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Samstag, 6. Februar 2016

Florida 2016: Manatees, Moskitos und Wetterkapriolen

Hallo Leute,

und hier der zweite Teil des Florida-Berichts - nachdem der Halbmarathon in Miami erfolgreich absolviert war. Ich übergebe wieder (schmollend, weil ich ja nicht dabei war) an Fozzie.

"Nach dem Lauf ins Hotel zum Aufwärmen. Dann Sachen gepackt und ab ins Auto, es wollten noch über 200 km gefahren werden runter nach Key West. Herrchen und ich genießen den Overseas Highway, Frauchen mag ihn nicht so besondern. Man hat entweder nur Meer links und rechts neben sich, oder endlose Ketten von Shops, Plakaten, Tankstellen, Fast Food-Restaurants. In Key West angekommen gleich das Zimmer bezogen. Wir hatten uns extra im Westin eingemietet, direkt am Pier mit Blick auf Meer und den sehr bekannten Sonnenuntergang. Ich gucke raus und will gleich reklamieren. Statt freiem Meerblick gucken wir auf ein ca. 12stöckiges Hochhaus. Achso, ist ein Kreuzfahrtschiff ... das noch vor Sonnenuntergang ablegte. Dafür legten die Wolken an - zwar malerisch, aber eben kein im Meer versinkender Feuerball ...
 







Am nächsten Tag wurde es endlich wärmer, wir haben Key West erkundet, danach war Herrchen baden und Frauchen laufen. Am nächsten Tag ging es rund 450 km erst den Overseas Highway wieder hoch (gähn), und dann einmal quer durch den Sunshine State, rüber an die Golfküste, nach Marco Island. Quer durch die Everglades, mit dem obligatorischen Stopp bei den Alligatoren:





Nein, Iwan, ich gucke nicht ängstlich!!!!
Auf Marco Island hatten wir wieder ein tolles Hotel, Blick direkt auf den weißen, rund 100 Meter breiten Sandstrand, Palmen, Meer. Da es ein sehr schöner und warmer Tag war, ist Frauchen nach den rund 6 Stunden im Auto gleich mal Laufen gegangen, Herrchen baden. Als sie sich dann am Strand getroffen haben, hüpften gerade Delfine ca. 20 Meter von der Wasserlinie entfernt munter durch die Wellen. Leider war der Fotoapparat oben bei mir im Zimmer ... Am nächsten Tag: es hat geschüttet. Wie unter der Dusche. Nix mehr mit tollem Ausblick. Und so blieb es auch die ganze Zeit auf Marco Island.  Garniert mit heftigem Sturm (ein paar Kilometer nördlich war es sogar ein hübscher kleiner Tornado). Und ordentlich Überschwemmungen. Meine Menschen sind dann trotzdem am zweiten Tag mit einem kleinen Boot in die Everglades gefahren - sehr zur Freude der dort lebenden Moskitos. Denn normalerweise ist ja Januar Trockenzeit. Dieses Jahr Dank el niño aber nicht. Sprich die Moskitos sind früh geschlüpft und ausgehungert. Weil weniger Touristen. Ich hätte ja doch die Shirts gekauft "ich bin Teil der Nahrungskette in den Everglades geworden", hähähä.
Gesehen wurden: ein Fischhabicht beim fischigen Frühstück, ein junger Weißkopfseeadler ebenfalls mit Beute,  Reiher, Great Heron, eine Schildkröte auf Abwegen, und diverse Braune Pelikane:

 










Nachmittags, nach dem Trockenlegen im Hotel, dann nochmal zum Laufen. Dabei hat Frauchen den Foto mitgenommen, denn sie hatte vorher etwas für sie ganz Seltenes gesehen. Eulen, die auf nicht bebauten Grundstücken auf Marco Island saßen, neben Erdhöhlen. Flugs schlau gemacht: die Viecher heißen "Burrowing Owls", von uns mit "Buddeleule" übersetzt. Korrekt eigentlich Kaninchenkauz. Leben in Erdlöchern, sind gefährdete Spezies:
Die roten Augen kommen vom Blitz, sind keine Zombies, ca. 12 bis 15 cm groß. Danach schnell noch zum Strand, Black Skimmer fotografiert. Sieht ja lustig aus, wenn die Vögel alle gegen den Wind ausgerichtet sitzen:

Und das Highligt: zweimal haben wir in den Everglades Manatees gesehen! Das sind diese riesigen Seekühe. Leider kann ich Euch keine Fotos bieten, denn das Sighting läuft so ab: man starrt ca. 5 Minuten auf die Wasseroberfläche, dann kommen zwei Nüstern prustend an die Oberfläche, ein Schnaufer zum Luftholen, dann sieht man beim Abtauchen noch die Schwanzflosse ... und dann wartet man wieder 5 Minuten. Trotzdem - große Freude, dass man sie endlich auch mal gesehen hat! Schließlich nimmt Frauchen dieses Jahr wieder am @savethemanatee Lauf teil.

Zurück in Miami Beach haben wir dann die letzten Tage genossen. Wetter war kalt geworden, aber trocken. Und wurde langsam wieder warm. Große Begrüßungsfreude mit den Papageien im Hotelgarten; Frauchen behauptet ja, dass Sunshine (so heißt der rote) sie wiedererkennt. Schließt sie aus dem "Hello" und "hola", mit dem er antwortet. Denn meistens reagieren die Papageien gar nicht ...

Weitere tierische Highlights waren dann noch die Waschbären auf Key Biscayne. Für die Einheimischen eine echte Plage, weil so viele und sehr penetrant an den Picknickplätzen, für uns Touris einfach nur "süüüüüß". Und eine große Echse, die stellte sich fürs Foto extra in Pose (so sieht es zumindest aus).


Tja, das war´s dann auch schon wieder. Am Abreisetag dann wieder Dauerregen. Frauchen ist trotzdem, wie jeden Tag, laufen gegangen. Im Regencape, das  sich als wichtigste Shopping-Eroberung 2016 in Florida herausstellte."

Danke, Fozzie. Ich hoffe, ich muss so schnell nichts wieder von Dir lesen - denn das hieße ja, dass ich wieder nicht mitdarf. Aber wenn ich so die Temperaturschwankungen angucke: 3 Tage Sommer mit über 25 Grad, 4 Tage trocken, heiter bis wolkig, aber max. 18 Grad, und 3 Tage Dauerregen wie unter einer Dusche - da habe ich wohl nicht viel verpasst! ("Doch, hast Du Iwan, im Hotel in Miami kommt nämlich jeden Abend das Zimmermädchen, deckt die Betten auf, zieht Vorhänge zu usw. Und legt für jeden Gast ein Täfelchen Schoki hin. Und für mich extra auch noch eines!")

Arrggg. Das wollte ich nun wirklich nicht wissen! Nun gut, wenden wir uns wieder den kommenden Läufen zu. Ich hatte Frauchen ja für den virtual Naples Halbmarathon am 14.2. angemeldet. Da muss man am selben Tag irgendwo die 21,1 km laufen, Zeit melden, und dann kriegt man auch das (superschöne) Finishershirt. Und was kam eben als Mail? Der HM und Marathon sind erstmal abgesagt, weil es in den letzten Wochen Rekordregenfälle dort gegeben hat und die Strecke nicht mehr sicher wäre. Naples liegt übrigens direkt oberhalb von Marco Island an der Golfküste Floridas ... egal, Frauchen läuft ja "nur" virtual, das ist nicht gefährdet!

Bis bald Euer Iwan

















Sonntag, 1. März 2015

Februar im Sunshine State

Hallo Leute,

nun folgt also der Reisebericht, was meine Menschen und mein Kumpel Fozzie so außerhalb des Halbmarathons noch alles erlebt haben. Ich muss ja ehrlich sagen, als wir gestern abend alle Bilder sichteten - mussten sie so oft den Fozzie fotografieren? Nicht dass ich eifersüchtig wäre, oh nein, ich doch nicht, aber man könnte ja den Eindruck gewinnen, als hätte er sich in jedes Bild gedrängt! Dabei ist er doch so ein Winzling ...
Hier also ein kleiner Querschnitt, kommentiert von Fozzie:
"Angekommen und die ersten drei Tage in Fort Lauderdale geblieben. Hier seht Ihr mich, die ersten Morgensonnenstrahlen am Strand genießen, während wir auf Frauchen während ihres HMs warten. Fort Lauderdale ist schön ruhig, langer Sandstrand, viele Kanäle und schöne Villen.
Danach gings Richtung Golf von Mexiko, über die Interstate 75. Die wird auch "Alligator Alley" genannt, weil sie durch die Everglades führt. Und so wie hier links und rechts der Autobahn Vögel oder manchmal Rehe zu sehen sind, liegen dort die Alligatoren rum. Ansonsten - keine Kurve, immer nur geradeaus auf über 50 Meilen. Ganz schön langweilig. Dann waren wir zwei Tage auf Marco Island. Sehr schön, sehr ruhig, wieder toller weißer Sandstrand, Frauchen hat herrliche Strandläufe gemacht. Temperaturen wurden wärmer. Ausflug in die Everglades, mit Bootsfahrt. Dabei viele Delphine, Fischadler und vor allem Pelikane gesehen. Die weißen Pelikane sind genauso wie die Menschen "Snowbirds" - sie kommen im Winter von den nördlicheren Gefilden runter nach Florida, um dort im Warmen zu überwintern. Die braunen sind die in Florida Heimischen - ich bin immer wieder fasziniert, wie sie so auf diesen Pfosten thronen:




 
Die nächsten zwei Tage waren eigentlich nur auf der Straße - 200 km runter nach Key West, am nächsten Tag wieder hoch nach Miami. Inzwischen ein Temperatursturz erst auf 16 Grad, anm nächsten Tag auf 14 Grad. Hört sich nicht schlimm an im Vergleich mit deutschem Winter, aber es gab eisigen und starken Wind dazu, plus die feuchte Luft. Also wirklich ungemütlich. Ich habe mich eigentlich nur für die Fotoshootings rausgewagt. Hier erstmal der Blick von unserem Hotelzimmer in Key West (wenn man dort direkt übers Meer weiterfährt, ist der nächste Stopp Kuba).




Dann zwei Impressionen vom schönsten Strand auf den Keys, Bahia Honda. Zwei Erkenntnisse: erstens muss ich an meinen Selfies noch üben, und zweitens - auch wenn man ein paar Meter vom Meer entfernt sitzt, sollte man die Wellen im Auge haben. Direkt nach dem "Klick" kam eine Riesenwelle, Frauchen hat mich gerade noch aufgeschnappt, sonst hätte ich getrieft ...













Dann kamen noch 4 fetzige Tage in Miami (ähem, Iwan will nicht, dass ich hier nur Neid erwecke mit Ocean Drive, leckerem Freßchen direkt am Strand im Liegestuhl serviert, Frühstück draußen in einem tropischen Garten ...). Deswegen nur noch drei Shoots, einmal ein großer Alligator beim nochmaligen Ausflug in die Everglades - da hatte es übrigens mollige 8 Grad, kein Wunder, dass der Bursche sich in der Sonne aufwärmen wollte. Dann wurde es aber gleich wieder heiß in den nächsten Tagen. Frauchen genoß ihre sommerlichen Läufe. Und ich den Blick von unserem Hotelzimmer aus."

 



Na endlich ist er fertig. Was, doch noch nicht? Rückflug wäre so amüsant gewesen?
"Zuerst kamen andauernd SMS auf Frauchens Handy. Flug Miami - Frankfurt verspätet. Scheibchenweise, immer 15 Minuten später. Beim Einchecken dann schon der Hinweis, dass die Maschine aus Frankfurt "wegen des vielen Schnees" verspätet weg kam. Und es auch nach dem Rückflug Probleme mit den Anschlussflügen geben könne. Gut zu wissen für Euch: a) hatten wir einen Anschlussflug, mit 2 Stunden Puffer, und b) ist Herrchen vom Fliegen nicht ganz so begeistert wie Frauchen. Will sagen, er hasst es. Am Gate dann erstmal warten. Plus weitere Verspätung, inzwischen schon statt 17 Uhr 18:45 Uhr. Durchsage "leichte technische Probleme, behoben, beginnen mit Boarding". Hälfte durch, wir noch draußen. Boarding unterbrochen. Durchsagen "wissen nicht warum, wohl technische Probleme". Nach 10 Minuten gings weiter. Abflug dann doch schon um 19:20 Uhr. Frauchen hatte sich schon vom Anschlußflug geistig verabschiedet, Herrchen hoffte noch. Der sollte 10 Uhr gehen, wir landeten 9:30 Uhr. Durchsage kurz vorher, welche Anschlußflüge alle umgebucht waren. Nürnberg natürlich nicht genannt. Nach Landung sofort SMS da, wir auch umgebucht, auf 13:05 Uhr. Warten. Am Gate in den Bus steigen. Fahren, fahren, fahren. Wir wollten ja eigentlich nicht mit dem Bus nach Nürnberg! Da, an der vorletzten Außenparkposition hielt der Zubringerbus. Linkes Triebwerk offen, zwei Mechaniker fuhrwerkten drin rum. Ah ja. Teils wurden die Gesichter im Bus blass ... dann Handwerker Schraubenschlüssel nebenhin gelegt, Gangway hoch. Pilot Gangway runter, zu uns in den Bus. Durchsage "technisches Problem. Versuchen zu reparieren, geht schneller als neue Maschine organisieren. Passagiere dürfen gleich in den Flieger und dort warten". Also wir dann hoch in die eiskalte Maschine, warten. Irgendwann Durchsage "wir scheinen (!!!!) das Problem repariert zu haben. Nun noch Probelauf, wenn´s gut klingt, fliegen wir". Klang anscheinend gut, denn wir sind geflogen. Fragt aber nicht, wie große Herrchens Lust auf erneute Flüge ist."
Tja, Fozzie, da habe ich eine schlechte Nachricht für Herrchen: Freitag muss er schon wieder in den Flieger, Richtung Mallorca. 10 km-Lauf .. und diesmal fahre ich mit, nicht so ein geschwätziger, sich in die Fotos drängelnder kleiner Bär!
Bis bald
Euer Iwan