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Dienstag, 30. Juni 2026

Gedünstet im eigenen Saft: Lenggries 2026

Hallo Leute,

wenn ich nicht schon einen blauen Anzug tragen würde, wäre ich nach dem diesjährigen Lenggries-Urlaub "Iwan blau gedünstet".  Pünktlich zum Beginn der Hitzewelle reisten wir an. Und pünktlich zum Ende fuhren wir wieder heim. 

Dazwischen war es angenehm warm. Wenn man tropische Hitze mag ... Frauchen ist leider nicht mehr so hitzeresistent wie früher. Und wenn sie beim Morgenlauf schon gefühlte 30 Grad im Schatten hatte (bei wenig Schatten), dann war es halt leider nix mit den geplanten langen Läufen. Einmal 90 min. sonst max 1 Stunde. Und meist die gleiche Strecke zwischen Lenggries und Arzbach, einmal linksrum, einmal rechtsrum - da gab es wenigstens den meisten Schatten.

Als pflichtbewusster Coach, der auf sein Laufmaterial achtet, habe ich daher umdisponiert und sie Berge hochwandern lassen. Und wieder runter. Ordentlich Höhenmeter schrubben, das stärkt auch Knie und Oberschenkel. Und wie ich mit großem Entzücken feststellen konnte, schafft sei immer noch / schon wieder die 700 Höhenmeter hinter unserer Pension auf die Hochalm hoch in 67 min. Hier der Blick von oben runter, eines der Häuser ist unsere Pension. Und wenn die Kamera besser wäre, könntet Ihr mich sogar auf dem Balkon entdecken! 

Weitere Touren waren: Tölzer Hütte / Scharfreiter:

 





Hier zwei Gemsensuchbilder:  


Höhenweg vom Brauneck zur Jachenau:

 



und der Klassiker, der Steig am Achensee, hin und retour.

 



 Herrchen verlustierte sich meist an und in der Isar. Ihm war es zu warm. Und ich armer Bär habe auf viele Leckereien gehofft, wurde aber schmerzlich entttäuscht. Kein einziges Mal Kässpatzn. Kein einziges Mal Spinatknödel. Genau 1 Stück Kuchen, das ich mir sogar mit meinem Kumpel Trello teilen musste!  

Und nur einmal Kaiserschmarrn, von dem ich nichts abbekam. Frauchen meinte, er wäre recht wohlschmeckend gewesen, hätte aber wie Beton im Magen gelegen. Naiv wie sie ist hat sie keinerlei Zusammenhang mit 38 Grad (im Schatten, den es selten gab) und Rückwanderung von 1 Stunde gesehen.

Positiv also: Knie hielt. Berg hoch, Berg runter. Kondition wurde leider nicht ausgebaut, muss jetzt hier erfolgen. Und das Wetter war 10 Tage Sonne, abends bis 22 Uhr auf dem Balkon chillen, nie eine Jacke mitnehmen müssen (auf Bergtouren natürlich für Notfälle dabei, aber sonst nicht) ....

Tja, und nun steht mit dem Juli der Geburtstagsmonat an. Für Herrchen, für Frauchen, für mich ...

Bis dahin

Euer Iwan 

 

Montag, 22. September 2025

Isar-Lauf 2025: wieder ein heißes Rennen

 Hallo Leute,

wir waren mal wieder in Lenggries fürs Wochenende - der Isar-Lauf stand an. Zum 6. Mal hatte ich Frauchen angemeldet, ganz uneigennützig, wie ich betonen möchte. Denn dass dabei Kuchen in rauhen Mengen für mich abfällt, beeinflusst meine Entscheidung ganz und gar nicht. Hüstel.

Eigentlich könnte ich es mir leicht machen und auf meine Berichte der vorherigen Teilnahmen verweisen. Same old, same old:

  • Das Wetter spielte das ganze Wochenende mit, Sonne pur, morgens zwar noch kühl, mittags 30 Grad
  • Ankommen, kleiner Spaziergang, Einlaufen, Samstag Wanderung, Sonntag das Rennen
  • Abends Pizza fassen beim Dorfitaliener (Spinat mit Gorgonzola, wie immer) 
  • Startgeld 24 Euro, dafür Medaille, zwei Proben (Sonnencreme und Fußbalsam) und Zielverpflegung 
  • Am Start in Lenggries am Kalkofen war der Bürgermeister nicht zu verstehen - gebt dem armen Mann doch auch mal das Megaphon, den Starter versteht man ja auch ...
  • Die Strecke ist traumhaft (Bilder vom Vortag, aber auch beim Rennen lief Frauchen meist allein für sich und hatte viel Freiraum):


     

    Brücke bei Arzbach, km 3


  • Im Ziel denselben Läufer wie im Vorjahr (aus Augsburg) getroffen, der mit seiner Zeit (s.u.) auch nicht ganz glücklich war. 
  • Viele Staus auf der Heimfahrt. 

Was war dieses Jahr anders?

  • Zu wenig Kuchen für mich. Viel zu wenig. Die Pensionswirtin hatte nicht gebacken. Der Dorfkonditor mit meiner Lieblingssachertorte hatte zu. Und den leckeren Aprikosenkuchen nach dem Zieleinlauf gab es auch nicht, dafür dieses Jahr Rhabarber. Essbar, aber der Aprikosenkuchen ist um Längen besser, wenn ich das als Kuchenconnaisseur sagen darf.



  • Normalerweise setzt Oma Frauchen in Lenggries am Start ab und fährt mit dem Auto nach Tölz zum Ziel. Dieses Jahr fuhren wir alle nach Tölz, und Frauchen fuhr mit dem Shuttlebus zurück nach Lenggries zum Start. Hatte irgendwie was von Viehtransport ...
  • Andere Zeit als im Vorjahr. Indiskutable 69 min 07,1 sec für (nach ihrer Uhr) 10,12 km. O.k. es war heiß, sie hat sich bei km 6 einen Becher Wasser direkt über den Kopf geschüttet. Aber sooo langsam? Ich hatte auf 65 min gehofft ...
  • Platz 62 von 84 Damen, 4. in ihrer AK, noch 5 Männer hinter sich gelassen.

Die Erkenntnis: so ganz hitzeresistent ist Frauchen auch nicht mehr. Grund Corona? Wechseljahre? Aber sie verträgt es anscheinend immer noch besser als viele andere. Der Rettungswagen war wieder im Einsatz. Und sie hatte Hochachtung vor denen, die die 21 oder gar die 30 km absolvierten!

Und wenn ich mir das Wetter heute so anschaue: 10 Grad und Dauerregen, da kann ich nur sagen: "Wieder Glück gehabt!" 

Bis bald, Euer Iwan

 

 

Mittwoch, 2. Juli 2025

Lengries: heiß, heiß, Baby

 Hallo Leute,

wir sind zurück aus unserem jährlichen Lenggries-Urlaub. Dieses Mal war es heiß. Sehr heiß. Also prima für Frauchen und mich, nicht so doll für das fast dauerhechelnde Herrchen. Ich fange mal mit den Highlights an:

  • Frauchens Knie hielt. Wir haben im Schweiße von Frauchens Angesicht am Konditionsaufbau gearbeitet. Neue Laufstrecken erkundet, alte beliebte abgelaufen. Und erstmals seit dieser vermaledeiten Knieverletzung auch wieder einen (kleinen) Berglauf mit ordentlich Gefälle probiert.
  • Sie hat schöne Bergtouren gemacht. Eine hier in der Eng, insgesamt 4 andere Wanderer, 3 Murmeltiere und eine Gemse gesehen. 













  • Mein "Hans-guck-in-die-Luft" hat sich dann eine sehr belebte Tour auf den Schönberg (Hausberg, sieht man vom Balkon aus, sieht harmlos aus, aber steile 900 Höhenmeter) ausgesucht. um sich gleich zweimal hinzulegen: einmal in den Matsch vor 4 Leuten, einmal aufs Knie vor 6 Leuten plus Hund. Nix passiert, außer verletztem Stolz und matschiger Kleidung plus matschigem Frauchen. Timing kann Frauchen!
  • Das Wetter: sonnig, heiß, schwül, an drei Tagen abends Gewitter / Regengüsse.  

 Meine Lowlights dagegen waren:

  • Das Essen, was für mich abfiel. Nur einmal (ich wiederhole: EINMAL) Kuchen für mich. 

  • Frauchen hat sich schlichtweg geweigert, mich auf eine Bergtour mitzunehmen. Ich sei zu schwer. Also bitte!
  • Das Heimkommen. Ist ja generell schon nicht schön, aber bei uns zuhause war der Aufzug ausgefallen. Ich wurde würdelos in eine Tasche gestopft und bei 33 Grad 3 Stockwerke hochgeschleppt. Dabei war ich viel leichter als die Koffer, die ja auch hochgeschleppt werden mussten!

So, jetzt arbeite ich am weiteren Trainingsplan. Jede Woche mindestens 1 km mehr beim langen Lauf. Das wäre doch gelacht, wenn ich Frauchen nicht wieder auf die HM+-Distanz kriegen würde. Unglaublich, wie schnell man Ausdauerkondition abbauen kann. Oder hängt das mit dem Alter zusammen? Früher war sie schneller wieder fit ...

Bis bald, Euer Iwan 

Sonntag, 25. August 2024

Gerade noch mal die Kurve gekriegt

 Hallo Leute,

ich hatte einen Riesenschreck - aber alles wieder gut. Ich dachte doch tatsächlich, dass mein Frauchen auf ihre altenTage vernünftig geworden ist. Wo dieses Wort doch bisher in ihrem Wortschatz gar nicht existierte, ebenso wie das Wort "Geduld" ....

Wir waren für 3 Tage wieder in Lenggries, quasi spontanes Trainingscamp und Nachholen der Ende Juni ausgefallenen Wanderungen. Und tatsächlich - Herrchen war nicht dabei und schon war gutes Wetter. Prima Wetter, sozusagen. Also doch ein Kausalzusammenhang.

Am ersten Tag peilte Frauchen einen neuen Berg an. Die Rappenspitze (bzw. je nach Wanderkarte auch Rappenklammspitze genannt). Etwas über 900 Höhenmeter, im Gipfelbereich ausgesetzt felsig. Auf der ganzen Wanderung da hoch genau 1 andere Person gesehen, und die stieg rund 5 min. vor ihr auf. Es war heiß, es war steil. Und dann kam sie zum letzten Gipfelanstieg:












Und verzichtete dankend. Nicht mehr so ganz schwindelfrei sei sie. Die Vernunft habe gesiegt. Ich war fassungslos. Früher ist sie sowas alles hochgekrabbelt und hat sich erst oben überlegt, wie sie wieder runterkommt. 

Aber spätestens am Nachmittag  nach Rückkehr in die Pension war mein altes unvernünftiges Frauchen wieder zurück: noch schnell eine Runde an der Isar laufen gehen bei 30 Grad. Mit der steilen Bergwanderung in den Haxen.

Ähnliches gestern: weil es ja wieder heiß werden sollte, erstmal der lange Lauf an Isar und über Almwiesen. Dann Fotoshooting mit mir - das Selfie mit den Eseln im Hintergrund müssen wir nochmal üben, fürchte ich ... vor allem, weil das eine Grautier sofort auf mich zustürmte und in mich reinbeißen wollte!








Danach - die Beinchen waren müde - empfahl ich gemächliche 400 Höhenmeter hoch zur Röhrlmoosalm. 5 Stunden später war Frauchen wieder da, komplett nassgeschwitzt, ziemlich durstig und nach über 800 Höhenmeter Speedhiking hoch zur Roßsteinalm, dort 1 Stunde im Gras sitzen und Panorama anhimmeln, und danach die ächzenden Beinchen wieder ins Tal bringen. Wo ich mich derweil an einem Stück Apfelstrudel labte. Die Penionswirtin weiß halt, was ich mag.



Jetzt dann noch einmal ein Woche reinhauen beim Training, dann 1 Woche tapern (hahahahahaha) und dann kann der Achenseelauf kommen.

Bis bald, Euer Iwan


Freitag, 12. Juli 2024

Berge sind einfach nur schön

 Hallo Leute,

wir waren für 10 Tage in unserer Stamm-Pension in Lenggries. Ich hatte so schöne Trainingspläne für Frauchen: ordentlich Höhenmeter mit Wanderungen in die Beinchen kriegen, und viele Laufkilometer. Und für mich: ordentlich Kuchen, Kässpatzn und Kaiserschmarrn fassen.

Iwan denkt, Gott lenkt. Besser gesagt, das Wetter. Wobei ich ja langsam einen Kausalzusammenhang zwischen "Herrchen begleitet uns" und "es schüttet" vermute ...siehe die zwei so unterschiedlichen Achensee-Aufenthalte im Mai!

Also: 4 Tage quasi Totalausfall bedingt durch Regen (sie waren trotzdem unterwegs, aber richtige Bergtouren gingen nicht). 4 Tage Traumwetter, allerdings zwei davon auch mit schwülen > 30 Grad-Temperaturen. Frauchen meinte triefend, so geschwitzt hätte sie noch nie wie beim diesjährigen Schnell-aufs-Brauneck-Hochwandern.

Minus:

  • nur zwei Stück Kuchen für den bärigen Laufcoach
  • sehr hungrige Bremsen, die aktiv die Blutspenden einforderten
  • wetterbedingt weniger Touren als geplant 
  • keine Murmeltiere auf unserer Geheimtipp-Alm gesichtet

Plus:

  • nach 4 Jahren endlich mal wieder die 3-Gipfel-Runde Heiglkopf/Blomberg/Zwiesel gelaufen und dabei für den Anstieg zum Heiglkopf (rund 500 Höhenmeter) nur 43 min gebraucht, bisherige Bestzeit waren 44:17
  • sehr schöne neue Berge ausgekundschaftet in der Eng (Karwendel)
  • insgesamt 11 (!) Bücher gelesen, sie musste zweimal nachkaufen

Hier die schönsten Impressionen:























Jetzt dauert es wieder bis nächsten Monat, bis wir erneut in die Berge können. Dabei hat Frauchen danach immer einen Super-Trainingszustand. Ich glaube, ich werde mal beantragen, dass sie im Sommerhalbjahr nur noch in den Bergen ist ...

Bis bald, Euer Iwan