Dienstag, 16. August 2016

Typisch top olympische Sportarten

Hallo Leute,

stellt Euch vor, da sind Olympische Spiele, und keiner guckt zu. Weil die interessanten Sportarten (so wie Schwimmen oder Laufwettkämpfe) meist mitten in der Nacht kommen. Vor Ort guckt eh keiner zu, sieht man ja (leider) an den leeren Rängen. Das ist sehr schade für die Athleten, da rackert man sich vier Jahre im Training ab, und dann kriegt man keine Anerkennung von Zuschauern.
Durch diese tollen Sendezeiten habe ich mir halt auch mal andere Sportarten als gewöhnlich angeschaut. Und bin gestern beim Dressurreiten hängen geblieben. Faszinierend! Da trabt und galoppelt so ein Pferd zur Musik durch die Gegend, absolut im Takt zu "Tanze Samba mit mir" ... Weihegold wurde dafür ja auch mit der Silbermedaille belohnt. Durfte dann aber nicht aufs Stockerl - was ich ungerecht finde! Und heute habe ich mir von Frauchens Kollegin, die selbst Dressur reitet, erklären lassen, wie man ein Pferd dazu kriegt, so gar zierlich die Hufe zu heben, graziös abgeknickt. Denn für mich Laien sieht das nicht nach natürlicher Bewegung aus. Und ein "bitte, liebes Pferdchen, knicke doch mal den Huf ab" wird ja nun auch nicht verstanden .... Aber siehe da, es ist tatsächlich eine natürliche "Hufhaltung", wenn das Tier auf der Stelle trabt. Sie hat es uns erklärt mit einem Vergleich zum Laufen: wenn man auf der Stelle läuft, hält man ja auch Bein und Fuß anders, weil man die Vorwärtsbewegung nicht hat. Aha. Again what learned, wie unser Rekordfußballer sagen würde.
Dann habe ich mich neulich, muss ich leider zugeben, beim Tischtennis und Beachvolleyball sehr gelangweilt. Sind halt nicht meine Sportarten. Obwohl die knapp bekleideten Damen ja schon sehr fesch aussehen, hüstel hüstel. Die Schieß-Übertragungen sind ja auch recht seltsam - immer das Bild auf dem Schützen, man sieht nicht, wie viel / ob er getroffen hat. Das muss einem dann der Reporter sagen.
Was ich mir überlegt habe: Könnte man nicht Michael Phelps zu einem eigenen Land erklären? Der hätte dann allein schon mehr Medaillen gewonnen als die deutsche Schwimmmannschaft - er war halt auf den Punkt fit, nicht schon bei den US Trials. Unsere Schwimmer anscheinend leider zu früh, bei den Deutschen und Europameisterschaften.
Insgesamt haben alle teilnehmenden Sportler aber unsere ganz große Anerkennnung! Jeder, der sich jetzt das Maul zerreißt, weil keine Medaille herausspringt, soll erst einmal diese Leistung bringen .. und das Ganze oft als Amateur, oder mit ganz wenig Geld. Oder wie die Marathonläuferin Scherl, neben einem 40-Stunden-Job! Wenn ich da an die Gehälter und Prämien der Fußballer denke, wird mir eh ganz schlecht.
Aber nun zu den drei top olympischen Sportarten, bei denen wir Deutsche sicher ganz oben auf dem Treppchen stehen würden:
  • "Wie kann man nur so schlecht sein" - Niedermachen von allen Plätzen, die nicht Rang 1 bis 3 sind
  • "Respektlos" - Niedermachen von Olympiasiegern, die sich nicht 08/15 verhalten oder vor dem Fernseh-Reporter Männchen machen
  • "Sind doch eh alle gedopt" - Generalverdacht, deswegen Ablehnung aller Sportarten außer Fußball.
So, jetzt muss ich aber wieder vor den Fernseher - Usain Bolt hat gleich seinen Vorlauf über 200 Meter!
Bis bald Euer Iwan

Montag, 8. August 2016

Pitz Alpine Trail: 15 km tolle Strecke, 850 Höhenmeter, 37 Schlammlöcher

Hallo Leute,

letztes Wochenende waren wir (das hatte ich glaube ich schon das ein oder andere Mal angekündigt) im Pitztal, zu unserem ersten "echten" Bergtrail. Also: das Wetter am An- und am Abreisetag war fantastisch. Tja. Aber nur an diesen Tagen.
Wir kamen Donnerstag an, in Mandarfen, das liegt ganz ganz hinten im Pitztal, auf 1.640 Metern. Ziemlich erschöpft, denn in Frauchens Auto war die Klimaanlage kaputt gegangen. Und die ganze Fahrt (5 Stunden) knallte die Sonne herunter, es hatte über 30 Grad (draußen), wir sind erst nach der Arbeit losgefahren ... da mutete die Frage der Dame an der Hotelrezeption schon seltsam an: "Sie sehen etwas erschöpft aus. Möchten Sie erst in Ruhe etwas trinken, und dann einchecken?" Neeeeiiiiin! Wir wollten gleich aufs Zimmer, und dann noch beim letzten Rest Tageslicht ein bißchen das Pitztal angucken. Wobei Frauchen gleich mal ein Reh hochgescheucht hat, mit ihrem lautstarken Lachen. Was ihr (und mir) aber am nächsten Tag vergangen war. Es regnete. In Strömen. Bei nurmehr nur noch 8 Grad. Schneefallgrenze so bei ca. 2.500 Metern. Und es regnete weiter. Den ganzen Tag. Und die Nacht. Das Einlaufen war mehr ein Einschlottern. Glücklicherweise war es nicht weit zum Start- und Zielbereich - raus aus dem Hotel, nach 5 Metern rechts und man war da. Ein Lob an die Veranstalter - alles top organisiert. Und der Läufer sowie seine Sicherheit standen im Vordergrund. Daher wurde auch der Marathon, der über den Gletscher führen sollte, aufgrund der widrigen Wetterbedingungen abgesagt - Neuschnee, kalter Wind, rutschig. Und die Starts alle etwas nach hinten verlegt.
So kamen wir Samstag erst um 9:30 Uhr dran. Und pünktlich 5 vor neun hat es auch aufgehört zu nieseln. Wir guckten dem Start der Marathonläufer über die "Normalstrecke" (also nicht über den Gletscher) zu - da waren die "Ultras" (100 bzw. 85 km) schon Stunden auf der Strecke ... Und plötzlich fiel mir die Kinnlade nach unten - direkt über uns im Berg, in den Serpentinen, sahen wir die gestarteten Läufer. Frauchen scharrte aber schon mit den Hufen; das kann auch aus Kälte gewesen sein, ich hatte ihr zu "kurz" unten herum geraten und es hatte immer noch frische 9 Grad. Da ging es also hoch:












Herrchen und ich schickten Frauchen auf den Weg und machten uns dann auf zur Seilbahn. Während sie die ersten 650 Höhenmeter auf einem Bergpfad anging, gondelten wir gemütlich in der Seilbahn nach oben. Frauchen: direkt nach 500 Metern Laufen Stopp, Stau und Warten, bis wir alle einer nach dem anderen auf den Pfad konnten. Eigentlich war es "Speed-Hiking", aber nach ca. 5 Minuten hatte ich meinen Rhythmus gefunden, überholte noch so ca. 10 Läufer und dann ging es kontinuierlich hoch. Das einzige Problem: ein Bach dachte, es wäre sein Weg, und plätscherte uns gemütlich entgegen, was die Sache doch etwas rutschig machte. Schneller als gedacht war ich dann oberhalb des Rifflsees angekommen. Leider hatte sich die Sonne wieder verzogen, ein kalter Wind pfiff, man zog sich also schnell die Windjacke über die verschwitzten Sachen. Ja, da kam sie auch schon angetrabt! Für die Höhe von 2.300 Metern sah sie recht frisch aus - schnell ein Foto von uns beiden gemacht. dann ging es weiter.

Erstmal wieder 68 Höhenmeter nach unten, dann auf gemütlichem "Parkweg" einmal um den Rifflsee herum. Das wäre ja sehr nett gewesen, wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, Stöcke statt Beine unter mir zu haben - so steif waren sie. Anscheinend mochten sie die Umstellung von "schnell bergauf wandern" zu "jetzt laufen wir aber mal wieder" nicht so .... Am Ende der Umrundung kurz noch von Iwan und meinem Mann die volle Wasserflasche erhalten, und dann ging es in einen sehr schönen Wegteil. Oberhalb des Taschachtales auf schmalem Bergpfad entlang, mit bei schönem Wetter sicher atemberaubendem Panorama. 




So konnte man es ab und zu erahnen, das war schon toll. Weniger toll waren die nassen und schlammigen Passagen - und ein schnellerer Läufer von der 26-km-Strecke, der mich einfach vom Weg herunterrammte - mit dem rechten Knie voll auf einen Felsen drauf. Nicht lustig. Ich habe jeden schnelleren Läufer vorbeigelassen, aber an der Stelle konnte man nicht ausweichen ... dachte ich. Kurz die Englein singen hören, dann weiter. Die schlammigen Schuhe durch einmal Ausrutschen im Bach wieder sauber gekriegt. Sie waren ja auch eben erst trocken geworden! 
 
Dann teilten sich die Strecken wieder - die 26 km-Läufer durften weiter hoch über dem Tal laufen, wir mussten in Serpentinen runter. Bloß - wo war denn bitte schön der Weg? Außer einigen Tritten und der Markierung des Veranstalters hat man nichts gesehen. Egal - rein ins Vergnügen ... Da insgesamt "nur" 102 Starter über die 15,8 km gemeldet hatten, verteilte es sich auch ... man hatte so in 50 Meter Vorsprung einen Läufer, und weit hinter einem niemanden mehr. Also fast ein Einzellauf. Endlich - da war der breite Weg, der dann über 6 km wieder leicht bergab ins Ziel führen sollte.



Aber zu früh gefreut! Die bisherigen 36 Schlammlöcher waren noch gar nichts gegen das Monster, das mich ca. 5 Meter vor dem "rettenden" Weg noch erwischte: mit dem linken Fuß bis über den Knöchel im Morast versunken ... Das stete "quaaastsch, quaaatsch"-Geräusch begleitete mich dann auch bis ins Ziel.

Ich konnte es kaum fassen, denn ich hatte eine Zeit um 3 Stunden ausgerechnet - schon nach 2 3/4 Stunden kam Frauchen über die Brücke Richtung Ziel! Ich schnell aufgesprungen, denn - Ehrensache - ich wollte wieder mit finishen. Was wir nach etwas über 2:48 Stunden auch getan haben - der Organisator im Ziel war so von mir fasziniert, dass er ganz vergaß, Frauchen ihre wohlverdiente Medaille umzuhängen!




Ergebnis: Platz 29 von 46 gestarteten, 41 ins Ziel gekommenen Damen, auch noch 5 Herren hinter sich gelassen. Muskelkater hielt sich auch in Grenzen. Startgebühr 19 Euro für den 15,8 "Einsteiger"-Lauf waren auch o.k., das Startersackerl war gut gefüllt. Nur das Funktionsshirt musste man dazu kaufen, schade. Aber das ist jetzt Meckern auf sehr hohem Niveau. Uns hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, und eigentlich wollen wir nächstes Jahr wiederkommen. Um die Berge mal bei Sonnenschein zu sehen, dann sehen sie nämlich so aus (das war am Tag nach dem Rennen):





 Am sonntag früh haben wir noch etwas mit dem Zweitplatzierten vom Ultralauf (100 km in etwas über 12 Stunden gefinsiht, 3.600 Höhenmeter) gefachsimpelt. Was Frauchen beruhigte - er lief auch etwas unrund. Wasm ich mehr beunruhigte - sein Tipp, um besser bergab zu kommen: statt 15 Mal bei uns den "Berg" im Marienbergpark hoch und runter, 50 Mal!!! Wie bringe ich das nur Frauchen bei?

Ach ja, und zu guter Letzt ist für mich als Coach dann tatsächlich auch noch ein Kaiserschmarrn abgefallen. Den hatte ich mir redlich verdient!
Bis bald Euer Iwan


Sonntag, 31. Juli 2016

Woran man erkennt, dass ein Läufer Geburtstag hat

Hallo Leute,

da wartet man ein ganzes Jahr, zählt die Tage herunter ... und schon ist er wieder vorbei, der Geburtstag. Schön war´s, ich habe mit meinen Kumpels eine Sachertorte geteilt. Frauchen hat nichts abbekommen, sie ist ja kurz vor einem wichtigen Lauf und wie bekanntlich jeder weiß: "Zucker macht langsam".



Was mir aber am Freitag aufgefallen ist - hier die 5 Dinge, an denen man erkennt, dass ein Läufer Geburtstag hat:

  1. Am Armgelenk leuchtet eine Geburtstagstorte - jedenfalls auf Frauchens Polar-Pulsmesser-Uhr.
  2. Auf dem Geschenketisch tummeln sich eine Regen-Laufjacke und zwei Bücher übers Laufen.
  3. Am besten kommt als Geschenk ein Gutschein für einen Start bei einem Berglauf an.
  4. Als Highlight des Tages wird ein schönes, antrengendes Berglauftraining angesetzt.
  5. Das Geburtstagsessen könnte man auch als "Pasta-Party" bezeichnen.
Und was jetzt nicht zutrifft, sondern nur alle fünf Jahre - man wird nicht 1 Jahr älter, sondern "wechselt die Altersklasse"!

Bis bald Euer Iwan


Dienstag, 26. Juli 2016

Von Elfen und Elefanten

Hallo Leute,

nachdem es gerade hier so gewittert und hagelt, dass ich Frauchen nicht zum Tempotraining nach draußen scheuchen kann, beschäftige ich sie halt anderweitig. Mit Tippen. Bin mal gespannt, wann sie sich weigert, weiterzutippen, denn es geht um ihren Laufstil. Jetzt dürft Ihr dreimal raten, welcher Teil der Überschrift auf sie passt ...
Ein kleiner Tipp: groß und grau. Hüstel, Entschuldigung, ist halt so. Weitertippen, bitte! Vor allem wenn sie den Berg herunterläuft, hört man sie sehr gut. Das ist kein leichtes läuferisches Schweben, das erinnert mehr an eine Büffelherde auf der Flucht. Ich schaue immer ganz fasziniert hin, wenn ein Läufer oder eine Läuferin so ganz leichtfüßig - eben wie eine Elfe - läuft. Wie machen die das nur? Wir haben auch mal versucht, Frauchens Laufstil umzustellen. Größere, raumgreifendere Schritte. Weniger auf dem Mittelfuß oder der Ferse aufkommen. Brachte eigentlich nur Frust, das Ganze.
Das ist halt ihr ganz eigener Stil. Auch wenn Frauchen normal geht, hört man bei Ledersohlen oder Absätzen immer am "Klack-Klack", dass sie es ist.  Also lasse ich ihr ihren "Elefanten-Laufstil". Denn ich habe mich schlau gemacht: Elefanten laufen normal mit Geschwindigkeiten bis zu 25 Stundenkilometern, und bei Gefahr / Angriff oder Flucht erreichen sie bis zu 40 km die Stunde. Damit hätte Frauchen noch ordentlich Luft nach oben bei ihrer Halbmarathonbestzeit! Daran arbeiten wir jetzt ... sobald das Gewitter aufhört.
Wie würdet Ihr eigentlich Euren Laufstil einordnen? Seid Ihr mehr Elfe oder mehr Elefant?
Übrigens, hatte ich schon dezent darauf hingewiesen: am Freitag habe ich Geburtstag. Glückwünsche gern per Kommentar, Twitter oder Mail, die Sachertorten oder den Kaiserschmarrn bitte per Boten!
Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 19. Juli 2016

Sommer an der Ostsee

Hallo Leute,

Herrchen liebt ja bekanntlich das Meer. Frauchen und ich nicht so - nur dann akzeptabel, wenn das Meer in wärmeren Gefilden ist. Aber man schenkt ja zum Geburtstag das, was der Beschenkte sich wünscht (habe ich übrigens schon erwähnt, dass ich auch in ein paar Tagen Geburtstag habe?). Und daher stand von Freitag bis Sonntag ein Kurztrip an die Ostsee an. Nachdem meine Menschen schon einige Orte abgeklappert hatten, sollte es dieses Mal nach Großenbrode gehen. Ich höre Euch schon fragen "Großen was? Wo liegt denn das?" Ganz einfach - durch Schleswig-Holstein durch, und direkt vor der Brücke nach Fehmarn rechts abbiegen.
Mit Blick auf die Wettervorhersage habe ich dankend auf das Mitreisen verzichtet und meine bärige Vertretung, Fozzie, mitgeschickt. Der redet seitdem nicht mehr mit mir, komisch ... Muss wohl am Wetter gelegen haben. Während wir hier in Bayern Sommer hatten, fand dort oben auch "Ostsee-Sommer" statt. 18 bis maximal 20 Grad, Windstärke 5, dunkle Wolken und manchmal hat es genieselt. Für April wäre das ja ganz nett, aber im Hochsommer? Mitte Juli? Und die Menschen dort sind unverdrossen ins Meer schwimmen gegangen, haben am Strand rumgelegen ... so wie unsereins bei 30 Grad und Sonnenschein. Rätselhaft ist mir das.
Und ich kann Euch noch nicht einmal Fotos präsentieren, denn Herrchen hat prompt seinen Foto zu Hause vergessen. Also: bei Großenbrode ist der Ortsname fast länger als der Ort selbst. Ein bißchen angestaubt, sehr viel 1960er Jahre-Flair, sehr schöner Sandstrand, sehr ruhig und übersichtlich. Ein Katzensprung (oder sagt man an der Ostsee "Möwenhopser"?) nach Fehmarn, wo meine Menschen und Fozzie am Samstag das Vogelschutzgebiet Wallnau und den Fährhafen Puttgarden erkundet haben. Gutes Essen gab es auch, meinte Fozzie - er hat sich mit Krabbenbrötchen vollgestopft. Und Frauchen fand sehr schöne Laufstrecken, über viele Felder am Meer entlang, Blick auf die See, Fehmarn und dräuende Regenwolken ...
Sonntag dann der Kulturschock: Scharbeutz. War ich mal mit Frauchen so vor 30 Jahren. Netter Küstenort, Promenade, gut zum Baden. Und heute? Halligalli ohne Ende, aufgefrackelt, sehr herausgeputzte Promenade mit lauter Schickimicki-Fresstempeln, Menschenmassen, die Schönen und die Reichen halt ... und Verkehrsmassen. Da haben sie dann schnell gemacht, dass sie zurück nach Hamburg kamen, um sich noch mit guten Freunden zu treffen. Bevor dann der Rückflug abends ging - hatte ja nur fast 1 Stunde Verspätung, keinerlei Infodurchsage über Grund oder wann es losgeht, statt der Airberlin-Maschine eine fliegende Sardinenbüchse von Poste Italiana (oder so ähnlich), mit fließend italienischem Englisch sprechendem Kapitän und Kabinenbesatzung. Wie gesagt, ich fand mich sehr klug, hiergeblieben zu sein ...
Bis bald Euer Iwan

Mittwoch, 13. Juli 2016

Zuviel Post für einen Bären

Hallo Leute,

Ihr wundert Euch sicher, warum ich mich länger nicht gemeldet habe. Ganz einfach: ich bin in elektronischer Post fast erstickt. Erst habe ich mich ja gefreut, so viele Mails zu kriegen. Aber als ich sie mir von Frauchen habe zeigen lassen, kam schnell die Ernüchterung. Ich brauche weder dringend Bargeld, noch Viagra, noch "heiße Frauen" (das habe ich jetzt mal ins Jugendfreie übersetzt, und außerdem: "heiße Bärinnen" wären mir lieber). Auch macht es wenig Sinn, mir mit Mahnung / Gerichtsverfahren / Pfändung zu drohen, weil ich angeblich meine Rechnungen nicht bezahlt hätte. Und ich habe gar kein Amazon-Konto. Und bin sicher auch nicht daran interessiert, nigerianischen Erben zur Erlangung ihres Erbes mein Konto zur Verfügung zu stellen ...

Also hier noch mal ganz langsam, deutlich, zum Mitschreiben für alle Spammer: "Ich - bin - ein - Bär. Mit - Holzwolle - gestopft. Ich - falle - nicht - auf - solche - Mails - herein!" Vielleicht sollte ich mir das mal als Auto-Response-Meldung zulegen?

Übrigens, über nette Mails freue ich mich sehr ....

Bis bald Euer Iwan


Dienstag, 5. Juli 2016

Freud und Leid bei einem Trailrun

Hallo Leute,

irgendwie scheint es ja zur Zeit DER Trend zu sein: Trailrunning. Jeder macht´s, jeder probiert´s. Asphaltlauf ist langweilig. Na gut, wir machen das ja schon seit Jahren. Zuerst Landschaftslauf, dann immer mehr auf schmalen Pfaden, quer durch den Wald. Schön ist, dass es auch immer mehr Laufveranstaltungen in dieser Richtung gibt ... früher musste sich Frauchen immer auf die 2. Hälfte beim Achenseelauf freuen. Die ersten 14 km Asphaltweg, fast eben, die letzten 9 km Trailrunning pur. Oder Berglauf, wie man es eben nennen will. Jedenfalls, ich hatte Frauchen dieses Jahr auch für den Pitz Alpine angemeldet, und da muss sie nun langsam mal wieder in die Puschen kommen mit Training. Ich habe daher die High- und die Lowlights (ha, neues Wort erfunden!) eines Traillaufs zusammengestellt:

Highlights:
  • abwechslungsreich, nicht nur für die Augen, auch für die Beine - hoch, runter, rechts, links, Achtung Wurzel - Frauchen meint, da werden ihre Beine viel langsamer müde als bei einem stur-geradeaus-auf-der-Straße-Laufen
  • man verbrennt viel mehr Kalorien 
  • macht stolz, wenn man endlich den 400-Höhenmeter-Anstieg ohne Gehpause geschafft hat 
  • ein zwei-Stunden-Lauf kommt einem höchstens wie 1 Stunde vor.

Darauf kann ein Trailrunner verzichten:
  • Sturz über Wurzeln - vor allem wenn es direkt vor den Augen eines Spaziergängers passiert
  • Brennesseln - sind zwar gut für die Durchblutung, aber auf einem engen Pfad kann man ihnen so schlecht ausweichen ...
  • bergauf überholende Fahrradfahrer (noch schlimmer: auf E-Bikes), die einen mitleidig angucken
  • alternativ: Radlfahrer, die auf engem Pfad unbedingt passieren müssen in Höllengeschwindigkeit
  • Stechmücken! Bei einem langen Lauf durch die Botanik kann es ja sein, dass der Läufer mal hinter einen Baum muss, hüstel, und da lauern derzeit schon die ausgehungerten Stechmücken. Und wohin stechen die am liebsten? Richtig, das zarte Fleisch an der Kehrseite ... ich sage nur "juck, kratz".
Was fehlt noch, was würdet Ihr ergänzen? Bin gespannt!
Bis bald Euer Iwan