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Sonntag, 13. Dezember 2015

Jahresrückblick: unsere schönsten Läufe 2015

Hallo Leute,

jaja, ich weiß, das Jahr hat noch 18 Tage - aber was Jauch kann, kann ich auch. Außerdem weiß ich nicht, was mir das Christkind alles bringt, und ob ich dann noch Zeit habe zu bloggen ... also lieber jetzt schon mal in aller Ruhe zurückblicken.

Zwei Eindrücke überwiegen:
  1. Die Trainingsläufe waren klasse, die Wettkämpfe zum Vergessen.
  2. 2015 war ein echtes Seuchenjahr, Ferse, Wade, Magen-Darm, Husten - immer wenn´s drauf ankam, eines von den vieren.
Januar: nur Trainingsläufe, erfreulich wenig Schnee, sodass Frauchen ordentlich Kilometer machen konnte, auch in kupiertem Gelände, alles für den jährlichen Florida-Wettkampf.

Februar: mit bestem Gefühl ging es nach Fort Lauderdale. Schöne Strecke, warmes Wetter, gutes Training - ich hatte gedacht, eine neue PB für Halbmarathon ist drin. Tja, war aber nix mit warm. Ziemlich kalt für die Jahreszeit, lange Rumstehen vor dem Start, Frauchen überpacete auf den ersten 10 km (ja, da hat sie eine neue PB für sich erzielt, 55 Minuten war die Durchgangszeit - wäre besser gewesen, wenn dann Schluss gewesen wäre!) und übles Eingehen zwischen km 13 und 18. Ins Ziel gekommen mit der Standard-HM-Zeit 2:19.
Die üblichen Läufe in Miami fanden dann übrigens wieder bei Hitze und flotten Beinen statt!

März: ein 10 km-Lauf in Palma. Ich habe das Rennen genossen, nur Frauen am Start beim 261-Lauf von Katherine Switzer. Frauchen gut gefühlt, die ersten 5 km auch gut gelaufen, schöne Strecke am Meer entlang zurück zur Kathedrale - aber wieder die magische 1 Stunden-Marke knapp verfehlt. Wie sich später herausstellte: Magen-Darm. Naja, war wenigstens ein schönes Wochenende mit viel Sonne, und ordentlich Tapas für mich.

April: Training, Training, Training. Die rechte Ferse muckte immer wieder vor sich hin.

Mai: der 1. Mai markierte eine Premiere, die hoffentlich auch für immer allein bleibt! Frauchen lief den Moritzberglauf, 10 km, rund 350 Höhenmeter, und war vom Start bis ins Ziel ... Letzte. Sehr demotivierend. Einzig dass sie in dem ihr gesteckten Zeitrahmen blieb, hat mich beruhigt. Und positiv auf den anstehenden Gebirgstälerlauf in Oberstdorf schauen lassen, einen Halbmarathon mit rund 400 Höhenmetern. Und was soll ich sagen: Training wieder alles gut, Wettkampf ... sie ist immerhin angekommen. Aber nicht mit neuer PB. Sondern fast auf die Sekunde die Zeit, die sie auch schon bei ihrem ersten Start 2004 dort erzielte. Ich will es ja nicht aufs Wetter schieben, bei beiden Läufen war es aber auch recht ungemütlich, nichts mit holdem Maien-Sonnenschein ...

Juni: Der Sommer kam mit weit über 30 Grad. Genau das Richtige für Frauchen, um beim Womens Run in Frankfurt abzuräumen ... flotte 5 km mit hohem Spaßfaktor, nur nicht für neue PBs. Denn man (frau) muss sich durch ziemlich viele langsamere Starterinnen kämpfen. Danach war der Sommer sehr schnell wieder weg, Frauchen und Fozzie bibberten bei den Trainingsläufen in Sylt.

Juli: Ja, da war er wieder, der Sommer! Mit ordentlich über 30 Grad. Und uns in Lenggries. Sehr schöne Trainingsläufe, herrliche Bergwiesen, und sehr erstaunte Blicken der Gäste des Arzbacher Freibads.
Als Frauchen während ihres sonntäglichen langen Laufes bei 38 Grad das Trinkwasser ausging und sie sich dort reinschmuggelte, um am Kiosk eine schöne kalte Johannisbeerschorle zu ergattern ....

August: Frauchen war genau im Trainingsplan für den Achenseelauf. Da sollte, musste ganz einfach bei dem tollen Trainingszustand eine neue PB her! Dachte ich. Die linke Wade dachte anders. Und verhinderte für fast 4 Wochen das Laufen. Aua. Ich habe gelernt, mich nur noch wegzuducken, Frauchen gar nicht anzusprechen in der Zeit. Gereizter Tiger, sage ich da nur. War schlimm. Als sie das erste Mal wieder 1 km (!!!!) schmerzfrei in rund 7 Minuten langsam traben konnte, haben sie und ich vor Erleichterung fast geheult.

September: Vollgepackt mit Wettkämpfen. Tja, Iwan denkt, Wade lenkt. Achenseelauf fiel dank Wade flach. Eine Woche später beim Isar-Uferlauf von Lenggries nach Tölz spielten Wetter und Wade mit - zwar keine tolle Zeit (wieder weit über 1 Stunde), aber ohne Schmerzen gut durchgekommen und das Voralpen-Panorama genossen.
Wieder 1 Woche später waren wir in Zell am See / Kaprun, beim Womens Trail-Wochenende. Bestimmt eine schöne Gegend, wenn man etwas mehr gesehen hätte - die Wolken hingen sehr sehr tief. Frauchen hielt die knapp 17 km bergauf, bergab gut durch, mehr wollten wir der Wade (noch) nicht zumuten.

Oktober: Da stand wieder Salzburg auf dem Programm. Trailrunning-Festival für Frauchen, Kaiserschmarrn und Treffen mit Pauline (der Bärin von @Laufwelt) für mich. Vorher hatte Frauchen im langen Mallorca-Urlaub Treppensteigen trainiert, das braucht man auf der Salzburger Strecke. Wir hatten beide ein Super-Gefühl, und waren dann entsetzt beim Blick auf die Endzeit. Keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr! Ich glaube ja, die haben einfach zwei Minuten draufgehauen ....

November: Und nochmal stand Spanien für uns auf dem Flugplan. Valencia, 10 km. Herrlich, sage ich Euch, nochmal Sonne, kurze Hosen, Frauchen ohne Husten, Wadenprobleme, sonst irgendwas.
Zeit war wieder knapp über der 1-Stunden-Marke, aber endlich mal das Gefühl - da geht noch was. Und der Zieleinlauf über Wasser ist wirklich sehenswert!

Dezember: Wir sind schon wieder voll im Training für den Halbmarathon am 24.1. in Miami. Ich versuche es jetzt mal mit 4 Läufen die Woche, 1x Tempo, 1x Hügelläufe, 1 mittellanger langsamer und 1 langer langsamer Lauf. Bisher klappt es ganz gut, das Wetter spielt auch mit und Frauchen kann hier viel durch den Wald traben. Und zum Jahresende steht dann noch der 10 km-Silvesterlauf an - letzte Chance für eine Zeit unter 1 Stunde in diesem Jahr!

Ich bin ja schon am Zusammenstellen der Planung für 2016 - demnächst mehr dazu. Wisst Ihr schon, was Ihr vorhabt?
Bis bald Euer Iwan

Montag, 21. September 2015

Harter Trailrun am Zeller See

Hallo Leute,

nun ist auch schon das dritte Wochenende hintereinander in den Bergen vorbei. Geplant waren ja Achenseelauf (23,2 km), Isar-Lauf (10 km) und jetzt das Womens Trailrun-Wochenende mit 5 km Nachtlauf Freitag, Challenge 15 km Samstag und Bergsprint 10 km Sonntag. Achenseelauf fiel ja der Wade zum Opfer. Der Isarlauf ging ganz gut, also sind wir mit besten Vorsätzen am Freitag Richtung Zell am See / Kaprun gestartet. Tja, leider aber ebenso viele Wolken - die es sich in dieser Region sehr gemütlich machten ... Der Verkehr war auch nicht ohne, die Wade ziepte bei Ankunft und so ließ sich Frauchen relativ bereitwillig von mir überzeugen, auf einen (noch nie trainierten) Nachtlauf mit Stirnlampe zu verzichten.
Zum Event selbst: die Teilnahme hatten wir letztes Jahr gewonnen, und die tolle Organisation, die schöne Stimmung und das extrem gut gefüllte Startersackerl zusammen mit Frauchens Bergleidenschaft hatten uns gleich zur Anmeldung für dieses Jahr bewogen. Auch wenn die Location von Neukirchen nach Zell am See wechselte. Die Geschenke konnten sich wieder sehen lassen - vom Funktionsshirt über zwei Handtücher, Stirnband, Knabbereien, Waschmittel, Gels war alles dabei.
Vor allem dann auch knackige Läufe. Samstag die Challenge sollte über 15 km gehen, letzendlich stand dann im Streckenplan 16,8 km. Rund um den Zeller See. Das Wetter: tiefhängende Wolken, ca. 13 Grad. Frauchen bibberte schon beim Rausgucken, trat dann aber doch "kurz" an. Kurzes Streckenbriefing, dann gingen 107 Damen auf die Strecke.
Herrchen und ich feuerten nochmal kurz an, dann ging es ans Warten ... Enten zählen am See, langweilen ... Frauchen war ja gleich mal wieder Letzte. Kannte ich schon vom Moritzberglauf, hoffte doch aber sehr auf Verbesserung. Zuerst ging es eben am See entlang, leider auch sehr viel Gehsteig, an gut befahrener Straße entlang - also viele Auspuffgase. Da hatte Frauchen dann immerhin schon eine Dame überholt. Und haderte mit der Strecke, so von wegen "ja wo ist denn hier ein Traillauf"? Ähem, wenn sie gewusst hätte ... Bei km 5 ging es über die Straße und den Berg hoch. Irgendwie so rampenähnlich, obwohl es ein netter Steig war, meinte Frauchen. Kurz flach, an ein paar Eseln vorbei, und dann immer weiter hinauf. O.k., weitere 4 Damen geschnappt, obwohl "nur" schnell gegangen. Erst kurz wieder flach, und dann kam der Hammer: ein schmaler Pfad schräg über eine Wiese (nass, rutschig) bergab, dann steilstens im Wald runter. Nur ein Gedanke "hoffentlich fliege ich nicht hin". Manchmal standen seitlich am Pfad verängstigte Wanderer, die nur den Kopf schüttelten über so viel Rennerei. Heil unten angekommen ... ging es gleich wieder hoch, wieder austretetener Wiesenpfad, nochmal 2 überholt. Und wieder runter ... da merkte Frauchen schon, die Oberschenkel hatten die doch 7 Wochen lange Verletzungs- und nur-wieder-flach-anfangen-Pause gar nicht gut vertragen. Bei km 10 kam man wieder an den See und Frauchen lief recht unrund Richtung Zell und Ziel. Wobei sie ja vom Streckenplan her wusste: es geht nochmal hoch. Und von hinten hörte sie eine Läuferin immer näher und näher kommen ... ganz schön ätzend, wenn man selbst nicht mehr zulegen kann.
Da war das Schild "nur noch 2 km" ... und ein Streckenposten, der einen rechts ab schickte. Weg von der flachen Seepromenade, erst Stufen runter, durch eine Unterführung, dann Treppen hoch, und dann wieder so eine Rampe aus Asphalt hoch. Aua. Aber immerhin hat Frauchen da ihre Verfolgerin gut abgehängt und ihr, die bis dahin komplett aufgelaufen war, bis ins Ziel noch 1:30 Minute abgenommen. Frauchen ist ja auch so naiv und glaubte der einen Streckenbewacherin: "Letzte Steigung". Nee, war die vorletzte. Nochmal runter - aua aua aua schrieen die Oberschenkel - nochmal steil hoch in Serpentinen, und wieder runter. Da hörte sie schon die 12 Uhr-Sirenen und wusste: sie braucht mehr als 2 Stunden. Endlich: die Seepromenade. Und weiter unrund ins Ziel gelaufen - mit 2:06:21 für 16,8 km, knapp 500 Höhenmeter (die sich auf nur 7 dieser 16,8 km abspielten) und noch vor 2 Wochen kaum laufen könnend war ich sehr zufrieden. Platzierung: 74. von 107 Gestarteten, 92 ins Ziel gekommen, 14. in ihrer Altersklasse.




Nachmittags haben Frauchen und Herrchen dann noch einen Ausflug zu den Kapruner Stauseen gemacht. Mir war es zu kalt und zu wolkig, ich habe Fozzie mitgeschickt. Und mich im Zimmer auf den sehr schön weichen Hirsch-Kissen ausgeruht.



Sonntag hat es geregnet. Und bei dem sehr laut miauenden Muskelkater von Frauchens Oberschenkeln war an den Bergsprint (sollten ja "nur" 1.260 Höhenmeter auf 10 km sein) nicht zu denken. Schade, da freut man sich lange Monate darauf und dann macht einem die erzwungene Verletzungspause einen Strich durch die Rechnung. Aber Hauptsache, Frauchen kann wieder schmerzfrei laufen! Zuhause haben wir dann übrigens einen Newsletter vorgefunden mit Tipps "fürs richtige Bergablaufen". Nächstes Mal dann ...
Ansonsten ist der Viking Womens Trail ein sehr schöner Event, aber Kondition sollte man schon mitbringen. Und bloß nicht mit der Womens Run-Serie verwechseln! Ich bin übrigens bei beiden gern "Bär im Korb".
Bis bald Euer Iwan