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Donnerstag, 28. Januar 2021

Kälte statt Wärme, virtuell statt echte Läufe

 Hallo Leute,

wer unseren Blog schon länger liest, weiß: Frauchen hasst Winter. Kälte, Schnee, Regen, grauer Matsch, keine Farben in der Natur. Denn so sieht es leider bei uns im Januar aus. Wäre es ein Wintertraum mit Sonne, blauem Himmel und g´führigem Schnee, dann könnte sie sich wohl eher damit arrangieren ...

So heult sie mir die ganze Zeit meine plüschigen Ohren voll, dass sie normalerweise um diese Jahreszeit so 10 Tage in wärmere Gefilde flüchtet. Oft verbunden mit einem Lauf - so war sie 2013 bis 2016 in Florida, und ist die Halbmarathons in Miami, Fort Lauderdale und den Disney Run in Orlando mitgelaufen. Ein paar Erinnerungen an sommerliche Temperaturen und bunte Flora und Fauna:







Und die letzten 4 Jahre war sie dann immer zum Wanderen und Lauftrainnig auf Mallorca - nicht ganz so warm, mehr Frühling als Sommer, aber die Sonne, Helligkeit, Leuchtkraft der blühenden Landschaften taten gut. Und halfen, über die letzten Winterwochen zu kommen. Auch hier noch ein paar Impressionen, letztes Jahr war ich ja auch dabei:



Tja, um Frauchen ein bißchen abzulenken, habe ich sie gleich mal für ein paar Läufe im ersten Quartal angemeldet. So darf sie beim Wiener Eisbärcup starten - gleich drei Läufe, jeweils Mitte Januar, Februar, März zu absolvieren. Normalerweise im Prater, man kann seine Streckenlänge zwischen 7, 14, 21 oder 28 km wählen. Die von mir gemeldeten 7 km hat sie im Januar schon absolviert, nun stehen noch zweimal 14 km an.  Und am 19. Februar darf Frauchen sogar in Sommerhitze laufen. Hehehe. Jedenfalls gedanklich, denn da lasse ich sie im Rahmen des Tel Aviv Marathons 10 km rennen.

Und ja, ich sage bewusst "darf", denn bei den vielen gesundheitlichen und anderen möglichen Hindernissen derzeit sind wir beide dankbar dafür, Läufe machen zu können.

Haltet die Ohren steif, auch wenn sie - wie bei mir - vollgejammert werden. Bis bald

Euer Iwan



Donnerstag, 3. März 2016

Update Saisonplanung 2016

Hallo Leute,

Herrchen ist stocksauer auf mich. Dabei habe ich nur Frauchens Saisonplanung komplettiert. Und halt auch gleich Anreise / Hotels gebucht. Nun ja, da Herrchen nicht gern fliegt, ist der Konflikt vorprogrammiert. Aber mir hatte es in Valencia so gut gefallen, dass ich wieder hin will - ist doch toll, im November nochmal Wärme und Sonne tanken! O.k. ich gebe ja zu, ich bin ziemlich frustriert vom Wetter der letzten Tage. Konnte ich doch nicht ahnen, dass der Winter meine Herausforderung von letzter Woche annimmt und - statt zu gehen - volle Kanne zurückschlägt! Alles weiß gewesen Montag abend und Dienstag .... das muss ich wirklich nicht haben. Aber ich komme ins Schwätzen, zurück zur Saisonplanung:

24.1. Halbmarathon in Miami - erledigt, neue PB
30.4. 15 km Trailrun beim Innsbruck Alpine Trail Festival
6.8. 15 km beim Pitz Alpine Glacier Trail
20.8. 5 km beim Womens Run in Frankfurt
4.9. Achenseelauf
11.9. Isarlauf Lenggries
18.9. Tegernseelauf Halbmarathon
22.10. Trailrunning Festival in Salzburg, ca. 7 km
20.11. 10 km in Valencia

@laufwelt sehen wir in Salzburg, @Tyrolean_Runner in  Innsbruck und am Achensee. Wen treffen wir noch so?

Übrigens, falls Ihr Euch über die lange Pause zwischen Ende April und Anfang August wundert - erstens sind wir da mit der Organisation vom

3.6. Tiergartenlauf in Nürnberg

beschäftigt, und zweitens steht danach Urlaub an. Bzw. ein paar Wochenenden in den Bergen bzw. bei Freunden, wo Frauchen einfach nur so zum Spaß läuft ...

So, nun muss ich wieder abtauchen, Herrchen ist gerade nach Hause gekommen. Und - siehe oben - bei dem bin ich derzeit nicht gut angeschrieben ....

Bis bald Euer Iwan


Samstag, 6. Februar 2016

Florida 2016: Manatees, Moskitos und Wetterkapriolen

Hallo Leute,

und hier der zweite Teil des Florida-Berichts - nachdem der Halbmarathon in Miami erfolgreich absolviert war. Ich übergebe wieder (schmollend, weil ich ja nicht dabei war) an Fozzie.

"Nach dem Lauf ins Hotel zum Aufwärmen. Dann Sachen gepackt und ab ins Auto, es wollten noch über 200 km gefahren werden runter nach Key West. Herrchen und ich genießen den Overseas Highway, Frauchen mag ihn nicht so besondern. Man hat entweder nur Meer links und rechts neben sich, oder endlose Ketten von Shops, Plakaten, Tankstellen, Fast Food-Restaurants. In Key West angekommen gleich das Zimmer bezogen. Wir hatten uns extra im Westin eingemietet, direkt am Pier mit Blick auf Meer und den sehr bekannten Sonnenuntergang. Ich gucke raus und will gleich reklamieren. Statt freiem Meerblick gucken wir auf ein ca. 12stöckiges Hochhaus. Achso, ist ein Kreuzfahrtschiff ... das noch vor Sonnenuntergang ablegte. Dafür legten die Wolken an - zwar malerisch, aber eben kein im Meer versinkender Feuerball ...
 







Am nächsten Tag wurde es endlich wärmer, wir haben Key West erkundet, danach war Herrchen baden und Frauchen laufen. Am nächsten Tag ging es rund 450 km erst den Overseas Highway wieder hoch (gähn), und dann einmal quer durch den Sunshine State, rüber an die Golfküste, nach Marco Island. Quer durch die Everglades, mit dem obligatorischen Stopp bei den Alligatoren:





Nein, Iwan, ich gucke nicht ängstlich!!!!
Auf Marco Island hatten wir wieder ein tolles Hotel, Blick direkt auf den weißen, rund 100 Meter breiten Sandstrand, Palmen, Meer. Da es ein sehr schöner und warmer Tag war, ist Frauchen nach den rund 6 Stunden im Auto gleich mal Laufen gegangen, Herrchen baden. Als sie sich dann am Strand getroffen haben, hüpften gerade Delfine ca. 20 Meter von der Wasserlinie entfernt munter durch die Wellen. Leider war der Fotoapparat oben bei mir im Zimmer ... Am nächsten Tag: es hat geschüttet. Wie unter der Dusche. Nix mehr mit tollem Ausblick. Und so blieb es auch die ganze Zeit auf Marco Island.  Garniert mit heftigem Sturm (ein paar Kilometer nördlich war es sogar ein hübscher kleiner Tornado). Und ordentlich Überschwemmungen. Meine Menschen sind dann trotzdem am zweiten Tag mit einem kleinen Boot in die Everglades gefahren - sehr zur Freude der dort lebenden Moskitos. Denn normalerweise ist ja Januar Trockenzeit. Dieses Jahr Dank el niño aber nicht. Sprich die Moskitos sind früh geschlüpft und ausgehungert. Weil weniger Touristen. Ich hätte ja doch die Shirts gekauft "ich bin Teil der Nahrungskette in den Everglades geworden", hähähä.
Gesehen wurden: ein Fischhabicht beim fischigen Frühstück, ein junger Weißkopfseeadler ebenfalls mit Beute,  Reiher, Great Heron, eine Schildkröte auf Abwegen, und diverse Braune Pelikane:

 










Nachmittags, nach dem Trockenlegen im Hotel, dann nochmal zum Laufen. Dabei hat Frauchen den Foto mitgenommen, denn sie hatte vorher etwas für sie ganz Seltenes gesehen. Eulen, die auf nicht bebauten Grundstücken auf Marco Island saßen, neben Erdhöhlen. Flugs schlau gemacht: die Viecher heißen "Burrowing Owls", von uns mit "Buddeleule" übersetzt. Korrekt eigentlich Kaninchenkauz. Leben in Erdlöchern, sind gefährdete Spezies:
Die roten Augen kommen vom Blitz, sind keine Zombies, ca. 12 bis 15 cm groß. Danach schnell noch zum Strand, Black Skimmer fotografiert. Sieht ja lustig aus, wenn die Vögel alle gegen den Wind ausgerichtet sitzen:

Und das Highligt: zweimal haben wir in den Everglades Manatees gesehen! Das sind diese riesigen Seekühe. Leider kann ich Euch keine Fotos bieten, denn das Sighting läuft so ab: man starrt ca. 5 Minuten auf die Wasseroberfläche, dann kommen zwei Nüstern prustend an die Oberfläche, ein Schnaufer zum Luftholen, dann sieht man beim Abtauchen noch die Schwanzflosse ... und dann wartet man wieder 5 Minuten. Trotzdem - große Freude, dass man sie endlich auch mal gesehen hat! Schließlich nimmt Frauchen dieses Jahr wieder am @savethemanatee Lauf teil.

Zurück in Miami Beach haben wir dann die letzten Tage genossen. Wetter war kalt geworden, aber trocken. Und wurde langsam wieder warm. Große Begrüßungsfreude mit den Papageien im Hotelgarten; Frauchen behauptet ja, dass Sunshine (so heißt der rote) sie wiedererkennt. Schließt sie aus dem "Hello" und "hola", mit dem er antwortet. Denn meistens reagieren die Papageien gar nicht ...

Weitere tierische Highlights waren dann noch die Waschbären auf Key Biscayne. Für die Einheimischen eine echte Plage, weil so viele und sehr penetrant an den Picknickplätzen, für uns Touris einfach nur "süüüüüß". Und eine große Echse, die stellte sich fürs Foto extra in Pose (so sieht es zumindest aus).


Tja, das war´s dann auch schon wieder. Am Abreisetag dann wieder Dauerregen. Frauchen ist trotzdem, wie jeden Tag, laufen gegangen. Im Regencape, das  sich als wichtigste Shopping-Eroberung 2016 in Florida herausstellte."

Danke, Fozzie. Ich hoffe, ich muss so schnell nichts wieder von Dir lesen - denn das hieße ja, dass ich wieder nicht mitdarf. Aber wenn ich so die Temperaturschwankungen angucke: 3 Tage Sommer mit über 25 Grad, 4 Tage trocken, heiter bis wolkig, aber max. 18 Grad, und 3 Tage Dauerregen wie unter einer Dusche - da habe ich wohl nicht viel verpasst! ("Doch, hast Du Iwan, im Hotel in Miami kommt nämlich jeden Abend das Zimmermädchen, deckt die Betten auf, zieht Vorhänge zu usw. Und legt für jeden Gast ein Täfelchen Schoki hin. Und für mich extra auch noch eines!")

Arrggg. Das wollte ich nun wirklich nicht wissen! Nun gut, wenden wir uns wieder den kommenden Läufen zu. Ich hatte Frauchen ja für den virtual Naples Halbmarathon am 14.2. angemeldet. Da muss man am selben Tag irgendwo die 21,1 km laufen, Zeit melden, und dann kriegt man auch das (superschöne) Finishershirt. Und was kam eben als Mail? Der HM und Marathon sind erstmal abgesagt, weil es in den letzten Wochen Rekordregenfälle dort gegeben hat und die Strecke nicht mehr sicher wäre. Naples liegt übrigens direkt oberhalb von Marco Island an der Golfküste Floridas ... egal, Frauchen läuft ja "nur" virtual, das ist nicht gefährdet!

Bis bald Euer Iwan

















Sonntag, 1. März 2015

Februar im Sunshine State

Hallo Leute,

nun folgt also der Reisebericht, was meine Menschen und mein Kumpel Fozzie so außerhalb des Halbmarathons noch alles erlebt haben. Ich muss ja ehrlich sagen, als wir gestern abend alle Bilder sichteten - mussten sie so oft den Fozzie fotografieren? Nicht dass ich eifersüchtig wäre, oh nein, ich doch nicht, aber man könnte ja den Eindruck gewinnen, als hätte er sich in jedes Bild gedrängt! Dabei ist er doch so ein Winzling ...
Hier also ein kleiner Querschnitt, kommentiert von Fozzie:
"Angekommen und die ersten drei Tage in Fort Lauderdale geblieben. Hier seht Ihr mich, die ersten Morgensonnenstrahlen am Strand genießen, während wir auf Frauchen während ihres HMs warten. Fort Lauderdale ist schön ruhig, langer Sandstrand, viele Kanäle und schöne Villen.
Danach gings Richtung Golf von Mexiko, über die Interstate 75. Die wird auch "Alligator Alley" genannt, weil sie durch die Everglades führt. Und so wie hier links und rechts der Autobahn Vögel oder manchmal Rehe zu sehen sind, liegen dort die Alligatoren rum. Ansonsten - keine Kurve, immer nur geradeaus auf über 50 Meilen. Ganz schön langweilig. Dann waren wir zwei Tage auf Marco Island. Sehr schön, sehr ruhig, wieder toller weißer Sandstrand, Frauchen hat herrliche Strandläufe gemacht. Temperaturen wurden wärmer. Ausflug in die Everglades, mit Bootsfahrt. Dabei viele Delphine, Fischadler und vor allem Pelikane gesehen. Die weißen Pelikane sind genauso wie die Menschen "Snowbirds" - sie kommen im Winter von den nördlicheren Gefilden runter nach Florida, um dort im Warmen zu überwintern. Die braunen sind die in Florida Heimischen - ich bin immer wieder fasziniert, wie sie so auf diesen Pfosten thronen:




 
Die nächsten zwei Tage waren eigentlich nur auf der Straße - 200 km runter nach Key West, am nächsten Tag wieder hoch nach Miami. Inzwischen ein Temperatursturz erst auf 16 Grad, anm nächsten Tag auf 14 Grad. Hört sich nicht schlimm an im Vergleich mit deutschem Winter, aber es gab eisigen und starken Wind dazu, plus die feuchte Luft. Also wirklich ungemütlich. Ich habe mich eigentlich nur für die Fotoshootings rausgewagt. Hier erstmal der Blick von unserem Hotelzimmer in Key West (wenn man dort direkt übers Meer weiterfährt, ist der nächste Stopp Kuba).




Dann zwei Impressionen vom schönsten Strand auf den Keys, Bahia Honda. Zwei Erkenntnisse: erstens muss ich an meinen Selfies noch üben, und zweitens - auch wenn man ein paar Meter vom Meer entfernt sitzt, sollte man die Wellen im Auge haben. Direkt nach dem "Klick" kam eine Riesenwelle, Frauchen hat mich gerade noch aufgeschnappt, sonst hätte ich getrieft ...













Dann kamen noch 4 fetzige Tage in Miami (ähem, Iwan will nicht, dass ich hier nur Neid erwecke mit Ocean Drive, leckerem Freßchen direkt am Strand im Liegestuhl serviert, Frühstück draußen in einem tropischen Garten ...). Deswegen nur noch drei Shoots, einmal ein großer Alligator beim nochmaligen Ausflug in die Everglades - da hatte es übrigens mollige 8 Grad, kein Wunder, dass der Bursche sich in der Sonne aufwärmen wollte. Dann wurde es aber gleich wieder heiß in den nächsten Tagen. Frauchen genoß ihre sommerlichen Läufe. Und ich den Blick von unserem Hotelzimmer aus."

 



Na endlich ist er fertig. Was, doch noch nicht? Rückflug wäre so amüsant gewesen?
"Zuerst kamen andauernd SMS auf Frauchens Handy. Flug Miami - Frankfurt verspätet. Scheibchenweise, immer 15 Minuten später. Beim Einchecken dann schon der Hinweis, dass die Maschine aus Frankfurt "wegen des vielen Schnees" verspätet weg kam. Und es auch nach dem Rückflug Probleme mit den Anschlussflügen geben könne. Gut zu wissen für Euch: a) hatten wir einen Anschlussflug, mit 2 Stunden Puffer, und b) ist Herrchen vom Fliegen nicht ganz so begeistert wie Frauchen. Will sagen, er hasst es. Am Gate dann erstmal warten. Plus weitere Verspätung, inzwischen schon statt 17 Uhr 18:45 Uhr. Durchsage "leichte technische Probleme, behoben, beginnen mit Boarding". Hälfte durch, wir noch draußen. Boarding unterbrochen. Durchsagen "wissen nicht warum, wohl technische Probleme". Nach 10 Minuten gings weiter. Abflug dann doch schon um 19:20 Uhr. Frauchen hatte sich schon vom Anschlußflug geistig verabschiedet, Herrchen hoffte noch. Der sollte 10 Uhr gehen, wir landeten 9:30 Uhr. Durchsage kurz vorher, welche Anschlußflüge alle umgebucht waren. Nürnberg natürlich nicht genannt. Nach Landung sofort SMS da, wir auch umgebucht, auf 13:05 Uhr. Warten. Am Gate in den Bus steigen. Fahren, fahren, fahren. Wir wollten ja eigentlich nicht mit dem Bus nach Nürnberg! Da, an der vorletzten Außenparkposition hielt der Zubringerbus. Linkes Triebwerk offen, zwei Mechaniker fuhrwerkten drin rum. Ah ja. Teils wurden die Gesichter im Bus blass ... dann Handwerker Schraubenschlüssel nebenhin gelegt, Gangway hoch. Pilot Gangway runter, zu uns in den Bus. Durchsage "technisches Problem. Versuchen zu reparieren, geht schneller als neue Maschine organisieren. Passagiere dürfen gleich in den Flieger und dort warten". Also wir dann hoch in die eiskalte Maschine, warten. Irgendwann Durchsage "wir scheinen (!!!!) das Problem repariert zu haben. Nun noch Probelauf, wenn´s gut klingt, fliegen wir". Klang anscheinend gut, denn wir sind geflogen. Fragt aber nicht, wie große Herrchens Lust auf erneute Flüge ist."
Tja, Fozzie, da habe ich eine schlechte Nachricht für Herrchen: Freitag muss er schon wieder in den Flieger, Richtung Mallorca. 10 km-Lauf .. und diesmal fahre ich mit, nicht so ein geschwätziger, sich in die Fotos drängelnder kleiner Bär!
Bis bald
Euer Iwan








Freitag, 1. Februar 2013

Fozzie war dann mal weg

Hallo Leute,

ich hatte Euch ja angekündigt, dass mein Kumpel Fozzie noch ein bißchen was über Ami-Land berichtet. Das hat leider gedauert - nicht weil er faul war, nein. Sondern er ist ja im Hauptberuf Maskottchen und Mitfahrer in Frauchens Auto (er sagt, ohne ihn käme sie nirgendswo heil an!), und da hat er wenig Freizeit. Also, das Wort hat Fozzie:
"Man, war ich aufgeregt! Aber war auch ganz toll, mal so ganz entspannt als Beifahrer ohne Job mitzucruisen. Im Flieger konnte ich schön auf Grönland und dann die ganze Küste runter Kanada und USA gucken! Einreise recht problemlos, der Officer war gar nicht so grimmig, als er hörte, wir sind Runners und wollen bei Disney den Halbamarathon laufen. Der Mietwagen war nach anfänglichen Schwierigkeiten (wir sind alle noch nie Automatik gefahren, die ersten Meter waren eher hüpfend!) o.k. und im Hotel hatte ich immer mein eigenes Sofa! Frauchen hat mich für die Beweisfotos und hier für Iwans Blog häufig mitgeschleppt. Dabei fiel mir auf: Im Gegensatz zu Deutschland, wo Mensch, der Bär fotografiert, häufig irritiert bis "spinnt die?" angeguckt wird, gab es in Florida nur nette Zulächler. In Disney World musste ich einmal sogar warten mit Schnappschuss Bär vor Main Street und Cinderella Castle, weil vorher schon ein anderer Bär genauso fotografiert wurde! Überhaupt - die Freundlichkeit, das fiel mir sehr auf. Überall "Wie kann ich Ihnen helfen?", "Einen schönen Tag!", "Genießen Sie es" und immer ein freundlicher Schwatz. Zurück zu Frauchens Autofahrkünsten: zweimal habe ich voll an der Scheibe geklebt, weil sie ausgekuppelt hat - in einem Automatik! Naja, ansonsten war ich bei Alligatoren (Mann, hab ich gebibbert, dass sie mich nicht fallen lässt!), in Disney World hat Donald mich auf Händen getragen, in den Everglades bei Geiern, auf den Keys und an Traumstränden, und habe Miami South Beach unsicher gemacht. So ein Leben hat schon was - am Strand auf der Liege, bei 25 Grad und vollem Service (ich lese übrigens gerade die New York Tribune). Umso krasser war dann das Heimkommen: Anschlussflug von Düsseldorf nach Nürnberg wegen Eisregens annulliert. Umbuchen auf Zug. Rolltreppen an deutschen Bahnhöfen - ist nicht oder ist kaputt. Koffer bei insgesamt 3mal Umsteigen immer hoch- und runterschleppen (ich nicht, aber ich hatte immerhin Mitleid!). Saukälte. Frauchen und Herrchen in der Aussicht, dass sie ja immer in warmen Hallen (statt kalter Bahnsteige) sind, in recht dünner Klamottenschicht. Und ...extrem unfreundliche, wenig hilfsbereite Mitmenschen, die einen eigentlich nur anknurrten, wenn man verzweifelt die Zugverbindung von Düsseldorf nach Nürnberg suchte! Welcome back kann ich da nur sagen!"
Soweit Fozzie - das reicht jetzt aber, schließlich bin ich, Iwan der Unvergleichliche, hier Chef im Ring! Und das nächste Mal fahre ich mit, basta. Übrigens, mehr seiner Fotos sind hier bei Pintinterest eingestellt.
So, das wars mit Florida, demnächst wieder die üblichen sarkastischen Kommentare zu allem, was wichtig oder unwichtig ist ...

Bis bald Euer Iwan