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Donnerstag, 9. April 2015

Radfahrer - Landplage, ja oder nein?

Hallo Leute,

gestern war Frauchen morgens laufen - 6:30 Uhr, Null Grad, volle Wintermontur, schnatter. Heute war sie nachmittags laufen, 16:30 Uhr, 20 Grad, kurze Hose und Shirt. Selber Park, teils selbe Laufstrecke. Soviel zum Thema Abwechslung ...
Auf jeden Fall kam Frauchen st**kwütend zurück. Und hat sich gleich mal bei mir ausgeschimpft. Mal wieder die Radfahrer ... sie ist es ja gewöhnt, dass Radfahrer in der Regel viel zu dicht an einem Fußgänger oder Läufer vorbeizischen, meist gegen die Straßenrichtung auf dem zu engen Fußweg fahren, Frauchen wild klingelnd zum Sprung vom Weg in den Graben bewegen wollen. (o.k. o.k. vielleicht ist das etwas verallgemeinernd, aber diesen Eindruck muss man leider als Fußgänger gewinnen)
Nun zum heutigen Vorfall: Auf dem Weg von unserer Wohnung in den Park gibt es ein ca. 150 Meter langes Verbindungsstück zwischen 2 Straßen, das rein Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Circa 5 Meter breit, in der Mitte ein schöner weißer Trennstrich. Links Fußgänger, rechts Radfahrer. Links leider auch Schatten. Und der Gehsteig kommt von rechts zu diesem Stück, man muss also als Läufer einmal den "Radweg" queren. Und nach 150 Meter wieder "queren", weil der Gehsteig dann wieder rechts weiterführt. Wenn so gar niemand zu sehen ist, und die Sonne scheint, läuft Frauchen dann ganz rechts, quasi 20 cm auf der äußersten Kante des Radweges. Dann sind immer noch rund 4,80 Meter für Radfahrer übrig. Denkt sie, und dass sie ja niemanden behindert. Denkste: Heute wurde sie rasant überholt, geschnitten und angeblökt "Kannste nicht lesen? Fußgänger da drüben!" Und ihr Hinweis, dass doch genügend Platz sei und sie niemanden störe, wurde mit einem "Blöde Kuh" beantwortet. Ja, sie war nicht im Recht. Aber dafür gleich so ausfallend zu werden? Bei diesem schönen Wetter?
Frauchen hat sich jedenfalls mal wieder massiv über Radfahrer geärgert. Schade. Die Radfahrer, die nett sind, ausreichend Platz beim Überholen lassen, niemanden behindern, sind leider - so unser subjektiver Eindruck - in der Minderheit.
Wie denkt Ihr darüber?
Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 1. Juli 2014

Die fünf größten Gefahren für Läufer

Hallo Leute,

neulich kam Frauchen mal wieder schimpfend und zeternd vom längeren Waldlauf zurück ... und brabbelte was von "Gefahren für Läufer". Ich dachte natürlich sofort an wildgewordene Autofahrer, verlockend duftende Kaiserschmarrn - aber nein, Frauchen meinte ganz was anderes. Hier ihre Liste der

Fünf größten Gefahren für Läufer:

5. Tannenzapfen
Die sind ihr anscheinend beim Lauf durch den Wald ziemlich um die Ohren geflogen, weil auch ordentlich Wind war. Und so ein Zapfen aus 5 Meter Höhe voll auf den Kopf kann weh tun ....

4. Mountainbiker
Haben immer Vorfahrt (glauben sie), haben alleinige Daseinsberechtigung auf engen Waldwegen (glauben sie), menschliche und andere Hindernisse haben sich gefälligst durch einen beherzten Sprung ins Unterholz in Sicherheit zu bringen (glauben sie).

3. Hundehalter
Richtig gelesen, nicht etwa Hunde, sondern das, was am anderen Ende der Leine hängt. Frauchen hat in 15 Laufjahren genau zweimal eine wildgewordene Töle erlebt, die ihr an die schmackhaften Waden wollte. Aber bestimmt Hunderte von Hundehaltern, die sofort bei Ansicht des Läufers ihren Fiffi hektisch zu sich rufen, die Leine - falls angeleint - extrem kurz nehmen und ihn versuchen vom Läufer abzulenken. Tja, und was lernt Bello daraus (wissen wir ja seit "Hundeprofi"): Mein Herrchen hat Angst, er ruft mich zu sich, ich muss beschützen" bzw. "aua, ist die Leine aber auf einmal verdammt kurz!". Ergebnis: der Läufer wird negativ belegt. Und dass ein paar Mal, und dann wird der nächste Läufer eben angeknurrt .... das nennt man Pawlowsche Konditionierung, meine Lieben.

2. Kleinkinder
Im Gegensatz zu Hunden werden Kleinkinder nicht zu den Erwachsenen gerufen, wenn ein Läufer naht. Im Gegenteil - prescht das Kleinkind dann auf seinen Dreirad (oder wenn es noch kleiner ist, mit torkelnden ersten Schritten) direkt in die Lauflinie, dann hat man das als Läufer gefälligst "süüüüüß" zu finden. Auch wenn man gerade mit Müh´ und Not noch sein Gleichgewicht halten und einen Sturz über das Kind vermeiden konnte. Verschärfung 2.a) - dass man dann noch angeblafft wird "können Sie nicht aufpassen?"

1. Freizeitradler, Walker, Spaziergänger
Da kann der Weg noch so breit sein - irgendeine dieser Gruppen findet sich immer, um zu mindestens dritt nebeneinander die gesamte Breite in Beschlag zu nehmen. Variante 1: Läufer kommt entgegen - er darf sich dann meist (wenn er sich nicht gleich ins Unterholz bemüht) auf ca. 15 Zentimeter an der Gruppe vorbeischlängeln. Variante 2: Gleiche Bewegungsrichtung, Läufer will überholen - geht eigentlich nur mit wildem Geschrei (sanftes Säuseln bringt nichts), dann wird mürrisch Platz gemacht, wieder die ca. 15 Zentimeter. Denn eigentlich hätte der Läufer ja auch gut umdrehen können, denn andersherum ist die Runde bestimmt viel schöner - das sagen zumindest die Blicke der Überholten. Variante 2 mit gleicher Bewegungsrichtung, aber Läufer wird von Radler überholt: Wildes Geklingel, und wenn der Läufer dann noch nicht in den Graben gesprungen ist, wird mit ca. 0,5 Zentimeter Abstand überholt ...

Und bei dem bewußten Lauf hatte Frauchen alle 5 Gefahren auf einmal erlebt, deswegen die miese Laune. Habt Ihr Ergänzungen, was empfindet Ihr als größte Gefahr für Läufer?

Bis bald Euer Iwan