit Herrchen gewartet und dann die letzten Meter mitgefinisht, aber beim Kaiserschmarrn danach wäre ich von Anfang an dabei gewesen!

Und nächstes Wochenende wäre es mit Oma an den Achensee gegangen. Wie schon in den letzten Jahren, zum Muttertag ein paar Tage in die Berge. Und in dem Hotel dort gibt es den besten Kaiserschmarrn, den ich kenne - und ich bin ja nun eifriger Testesser! Naja, und die Laufstrecken dort sind auch recht nett (Frauchen sagt "bombastisch"), also entgeht uns schon Einiges. Noch hoffen wir ja, dass im Laufe des Spätsommers wieder Fahrten nach Tirol möglich sind. Bis dahin kann ich nur Bilder betrachten, seufz. Und Frauchen hier auf Trainingsläufe schicken, ohne Bergpanorama, ohne süße Kalorien .... doppelseufz.








Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 19. April 2020

Saisonplanung 2020 - und nun?

Hallo Leute,

wer mich kennt, weiß, dass ich immer schon spätestens im Herbst jeden Jahres die Saisonplanung für das Folgejahr stehen habe. Also grob, so einige Spontananmeldungen kommen dann immer noch dazu. Für 2020 hatte ich auch geplant - aber irgendwer da oben hat wohl schallend gelacht und wollte es anders. Derzeit sieht es also so aus:

Januar - 8 km in Campos / Mallorca - nicht gestartet, weil der letzte Infekt noch keine Rennbelastung zuließ

März - 10 km-Lauf in Palma / Mallorca - Corona, Ausgangssperre, verschoben erstmal auf 14. Juni, ob er da stattfindet, ist sehr fraglich, aber mit Sicherheit ohne uns

Mai - Innsbruck Alpine Festival, Rookierun - verschoben auf 12. September, da können wir erstens nicht und zweitens ist derzeit die Grenzöffnung noch fraglich

Mai - Rennsteiglauf / HM - abgesagt für 2020

August - Pitz Alpine Trail Festival / 27 km - Ausführung derzeit noch bestätigt, aber Thema Grenzöffnung (ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das zu unseren Lebzeiten nochmal Thema sein würde ...)

August - Womens Run Frankfurt / 5 km - abgesagt seitens Veranstalter mangels Sponsoren, diese Laufveranstaltung wird wohl leider nie mehr stattfinden.

September - Achenseelauf / 23 km und Gamstrail Kitzbühel / 22 km - dasselbe Thema wie Pitz Alpine - Grenzöffnung

Oktober - Salzburg Trailrunning Festival / 15 km (erstmals für die zwei Runden mit Einlauf in die Festung angemeldet) - s.o. ...

Natürlich ist das Jammern über ein Luxusproblem - es wird ein neues Jahr kommen, die Rennen finden (hoffentlich) auch nächstes Jahr wieder statt, Hauptsache wir alle bleiben gesund.

Und Frauchen ist natürlich nicht die Einzige, die es mit den Absagen trifft. Was sie und mich nur erstaunt: viele Läufer sagen jetzt, ihnen fehle die Motivation für das Training. Ich sage: der Weg ist das Ziel! Sprich genießt das Training, vielleicht jetzt auch mal ohne Trainingsplan, einfach schöne lange Läufe machen! Ist doch gerade jetzt herrlich draußen, alle sprießt, alles grünt, alles duftet - wie kann man da sagen "mir fehlt die Motivation zum Laufen"? Jeder Lauf ist ein Erlebnis, gut für Körper und Geist. Finde ich jedenfalls.

Bis bald Euer Iwan

Montag, 13. April 2020

Abstand halten!

Hallo Leute,

seit Wochen haben wir Corona. Und seit Wochen sollen wir Abstand halten. Mindestens 1,5 Meter. Das ist oft nicht so einfach, ich denke da an die Menschen in den schmalen Supermarkt-Gängen hier bei unserem Edeka.

Glücklichweise dürfen ja hierzulande die Läufer und Spaziergänger noch raus. Die Radler leider auch, seufz. Denn die halten anscheinend so gar nichts von Abstand halten. Zischen an meinem laufenden Frauchen vorbei, mit circa 3 cm Abstand. Jedenfalls die meisten. Neu entdeckt wurde anscheinend auch die Leidenschaft für Familien-Radtouren. Das prachtvolle Sonnen-Fastsommer-Oster-Wetter lud ja dazu ein. Und da muss natürlich nebeneinander her gefahren werden. Sonst könnte ja das radelnde Kind umfallen, auf Abwege geraten oder ...? Jedenfalls kann man da keine Rücksicht auf entgegenkommende Läufer nehmen. Die können ja schließlich in die Wiese oder den Graben ausweichen, um den Mindestabstand einzuhalten!

Und eine neue Disziplin - neben Treppenlauf, Berglauf, Fahrtspiel - gibt es jetzt auch für Läufer. Slalomlauf! Einfach bei uns in den Park gehen. Rechts eine Bank mit einem Menschen - also nach links rüberziehen. Kommt ein Spaziergänger entgegen. Nach rechts rüberziehen. Achtung, Gassigänger in selbe Richtung. Links schwenken, überholen, scharf mit 2 Meter Abstand einscheren, weil links die nächste Bank mit Menschen drauf ist ....

Mit meinem Geheimtipp hat Frauchen nun aber freie Lauf-Bahn: Aioli.



Hatte sie im Mallorca-Urlaub gekauft, liebt sie als Mittagessen mit frischem Brot. Und nachdem der Urlaub unfreiwillig so stark verkürzt wurde, hat sie den angelegten Vorrat mit nach Hause gebracht. 
Ich sage mal so: Menschen in ihrer Umgebung, die keinen Knoblauch gegessen haben, tun gut daran, sich ihr nur mit Gesichtsmaske zu nähern ... Und alle anderen machen einen großem Bogen um sie herum. Klappt prima beim Laufen!

Bis bald
Euer Iwan

Sonntag, 5. April 2020

Über die Lust am Laufen

Hallo Leute,

Frauchen kam gerade vom Laufen zurück. Wir haben ja Corona-Krise. Ausgangsbeschränkungen. Das heißt hier bei uns in Bayern: alles raus, was Beine hat, auch die, die sonst nur irgendwo rumsitzen (Sofa, Café, Kino ...) - Spaziergang oder "wir fangen dann mal dieses Joggen an". Um also halbwegs ungestört laufen zu können und auch immer bei Begegnungen den Mindestabstand einzuhalten, wollte Frauchen im Wald verschiedene kleine Pfade ablaufen, nicht die breiten Wege.
Warum ich das so lang und breit erzähle? Weil Frauchen komplett blutige und zerkratzte Beine nach Hause brachte. Einer dieser Waldtrails endete mitten im Brombeergestrüpp. Der folgende Dialog mit Herrchen verlief so:
"Tut das nicht weh?" "Ja, und?"
"Warum bist Du dann nicht auf dem gleichen Pfad zurückgelaufen, wenn Du gesehen hast, da geht´s nicht weiter?" "Wieso, ich wusste doch, circa 50 Meter weiter musste der nächste Querweg sein!"
"Das blutet ja!" "Ja, und!"
"Und damit bist Du weitergelaufen?" "Ja, hatte ja noch 60 min. laut Trainingsplan zu laufen ..."
"Aber das tut doch weh?" Frauchen und ich guckten Herrchen verständnislos an. Immer noch "Ja und? Weiterlaufen hat einfach Spaß gemacht!"

Irgendwie können Nicht-Läufer das wohl nicht verstehen. Dass das einfach gute Laune macht. Und das bißchen Blut, das bißchen Schmerz - wen interessiert´s? Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, der Pfad ist super zu laufen (o.k. ... bis auf die Brombeerranken) - was will man mehr.

Genauso verständnislose Gesichter machen Frauchen und ich, wenn Frauchen jammert, sie habe eigentlich gar keine Lust zum Laufen (es schüttet, oder hat einen kalten Wind, oder oder). Und Herrchen sagt "dann lass es doch ausfallen". Never ever.

Auch das "Nie wieder" nach einem Berglaufwettkampf oder einem Ultra versteht er einfach nicht. Das heißt nicht "nie wieder", sondern "puh, nächstes Jahr wohl eher nicht, aber übernächstes Jahr stehe ich hier wieder an der Startlinie"!

Ich glaube, ich werde mal ein Wörterbuch Läufersprache - Normaldeutsch realisieren. Dann versteht Herrchen auch, wenn Frauchen sagt "Mann, tun mir die Beine weh, aua aua", dass das heißt "super Lauf heute, hat Spaß gemacht, wann kann ich wieder raus".

Bis bald Euer Iwan


Dienstag, 31. März 2020

Erlebnisse im Home Office

Hallo Leute,

in normalen Zeiten hat Frauchen 1,5 Home Office-Tage in der Woche, Dienstag und Donnerstag. Das sind dann auch immer ihre Lauftage - die Zeitersparnis durch Wegfall des Arbeitsweges und konzentrierteres Arbeiten habe ich natürlich sofort in Lauftraining umgeswitcht.

Seit 3 Wochen allerdings ist sie nur noch zuhause. Nur noch Home Office. Ich bin schwer genervt. Der PC ist keine Sekunde allein, ich kann mich nicht ranschleichen und für Laufveranstaltungen anmelden oder nach Reisen gucken. Obwohl ... das macht ja derzeit auch keinen Sinn, uns erreicht eine Absage, ein Storno nach dem anderen. Nix 10 km in Palma, nix Innsbruck Alpine Trail Festival, nix Ostern in den Bergen ... naja, Hauptsache, meine Menschen sind und bleiben gesund.

Home Office hat aber auch seine lustigen Seiten. Mit den Kollegen hat sie meist einmal am Tag eine Videoschaltung. Da kann man dann doch die Themen besser durchsprechen als am Telefon - und man sieht andere Menschen. Soll wohl dem "Lagerkoller" vorbeugen.

Das Problem: erstens ist Frauchen im Home Office immer leger angezogen. Geht natürlich nicht, wenn das andere sehen. Also wird sich für die Videoschalte aufgefrackelt, und die Haare von "praktische Läufer-Haare-nach-hinten-gebunden-Frisur" in "normaler Mensch" gebracht. Dumm, wenn dann unverhofft auf einmal ein "Videoabstimmung, jetzt" reinkommt und sie ca. 10 min. vorher ordentlich Creme auf ihre Stirnfalte gepackt hat und das ganz vergisst ... Sah sehr apart auf dem Bildschirm aus, so nach Kriegsbemalung. Ich habe den ganzen Nachmittag gelacht!

Und zweitens fiel für das Videomeeting neulich, mit potentiellen Kunden, auf einmal der Hintergrund auf. Gut, ist halt ein Arbeitszimmer. Mit Regal. Viel Regal. Eigentlich alles Regal. Denn Frauchen steht auf B&B. Bücher und Bären. Beides braucht Platz. Der Chef fand es jedoch für das Videomeeting neulich nicht ganz das passende Ambiente. Bücher in Zweierreihen, Regalwände hoch, und darüber thronen überall Bären. Letztere mussten weichen. Schmollend ins andere Zimmer abtransportiert worden. Bis auf zwei, die durch Frauchens Kopf verdeckt werden. Eigentlich. Für dieses besondere Meeting hat sie den Laptop höhergestellt, damit sie nicht so von unten aufgenommen wird. Tja, und da sah man halt die zwei großen schwarzen Bären ... blitzschnell runtergerissen. Die Kollegen waren ziemlich beleidigt, kann ich nur sagen.

Ich bin gespannt, wie das noch alles weitergeht. Eine Videoschaltung für mich, damit ich meine Freundin Pauline Laufbär in Berlin sehen kann, wollte sie mir jedenfalls nicht einrichten!

Das einzig Gute bisher: sie kommt zu regelmäßigem Lauftraining. Da bin ich als Coach schon recht zufrieden.

Bis bald
Euer Iwan

Sonntag, 22. März 2020

Laurel & Hardy bei mir zuhause

Hallo Leute,

als ob dieses Corona-Virus nicht schlimm genug wäre - meine Menschen sind jetzt dauerhaft zuhause, Ausgangssperre und Home Office - versuchen sie auch noch nach Kräften, mir auf die Nerven zu gehen!

Da musste ich vorgestern Abend feststellen: ich lebe mit Laurel & Hardy zusammen! Ihr kennt doch sicher noch diese schwarz/weiß-Filme aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Immer gut gemeint, immer fängt es ganz klein an und zum Schluss sitzen Laurel & Hardy in einem völlig zerstörten Zimmer ...

Bei uns fing es auch harmlos an: Nach dem Abendessen lüftete Frauchen. Dabei verirrte sich ein Falter in die Küche. Herrchen wollte gleich mit Fliegenklatsche ran, mein tierliebes Frauchen sagte "nein, den schaffe ich in der nächsten Werbepause raus". Daraufhin verzog sich Herrchen in ein anderes Zimmer. Und das Unheil nahm seinen Lauf ...

Frauchen marschierte also in die Küche. Der Falter thronte oben auf einer Fensterkante. Davor steht ein ziemlich großer, ziemlich unförmiger Hibiskus. Also den weggeräumt. Fenster geöffnet. Falter - flatterte in die andere Richtung. Kücheneinwärts. Frauchen fluchend. Topf mit Hibiskus wieder auf die Fensterbank balancierend. Wackelte. Also ein Bein auf den einen Küchenstuhl, mit dem Körper auf der Tischplatte abgestützt. Böser Fehler.

Denn die (Marmor)platte ist zwar sehr schwer, liegt aber nur auf. Nicht befestigt. Und die physikalischen Gesetze gelten auch in unserer Küche. Tischplatte kam ins Kippen. Blitzartiges Abwägen: 1. Alles fallen lassen und Platte retten. Denn wenn Platte auf Fliesen kracht, sind viele Fliesen kaputt. 2. Hibiskustopf retten, Platte fallen lassen. 3. Entgegenkommenden Toaster impulsartig auffangen, dafür Platte und Blumentopf sausen lassen.

Frauchen entschied sich dafür, den Topf weiter zu umklammern, den Toaster an der Schnur baumeln zu lassen und die Tischplatte mit den Oberschenkeln und den Füßen zu bremsen. Aua. Ich erwähnte schon, dass die Platte aus Marmor ist? Und schwer? Naja, Blutergusss am Oberschenkel. Fußspann links tut weh. Aber Fliesen gerettet. Vorsichtig Hisbiskustopf abgesetzt und versucht, die Platte wieder hochzuwuchten. Keine Chance. Vorsichtig heruntergleiten lassen, einen Keil mit dem einen Fuß angeln, damit man sie später besser wieder anheben kann. Und sich wundern, warum bei diesem ganzen Gepolter Herrchen nicht auftauchte. Der kam 5 min. später und meinte, er hätte sich schon über das Gepolter gewundert. Gebeichtet. Gemeinsam Platte wieder hochgewuchtet. Falter war verschwunden. Ende 1. Akt

10 min. später ging Herrchen in die Küche und meinte, da hätte jemand hämisch gelacht. Nämlich der Falter, der inzwischen wieder aufgetaucht war und an der Wand hing. Herrchen wollte wieder die Fliegenklatsche holen, Frauchen bat um Gnade. Konnte aber aufgrund schmerzender Füße nicht mehr eingreifen. Herrchen wollte Gnade walten lassen und den Falter aus dem Fenster bugsieren. Geschimpfe. Und dann zierte leider ein großer brauner Streifen die weiße Küchenwand. Und Herrchen meinte, er könne nichts dafür, er hätte sein Bestes versucht.Vorhang.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich nicht sehr erpicht darauf bin, meine beiden Laurel & Hardy Doubles jetzt immerzu in der Wohnung zu haben? Ich glaube, ich mache noch ein paar Erinnerungsfotos ...

Bis bald Euer Iwan

Mittwoch, 18. März 2020

Mallorcaurlaub: kürzer als gedacht

Hallo Leute,

Frauchen fährt ja immer im März mit Oma nach Mallorca, zum Wandern. Oma ist übrigens 82. Also Risikogruppe für Corona. Frauchen hatte dieses Jahr für den 13.3.bis 23.3. gebucht. Und beobachtete mit Sorge die Entwicklung. Oma wollte auf jeden Fall fliegen, sie brauchte dringend Abstand und Ruhe vor Zuhause. (Mehr will ich hier nicht Privates ausbreiten, wer uns näher kennt, weiß, was ich meine ;-))

Frauchen also mehrfach gefragt: "Willst Du wirklich fliegen?" Und immer wieder die News gecheckt. Am Freitag hieß es ja noch, alles soweit ruhiger als in Deutschland, die Hotels seien in Sorge über die vielen Stornierungen, Und freuten sich über kurzfristige Buchungen von Radgruppen, die sonst in Italien ihr Trainingslager hatten. Deswegen sind sie geflogen, Fozzie ist mitgefahren, ich wollte die Stellung zuhause halten.

Im spanischen TV sah es dann schon wesentlich heftiger aus. Überall waren Hashtags #quedateencasa (bleib zuhause) oder #quedamosencasa (wir bleiben zuhause) zu sehen. Wobei man während der Wanderungen Samstag und Sonntag sehr viele Einheimisch gesehen hat, die auch unterwegs waren.

Samstag Nachmittag las Frauchen dann die Info über das Dekret und die Ausgangssperre ab Montag 8 Uhr. Im Hotel wusste keiner was Genaues. Dann hatte sie mal prophylaktisch nach Flügen geschaut - rund 150 Euro pro Nase, einfache Strecke, Dienstag. Oma wollte nichts davon hören, abwarten.

Sonntag Morgen wurde es Frauchen zu heiß, auch wenn sie da noch dachten, Ausgangssperre heißt "im Hotel bleiben", also Pool, Liegestuhl, Fitnessraum usw. Dann hatte Frauchen Oma soweit bekniet, dass sie mal eine früheren Rückflug buchen sollte. Es gab den frühesten nun erst am Donnerstag, für zusammen über 600 Euro! Genommen, zähneknirschend. Denn die Umbuchoption online ging nicht für den gebuchten Flug, da "Reise schon angetreten". Wandern gegangen. Bei Rückkunft im Hotel waren überall schon die Aushänge wegen der Ausgangssperre, aber noch waren Radler und Läufer unterwegs. Also dachten sie: ab Montag morgen, wie angekündigt. Frauchen zog sich um zum Laufen, Oma ging an den Pool. Frauchen versuchte dann vor dem Laufen noch, das Service Center von Eurowings zu erreichen, wegen Kosten /Umbuchung usw. - 45 min. ohne Erfolg in der Warteschleife. Inzwischen kam Oma wieder hoch, von der Guardia Civil gescheucht: Der Aufenthalt ist nur auf dem Zimmer gestattet, nicht mehr auf den öffentlichen Flächen im Hotel. Man durfte nur noch zu den Essenszeiten heraus, diese wurden zugeteilt und man durfte in Schichten essen. Und sich bloß nicht ohne den Bestätigungszettel, wann man zum Essen dran war, erwischen lassen!






Da bekamen sie so langsam Panik, weil ihnen bewusst wurde: Zimmer bis Donnerstag, Kein Auslauf. Nix raus. Nochmal geguckt, auf einmal gab es einen Flug Dienstag über Hamburg, Also den genommen und nochmal geblecht, knapp 600 Euro. Überall hast man Menschen im Hotel gesehen, die wild auf ihr Phone einklopften, oder mit ihrer Reiseleitung diskutierten. Montag kam dann noch die Info, dass das Hotel Dienstag zumacht und die verbleibenden Touris umgesiedelt werden in ein Hotel der Kette an der Playa de Palma. Es waren zum Schluss noch ca. 250 Leute im Hotel, viele hatten einen Flug erst für Donnerstag. Und die Baleraenpräsidentin forderte andauernd und lautstark das Schließen des Flughafens ... nicht lustig. Ziemlich nervenaufreibend. Naja, Oma hat es mit Humor genommen, jetzt habe sie was zu erzählen.


Dienstag früh dann erstmal eine offene Tankstelle finden ... Frauchen musste erklären, warum sie Benzin haben wollte und wohin sie unterwegs war mit dem Mietwagen. Das Gespräch und das Bezahlen fand durch ein kleines Nachtkassenfenster statt, normalerweise ist an dieser Tankstelle immer Bedienung. Am Flughafen gespenstische Leere. Überall  Hinweisschilder, man soll 1 Meter Abstand halten. In der Warteschlange beim Check In und der Sicherheitskontrolle. Und auch beim Sitzen am Gate - wenn man den Abstand nicht einhielt, kam sofort jemand und hat gescheucht.

Alle waren sehr froh, als der Flieger dann auftauchte:


Und - was noch nie in Mallorca der Fall war - das Boarding begann 45 min. vor Abflug. Normal sind 20 min., eher noch Verspätung. Aber pünktlich ging es nach Hamburg, und dann im Anschluss nach Nürnberg - fast alle in diesem Flieger waren auch auf Mallorca gewesen, circa 30 Leute.

Die Hotels schließen alle diese Woche. Die Angstellten sind zwiegespalten - einerseits sagen sie, natürlich müsse es sein, Leben und Gesundheit gehe vor. Andererseits verlieren sie ihr Gehalt - die ganze Ostersaison fällt flach. Und in Spanien ist es so, dass die Leute nur dann Kurzarbeitergeld kriegen, wenn die Schließung staatlich angeordnet ist. Deswegen haben die Hoteliers auch gefordert, mit in das Dekret aufgenommen zu werden. Und was auch auffiel: die Mallorquiner gehen viel verantwortungsbewusster mit dem Schutz vor dem Virus und der Einhaltung der Maßnahmen um.

Ich war jedenfalls froh, Frauchen wiederzusehen. Jetzt könnt Ihr natürlich sagen, fahrlässig, überhaupt geflogen zu sein ... aber alle Zeichen und Auskünfte bis Freitag waren o.k.Anstecken kann man sich hier und dort. Oma hat den Urlaub dringend gebraucht. Und zwei schöne Wanderungen sind auch dabei herausgesprungen.


Jetzt hoffe ich natürlich, dass alle meine Menschen gesund bleiben. Und Ihr bitte auch.
Bis bald
Euer Iwan

Freitag, 28. Februar 2020

Leute, seid nett zueinander!

Hallo  Leute,

Frauchen kam heute reichlich pikiert vom (erst zweiten Schnee-)Lauf diesen Winters zurück. Sie hatte noch einen Einkehrschwung beim Bäcker gemacht.

Der ist im Ausgangsbereich eines Supermarktes, klein und eng alles. Lange Schlange. Sie stellte sich hinten an.Weitere Kunden folgen dahinter. Eine ältere Dame mit Rollator (wer bairisch versteht: sah schon aus wie eine echte Zwiderwurzn) zahlte gerade an der Supermarktkasse. Sagte dann "so, da stehe ich an" und steuert ihren Rollator zielgerichtet vor Frauchen in die gerade vorrückende Schlange.

Frauchen fragt höflich "Entschuldigung, ich stehe hier auch an. Waren Sie ..." und kommt nicht dazu, die Frage zu beenden "... schon vorher hier in der Schlange?". Denn die alte Dame fängt sofort an, aggressiv loszubellen: "Ich war vorher schon da, sehen Sie nicht, dass ich gehbehindert bin! Unverschämtheit!"

Frauchen sagt also nochmal "Entschuldigung, ich habe ganz höflich gefragt, ob .." "Lassen Sie mich in Ruhe! Ich war vorher da, Sie könnten ja warten. Aber los, gehen Sie vor, auch wenn ich das nicht packe!" Und immer noch extrem laut und aggressiv. Frauchen sagte also nochmal ruhig (das hat sie viel Beherrschung gekostet, ich kenne ja meinen Zorngickel), weil sie sich nichts hat zuschulden kommen lassen, "Entschuldigung, ich lasse Sie gern vor, ich wollte es nur geklärt haben. Und ich hatte wirklich höflich gefragt ..." Die beiden vor und hinter Frauchen Stehenden nickten bestätigend.

Das Ende vom Lied: erst die Dame mit Rollator, Frauchen keines Blickes mehr würdigend, dann Frauchen. Ziemlich frustriert, weil sie so angebellt wurde.

Ich frage mich, ob das inzwischen der normale Umgangston in unserer Gesellschaft ist. Muss doch nicht sein! Mein Appell: Leute, seid nett zueinander! Freundlichkeit, Höflichkeit, Respekt vor anderen.

Bis bald Euer Iwan

Montag, 17. Februar 2020

Achensee im Schnee - darauf einen Kaiserschmarrn!

Hallo Leute,

wir waren erstmals im Winter am Achensee. Also um korrekt zu sein, Frauchen und ich nicht, wir waren ja früher sehr viel im Winterurlaub. Langlaufen, Frauchen kann klassisch und skaten. Aber inzwischen ist es ihr viel zu kalt, sie fährt lieber mit Oma zum Wanderurlaub nach Mallorca statt wie früher nach Lenggries / an den Achensee.

Aber Herrchen wollte mal "Berge in Schnee" sehen. Bekam er auch, es hatte am Tag vor unserer Anreise nochmal ordentlich geschneit. Das ist ja eine Seltenheit in diesem Winter! Und mit dem Wetter hatten sie auch Glück, erster und Abreisetag volle Sonne, dazwischen ein Tag mit morgens Schneeschauern und nachmittags Regen. Ich hatte ja auf mehr schlechtes Wetter gehofft, damit ich mich in der Stube festsetzen und Kaiserschmarrn spachteln konnte, aber es ging auch so. Zweimal Kaiserschmarrn gab es für mich hungrigen Coach, Frauchen hatte ich nach zwei kleineren Winterwanderungen mit Herrchen dann immer zum Laufen rausgesetzt.

Hier ein paar Impressionen:




Die Rückfahrt war übrigens der Horror. Und ich  bekam fast den Gurt über die Schnauze gebunden, weil ich angeblich zu viel gequengelt hätte ... naja, für eine Strecke von sonst 3,25 Stunden nun rund 5,5 Stunden, drei lange Staus (von denen zwei nicht angekündigt waren) ... ich war bedient. Und hungrig, schließlich litt ich unter Kaiserschmarrnentzug!

Und für die Neugierigen: Nein, Herrchen ist nicht auf den Geschmack gekommen, es bleibt beim einmaligen Winterausflug.

Bis bald Euer Iwan

Samstag, 8. Februar 2020

Lebensretter für eine Ziege

Hallo Leute,

ich muss ja noch eine Begebenheit aus dem Mallorca-Urlaub nachreichen. Mein Frauchen ist meine Heldin! Sie hat einer Ziege das Leben gerettet.

Auf der Wanderung rund um Port de Soller fiel ihr schon auf: im Gegensatz zu früher sind inzwischen fast alle Grundstücke am Wegesrand mit Drahtzaun abgegrenzt. Nicht engmaschig wie hierzulande, sondern so 15 x 15 cm.
Ein Stück weiter sah sie schon die Bescherung: Eine Ziege hatte anscheinend der Verlockung des Grüns auf der anderen Seite des Zauns nicht widerstehen können, ihren Kopf irgendwie durchgesteckt. und kam nicht wieder zurück. Die Hörner waren im Weg. Sie schmiss sich panisch und schon ziemlich verzweifelt immer wieder rückwärts, was nichts half. In sicherem Abstand daneben ein Kitz und eine weitere Ziege. Wildes Gemähe.

Frauchen - dusselig wie sie ist, ohne erst zu fotografieren, sondern gleich um das Tierwohl besorgt - sofort ran an Ziege und Zaun und versucht, den Ziegenkopf zu fassen zu kriegen. Ein Ringkampf folgte, denn das Vieh hat natürlich nicht kapiert, dass Frauchen helfen wollte. Und trat, stieß, schmiss sich weiter immer wieder rückwärts. Zur Größeneinschätzung: das sind keine Ziegen wie die süßen Miniziegen in Streichelzoos, sondern schon Kaliber so Größe Dogge. Hier andere Exemplare zur besseren Vorstellung:

Das Problem: Frauchen hat leider nur zwei Hände. Die Ziege hatte zwei Hörner. Beide musssten heruntergedrückt werden in der Kopfhaltung, damit es rückwärts wieder rausging. Letzteres kapierte die Ziege aber nicht, also musste der Zaun nach vorne gedrückt werden. Mit der dritten Hand. Äh, das ging so nicht. Und kein anderer Wanderer in Sicht, sonst ist dieser Weg überlaufen ....

Nach circa 5 min. Ringkampf, begleitet von verzweifeltem Meckmeckmeck der beiden anderen Ziegen, war die Ziege entweder so erschöpft, oder hatte kapiert, dass geholfen werden sollte. Sie hielt relativ still. Übrigens mit beiden Hinterhufen auf Frauchens Fuß stehend - anscheinend dachte sie, o.k. da habe ich dann auch den Menschen gut im Griff ... Ein letzter Druck nach unten, eine Bewegung nach hinten, die Ziege war frei! Und rannte mit den anderen beiden relativ zügig davon. Undankbares Viech, sie hätte ja wirklich noch für ein Erinnerungsfoto posen können!

Wie gesagt, zu anderen Jahreszeiten ist dieser Wanderweg überlaufen. Jetzt, Ende Januar, hat Frauchen kaum einen Menschen gesehen. Die Ziege hätte mit etwas Pech elendig verrecken können im Zaun hängend. Also gutes Werk getan. Bin stolz auf mein Frauchen.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 4. Februar 2020

Fast ein kleiner Sommer im Winter

Hallo Leute,

leider muss ich mich zurückmelden. Frauchen und ich waren auf Mallorca, 11 Tage, 10 Nächte. Dieses Jahr hatte ich nicht verzichtet, Fozzie ist zwar immer noch stocksauer, aber ich wusste ja: Pauline kommt! Diese bärige Freundin hatte ich schon so lange nicht mehr gesehen, ein Treffen musste sein!

Bei den Flügen hat Frauchen es geschafft, mich positiv zu überraschen: eigener Sitzplatz für mich! Zwar nur Mitte, Frauchen wollte den Fensterplatz nicht an mich abtreten, aber immerhin ...






Wir haben wieder an der Playa de Palma gewohnt, in Port d´Alcudia hat im Januar kein Hotel auf.
Die Playa de Palma ist allerdings um diese Jahreszeit auch erträglich, nur zwei Saufgruppen, sonst fast nur deutsche Senioren (sitzen an der Strandpromenade und lesen die Apothekenumschau) und Einheimische unterwegs. Laufen ist halt etwas eintönig - entweder nach rechts oder nach links. Frauchen hatte da so ihre Touren, jeweils rund 10 km. Und einmal ganz vor zum Cap Rocat, das war ihr erster langer Lauf in dem Jahr. Hier von oben:

Gesundheitlich gab es eine echte Wunderheilung: Vorher festsitzender Husten und Halsweh, am ersten Tag gaaaaanz langsam vor sich hingeschlappt, dass sogar die überholenden Yorkshireterrier mitleidig guckten, ab dann kein Husten mehr, alles lief immer besser.

Insgesamt war es ein echter Traumurlaub: jeden Tag Sonne, Temperaturen für die Jahreszeit - wie überall derzeit - sehr warm, die letzten Tage rund 23 Grad tagsüber. Laufen immer in kurz, die mitgenommene lange Laufhose, wärmere Unterwäsche, Bufftücher .... alles fuhr ungetragen wieder zurück.

Frauchen machte lange Wanderungen, genoss die bereits schön blühenden Mandelbäume und schrubbte Höhen- und Laufmeter:







Und dann war es endlich soweit: Pauline und ihr Frauchen Manu trafen für das Wochenende ein! Ehrensache, dass wir sie vom Flughafen abholten. Am nächsten Tag haben uns die beiden Damen dann nach Inca / Moscari chauffiert, dort gibt es einen schönen Spaziergang mit ganz vielen blühenden Mandelbäumen und auch einem Esel. Pauline hatte etwas Angst, aber ich war ja als starker Bär an ihrer Seite! Danach haben wir uns noch ausführlich im Hotelzimmer unterhalten, Frauchen hatte ich nach draußen zum Sonnen geschickt. Abschied haben wir dann an der Strandpromenade gehalten.



Leider war die Zeit dann viel zu schnell vorbei! Der Trainingserfolg bei Frauchen war ja sehr gut, eigentlich hätten wir dort bleiben und weiter trainieren sollen ... ich spüre schon wieder so ein Krächzen im Hals, bei den Temperaturen und dem Wetter hier. Auch das abendliche Buffet im Hotel hat schon was für sich ...



Egal, jetzt erstmal wieder hier eingewöhnen. Und träumen vom nächsten Laufurlaub in der Sonne!
Dann geht es wieder nach Port d´Alcudia - die schöne Bucht mit den perfekten Laufstrecken inklusive Berg seht Ihr hier.

Bis bald Euer Iwan


Dienstag, 21. Januar 2020

Heute ist mein Ehrentag

Hallo Leute,

heute ist "Tag der Jogginghose". Also quasi mein Ehrentag. Ich  trage diese bequemen Beinkleider ja nun schon seit einigen Jahrzehnten, sie sind mein Markenzeichen geworden.

Ihr großer Vorteil: damit wirke ich sportlich, ohne selbst laufen zu müssen. Und sie sitzen leger, sodass ich auch mal den ein oder anderen Kaiserschmarrn mehr vertragen kann ...

Und damit genug der erfreulichen Nachrichten, zur Zeit bin ich tief deprimiert. Da hatte ich Frauchen nach ihrer Infektion im Dezember endlich wieder auf passablem Laufniveau. Ab Freitag stehen dazu 10 Tage Mallorca an, ich hatte schöne lange Läufe und Wanderungen geplant. Und nun hat sie seit 8 Tagen schon wieder eine Erkältung, hustet und kläfft erbärmlich herum. An Laufen nicht zu denken. Da kann ich dann wohl auch das 8,5 km-Rennen in Campos, zu dem ich sie für Sonntag angemeldet habe, knicken. Kein guter Saisonauftakt.

Und ja, dieses Jahr fliege ich mal wieder mit - obwohl sie wieder, ich kann es gar nicht oft genug betonen, zum wiederholten Male keinen eigenen Sitzplatz für mich gebucht hat. Erstens möchte ich auch gern mal wieder Urlaub haben, zweitens soll das Hotelbüffet recht üppig sein, und drittens kommt Pauline Laufbär mit ihrem Frauchen auch. Irgendwie treffen wir uns immer woanders, nie an unseren jeweiligen Wohnorten. Ich freue mich auf jeden Fall trotzdem auf die Inseltage und werde berichten.

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 9. Januar 2020

Ein neuer Laufschuh ist wie ein neues Leben

Hallo Leute,

ich hoffe, Ihr seid gut ins neue Jahr gestartet! Ich habe Frauchen bereits die ersten 4 Laufstunden des Jahres absolvieren lassen, und selbst die letzten Feiertagsleckerein vertilgt.

Neues Jahr, neuer Schuh. Als gewiefter Laufcoach weiß ich ja, dass man Laufschuhe nach circa 600 km austauschen sollte, und dass man mehrere Modelle abwechselnd tragen sollte. Sag das mal meinem Frauchen! Seit sie Ende 2018 die Fußverletzung hatte, und sich nachfolgend an der rechten Ferse ein kleiner Sporn entwickelt hat, trägt sie mit Vorliebe nur noch ein Modell für die Trailläufe - ich glaube, sie hat da die Produktion aufgekauft. Inzwischen Nummer 4, hat sie in Goretex und normal. Für die Straße / Asphalt hat sie dann doch tatsächlich noch ein anderes Modell gehabt, das jetzt aber so heruntergeschlappt war, dass ich es ihr ohne allzugroße Gewaltanwendung entreißen konnte.

Und ihr die beim letzten Sale (daher die aparte Flamingo-Farbe) erstandenen neuen Laufschuhe hingestellt habe.

Noch nie genutztes Modell. Tja, was soll ich sagen ... die ersten Meter waren sehr ungewohnt, weil starker seitlicher Halt an der Ferse, bei den bisherigen eher weniger dort. Ab dann lief es aber. Perfekt.

Also gilt tatsächlich der alte Jürgen-Marcus-Song, abgewandelt von Iwan: "Ein neuer Laufschuh ist wie ein neues Leben, schanana nanana". (Habt Ihr jetzt wenigstens einen schönen Ohrwurm im Ohr? Bitteschön, nichts zu danken)

Und jetzt fragen wir beide uns voll Spannung: Welche Läufe werden wir mit diesen Schuhen erleben? Wie viele Kilometer werden sie Frauchen begleiten? Lassen wir uns überraschen!

Ich wünsche Euch allen ein gutes, gesundes & erfolgreiches (Lauf)jahr 2020!

Euer Iwan