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Dienstag, 29. Januar 2019

Januar - Laufen in kurzen Hosen

Hallo Leute,

der Winter und ich, wir werden nie Freunde. Bin halt ein Sommer-Bär, mag Wärme, Sonne, bunte Farben. Das sagt man ja häufig von Sommer-Kindern, dass sie den Sommer bevorzugen. Und ich habe Ende Juli Geburtstag, genau wie mein Frauchen. Und die haut ja auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Winter "ab in den Süden, der Sonne hinterher"! (So, habt Ihr jetzt den Ohrwurm schön im Ohr, hehehe?)

Dieses Jahr sollte es vom 18.1. bis 27.1. wieder nach Mallorca gehen. Ich hatte preiswerte Flüge erspäht, also gleich gebucht. Und dann erst - entgegen unserer sonstigen Gewohnheit - nach dem üblichen Winterhotel geschaut. Schock. Ungläubigkeit. Anruf. Frust. Denn dieses Hotel hat diesen Winter wegen Renovierung geschlossen. Und es war quasi das einzige in Port d´Alcudia, das auch im Januar aufhatte.

Nach langem Hin und Her (Was hat auf? Wo liegt das? Nein, wir wollen kein "kontaktfreudiges Publikum" oder "Lage gut, Ausstattung für junge Leute geeignet") dann ein Hotel an der Playa de Palma gebucht. Übersetzung für Nicht-Insider: Ballermann. War für mich, der ich 2013 schon mal da war, nicht so verlockend.

Und dann die Wettervorhersage: Zeitgleich mit uns sollte ein Regen-Tiefdruckgebiet eintreffen, das sich ebenfalls behaglich einrichten sollte und erst am Abreisewochenende - also wieder gemeinsam - die Insel verlassen würde.

Daraufhin habe ich beschlossen: nein, ich bleibe zuhause. Fehler. Böser Fehler.

1. An meiner Stelle ist Fozzie mitgefahren. Daher musste ich mir jetzt ausführliche Schildungen des Zimmerservice und der Gutzis, die bereitgestellt wurden, anhören.
 

2. Das Tiefdruckgebiet zog schneller wieder ab als angekündigt. Das heißt, ein langer Lauf in strömendem Regen, ansonsten "nur" wolkig oder strahlend schön.




Frauchen zog brav ihr Trainingsprogramm durch, jeden Tag  mindestens 1 Stunde laufen, nach den Wanderungen, oder ein langer Lauf. Und hier trat dann das Problem der Playa de Palma voll auf: man kann nach links die Promenade entlang laufen, oder nach rechts. Kilometerlang. Flach. Sehr sehr langweilig, wenn man das 10 Tage lang macht. Deswegen ist Frauchen dann auch bei den langen Läufen ausgewichen und einmal eine Runde Inca - Moscari - Binibona - Caimari - Moscari - Inca gelaufen, einmel eine große Runde bei Port d´Alcudia und einmal bei Port de Soller. Da musste sich dann natürlich auch gleich wieder Fozzie in Szene setzen, tss tss:

Und was Frauchen gar nicht gehagte an der Playa de Palna: nur Deutsche. Überall hörte man auch nur deutsch. Dafür mag sie nicht nach Spanien fahren (und ja, die Balearen gehören zu Spanien!).

3. Achso, die Temperaturen waren teils morgens etwas frostig (1 Grad einmal), sonst startend bei so 8 Grad und tagsüber auf 12 bis 17 Grad hochgehend, also konnte sie in kurz laufen. Genau das, was man im Januar so will.


Fazit: ich ärgere mich, dass ich nicht mitgefahren bin. Aber was soll´s, im März habe ich die nächste Chance. Und da geht es wieder nach Port d´Alcudia!

Bis bald Euer Iwan



 


Dienstag, 22. Oktober 2013

Ballermann, Halbmarathon und Sonne pur

Hallo Leute,

wir sind zurück aus Mallorca, heute nacht um halb zwei saß ich glücklich wieder auf meinem Regal. Aufregende Tage .... ich am Ballermann. Wobei ich sagen muss, in der Nachsaison geht´s halbwegs, nur einen Eimer Sangria mit vielen Strohhalmen gesehen! Unser Hotel war ganz nett, Frauchen war mit einer Freundin dort, und ich hatte ein eigenes Zimmer (!) mit eigener Schlafcouch. Nannte sich Suite.
Am Sonntag dann der lang erwartete und darauf hintranierte Halbmarathon. Ich sollte mit der Frau eines Lauffreundes, der den Marathon lief, im Hotel bleiben. Denn die Shuttle-Busse fuhren sehr früh zum Start an die Kathedrale von Palma; Frauchen wollte nicht, dass ich dann im Kleiderbeutel abgegeben werde. Hat sie auch recht. Dafür konnte sie dann gleich Manu aus Berlin (auf Twitter unter @laufwelt ) kennenlernen. Und machte gleich für mich abends ein Date mit Pauline aus, der Bärin, die Manu immer begleitet.
Der Lauf war für Frauchen nicht optimal - zu kalt. Ja, Ihr habt richtig gelesen! Die ganze Zeit war Superwetter, nur am Lauftag vormittags bewölkt. Um die 21 Grad am Start, 23 Grad während des Laufes. Ist für mein Frauchen einfach zu kalt .... denn sie war ja die ganzen letzten Wochen an mehr Hitze gewöhnt. Die Strecke sei einfach toll, Sightseeing pur. Nur leider gegenüber früheren Ausgaben auch verändert, mehr auf und ab in der Altstadt. Zwischen km 18 und 19 war dann eine Gehpause fällig, Frauchen ziemlich frustriert. Sie brauchte dringend Motivation und wußte ja nicht ... dass ich auf dem Weg zu ihr war! Als Coach spürt man ja, wenn Dein Läufer Dich braucht ... also habe ich die Bekannte überredet, mit dem Rad von Arenal reinzufahren. Ihr hättet mal Frauchens Gesicht sehen sollen, als ich ihr bei km 20 entgegengehalten wurde! Das gab ihr dann doch noch Schwung für einen Schlußspurt, zusammen mit mir ins Ziel unterhalb der Kathdrale. Die Finishermedaille hat sie gleich mir umhängen lassen. Positiv also: gefinisht, superschöne Strecke, sehr gute Verpflegung und auch medizinische Versorgung. Denn negativ: allein wir haben schon drei Läufer / Läuferinnen gesehen, die umgefallen waren und versorgt wurden. Für viele Deutsche, die aus der Kälte anreisten, war die Schwüle und die 23 Grad eben doch zuviel. Und viel zuwenig Dixi-Klos.


Abends dann noch Treffen mit Pauline - wir wollten zur Afterrace-Party in den Megapark. Ist ja eine süße Kleine, aber leider zu jung für mich ... und Frauchen wollte mich dann auch nicht in den Megapark lassen. Dabei kann ich schon selbst auf mich aufpassen, ich wollte doch auch mal eine Bierdusche abkriegen. Im Flughafen gab´s dann wenigstens noch ein nahrhaftes Whopper-Menü für mich! Naja, und jetzt sind wir halt wieder da. Ach so, die Zeit: nicht berauschend, 2:20,21 Stunden. Ohne Gehpausen wäre es ganz gut geworden, bis km 15 lag Frauchen absolut im Soll auf PB.
Jetzt muss ich mich erstmal ausschlafen und erholen von dem Mallorca-Streß. Bis bald Euer Iwan