Dienstag, 12. Februar 2013

Tolle Tage

Hallo Leute,
Helau sozusagen ... ist Euch schon aufgefallen, was für tolle (= närrische) drei Tage wir hinter uns haben?
Samstag: Annette Schavan tritt zurück - o.k. man kann über die Rechtmäßigkeit der Aberkennung des Doktortitels streiten, aber dass es so schnell kam - Rücktritt musste dann sein.
Sonntag: als bekennender Lindenstraßen-Seher der Schock am Abend - Josi stirbt! Ein junges, sehr hübsch anzuschauendes (ähem, ja, auch Bären gucken gern mal hin) Mädel stirbt in der Serie vollkommen unverhofft an einem EHEC-Erreger. Wir hatten vorher schon diskutiert, wen es treffen wird ... aber doch nicht Josi! Vollkommene Fassungslosigkeit ...
Montag: kein Aprilscherz, sondern echt - der Papst tritt zurück. Hochachtung vor Benedikt, er nimmt sein Amt und die Verpflichtung wirklich ernst und sagt, er kann es nicht mehr ausfüllen, also ist es besser, ich gehe.

Tja, heute ist Dienstag, ich bin mal gespannt, wer heute entweder zurücktritt oder den Löffel abgibt. Ich hätte da schon ein paar Favoriten ... Getoppt kann das Ganze ja kaum werden, wir haben uns jeden Tag gesteigert. In dem Sinne noch einen fröhlichen Fastnachtsdienstag, ich widme mich jetzt wieder meinem Kreppel (= Krapfen, Berliner, wie auch immer Ihr dazu sagt). Jam, jam.
Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 10. Februar 2013

Philosophisches zum Bären

Hallo Leute,
Danke an Fips, der hat mich auf die Idee zum heutigen Post gebracht. Mit seinem Tipp zum Deutschen Teddybärenmuseum in Sonneberg. Jetzt haben wir Bären es schon so weit gebracht, ein eigenes Museum hier in Deutschland zu haben. In anderen Ländern gibt es schon lange reine Bärenmuseen.
So war Frauchen mal vor einigen Jahren mit einer Bustour in Stratford-upon-Avon. Gebildete (Bären) wie ich wissen ja sofort - Shakespeare! Alle Teilnehmer der Bustour trabten also zum Shakespeare-Haus, Frauchen in die entgegengesetzte Richtung: denn dort war das Teddybärenmuseum mit vielen, vor allem alten englischen Bären. Unter anderem zu sehen: ein Original Fozzie aus den Muppets, der Lieblingsbär von Barbara Cartland (mit ganz viel Straßschmuck behängt), und .... Tusch, Trommelwirbel: Delicatessen!
Wer das ist, fragt Ihr? Kennt Ihr die TV-Serie "Wiedersehen mit Brideshead" mit Jeremy Irons und Anthony Andrews? Da spielt ein Bär eine wichtige Rolle, der Lord Sebastian immer begleitet. Und dafür fand damals ein richtiges Casting statt, denn es sollte ja ein echter alter Bär sein. Aber nicht zu abgeliebt. Und Delicatessen, der sein Leben bis dahin in einem Lebensmittelladen an einem sicheren Platz als Liebling der Besitzer verbracht hatte, hat das Casting gewonnen.
In Florida, Naples, gibt es auch ein Bärenmuseum. Leider konnte Frauchen dieses Mal nicht hin - Sonntag, als sie da waren, geschlossen.
Übrigens, ich kann mich nicht erinnern (sorry, Fips), dass es Hundemuseen gibt. Ein Bär ist halt etwas Besonderes - Freund, Vertrauter, Tröster, Begleiter, Freudemacher. Deswegen mein Appell: Wenn Ihr Euren besten Freund aus Kindertagen nicht mehr haben wollt, guckt, dass er in gute Hände kommt! Irgendjemand wird ihn sicher liebhaben wollen ... und wenn Ihr erwachsene Menschen mit Bären seht, guckt nicht irritiert, sondern lächelt einfach! Wir lächeln zurück, unter Garantie! Meistens jedenfalls :-)
Bis bald Euer Iwand

Donnerstag, 7. Februar 2013

Grantig, grummelig, griesgrämig!

Hallo Leute,
ja, genau so bin ich seit einigen Wochen: grantig, grummelig, griesgrämig! Ich kann dieses Wetter nicht mehr sehen! Grau in grau, Regen und Schnee, keine Farben, nix Grünes, nix Blühendes - mir reichts ...
Kommt, alle mitmachen - wir vertreiben den Winter mit flotten Sprüchen und Gedichten:
  • Winter ade, scheiden tut nicht weh
  • Die Winterzeit war schön, nun muss er aber gehn!
  • Vom Eise befreit sind Deutschland und Iwan durch des Frühlings holden, belebenden Blick ...
  • Muss i denn, muss i denn aus Nürnberg hinaus (gesungen vom Winter)
  • Und immer immer wieder macht´s die Sonne warm (frei nach Udo Jürgens)
  • Walkin through a springtime wonderland ...
So, jetzt fällt mir erstmal nichts mehr ein. Wer noch ein paar flotte Sprüche kennt, her damit! Gemeinsam werden wir das doch wohl schaffen ... stellt Euch mal vor: 15 Grad aufwärts, 6 bis 8 Stunden Sonne am Tag, ein laues Lüftchen, blühende Narzissen auf grünen Wiesen ... seufz.
Bis bald Euer Iwan

Freitag, 1. Februar 2013

Fozzie war dann mal weg

Hallo Leute,

ich hatte Euch ja angekündigt, dass mein Kumpel Fozzie noch ein bißchen was über Ami-Land berichtet. Das hat leider gedauert - nicht weil er faul war, nein. Sondern er ist ja im Hauptberuf Maskottchen und Mitfahrer in Frauchens Auto (er sagt, ohne ihn käme sie nirgendswo heil an!), und da hat er wenig Freizeit. Also, das Wort hat Fozzie:
"Man, war ich aufgeregt! Aber war auch ganz toll, mal so ganz entspannt als Beifahrer ohne Job mitzucruisen. Im Flieger konnte ich schön auf Grönland und dann die ganze Küste runter Kanada und USA gucken! Einreise recht problemlos, der Officer war gar nicht so grimmig, als er hörte, wir sind Runners und wollen bei Disney den Halbamarathon laufen. Der Mietwagen war nach anfänglichen Schwierigkeiten (wir sind alle noch nie Automatik gefahren, die ersten Meter waren eher hüpfend!) o.k. und im Hotel hatte ich immer mein eigenes Sofa! Frauchen hat mich für die Beweisfotos und hier für Iwans Blog häufig mitgeschleppt. Dabei fiel mir auf: Im Gegensatz zu Deutschland, wo Mensch, der Bär fotografiert, häufig irritiert bis "spinnt die?" angeguckt wird, gab es in Florida nur nette Zulächler. In Disney World musste ich einmal sogar warten mit Schnappschuss Bär vor Main Street und Cinderella Castle, weil vorher schon ein anderer Bär genauso fotografiert wurde! Überhaupt - die Freundlichkeit, das fiel mir sehr auf. Überall "Wie kann ich Ihnen helfen?", "Einen schönen Tag!", "Genießen Sie es" und immer ein freundlicher Schwatz. Zurück zu Frauchens Autofahrkünsten: zweimal habe ich voll an der Scheibe geklebt, weil sie ausgekuppelt hat - in einem Automatik! Naja, ansonsten war ich bei Alligatoren (Mann, hab ich gebibbert, dass sie mich nicht fallen lässt!), in Disney World hat Donald mich auf Händen getragen, in den Everglades bei Geiern, auf den Keys und an Traumstränden, und habe Miami South Beach unsicher gemacht. So ein Leben hat schon was - am Strand auf der Liege, bei 25 Grad und vollem Service (ich lese übrigens gerade die New York Tribune). Umso krasser war dann das Heimkommen: Anschlussflug von Düsseldorf nach Nürnberg wegen Eisregens annulliert. Umbuchen auf Zug. Rolltreppen an deutschen Bahnhöfen - ist nicht oder ist kaputt. Koffer bei insgesamt 3mal Umsteigen immer hoch- und runterschleppen (ich nicht, aber ich hatte immerhin Mitleid!). Saukälte. Frauchen und Herrchen in der Aussicht, dass sie ja immer in warmen Hallen (statt kalter Bahnsteige) sind, in recht dünner Klamottenschicht. Und ...extrem unfreundliche, wenig hilfsbereite Mitmenschen, die einen eigentlich nur anknurrten, wenn man verzweifelt die Zugverbindung von Düsseldorf nach Nürnberg suchte! Welcome back kann ich da nur sagen!"
Soweit Fozzie - das reicht jetzt aber, schließlich bin ich, Iwan der Unvergleichliche, hier Chef im Ring! Und das nächste Mal fahre ich mit, basta. Übrigens, mehr seiner Fotos sind hier bei Pintinterest eingestellt.
So, das wars mit Florida, demnächst wieder die üblichen sarkastischen Kommentare zu allem, was wichtig oder unwichtig ist ...

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 24. Januar 2013

Run Disney ... geschafft!

Hallo Leute,

Frauchen ist wieder da aus Florida. Braungebrannt, mit vielen Bildern und Erlebnissen. Demnächst davon mehr von meinem Bären-Vertreter, Fozzie, der die ganze Reise begleitet hat. Ihn haben sie ja ohne ESTA einreisen lassen ... Jetzt aber erstmal zum Disney Run. Als Coach habe ich gut gearbeitet, Frauchen kam gut durch und landete im vorderen Fünftel (sonst sind wir immer eher bei den Gemütlichen im hinteren Drittel!). Im Warmen laufen kann sie halt besser als bei Kälte. Ansonsten war aber alles ganz anders als bei Läufen hier in Europa, bzw. speziell in Deutschland. Sie hatte ja Bedenken, wie das mit 25.000 Startern denn gehen solle, bei Abholung Startunterlagen am Vortag, und dann Einsortieren in die verschiedenen Startblöcke. Zum großen Erstaunen: alles gar kein Problem. Alle wurden gleich so geleitet und geführt, dass es kein Verlaufen oder Verzögerungen gab. Sehr positiv: ausreichend Parkplätze. Mehr als genug Dixie-Klos (bei uns steht man ewig davor, auch bei nur 1.000 Startern, dort maximal 4 Minuten). Tolles Starterpackage mit schickem Laufshirt, sehr ausgearbeiteter Finisher-Donald-Duck-Medaille, Freßpaket im Ziel für jeden, und noch ein paar Gutzis. Negativ: um viertel vor 3 aufstehen müssen, um rechtzeitig um halb fünf den Weg in den eigenen Startblock antreten zu können. Überall übrigens Hinweise, dass es wärmer als sonst um die Jahreszeit wäre und man viel trinken solle. Frauchen traf im Startblock eine Läuferin aus Köln, die vor 2 Jahren schon mal dort gestartet ist - bei Null Grad. Dafür fährt man doch nicht noch Florida! Frauchen hatte 16 Grad morgens um halb sechs. Und weiter gehts mit den Unterschieden: Ausreichend Platz im Startblock, kein Hauen/Stechen/Vordrängeln, viele Verkleidete (Minnie Maus, Robin Hood, Tigger, Buzz Lightyear usw.). Vorne Bühne mit Riesenleinwand und Bespaßung durch Micky, Donald, Goofy und Jeff Galloway (immer Olympionike im Marathon). Jeder Startblock (und es gab 9 davon!) wurde mit separatem Startschuss durch Donald, extra Sprüchen und extra Feuerwerk losgeschickt in die Nacht. Davor gab es noch für alle die US-Nationalhymne, und sehr viele haben mitgesungen. Das stelle man sich mal in Deutschland vor!
Die meisten Kilometer beim HM läuft man über die Verbindungsstraßen zwischen Epcot (Start und Ziel) und Magic Kingdom. So alle 2 km stehen Disney-Figuren, und je nach Gusto haben sich dann Läufer angestellt, um sich mit A- und B-Hörnchen, Donald & Daisy, Buzz usw. fotografieren zu lassen. So kamen dann auch die langsameren Zeiten zustande! Aus dem Nachtdunkel dann ins hell erleuchtete Magic Kingdom, mit voller Musik und Zuschauern über die Main Street durchs illuminierte Cinderella-Castle - das brachte auch Nicht-Disney-Fans eine Gänsehaut. Zurück Richtung Epcot wurde es langsam hell, und bei den letzten km waren noch zwei fiese Anstiege Brücken hoch eingebaut. Ebenfalls sehr positiv: so ab km 15 standen überall Helfer an der Strecke, die andauernd positiv anfeuerten. Bei km 19 zwei Moderatoren, die per Mikro durchsagten, wer gerade vorbeilief ...also sehr kurzweilig und motivierend. Beim Zieldurchlauf hat dann Micky jeden Läufer, der wollte, abgeklatscht. Und auch das Rausgehen aus dem Zielbereich, bzw. dann vom Parkplatz runterkommen, lief bei 25.000 mal mindestens 2 (Läufer plus Begleiter) absolut ruhig, ohne Staus usw. ab. Frauchens Fazit: "Great fun!"
Und seit sie wieder da sind, schnattern sie und Fozzie mich voll mit ihren Urlaubserlebnissen. Sobald ich nicht mehr ganz von Neid zerfressen bin, werde ich hier berichten!
Bis bald und "have a great day" (würde man dort überall sagen, behauptet Fozzie)
Euer Iwan

Dienstag, 8. Januar 2013

Auf zum Disney-Halbmarathon

Hallo Leute,
... würde ich gern rufen, aber leider gilt der Reiseaufruf nicht für mich. Schluchz. Da macht man als Coach sein Frauchen fit, und darf dann nicht mit zum Anfeuern. Gemeinheit. Aber Herrchen meint, ich würde keine ESTA für die Einreise in die USA kriegen. Und die wäre für Bären ab 20 Zentimeter Körpergröße zwingend erforderlich. Habe ich zwar noch nie gehört, diese Regel, aber nun gut. Riskieren will ich es nicht, mit dem nächsten Flieger Richtung Heimat geschickt zu werden!
Dafür hat mir Frauchen zwei Sachen fest versprechen müssen:
  1. Ich darf dieses Jahr auf jeden Fall mit nach Mallorca.
  2. Sie bringt mir ein Autogramm von Donald Duck aus Orlando mit.
(und ganz unter uns, vertraulich: Startzzeit für Frauchen ist 5:49 Uhr, sie muss um 5 Uhr im Startblock sein - bin ich heilfroh, dass ich nicht so früh aufstehen muss!)

Und keine Angst, dass ich danach nichts zu erzählen weiß. Ich schicke einen kompetenten Bärenvertreter mit. Fozzie, der mit seinen knapp 4 Zentimeter (wenn er sich streckt und reckt) keine ESTA beantragen muss. Und schon Reiseerfahrung hat. Der wird uns alles Wissenswerte vom Disney Run und vom American Way of Life berichten - stay tuned (Ihr seht schon, ich hatte mein Englisch auf Vordermann gebracht ...).
Bis bald
Euer Iwan

Donnerstag, 3. Januar 2013

Auf ein Neues!

Hallo Leute,
auch gut "rübergerutscht"? Wobei ich mir ja schon immer die Frage gestellt habe, was "einen guten Rutsch haben" bedeutet ... außer für Eisläufer, Skifahrer usw. Frauchen meint, sie hat eine Erläuterung gelesen, dass es aus dem Jiddischen käme und ursprünglich "ein gutes Rosch" ( Rosch ha-Schana, jüdisches Neujahrsfest) gehießen habe. Gut möglich, auch das "es zieht wie Hechtsuppe" kommt ja aus einer Verballhornung eines jiddischen Begriffs. Äh, wie bin ich jetzt darauf gekommen? Ach ja, Neujahr.
Jetzt startet wieder ein neues Jahr. Viele haben gute Vorsätze, die ersten sind schon wieder vergessen. Jedes Jahr dasselbe. Ganz ehrlich, ich frage mich sowieso, warum die Silvesternacht so etwas Besonderes sein soll. Bei uns flatterte nur eine vollkommen panisches Meise gegen 22 Uhr auf der Terasse herum und gegen die Balkontür, weil die ersten Böller und Raketen draußen losgingen. Wobei ich beim nächsten Thema bin: muss man soviele Böller und Feuerwerk verpulvern? 130 Mio. Euro? Wenn jeder davon nur die Hälfte gekauft hätte, und den Rest gespendet an soziale und Tierschutz-Projekte, dann wäre immer noch "Krachpengbumm-Leucht" gewesen und Notleidende hätten trotzdem was abgehabt. Netter Nebeneffekt: die Straßen wären nur halb so dreckig. Kein Bär würde seine Höhle so zuwutzen wie Menschen in der Silvesternacht die Straßen - ist ja egal, wozu gibt es die Müllabfuhr?
Also nix Neues im neuen Jahr. Auch die absolut überflüssigen Meldungen kommen. Da lese ich im Videotext "ADAC warnt vor Rückreisewelle" - ist ja legitim und sicher zu erwarten. Wie jedes Jahr. Was der geneigte Leser sicher als weitere Info braucht: Hauptreisetage werden Samstag und Sonntag sein, weil dann die Ferien zu Ende gehen. Und der ADAC ist ganz schlau und weist darauf hin, dass Autofahrer am Wochenende mit den meisten Staus "Samstag und Sonntag zwischen 9 und 20 Uhr" zu rechnen haben. Welch´ große Weisheit. Welch´ genaue Prognose. Da wäre ich selbst nicht drauf gekommen, dass tagsüber mehr Autos unterwegs sind als nachts. Ich versuche mich auch mal als Prophet: 2013 wird 365 Tage haben, nachts wird es dunkler als tagsüber sein, und am Jahresende gibt es Silvester. Na, wie mache ich mich?
Bis bald Euer Iwan