Hallo Leute,
ich tue ja wirklich mein Bestes, Frauchen über die Feiertage und den Dezember / Januar fit zu halten. Opfere mich auf, esse die ihr zugedachten Bethmännchen, konfisziere die Marzipanbrote, lasse die weißen Dominosteine verschwinden ... denn jeder weiß ja, Zucker macht langsam. Und dick.
Außerdem scheuche ich sie gemäß meines genialen (wie ich in aller Bescheidenheit vermerken muss ...) Trainingsplanes heraus.Und was macht sie? Beschafft sich anderweitig Leckerli. Wie heute im Büro "Fantakuchen". Hört sich ja schon absolut widerwärtig für Läufer an ... mit Schmand und so.
Trainingspläne umgeht sie mit "ich will jetzt auch mal nur so zum Spaß laufen".
Ich sehe schon die Quittung mit schlechten Zeiten auf uns zukommen. Naja, vielleicht muss das sein, dass sie mal wieder so richtig einbricht bei einem Lauf. Damit sie mich wieder ernster nimmt. So geht das ja schließlich nicht weiter! Oder doch? Noch sind es ja einige Monate bis zum ersten richtig herausfordernden Rennen 2018, dem Innsbruck Alpine Trail Festival. Also gönne ich ihr nochmal ein bißchen Gnadenfrist. Und mir noch ein paar Marzipankartoffeln ...
Bis bald Euer Iwan
Donnerstag, 28. Dezember 2017
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Bäriges Laufjahr 2017
Hallo Leute,
ich schiebe schon Panik, wann ich endlich aufs Jahr zurückblicken kann ... meine Tippse war nicht verfügbar. Ich hinke ja schon allen TV-Jahres-Rückblicken hinterher, Zeit wird´s! Also starten wir nun den Blick auf ein ganz besonderes Laufjahr.
Januar
2017 startete mit einer saftigen Virusinfektion, um nach ein paar Tagen Pause mit der nächsten ordentlichen Infektion zuzuschlagen. Die sich unter anderem auch in Nicht-schlafen-können bemerkbar machte. Was soll ich sagen? So eine durchgemachte Nacht vor dem Fernseher brachte uns zwei Erkenntnisse: erstens - selbst mit über 200 TV-Sendern kommt nachts um 3 Uhr nichts
Vernünftiges und zweitens - aus dem Alter, Nächte durchzumachen und das zu genießen, sind Frauchen und ich definitiv raus! Ende des Monats flog Frauchen dann mit Fozzie (Unverschämtheit!) für 9 Tage nach Mallorca, Wandern und Trainingslager. Ich war heilfroh, zu hören, dass nicht die ganze Kondition flöten war. 4 lange Läufe, teils mit Trailanteil, zwar langsam, aber immerhin.
Februar
Denn hier stand schon das erste Saisonhighlight an: der Halbmarathon in Barcelona. Während unsere Menschen fachsimpelten, teilten @PaulineLaufbaer und ich einen Wein, hüstel. Sonntag blieb es glücklicherweise trocken, aber düster und nicht so warm wie erhofft. Kurze Hosen waren trotzdem drin, und die Zeit auch ganz akzeptabel. Für die Vorgeschichte jedenfalls. Die Strecke war ehrlich gesagt a bisserl langweilig, da hatten wir uns mehr versprochen ...
März
Kurz entschlossen hatte ich Frauchen für den Halbmarathon in Alcudia angemeldet. Ein Super-Sonnen-Wärme-Wochenende belohnte mich für meine Entscheidung. Frauchen kannte die erste Hälfte der Strecke bestens, sind ja ihre Trainingsstrecken im Mallorcaurlaub. Dann kam, was ich hoffte, nie wieder zu erleben ... ab km 10 war Frauchen Letzte des Feldes. Bis ins Ziel. Mit weitem Abstand. Gut, es war ein kleiner Lauf mit unter 200 Teilnehmern. Und o.k., es ging ganz schön auf und ab ... Ich war erst entsetzt. Dann versöhnt, als ich merkte: besser Letzte als Vorletzte. Denn Frauchen wurde von einem immer größer werdenden Pulk aus Begleitfahrzeugen (Streckenposten zu Rad und Motorrad, Ambulanz) begleitet. So einen Zieleinlauf hatten wir noch nie - unvergleichlich!
1 Woche später war sie schon wieder auf der Insel, dieses Mal mit Fozzie. Beim 10 km-Lauf im Hafen von Palma. Noch leicht schwere Beine, aber gewohnt schöne Strecke.
April
Unser Monat der Absagen: Air Berlin machte uns mit Flugzeitverschiebungen einen Strich durch den Hamburg Marathon. Für den alternativ gemeldeten Weiltalmarathon war Glatteis vorhergesagt, also auch ausfallen lassen. Das für zwei Erkenntnisse: erstens - Holland ist beileibe nicht flach, wie die Trainingsläufe in Zandvoort bewiesen.
Zweitens - Runden drehen kann Spaß machen, wenn es für einen guten Zweck ist, wie die 18 km in Seligenporten.
Ansonsten wurde es nun langsam ernst mit der Vorbereitung auf den Karwendelmarsch. Ich hatte es mir so gedacht: statt maximal 2,5 Stunden-Läufe sollten es in der Spitze schon 3,5 Stunden werden, kupiertes Gelände, viele Berg- und Downhill-Spurts, Gewöhnung an Salztabletten und Powershots während des Laufes, Gewöhnung an Laufen-mit-Rucksack. Aber ich bin ja mit Frauchen Kummer gewöhnt ....
Mai
Es ging weiter mit den Absagen. Wings für Life-Run in München - nicht am Start gewesen. Dafür schöne Trainingstage am Achensee, aber halt nicht lange genug die Läufe, und nix Rucksack. "Sie würde schon noch rechtzeitig damit anfangen" bekam ich zu hören.
Ich schimpfte. Die Trainingsläufe wurden länger, die Ausreden kreativer.
Juni
Und schon war die zweite Auflage des Tiergartenlaufs gekommen. Von wegen, alles geht beim zweiten Mal leichter. Die Shirts kamen wieder auf den letzten Drücker, das Wetter spieltemit viel zu viel Schwüle mit, die Hektik war groß ... ein Lauf als Organisator pro Jahr - so ganz nebenbei neben Beruf und genau in der Woche in der Notaufnahme gelandeter Oma reicht.
Dafür wurden neue Laufreviere erkundet, weil Oma ja im Krankenhaus besucht werden musste - da kann man dann direkt im Schwarzachtal toll laufen. Oder die Wanderwege 8 und 8a rund um Altdorf, nach dem sonntäglichen Staubsaugen in Omas Haus. Viel Natur, viel auf und ab, die 2-Stunden-Grenze war schon lange geknackt und inzwischen Standard. Nur der Rucksack - "ist doch noch genug Zeit, ich fange in Lenggries damit an".
Wo wir unsere übliche Woche mit Wandern und Laufen verlebten. Der Rucksack - als "Trailrucksack für Läufer" gekauft - lag anklagend auf dem Tisch in der Pension. Und blieb jeden Tag genau dort liegen, da konnte ich schimpfen was ich wollte. Ein Highlight des Urlaubs war übrigens mein erster Gipfel (naja, gut, ich bin hochgetragen worden)!
Juli
Mir riss nun der Geduldsfaden. Frauchen war immer noch kein einziges Mal mit Rucksack gelaufen. Aber es ist doch ein Unterschied, ob man hier im Reichswald knapp 3 Stunden läuft, die Wasserflasche in der Hand hält und die Salztabletten in der Hosentasche ... oder ob man ca. 10 bis 11 Stunden durch die Berge wetzt. Aber als Coach ist man ja auch Psychologe: wenn sie den Rucksack verweigert, hilft nix. Musste ein anderer her. Also nochmal Geld ausgegeben (Frauchens, nicht meines) und einen Camelback im Internet geordert. Und siehe da - damit hat sie dann zumindest ein paar Trainingsläufe absolviert.
August
Jetzt fingen wir beide an, Panik zu entwickeln.
Vorher gerade mal 23 km am Stück gelaufen, nun sollten es 52 werden. Strecke zwar gut bekannt, das kann aber auch psychisch nach hinten losgehen (wenn man genau weiß, wie übel und lang der letzte Anstieg werden wird ...). Hatten wir genug trainiert? Das Richtige? Vorher noch eine Marschtabelle durchgerechnet und ausgedruckt mit den Durchgangszeiten. Wie wird das Wetter? Und wie wird es ab km 25 für Frauchen gehen? Wann kommt der Mann mit dem Hammer? Schiere Panik, die ich aber - ganz verantwortungsbewusster Coach - nicht zeigen wollte, je näher der Renntag kam. Und dann: bestes Laufwetter (für Frauchen, vielen war es zu heiß), sie trabte, wanderte, lief, sprang die Berge hoch und runter ohne Probleme, überholte nach den ersten 20 km eifrig, lag weit vor der Marschtabelle, und der Mann mit dem Hammer kam erst bei km 50.
Fazit: 3 abgefallene Zehennägel, 2 kaputte Trailrunschuhsohlen, Mordsgaudi gehabt, wahrscheinlich 2019 wieder. Denn die 30 Sekunden, die Frauchen zu einer Zeit unter 9 Stunden fehlten, wurmen uns immer noch.
September
Nach dem Karwendelmarsch kam ... das große Loch. Keine Motivation, kein Zug mehr. Und mieses Wetter, also trat Frauchen weder beim Isarlauf noch beim Tegernseelauf an. 8 Grad und Regen - von uns aus im Winter, aber doch nicht im Spätsommer! Geht gar nicht. So langsam kam dann aber wieder die Lauflust. Im Urlaub auf Mallorca, wo sie wieder mit Fozzie hinfuhren. Hatte ich schon mal meiner Entrüstung Ausdruck verliehen, dass ich zu Hause bleiben musste?
Hier zeigte sich aber, was das ganze Training der letzten Monate wert war. Ein langer Lauf, über den Hafen von Port d´Alcudia nach Aucanada, Trailpfad am Strand entlang, dann hoch Richtung Coll Baix, über Bon Aire zurück nach Port d´Alcudia, ca. 20 km, ca. 250 HM, teils sehr steiniges und holpriges Geläuf, aber wunderschöne Landschaft - Ende Januar 2:21, nun 2:05 Stunden.
Oktober
Unser alljährlicher Fixpunkt, Trailrunfestival in Salzburg. Für mich - Treffen mit Pauline, für Frauchen Panoramatrail, für uns alle Kaiserschmarrn. Und das von mir verordnete Treppentraining hat sich wieder ausgezahlt. Auf Mallorca mindestens zweimal täglich in den 8. Stock hochlaufen. Bringt immense Fitnessvorteile auf der Clemens-Holzmeister-Stiege bei km 1!
Dann waren sie noch in Nizza, Laufen bei Sonne und 20 Grad. Während ich hier Sturm und Regen abbekam. Nein, ich bin nicht neidisch auf Fozzie, ich doch nicht!
November
Nun durfte ich gnädigerweise auch wieder mit. Ja, wenn es halt ohne den Coach nicht geht ... der 10 km-Lauf in Valencia stand an. Sonne, über 20 Grad, viel Spaß beim Lauf gehabt. Und ich habe ihr eine Zeit unter 1 Stunde vermasselt, weil das Aufspringen zum Finishen dieses Mal nicht so gut geklappt hat. P.S. Ich habe Frauchen schon wieder für 2018 angemeldet ...
Dezember
Gleich am 1. waren wir geflasht. Anmeldestart für den Tiergartenlauf 2018. Die erste Ausgabe war nach 23 Tagen ausverkauft. Die zweite nach 7 Stunden. Jetzt hatten sie um 100 Startplätze aufgestockt. Und Frauchen schaltete pünktlich um 9 Uhr die Anmeldung frei. Danach tippelte sie wie Speedy Gonzales auf Twitter usw., beantwortete Mails und aktualisierte die Eventsite. denn nach unglaublichen 24 Minuten (!) waren alle Startplätze weg. Stundenlang noch allen Enttäuschten, die per Mail noch ihr Glück versuchten, geantwortet, dann ging es nach Hamburg.
Selbst laufen, beim Xmas Run auf St. Pauli. Kurz: Nass, kalt, super Stimmung. 5 km rennende Nikoläuse.
Jetzt steht "nur noch" der 10 km-Silvesterlauf auf dem Programm. Hoffentlich, in den letzten beiden Jahren hat jeweils ein Infekt den Start verhindert. Aber den hatte Frauchen schon letzte Woche, also hoffen wir das Beste.
Nächste Woche gebe ich dann noch unsere Saisonplanung 2018 bekannt - vielleicht sehen wir uns ja bei dem einen oder anderen Lauf? Ich würde mich freuen!
Bis dahin - keep on running - frohe Weihnachten!
Euer Iwan
ich schiebe schon Panik, wann ich endlich aufs Jahr zurückblicken kann ... meine Tippse war nicht verfügbar. Ich hinke ja schon allen TV-Jahres-Rückblicken hinterher, Zeit wird´s! Also starten wir nun den Blick auf ein ganz besonderes Laufjahr.
Januar
Vernünftiges und zweitens - aus dem Alter, Nächte durchzumachen und das zu genießen, sind Frauchen und ich definitiv raus! Ende des Monats flog Frauchen dann mit Fozzie (Unverschämtheit!) für 9 Tage nach Mallorca, Wandern und Trainingslager. Ich war heilfroh, zu hören, dass nicht die ganze Kondition flöten war. 4 lange Läufe, teils mit Trailanteil, zwar langsam, aber immerhin.
Februar
März
Kurz entschlossen hatte ich Frauchen für den Halbmarathon in Alcudia angemeldet. Ein Super-Sonnen-Wärme-Wochenende belohnte mich für meine Entscheidung. Frauchen kannte die erste Hälfte der Strecke bestens, sind ja ihre Trainingsstrecken im Mallorcaurlaub. Dann kam, was ich hoffte, nie wieder zu erleben ... ab km 10 war Frauchen Letzte des Feldes. Bis ins Ziel. Mit weitem Abstand. Gut, es war ein kleiner Lauf mit unter 200 Teilnehmern. Und o.k., es ging ganz schön auf und ab ... Ich war erst entsetzt. Dann versöhnt, als ich merkte: besser Letzte als Vorletzte. Denn Frauchen wurde von einem immer größer werdenden Pulk aus Begleitfahrzeugen (Streckenposten zu Rad und Motorrad, Ambulanz) begleitet. So einen Zieleinlauf hatten wir noch nie - unvergleichlich!
1 Woche später war sie schon wieder auf der Insel, dieses Mal mit Fozzie. Beim 10 km-Lauf im Hafen von Palma. Noch leicht schwere Beine, aber gewohnt schöne Strecke.
April
Unser Monat der Absagen: Air Berlin machte uns mit Flugzeitverschiebungen einen Strich durch den Hamburg Marathon. Für den alternativ gemeldeten Weiltalmarathon war Glatteis vorhergesagt, also auch ausfallen lassen. Das für zwei Erkenntnisse: erstens - Holland ist beileibe nicht flach, wie die Trainingsläufe in Zandvoort bewiesen.
Zweitens - Runden drehen kann Spaß machen, wenn es für einen guten Zweck ist, wie die 18 km in Seligenporten.
Ansonsten wurde es nun langsam ernst mit der Vorbereitung auf den Karwendelmarsch. Ich hatte es mir so gedacht: statt maximal 2,5 Stunden-Läufe sollten es in der Spitze schon 3,5 Stunden werden, kupiertes Gelände, viele Berg- und Downhill-Spurts, Gewöhnung an Salztabletten und Powershots während des Laufes, Gewöhnung an Laufen-mit-Rucksack. Aber ich bin ja mit Frauchen Kummer gewöhnt ....
Mai
Es ging weiter mit den Absagen. Wings für Life-Run in München - nicht am Start gewesen. Dafür schöne Trainingstage am Achensee, aber halt nicht lange genug die Läufe, und nix Rucksack. "Sie würde schon noch rechtzeitig damit anfangen" bekam ich zu hören.
Ich schimpfte. Die Trainingsläufe wurden länger, die Ausreden kreativer.
Juni
Und schon war die zweite Auflage des Tiergartenlaufs gekommen. Von wegen, alles geht beim zweiten Mal leichter. Die Shirts kamen wieder auf den letzten Drücker, das Wetter spieltemit viel zu viel Schwüle mit, die Hektik war groß ... ein Lauf als Organisator pro Jahr - so ganz nebenbei neben Beruf und genau in der Woche in der Notaufnahme gelandeter Oma reicht.
Dafür wurden neue Laufreviere erkundet, weil Oma ja im Krankenhaus besucht werden musste - da kann man dann direkt im Schwarzachtal toll laufen. Oder die Wanderwege 8 und 8a rund um Altdorf, nach dem sonntäglichen Staubsaugen in Omas Haus. Viel Natur, viel auf und ab, die 2-Stunden-Grenze war schon lange geknackt und inzwischen Standard. Nur der Rucksack - "ist doch noch genug Zeit, ich fange in Lenggries damit an".
Juli
Mir riss nun der Geduldsfaden. Frauchen war immer noch kein einziges Mal mit Rucksack gelaufen. Aber es ist doch ein Unterschied, ob man hier im Reichswald knapp 3 Stunden läuft, die Wasserflasche in der Hand hält und die Salztabletten in der Hosentasche ... oder ob man ca. 10 bis 11 Stunden durch die Berge wetzt. Aber als Coach ist man ja auch Psychologe: wenn sie den Rucksack verweigert, hilft nix. Musste ein anderer her. Also nochmal Geld ausgegeben (Frauchens, nicht meines) und einen Camelback im Internet geordert. Und siehe da - damit hat sie dann zumindest ein paar Trainingsläufe absolviert.
August
Jetzt fingen wir beide an, Panik zu entwickeln.
Fazit: 3 abgefallene Zehennägel, 2 kaputte Trailrunschuhsohlen, Mordsgaudi gehabt, wahrscheinlich 2019 wieder. Denn die 30 Sekunden, die Frauchen zu einer Zeit unter 9 Stunden fehlten, wurmen uns immer noch.
September
Nach dem Karwendelmarsch kam ... das große Loch. Keine Motivation, kein Zug mehr. Und mieses Wetter, also trat Frauchen weder beim Isarlauf noch beim Tegernseelauf an. 8 Grad und Regen - von uns aus im Winter, aber doch nicht im Spätsommer! Geht gar nicht. So langsam kam dann aber wieder die Lauflust. Im Urlaub auf Mallorca, wo sie wieder mit Fozzie hinfuhren. Hatte ich schon mal meiner Entrüstung Ausdruck verliehen, dass ich zu Hause bleiben musste?
Hier zeigte sich aber, was das ganze Training der letzten Monate wert war. Ein langer Lauf, über den Hafen von Port d´Alcudia nach Aucanada, Trailpfad am Strand entlang, dann hoch Richtung Coll Baix, über Bon Aire zurück nach Port d´Alcudia, ca. 20 km, ca. 250 HM, teils sehr steiniges und holpriges Geläuf, aber wunderschöne Landschaft - Ende Januar 2:21, nun 2:05 Stunden.
Oktober
Dann waren sie noch in Nizza, Laufen bei Sonne und 20 Grad. Während ich hier Sturm und Regen abbekam. Nein, ich bin nicht neidisch auf Fozzie, ich doch nicht!
November
Nun durfte ich gnädigerweise auch wieder mit. Ja, wenn es halt ohne den Coach nicht geht ... der 10 km-Lauf in Valencia stand an. Sonne, über 20 Grad, viel Spaß beim Lauf gehabt. Und ich habe ihr eine Zeit unter 1 Stunde vermasselt, weil das Aufspringen zum Finishen dieses Mal nicht so gut geklappt hat. P.S. Ich habe Frauchen schon wieder für 2018 angemeldet ...
Dezember
Gleich am 1. waren wir geflasht. Anmeldestart für den Tiergartenlauf 2018. Die erste Ausgabe war nach 23 Tagen ausverkauft. Die zweite nach 7 Stunden. Jetzt hatten sie um 100 Startplätze aufgestockt. Und Frauchen schaltete pünktlich um 9 Uhr die Anmeldung frei. Danach tippelte sie wie Speedy Gonzales auf Twitter usw., beantwortete Mails und aktualisierte die Eventsite. denn nach unglaublichen 24 Minuten (!) waren alle Startplätze weg. Stundenlang noch allen Enttäuschten, die per Mail noch ihr Glück versuchten, geantwortet, dann ging es nach Hamburg.
Selbst laufen, beim Xmas Run auf St. Pauli. Kurz: Nass, kalt, super Stimmung. 5 km rennende Nikoläuse.
Jetzt steht "nur noch" der 10 km-Silvesterlauf auf dem Programm. Hoffentlich, in den letzten beiden Jahren hat jeweils ein Infekt den Start verhindert. Aber den hatte Frauchen schon letzte Woche, also hoffen wir das Beste.
Nächste Woche gebe ich dann noch unsere Saisonplanung 2018 bekannt - vielleicht sehen wir uns ja bei dem einen oder anderen Lauf? Ich würde mich freuen!
Bis dahin - keep on running - frohe Weihnachten!
Euer Iwan
Dienstag, 12. Dezember 2017
Laufen bei kaltem Regen ist unschön, Nichtlaufen aber auch
Hallo Leute,
wer mein Frauchen kennt, weiß, dass sie mit dem Winter hadert. Kälte, Regen oder gar Schnee, viel Dunkelheit - das mag sie überhaupt nicht. Und seien wir doch mal ehrlich, die Male, wo Sonne auf frischen Schnee scheint und das Im-Winter-Laufen wirklich Spaß macht, kann man doch an einer Hand abzählen.
Also hat sie die letzten Wochen schon eifrig gemotzt. Ist zwar gemäß meinem Trainingsplan laufen gegangen, aber nur "unter Protest". Tja, zur Zeit wünscht sie sich, sie könnte bei Regen, Kälte, Dunkelheit raus und ihre Runde drehen ... Stattdessen hat sie (mal wieder) bei Erkältungsviren "hier" geschrieen. Und liegt seit 3 1/2 Tagen mehr oder weniger flach. Morgen schicke ich sie aber schon mal wieder ins Büro, man will ja schließlich tagsüber seine Ruhe haben.
Aber wie gesagt, ein Gutes hat die Sache: sie wird dankbar sein, wenn sie wieder rausdarf. Und ich werde wohlwollend lächeln, wenn es dabei 1 Grad und Schneegraupel hat, hehehe.
Bis bald Euer Iwan
wer mein Frauchen kennt, weiß, dass sie mit dem Winter hadert. Kälte, Regen oder gar Schnee, viel Dunkelheit - das mag sie überhaupt nicht. Und seien wir doch mal ehrlich, die Male, wo Sonne auf frischen Schnee scheint und das Im-Winter-Laufen wirklich Spaß macht, kann man doch an einer Hand abzählen.
Also hat sie die letzten Wochen schon eifrig gemotzt. Ist zwar gemäß meinem Trainingsplan laufen gegangen, aber nur "unter Protest". Tja, zur Zeit wünscht sie sich, sie könnte bei Regen, Kälte, Dunkelheit raus und ihre Runde drehen ... Stattdessen hat sie (mal wieder) bei Erkältungsviren "hier" geschrieen. Und liegt seit 3 1/2 Tagen mehr oder weniger flach. Morgen schicke ich sie aber schon mal wieder ins Büro, man will ja schließlich tagsüber seine Ruhe haben.
Aber wie gesagt, ein Gutes hat die Sache: sie wird dankbar sein, wenn sie wieder rausdarf. Und ich werde wohlwollend lächeln, wenn es dabei 1 Grad und Schneegraupel hat, hehehe.
Bis bald Euer Iwan
Montag, 4. Dezember 2017
Ein rennendes Nikolaus-Eichhörnchen auf St. Pauli
Hallo Leute,
das wolltet Ihr schon immer mal sehen? Kein Problem, einfach dranbleiben und weiterlesen ...
Ich hatte ja Frauchen erstmals für den Xmas Run St. Pauli angemeldet. Die letzten Jahre ging es sich immer mit dem Termin nicht aus, dieses Jahr sollte es am 3. Dezember klappen. Und im Juli erschien mir das noch eine gute Idee. Tja, was soll ich sagen. "Hamburg - wieder mal Regen." Und Kälte vorhergesagt. Also entschloss sich Frauchen schweren Herzenes, mich zuhause zu lassen. Denn mein wertvolles Inneres ist nun einmal nicht regenfest. Schade, ich hätte gern die vielen Kostüme, für die dieser Lauf ja bekannt ist, gesehen ... so habe ich guten Glaubens Fozzie mitgeschickt. Das war ein böser Fehler, sage ich Euch. Der hat nämlich angesichts des Wetters auch gekniffen!
Freitag Abend bei Ankunft im Hotel, direkt an den Landungsbrücken mit Blick auf den Hafen gelegen, war ja alles noch in Ordnung. Hamburg war total überfüllt, massenweise Touris. Samstag ging es erstmal hoch auf die Plaza der Elbphilharmonie, da pfiff der Wind, und es war Hochnebel - Sicht schlecht, und Fozzie musste sich schon ganz schön festklammern.
Dann waren sie erst in Norderstedt, einer sehr guten Freundin (Grüße auch von mir, ich durfte ja nicht mit, grummel) bei einem Adventskonzert mit ihrem Chor zuhören, und dann nettes Beisammensein. Sonntag morgen dann Aufwachen bei "Pladder, pladder". Dazu ein eisiger kräftiger Wind. Worauf Fozzie spontan entschied, auch im Hotel zu bleiben. Fahnenflucht. Pflichtvergessener Bär! Frauchen machte sich sehr missmutig fertig - wenn sie nicht mit @Laufwelt und André verabredet gewesen wäre, hätte sie sich wahrscheinlich gar nicht aufgerafft. Vier Schichten, plus drüber noch ein Nikolaus-Eichhörnchen-Shirt - das Ganze sieht schon irgendwie leicht abartig aus, vergleicht man es mit dem kurze Hosen-Laufshirt-Dress von vor zwei Wochen in Valencia.
Der Start sollte in 3 Wellen stattfinden, Frauchen und ihre Freunde waren um 11 Uhr dran. Man sah schon einige Nikoläuse, Rentiere, einen Eisbär, einen laufenden Adventskranz, Jack Sparrow und Klaus Störtebeker (was die wohl mit Weihnachten zu tun haben?). Störtebeker entpuppte sich übrigens als Andreas, den ich dieses Jahr in Barcelona kennengelernt hatte. Und obwohl Frauchen nichts von mir sagte, hat er Grüße an mich ausrichten lassen!
Ewald Lienen vom FC St. Pauli, den Älteren unter uns wegen seiner früheren wilden Frisur und einer klaffenden Oberschenkelwunde noch ein Begriff, sprach Begrüßungsworte und bewunderte die Hardcoreläufer, die trotz dieses Mega-Bäh-Fies-Wetters am Start standen. Erst ging es langsam getrabt ins Millerntorstadion hinein, dort startete die Zeitmessung und schon sah Frauchen nur noch die entschwindenden Rücken von André und Manu. Also lieber das eigene Tempo finden. Am Dom entlang (für Nicht-Nordlichter: so heißt in Hamburg der Jahrmarkt, Rummel, Kerb, Kirchweih), rein in die Wallanlagen, Planeten und Bloomen, in einer schönen Runde. Super organisiert, meinte Frauchen, sehr nett alle. Startgeld 13 Euro, plus 3 Euro Chipmiete, alles zu einem sozialen Zweck. Manchmal, auf den Pflastersteinen, war es mit Frauchens Trailschuhen (die einzigen wasserdichten, die sie hat) ein bißchen glatt. Und was erstaunlich war, wie oft es hoch / runter / Treppen rauf ging ...
Zwei (echte) Hunde im Nikolausoutfit sind in ihrem Slot auch mitgelaufen; das Rentiergespann (8 Läufer, aneinandergeschirrt) machte sich leider gerade erst fertig für den zweiten Slot.
Zurück am Dom entlang, und schon war sie da. Über die Zeit schweige ich lieber mal, indiskutable 31:22 min für 5 km. Wenn ich dabei gewesen wäre, wäre das viiiieeeel schneller gegangen. Immerhin Platz 15. in ihrer AK (von über 80), und Platz 165 von knapp 800 Damen.
Die schicke Medaille eingesammelt, die Urkunde ausdrucken lassen, und dann ging es schon wieder zurück zum Hotel. Auf dem Weg dahin trafen sie an einer Ampel noch Christine (@sielaeuftde) - schön, dass man sich wenn auch nur kurz endlich mal persönlich gesehen hat! Und sie hat auch gleich Grüße an mich ausrichten lassen ....
Manu und André sind dann direkt zurück nach Berlin gefahren, meine Menschen am frühen Nachmittag wieder hier eingetroffen. Fazit: Ich wäre gern dabei gewesen, der Lauf scheint eine Riesengaudi zu sein!
Bis bald Euer Iwan
P.S. Und hier ist Manus Bericht - sie hat mehr Fotos drin ...
das wolltet Ihr schon immer mal sehen? Kein Problem, einfach dranbleiben und weiterlesen ...
Ich hatte ja Frauchen erstmals für den Xmas Run St. Pauli angemeldet. Die letzten Jahre ging es sich immer mit dem Termin nicht aus, dieses Jahr sollte es am 3. Dezember klappen. Und im Juli erschien mir das noch eine gute Idee. Tja, was soll ich sagen. "Hamburg - wieder mal Regen." Und Kälte vorhergesagt. Also entschloss sich Frauchen schweren Herzenes, mich zuhause zu lassen. Denn mein wertvolles Inneres ist nun einmal nicht regenfest. Schade, ich hätte gern die vielen Kostüme, für die dieser Lauf ja bekannt ist, gesehen ... so habe ich guten Glaubens Fozzie mitgeschickt. Das war ein böser Fehler, sage ich Euch. Der hat nämlich angesichts des Wetters auch gekniffen!
Freitag Abend bei Ankunft im Hotel, direkt an den Landungsbrücken mit Blick auf den Hafen gelegen, war ja alles noch in Ordnung. Hamburg war total überfüllt, massenweise Touris. Samstag ging es erstmal hoch auf die Plaza der Elbphilharmonie, da pfiff der Wind, und es war Hochnebel - Sicht schlecht, und Fozzie musste sich schon ganz schön festklammern.
Dann waren sie erst in Norderstedt, einer sehr guten Freundin (Grüße auch von mir, ich durfte ja nicht mit, grummel) bei einem Adventskonzert mit ihrem Chor zuhören, und dann nettes Beisammensein. Sonntag morgen dann Aufwachen bei "Pladder, pladder". Dazu ein eisiger kräftiger Wind. Worauf Fozzie spontan entschied, auch im Hotel zu bleiben. Fahnenflucht. Pflichtvergessener Bär! Frauchen machte sich sehr missmutig fertig - wenn sie nicht mit @Laufwelt und André verabredet gewesen wäre, hätte sie sich wahrscheinlich gar nicht aufgerafft. Vier Schichten, plus drüber noch ein Nikolaus-Eichhörnchen-Shirt - das Ganze sieht schon irgendwie leicht abartig aus, vergleicht man es mit dem kurze Hosen-Laufshirt-Dress von vor zwei Wochen in Valencia.Der Start sollte in 3 Wellen stattfinden, Frauchen und ihre Freunde waren um 11 Uhr dran. Man sah schon einige Nikoläuse, Rentiere, einen Eisbär, einen laufenden Adventskranz, Jack Sparrow und Klaus Störtebeker (was die wohl mit Weihnachten zu tun haben?). Störtebeker entpuppte sich übrigens als Andreas, den ich dieses Jahr in Barcelona kennengelernt hatte. Und obwohl Frauchen nichts von mir sagte, hat er Grüße an mich ausrichten lassen!
Ewald Lienen vom FC St. Pauli, den Älteren unter uns wegen seiner früheren wilden Frisur und einer klaffenden Oberschenkelwunde noch ein Begriff, sprach Begrüßungsworte und bewunderte die Hardcoreläufer, die trotz dieses Mega-Bäh-Fies-Wetters am Start standen. Erst ging es langsam getrabt ins Millerntorstadion hinein, dort startete die Zeitmessung und schon sah Frauchen nur noch die entschwindenden Rücken von André und Manu. Also lieber das eigene Tempo finden. Am Dom entlang (für Nicht-Nordlichter: so heißt in Hamburg der Jahrmarkt, Rummel, Kerb, Kirchweih), rein in die Wallanlagen, Planeten und Bloomen, in einer schönen Runde. Super organisiert, meinte Frauchen, sehr nett alle. Startgeld 13 Euro, plus 3 Euro Chipmiete, alles zu einem sozialen Zweck. Manchmal, auf den Pflastersteinen, war es mit Frauchens Trailschuhen (die einzigen wasserdichten, die sie hat) ein bißchen glatt. Und was erstaunlich war, wie oft es hoch / runter / Treppen rauf ging ...
Zwei (echte) Hunde im Nikolausoutfit sind in ihrem Slot auch mitgelaufen; das Rentiergespann (8 Läufer, aneinandergeschirrt) machte sich leider gerade erst fertig für den zweiten Slot.
Zurück am Dom entlang, und schon war sie da. Über die Zeit schweige ich lieber mal, indiskutable 31:22 min für 5 km. Wenn ich dabei gewesen wäre, wäre das viiiieeeel schneller gegangen. Immerhin Platz 15. in ihrer AK (von über 80), und Platz 165 von knapp 800 Damen.Die schicke Medaille eingesammelt, die Urkunde ausdrucken lassen, und dann ging es schon wieder zurück zum Hotel. Auf dem Weg dahin trafen sie an einer Ampel noch Christine (@sielaeuftde) - schön, dass man sich wenn auch nur kurz endlich mal persönlich gesehen hat! Und sie hat auch gleich Grüße an mich ausrichten lassen ....
Manu und André sind dann direkt zurück nach Berlin gefahren, meine Menschen am frühen Nachmittag wieder hier eingetroffen. Fazit: Ich wäre gern dabei gewesen, der Lauf scheint eine Riesengaudi zu sein!
Bis bald Euer Iwan
P.S. Und hier ist Manus Bericht - sie hat mehr Fotos drin ...
Donnerstag, 23. November 2017
Valencia: Blauer Zieleinlauf
Hallo Leute,
Ihr wisst ja - wenn Mitte November ansteht, verkrümeln wir uns gern noch einmal für ein Wochenende nach Valencia. Diese spanische Stadt gefällt sowohl meinen Menschen als auch mir sehr gut ... letzten Freitag sind wir deswegen gern (hüstel) um 4 Uhr aufgestanden, um über Frankfurt nach Valencia zu fliegen. Und auf dem Teilstück Nürnberg - Frankfurt hatte ich sogar einen eigenen Sitzplatz!
Nach Ankunft hat Frauchen ihren eigenen Rekord gebrochen: 12:05 Uhr gelandet, 12:30 Uhr Koffer gehabt, 13:03 Uhr eingecheckt und Zimmer betreten, 13:15 Uhr ab auf die Laufstrecke. Frauchen läuft sehr gern im ehemaligen Bachbett des Turia, das inzwischen ein wunderschöner Park ist, mit einem Weg nur für Läufer:
Dann ging es wieder in die Ciudad des las Artes y Sciencias - diese futuristischen Gebäude sind schon etwas ganz Besonderes!
Startnummer holen, Shirt einkassieren, Chip prüfen lassen, Startersackerl nehmen ... das alles hat zusammen rund 6 Minuten gedauert. Und dann ging es schon ab an den Strand. Nur um Euch mal neidisch zu machen - während in Deutschland die Farbe Grau und Regen dominierte, hatten wir 3 Tage mit ab-so-lut wolkenlosem Himmel, tagsüber bis zu 22 Grad.
Abends noch lecker gespeist (ich muss ja darauf achten, dass Frauchen vor einem Lauf ordentlich Carboloading betreibt ... und als Coach muss ich alles vorkosten, nicht dass sie was Schlechtes isst ...). Samstag war dann (eigentlich) wenig Anstrengendes angesagt. Dachte ich, und blieb im Hotel, um den wieder sehr zahlreich bestückten Starterbeutel genauer zu untersuchen. Böser Fehler. Meine Menschen marschierten insgesamt 16 km, erst in die Altstadt, dann am Meer entlang.
Abends dann die schon obligatorischen Salbei-Ravioli bei unserem Lieblingsitaliener ... an vielen anderen Tischen saßen auch Läufer. Was auffiel: für den 10 km-Lauf waren 8.500 Läufer gemeldet, davon nur rund 1.000 nicht aus Spanien. Und wenig Deutsche. Beim Marathon sind von den 17.500 Startern rund ein Viertel Nicht-Spanier, darunter sehr viele Deutsche. Und ich kann nur sagen: der Lauf lohnt sich wirklich, nicht nur vom Preis-Leistungsverhältnis (18 Euro).
Sonntag dann frühes Aufstehen, Frühstück gab es schon ab 5 Uhr. Wir waren aber erst um 7 Uhr unten, dann fertig machen,und gegen 7:45 Uhr auf zum Start - Frauchen jedenfalls. Bibbernd. Denn es hatte nur 10 Grad, die Sonne ging gerade erst auf. Und frau trug doch kurze Hosen! Herrchen und ich gingen nochmal schön ins warme Zimmer, um Frauchen dann bei km 1,5 zu erwarten. Sie erzählte hinterher, allein der Start über die Brücke, 3 Stockwerke hoher Startbogen, auf einer Fahrbahn die Marathonis, auf der anderen die 10 km-Läufer, links und rechts die futuristischen Gebäude wäre sehr emotional. Zur Strecke: seit letztem Jahr erst mit kleinem Umweg auf der einen Seite des Turia-Parks hoch, dann über eine historische Brücke und ab in die Altstadt. Nach km 8 wieder entlang des Turiaparks und die letzten 800 Meter direkt durch die Wissenschaftsstadt, mit Zieleinlauf über Wasser auf einem extra gelegten Steg mit blauem Teppich. Unvergleichlich!
Auch die Stimmung ist bombastisch, so etwas haben wir bei keinem anderen Laufevent bisher erlebt. Spätestens alle 250 Meter eine neue Band, Trommlergruppe, Indianer, Gorillas, ein sehr bekannter DJ - dazwischen anfeuernde Zuschauer. Jetzt wundert Ihr Euch sicher, warum ich so lange herumlabere ... nun ja. Hüstel. Ähem. Ich bin schuld, dass Frauchen ihr Zeitziel "unter 1 Stunde" verpasst hat. Um 8 Sekunden. Da es auf den ersten zwei Kilometern noch voll und eng ist, kann man da nicht Wettkampftempo laufen. Für den ersten km brauchte Frauchen rund 7 min! Das holte sie aber sukzessive auf, und lag bei km 9 auf einer Zeit knapp unter 1 Stunde ... (ja, ich weiß, für viele Leser ist das Schneckentempo - für uns nicht!). Und ich wollte wieder aufspringen, um mitzufinishen. Gute Tradition halt.
Das Problem: Herrchen hat nur einen Platz in der zweiten Zuschauerreihe ergattern können. Also musste Frauchen 500 Meter vor dem Ziel abbremsen, mich grapschen, dem irritierten Herrn in der ersten Reihe erklären, warum sie über seinen Kopf greift, und wieder anrennen. Tja, das waren eben die 8 Sekunden. Sie ist letztendlich mit 1:00:08 4.863 von 8.500 geworden, 139. in ihrer Altersklasse.
Dann durch den Zielkorridor, Medaille holen, dazu gab es Flaschen mit Wasser, Powerade, Beutel mit Mandarinen, Bananen ... für die Marathonis später dann noch Radler ... schwer bepackt suchten wir Herrchen. Dann schnell ins Hotel, duschen, auschecken, die letzten Stunden am Meer verbringen.
Und beim Rückflug nochmal den Zieleinlauf von oben betrachtet ... jederzeit gerne wieder!
Nächster Lauf: der Xmas Run auf St. Pauli. Da ist es sicher nichts mit kurzen Hosen und warmen Temperaturen. Egal, wir werden das Beste daraus machen!
Bis bald Euer Iwan
Ihr wisst ja - wenn Mitte November ansteht, verkrümeln wir uns gern noch einmal für ein Wochenende nach Valencia. Diese spanische Stadt gefällt sowohl meinen Menschen als auch mir sehr gut ... letzten Freitag sind wir deswegen gern (hüstel) um 4 Uhr aufgestanden, um über Frankfurt nach Valencia zu fliegen. Und auf dem Teilstück Nürnberg - Frankfurt hatte ich sogar einen eigenen Sitzplatz!Nach Ankunft hat Frauchen ihren eigenen Rekord gebrochen: 12:05 Uhr gelandet, 12:30 Uhr Koffer gehabt, 13:03 Uhr eingecheckt und Zimmer betreten, 13:15 Uhr ab auf die Laufstrecke. Frauchen läuft sehr gern im ehemaligen Bachbett des Turia, das inzwischen ein wunderschöner Park ist, mit einem Weg nur für Läufer:
Dann ging es wieder in die Ciudad des las Artes y Sciencias - diese futuristischen Gebäude sind schon etwas ganz Besonderes!
Startnummer holen, Shirt einkassieren, Chip prüfen lassen, Startersackerl nehmen ... das alles hat zusammen rund 6 Minuten gedauert. Und dann ging es schon ab an den Strand. Nur um Euch mal neidisch zu machen - während in Deutschland die Farbe Grau und Regen dominierte, hatten wir 3 Tage mit ab-so-lut wolkenlosem Himmel, tagsüber bis zu 22 Grad.
Abends noch lecker gespeist (ich muss ja darauf achten, dass Frauchen vor einem Lauf ordentlich Carboloading betreibt ... und als Coach muss ich alles vorkosten, nicht dass sie was Schlechtes isst ...). Samstag war dann (eigentlich) wenig Anstrengendes angesagt. Dachte ich, und blieb im Hotel, um den wieder sehr zahlreich bestückten Starterbeutel genauer zu untersuchen. Böser Fehler. Meine Menschen marschierten insgesamt 16 km, erst in die Altstadt, dann am Meer entlang.
Abends dann die schon obligatorischen Salbei-Ravioli bei unserem Lieblingsitaliener ... an vielen anderen Tischen saßen auch Läufer. Was auffiel: für den 10 km-Lauf waren 8.500 Läufer gemeldet, davon nur rund 1.000 nicht aus Spanien. Und wenig Deutsche. Beim Marathon sind von den 17.500 Startern rund ein Viertel Nicht-Spanier, darunter sehr viele Deutsche. Und ich kann nur sagen: der Lauf lohnt sich wirklich, nicht nur vom Preis-Leistungsverhältnis (18 Euro).
Sonntag dann frühes Aufstehen, Frühstück gab es schon ab 5 Uhr. Wir waren aber erst um 7 Uhr unten, dann fertig machen,und gegen 7:45 Uhr auf zum Start - Frauchen jedenfalls. Bibbernd. Denn es hatte nur 10 Grad, die Sonne ging gerade erst auf. Und frau trug doch kurze Hosen! Herrchen und ich gingen nochmal schön ins warme Zimmer, um Frauchen dann bei km 1,5 zu erwarten. Sie erzählte hinterher, allein der Start über die Brücke, 3 Stockwerke hoher Startbogen, auf einer Fahrbahn die Marathonis, auf der anderen die 10 km-Läufer, links und rechts die futuristischen Gebäude wäre sehr emotional. Zur Strecke: seit letztem Jahr erst mit kleinem Umweg auf der einen Seite des Turia-Parks hoch, dann über eine historische Brücke und ab in die Altstadt. Nach km 8 wieder entlang des Turiaparks und die letzten 800 Meter direkt durch die Wissenschaftsstadt, mit Zieleinlauf über Wasser auf einem extra gelegten Steg mit blauem Teppich. Unvergleichlich!
Auch die Stimmung ist bombastisch, so etwas haben wir bei keinem anderen Laufevent bisher erlebt. Spätestens alle 250 Meter eine neue Band, Trommlergruppe, Indianer, Gorillas, ein sehr bekannter DJ - dazwischen anfeuernde Zuschauer. Jetzt wundert Ihr Euch sicher, warum ich so lange herumlabere ... nun ja. Hüstel. Ähem. Ich bin schuld, dass Frauchen ihr Zeitziel "unter 1 Stunde" verpasst hat. Um 8 Sekunden. Da es auf den ersten zwei Kilometern noch voll und eng ist, kann man da nicht Wettkampftempo laufen. Für den ersten km brauchte Frauchen rund 7 min! Das holte sie aber sukzessive auf, und lag bei km 9 auf einer Zeit knapp unter 1 Stunde ... (ja, ich weiß, für viele Leser ist das Schneckentempo - für uns nicht!). Und ich wollte wieder aufspringen, um mitzufinishen. Gute Tradition halt.Das Problem: Herrchen hat nur einen Platz in der zweiten Zuschauerreihe ergattern können. Also musste Frauchen 500 Meter vor dem Ziel abbremsen, mich grapschen, dem irritierten Herrn in der ersten Reihe erklären, warum sie über seinen Kopf greift, und wieder anrennen. Tja, das waren eben die 8 Sekunden. Sie ist letztendlich mit 1:00:08 4.863 von 8.500 geworden, 139. in ihrer Altersklasse.
Dann durch den Zielkorridor, Medaille holen, dazu gab es Flaschen mit Wasser, Powerade, Beutel mit Mandarinen, Bananen ... für die Marathonis später dann noch Radler ... schwer bepackt suchten wir Herrchen. Dann schnell ins Hotel, duschen, auschecken, die letzten Stunden am Meer verbringen.
Nächster Lauf: der Xmas Run auf St. Pauli. Da ist es sicher nichts mit kurzen Hosen und warmen Temperaturen. Egal, wir werden das Beste daraus machen!
Bis bald Euer Iwan
Montag, 13. November 2017
Interview: Sport zum Beruf machen
Hallo Leute,
und wieder einmal war ich als neugieriger "Reporter-Bär" unterwegs. Dieses Mal stellte sich "Trailbirdie" alias Astrid Siebert meinen Fragen.
Liebe Trailbirdie, oder soll ich lieber Astrid zu Dir sagen? "Trailbirdie" ist ja bisher Dein Nickname, unter dem Du mit Blog, auf Instagram und vor allem auf den Trails dieser Welt unterwegs bist ...
Lieber Iwan, vielen Dank erstmal, daß ich deine Interviewpartnerin sein darf und du kannst mich gerne mit dem Namen anreden, der dir besser gefällt. Vor ca. zwei Jahren habe ich beschlossen einen Blog zu meinen Hobbies zu machen und auf der Suche nach einem Namen bin ich auf Trailbirdie gekommen. Deshalb weil ich gerne auf Trails unterwegs bin, also im Gelände und weil meine zweite sportliche Passion das Golfen ist. Und da ist das Ziel unter par, also ein Birdie zu spielen. So bin ich auf meinen Nickname gekommen. Leider ist das Golfen zur Zeit in den Hintergrund getreten. Es ist doch ein sehr zeitintensives Hobby und im letzten Jahr hatte ich einfach andere Prioritäten.
Also gut, liebe Astrid, wir haben uns ja in Salzburg 2016 beim Trailrunning-Festival kennengelernt. Damals war Sport "nur" Dein Hobby, Du hast Frauchen und mich sehr beeindruckt. Frauchen durch das Doppelprogramm "15 km mit 450 HM am Samstag, Berghalbmarathon am Sonntag", mich durch Deine Vorliebe für Schnitzel und Kaiserschmarrn, hehehe. Beruflich hast Du aber für einen Reiseveranstalter gearbeitet?
Vielen Dank, es freut mich, dass ich dein Frauchen so motivierten konnte! Und als Trailläufer braucht man viel Energie, das geht nur mit Essen, und dann soll es schon was Gescheites sein, oder?
Genau, ich habe die letzten 17 Jahre im Tourismus gearbeitet, da war mit Sport nicht viel los. Allerdings war ich als Kind schon sehr sportlich, von klein auf war ich im Turnverein und in der Schule habe ich Volleyball gespielt und wahnsinnig gerne Leichtathletik gemacht. Obwohl das Laufen eher nicht zu meinen Lieblingsdisziplinen gehört hat. Vor sechs Jahren habe ich bei meiner Arbeit beim Reiseveranstalter die touristischen Buchungen für eine große Laufveranstaltung in Kärnten gemacht und da hab ich mich überreden lassen doch beim Viertelmarathon zu starten. Das war mein erster Laufbewerb und hat mich sehr beeindruckt. Ich hatte dann das Glück, durch eine Bekannte zu einem Lauftreff bei uns zuhause zu kommen und ich merkte, dass ich in einer Gruppe gerne lief und wir lernten einiges an Lauftechnik. In den letzten sechs Jahren ist dann viel passiert. Ich durfte mit ein paar Gleichgesinnten den Verein Club261 (ein Laufnetzwerk für Frauen und Mädchen) gründen und bin irgendwie in die Trailszene gerutscht. Seitdem habe ich viele Kilometer gesammelt, sowohl auf der Straße auch als im Gelände und habe meine Liebe zu den Bergen wieder entdeckt. Am liebsten laufe ich lange, deshalb hab ich auch schon ein paar Marathons und Ultraläufe hinter mir. Mittlerweile bin ich gerne auch auf Klettersteigen unterwegs und im Winter endlich wieder mit den Tourenski auf den Bergen. Und was für mich besonders spannend war, ich habe entdeckt wie gerne ich meine Erfahrungen und mein erworbenes Wissen weitergebe.
Viele von Euch Läufern träumen ja davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Geht das denn so einfach? Welche Voraussetzungen (Ausbildung u.ä.) muss man denn haben?
Wenn ich so darüber nachdenke, war es eigentlich eine Kleinigkeit, die mich dazu bewegt hat eine Ausbildung in Richtung Sport zu machen. Eine Freundin, die schon Fitnesstrainerin war, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es in Kärnten eine neue Ausbildung gibt. Ich habe mich letztes Jahr darüber informiert, es hat mir zugesagt und im November 2016 habe ich mit der Ausbildung bei der Vitalakademie in Klagenfurt gestartet. Heuer im September habe ich meine Diplomarbeit abgegeben und die Prüfungen erfolgreich absolviert. Darf mich jetzt also offiziell Diplomierte Fitness- und Gesundheitstrainerin nennen. Davor habe ich schon eine Ausbildung zum Lauftrainer für unseren Laufclub gemacht. Da Sport in Österreich ein freies Gewerbe ist, ist es relativ einfach sich damit auch selbständig zu machen. Allerdings je besser das Wissen und je umfangreicher die Ausbildung, desto besser ist es. Ich konnte mir in den letzten Jahren auch ein großes Netzwerk aufbauen und habe schon viele Kontakte knüpfen können. So ist es jetzt für mich auch einfacher in der Selbständigkeit Fuß zu fassen.
Was konkret hast Du denn jetzt gemacht, um starten zu können? Wie lange hat das gedauert?
Wie gesagt ist Sport in Österreich ein freies Gewerbe und so lange ich nicht Einzelpersonen betreue (z.B. Personal Trainer) läuft das ganze als Neue Selbständigkeit. Ich starte nebenberuflich, geringfügig. Habe also weiterhin einen fixen Job, den ich allerdings heuer im Herbst gewechselt habe, arbeite für 25 Stunden hauptberuflich noch weiter im Tourismus. Für mich hat es sich toll ergeben, dass ich meine Kontakte nutzen konnte und für einen Verein in Klagenfurt und einen Verein in Liebenfels Stunden für Eltern-Kind-Turnen und ein Projekt, das sich „Kinder gesund bewegen“ nennt, betreuen darf. Gerade in dem Sektor gibt es in Österreich einen großen Bedarf und viele Förderungen. Mittlerweile muss ich sogar Anfragen ablehnen, ich muss mir die Zeit wirklich gut einteilen. So gesehen hat es bei mir gar nicht lange gedauert zu starten. Ausbildung fertig und schon die ersten Engagements. Ich wohne im ländlichen Raum und hier gibt es auch großen Bedarf an Bewegungsangebot für Erwachsene und zur Zeit gebe ich zwei Fitnesstunden für Gemeindemitglieder. Da gibt es auch ein gefördertes Projekt in Österreich, „Gesunde Gemeinde“.
Worauf hast Du Dich denn spezialisiert? Und unter welchem Namen findet man Dein Angebot?
Mein Thema ist „Functional Training“, darüber habe ich auch meine Diplomarbeit geschrieben. Darunter versteht man allgemeines Fitnesstraining, um die Funktion des Körpers zu stärken. Vor allem im Hinblick auf Alltags-Bewegungen und auch für die Vorbeugung gegen Verletzungen im Sport. Ein Mix aus Bodyworkout für Kraft, Stabilität und Ausdauer mit Dehnungsübungen für die Beweglichkeit und Koordination. Ich bin Verfechterin vom Training mit dem eigenen Körpergewicht und kleinen Geräten.
In den nächsten zwei Wochen mache ich noch eine Zusatzausbildung zum Übungsleiter für Kindersport, um auch noch mehr Sicherheit und Ideen für meine Stunden mit den Kindern zu bekommen.
Das mit dem Namen ist noch so eine Sache. Zur Zeit habe ich mein Angebot "Functional Training" auf meinem Blog, spiele aber schon mit dem Gedanken meinem Unternehmen einen Namen zu geben und das Ganze noch etwas professioneller aufzubauen. Ich möchte mir eine Marke aufbauen, dafür brauche ich aber noch ein bisschen Zeit.
Das gibt es aber nur in Kärnten vor Ort, oder gibst Du auch "virtuelle Stunden?
Genau, ich mache das in Kärnten, in zwei Bezirken. Immerhin muss ich mit dem Auto fahren und da sollten die Wege relativ kurz sein um nicht zu viel Zeit im Auto zu vergeuden. Aber lieber Iwan du bringst mich da auf eine Idee! Ich könnte ja ein Video machen, so a la Jane Fonda 😉 Und, wer weiß was in Zukunft dank der Technik noch möglich sein wird.
Und, jetzt nach den ersten paar Wochen - ist es so, wie Du es Dir vorgestellt hast? Welche Tipps hättest Du vor Leute, die auch davon träumen, Ihr Laufhobby zum Beruf zu machen ...
Generell kann ich nur den Tipp geben, sich Zeit zu lassen, einen Schritt nach dem anderen zu machen, sich ein Netzwerk aufzubauen und umfangreiches Wissen anzueignen. Die Ausbildung ist auch wichtig, es sollte eine Ausbildung mit viel Praxis sein, denn das ist das Wichtigste. Es gibt viele Schnellsieder-Fitnessausbildungen, auch im Internet, aber ich bezweifle, dass die Qualität dieser gut ist.
Ehrlich gesagt, ich bin sehr positiv überrascht, dass ich so schnell Fuß fassen konnte. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen lohnt sich bei mir auf alle Fälle.
Und man sollte auch flexibel sein, was den Sport und die Zielgruppen betrifft. Nur mit Laufen würde ich wahrscheinlich nicht so gut gebucht sein. Und ich hätte mir nie gedacht, dass ich mehr Stunden mit Kindern als mit Erwachsenen arbeiten werde. Aber gerade das macht mir zur Zeit wahnsinnig viel Spaß. Kinder sind ehrlich und geben dir gleich ein Feedback, somit weißt du gleich was du weiter machen kannst und was zu ändern ist. Außerdem ist es spannend die Entwicklung zu beobachten und zu sehen, dass es viel Wert ist Spaß an der Bewegung zu vermitteln.
Dann bedanke ich mich ganz herzlich für das Interview. Und dass Du mir verziehen hast, dass ich Dir im Ziel vom Karwendelmarsch dieses Jahr Dein Finisherbier weggetrunken habe!
Bitte gerne lieber Iwan! Du als fleißiger Trainer hattest du dir das Bier ja genauso verdient wie Frauchen und ich 😊 Außerdem hatten sie ja genug davon im Ziel. Ich freue mich wenn wir uns wieder mal bei einem Laufevent treffen!
Also, Ihr seht, so einfach ist das alles gar nicht. Ich kann jedenfalls bestätigen, dass Astrid uns in den langen Vorbereitungsmonaten für die 52 km des Karwendelmarsches gute, auch mal ungewöhnliche Tipps gegeben hat. Das Ergebnis kennt Ihr, Frauchen hat gut gefinisht. Und ich finde, der Mut, sich so selbstständig zu machen, verdient Anerkennung und Unterstützung!
Bis bald Euer Iwan
und wieder einmal war ich als neugieriger "Reporter-Bär" unterwegs. Dieses Mal stellte sich "Trailbirdie" alias Astrid Siebert meinen Fragen.
Liebe Trailbirdie, oder soll ich lieber Astrid zu Dir sagen? "Trailbirdie" ist ja bisher Dein Nickname, unter dem Du mit Blog, auf Instagram und vor allem auf den Trails dieser Welt unterwegs bist ...Lieber Iwan, vielen Dank erstmal, daß ich deine Interviewpartnerin sein darf und du kannst mich gerne mit dem Namen anreden, der dir besser gefällt. Vor ca. zwei Jahren habe ich beschlossen einen Blog zu meinen Hobbies zu machen und auf der Suche nach einem Namen bin ich auf Trailbirdie gekommen. Deshalb weil ich gerne auf Trails unterwegs bin, also im Gelände und weil meine zweite sportliche Passion das Golfen ist. Und da ist das Ziel unter par, also ein Birdie zu spielen. So bin ich auf meinen Nickname gekommen. Leider ist das Golfen zur Zeit in den Hintergrund getreten. Es ist doch ein sehr zeitintensives Hobby und im letzten Jahr hatte ich einfach andere Prioritäten.
Also gut, liebe Astrid, wir haben uns ja in Salzburg 2016 beim Trailrunning-Festival kennengelernt. Damals war Sport "nur" Dein Hobby, Du hast Frauchen und mich sehr beeindruckt. Frauchen durch das Doppelprogramm "15 km mit 450 HM am Samstag, Berghalbmarathon am Sonntag", mich durch Deine Vorliebe für Schnitzel und Kaiserschmarrn, hehehe. Beruflich hast Du aber für einen Reiseveranstalter gearbeitet?
Vielen Dank, es freut mich, dass ich dein Frauchen so motivierten konnte! Und als Trailläufer braucht man viel Energie, das geht nur mit Essen, und dann soll es schon was Gescheites sein, oder?
Genau, ich habe die letzten 17 Jahre im Tourismus gearbeitet, da war mit Sport nicht viel los. Allerdings war ich als Kind schon sehr sportlich, von klein auf war ich im Turnverein und in der Schule habe ich Volleyball gespielt und wahnsinnig gerne Leichtathletik gemacht. Obwohl das Laufen eher nicht zu meinen Lieblingsdisziplinen gehört hat. Vor sechs Jahren habe ich bei meiner Arbeit beim Reiseveranstalter die touristischen Buchungen für eine große Laufveranstaltung in Kärnten gemacht und da hab ich mich überreden lassen doch beim Viertelmarathon zu starten. Das war mein erster Laufbewerb und hat mich sehr beeindruckt. Ich hatte dann das Glück, durch eine Bekannte zu einem Lauftreff bei uns zuhause zu kommen und ich merkte, dass ich in einer Gruppe gerne lief und wir lernten einiges an Lauftechnik. In den letzten sechs Jahren ist dann viel passiert. Ich durfte mit ein paar Gleichgesinnten den Verein Club261 (ein Laufnetzwerk für Frauen und Mädchen) gründen und bin irgendwie in die Trailszene gerutscht. Seitdem habe ich viele Kilometer gesammelt, sowohl auf der Straße auch als im Gelände und habe meine Liebe zu den Bergen wieder entdeckt. Am liebsten laufe ich lange, deshalb hab ich auch schon ein paar Marathons und Ultraläufe hinter mir. Mittlerweile bin ich gerne auch auf Klettersteigen unterwegs und im Winter endlich wieder mit den Tourenski auf den Bergen. Und was für mich besonders spannend war, ich habe entdeckt wie gerne ich meine Erfahrungen und mein erworbenes Wissen weitergebe.
Viele von Euch Läufern träumen ja davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Geht das denn so einfach? Welche Voraussetzungen (Ausbildung u.ä.) muss man denn haben?
Wenn ich so darüber nachdenke, war es eigentlich eine Kleinigkeit, die mich dazu bewegt hat eine Ausbildung in Richtung Sport zu machen. Eine Freundin, die schon Fitnesstrainerin war, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es in Kärnten eine neue Ausbildung gibt. Ich habe mich letztes Jahr darüber informiert, es hat mir zugesagt und im November 2016 habe ich mit der Ausbildung bei der Vitalakademie in Klagenfurt gestartet. Heuer im September habe ich meine Diplomarbeit abgegeben und die Prüfungen erfolgreich absolviert. Darf mich jetzt also offiziell Diplomierte Fitness- und Gesundheitstrainerin nennen. Davor habe ich schon eine Ausbildung zum Lauftrainer für unseren Laufclub gemacht. Da Sport in Österreich ein freies Gewerbe ist, ist es relativ einfach sich damit auch selbständig zu machen. Allerdings je besser das Wissen und je umfangreicher die Ausbildung, desto besser ist es. Ich konnte mir in den letzten Jahren auch ein großes Netzwerk aufbauen und habe schon viele Kontakte knüpfen können. So ist es jetzt für mich auch einfacher in der Selbständigkeit Fuß zu fassen.
Was konkret hast Du denn jetzt gemacht, um starten zu können? Wie lange hat das gedauert?
Wie gesagt ist Sport in Österreich ein freies Gewerbe und so lange ich nicht Einzelpersonen betreue (z.B. Personal Trainer) läuft das ganze als Neue Selbständigkeit. Ich starte nebenberuflich, geringfügig. Habe also weiterhin einen fixen Job, den ich allerdings heuer im Herbst gewechselt habe, arbeite für 25 Stunden hauptberuflich noch weiter im Tourismus. Für mich hat es sich toll ergeben, dass ich meine Kontakte nutzen konnte und für einen Verein in Klagenfurt und einen Verein in Liebenfels Stunden für Eltern-Kind-Turnen und ein Projekt, das sich „Kinder gesund bewegen“ nennt, betreuen darf. Gerade in dem Sektor gibt es in Österreich einen großen Bedarf und viele Förderungen. Mittlerweile muss ich sogar Anfragen ablehnen, ich muss mir die Zeit wirklich gut einteilen. So gesehen hat es bei mir gar nicht lange gedauert zu starten. Ausbildung fertig und schon die ersten Engagements. Ich wohne im ländlichen Raum und hier gibt es auch großen Bedarf an Bewegungsangebot für Erwachsene und zur Zeit gebe ich zwei Fitnesstunden für Gemeindemitglieder. Da gibt es auch ein gefördertes Projekt in Österreich, „Gesunde Gemeinde“.
Worauf hast Du Dich denn spezialisiert? Und unter welchem Namen findet man Dein Angebot?
Mein Thema ist „Functional Training“, darüber habe ich auch meine Diplomarbeit geschrieben. Darunter versteht man allgemeines Fitnesstraining, um die Funktion des Körpers zu stärken. Vor allem im Hinblick auf Alltags-Bewegungen und auch für die Vorbeugung gegen Verletzungen im Sport. Ein Mix aus Bodyworkout für Kraft, Stabilität und Ausdauer mit Dehnungsübungen für die Beweglichkeit und Koordination. Ich bin Verfechterin vom Training mit dem eigenen Körpergewicht und kleinen Geräten.
In den nächsten zwei Wochen mache ich noch eine Zusatzausbildung zum Übungsleiter für Kindersport, um auch noch mehr Sicherheit und Ideen für meine Stunden mit den Kindern zu bekommen.
Das mit dem Namen ist noch so eine Sache. Zur Zeit habe ich mein Angebot "Functional Training" auf meinem Blog, spiele aber schon mit dem Gedanken meinem Unternehmen einen Namen zu geben und das Ganze noch etwas professioneller aufzubauen. Ich möchte mir eine Marke aufbauen, dafür brauche ich aber noch ein bisschen Zeit.
Das gibt es aber nur in Kärnten vor Ort, oder gibst Du auch "virtuelle Stunden?
Genau, ich mache das in Kärnten, in zwei Bezirken. Immerhin muss ich mit dem Auto fahren und da sollten die Wege relativ kurz sein um nicht zu viel Zeit im Auto zu vergeuden. Aber lieber Iwan du bringst mich da auf eine Idee! Ich könnte ja ein Video machen, so a la Jane Fonda 😉 Und, wer weiß was in Zukunft dank der Technik noch möglich sein wird.
Und, jetzt nach den ersten paar Wochen - ist es so, wie Du es Dir vorgestellt hast? Welche Tipps hättest Du vor Leute, die auch davon träumen, Ihr Laufhobby zum Beruf zu machen ...
Generell kann ich nur den Tipp geben, sich Zeit zu lassen, einen Schritt nach dem anderen zu machen, sich ein Netzwerk aufzubauen und umfangreiches Wissen anzueignen. Die Ausbildung ist auch wichtig, es sollte eine Ausbildung mit viel Praxis sein, denn das ist das Wichtigste. Es gibt viele Schnellsieder-Fitnessausbildungen, auch im Internet, aber ich bezweifle, dass die Qualität dieser gut ist.
Ehrlich gesagt, ich bin sehr positiv überrascht, dass ich so schnell Fuß fassen konnte. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen lohnt sich bei mir auf alle Fälle.
Und man sollte auch flexibel sein, was den Sport und die Zielgruppen betrifft. Nur mit Laufen würde ich wahrscheinlich nicht so gut gebucht sein. Und ich hätte mir nie gedacht, dass ich mehr Stunden mit Kindern als mit Erwachsenen arbeiten werde. Aber gerade das macht mir zur Zeit wahnsinnig viel Spaß. Kinder sind ehrlich und geben dir gleich ein Feedback, somit weißt du gleich was du weiter machen kannst und was zu ändern ist. Außerdem ist es spannend die Entwicklung zu beobachten und zu sehen, dass es viel Wert ist Spaß an der Bewegung zu vermitteln.
Bitte gerne lieber Iwan! Du als fleißiger Trainer hattest du dir das Bier ja genauso verdient wie Frauchen und ich 😊 Außerdem hatten sie ja genug davon im Ziel. Ich freue mich wenn wir uns wieder mal bei einem Laufevent treffen!
Also, Ihr seht, so einfach ist das alles gar nicht. Ich kann jedenfalls bestätigen, dass Astrid uns in den langen Vorbereitungsmonaten für die 52 km des Karwendelmarsches gute, auch mal ungewöhnliche Tipps gegeben hat. Das Ergebnis kennt Ihr, Frauchen hat gut gefinisht. Und ich finde, der Mut, sich so selbstständig zu machen, verdient Anerkennung und Unterstützung!
Bis bald Euer Iwan
Donnerstag, 9. November 2017
Neulich in der U-Bahn
Hallo Leute,
wenn einer in der U-Bahn fährt, dann kann er was erzählen. Jedenfalls kam Frauchen neulich mal wieder fassungslos nach Hause. Und fühlte sich alt. Uralt. Morgens saß sie neben zwei jungen Mädchen, die sie auf knapp noch minderjährig schätzte. Fakt war (wie sich schnell herausstellte), dass zumindest die eine schon 25 war. Denn sie erzählte, dass ihre Eltern ihr zum 25. Geburtstag ein Bauchnabelpiercing geschenkt hätten. Und dass das beim Stechen ja so fürchterlich weh getan habe. Sodass sie die Hand ihrer Freundin, die als Trost gehalten wurde, sehr gequetscht hätte. Danach hätte sich das Piercing auch noch entzündet, und sie hätte große Schmerzen beim Sitzen oder Liegen gehabt. Tja, selbst schuld, dachte Frauchen.
Die andere junge Dame konterte mit diversen Tattoos. Unter anderem eines über den unteren Rücken hinunter Richtung Steißbein. Großflächig. Frauchen sah es nach der detaillierten Beschreibung quasi schon vor sich, genauso wie wohl alle anderen rund 15 Fahrgäste. Denn das Gespräch wurde recht laut geführt. Jedenfalls, das habe schon beim Stechen so weh getan, dass ihr die Tränen übers Gesicht gelaufen seien. Gleichzeitig sei auch das Blut über den Rücken gelaufen ...
Jetzzt frage ich mich: schrille Übertreibung, oder ist das Jungvolk wirklich so getriggert, diese Schmerzen in Kauf zu nehmen, um "cool" auszusehen?
An meine Bärenhaut kommt jedenfalls kein Piercing (Frauchen will ja immer mal wieder einen Nasenring anbringen, hehehe) und kein Tätowierer!
Bis bald Euer Iwan
wenn einer in der U-Bahn fährt, dann kann er was erzählen. Jedenfalls kam Frauchen neulich mal wieder fassungslos nach Hause. Und fühlte sich alt. Uralt. Morgens saß sie neben zwei jungen Mädchen, die sie auf knapp noch minderjährig schätzte. Fakt war (wie sich schnell herausstellte), dass zumindest die eine schon 25 war. Denn sie erzählte, dass ihre Eltern ihr zum 25. Geburtstag ein Bauchnabelpiercing geschenkt hätten. Und dass das beim Stechen ja so fürchterlich weh getan habe. Sodass sie die Hand ihrer Freundin, die als Trost gehalten wurde, sehr gequetscht hätte. Danach hätte sich das Piercing auch noch entzündet, und sie hätte große Schmerzen beim Sitzen oder Liegen gehabt. Tja, selbst schuld, dachte Frauchen.
Die andere junge Dame konterte mit diversen Tattoos. Unter anderem eines über den unteren Rücken hinunter Richtung Steißbein. Großflächig. Frauchen sah es nach der detaillierten Beschreibung quasi schon vor sich, genauso wie wohl alle anderen rund 15 Fahrgäste. Denn das Gespräch wurde recht laut geführt. Jedenfalls, das habe schon beim Stechen so weh getan, dass ihr die Tränen übers Gesicht gelaufen seien. Gleichzeitig sei auch das Blut über den Rücken gelaufen ...
Jetzzt frage ich mich: schrille Übertreibung, oder ist das Jungvolk wirklich so getriggert, diese Schmerzen in Kauf zu nehmen, um "cool" auszusehen?
An meine Bärenhaut kommt jedenfalls kein Piercing (Frauchen will ja immer mal wieder einen Nasenring anbringen, hehehe) und kein Tätowierer!
Bis bald Euer Iwan
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