Posts mit dem Label Festungslauf Salzburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Festungslauf Salzburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 18. November 2018

Da laufen Erinnerungen mit ...

Hallo Leute,

Frauchen kann wegen ihres Fußes immer noch nur eingeschränkt laufen gehen. Sie läuft halt auf flachen, möglichst ebenen Wegen. Was ihr eigentlich so gar keinen Spaß macht ... Deswegen habe ich mich heute gewundert, als sie bestens gelaunt und mit breitem Grinsen vom Lauf zurückkam.
Das lag weder am langsam heilenden Fuß noch am eisigen Ostwind, sondern daran, was sie heute anhatte. Sie trägt ja brav die ganzen Wettkampfshirts, die sich im Lauf der Zeit bei uns angesammelt haben, auf. Heute trug sie zum Beispiel das vom Mittelrhein-Halbmarathon, da waren wir 2007. (Der Lauf selbst war zum Vergessen, aber das Shirt ist sehr schön!)
Während ihres Laufes schweiften Frauchens Gedanken dann vom Shirt zu den anderen Bekleidungsstücken - wo sie fast jedes Teil an einen schönen Urlaub, Kurztrip oder Ähnliches erinnerte:
  • Schuhe - Nike aus einer Mall in der Nähe von Marco Island, Florida, Urlaub 2016
  • Hose - nichts Besonderes
  • Shirt - s.o.
  • Longsleeve - Nike aus dem Outletshoppingcenter nahe Palma, Mallorca, Urlaub 2017
  • Jacke - Salming, Expo zum Trailrunning Festival Salzburg 2016 
  • Stirnband, um die leicht frierenden Ohren zu wärmen - Startergutzi ebenfalls vom Trailrunning Festival Salzburg
  • Halstuch - Finishergeschenk beim Halbmarathon Alcudia 2017

Geht es Euch auch so, habt Ihr auch Teile, die Euch sofort an andere Orte, in andere Zeiten "beamen"? Oder ist bei Euch alles emotionslos, ohne damit verbundene Erinnerungen? Bin gespannt!
Bis bald Euer Iwan

Montag, 23. Oktober 2017

Kaiserschmarrn, Sachertorte und ein bißchen Trailrun

Hallo Leute,

entgegen anderslautender Vermutungen - mich gibt es noch. Genauso vorlaut und sarkastisch wie immer. Meine Menschen waren nur lange im Urlaub, und da darf ich ja nicht an den PC. Dafür hatte ich Frauchen ein gesalzenes Trainingsprogramm für Mallorca mitgegeben, vor allem Treppensteigen (mindestens 2mal jeden Tag hoch in den 8. Stock), und Bergläufe. Denn ich wollte endlich in Salzburg für den Panoramatrail beim Trailrunningfestival eine Zeit unter 50 min. sehen!

Und was machen die Veranstalter in Salzburg? Verlängern mal so eben die Strecke um rund 10 %, von 7,2 km auf 8 km. Da hatte Frauchen ja gleich wieder die perfekte Entschuldigung, nachdem es schon bei den ersten drei Anläufen nicht geklappt hatte .... Und für diejenigen unter Euch, für die es der erste Bericht über diesen Traillauf ist - der hat es schon in sich. Circa 210 HM, am Anfang ein sehr steiler Anstieg über Treppen, wechselndes Geläuf auch mit Trampelpfad, Kopfsteinpflaster, Wiese, Wald, Asphalt. Aber eine sehr schöne Strecke mit vielen tollen Aussichten auf die Berge, die Mozartstadt und an einer kleinen Almwiese mit Kühen kommt man auch vorbei.




Freitag Mittag sind wir angereist, mit dem Auto geht es ja (wenn mal kein Stau auf der A99 und A8 ist) in gut 3 Stunden von Nürnberg aus. @Laufwelt mit Familie kam aus Berlin mit dem Flieger, wir wollten uns erst am nächsten Morgen treffen. Abends sind wir dann gleich als bekennende Kaiserschmarrn-Junkies in das Lokal gegangen, wo wir 2015 und 2016 sehr guten selbigen gespeist hatten. Und dann - Entsetzen! Kein Kaiserschmarrn auf der Karte! Und schon die Getränke bestellt ... Frauchen hat ungläubig beim Kellner nachgefragt, "nein, gäbe es nicht" - auch der Verweis, dass doch letztes Jahr .... fruchtete nichts. Und wie wir am anderen Tag hörten, waren @Laufwelt und @GoAndre auf dieselbe Idee gekommen, waren genauso enttäuscht und André hatte den Kellner mit der gleichen Frage und Feststellung genervt und sich noch gewundert, warum der Kellner so irritiert guckte.

Die Wettervorhersage war für Samstag eigentlich noch gut gewesen, 21 Grad und heiter. Erst zum Sonntag der Temperatursturz und Regen. Tja, das "Heitere" regnete erstmal am Samstag munter vor sich hin. Und ich war um Frauchen besorgt ... aber sie hatte schlauerweise neben den "normalen" Laufschuhen auch noch ältere Trailschuhe eingepackt, denn einige Passagen können bei dem Wetter schon recht rutschig / schlammig sein.

Mittags haben wir alle Mann unsere Startnummern abgeholt und ich habe gleich mal das reich gefüllte Startersackerl gesichtet:


Der nette Herr an der Rezeption hatte uns versprochen, für schöneres Wetter zu sorgen, und er hielt Wort. Als wir uns um halb vier in der Lobby trafen, um die 15 min. zum Start zu gehen, war es nur noch leicht bewölkt und angenehm warm. Wenn Frauchen schon mal Ende Oktober in kurzer Hose und ohne Jacke dasteht, will das was heißen. Um 16 Uhr starteten dann erst die Festungstrailläufer - zwei Runden und dann noch hoch zur Festung Hohensalzburg. Um 16:10 Uhr waren wir dann dran - rund 170 Starter. Zuerst wie gesagt eine längere Runde durch die Altstadt, über Kopfsteinpflaster, damit es sich nicht so wie in den Vorjahren an der Clemens-Holzmeister-Stiege staut. Dort geht´s erstmal ordentlich hoch, dabei habe ich Frauchen aus den Augen verloren. Sie meint, oben auf dem Mönchsberg halt einmal rund herum, kreuz und quer, alle Bodenbeschaffenheiten da, manchmal auch einfach rein ins Gebüsch und querfeldein die Böschung hoch ...  sehr abwechslungsreich. Der besondere Reiz: die Spitzenläufer im Festungstrail laufen diese Runde zweimal, das heißt ab so km 5 überholen sie mit Karacho Frauchen. Sehr interessant, deren Technik beim Downhill zu sehen - das ist so ähnlich, wie wenn Sebastian Vettel unsereinen auf der Autobahn überholt ....

Beim Downhill von der Festung herunter hatte Frauchen sogar kurzzeitig @Laufwelt überholt, wurde dann aber von ihr auf der Ebene wieder "gestellt" und - stehengelassen. Beim letzten Anstieg hoch zum Nonnberg hatte sie sie zwar fast wieder, aber dann ging es ja nochmal runter und die Schleife durch das Kaiviertel. Ich stand schon bereit, um wieder aufzuspringen und mitzufinishen - das hat super geklappt, Frauchen war sogar 2 min. früher als ich erwartet hatte da:

Und gemeinsam finishten wir in 56:07 min. (das wäre auf der alten Strecke unter 50 min. gewesen!!!), das bedeutete Rang 43  und in der Altersklasse Rang 3. Und nein, es haben mehr als 3 Damen aus dieser Alterklasse teilgenommen ... Glückwunsch auch an Manu alias @Laufwelt, sie wurde in ihrer Altersklasse auch Dritte!



Die Zielverpflegung ist übrigens ganz bäh für Läufer: Sachertorte und Mozartkugeln. Da musste ich als Coach mich schon opfern.

Abends haben wir uns dann noch gemütlich österreichische Spezialitäten, natürlich mit Kaiserschmarrn, geteilt. Dabei hatte ich auch Pauline, die Bärin von Manu, endlichmal wieder getroffen. Und sind Sonntag früh bei 12 Grad weniger und Dauerregen aufgewacht. Glück muss Bär haben!


Böse Zungen behaupten ja, ich würde Frauchen nur immer zu diesem Lauf anmelden, damit ich schlemmen kann - stimmt nicht! Auch sportlich durchaus zu empfehlen. Und wenn was Süßes abfällt - umso besser. Wir sind jedenfalls nächstes Jahr, wenn alles gut geht, wieder am Start!

Bis bald Euer Iwan

Sonntag, 18. Dezember 2016

Das Laufjahr 2016

Hallo Leute,

heute in 2 Wochen haben wir schon 2017. Zeit also für meine bewährten Jahresrückblicke ... fangen wir an mit dem Rückblick auf das Laufjahr 2016. Kurze Zusammenfassung: ich bin ein super Coach! (He, was soll das, dazwischenreden und meinen, dass ich ein zu großes Ego hätte? Was stimmt, stimmt doch! Na gut, Frauchen hatte auch ihren Anteil ....)

Januar: 
Zum dritten Mal stand ein Halbmarathon in Florida auf der Agenda. Dieses Jahr hatten wir uns für den Miami HM entschieden. Der größte Anreiz für Frauchen dabei ist - Laufen in der Wärme. Naja, hätte sie auch hier bleiben können. 8 Grad und ein eisiger Wind machten es nicht so ganz einfach, die Überreste eines Wintersturms hatten Miami Ende Januar noch fest im Griff. Lag es daran, oder dass Frauchen sich das erste Mal einem Pacemaker anschloss? Jedenfalls kam eine neue PB für den Halbmarathon heraus! Ich sage ja immer noch, liegt nur am Coach ...

Februar / März:
Nur Trainingsläufe. Nichts Besonderes, ich habe aber einige Trailstrecken angesetzt, denn 2016 wollten wir doch mehr Trailläufe machen.

April:
Der erste davon stand an - ich hatte Frauchen für den "Rookie"-Lauf beim Innsbruck Alpine Trail Festival angemeldet. In der Woche davor schneite es, das Einlaufen fand bei rund Null Grad statt. Dafür dann aber am Renntag knappe 16 km bei herrlichem Wetter, Blick auf die schneebedeckten Gipfel rund um Innsbruck und mit einem haarsträubenden (oder sagt man da oberschenkelzerfetzenden?) Downhill. 400 Höhenmeter im quasi freien Fall, das hat Frauchen doch noch einige Tage sehr gespürt. Aber sie kam gut ins Ziel und hatte "Blut geleckt".

Mai:
Ein ganz spezieller Wettkampf, nämlich ein virtueller 5 km-Lauf. Laufen für die Manatees - jeder misst selbst seine Zeit. Und die Startgebühr geht alles komplett an eine Organisation in Florida, die sich für den Schutz der Seekühe einsetzt.

Juni:
Am 3. Juni hatte Frauchen Premiere - den ersten Lauf, den sie mit veranstaltet hat. Den Tiergartenlauf in Nürnberg - so hatte sie über ein Jahr das Vergnügen, mal aus der Organisator-Perspektive zu sehen, was so alles an einer Laufveranstaltung dran hängt. Und kurz nach der überaus erfolgreichen Premiere begannen die Vorbereitungen für den nächsten Tiergartenlauf, 2017. Und dass sie fast alles richtig gemacht haben, zeigt die Anmeldezeit - die Hauptläufe für Juni 2017 waren innerhalb von 7 Stunden (!) ausverkauft! 
Ansonsten hatten wir wieder unsere Trainingswoche in Lenggries, mit vielen schönen langen Läufen ... und dadurch viel Platz für Kaiserschmarrn ....

Juli:
Viel Traning .... denn Anfang August sollte es wieder in die Berge gehen.

August:
Der Pitz Alpine stand auf dem Programm. Zwar wieder "nur" die Einsteigerstrecke mit rund 16 km, aber immerhin 850 Höhenmetern. Hat viel Spaß gemacht, in der Seilbahn über alle Läufer hinweg hoch zu gondeln und Frauchen oben für den Fotostopp abzufangen. Und ich habe noch nie erlebt, dass Frauchen mitsamt ihren Trailschuhen unter die Dusche geht ... hier war es aber nötig. Und weil das Wetter und damit der Ausblick zu wünschen übrig ließ, habe ich uns gleich mal für 2017 angemeldet - dann aber für die 26 km-Strecke.

Den absoluten Kontrast hatten wir dann beim Womens Run in Frankfurt. Wettertechnisch nicht, es war auch trüb und regnete teilweise. Nein, die Distanz (5 km), die Höhenmeter (0,50) und das Teilnehmerfeld (2.500 Frauen). Aber für Frauchen sprang eine neue PB über 5 km heraus - was will ein Bären-Super-Coach mehr?


September:
Das Saison-Highlight stand an - der Achenseelauf. Bestens trainiert, und dann kriegt Frauchen eine Erkältung. Es lief trotzdem ganz gut, ich klatschte in Achenkirch (gefühlte Hälfte der Distanz) ab und war beim Blick auf die Uhr begeistert - das könnte endlich mal eine Zeit unter 2:45 Stunden werden. Kurz vor dem Ziel gewartet und gewartet ... die Sekunden tickten ... da war Frauchen endlich, ich habe mit ihr gefinisht. Eine neue Streckenbestzeit für uns, aber leider doch wieder die "5" davor, 2:50 Stunden ... d.h. wir müssen 2018 wieder ran. 2017 haben wir was ganz anderes vor, nämlich den Karwendelmarsch. Und der liegt mit seinen 52 km eine Woche vor dem Achenseelauf, beides kriegen wir nicht hin.
Eine Woche später waren wir schon wieder in den Bergen -  beim Isarlauf über 10 km von Lenggries nach Bad Tölz. Frauchen wollte ihre 10 km-Bestzeit angreifen. Und wieder war es superwarm, also genau das Richtige. Und was soll ich sagen - geschafft!

Oktober:
Nach einem ausführlichen Urlaub auf Mallorca, bei dem Herrchen und ich immer unterschiedlicher Meinung sind, was Frauchen machen soll (Herrchen: am Strand liegen und chillen, oder maximal wandern; ich: gefälligst Laufkilometer sammeln und möglichst viele Treppen steigen), stand dann wieder das Salzburg Trailrunning Festival an. Ich bin da zwar immer etwas abgelenkt, weil ich dort Pauline Laufbär und ihre Menschen treffe, aber zum Anfeuern für Frauchen hat es gereicht. Und nach dem ersten Kilometer ist sie mir auch immer sehr denkbar, dass ich sie auf Mallorca stockwerksweise Treppen steigen lasse ... da geht es nämlich von der Altstadt über die Holzmeisterstiege viele Stufen nach oben. Tja, und auch hier zeigte mein strenges Trainingsregiment Wirkung: Frauchen verbesserte sich auf den 7,x km um knapp 5 min. gegenüber 2015!

November:
Und noch ein Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es ging zum zweiten Mal nach Valencia, zum 10 km Lauf. Mit Sonne und rund 20 Grad ist das Ende November nicht zu verachten. Ich habe mich auch ein bißchen am Meer gesonnt. Leider war dieses Mal keine neue PB drin, aber das wäre ja auch ein bißchen viel verlangt gewesen ...

Dezember:
Nun steht noch der Silvesterlauf hier in Nürnberg an, und dann muss ich Frauchen schon wieder auf den nächsten Halbmarathon vorbereiten. 2017 ist leider aus beruflichen Gründen kein Floridatrip möglich, aber wir starten beim HM in Barcelona Mitte Februar.

Insgesamt kann ich also mit dem Laufjahr 2016 sehr zufrieden sein: neue PBs über 5 km, 10 km, Halbmarathon und den Achenseelauf (23,2 km), erste Bergtrailerfahrungen gemacht, der Coach hat fast immer mitgefinisht

.... so kann es 2017 weitergehen.

Wie war denn Euer Läuferjahr?

Bis bald Euer Iwan




Dienstag, 1. November 2016

Starterpakete oder: Manche sind nie zufrieden

Hallo Leute,

seit längerem hat mich ein Thema bewegt, dass ich gern mit Euch diskutieren möchte: Nämlich der Inhalt des Starterpakets (in Österreich: Startersackerl), der Startertasche oder wie auch immer Ihr es nennt.
Frauchen und ich sind nämlich bei jedem Lauf gespannt und schauen gleich nach - was ist wohl drin? Und freuen uns über jedes Teil. Denn es ist ja quasi wie Weihnachten ... ein Geschenk. Eine Überraschung.
Lange Gesichter gibt es bei uns nur, wenn wir zur Startnummernabholung traben und es dort genau das gibt: die Startnummer. Mit etwas gutem Willen dann noch 4 Sicherheitsnadeln. (Die wir nicht brauchen, wir könnten schon schwunghaft mit Sicherheitsnadeln handeln!) Bei kleinen, von einem Verein ausgerichteten Läufen ist das ja auch in Ordnung. Bei größeren Laufevents sind wir dann doch etwas enttäuscht. Vor allem, wenn das Startgeld ziemlich hoch war. Gut, manchmal gibt es dann noch im Ziel eine Medaille und / oder ein Finishershirt. Letztere sind uns am liebsten, da werden wir immer wieder an schöne Läufe erinnert. Frauchen läuft auch viel in solchen Eventshirts, dieses Jahr z.B. in denen vom Miami Marathon

und aus Valencia.
Wenig bis gar nichts bieten als Startergeschenk z.B. der Isarlauf, der Zermatt Marathon, der Aletsch Gletscher Halbmarathon, der Moritz-Berglauf. Im Gegensatz dazu gibt es nach unserer Erfahrung bei den österreichischen Läufen richtig viel. Vor allem der Achenseelauf sticht heraus: jedes Jahr ein Item an Läuferausrüstung (Sonnenvisor, Funktionsshirt, Mütze, dieses Jahr Laufhandschuhe). Aber auch der Salzburg Panoramatrail beim Trailrunning Festival hat uns schon mit Halstuch, Stirnband, Visor, Handtuch beglückt. Und das jedes Mal für ein Startgeld bis max. 30 Euro!
Dazu gibt es bei vielen Läufen Traubenzucker, Gummibärchen, Duschgel, Handcreme usw. Können wir zwar nicht unbedingt alles selbst nutzen, weil nicht unsere Marke. Aber weiter verschenken und damit anderen eine Freude machen geht immer! Was gar nicht geht aus meiner Sicht, ist Gemeckere über die Gaben. So wie eine Teilnehmerin beim Womens Run, die sich darüber negativ ausließ, dass es nur "Frauenprodukte" gab, u.a. eine Creme gegen Pilzinfektionen in einer ...hüstel, hüstel ... weiblichen Körperregion. Ja, und? Erstens war das ein Frauenlauf, also sinnvoll, Produkte für Frauen reinzutun. Und zweitens - was man nicht brauchen kann ... s.o. Das Startersackerl gerade beim Womens Run ist immer sehr voll, da gibt es viel "abzustauben", auch vor Ort. Frauchen und ihre Freundinnen machen dann immer rege Tauschgeschäfte. Blasenpflaster gegen Haarbänder z.B.Und mit dem Gutschein eines Kofferherstellers vom 1. Womens Run 2006 kaufte sich Frauchen einen zartrosa Koffer, der heute noch immer mitfliegt und gut auf dem Kofferband zu erkennen ist! 
Frauchen weiß als Mit-Organisatorin des Tiergartenlaufs Nürnberg, wie schwer es ist, Gutzis für das Starterpaket zu kriegen. Und wie teuer schöne Funktionsshirts sind. Und das Ganze dann noch für eine angemessene, nicht zu hohe Startergebühr zu bieten, ist nicht einfach. Daher mein Appell: freut Euch über alles, was in einer Startertasche drin ist. Manches kannman gut brauchen, manches halt nicht. Dafür vielleicht ein anderer?
Wie seht Ihr das? Bin gespannt ...

Bis bald Euer Iwan

Montag, 24. Oktober 2016

Aller guten Dinge sind 3: Salzburg Trailrunning Festival

Hallo Leute,

Freitag ging es wieder nach Salzburg. Nun schon zum dritten Mal, ich hatte Frauchen wieder für den Panoramatrail angemeldet:

Diesmal war das Auto sehr voll; meine Kumpels Trello und Fozzie fuhren auch mit, weil wir ja als Rahmenprogramm ein Meet&Greet mit Pauline Läufbär und ihrem Bruder Paddington geplant hatten. Die Anfahrt war der reinste Horror, es schüttete bis kurz vor der Grenze. Ich sah schon alles im wahrsten Sinne ins Wasser fallen, aber in Salzburg hörte es auf zu regnen. Das berühmte Wetterglück von Manu hielt - schon am Samstag schöner Sonnenschein, Sonntag dann sogar Föhn. Manu (bekannt unter Laufwelt), André und ihre Bären trafen wir dann schon am Samstag zum Frühstück, da sie dieses Jahr auch im nh Hotel wohnten. Dann wollten meine Menschen noch - wie jedes Jahr vor Startnummernabholung - auf den Kapuzinerberg und ein bißchen durch Salzburg bummel. Weil ich das alles schon kannte, habe ich mich im Hotel ausgeruht (ich musste mich ja schließlich auf meine Coaching-Aufgabe vorbereiten!) und zugunsten Fozzies verzichtet. Und was macht der Depp, Entschuldigung? Lässt Frauchen schön auf den Kapuzinerberg hochtraben, lässt sie schon mal auf die Festung bzw. zum Aussichtspunkt auf dem Mönchsberg hochlaufen ... ja, kann man das denn glauben? Da war sie ja schon müde, bevor das Rennen startete!














Um 12 Uhr dann Abholung der Startunterlagen. Für 20 Euro gibt es jedes Mal ein gut gefülltes Startersackerl - auf dem Foto fehlt noch die Soft Flask, die Frauchen gleich Trailbirdie schenkte. Auch ein sehr nettes Kennenlernen, ich habe mir gleich viele Tipps von dieser erfahrenen Trailläuferin geholt!


Dann noch schnell Mittagessen, und zum genau 5 Minuten ausruhen ins Hotel. Ich habe schon gemerkt, wenn ich Frauchen nicht beaufsichtige, dann klappt das alles nicht ... Nun die Frage der Kleiderwahl. Frauchen ist ja bekanntlich erstens verfroren, zweitens noch die Temperaturen von Mallorca gewöhnt und drittens zieht sie sich eh lieber zu warm an. Als wir uns dann in der Lobby mit Manu und André trafen, fing Frauchen gleich mal prophylaktisch an zu frösteln ... Im Schnellschritt durch die Gassen der Altstadt, Richtung Kapitelplatz, wo der Start ist. Und dort wieder anstehen für das nervöse Ich-muss-gleich-nochmal-auf-die Toilette, was sie sich fürstlich mit 50 Cent bezahlen lassen. Ich habe derweil mit den anderen den Startern des Festungslaufs zugeguckt, bei dem auch Astrid (= Trailbirdie) mitmachte. Hochachtung. Nachdem diese weg waren, folgte die Startaufstellung für den Panoramatrail. Runde 7,5 km mit 205 Höhenmetern, erst eine Runde um den Dom auf Kofpsteinpflaster, dann Richtung Holzmeisterstiege und den vielen Stufen. Ich hatte Frauchen zwar gesagt, weit hinten aufstellen, aber dass sie mich so wörtlich nahm und dann gleich mal als Letzte der 169 gemeldeten Teilnehmer auf die Strecke ging, ließ mich doch Übles befürchten. 2014 hatte sie 54,x min. gebraucht, 2015 55,x min. Und ich hatte eigentlich nach dem vielen Treppentraining auf Mallorca auf eine gute Zeit gehofft ...
Und die kam dann auch, ich hätte ruhig bleiben und das Pfotennagel-Kauen sein lassen können. Frauchen rollte das Feld von hinten auf, insgesamt 45 Teilnehmer hat sie noch überholt, es lief von Anfang rund und leicht, meinte sie. Und hätte einfach nur Spaß gemacht. Bis auf die Treppen und einen Anstieg (sehr matschig, querfeldein, steil) ist sie alle Anstiege gelaufen, im Gegensatz zu den letzten Jahren. Und hat die Aussichten vor allem in die teils schon tief verschneiten Alpen sehr genossen.



Das ist ja gerade das Tolle an diesem Trailrun: der Kontrast von Start / Ziel in der Altstadt, dazwischen Wald- und Parkpassagen mit herrlichen Bergaussichten und teils dem Gefühl, man läuft an einer Alm entlang. Auch alle Helfer / Streckenposten sind hochmotiviert und freundlich. Einzig einige Spaziergänger machten den Eindruck, sie ärgerten sich über die Läufer und machten sich absichtlich breit. Aber egal, alles wurde rasant umkurvt. Der für Frauchen übelste Teil ist dann bei km 5,5, da geht es direkt vor der Festung rechts runter, extrem steil. Nur Fliegen ist schöner. Geschätzte 35 % Gefälle.Und dann wieder hoch, nur noch das Stück durch die engen Gassen. Halt, was ist das? Ja, tatsächlich, ein Rotlichtetablissement (das älteste der Stadt, wie wir später erfuhren). Weiter ging´s, Frauchen hoffte noch, die 50 min. zu knacken. Ich stand schon parat, um aufzuspringen. Klappte gut, und dann haben wir gemeinsam gefinisht. Und ich habe mir die sehr schöne Finishermedaille umhängen lassen.


Leider doch über 50 min. aber immerhin knappe 5 min.besser als letztes Jahr! Und nur 1 min. hinter Manu ...
Platz 102. von 147 Finishern, Platz 35. von 66 Damen und 10. der Altersklasse, 50:36,9 genau.

Auch Manu und André waren gut ins Ziel gekommen, Astrid lief ja 2 Runden und dann noch hoch in die Festung. Wir sahen sie erst beim Abendessen, wo wir alle gemütlich beisammen saßen und uns Schnitzel, Kärntner Nudeln und Kaiserschmarrn gönnten!




Und dabei waren wir uns alle einig - toller Lauf, wir sehen uns 2017 wieder hier. (Dass ich sowieso dafür bin, ist ja klar: denn neben zwei Kaiserschmarrn ist auch noch eine komplette Sachertorte für mich abgefallen!).

Jetzt muss ich mich aber erst einmal ausruhen. Ihr wollt noch etwas über mein Treffen mit Pauline erfahren? Da muss ich Euch enttäuschen, ein Gentlebär wie ich genießt und schweigt ...

Bis bald Euer Iwan




Sonntag, 25. Oktober 2015

Panoramatrail Salzburg: Finish fast f(v)erschlafen

Hallo Leute,

wir sind gerade vom Wochenende aus Salzburg zurück. Ich schwebe auf Wolke 7, denn ich hatte wieder ein Date mit Pauline, einer sehr netten Bärin aus Berlin. Wir waren sehr nett bummeln an der Salzach, haben für Frauchen (ich) bzw. Papa (Pauline) beim Panoramatrail angefeuert und waren abends fein mit unseren Menschen essen. Das einzige etwas Störende: sie hatte ihren kleinen Bruder im Schlepptau, den habe ich aber schnell mit Kaiserschmarrn abgelenkt ... Und nächstes Jahr machen wir beide eine Fiakerfahrt, allein, ungestört, ohne Menschen und Bruder!





Nun zum Laufevent - Frauchen hatte wieder für den Panoramatrail gemeldet, Gut 7 km, gut 200 Höhenmeter. Manu und Andre kamen auch wieder - Manu konnte leider wegen ihres Bandscheibenvorfalls nicht starten, Andre ist sowieso viel schneller als Frauchen ... Frauchen war eigentlich gut drauf, die Strecke sonnig, herbstliches Laub, schöne Aussichten. Und wir hatten ja auch ordentlich Stufen trainiert ... die geht´s nämlich direkt nach der 1. Runde, um den Dom, hoch. Vorher hatten sich die Veranstalter aber etwas Neues einfallen lassen. Da stand ein Lastwagen, die Läufer mussten zu Beginn auf der 1. Runde, und kurz vor dem Zielspurt, jeweils da durch. Über Paletten hoch und mit zwei großen Stufen wieder runter - alles kein Problem, nur dass es auf der ersten Runde einen Stau gab. Denn das Ganze war ein absoluter Engpass. So gingen erstens wertvolle Sekunden und zweitens kam man gerade im Anlaufen aus dem Takt ... kann also nächstes Jahr wegbleiben, denn es ist ja ein Trailrun und kein Strongman Run.
Nach den Stiegen hoch hinter dem Festspielhaus ging es in munterem Auf und Ab Richtung Mönchsberg, am Museum vorbei, schöne Aussichten genießend. Und von hinten so nach und nach Läufer einsammelnd. Auch an einer kleinen Alm, mit bimmelnden Kühen, ging es vorbei, dann querfeldein durch den Wald hoch. Einfach eine wunderschöne, abwechslungsreiche Strecke! Bei km 4 wagte Frauchen den Blick auf die Uhr - alles im Zeitlot, sie fühlte sich frisch und trabte weiter. Herrlicher Blick auf die Festung inklusive. Nach km 5 das fieseste Teilstück - ein paar hundert Meter steil nach unten, rutschige Blätter auf Asphalt. Dann hinten um den Festungsberg herum und wieder hoch, am Nonnbergstift vorbei. Dann die zweite Änderung gegenüber 2014: eine Baugrube. Ca. 2 Meter steil nach unten, 3 Meter durch Matsch, 2 Meter steil nach oben.
Wer jetzt noch nicht genug hatte, bekam dann die volle Dröhung. Ich sage nur:  Kopfsteinpflaster. Bergab. Feucht und glitschig. Unten dann eine 180 Grad-Kurve. Also nichts für Usain Bolt ...

Frauchen trabte eifrig weiter, kam dann am Domplatz wieder an. Ich bin zum Finish aufgesprungen, dann ging es zum zweiten Mal durch den Laster. Und dann noch ca. 200 Meter bis ins Ziel am Kapitelplatz. Ich habe die ganze Zeit drauf gewartet, dass Frauchen zum Schlußspurt ansetzt ... aber irgendwie kam da nix. Trotz meines Quiekens. Erst ca. 5 Meter vor der Ziellinie wachte sie auf, und beschleunigte. Mann, war ich sauer auf sie! Und trotz des "guten Gefühls" war sie eine halbe Minute langsamer als letztes Jahr. Gut, Warten am Laster und Baugrube ... aber das macht nicht so viel aus. Jedenfalls: 117. von 137 Finishern (15 DNFs), AK Platz 8 und bei den Frauen 33. Positiv gesehen hat sie dieses Jahr mehr Läufer hinter sich gelassen, aber trotzdem ... ein bißchen mehr hätte ich schon erwartet.



Abends haben wir uns dann wie gesagt noch nett mit Manu, Andre, Pauline und ihrem Bruder getroffen. Und ich habe den versprochenen Kaiserschmarrn gehabt. Und heute gleich noch einen, denn auf einem Bein kann man ja bekanntlich nicht stehen!





Salzburg war auf jeden Fall wieder eine Reise wert. Und das Startersackerl war auch gut gefüllt. Eine Sachertorte haben wir auch noch eingekauft, so als Proviant hier für die dunklen Herbsttage. Wenn´s nach mir geht und wir wieder eine Schönwetter-Garantie haben, stehen wir nächstes Jahr wieder am Start!
Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 20. Oktober 2015

Mallorca 2015: 1.086 tolle Laufminuten, 4.488 Stufen

Hallo Leute,

meine Menschen sind (beide kläffend mit Husten) zurück von Mallorca. Geschieht Ihnen recht, weil sie ohne mich im Urlaub waren!

Ich hatte ja wie jedes Jahr, gewissenhafter Coach der ich bin, Frauchen einen Trainingsplan mitgegeben. Und wusste eigentlich schon (ebenfalls wie jedes Jahr) - kannste vergessen. Statt sich akribisch auf die noch anstehenden zwei Wettbewerbe vorzubereiten (einmal der Trailrun in Salzburg nächsten Samstag, und dann Mitte November noch ein 10 km-Lauf in Valencia), ist Frauchen wieder fröhlich nach Lust und Laune durch die Gegend getrabt. Achso, sie hätte doch gezielt Bergläufe, lockere Läufe, Strand- und Sightseeing-Runs gemacht, meint sie ... Und für die Kondition in Salzburg (da geht es nämlich gleich zu Beginn viele viele Stufen hoch) sei sie jeden Tag zweimal in den 8.Stock gelaufen im Hotel, statt gefahren ... das wären die 4.488 Stufen.

Ja, wo sind wir denn? Meint sie, das reicht aus? Anscheinend ja.
Naja, Hauptsache ist, dass ihr das Laufen wieder Spaß gemacht hat, nach dem längeren Ausfall wegen "Wade" war es nämlich teilweise nur noch reine Pflichtübung. Ich habe Euch einfach mal ein paar Impressionen vom Laufen auf Mallorca zusammengestellt - bei dem Hügel mit den Sendemasten obendrauf geht es übrigens von Null auf 250 Höhenmeter recht steil nach oben, und Frauchen läuft jedes Jahr fast auf die Sekunde dieselbe Zeit hoch (44 Minuten, dabei aber viel flacher Anlauf bis zum Einstieg zum Puig San Marti). Strand ist der von Port d´Alcudia, der große Berg im Hintergrund ist der Atalya de Alcudia, da führt auch eine sehr schöne Laufstrecke hin / daran entlang. Insgesamt ist Frauchen genau 1.086 ihr sehr viel Spaß machende Laufminuten gelaufen. Plus 12 weniger lustige - da musste sie nämlich oben im Gebirge am Cuber-Stausee rund 2,5 km vom Schutzunterstand im Renntempo zum Auto rennen, weil es schüttete, sie eine "Duschpause" ausnutzte und Herrchen ihren Schirm bekam ...








So, nun kehrt hier wieder Zucht und Ordnung ein, der Urlaub ist vorbei, Frauchen hat sich wieder an Trainingspläne zu halten. Ich bin gespannt, was am Samstag beim Trailrun herauskommt. Und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Manu und Pauline Laufbaer in Salzburg!

Bis dann Euer Iwan

Samstag, 28. Dezember 2013

Saisonplanung 2014

Hallo Leute,

die letzten Tage war ich eifrig mit der Saisonplanung für mein Frauchen beschäftigt. Das macht ja den Großteil des Erfolges als Coach - die richtigen Läufe auswählen, die richtigen Saisonhöhepunkte setzen ... und dann hoffen, dass der Läufer nicht wieder durch unvernünftiges "über-die-Maßen-laufen-weil- so-schön-im-Urlaub-auf-Mallorca" alles ruiniert ... denn es gibt tatsächlich auch ein Übertrainiertsein!

Also, hier ist unser bereits angemeldeter Plan für das kommende Laufjahr:
24. Mai 10 km London
5. Juli Halbmarathon in Zermatt
(der wird lustig, Frauchen läuft die über 1.000 Höhenmeter und ich gondele wieder mit der Bergbahn hoch zum Ziel, wie schon beim Aletschgletscherlauf)
22. Juli B2run in Nürnberg, lächerliche 6 km, aber Frauchen ist Teamcaptain und muss jedes Jahr schauen, ihre Schutzbefohlenen (darunter absolute Laufnovizen) gesund und glücksstrahlend ins Ziel zu bringen)
7. September 23,2 km Achenseelauf (darauf freue ich mich schon, den habe ich noch nicht gefinisht = Frauchen trägt mich durchs Ziel, und danach gibt´s Kaiserschmarrn)
25. Oktober Festungslauf in Salzburg  (auf den Lauf hat uns Manu gebracht, da treffe ich auch @PaulineLaufbaer wieder!)

Tja, und dann suchen wir derzeit noch für Februar für Florida einen kleineren Lauf, und der Womens Run steht auch noch an. Entweder Berlin oder München, da müssen wir uns noch mit den zwei Lauffreundinnen abstimmen, damit ich dort wieder mit 3 betreuten Damen auflaufen kann!

Wo startet Ihr? Habt Ihr noch gute Ideen? Wo sieht man sich? Ich bin der kleine graue Bär im blauen Jogginganzug, mit der großen Klappe!

Bis dahin Euer Iwan