Donnerstag, 5. November 2026

Trailrun, Gravelrun, Straßenlauf, Berglauf - ja, was denn nun?

Hallo Leute,

irgendwie bin ich verwirrt. Ich dachte immer, Laufen kann man auf verschiedenen Untergründen. Asphalt, Feldweg, Parkweg, Forstweg, Waldboden, Laufband. Und in verschiedenen Umgebungen: Wald, Wiese, Feld, Berge, Strand. Dabei ist man, egal wo und wie, jeweils ein Läufer. oder eine Läuferin.

Dieses Selbstverständnis ist nun weg. Denn scheinbar ist es wohl wichtig, es einzusortieren. Besser gesagt, sich einzusortieren. In Schubladen. In den Bergen laufen kann also ein Trailrun sein, wenn es aber schmälere, technische Wege geht. Oder ein Gravelrun, wenn man auf Forstwegen läuft. Oder ein Berglauf, wenn es nur bergauf geht. Alles klar soweit, könnt Ihr mir noch folgen?

Schwierig wird es, wenn ein Lauf nun  mehrere Untergünde vereinigt. Frauchen ist beispielsweise gestern rund 20 % auf Asphalt gelaufen, ca. 40 % war ein "Gravel"-Untergrund, und ca. 40 % waren schmale wurzelige Singletrails. War das dann also ein Straßen-Gravel-Trail-Run? 

Eigentlich wäre es ja egal. Hauptsache sie hatte Spaß. Wenn nicht ... ja, wenn wir nicht von findigen Marketern eingeredet kriegen würden, dass wir eigentlich für jedes Terrain ein anderes Paar spezielle Laufschuh bräuchten. Ich lasse mir ja eingehen, dass ein Trailschuh nicht unbedingt optimal für den Berlin Marathon ist. Und umgekehrt, ein reiner Straßenschuh auf den Trails / am Berg ohne profiliertere Sohle Harakiri ist. 

Aber braucht es wirklich einen "ersten Gravel-Marathon" (so angekündigt von Plan B event)? Reicht nicht "Marathon zwischen Schliersee und Tirol"?

Und was ist dann der Achenseelauf? Ein Asphalt-Gravel-Trail-Berglauf? 

Wie denkt Ihr darüber? Über diese Einteilung / Benamsung / die Schubladen? Ich bleibe jedenfalls Laufcoach. Und Frauchen eine Läuferin. Jawoll!

Bis bald
 

Euer Iwan

 

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Statt Boomer lieber Generation "Raumschiff Enterprise"

 Hallo Leute,

ja, ich bin ein Boomer. Und stolz darauf, warum sollte ich mich auch dessen schämen. Nicht jeder Bär erreicht mein Alter und ist noch so fit!

Auch Frauchen ist Boomer. Wobei ich nun gerne eine offizielle Umbenennung dieser Generation beantragen möchte: in "Generation Star Trek" oder "Generation Raumschiff Enterprise".

Das ist mir gerad gestern wieder bewussst geworden, als ich die Nachrufe auf den Schauspieler Walter Koenig gelesen habe. Walter wer? Nennt man aber die bekannteste Rolle, hat man gleich das Gesicht vor Augen: Pavel Chekov, der russsische Heißsporn neben Sulu auf der Enterprise. 

Die Serie entstand 1966 bis 1969. Zu Zeiten des Kalten Kriegs. Rassentrennung bzw. -diskrimierung. Frauenbild = Kinder, Küche, Mann glücklich machen. 

Und dann sahen wir einen Russen neben einem Asiaten und Amerikanern sitzen und gleichberechtigt zuusammenarbeiten. Ene schwarze Frau (Uhura) als Kommunikationsoffizierin. Und - Skandal! - in einer Folge küsst Kirk sie. Wir bekamen gezeigt, dass auch andere Lebensformen, seien sie uns noch so fremd, ein Existenzrecht haben (Lieblingsfolge: Horta rettet ihre Kinder). Dass der Stärkere nicht zwangsläufig den Unterlegenen töten muss, sondern die friedliche Art überwiegt.

Mit diesen Werten sind wir groß geworden. Und mir kann keiner erzählen, dass wir nicht davon geprägt wurden. Jedenfalls die meisten von uns.

Deshalb verabschiede ich mich heute mal mit Spocks Gruß: LLAP (Für Nicht-Trekkies: live long and prosper!). 

Bis bald, Euer Iwan 

Sonntag, 18. Oktober 2026

Wechselhaftes Mallorca

 Hallo Leute,

ich bin sauer. Ich bin sowas von sauer!

Erst fahren die Menschen OHNE mich nach Mallorca. Dieses Mal besonders lang, knapp 18 Tage. Statt meiner nehmen sie den Assistenzcoach 2. Klasse, Fozzie, mit. Und der lässt zu, dass Frauchen zurückkommt mit einem Infekt, der den Start beim Altmühltrail verhinderte! Auf den sie sich doch auf der Insel mit meinem Trainingsplan gut vorbereitet hatte! Versteht Ihr, dass ich not amused bin?

 Deswegen gestatte ich Fozzie auch nur eine Kurzfassung:

Na super, Iwan, als ob ich was dafür könnte .... Also: 

  • Wetter war 7 Tage super, sonnig, schwül, Frauchen war nach ihren Läufen so nass, als hätte sie in Laufklamotten unter der Dusche gestanden
  • dann 7 Tage unbeständig, jeden Tag heftige Gewitter und Schauer, auf keine Vorhersage war Verlass. Einmal hat es die Menschen nach einer Wanderung genau 100 Meter vor dem Hotel erwischt, ich sage nur "nasse Ratten"!
  • um dann die letzten 4 Tage wieder Sonne und 27 Grad zu bieten.
  • Gegend kennen wir ja gut, Hotel auch. Ich habe mich oft auf dem Balkon geaalt.
  • Frauchen ist brav die von Iwan vorgegebenen Strecken gelaufen. Und meist eben n
    icht die blaue und sehr überlaufene Promenade am Meer entlang, sondern viel ins Hinterland - kaum Menschen, viel Landschaft.

  • Auffällig wieder: spanische Läufer grüßten (zurück oder als Erstes), offensichtlich deutsche nicht.
  • Und zur Stärkung der Oberschenkelmuskulatur habe ich sie dieses Jahr insgesamt 42mal in den 8. Stock hochsteigen lassen. Natürlich nicht hintereinander, Iwan! Aber das waren doch jedes Mal 137 Stufen. Und nach einem langen Lauf tun die schon weh ....
  • Ich habe Euch mal ein paar Bilder zusammengestellt: 
 


Das reicht, Fozzie! Vor allem reicht mir, dass sie nicht beim Altmühltrail starten konnte. Gaaaanz toll gemacht. Weiter degradieren kann ich Dich ja nicht mehr. Schon allein weil dann vielleicht die Leute denken, ich wäre neidisch ... bin ich nicht, ganz sicher nicht! Aber nächstes Mal fahre ich wieder mit!
Bis bald Euer Iwan 
 
 
 

 

Dienstag, 22. September 2026

Tegernseelauf - nach 7 Jahren wieder einmal

Hallo Leute,

bekanntlich ist Frauchen ja schon 2009 das erste Mal beim Tegernseelauf gestartet. Und 2010 habe ich dort das erste Mal mitgefinisht! Lang ist es her ... zwischendurch waren wir immer mal wieder angemeldet, See und Berge sind ja schön, das Wetter wollte aber nicht so wie wir, und beim letzten Mal, 2019, hat uns diese Münchner Schickeria extrem missfallen.

Aber dieses Jahr hatten wir einen guten Grund: Frauchens Patenkind wohnt inzwischen bekanntlich am Tegernsee. Und wollte dort ihren ersten Halbmarathon laufen, als Teenie war sie (sehr gute) Sprinterin. Also den Start - die Startgebühr ist doch schon recht saftig mit 60 Euro - zum Geburtstag geschenkt. Für die Patentante galt: mitgefangen, mitgehangen, hehehe.

Ursprünglich sollte es nur das Wochenende am Tegernsee werden, durch verschiedene Umstände waren wir dann mit Oma vorher noch eine Woche in Lengggries. Sie ist wieder tapfer mit ihrem Rollator gewandert. Und Frauchen hat ihre letzten Trainingsläufe absolviert. Plus einmal Speed Hiking hoch aufs Brauneck. 850 Höhenmeter in 1:14 Stunde. Da war sie doch recht zufrieden mit sich. Ich weniger, denn hatte ich schon erwähnt, dass ich sie für 2027 beim IATF für den Vertical angemeldet habe? Da muss sie > 1.300 Höhenmeter hoch, keine läppischen 850.



Ansonsten kann ich nur sagen "Skandal"! Nicht im Sperrbezirk, nein, in der Nahrungszufuhr für mich hart arbeitenden bärigen Laufcoach. Nix war es mit dem versprochenen Kaiserschmarrn. Und nur ein paar Bissen Kässpatzn. Mit einem einzigen jämmerlich kleinen Stück Zwetschgendatschi wurde ich abgespeist!!!

 

So, nun zum eigentlichen Thema, dem Tegernseelauf. Dieses Jahr gab es einen neuen Organisator. Und leider ziemliches Chaos. Startnummernausgabe und Shirt / Goodiebag getrennt, letzteres hieß es anfangs, nur am Lauftag abzuholen. Das wurde dann glücklicherweise revidiert. Start und Zieleinlauf sind nun am Gut Kaltenbrunn. Was zur Folge hat: der erste km geht mehr oder weniger steil bergab. Dann im Uhrzeigersinn um den See. Um die letzten zwei herausfordernden Anstiegee hinter Bad Wiessee zu haben, und damit zu enden - nix mehr laufen lassen bis ins Ziel runter. 

Womit ich zum zweiten Skandal (!) komme. Ich durfte nämlich nicht mit, sondern musste im Zimmer warten. Daher übernimmt nun Frauchen:

Wettervorhersage: 16 Grad am Start. Also Shirt und dünnes Longsleeve rausgelegt und mit Startnummer gespickt.  

Am Race Day frischer Wind. Longsleeve ausgetauscht gegen wärmeres. Startnummer umgespickt. Spoiler: noch vor der Startlinie das Longsleeve ausgezogen und umgebunden, weil es so heiß war.

Anfahrt: das Patenkind und die Freundin wohnen nahe Gmund. Also ich gedacht, wenn wir gegen viertel vor zehn losfahren, sind schon alle, die einen Parkplatz brauchen, durch, und die Freundin kann uns entspannt in die Startnähe bringen und abdrehen. Hahaha. 4 km Stau. Die Uhr tickte. Start sollte halb elf sein. Als es noch 2 km waren, und uns gehend diverse Starter überholten, stieg ich auch aus. Patenkind wollte das Knie schonen und blieb im Auto. Reinstes Chaos bei der Startaufstellung. Ich kam Punkt halb elf dort an, Menschenmassen drängelten, aber wenigstens war es bei den Dixies leer. Danach positioniert und auf meine Mitstreiterin gewartet. Immer unruhiger geworden. Um Viertel vor elf starteten sie den Lauf dann doch, obwohl immer noch Läufer den Stau entlang angehechelt kamen. Ich drückte mich ganz hinten herum, aber irgendwann hieß es "da stehen schon die Starter für den Kinderlauf, entweder läufst Du jetzt los oder es gibt ein DNS!". Losgetrabt, die ganze Zeit in Sorge und Gedanken, wo das Patenkind steckt. Nach km 2 habe ich sie auf einmal munter vor mir hertraben gesehen! Aufgeschlossen und verhört. Ja, sie war gerade noch rechtzeitig gekommen, und dann seitlich irgendwie in den Startblock rein, weil ja hinten schon die Startaufstellung vom Kinderlauf war. O.k., beruhigt. Blick auf die Pulsuhr und schon wieder unruhig: viel zu schnell angegangen, viel zu hoher Puls. 

Das ging dann die restlichen 18 km so: wenn der Puls zu hoch wurde, Gehpause, Puls runter, wieder angetrabt. Oder, um es professionell auszudrücken: ich habe den Tegernseelauf nach der Jeff Galloway-Methode "Run - Walk" absolviert. 

Der Hinweg Richtung Rottach war pralle Sonne von vorn, Rückenwind, also heiß und schnell. Von Rottach aus gab es viel Schatten, Sonne von hinten, frischer Wind von vorne. Aber wohl vielen Startern zu heiß, allein ich habe 4 Läuferinnen und Läufer gesehen, die medizinisch versorgt wurden bzw. sogar in den Sanka geschoben wurden! Das erschreckt mich immer sehr, dass Leute sich so übernehmen und nicht rechtzeitig einen Gang zurück schalten.

Die km-Schilder herbeigesehnt, habe ich mich durch Bad Wiessee und dann die letzten zwei Anstiege hochgearbeitet. Dann die Rechtskurve, Endspurt! Und gleich wieder etwas abgebremst, denn es war im Innenhof Kopfsteinpflaster. Trotzdem ein sehr schönes Ambiente! Leider hat es dann sehr lange gedauert, bis ich erst mein Patenkind (die stolz ihren ersten HM finishte, 9 min schneller als ich) fand und wir dann meine Freundin - die ja gleichzeitig auch unsere Chauffeuse nach Hause war.

Positiv dieses Mal: gut gelaunte Starter, keine "Schickeria" mit herablassenden Sprüchen, tolle Anfeuerung an der ganzen Strecke.

Negativ: die Schnelleren dachten wohl "nach uns die Sintflut". Leere Pappbecher einfach mitten auf die Straße, statt wenigstens an den Straßenrand, machten das Passieren der Verpflegungsstellen zu einem glitschigen Hindernislauf. Und im Ziel haben diese "netten" Kameraden und Kameradinnen dann schon alle Getränke außer Wasser abgeräumt, laut Aussage einer Helferin nahmen viele sich bis zu 5 (!) Flaschen Adelholzner Schorle. 

Und was ich gemerkt habe: so lange Strecken nur Asphalt mag ich nicht mehr, und meine Beinchen schon zweimal nicht. Die wenigen Abschnitte über Parkwege waren reinste Erholung!

Hier noch die Vorher-Nachher-Bilder: 



 Das Ergebnis, nun ja, schönreden kann ich es nicht. Obwohl es der erste Lauf über diese Distanz seit 2 Jahren war. 2:35,35 ist ihre langsamste HM-Zeit ever. 1.586ste von 1.903 Startern, 32ste in ihrer AK von 48. 

Frauchen, das muss besser werden! Sowohl was die Zeit als auch, was die Verpflegung für den Coach betrifft!

Bis bald, Euer Iwan 

 

 

 

Donnerstag, 20. August 2026

Werbung wörtlich genommen

Hallo Leute,

nennt mich Wortklauber, aber ich rege mich zur Zeit wieder mal sehr über TV-Werbung auf. Kennen diese Marketing-Fuzzis, die die Texte schreiben, eigentlich die Bedeutung der Worte, die sie da texten?

1. TV-Werbung für Gazetten wie "Bild der Frau", "Tina" oder "Neue Post" 
Da reden die immer von "die und die Themen sind drin", und dann "mit leckerem Zwetschgenkuchen" oder "mit Apfelkuchen" ... Ja, und wenn ich dann im Laden das Heft durchblättere, ist da mitnichten ein Kuchen drin. Sondern ein Rezept für einen Kuchen. Das ist doch für so ein Kuchen-Leckermaul wie mich ein großer Unterschied. Oder etwa nicht?

2. Der Rinti-Spot für Hundefutter
Kennt Ihr? Den mit "Rinti Kennerfleisch". Da frage ich mich immer "was zum Geier ist Kennerfleisch"? Rindfleisch kenne ich. Schweinefleisch auch. Aber "Kenner"? Ist das eine besondere Geschmacksrichtung, ist die bei Hunden besonders beliebt? So a la "Katzen würden Whiskas kaufen"? Kennende Hunde würden Rinti kaufen? Dann hätte ich doch eher "Gourmetfleisch" getextet. 
Oder ist das gar Fleisch von Kennern? Also Menschenfleisch?

Fragen über Fragen. 

Bis bald, Euer Iwan 

Dienstag, 11. August 2026

Achensee: da kam was ganz Seltenes vom Himmel!

 Hallo Leute,

nachdem dieses Jahr weder Karwendelmarsch noch Achenseelauf auf unserer Liste stehen, waren wir dieses Jahr schon Anfang August 5 Tage am Achensee. Frauchen wollte ein bisschen Berglauf trainieren, und auch ein oder zwei längere Bergtouren machen.

Ja, Pustekuchen. Während hier im heimischen Franken die Natur dürstet und verdörrt, gab es am Achensee von 5 Tagen 4 Tage instabile Wetterlage mit nachmittags / abends Gewittern und Dauerregen. Wir wussten ja schon gar nicht mehr, was da vom Himmel auf uns herabfiel! Also nix geplante größere Bergtouren.


Dafür 1 langer Lauf, 16 km, bei Bärenhitze am See entlang. Zwei mittlere Distanzen, einmal flach, einmal Hälfte konstant ansteigend hoch, konstant "Gib Gummi" runter. Und einmal, hehehe, konnte ich sehen, wie schnell ordentlich platschende Regentropfen ein wasserscheues Frauchen machen! Bisheriger Rekord auf der Hausrunde (4,1 km, 150 Höhenmeter, dabei 1,4 km flach, Rest über Stock, Stein, Wurzeln): 32,5 min. Neuer Rekord: 31 min.

Kleinere Wanderungen und ein kleinerer Gipfel (Zwölferkopf) waren dann doch noch drin:


Und ich habe mich mit meiner Lieblingsspeise versorgen können:


Nach Hause haben wir zumindest ein kleines Gewitterchen mitgenommen - als Mitbringsel für die Natur hier. Ansonsten weiterhin kein Regen in Sicht. Ich hätte ja nie gedacht, dass wir uns mal danach sehnen würden ...

Bis bald, Euer Iwan 

 

Sonntag, 2. August 2026

Unruhiger Geburtstagsmonat

 Hallo Leute,

ich melde mich heute ganz kurz, um zu sagen: ja, es gibt mich noch (Frauchen auch). Aber wir haben so viel um die Ohren, dass wir kaum zum Luftholen kommen. Daher erst demnächst wieder mehr Berichte.

Aus dem ganzen Stress habgen wir nur eines gelernt: Laufen hilft. Stressabbau. Abschalten. Kleine Auszeit. Danach quillt das Mailpostfach, der WhatsApp-Eingang und die Rückrufliste wieder über. Aber während des Laufs. Ruhe. Allein mit der Natur.

In dem Sinne: 

bis bald, Euer Iwan 

 

Dienstag, 30. Juni 2026

Gedünstet im eigenen Saft: Lenggries 2026

Hallo Leute,

wenn ich nicht schon einen blauen Anzug tragen würde, wäre ich nach dem diesjährigen Lenggries-Urlaub "Iwan blau gedünstet".  Pünktlich zum Beginn der Hitzewelle reisten wir an. Und pünktlich zum Ende fuhren wir wieder heim. 

Dazwischen war es angenehm warm. Wenn man tropische Hitze mag ... Frauchen ist leider nicht mehr so hitzeresistent wie früher. Und wenn sie beim Morgenlauf schon gefühlte 30 Grad im Schatten hatte (bei wenig Schatten), dann war es halt leider nix mit den geplanten langen Läufen. Einmal 90 min. sonst max 1 Stunde. Und meist die gleiche Strecke zwischen Lenggries und Arzbach, einmal linksrum, einmal rechtsrum - da gab es wenigstens den meisten Schatten.

Als pflichtbewusster Coach, der auf sein Laufmaterial achtet, habe ich daher umdisponiert und sie Berge hochwandern lassen. Und wieder runter. Ordentlich Höhenmeter schrubben, das stärkt auch Knie und Oberschenkel. Und wie ich mit großem Entzücken feststellen konnte, schafft sei immer noch / schon wieder die 700 Höhenmeter hinter unserer Pension auf die Hochalm hoch in 67 min. Hier der Blick von oben runter, eines der Häuser ist unsere Pension. Und wenn die Kamera besser wäre, könntet Ihr mich sogar auf dem Balkon entdecken! 

Weitere Touren waren: Tölzer Hütte / Scharfreiter:

 





Hier zwei Gemsensuchbilder:  


Höhenweg vom Brauneck zur Jachenau:

 



und der Klassiker, der Steig am Achensee, hin und retour.

 



 Herrchen verlustierte sich meist an und in der Isar. Ihm war es zu warm. Und ich armer Bär habe auf viele Leckereien gehofft, wurde aber schmerzlich entttäuscht. Kein einziges Mal Kässpatzn. Kein einziges Mal Spinatknödel. Genau 1 Stück Kuchen, das ich mir sogar mit meinem Kumpel Trello teilen musste!  

Und nur einmal Kaiserschmarrn, von dem ich nichts abbekam. Frauchen meinte, er wäre recht wohlschmeckend gewesen, hätte aber wie Beton im Magen gelegen. Naiv wie sie ist hat sie keinerlei Zusammenhang mit 38 Grad (im Schatten, den es selten gab) und Rückwanderung von 1 Stunde gesehen.

Positiv also: Knie hielt. Berg hoch, Berg runter. Kondition wurde leider nicht ausgebaut, muss jetzt hier erfolgen. Und das Wetter war 10 Tage Sonne, abends bis 22 Uhr auf dem Balkon chillen, nie eine Jacke mitnehmen müssen (auf Bergtouren natürlich für Notfälle dabei, aber sonst nicht) ....

Tja, und nun steht mit dem Juli der Geburtstagsmonat an. Für Herrchen, für Frauchen, für mich ...

Bis dahin

Euer Iwan 

 

Montag, 1. Juni 2026

Achensee: von winterlich bis sommerlich in 7 Tagen

Hallo Leute,

wir waren mal wieder am Achensee in Tirol. Traditionell im Mai fahren Frauchen, Oma, mein Kumpel Trello und ich - Herrchen passt derweil auf die Möbel auf. 

Oma wird inzwischen bald 89 Jahre, hat 3 Oberschenkelhalsbrüche und 1 Lendenwirbelbruch hinter sich. Die ersteren 3 hatte sie gut weggesteckt, der letzte brachte ihr dann das "Draußen-sicher-gehen-nur-noch-mit-Rollator" ein. Steinbocksichtungen inklusive, seht Ihr sie?


 Ansonsten kann ich nur sagen, ich bin ja schon viel gewöhnt am Achensee. Und das Wetter versucht es jedes Mal noch zu toppen. Ich sage nur "Eisheilige". Das Auto und die jeweiligen Koffer waren voll - von Winterklamotten über Übergang bis Sommer alles dabei. Gut, dass ich nur Pelz und meinen Jogginganzug brauche!

Am Ankunftstag Regen. Der knapp oberhalb des Ortes in Schnee überging. Also hieß es für Frauchen "ab aufs Laufband". Schließlich muss ich ihr ja guten Gewissens die schmackhaften Kalorien dort gestatten können! Hüstel, mein Anzug sitzt nach dem Urlaub auch immer etwas spack. Es gab zwar nur einmal Kaiserschmarrn, aber dafür mehrfach Kässpatzn und auch Kuchen. Nun ja. 

Ihr seht die missmutigen Gesichter von Trello und mir, Tag 2? Achtet mal auf den Berg im Hintergrund (Feilkopf, 600 sehr steile Höhenmeter). Ihr seht den Schnee?

Am letzten Tag wanderte Frauchen dann schweißtreibend dort hoch. Das Wetter war inzwischen von den ersten Tagen mit Anorak und Handschuhen zu Shirt übergegangen ...

Nun schaut, wie es dort aussieht, wenn der Schnee weg ist:




Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse, die Damen sind jeden Tag (bis auf einen komplett verregneten) gewandert und Frauchen dann noch gelaufen. Knie hält, mein zurückhaltendes Aufbautraining wirkt also.

Oma plant übrigens schon, wo sie nächstes Jahr hin wandern will - Ziele muss der Mensch haben!

Bis bald, Euer Iwan 

Montag, 4. Mai 2026

Innsbruck zum IATF, aber ohne uns

Hallo Leute,

letztes Jahr verhinderte mangelndes Training den Start beim Innsbruck Trail Festival. Also habe ich Frauchen im Oktober gleich für dieses Jahr angemeldet, wieder die 27-km-Distanz (euphemistisch "Halbmarathon" genannt). Und weil wir ganz sicher fahren wollten, und ganz sicher nicht nochmal so ein Pech haben würden, hat Frauchen das Hotel ohne Stornomöglichkeit gebucht. 

Tja. Böser Fehler. Erst kam irgendso ein komischer Infekt. Trainingsrückstand zu Jahresbeginn. Also habe ich als vernünftiger Laufcoach (ja, bin ich wirklich, die Unvernünftige bei uns ist Frauchen, ganz ehrlich ...) umgemeldet auf den Rookie Run (17 km, leider sehr despektierlicher Name, denn Frauchen durfte diese Strecke auch schon zweimal "genießen").  Kosten 30 Euro. Zusätzlich zu den schon recht heftigen Startgebühren (habe ich verdrängt, ich glaube, es waren 49 Euro bei Anmeldestart) und den 15 Euro fürs Bus-Shuttle zum Start. Und das sehr schöne Laufshirt aus der "Austrian Wildlife"-Serie kostet inzwischen auch schon 35 Euro ... ja, natürlich kann man mit Recht fragen, warum man so dämlich sein muss und das auch noch kauft. Aber - ich sage nur: Bärenmotiv!

Ende Januar wieder mit dem Lauftraining gestartet. Und übertrieben. Bekanntlich ja dann der Meniskusschaden. Wieder 6 Wochen aussetzen. Um dann ganz langsam wieder ins Training (flach! langsam! keine Unebenheiten!) einzusteigen.  Ja, wir haben unsere Lektion gelernt.

Nur, was war mit Innsbruck? Alles in den Wind schießen?  Dafür war es dann doch zu teuer. So sind wir halt Freitag nach Innsbruck gestartet. Und hatten ein eigentlich wunderbares Hochsommer-Wochenende Anfang Mai.

Keine Wolke am Himmel. Temperaturen bis knapp 30 Grad. Lecker Kaiserschmarrn, Spinatknödel, Schlutzkrapfen. 


Der einzige Wermutstropfen: die ganzen Läufer zu sehen, mit Kontrollbändchen am Handgelenkt, mit Startnummer, später am Samstag dann mit Medaille, oben an der Hungerburg beim Durchlaufen ... das war schon hart. 

Langer Spaziergang am Freitag. Am Samstag entschied sich Frauchen, morgens laufen zu gehen. Und zwar vom Innenstadt-Hotel quer rüber zur Innbrücke, dann links Richtung Flughafen / Kranebitten. Auf meinem Plan für sie standen 11, maximal 12 km. Der ausgeschilderte "Promenadenweg" sollte 10,2 km haben. Ginge sich also aus, meinte Frauchen. Nur dass sie je 1,5 km zum Startpunkt und zurück hätte, hat sie irgendwie vergessen zu erwähnen. Plus man musste ja unbedingt nochmal einen Steg hochlaufen, und diese Wendung da auch noch mitnehmen ... lange Rede, kurzer Sinn: traumhafte 13,88 km bis Kranebitten und zurück, alles blühte rundum, tolle Aussichten auf alle Berge rundherum, und (leider) beim Wendepunkt auch direkt auf die IATF-Verpflegungstelle in Kranebitten. 

Mittags dann mit der Nordkettenbahn hoch zur Hungerburg, und von dort aus mit Herrchen erst zur Arzler Alm, dann zur Umbrüggler Alm gewandert. Menschenmassen unterwegs, viele Mountainbiker, und ganz viele Läufer mit so komischen Startnummern vornnedran - sah fast aus, als ob da ein Rennen stattfände, hehehe. Frauchen schluckte ein paar Mal, feuerte dann aber eifrig an. Und wir überlegen schon fürs nächste Jahr ... irgendwie juckt es sie doch noch. Trotz der hohen Preise bim IATF.

Die gute Nachricht: das Knie hielt. Also weiter mit dem Aufbauprogramm, wir wollen ja auch mal wieder auf die Trails und hoch/runter.

Wir wären gern noch ein paar Tage geblieben, bei dem Wetter und dieser Speisung sowieso, aber die Arbeit hat Frauchen gerufen. Für Sportler ist Innsbruck aber auf jeden Fall eine Reise wert!

Bis bald, Euer Iwan 


Dienstag, 14. April 2026

Danke, Klärchen, für viele Jahre Freude

 Hallo Leute,

heute oute ich mal Frauchen: sie war Klärchens Tipperin. Wer Klärchen ist? Laut Frauchen der freundlichste, neugierigste, tapferste kleine Hund der Welt. Bürohund, Agenturhund, Familienmitglied, Freudebringer, Cleanup Dog. Ich hatte die Ehre, sie vor ein paar Jahren mal interviewen zu dürfen. Nun musste sie leider und sehr überraschend über die Regenbogenbrücke gehen.

Frauchen kannte Klärchen schon seit ihrer Welpenzeit. Denn schon damals kam sie mit ins Büro oder zu Terminen. Klärchen war auch oft tageweise bei uns, bei Frauchen dann im Home Office (aka "Zweitbüro" für Klärchen) oder mal am Wochenende, wenn sie nicht alleine zuhause bleiben konnte. Ihr Bluesky-Account quillt nun über vor Trauerbekundungen - das hat sie auch verdient. Denn sie brachte Freude und Spaß, wo immer sie war. Hier ein paar Episoden, ich übergebe mal an Frauchen.

Das hier schreibe (tippe) ich unter Tränen. Als ich das erste Mal hörte, dass der Chef unserer Marketingagentur und seine Frau sich einen Hund zulegen wollten, war ich als Hundefreund begeistert. Ich bin schon mit vielen Hunden Gassi gegangen, ein eigener Hund war aus verschiedensten Gründen nie möglich. Aber eine französische Bulldogge? Ein "Sofakissen" mit Fell? Mann, da hatte ich mich aber gewaltig getäuscht!

Denn da kam ein quirliger Welpe an. Der sich mit dem ganzen Körper freute (was sie übrigens bis zuletzt immer wieder zeigte, egal ob Freunden, Postboten, Handwerkern, Agenturkunden ... das ganze Klärchen wedelte, wackelte, quirlte sozusagen). 

Wir hatten eine Besprechung mit einem externen Berater. Der äußerst unsymphatisch war, und dessen Vorschläge uns Eingeladenen extrem missfielen. Bis auf den Entscheider, der war begeistert. Wir anderen alle wollten das Projekt kippen. Klärchen tat ihr Bestes: sie saß in ihrem Körbchen an einer Wand im Besprechungszimmer, welpensüß, alle waren abgelenkt und schauten zum Ingrimm des Externen eher auf sie als auf seine Präsentation. Und dann legte sie richtig los: ein Quietsche-Spielzeug wurde malträtiert. "Quiek Quiek Quiiiiiiek" ging es die ganze Zeit. Wir freuten uns, denn der Berater kam immer mehr aus dem Konzept, schoss irritierte Blicke, verhaspelte sich, und irgendwann sagte dann der Entscheider: nein, so hat das keinen Sinn. Machen wir nicht. Yes, Danke, Klärchen!

Das mit dem besonders enervierenden Quieki machte sie übrigens sehr gern bei ihr unsymphatischen Menschen, so hat sie einmal einen Kollegen, der Hunde nicht mochte, im Büro ausdauernd damit malträtiert. Als ob sie es gezielt gemacht hätte ...


 Ein paar Monate später war sie mit auf einem Außentermin. Grundstücksbesichtigung für ein größeres Bauprojekt. Verwildertes Grundstück. Klärchen ohne Leine zog ihre Kreise. Kam irgendwann "wohlduftend" zurück – sie hatte anscheinend ein verrottendes Tier gefunden und sich darin gewälzt. Die Heimfahrt im Auto mit dem einparfümierten Klärchen ("Eau de Würg") zog sich. Nasenklammern wären sehr willkommen gewesen.

Als ich in der Agentur anfing, war sie gut 1,5 Jahre alt. Ich bin jeden Mittag mit ihr raus, das bekam ihr und mir gut. Nur manchmal wurde es peinlich: ich hatte den neugierigsten Hund der Welt an der Leine, gleichzeitig einen vollkommen hemmungslosen. Offene Gartentür? Nichts wie rein. Offene Haustür am Trottoir - gucken wir doch mal, was hinter der Tür ist. Offener Kofferraum? Stellen wir uns doch mal penetrant dahinter und starren, was dort drin liegt ... 

Klärchen hatte ja die Welpenschule besucht. Und war auf Sichtkommandos trainiert. Das hieß: Vor einer Straßenüberquerung am Bordsteinrand sitzen. Warten, bis der Fingerzeig zur Straßenüberquerung kommt. Dann erst los. Ihr Herrchen meinte, sie kriegt Leckerli nach Sitz als Belohnung. Fand ich unlogisch. Sie sollte ja das Sitz mit dem Überqueren verbinden. Also gab ich Klärchen danach ihr Leckerli. Resultat: Rüffel für mich, weil Klärchen ihr Herrchen nach dem Sitz und kein Auto gesehen mit Kängurusprüngen über die Straße zerrte, als er gerade nach dem Leckerli kramte!  

Apropos Leckerli. Einmal, als Klärchen wieder den ganzen Tag bei uns war, konnte ich nicht zur gewünschten Zeit Gassi gehen. Also meinen Mann mit Klärchen rausgeschickt und instruiert, dass sie immer bei Straßenüberquerungen Sitz machen soll und dafür ein Leckerli kriegt. Ich vergaß den Zusatz "nicht immer". Als beide zurückkamen, sah Klärchen sehr mit sich zufrieden aus. Mein Mann wollte von mir wissen, ob der Hund immer so kreuz und quer über die Straße rennen wolle? Und der Leckerli-Beutel war leer. Klärchen hatte schnell spitzgekriegt, dass er ihr immer ein Leckerli gab - und zog ihn dementsprechend alle 10 Meter auf die andere Straßenseite ...

Auch die Kunden der Agentur liebten Klärchen (jedenfalls die meisten). Einmal war ihre Anwesenheit explizit bei einem Geschäftstermin in Frankfurt gewünscht. Als wir ankamen, war die Begeisterung groß. Und Klärchen sehr aufgeregt, begrüßte alle voll Begeisterung, erntete ganz viel Entzückungslaute. Und stürzte sich gleich auf die ihr entgegen gehaltenen Leckerli. Bevor wir reagieren konnten ... denn sie sollte sich lieber erstmal beruhigen nach Autofahrt und Begrüßung. Es kam, wie es kommen musste: Klärchen kotzte gleich mal auf den Teppichboden im edlen Büro. Was ihr glücklicherweise keiner übel nahm. 

Im Winter vor 2 Jahren fing es mit ihren Augen an. Ein Gendefekt, kein Ergebnis dieser Bully-/Mops-Qualzuchten. Wobei Klärchen explizit nicht aus einer solchen Zucht kam, sie hatte eine etwas längere Schnauze und einen kleinen Schwanz. Jedenfalls, der Augendruck war so erhöht, dass sie erst auf dem einen Auge blind wurde und es wohl ziemliche Kopfschmerzen verursachte. Also das Auge entfernen lassen - das andere sollte nicht betroffen sein. Für Hunde ist Einäugigkeit kein Problem. Nur dass das andere Auge dann auch betroffen war. Seit 2 Jahren hatte Klärchen also keine Augen mehr. Und kam tapfer damit zurecht. Statt Sicht- gab es nun Akustik-Signale. Sie verstand sehr schnell "Stopp", "Achtung" und ich hatte sie sogar auf "links" und "rechts" geeicht. Manche Sachen gingen nicht mehr: so wollte sie z.B. nicht mehr auf meinem Schoß während der Bürozeit liegen und schlafen, das hatte sie früher gern gemacht. Wahrscheinlich war ihr das zu schaukelnd. Aber beim Sessel war sie sofort da! So haben wir viele Stunden, ich lesend oder TV guckend, sie schlafend, verbracht. 

Draußen beim Spazierengehen war sie nun vorsichtiger, aber wenn sie Spaß hatte, ging es flott dahin. In der Wohnung navigierte sie sicher durch die Flure, um das Sofa herum, in die Küche usw. Ein tapferer kleiner Bully. Allein bleiben konnte sie seit dem Verlust ihrer Augen nicht mehr, daher war sie dann noch öfter als früher bei uns. 

Für Ende Mai war eine ganz Woche bei uns eingeplant. Dazu kam es nun nicht mehr. Sie wird nicht nur mir und ihren Menschen sehr fehlen. Sondern auch ihren Followern erst auf Twitter, dann auf Bluesky. Die Reaktionen zeigen, wie sehr Klärchen allen ans Herz gewachsen ist, wie viel Freude sie ins Leben gebracht hat. Ich hoffe, Klärchen kann sich jetzt unbeschwert auf der grünen Wiese im Hundehimmel wälzen.

So, Frauchen, das reicht jetzt. Hör bitte auf zu weinen, sondern freue Dich lieber über die vielen Jahren, die Du Spaß und Freude an Klärchen hattest. Auch als ihre Tipperin, sich jede Woche ein Rätsel ausdenken, sich in einen Hund bzw. einen Bürohund hineindenken ... nun kannst Du Dich voll und ganz auf meinen Bluesky-Account konzentrieren. 

Und ich mich darauf, Frauchen wieder fit für die Trails zu kriegen! Erste kurze Läufe gehen schon wieder.

Bis bald Euer Iwan
 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Mittwoch, 25. März 2026

Tegernsee - ohne Laufschuhe

Hallo Leute,

Frauchen ist einfach nur peinlich! Und als ich ihr das an den Kopf warf, hat sie sich doch glatt geweigert, für mich zeitnah meinen Bericht vom Wochenendtrip an den Tegernsee zu schreiben ... ohne Worte.

Ihr wisst ja: sie hat Knie. Genauer gesagt, hat ihr linkes Knie einen Meniskus. Und der hat Einrisse. Also die ganze Zeit kein Laufen, sondern viele Kräftigungsübungen, Beweglichkeitsübungen und halt eben das erste Mal seit über 20 Jahren ohne Laufsachen in die Berge gefahren.

Freitags war das Wetter noch toll:

 




Das nutzen natürlich auch viele Läufer, die in kurz / kurz unterwegs waren, Mitte März. Und dann wurde es sooooo peinlich. Frauchen seufzte eigentlich jedem Läufer, jeder Läuferin hinterher. Guckte neidisch. Und das so "un"auffällig, dass einige doch sehr verwundert auf Frauchen guckten. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken! Es gibt doch echt Schlimmeres auf der Welt.

Außerdem habe ich Frauchen erst einen Vortrag gehalten, dass sie ja mit über 20 Jahren Laufen ohne ernsthafte Verletzung sehr gut weggekommen ist. Danach habe ich sie ein ziemlich großes Brezn-Schnitzel verspeisen lassen, das hob die Laune doch etwas:

 

Samstag schlug das Wetter dann um, Sonntag früh lag eine dünne Schneeschicht. Da fiel es uns nicht so schwer, die Berge wieder zu verlassen. Aber wir kommen wieder – und dann hoffentlich auch wieder mit den Laufsachen!

P.S. Erwähnte ich übrigens, dass wir auf dem Wochenmarkt von Gmund einen Stand aufgetan haben, der sagenhaft selbst zubereitete Spinatknödel für daheim anbietet? Jetzt fahren immer ein paar Packungen mit nach Hause ....

Bis bald Euer Iwan