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Dienstag, 9. September 2025

Das wars dann mit uns, Achenseelauf!

 Hallo Leute,

ich bin verärgert. Sehr verärgert. Über die Organisatoren beim Achenseelauf.

Aber der Reihe nach. Anfang der Woche hat sich Frauchen nochmal eine kleine Erkältung eingefangen. Mittwoch sind wir dann wieder an den Achensee gefahren. Gewohntes Zimmer. Gewohnte Umgebung. Donnerstag kleine Wanderung mit 500 Höhenmetern, Frauchen hielt sich zu meinem Erstaunen ans Tapern, auch nur ein klitzekleiner Hoch-Runter-Wurzelpfad-Lauf danach.

Freitag schüttete es, und es wurde ungemütlich kalt. Und ja, ich habe schon den ersten Schnee der neuen Saison gesehen. Brauch ich nicht. Will ich nicht. War aber auch schnell wieder weg. Spätnachmittags dann der Schock. Mail vom Veranstalter des Achenseelauf mit "letzten Infos". Unter anderem: Zeitlimit 11:45 Uhr in Achenkirch. Was???

Früher gab es ja auch schon ein Zeitlimit, aber das war bei 12 Uhr. Also 2 Stunden. Die erste Teilstrecke bis Achenkirch sind knapp 15 km, ein bißchen wellig, aber Parkwege oder Asphalt. Also was fürs Tempomachen. Ab da dann rund 8,5 km sehr trailig, enger Pfad, steil Auf und Ab. Sprich Frauchen musste immer sehen, halbwegs kräftesparend nach Achenkirch zu kommen, und hat dann auf der zweiten trailigen Teilstrecke ordentlich Läufer eingesammelt. Weil die ganzen Nicht-Trailrunner dort ihre Schwierigkeiten haben. 

Das Ärgerliche war, dass dieses neue Zeitlimit erst in der Mail 1,5 Tage vor Start genannt wurde. Sonst hätte ich Frauchen gar nicht erst angemeldet. Denn sie hat immer so 1:35 bis 1:40 bis Achenkirch gebraucht, letztes Jahr sogar 1:42. Und da sie weit hinten im Feld startet, waren es auch immer schon 2 min plus, bis sie über die Startzeitmessung kam. Bei Nettozeitmessung ja vollkommen in Ordnung, aber nicht bei fester Uhrzeit in Achenkirch!

Lange Rede, kurzer Sinn: es wäre knapp geworden, sehr knapp, und auf dem zweiten Teilstück, für das sie immer so etwas über 1 Stunde braucht, haben sie 2:15 Stunden Zeit gelassen! Vollkommen idiotisch. Frauchen hat natürlich bei der Startnummernausgabe nachgefragt: Ja, das wäre richtig so, sie würden das Zeitlimit ernst nehmen, denn wer dann nicht da wäre, würde auch den Rest nicht packen. Auf ihren Hinweis, dass sie (neben vielen anderen) es nun schon 10 mal gepackt hatte - "ist halt so, musst Du halt schneller laufen". Unverschämtheit. Man hätte für sich weiterlaufen können, aber nicht mehr an an die Verpflegungsstationen gehen, keinen Anspruch mehr auf Bergrettung / Sanitäter (nicht dass ich das für Frauchen wünschte, aber falls was gewesen wäre), keine Medaille, keine Klassierung. Und dafür hat sie, wenn ich mich recht erinnere, rund 50 Euro Startgebühr hingelegt.

Wie gesagt, so kurzfristig ist das offen gesagt einfach nur unverschämt. Wir haben kurz beraten, aber ich kenne mein Frauchen. Sie will Spaß am Lauf haben. Und wenn sie 1:45 Stunde auf die Uhr schielen muss, und rechnen muss, ob sie den Cut off schafft - neee, das ist alles andere als lustig. Und ja, viele Schnellere können jetzt sagen: Mann, ist die lahm. Einen 7er-Schnitt kann doch wohl jeder laufen! Ja, Frauchen ist langsam. Aber stetig. Und läuft halt so ein Tempo auch in kupiertem Gelände. Wie gesagt, sie hat jedes Jahr auf dem zweiten Teilstück noch ordentlich Plätze und Zeit gut gemacht.

Also haben wir beschlosen. dass sie nicht startet. Und stattdessen von Pertisau aus zur Gramaialm und dann noch ein Stückchen Richtung Lamsenjoch läuft. Eine herrliche Strecke, tolles Bergpanorama, auch 2:18 Stunden unterwegs gewesen. 3 andere Trailrunner getroffen. Sie hatte kein Handy dabei, deswegen hier Fotos vom Mai von der Gegend:

 

Der Kaiserschmarrn danach war also wohlverdient.

Putzig war wieder unser kleines Ritual am Tag vor dem Lauf (Karwendelmarsch oder halt seit 2010 immer wieder der Achenseelauf): Minigolf in Maurach. Die Menschen gehen rein, der Betreiber guckt hoch und sagt "ach ja, ist ja Achenseelauf ..." Welch Erinnerungsvermögen, sie kommen nur einmal im Jahr dorthin. Und wie immer bei solchen Ritualen: Frauchen hat krachend verloren.

Nun ja, der Achenseelauf hat also eine treue Starterin verloren. In der Anfangszeit sehr familiär, mit Ziegen im Wagen, die vorneweg gefahren wurden. Und nun der Versuch, mit möglichst vielen Strecken und Regeln das Ganze aufzublähen. Schade.

In zwei Wochen gehts wieder in die Berge, dann die 10 km beim Isarlauf. Hoffentlich führen sie da nicht auch ein Zeitlimit ein ....

Bis bald, Euer Iwan 

 

 

Donnerstag, 29. Mai 2025

Achensee - ohne Kaiserschmarrn

 Hallo Leute,

ich melde mich zurück aus dem Urlaub. Ein paar Tage verspätet, aber ehrlich gesagt musste ich mich von diesem "Urlaub" erstmal erholen!

Stellt Euch das mal vor: kein Kaiserschmarrn für mich armen hungrigen Bären, Keine Kässpatzn. Keine SpinatKnödel. Meine "3 K" fielen dieses Jahr aus. Ein Drama. Dafür bekam ich ein neues K: Iwan als Krankenschwester. Erst wollte Frauchens Mageninhalt eines Nachts unbedingt wieder ans Licht, danach 1 Tag komplett Nahrung verweigert, zwei Tage später folgte Omas Magen diesem Vorbild. Und ohne Nahrungszufuhr auch keine gute Wander- oder Laufleistung, das weiß der dümmste Bär!

Wettertechnisch war es halbwegs o.k., bis auf einen Tag Dauerregen trocken, also nur einmal Laufband für Frauchen. Das vierte K, nämlich Frauchens Knie, hielt erfreulicherweise. Hier ein paar Impressionen: 

 




 


Am letzten Tag wanderte Frauchens nachmittags noch schnell auf den Zwölferkopf hoch. Mit zwei unangenehmen Erlebnissen:

  • ein wunderschöner Steig geht hoch von Pertisau, Single Trail, Waldpfad ... um kurz vor dem Gipfel und der Bergbahnstation in einen nun frisch angelegten sehr breiten geschotterten Forstweg zu münden, für den nochmal ordentlich Wald gerodet wurde! Grund: man wolle den Rundweg nun komplett kinderwagenfreundlich gestalten. Der ist schon mit diversen Plastik-Alpentieren verunstaltet. Und nun das! Was kommt als nächstes? Asphaltieren, damit die Hochgefahrenen dort auch mit E-Scooter rumfahren können? Das sind Berge und keine Eventarena, keine Flaniermeile!
  • Beim Hochwandern hatte sie ein bißchen Sonne, oben angekommen sah man die nächste tiefschwarze Schauerfront anrücken. Also flugs die Karte für die Seilbahnfahrt runter gekauft (Knie schonen!) und rein. Die Karwendelbergbahn besteht aus jeweils 5 hintereinander hängenden kleinen Gondeln, in denen man sitzt. Frauchen allein in der letzten, nur in der ersten waren auch noch zwei Leute. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke kamen heftige Windböen, die Bäume im Wald bogen sich. Und die Gondeln fingen an zu schwingen. Immer mehr zu schaukeln. Amplitude geschätzt 1 Meter, wenn nicht mehr. Frauchen wurde es ganz anders. Die vor ihr nach links, wenn Frauchens rechts war. Und nun Frauchens wieder nach links, da kam nur leider gerade der nächste Träger. Und stellt Euch Frauchens sehr starren, halb panischen Blick vor, als ihre Gondel gefühlt circa 15 cm nah an den Träger rankam! Bis runter hatte sich der Wind beruhigt, aber sie wusste ja nicht, wie weit diese Gondeln noch schwingen können .. oder beim nächsten Träger dann drandonnern? Da sitzt man hilflos im Innenraum und kann nur zugucken. Die anderen beiden Leute aus der ersten Gondel waren auch ziemlich blass und geschockt von dieser Fahrt ...

Ihr versteht also, warum ich mich etwas von diesem "Urlaub" erholen musste?

Bis bald, Euer Iwan 

 

 

Dienstag, 10. September 2024

Achenseelauf 2024 - der Kaiserschmarrn war unverdient

 Hallo Leute,

ich bin frustriert. Ernüchtert. Das Minimalziel für unsere (wenn ich richtig gezählt habe) 11. Teilnahme am Achenseelauf war "unter 3 Stunden", Bisher hatte Frauchen immer zwischen 2:52 und 2:58 Stunden gebraucht .... ich war ja ehrlich gesagt sowieso skeptisch, die Vorbereitung verlief jetzt nicht so dolle. Andererseits war ich doch zuversichtlich: wenn Frauchen die ersten 14 km bis Achenkirch halbwegs in time bewältigt, dann wäre der Steig für sie als tranierte Speedhikerin ein Kinderspiel.

Aber erstmal von vorn. Mittwoch sind wir angereist. Donnerstag hat Frauchen das Tapern wieder "Tabern" geschrieben. Nämlich "Traben auf Berg". Ziemlich steile und technische Wanderung hoch auf den Ochsenkopf, da geht man vom Weißenbachsattel rechts hoch, oben auf dem Grat dann statt links zum Stamser Joch rechts rüber zum Ochsenkopf. Tja. Die ganze Zeit im Aufstieg schöner Sonnenschein. 



 Blick über den Grat runter ins Inntal:

Im Original sah das noch viel schwärzer aus. Also wieder runtergewetzt. Das Wetter hielt aber. Freitag noch eine kleinere Wanderung, Samstag dann der obligatorische Spaziergang nach Maurach zum Minigolfspielen. Der Betreiber erwartete die Menschen schon, er weiß ja, dass sie jedes Jahr am Tag vor dem Lauf kommen. Frauchen hat wieder krachend verloren. (Falls es die Zensur in Form von Herrchen durchlässt: Donnerstag hatten sie schon auf dem neuen Minigolfplatz in Pertisau gespielt, da hat Frauchen gewonnen!) Danach war Frauchen bei der Startnummernausgabe und traf sich dann noch mit einer Bluesky-Bekannten aus Wien, die auch startete. Ich inspizierte zwischenzeitlich das Startersackerl: Nudeln, o.k. immer gern genommen. Und endlich mal ein Stirnband, wir haben ja erst rund ein Dutzend ... 

Falls jemand von den Sponsoren das liest: bitte bitte mal was anderes.Die ersten Jahre gab es ein Sun Shield, ein Laufshirt, ein Buff - alle drei sehen wir regelmäßig bei anderen Läufen, bzw. nutzt Frauchen auch sehr gern. Aber die ganzen Stirnbänder, die kann sie gar nicht alle anziehen ...

Die Wettervorhersager für den Lauftag verhieß: das warme Wetter sollte noch bis nachmittags durchhalten, dann Umschwung. Hier ein paar Impressionen vom See:


Start wie immer 10 Uhr. Wir um fünf vor 10 da. Start auf 10:15 Uhr verlegt, weil Rindviecher (zweibeinige) mit Rindviechern (vierbeinigen) Almabtrieb auf einem Teil der Laufstrecke gemacht hatten. Und diese gereinigt werden musste .. die bräunlichen Überreste sahen die Läufer zwischen Buchau und Achenkirch noch sehr schön.

Frauchen lief also los, wir feuerten sie noch kurz an und setzten uns dann ins Auto, um unsere übliche Supportstelle in Achenkirch einzunehmen. Frauchen trabte munter fürbass, bis km 10 lag sie sehr gut im Zeitplan. Um dann einem menschlichen Bedürfnis nachgeben zu müssen, glücklicherweise gab es am Badestrand Seehofkapelle öffentliche und kostenlose Toiletten. Dixies standen nämlich im Gegensatz zu früheren Jahren keine mehr parat. Also Zeit verloren. Ich war schon ziemlich unruhig, bis sie angehoppelt kam. Runder Laufstil sieht anders aus. Aber 1:42 Stunden war sie dieses Jahr auch noch  nicht so oft durchgelaufen ... Herrchen reichte erst die Cola light für ein paar Schlucke, dann die zweite Wasserflasche für die zweite Hälfte. Ich quiekte sie aufmunternd an, denn sie war nun schon 4 Minuten über der Marschtabelle!

Zweiter Teil, der Steig: normalerweise ihr Metier! Dieses Mal hing sie aber hinter einer 12er-Gruppe, und kam und kam nicht vorbei. Was ätzend ist, nicht das eigene Tempo laufen / gehen zu können, und Sekunde um Sekunde zu verlieren, nur weil Sturköppe nicht einsehen, dass sie kurz beiseite treten sollten. Jedenfalls, an der Gaisalm hatte sie 2:24 Stunden auf der Uhr, und wusste, das wird nix mehr mit Sub3. Dafür hätte sie 2:15 haben müssen. Und diese 9 Minuten waren es dann auch, die sie über den 3 Stunden lag. Wie immer sprang ich kurz vor dem Ziel auf und wir finishten gemeinsam in 3:09,34 Stunden: 



Diese drei Fotos alle von Sportograf. Jetzt geht es mit unseren weiter. Ich habe mir die Finishermedaille (leider auch aus Holz, sehr einfach gehalten, schade, das soll nachhaltig sein, ist es aber nicht, Frauchen weiß, wovon sie spricht) umhängen lassen und dann sind wir ab ins Hotel.

Den Kaiserschmarrn hatten wir eigentlich beide nicht verdient, mit dieser Zeit und Platzierung: 805. von 884 Startern, 264. von 304 Damen, in ihrer AK nur 8. von 9. Und selbst in der AK70 wäre sie nur Dritte geworden! Das muss nächstes Jahr schneller werden, ich will nicht nochmal so als Coach versagen.

Und abends gab es als Nachtisch tatsächlich auch nochmal einen Kaiserschmarrn! Pünktlich hatte auch der Regen eingesetzt, am Montag Morgen hatte es mollige 8 Grad bei Dauerregen ... da hatten wir nochmal Glück gehabt.

Nach Heimkehr warteten dann noch demütigende, ach was sage ich, erniedrigende Stunden auf mich! Ich musste nackt herumsitzen, während mein Anzug gewaschen wurde! Fotos habe ich aber verhindert.

Bis bald, Euer Iwan


Dienstag, 30. Mai 2023

Wer ist hier verfressen?

 Hallo Leute,

ich glaube, ich muss da mal was klarstellen. Irgendwie werden hier immer nur Fotos von mir mit Kuchen, Torte, Kässpatzn, Kaiserschmarrn gepostet. O.k., ich futtere gern. Aber so kommt der Eindruck auf, ich wäre der einzige in der Familie ... mitnichten!

Wenn ich ein Stück Kuchen verspeise, hat Frauchen auch immer eines. Das nur mal so nebenbei ... Aber besonders krass war es nun am Achensee. Wir haben dort immer Halbpension. Salatbüffet (da ist auch jeweils ein Nudelsalat oder Ähnliches dabei, nicht nur Grünfutter), Suppe, Hauptspeise, Nachtisch. Müsste ja eigentlich jeden satt machen, oder? Nachdem Frauchen schon mehrfach bei besonders wohlschmeckenden Nachtischen (ich sage nur "Kaiserschmarrn"!) eine zweite Portion durch Lob und bettelnde Blicke ergatterte, setzte sie dieses Jahr noch einen drauf. Als wäre das nicht schon peinlich genug ...

Es gab Piccata Milanese, mit ausreichend und wohlschmeckender Pasta in Tomatensauce. Frauchen räumte ihren Teller sorgsam leer, futterte erst noch ein Stück Fleisch, das Oma nicht mehr schaffte, und sagte dann doch glatt zur Kellnerin "es war sehr lecker,  nur ein bißchen übersichtlich". Und nahm, ohne rot zu werden, deren Angebot an, noch einmal eine komplette Portion  zu erhalten! Die sie auch noch vollständig verputzte ... zur großen Verblüffung des Herrn am Nachbartisch, der sich überhaupt nicht mehr einkriegte. Sie wäre doch so dünn, wie könne sie das alles hineinessen, das ginge doch gar nicht.

Geht doch. Hat man ja gesehen. Was mich besonders empörte: ich  habe nichts abgekriegt! Also, wer ist nun der Verfressenere von uns beiden?

Bis bald, ich kann dann hoffentlich von leckeren Spinatknödeln und erfolgreichem Lauf aus Innsbruck berichten.

Euer Iwan

Donnerstag, 8. September 2022

Achenseelauf 2022: der Sprecher würdigt mich

 Hallo Leute,

Anfang September steht bei uns der Achenseelauf auf der Agenda. Seit 2010 - nur in den Jahren, in denen ich Frauchen beim Karwendelmarsch angemeldet hatte, oder sie verletzt war, waren wir nicht am Start.

Die Fahrt in unser Stammhotel verlief feucht, sehr feucht. Eingetroffen der erste Schock: aufgrund der doch sehr üppigen Preiserhöhungen (dazu später noch mehr) hatte Herrchen dieses Mal nicht das große Zimmer, quasi zwei Räume mit viel Platz, reserviert, sondern die niedrigere Kategorie mit Seeblick. Böser Fehler. Zimmer direkt gegenüber des Aufzugs, sehr dunkel aufgrund des kleinen Fensters, und ein atemberaubender Geruch. Ach was, Gestank! Nach altem Käse oder so ähnlich, Frauchen schnüffelte, in den Ecken war es am schlimmsten. Und das uns als Stammgäste. Nun ja, vielleicht wollten sie uns zeigen "das habt Ihr nun davon, preiswerter zu buchen!"? Abends hat sich Frauchen dann nett an der Rezeption beschwert und siehe da, am anderen Morgen konnten wir in ein anderes Zimmer umziehen. Den Gestank haben wir zurückgelassen ... es könnte auch "nasser Hund, der direkt auf dem Teppichboden lag" gewesen sein, denn das Hotel ist sehr hundefreundlich. Aber dass das Zimmermädchen diesen intensiven Geruch nicht bemerkte, ist mir ein Rätsel.

Zurück zum Erfreulichen ... äh, noch  nicht. Frauchen hatte dieses Mal sehr unaufmerksam gepackt. Der Sport-BH fehlte. Und auch wenn sie nicht Pamela Sue Anderson ist, ohne geht es nicht. Wippt zu sehr. Tut weh. Also gleich am nächsten Tag ins einzige Sportgeschäft in Pertisau, um erstmal ausgiebig von den Verkäufern ignoriert zu werden. Gut, wanderten die Menschen halt erstmal auf den Zwölferkopf hoch. Frauchen soll ja tapern, und das hat sie zu meiner ganz großen Irritation auch gemacht. Sind nur gute 600 Höhenmeter hoch und wieder runter. Danach neuer Anlauf im Sportgeschäft: Frauchen stand neben dem Ständer und guckte auffordernd, fragend. Herrchen stand rund 2 Meter entfernt und guckt in die Luft. Tja, ratet mal, wer angesprochen wurde .. richtig! Herrchen verwies dann an Frauchen und endlich konnte sie das gewünschte Objekt zu einem Schweinepreis ergattern. 

Freitag dann die Tristenaurunde zum Warmwerden laufen, eine ihrer Lieblingsstrecken dort. Auf dieser Runde ging übrigens am Samstag der neu konzipierte 10 km-Lauf entlang - und wie immer beim 10 km-Lauf: Regen. Dieses Mal Starkregen.

Samstag zockelten die Menschen wie immer nach Maurach, um dort Minigolf zu spielen. Dieses Mal vorher mit Abstecher zur Weißenbachklamm, ein überraschend tiefer Einschnitt im Fels. Der Betreiber des Minigolf-Cafés kennt Frauchen nun schon, weil sie jedes Jahr am Tag vor dem Lauf dort hingehen, und fachsimpelte mit ihr über Wetter, Laufstrategien usw. Müßig zu sagen, dass sie wieder krachend verloren hat - die Bahnen seien aber auch sehr schwer zu spielen. Aha.

Dann Abholung der Startunterlagen (sie muss so gierig in die Tasche geschaut haben, dass das Foto davon gleich auf der "Impressions"-Seite des Veranstalters landete, hehehe)

und danach habe ich alles geprüft. Wobei ich sagen muss, angefangen hat es mit 28 Euro und einem super gefüllten Startersackerl, inzwischen kostet der Start 50 Euro, die Gaben werden immer weniger (immer noch gut, aber weit entfernt von früher) und heuer wurde auch eine Verpflegungsstelle ersatzlos gestrichen. Das wird Frauchen langsam zu teuer. Gut, nächstes Jahr will sie eh wieder beim Karwendelmarsch starten, da stellt sich die Frage nicht.

Sonntag dann dichter Nebel, der pünktlich zum Start aufriss. Dieses Mal waren deutlich weniger Meldungen als in den Vorjahren, es kann am Startgeld liegen, oder wahrscheinlich eher daran, dass es inzwischen sehr viele Laufveranstaltungen gibt. Frauchen mag es ja sowieso lieber leerer. Sie trabte also los, hatte müde Beinchen, und war daher sehr verwundert, dass sie bis km 10 einen 6:30er-Schnitt hatte - gefühlt waren es eher 7 min/km. Herrchen und ich warteten wieder in Achenkirch, bei km 14. Und - ich habe in der Analyse des Laufes alle meine vorigen Berichte nochmal durchgelesen - wieder unerklärlicherweise zwischen km 10 und km 14 über 4 min verloren, genau wie in anderen Jahren auch. Keine sonderlichen Steigungen, kein anderer Untergrund, gefühlt selbes Tempo weitergelaufen ... sehr seltsam. Naja, jedenfalls kam sie mit einer 1:38:30 bei uns vorbei, Wasserflasche getauscht, ein paar Schlucke Cola light. und schon bog sie auf die gefühlt zweite Hälfte ein.Das sind zwar "nur" 9,1, km, aber eben ein prachtvoller Trail mit 150 Höhenmetern.

Hier sammelt sie immer Läufer ein, auch dieses Jahr wieder. Was ihr gar nicht gefiel, sind die neuen Abschnitte mit Maschendrahtzaun an etwas gefährlicheren Abschnitten. Es ist so ein wunderschöner Steig, den man jetzt anscheinend "idiotensicher" gemacht hat - denn viele Spaziergänger ignorieren dort die Hinweisschilder "Trittsicherheit" und gehen mit ungeeignetem Schuhwerk und sehr unsicher dort entlang. Schade.


Der Abschnitt runter zur Gaisalm zeigt ihr immer, wie sie liegt - 2:17:14, also alles im grünen Bereich für das Zeitziel Sub 3 Stunden. Womit sie aber nicht rechnete: dass sie nicht wieder ins Laufen kam, sondern auch bei eigentlich gut laufbaren Abschnitten nur schnell gegangen ist. So robbte sie sich Richtung Pertisau,. riss sich für Fotopoints zusammen und trabte (einmal hat sie die Kamera nicht gesehen, ich habe die Beweisfotos vom Gehen statt Laufen!) und erreichte endlich das Strandbad. Würde wieder eng werden mit dem Zeitziel! Wie immer sprang ich auf, und wir finishten gemeinsam mit 2:58:32. Und damit glatte ... 8 Sekunden schneller als letztes Jahr! Naja, ich hatte ehrlich gesagt auf eine etwas schneller Zeit gehofft, aber Frauchen wird halt nicht jünger, hüstel.


Moment, was war das? Da sagte doch der Zielsprecher was von mir? "Und der Petzi ist nun schon zum 10. Mal dabei, immer gefinisht! Hoffentlich nächstes Jahr wieder ... zusammen mit Anette aus Deutschland!" "Petzi" ist österreichisch für Teddy, muss man wissen. Da wurde ich doch gleich ein paar Zentimeter größer!

Und kurz danach noch ein paar Zentimeter breiter, als ich mir den wohlverdienten Kaiserschmarrn einverleibte:

Für die Statistik: Frauchen wurde mit 2:58:32 592. von 638 Startern, fast auf die Sekunde genau doppelte Zeit des Siegers (1:29:27), der Langsamste brauchte 4:00:48. In meiner Statistik der Achenseeläufe war es die zweitlangsamste Zeit. Aber es hat wieder Spaß gemacht, den Achensee zu umrunden:


 


Quelle Fotos: eigene Aufnahmen, oder Sportograf.

Ich muss jetzt mal tiefer in die Analyse einsteigen, denn irgendwie, fürchte ich, hat Frauchen inzwischen auch eine Bremse im Kopf, nach dem Motto "nach 15 km geht nur noch Gehen, ein Laufen mehr". Wer Tipps hat, wie man die wegkriegt, gern her damit!

Bis bald Euer Iwan





Donnerstag, 2. Juni 2022

Achensee im Mai - perfekte Trainingslocation

 Hallo Leute,

irgendwie ist dieses Jahr der Wurm drin, es klappt nichts so wie ursprünglich mal geplant. Wir hatten vor drei Monaten 1 Woche Achensee Wanderurlaub gebucht für Frauchen und Oma (nach ihren inzwischen drei Oberschenkelhalsbrüchen war sie wieder soweit fit und ganz wild auf leichte Wanderungen in den Bergen). Tja, dann kam das Fiasko im März. Krankenhaus, Reha, und immer noch die Hoffnung, dass Oma fahren könnte. 1 Woche vorher war dann aber klar: nein, es geht nicht, die Schmerzen sind zu groß, die Rekonvaleszenz verläuft nicht so optimal. Storno war nicht mehr möglich. Herrchen versuchte, kurzfristig Urlaub zu kriegen - ging dann auch nicht. Seine Lust auf Berge war eh etwas moderat.

Also sind Frauchen und ich plus mein ebenfalls kaiserschmarrnverrückter Kumpel Trello allein Richtung Pertisau aufgebrochen. Und bekamen netterweise das selbe Zimmer wie im Februar, Aussicht einmal aufs Karwendel, auf der anderen Seite auf den Hang hinter dem Haus, an dem sich mehrmals täglich Rehe tummeln. Wilde. Futtersuchende. Spitzenaussicht also für zwei hungrige Bären ....




Wettertechnisch hatten wir die Woche alles: Bullenhitze bei 30 Grad und Schwüle, Landregen bei 11 Grad, heftige Gewitter, Sonne-/Wolkenmix bei 20 Grad.



Ich habe Frauchen wieder ordentlich trainieren lassen, langer Lauf bis hinter die Gramaialm inklusive. Auf den Spuren des Karwendelmarsches sozusagen ... Sehr erfreut war ich über die Berglaufkondition, erstmals seit 2 Jahren wieder mehrfach den Anstieg über den Besinnungsweg hoch zur Rodelhütte, hinten runter und dann wieder von vorn, Hirschkuh-Sichtung inklusive - denn an dem Tag war Nieselregen und wenig Leute unterwegs.

Die geplanten Gipfeltouren (Wandern) mussten umdisponiert werden, so "nur" einmal aufs Stanser Joch zum Warmwerden:




 

und an Christi Himmelfahrt auf den Seeberg. 



 

Leider mit unerfreulichen Folgen: da lauerte eine Heerschar von Zecken auf Wanderer und Hunde, Frauchen sammelte 7 Stück runter von sich, dachte, sie hätte alle, um zuhause festzustellen: da hatte sich doch eine hinten am Oberarm fest- und vollgesaugt! Mistviecher!

Mit den Höhenmetern insgesamt war ich zufrieden, runde 3.500. Mit der Kaiserschmarrnausbeute (2x) und Sachertorte (1x) weniger ... aber was solls, es gibt ja noch ein nächstes Mal. Auch die Achenseerunde, die sie einmal allein statt im Pulk des Achenseelaufes machen sollte, klappte nicht - der Steig zwischen Achenkirch und Gaisalm war wegen Restaurierungsarbeiten gesperrt. 

Fazit: eine anders als geplant verlaufende Woche, von der Frauchen megafit zurückkam. Und seitdem an einer Erkältung laboriert. Also seit 6 Tagen Laufpause. So geht die Kondition ganz schnell wieder flöten, fürchte ich. 

Oma arbeitet derweil weiter an ihrer Rekonvaleszenz. Und hofft, spätestens nächstes Jahr wieder gemeinsam mit uns an den Achensee fahren zu können. 

Bis bald, Eurer Iwan



Montag, 17. Februar 2020

Achensee im Schnee - darauf einen Kaiserschmarrn!

Hallo Leute,

wir waren erstmals im Winter am Achensee. Also um korrekt zu sein, Frauchen und ich nicht, wir waren ja früher sehr viel im Winterurlaub. Langlaufen, Frauchen kann klassisch und skaten. Aber inzwischen ist es ihr viel zu kalt, sie fährt lieber mit Oma zum Wanderurlaub nach Mallorca statt wie früher nach Lenggries / an den Achensee.

Aber Herrchen wollte mal "Berge in Schnee" sehen. Bekam er auch, es hatte am Tag vor unserer Anreise nochmal ordentlich geschneit. Das ist ja eine Seltenheit in diesem Winter! Und mit dem Wetter hatten sie auch Glück, erster und Abreisetag volle Sonne, dazwischen ein Tag mit morgens Schneeschauern und nachmittags Regen. Ich hatte ja auf mehr schlechtes Wetter gehofft, damit ich mich in der Stube festsetzen und Kaiserschmarrn spachteln konnte, aber es ging auch so. Zweimal Kaiserschmarrn gab es für mich hungrigen Coach, Frauchen hatte ich nach zwei kleineren Winterwanderungen mit Herrchen dann immer zum Laufen rausgesetzt.

Hier ein paar Impressionen:




Die Rückfahrt war übrigens der Horror. Und ich  bekam fast den Gurt über die Schnauze gebunden, weil ich angeblich zu viel gequengelt hätte ... naja, für eine Strecke von sonst 3,25 Stunden nun rund 5,5 Stunden, drei lange Staus (von denen zwei nicht angekündigt waren) ... ich war bedient. Und hungrig, schließlich litt ich unter Kaiserschmarrnentzug!

Und für die Neugierigen: Nein, Herrchen ist nicht auf den Geschmack gekommen, es bleibt beim einmaligen Winterausflug.

Bis bald Euer Iwan

Montag, 28. Oktober 2019

Sommer-Trail in Salzburg Ende Oktober

Hallo Leute,

zum nunmehr sechsten Mal waren wir Ende Oktober in Salzburg, beim Trailrunning Festival. Durften wir letztes Jahr fein den Regen "genießen", hatten wir dieses Jahr ein perfektes .... Sommer-Wochenende!
Dieses Jahr starteten Frauchen und ich schon Donnerstag Richtung Berge. Denn wir hatten vorher noch einen Geschäftstermin am Tegernsee. Ich genieße es ja, neben Frauchen auf dem Beifahrersitz mitzufahren! Vor allem, wenn so schönes Wetter in den Bergen ist: 19 Grad und Sonne. Nachmittags machten wir uns dann auf Richtung Salzburg und bezogen unser Hotel. Herrchen sollte erst Freitag Abend, per Zug, nachkommen.
Daher hatte Frauchen den ganzen Freitag für sich. Vormittags wanderte sie zweimal (!) auf und um den Kapuzinerberg herum, sie wollte sich die Strecke vom Mozart light noch einmal anschauen. Im Juni rumpelte sie da einfach durch, O-Ton "ich wollte nur noch, dass es endlich zu Ende ist ..."
Herbstlaub, leichte Sonneneinstrahlung, wenig Menschen, schöne Ausblicke auf Salzburg:






Danach ein kleiner Stadtbummel mit Museumsbesuch, dann umziehen und ab an die Salzach. Darauf hatte sie sich schon die ganze Zeit gefreut: mal wieder in Salzburg außerhalb eines Wettbewerbs laufen können. Vor Jahren war sie schon einmal flußabwärts gelaufen, nun sollte es flußaufwärts gehen. Ich gab ihr noch mit, bitte schön doch an den anstehenden Wettkampf zu denken und es nicht zu übertreiben. Dreimal dürft Ihr raten, ob Frauchen auf mich gehört hat ...
Inzwischen hatte es runde 20 Grad (zur Erinnerung: wir schrieben den 25. Oktober!) und Frauchen genoss es, in kurz / kurz vor sich hin zu traben. Bis Salzburg Süd, dann Wechsel auf die andere Uferseite und dort zurück. Insgesamt rund 1 Stunde langsamer Trab mit ein paar Steigerungen zum Ende.
Dann ausruhen, und abends Herrchen vom Bahnhof einsammeln. Danach gleich die Startunterlagen abholen, wieder mitten in der Stadt am Kapitelplatz. Später, beim Auspacken, war ich doch sehr enttäuscht: gegenüber früheren Jahren war das Startersackerl sehr mager. Nun ja, wir hatten ja auch "nur" 20 Euro Startgeld bezahlt, aber trotzdem.
Bis ich den Eventfolder genauer studierte (eigentlich wegen der Strecke) und feststellte: die hatten Frauchen das falsche Sackerl gegeben! Nämlich das für den Nightrun am Freitag, und nicht das korrekte für den Panoramatrail am Samstag. So entging uns auf jeden Fall ein Trail-Handtuch (das wäre dann das dritte gewesen), und eventuell noch mehr, wer weiß? Aber Fehler passieren nun einmal, ansonsten war die Organisation wie jedes Jahr perfekt! Samstag dann die Überlegung: was tun? Nachdem wir nun schon so oft in Salzburg waren, hatten wir eigentlich schon alles abgeklappert. Daher entschlossen sich meine Menschen, mal per Bus auf den Gaisberg hochzufahren. Bei wiederum perfektem Wetter schraubte sich der Linienbus auf 1.280 Meter hoch. Tolle Aussichten rundherum - zusätzlich noch viel Abwechslung durch Paraglider.



Frauchen heulte innerlich bei dem Gedanken, dass am nächsten Tag das Gaisbergrace hier hoch ginge (letztes Jahr war sie ja gemeldet, hat aber wegen des schlechten Wetters gekniffen). Nun spielte sie ernsthaft mit dem Gedanken einer kurzfristigen Nachmeldung. Erst einmal wollte sie aber sehen, wie nachmittags ihr Rennen verlaufen würde. Den ganzen Tag hatte es übrigens Kaiserwetter - passend zum österreichischen Nationalfeiertag. Kurze Ärmel, und zum Rennen dann auch kurze Hosen.
Diesmal sind wir etwas später vom Hotel aufgebrochen, so war die Wartezeit recht kurz. Erst die Starter für den Festungstrail anfeuern, um 16:10 Uhr dann Startschuss für Frauchen. 177 Starter waren gemeldet, 8 km, 250 Höhenmeter.
Zuerst geht es eine Runde um den Dom, durch die Altstadt, über Kopfsteinpflaster, Hier gilt es für Frauchen, die sich immer ganz hinten aufstellt, ihren Rhythmus zu finden. Dabei überholte sie schon die ersten zwei drei Starter. Noch einmal durch den Startbereich, Herrchen und mir zuwinken,

 ab Richtung Festspielhaus und schon ging es die Clemens-Holzmeister-Stiege hoch. Hier bewährt sich Frauchens Treppentraining aus dem Mallorcaurlaub (immer die 8 Stockwerke im Hotel zu Fuß hoch). Schon begann die Runde auf dem Mönchsberg, herrlich bei diesen fast  noch sommerlichen Temperaturen und der Sonne auf dem buten Herbstlaub. Dieses Jahr keuchte ihr ein älterer Herr sehr lange und penetrant die Ohren voll, erst hinter ihr, dann knapp vor ihr, bis sie ihn bei km 4 endlich abhängen konnte. Die Streckenführung war gegenüber früheren Jahren minimal verändert - statt eines kurzen Trailabschnitts einen Abhang hoch dieses Jahr noch mehr Stufen. Ächz. Frauchen fühlte sich gut und trabte unverdrossen vor sich hin. Da kamen schon die Führenden des Festungstrails (2 Runden) an ihr vorbeigeprescht - die Innerhofer-Brüder in sehr rasantem Stil. Das zog Frauchen kurzzeitig etwas herunter, denn sie war noch nie an so früher Stelle überholt worden, sie hatte ja die Erfahrung aus den früheren Jahren.
Nun hoch auf die Richterhöhe, herrlicher Rundblick auf die Berge, dann über eine Wiese auf den höchsten Punkt der Strecke und schon verlässt man den Mönchsberg. Ein sehr rasanter Downhill am Festungsberg folgt - Frauchen erwartete die ganze Zeit, dass sie weiter Läufer aus dem Festungstrail überholten. War sonst immer, dieses Jahr: nada. Dafür sammelte sie wieder ein paar Läufer aus ihrem Panoramatrail ein. Nun "nur noch" wieder hoch zum Nonnbergstift, und dann wären die Anstiege geschafft. Oben wagte Frauchen einen kurzen Blick auf ihre Zwischenzeit und war positiv überrascht! Inzwischen waren auch einige Festungslauf-Starter an ihr vorbeigezogen, aber wesentlich später als in früheren Jahren. Nun noch einmal ein Downhill über Kopfsteinpflaster, unten dann das Hinweisschild auf die "scharfe Rechtskurve" - die hat 180 Grad! Die kurze Runde durch die Altstadt, über den hinteren Domplatz, dort warteten Herrchen und ich.
Aufgesprungen, und ich konnte wieder mit finishen! 51:25,20 min. bedeuteten neue PB für uns auf diesem Kurs, sehr schön. Leider war die Konkurrenz aber auch stark - letztes Jahr mit 2,5 min. langsamer reichte es für AK-Platz 3, 2019 war es AK-Platz 9 (von 16), 137. von 177 Startern gesamt. Hier einmal ein schöner Vorher-Nachher-Vergleich - beachtet die um meinen Hals baumelnde Finishermedaille und die Zielverpflegung. Genau für diese Sachertortenwürfel melde ich Frauchen ja jedes Jahr erneut an!
 

Bei Spinatknödeln (war übrigens die dritte Portion in 3 Tagen!) und Kaiserschmarrn (mit Zwetschgenröster) ließen wir dann das rundum gelungene Wochenende ausklingen. Es hat sich wieder mal gezeigt: ist es heiß, läuft Frauchen zu Hochform auf!
P.S. Nachgemeldet hat sie übrigens nicht für Sonntag ... nach der Völlerei Samstag Abend hätte es auch ein Desaster gegeben ...
Bis bald Euer Iwan