Hallo Leute,
ich hoffe, Ihr seid gut "rübergerutscht" ins neue Jahr. Wir auch, ich habe Frauchen heute morgen daher gleich mal zum lockeren Auslaufen gescheucht.
Jetzt fragt Ihr sicher, "Auslaufen wovon"? Ja, es ist kaum zu glauben, dieses Mal hat es endlich mal wieder mit dem Silvesterlauf Nürnberg geklappt. Die letzten Jahre war Frauchen immer angemeldet, und bekam dann wahlweise eine böse Erkältung, Rücken oder eine Grippe. Ich habe ja schon langsam geglaubt, sie will sich drücken, habe sie aber trotzdem unverdrossen immer wieder angemeldet. Und diesmal war - natürlich - wieder der Wurm drin. Die Fußverletzung, die sie sich Anfang November zugezogen hatte ... seitdem gerade mal maximal 1 Stunde am Stück gelaufen, nie länger, gerade erst wieder Hügeltraining begonnen, zur Fußschonung immer die alten, ausgelatschten Trailschuhe an. (Und bevor jetzt die Besserwisser schreien, dass das schlecht sei - sie hat zwischendurch auch mal andere, neuere Laufschuhe angehabt, da wurde der Fuß prompt wieder schlechter.)
Am Sonntag dann das Startersackerl abgeholt. Ganz ehrlich: wenn es nicht der Silvesterlauf und damit das besondere Datum wäre, und das Orgateam extrem nett - so unter Kosten-/Nutzengesichtspunkten lohnt es sich nicht:
Für 15 Euro kriegt man viele Flyer, ein Aftershave (!), ein Beutelchen mit undefinierbarem Inhalt (Gras? Tee? Cannabis?) sowie Gemüsechips. Das war´s. Später auch keine Medaille.
Aber egal, Frauchen wollte halt das Jahr gut ausklingen lassen. Das Wetter dachte sich "wenn die schon starten will und nicht krank ist, vermiese ich es ihr". Zwar 7 Grad, aber pünktlich nach dem noch trockenen 5-km-Rennen fing es an zu sprühregnen. (Gibt es dieses Verb eigentlich?)
Also missmutig Parkplatz gesucht, und Käppi zum halbwegs Schutz der Brille gegen die Nässe aufgesetzt, dann Richtung Start am Wöhrder See getrabt. Es war wieder recht voll, rund 1.300 Starter wollten die 2 Runden absolvieren. Frauchen musste zwar nur 14 min. bis zum Start warten, das reichte aber, um in diesem fiesen Wetter ziemlich auszukühlen. Sie war übrigens regelrecht fassungslos, dass manche Starter in kurz / kurz am Start standen ...
Die ersten zwei Kilometer brauchte sie, um ihre Füße wieder aufzutauen. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert, gut zu laufen, drei scharfe Kurven, das ist es an "Schwierigkeiten". Frauchen legte ziemlich schnell los, übersah dann das "km 3"-Schild und wunderte sich, wie sich dieser dritte Kilometer zog. Mangels Schnell-Lauf-Training und langen Läufen wurden die Beinchen auch schnell recht schwer.
Seit Jahren hat sie sich angewöhnt (Tipp von mir), während des Rennens nicht fortwährend auf die Zwischenzeiten zu gucken. Das irritiert sie zu sehr. So soll sie bei einem 10er bei 5 km schauen, wie sie liegt. Wenn sie unter 30 min. liegt, dann weiter Vollgas (ja, ich weiß, sie ist nun mal kein Usain Bolt, für sie ist das schnell!) und bei km 9 nochmal schauen, ob es für eine Zeit unter 60 min. reicht.
Gestern dann das für sie Horrorszenario - die Überrundung. Bei früheren Starts konnte sie es vermeiden, dieses Mal erwischte es sie durch den Sieger der Herrenkonkurrrenz ca. 150 Meter vor der 5 km-Marke (für sie) bzw. Ziel 10 km (für ihn). Aber die Uhr bot ihr gleich einen erfreulichen Anblick: 29:37! Also nix mit "langsamer Angehen lassen", weiter voller Speed. Sie schaute auch die ganze Zeit, ob sie jemanden aus meiner Twitter-Timeline sah - aber "nur" Beate, die als Zuschauerin am Rand stand und ihren Mann anfeuerte. Der natürlich viel schneller als Frauchen war ...
In der zweiten Runde kam dann Frauchens übliches Problem bei solchem Wetter: kühle Luft, sie schwitzt, Sprühregen macht trotz Käppi die Brille nass - die dann zusätzlich noch beschlägt. Also Sicht sehr behindert. Das zweite Mal hoch zur Bahnbrücke überholte Frauchen zwei Läuferinnen und hörte nur eine weibliche Stimme "Hallo Anette". Sie grüßte zwar zurück, konnte aber beim besten Willen nicht erkennen, wer das gesagt hatte! Also auf diesem Weg Entschuldigung.
Runter von der Brücke, scharfe Rechtskurve, Endspurt. Was ihr eine 59:29 einbrachte, ich bin sehr zufrieden mit dieser Sub-60-Zeit. Bestzeit für alle bisherigen Starts beim Silvesterlauf. 791. von 1.079 Finishern, 189. Dame und Platz 9 in ihrer Alterklasse.
Für dieses gute Ergebnis habe ich ihr dann großzügig wie ich bin erlaubt, abends einen Nachschlag vom Nudelsalat zu nehmen.
Jetzt wünsche ich Euch allen noch ein gutes, gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2019 - mögt Ihr alle Eure Wünsche und Ziele verwirklichen!
Bis bald Euer Iwan
Dienstag, 1. Januar 2019
Mittwoch, 19. Dezember 2018
Rückblick 2018 - das Jahr der Abschiede
Hallo Leute,
ich versuche mich schon seit Tagen aufzuraffen, um wie gewohnt meinen bärigen Monat-für-Monat-Jahresrückblick zu halten. Aber irgendwie gelingt es mir nicht.
Was war das nur für ein Jahr? Gerade erst begonnen, schon vorbei. Keine läuferischen Highlights zu vermelden, keine besonderen Reiseziele bereist. Also alles wie immer?
Nein, leider nicht. das Jahr 2018 wird als sehr disruptiv bei uns in Erinnerung bleiben. Mit vielen Veränderungen und Abschieden.
Und ich will jetzt nicht ganz so schwermütig enden ... wobei ich heute vom Leben und vom Adventskalender schwer enttäuscht wurde: statt der erhofften weißen Dominosteine war eine ... ich wage es kaum auszusprechen ... igitt igitt igitt ... Ananas drin! Jetzt sagt doch mal bitte selbst: das ist doch nichts für die Adventszeit?!
Bis bald Euer Iwan
ich versuche mich schon seit Tagen aufzuraffen, um wie gewohnt meinen bärigen Monat-für-Monat-Jahresrückblick zu halten. Aber irgendwie gelingt es mir nicht.
Was war das nur für ein Jahr? Gerade erst begonnen, schon vorbei. Keine läuferischen Highlights zu vermelden, keine besonderen Reiseziele bereist. Also alles wie immer?
Nein, leider nicht. das Jahr 2018 wird als sehr disruptiv bei uns in Erinnerung bleiben. Mit vielen Veränderungen und Abschieden.
- Frauchen hat sich im Sommer entschieden, nach 9 Jahren ihre Stelle als Marketingleiterin aufzugeben, und nun etwas ganz Anderes zu machen. Seit 30 Jahren das erste Mal nichts mit Finanzdienstleistungen, seit 26 Jahren das erste Mal keine Führungsposition mehr. Ihr war letztendlich ihre Gesundheit und Zufriedenheit wichtiger - die Lebensqualität ist doch besser, wenn man mal wieder in Ruhe schlafen kann.
- Einige plötzliche schwere Krankheits- und sogar Todesfälle gab es im Verwandschafts- und Freundeskreis. Auch das bringt einem zum Nachdenken, was wirklich wichtig ist im Leben, und wie man seine Zeit verbringen will.
- Bei zwei langjährigen Partnerschaften machte jeweils der Mann überraschend Schluss. (Ich will ja jetzt nicht von "Midlife-Crisis" sprechen, hehehe) Auch hier mussten Leben komplett neu ausgerichtet werden.
- Und noch ein trauriges Geschehen im Verwandtenkreis: älteres Ehepaar, er pflegebedürftig, lebt in der eigenen Wohnung. Sie plötzlich schwerkrank, Notaufnahme, Intensivstation, längerer Krankenhausaufenthalt. Für beide gab es jetzt nur noch die Option "Pflegeheim". Gar nicht erst zurück in die Wohnung, die nun aufgelöst wird. Der Gedanke, von jetzt auf gleich aus dem gewohnten Umfeld gerissen zu werden, nicht mehr selbst entscheiden zu können, was passiert und was man mitnimmt ... das hat uns doch sehr schockiert.
Und ich will jetzt nicht ganz so schwermütig enden ... wobei ich heute vom Leben und vom Adventskalender schwer enttäuscht wurde: statt der erhofften weißen Dominosteine war eine ... ich wage es kaum auszusprechen ... igitt igitt igitt ... Ananas drin! Jetzt sagt doch mal bitte selbst: das ist doch nichts für die Adventszeit?!
Bis bald Euer Iwan
Montag, 10. Dezember 2018
Saisonplanung 2019
Hallo Leute,
ich bin empört! Ab-so-lut empört! Hat Frauchen doch glatt mich und meinen wöchentlichen Post gestern vergessen. Und dann hat sie erst nach circa zwei Stunden gemerkt, dass ich sauer bin, ihr den Rücken zukehre und nicht mit ihr rede ... ohne Worte.
Nun gut, sie hatte auch viel um die Ohren die letzten Tage. Nein, keine Weihnachtsfeiern. Nur ein klitzekleines Nikolausessen, sonst waren es aber familiäre Verpflichtungen und der Anmeldestart für den Tiergartenlauf Nürnberg (da ist sie ja Mit-Veranstalter). Innerhalb von 8 Minuten (!) waren dieses Mal alle 600 Startplätze für den 24. Mai 2019 vergeben, neuer Rekord.
Dieses Datum ist dann ein Fixum, um das herum sich unsere Frühjahrsaktivitäten gruppieren. Denn ab zwei Wochen vorher und bis zwei Wochen nachher müssen wir hier vor Ort sein, da ist kein Kurztrip zu irgendeiner Laufveranstaltung drin. So fällt leider auch 2019 wieder der Women Trail Run, ein sehr schönes 3-Tage-Event in Zell am See, für uns aus.
Angemeldet sind wir derzeit für:
Und fürs Frühjahr überlegen wir noch, ob wieder mal Gebirgstälerlauf in Oberstdorf, oder Innsbruck Alpine Trail Festival. Wobei es dort erfahrungsgemäß wettertechnisch immer ein Jahr schön, ein Jahr mies ist ... und 2018 war es schön ... und nein, ich bin nicht abergläubisch!
Schauen wir mal, was mir noch so unter die Tatzen kommt zum Anmelden! Und Ihr so? Was habt Ihr schon fest geplant vor?
Bis bald Euer Iwan
ich bin empört! Ab-so-lut empört! Hat Frauchen doch glatt mich und meinen wöchentlichen Post gestern vergessen. Und dann hat sie erst nach circa zwei Stunden gemerkt, dass ich sauer bin, ihr den Rücken zukehre und nicht mit ihr rede ... ohne Worte.
Nun gut, sie hatte auch viel um die Ohren die letzten Tage. Nein, keine Weihnachtsfeiern. Nur ein klitzekleines Nikolausessen, sonst waren es aber familiäre Verpflichtungen und der Anmeldestart für den Tiergartenlauf Nürnberg (da ist sie ja Mit-Veranstalter). Innerhalb von 8 Minuten (!) waren dieses Mal alle 600 Startplätze für den 24. Mai 2019 vergeben, neuer Rekord.
Dieses Datum ist dann ein Fixum, um das herum sich unsere Frühjahrsaktivitäten gruppieren. Denn ab zwei Wochen vorher und bis zwei Wochen nachher müssen wir hier vor Ort sein, da ist kein Kurztrip zu irgendeiner Laufveranstaltung drin. So fällt leider auch 2019 wieder der Women Trail Run, ein sehr schönes 3-Tage-Event in Zell am See, für uns aus.
Angemeldet sind wir derzeit für:
- Womens Run Frankfurt (5 km), 10.8.
- Karwendelmarsch (52 km), 31.8.
- Palma Halbmarathon, 13.10.
- Salzburg Trailrunning Festival Ende Oktober
- Valencia (10 km), 1.12.
Und fürs Frühjahr überlegen wir noch, ob wieder mal Gebirgstälerlauf in Oberstdorf, oder Innsbruck Alpine Trail Festival. Wobei es dort erfahrungsgemäß wettertechnisch immer ein Jahr schön, ein Jahr mies ist ... und 2018 war es schön ... und nein, ich bin nicht abergläubisch!
Schauen wir mal, was mir noch so unter die Tatzen kommt zum Anmelden! Und Ihr so? Was habt Ihr schon fest geplant vor?
Bis bald Euer Iwan
Montag, 3. Dezember 2018
Und wieder einmal ... Valencia
ich bin hin und her gerissen. Frauchen war dieses Jahr das erste Mal allein in Valencia zum 10 km-Lauf, Herrchen und ich wollten lieber die Adventsatmosphäre hier in Deutschland genießen. (Und ich besonders das Öffnen des Adventskalenders, gestern war ein Gutschein für eine Packung weiße Dominosteine drin, jammjamm!)
Ich habe also Fozzie als Vertretung (Aufpasser und Vertretungscoach) mitgeschickt. Außerdem hatte ich sowieso keine großen Hoffnungen, weil Frauchen ja nun seit 4 Wochen einen kaputten rechten Fuß hat. Wäre ich mal besser mitgefahren ...
Also: kurze Hosen und Shirt-Wetter. Frauchen und Fozzie haben übereinstimmend berichtet, dass man sie ins Flugzeug zurück fast schieben musste ...
Perfekte Organisation - die Abholung der Startunterlagen hat am Freitag Nachmittag genau 3 Minuten gedauert. Und sowohl der Starterbeutel als auch der Finisherbeutel waren wieder sehr reich bestückt.
Frauchen ließ sich ohne meinen mahnenden Einfluss ("Brauchst Du das wirklich?") auf der Marathonmesse auch noch zum Kauf eines - ich zitiere - "schnuffigen" Laufshirt hinreißen:
Der Fuß hielt. Zwar mit Schmerzen, die aber jeden Tag weniger wurden. Vielleicht hatte sie das auch der "Wärmecreme", die im Starterbeutel zu finden war, zu verdanken? Und nein, Frauchen schluckt keine Schmerzmittel. Nie nicht. Entweder der Schmerz ist noch aushaltbar oder nicht, betäubt wird er jedenfalls nicht.
Freitag nach Ankunft im Hotel also schnell umziehen und dann ein langsamer Trab durch den Turia-Park.
Samstag besagter Breakfast Run - 5 km in erstaunlich schnellen 29:51 min. Der Wettkampf begann dann aber erst nach der Ziellinie: es gab belegte Brötchen (Bocadillos), süße Teilchen, Mandarinen, Kakis, Wasser und Isogetränke sowie Radler. Das war Nahkampf vom Feinsten ...
Sonntag dann 8:30 Uhr der Startschuss für den Marathon (neuer Streckenrekord, sehr schneller Kurs) und den 10 km-Lauf. Frauchen startete verhalten, die ersten 5 km sind sowieso mehr Durchschlängeln und dieses Mal achtsam sein, dass man nicht umknickt. Und ja, der Start auf den zwei Fahrspuren über die große Brücke ist auch beim vierten Mal wieder Gänsehautfeeling. Die 5 km-Marke passierte Frauchen in 31:55, also auch dieses Jahr keine Zeit unter 1:00:00 in Sicht. Nachdem der Fuß aber hielt, legte sie einen negativen Split hin und erreichte in 1:01:42 das Ziel. Nachdem ja niemand dabei war, um mich zum Aufspringen anzureichen, musste sie dieses Mal allein finishen.
Mit dieser Zeit wurde sie 5.333 von 8.500 Startern, und immerhin 76. in ihrer Altersklasse,
Ansonsten genossen die beiden 2,5 sonnige Tage am Meer, in der Altstadt, bei Tapas und Pinchos (nein, ich bin nicht neidisch, ich bin nicht neidisch ...).
Etwas bizarr sei nur die üppige Weihnachtsdeko überall gewesen, plus Musikuntermalung mit "Let it snow", "Drivin´ home for christmas", "White christmas" usw.
Fazit: Zuerst hatten wir uns über den neuen Termin Anfang Dezember geärgert. Aber hätte der Lauf wie üblich Mitte November stattgefunden, wäre er im Dauerregen weggeschwemmt worden. So war es wieder ein Spätsommerwochenende, mit perfekter Organisation, schneller Laufstrecke, toller Anfeuerung an der Strecke und einem spektakulären Zieleinlauf.
Nun widme ich mich besagten Dominosteinen.
Bis bald Euer Iwan
Sonntag, 18. November 2018
Da laufen Erinnerungen mit ...
Hallo Leute,
Frauchen kann wegen ihres Fußes immer noch nur eingeschränkt laufen gehen. Sie läuft halt auf flachen, möglichst ebenen Wegen. Was ihr eigentlich so gar keinen Spaß macht ... Deswegen habe ich mich heute gewundert, als sie bestens gelaunt und mit breitem Grinsen vom Lauf zurückkam.
Das lag weder am langsam heilenden Fuß noch am eisigen Ostwind, sondern daran, was sie heute anhatte. Sie trägt ja brav die ganzen Wettkampfshirts, die sich im Lauf der Zeit bei uns angesammelt haben, auf. Heute trug sie zum Beispiel das vom Mittelrhein-Halbmarathon, da waren wir 2007. (Der Lauf selbst war zum Vergessen, aber das Shirt ist sehr schön!)
Während ihres Laufes schweiften Frauchens Gedanken dann vom Shirt zu den anderen Bekleidungsstücken - wo sie fast jedes Teil an einen schönen Urlaub, Kurztrip oder Ähnliches erinnerte:
Geht es Euch auch so, habt Ihr auch Teile, die Euch sofort an andere Orte, in andere Zeiten "beamen"? Oder ist bei Euch alles emotionslos, ohne damit verbundene Erinnerungen? Bin gespannt!
Bis bald Euer Iwan
Frauchen kann wegen ihres Fußes immer noch nur eingeschränkt laufen gehen. Sie läuft halt auf flachen, möglichst ebenen Wegen. Was ihr eigentlich so gar keinen Spaß macht ... Deswegen habe ich mich heute gewundert, als sie bestens gelaunt und mit breitem Grinsen vom Lauf zurückkam.
Das lag weder am langsam heilenden Fuß noch am eisigen Ostwind, sondern daran, was sie heute anhatte. Sie trägt ja brav die ganzen Wettkampfshirts, die sich im Lauf der Zeit bei uns angesammelt haben, auf. Heute trug sie zum Beispiel das vom Mittelrhein-Halbmarathon, da waren wir 2007. (Der Lauf selbst war zum Vergessen, aber das Shirt ist sehr schön!)
Während ihres Laufes schweiften Frauchens Gedanken dann vom Shirt zu den anderen Bekleidungsstücken - wo sie fast jedes Teil an einen schönen Urlaub, Kurztrip oder Ähnliches erinnerte:
- Schuhe - Nike aus einer Mall in der Nähe von Marco Island, Florida, Urlaub 2016
- Hose - nichts Besonderes
- Shirt - s.o.
- Longsleeve - Nike aus dem Outletshoppingcenter nahe Palma, Mallorca, Urlaub 2017
- Jacke - Salming, Expo zum Trailrunning Festival Salzburg 2016
- Stirnband, um die leicht frierenden Ohren zu wärmen - Startergutzi ebenfalls vom Trailrunning Festival Salzburg
- Halstuch - Finishergeschenk beim Halbmarathon Alcudia 2017
Geht es Euch auch so, habt Ihr auch Teile, die Euch sofort an andere Orte, in andere Zeiten "beamen"? Oder ist bei Euch alles emotionslos, ohne damit verbundene Erinnerungen? Bin gespannt!
Bis bald Euer Iwan
Sonntag, 11. November 2018
Spontaner Kurztrip in die Berge
Hallo Leute,
von wegen "ein Indianer kennt keinen Schmerz". Gegen mein Frauchen ist Winnetou ein Jammerlappen, ach was sage ich, eine Heulsuse! Frauchen war ja letzten Sonntag umgeknickt, tat bös weh, und hat den Fuß dann die ganze Woche geschont. Immer im Hinblick auf den geplanten unverhofften Kurztrip nach Lenggries. (Könnt Ihr Euch vorstellen, was ich mitmachen musste? 5 Tage ohne Laufen, nur noch grummel grummel ...) Freitag früh sind wir dann Richtung Tegernsee gestartet. Dort ja erst die Konferenz in Gmund, Frauchen musste arbeiten und ich habe im Auto gewartet.
Dann der Schock: Frauchen ist fast schmerzfrei vom Auto weggegangen. Und als sie zurückkam, habe ich ihr die Schmerzen schon angesehen. Sie war (typisch mein "Hans-guck-in-die-Luft") unbedacht im Gebäude auf eine krumme Schwelle getreten und schon war die Verletzung wieder aufgebrochen. Naja, blieb ja nichts, wir sind im dicken Nebel dann rübergefahren nach Lenggries.
Wo die Wirtin ja genau weiß, wie sie ein kleines Bärenherz erfreuen kann: im Zimmer stand schon ein Stück Apfelstreusel für mich parat.
Samstag morgen dann strahlend blauer Himmel. Föhn. (Für Nichtbayern: warmer Wind, der die Leute zu bizarren Handlungen bringt, jedenfalls wird das oft als Entschuldigung gebracht ...). Frauchen also angesichts des immer noch ordentlich schmerzenden rechten Fußes auf den geplanten Berglauf verzichtet und stattdessen eine Bergwanderung angesetzt. Zum dritten Mal in diesem Jahr (!) sollte es hoch aufs Brauneck gehen gehen, es gibt zufälligerweise auch drei verschiedene Routen vom Parkplatz aus.
Der Vorteil: nach den über 800 Höhenmetern in der Sonne wollte Frauchen dann mit der Bergbahn fußschonend herunterfahren.
Der Haken: die Bergbahn fährt derzeit wegen Revision nicht. Und weil dadurch nur Leute aufs Brauneck kommen, die auch tatsächlich hochgehen und nicht in Sandalen hochgeschaukelt werden, hat oben auch keine Hütte auf. Herrliche Stille, wenig Leute - so muss Berg sein. Die erste Viertelstunde schmerzte also die Außenseite des Fußes. Die zweite Viertelstunde war der Schmerz dann stechend den Knöchel hochgezogen. Danach merkte der Fuß wohl, es hat keinen Sinn, die Frau kehrt nicht um ... und verlegte sich aufs dumpfe Wehtun. Oben angekommen hatte sich Frauchen anscheinend schon so daran gewöhnt, dass sie ganz normal die Aussicht genoss. Und nur beim Anblick von zwei Bergläufern zusammenzuckte ... aus Neid.
Runter ist sie dann auch noch irgendwie gehoppelt, halt sehr vorsichtig. Um dann glatt nochmal laufen zu gehen. Das Thermometer war inzwischen auf 18 Grad geklettert - da passten die halb kahlen Bäume und das bunte Herbstlaub vom Gefühl her gar nicht dazu. Beim Laufen hatte ich sie nur auf den Isarweg Lenggries - Arzbach - Lenggries geschickt, damit sie nicht wieder umknicken konnte. Hat geklappt. Zur Belohnung fürs lange Warten sind wir dann noch in die Konditorei, wobei sich Frauchen mal wieder nicht entscheiden konnte. Also haben wir ein Stück Rüblikuchen und eine Sachertorte gekauft und korrekt halbe - halbe gemacht.
Interessanterweise hat abends der Fuß dann gar nicht mehr wehgetan. An eine spontane Wunderheilung mochte ich aber nicht so ganz glauben, und hatte auch recht. Heute früh tat er wieder weh. Aber anscheinend nicht allzuschlimm, denn vor der Heimfahrt drehte Frauchen noch eine schöne lange Talrunde. Während ich versuchte, mich mit den Ziegen anzufreunden, die die Isarauen sauber fressen sollen ...
Jetzt ist jedenfalls erst mal wieder Laufpause angesagt, denn zur Nachahmung ist das nicht empfohlen. Und gesund ist es sicher auch nicht, mit Schmerzen laufen und wandern zu gehen. Aber das unverhoffte Wochenende mit dem kleinen Sommer im November haben wir super genutzt!
Bis bald Euer Iwan
von wegen "ein Indianer kennt keinen Schmerz". Gegen mein Frauchen ist Winnetou ein Jammerlappen, ach was sage ich, eine Heulsuse! Frauchen war ja letzten Sonntag umgeknickt, tat bös weh, und hat den Fuß dann die ganze Woche geschont. Immer im Hinblick auf den geplanten unverhofften Kurztrip nach Lenggries. (Könnt Ihr Euch vorstellen, was ich mitmachen musste? 5 Tage ohne Laufen, nur noch grummel grummel ...) Freitag früh sind wir dann Richtung Tegernsee gestartet. Dort ja erst die Konferenz in Gmund, Frauchen musste arbeiten und ich habe im Auto gewartet.
Dann der Schock: Frauchen ist fast schmerzfrei vom Auto weggegangen. Und als sie zurückkam, habe ich ihr die Schmerzen schon angesehen. Sie war (typisch mein "Hans-guck-in-die-Luft") unbedacht im Gebäude auf eine krumme Schwelle getreten und schon war die Verletzung wieder aufgebrochen. Naja, blieb ja nichts, wir sind im dicken Nebel dann rübergefahren nach Lenggries.
Wo die Wirtin ja genau weiß, wie sie ein kleines Bärenherz erfreuen kann: im Zimmer stand schon ein Stück Apfelstreusel für mich parat.
Samstag morgen dann strahlend blauer Himmel. Föhn. (Für Nichtbayern: warmer Wind, der die Leute zu bizarren Handlungen bringt, jedenfalls wird das oft als Entschuldigung gebracht ...). Frauchen also angesichts des immer noch ordentlich schmerzenden rechten Fußes auf den geplanten Berglauf verzichtet und stattdessen eine Bergwanderung angesetzt. Zum dritten Mal in diesem Jahr (!) sollte es hoch aufs Brauneck gehen gehen, es gibt zufälligerweise auch drei verschiedene Routen vom Parkplatz aus. Der Vorteil: nach den über 800 Höhenmetern in der Sonne wollte Frauchen dann mit der Bergbahn fußschonend herunterfahren.
Der Haken: die Bergbahn fährt derzeit wegen Revision nicht. Und weil dadurch nur Leute aufs Brauneck kommen, die auch tatsächlich hochgehen und nicht in Sandalen hochgeschaukelt werden, hat oben auch keine Hütte auf. Herrliche Stille, wenig Leute - so muss Berg sein. Die erste Viertelstunde schmerzte also die Außenseite des Fußes. Die zweite Viertelstunde war der Schmerz dann stechend den Knöchel hochgezogen. Danach merkte der Fuß wohl, es hat keinen Sinn, die Frau kehrt nicht um ... und verlegte sich aufs dumpfe Wehtun. Oben angekommen hatte sich Frauchen anscheinend schon so daran gewöhnt, dass sie ganz normal die Aussicht genoss. Und nur beim Anblick von zwei Bergläufern zusammenzuckte ... aus Neid.
Runter ist sie dann auch noch irgendwie gehoppelt, halt sehr vorsichtig. Um dann glatt nochmal laufen zu gehen. Das Thermometer war inzwischen auf 18 Grad geklettert - da passten die halb kahlen Bäume und das bunte Herbstlaub vom Gefühl her gar nicht dazu. Beim Laufen hatte ich sie nur auf den Isarweg Lenggries - Arzbach - Lenggries geschickt, damit sie nicht wieder umknicken konnte. Hat geklappt. Zur Belohnung fürs lange Warten sind wir dann noch in die Konditorei, wobei sich Frauchen mal wieder nicht entscheiden konnte. Also haben wir ein Stück Rüblikuchen und eine Sachertorte gekauft und korrekt halbe - halbe gemacht.Interessanterweise hat abends der Fuß dann gar nicht mehr wehgetan. An eine spontane Wunderheilung mochte ich aber nicht so ganz glauben, und hatte auch recht. Heute früh tat er wieder weh. Aber anscheinend nicht allzuschlimm, denn vor der Heimfahrt drehte Frauchen noch eine schöne lange Talrunde. Während ich versuchte, mich mit den Ziegen anzufreunden, die die Isarauen sauber fressen sollen ...
Jetzt ist jedenfalls erst mal wieder Laufpause angesagt, denn zur Nachahmung ist das nicht empfohlen. Und gesund ist es sicher auch nicht, mit Schmerzen laufen und wandern zu gehen. Aber das unverhoffte Wochenende mit dem kleinen Sommer im November haben wir super genutzt!
Bis bald Euer Iwan
Labels:
Brauneck,
Lenggries,
Rüblikuchen,
Sachertorte
Sonntag, 4. November 2018
Autsch!
Hallo Leute,
da schicke ich Frauchen heute auf eine schöne lange Trailrunde in den Wald, um mir in Ruhe Themen für den wöchentlichen Blogpost auszudenken. Was könnte für Euch interessant zu lesen sein?
Denn wir haben uns spontan aufgrund der guten Wettervorhersage und einer Freitag am Tegernsee anstehenden Konferenz für das nächste Wochenende nochmal in Lenggries eingemietet. Unverhofft, ein weiteres Mal Berge wandern und laufen (Frauchen) bzw. mit Streuselkuchen und Ähnlichem verwöhnen lassen (ich). Hoffentlich wird das noch was!
Bis bald Euer besorgter Iwan
da schicke ich Frauchen heute auf eine schöne lange Trailrunde in den Wald, um mir in Ruhe Themen für den wöchentlichen Blogpost auszudenken. Was könnte für Euch interessant zu lesen sein?
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- Wettkampfplanung 2019?
Denn wir haben uns spontan aufgrund der guten Wettervorhersage und einer Freitag am Tegernsee anstehenden Konferenz für das nächste Wochenende nochmal in Lenggries eingemietet. Unverhofft, ein weiteres Mal Berge wandern und laufen (Frauchen) bzw. mit Streuselkuchen und Ähnlichem verwöhnen lassen (ich). Hoffentlich wird das noch was!
Bis bald Euer besorgter Iwan
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