Donnerstag, 5. November 2026

Trailrun, Gravelrun, Straßenlauf, Berglauf - ja, was denn nun?

Hallo Leute,

irgendwie bin ich verwirrt. Ich dachte immer, Laufen kann man auf verschiedenen Untergründen. Asphalt, Feldweg, Parkweg, Forstweg, Waldboden, Laufband. Und in verschiedenen Umgebungen: Wald, Wiese, Feld, Berge, Strand. Dabei ist man, egal wo und wie, jeweils ein Läufer. oder eine Läuferin.

Dieses Selbstverständnis ist nun weg. Denn scheinbar ist es wohl wichtig, es einzusortieren. Besser gesagt, sich einzusortieren. In Schubladen. In den Bergen laufen kann also ein Trailrun sein, wenn es aber schmälere, technische Wege geht. Oder ein Gravelrun, wenn man auf Forstwegen läuft. Oder ein Berglauf, wenn es nur bergauf geht. Alles klar soweit, könnt Ihr mir noch folgen?

Schwierig wird es, wenn ein Lauf nun  mehrere Untergünde vereinigt. Frauchen ist beispielsweise gestern rund 20 % auf Asphalt gelaufen, ca. 40 % war ein "Gravel"-Untergrund, und ca. 40 % waren schmale wurzelige Singletrails. War das dann also ein Straßen-Gravel-Trail-Run? 

Eigentlich wäre es ja egal. Hauptsache sie hatte Spaß. Wenn nicht ... ja, wenn wir nicht von findigen Marketern eingeredet kriegen würden, dass wir eigentlich für jedes Terrain ein anderes Paar spezielle Laufschuh bräuchten. Ich lasse mir ja eingehen, dass ein Trailschuh nicht unbedingt optimal für den Berlin Marathon ist. Und umgekehrt, ein reiner Straßenschuh auf den Trails / am Berg ohne profiliertere Sohle Harakiri ist. 

Aber braucht es wirklich einen "ersten Gravel-Marathon" (so angekündigt von Plan B event)? Reicht nicht "Marathon zwischen Schliersee und Tirol"?

Und was ist dann der Achenseelauf? Ein Asphalt-Gravel-Trail-Berglauf? 

Wie denkt Ihr darüber? Über diese Einteilung / Benamsung / die Schubladen? Ich bleibe jedenfalls Laufcoach. Und Frauchen eine Läuferin. Jawoll!

Bis bald
 

Euer Iwan

 

Keine Kommentare: