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Freitag, 12. Juli 2024

Berge sind einfach nur schön

 Hallo Leute,

wir waren für 10 Tage in unserer Stamm-Pension in Lenggries. Ich hatte so schöne Trainingspläne für Frauchen: ordentlich Höhenmeter mit Wanderungen in die Beinchen kriegen, und viele Laufkilometer. Und für mich: ordentlich Kuchen, Kässpatzn und Kaiserschmarrn fassen.

Iwan denkt, Gott lenkt. Besser gesagt, das Wetter. Wobei ich ja langsam einen Kausalzusammenhang zwischen "Herrchen begleitet uns" und "es schüttet" vermute ...siehe die zwei so unterschiedlichen Achensee-Aufenthalte im Mai!

Also: 4 Tage quasi Totalausfall bedingt durch Regen (sie waren trotzdem unterwegs, aber richtige Bergtouren gingen nicht). 4 Tage Traumwetter, allerdings zwei davon auch mit schwülen > 30 Grad-Temperaturen. Frauchen meinte triefend, so geschwitzt hätte sie noch nie wie beim diesjährigen Schnell-aufs-Brauneck-Hochwandern.

Minus:

  • nur zwei Stück Kuchen für den bärigen Laufcoach
  • sehr hungrige Bremsen, die aktiv die Blutspenden einforderten
  • wetterbedingt weniger Touren als geplant 
  • keine Murmeltiere auf unserer Geheimtipp-Alm gesichtet

Plus:

  • nach 4 Jahren endlich mal wieder die 3-Gipfel-Runde Heiglkopf/Blomberg/Zwiesel gelaufen und dabei für den Anstieg zum Heiglkopf (rund 500 Höhenmeter) nur 43 min gebraucht, bisherige Bestzeit waren 44:17
  • sehr schöne neue Berge ausgekundschaftet in der Eng (Karwendel)
  • insgesamt 11 (!) Bücher gelesen, sie musste zweimal nachkaufen

Hier die schönsten Impressionen:























Jetzt dauert es wieder bis nächsten Monat, bis wir erneut in die Berge können. Dabei hat Frauchen danach immer einen Super-Trainingszustand. Ich glaube, ich werde mal beantragen, dass sie im Sommerhalbjahr nur noch in den Bergen ist ...

Bis bald, Euer Iwan


Freitag, 18. August 2017

Countdown für die Mission "Sub11"

Hallo Leute,

so langsam wird es ernst. In 8 Tagen ist der Karwendelmarsch. Falls Ihr Euch gewundert habt, dass ich in letzter Zeit dazu nichts gepostet habe - mir war nicht danach. Frauchen hat mir viele neue graue Haare beschert. Erst kam Ende Juli das kurze "Ausschnackeln" im Rücken. Dann aus heiterem Himmel Dienstag vor einer Woche auf einmal: Ferse links, Auftreten unmöglich, stechender Schmerz unter der Ferse. Auch bei absoluter Schonung nach 3 Tagen noch da.Wer mein Frauchen kennt, weiß - Arztbesuch und sie, das ist wie Teufel und Weihwasser. Sie hoffte also auf Wunderheilung. Dr. Google meinte "Fersensporn" oder "Ermüdungsbruch". Beides jetzt nicht gerade lustig.
Sie hoppelte also weiter herum, rechts normal auftretend, links nur auf Zehenspitzen. Von mir kritisch beäugt. Samstag wurde es besser, Sonntag war beim Gehen nichts mehr zu spüren. Also leichten Lauf angesetzt. Aua aua. Ach ja, so ging es: links auf dem Vorderfuß, rechts normal - beim Laufen sogar einfacher als beim Gehen.
Wir hatten beide Angst, dass die Kondition flötengeht, inzwischen dauerte ja die Laufpause schon 1 Woche!
Und seit gestern ist die Ferse vollkommen ruhig, nichts mehr zu spüren. Sehr seltsam. Dafür meldete sich erstens ein Backenzahn - hierzu muss man wissen: Frauchen hatte seit 40 Jahren, ungelogen, kein Zahnweh mehr. (Und wen es interessiert: das letzte Mal gebohrt wurde 1989) Und zweitens muckte die Wade massiv. Gestern beim Lauf die ganze Zeit das Gefühl, gleich reißt was. Danach ordentlich massiert, gut geschlafen ... und heute: nix mehr, alles gut. Letzter langer Lauf (gemäß Trainingsplan) über 2 Stunden sehr schön absolviert. Jetzt bin ich nur mal gespannt, was Frauchens Körper so als Nächstes anschleppt ... Haarwurzelspitzenkatarrh?

Zurück zum "großen Vorhaben". Ich tüftele ja nun schon seit Wochen an der Zeitprognose und optimalen Renneinteilung. Unser Handicap (vielleicht aber auch ein Vorteil, wer weiß?) - ab der Falkenhütte kennt Frauchen die Strecke sehr gut von diversen Wanderungen. Sie muss also ab da nur noch die Szenerie unterhalb der Laliderer Wände genießen (ist ja eigentlich flach), dann steil runter (kein Krafteinsatz nötig) vom Hohljoch in die Eng, dann wieder steil hoch über Binsalm zum Gramai Hochleger (ist aber der letzte Anstieg) und dann runter und laufen lassen von Gramaialm über Falzthurnalm (lächerlich, leicht bergab führende oftmalige Trainingsstrecke) und dann warte ich schon im Ziel auf sie. Also so ungefähr habe ich mir das gedacht. Zum Appetitmachen habe ich ein paar Bilder der Strecke herausgesucht:





Als Zeitziel möchten wir gern unter 11 Stunden bleiben. Bitte nicht laut lachen, Ihr trainierten Ultraläufer, es geht ums Ankommen und Bergwelt genießen. Einige gute Bekannte laufen dort auch - die sind aber wahrscheinlich alle schneller. Frauchens Freundin, die sich gemeinsam mit ihr für dieses Himmelfahrtskommando angemeldet hat, muss leider wegen Verletzung passen. Also sind wir auf uns gestellt, bei unserem Vorhaben "bisher Halbmarathon, nun halt gleich mal ein Ultra in den Bergen". Drückt bitte alle am Samstag, den 26.8., ab 6 Uhr die Daumen. Ich werde berichten.

Bis bald Euer Iwan

Montag, 9. Mai 2016

In der Höhe sind wir auf der Höhe

Hallo Leute,

ich  melde mich wieder zurück vom zweiten Ausflug nach Tirol. Dieses Mal waren es 4 Tage Wandern mit Oma in der Eng, das ist ein wunderschönes Karwendeltal. Ich habe leider nur ein älteres Foto, als ich da war - Ihr müsst Euch also vorstellen, dass die Berge im Hintergrund komplett weiß und verschneit sind:





Die Aussicht war jedenfalls grandios - wenn ich mich nicht gerade am Kaiserschmarrn gütlich getan habe, habe ich nur aus dem Zimmerfenster gestarrt. Frauchen war eifrig wandern und danach immer noch schön laufen. Was mich zum eigentlichen heutigen Thema bringt: Wie stark ist der Einfluss der Höhe über Meeresspiegel auf die Laufleistung?

Nürnberg liegt ja rund 300 Meter über N.N. Wir sind häufig in Lenggries, das liegt auf circa 690 Metern. Da merkt Frauchen nichts von "dünnerer Luft". Auch in Innsbruck war nichts zu spüren. Dabei heißt es doch, je höher, desto schwieriger das Luftholen, desto geringer der Sauerstoffgehalt und desto geringer die Leistungsfähigkeit? Unsere "höheren" Laufwettkämpfe waren jeweils so um die 2.000 Meter über N.N., Bettmeralp bzw. Zermatt. Bettmeralp glaubt Frauchen, gar nichts gespürt zu haben. Und in Zermatt hatte sie einen bösen Husten und schob die geringere Leistung ("wie mit angezogener Handbremse") darauf. Jetzt, in der Eng, lief sie ihre Runden auf ca. 1.200 Metern. Mit guten Pulswerten, ohne Auffälligkeiten. Eben war sie wieder hier in Nürnberg ihre Runde drehen - Puls war höher als normal. Sehr seltsam.

Das einzige Mal, wo sie massiv etwas spürte, war in den USA am Bryce Canyon. Der liegt auf 2.500 Metern, sie machte mit Herrchen eine Busrundreise und ging dort 7 km durch den Wald laufen. Sie meinte, sie hatte ein Gefühl wie durch Pudding laufen.

Wie ist das bei Euch? Merkt Ihr größere Unterschiede in der Leistungsfähigkeit bei verschiedenen Höhen über Meeresspiegel? Bin gespannt!

So, hier noch mein offizielles Finisherfoto vom IATF aus Innsbruck, vom professionellen Sportograf:
Also ich finde, Frauchen sieht angestrengter aus als ich, hehehe.
Bis bald Euer Iwan