Sonntag, 17. Juni 2012

Skurriles aus Bayern

Hallo Leute,

kommt ein Mann in die Polizeiwache und will eine Anzeige erstatten. Gegen einen Geisterbahnbesitzer auf der Kerb (Kirmes, Jahrmarkt, Kirchweih, Rummel, wie auch immer es bei Euch heißt). Weil sich sein kleiner Sohn so an den Geisterbahnfiguren erschreckt hat, die wären so gruselig. Polizist läßt ihn (den Vater, nicht den Sohn) erstmal in den Alkoholtester pusten, weil er dachte, der Mann wäre betrunken. Mitnichten, der meinte das ernst. Anzeige, weil sich jemand vor den Geisterbahnfiguren gruselt ... Ah, ja.

Ist echt passiert diese Woche. So etwas gibt es auch nur in Bayern. War bestimmt ein Preuß´ ...hahaha. Man könnte ja auch Warnschilder jeder Geisterbahn verlangen mit der Aufschrift "Achtung, gruselig, könnten Angst machen!",

Bis bald Euer Iwan

Donnerstag, 14. Juni 2012

Kleine Philosophie über die Zeit

Hallo Leute,

heute werde ich mal ein bißchen philosophieren. Also Achtung, wer nicht intellektuell drauf ist, sollte nicht weiterlesen!

Zeit, das ist doch eigentlich ein rationaler Begriff, quantitativ gut in Einheiten zu zerlegen und zu messen. Warum kommt einem dann manchmal eine Stunde (Minute, Tag ...) kurz vor und einmal sehr lang? Lang immer dann, wenn etwas langweilig ist, oder man sehnsüchtig darauf wartet, dass die Zeit vergeht. In der Kindheit beispielsweis, wißt Ihr noch, beim "Warten aufs Christkind"? Da dauerte jede Viertelstunde mindestens eine Stunde, gefühlt sozusagen. Oder beim Fußballspiel, wenn man auf den erlösenden Schlußpfiff wartet. Ist aber etwas toll, und / oder man wünscht sich, die Zeit bliebe stehen, dann rast sie. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Champions League-Endspiel Bayern gegen ManU - nach dem 1:0 haben Frauchen und ich nur noch auf die Uhr geschielt, die ging und ging kaum weiter in Richtung 90 Minuten. Und nachdem dann batsch, batsch es auf einmal 1:2 stand, und noch 8 Minuten zu spielen waren, da rasten sie dahin. Anderes Beispiel: Spannnender Film, gerade angefangen, schon zu Ende. Anderer Film, man guckt nach 1 Stunde auf die Uhr und es sind gerade 30 Minuten vergangen ...

Ein interessantes Phänomen. Ich übertrage es jetzt mal nicht auf die aktuellen Kommentatoren bei der Fußball-EM, aber jeder kann sich denken, wie ich es meine, wenn ich von "Scholl-Minuten" und "Kahn-Minuten" spreche.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 12. Juni 2012

Aletschgletscher, wir kommen

Hallo Leute,

heute fange ich mal mit einem Zitat an: "Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle"! Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Und weil sich das ja auf alle Bereiche übertragen lässt, gilt das sicher auch fürs Lauftraining.

Daher muss ich Frauchen jetzt immer wieder antreiben, denn nur noch wenige Tage, dann stehen wir an der Startlinie für den Aletschgletscher-Halbmarathon! Jawoll, wir beide stehen, aber kommen dann auf unterschiedliche Weise ans Ziel: ich werde getragen, und Frauchen darf die gut 1.000 Höhenmeter zu Fuß zurücklegen.

Ach, erwähnte ich schon, dass die letzten 900 Höhenmeter sich auf den letzten 2 der 21 Kilometer befinden? Keine große Sache, meine ich. Denn ich habe Frauchen ja gut trainiert. Mal sehen. Ich fahre jedenfalls mit dem Fantross (= Herrchen und eine gute Freundin) in der Seilbahn hoch.

Also, wer mich mal live treffen will: am 24. Juni bin ich in der Schweiz beim Aletschgletscher-Halbmarathon.

Bis vielleicht bald Euer Iwan

Sonntag, 10. Juni 2012

Daumen drücken, bitte!

Hallo Leute,

heute weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Viel passiert die letzten Tage. Wir haben unser Manuskript fertiggestellt und an zwei Verlage geschickt, u.a. Sportweltverlag. Da sind ja auch die zwei Bücher um Marvin Running erschienen, bei denen sich Frauchen immer kaputt lacht - ein Schweinehund beschreibt die Abenteuer seines laufenden Herrchens .... Und bei einem Verlag liegt das Manuskript schon der Lektorin vor. Also bitte Daumen drücken, dass ich zum ersten Buchautor-Bären der Republik werde!

Ein Kapitel beschreibt übrigens bizarre Laufbegegnungen, die Frauchen hatte. Eine hat es nicht ins Manuskript geschafft, finde ich aber trotzdem erwähnenswert: als Frauchen neulich bei Nieselregen in den Bergen laufen war (hatte ich schon berichtet, dass unser Bergurlaub dieses Mal sehr erfrischend nass war? ;-)), kam sie zurück. Und berichtete mir von 137 (!) Schnecken mit Haus auf einer Laufstrecke von 3,1 Kilometern. Was hättet Ihr da an meiner Stelle gedacht? Richtig, als Coach gab es für mich nur eines: Schimpfen, weil sie so langsam gelaufen war, dass sie dabei noch Zeit hatte, Schnecken zu zählen!!!

Zu der Johannisbeer / Amselgeschichte von letzter Woche gibt es übrigens eine Fortsetzung: Zwei Tage später stand Herrchen schon wieder völlig aufgelöst an der Terrassentür. Zwar war der Johannisbeerbusch - komplett eingewickelt in ein Schutznetz - jetzt sicher vor Amseln. Aber nicht vor Kleibern. Die, nicht faul, krallten sich am Netz fest und haben ordentlich weitergespachtelt. Was Herrchen zu wildem Gezeter und Rumgeflatter auf der Terrasse vor dem Busch bewegt hat. Sehr lustig, das Ganze.

Bis bald Euer Iwan

Dienstag, 5. Juni 2012

Kampf Mann gegen Amsel

Hallo Leute, wir sind wieder aus dem Urlaub zurück. Es hat zwei Tage gedauert, bis ich wieder ganz trocken war ... der Regen in den Bergen war doch dieses Jahr sehr erfrischend. (Achtung, Sarkasmus!) Heftige Gewitter wechselten sich mit ergiebigen Schauern ab, die dann in einen ruhigen Landregen übergingen. Ich habe Frauchen trotzdem immer rausgeschickt zum Lauftraining, schließlich hat sie demnächst einen Wettkampf. Und ich als Coach ja eine Verantwortung, hehehe.

Zurückgekommen war Herrchen ganz entzückt: sein Johannisbeerbusch auf der Terrasse hatte schon rote Früchte. Aber wenige gegenüber den letzten Jahren. Auf einmal lautes Gezwitscher. Und zwei Amseln bedienten sich ordentlich an den Beeren. Herrchen Tür aufgerissen, rausgestürmt, Amseln angezetert. Die beiden haben eifrig zurückgezetert und haben sich mitnichten in die Flucht schlagen lassen. Herrchen rannte sofort, sein Schutznetz holen und um den Busch wickeln. Und bis dahin musste Frauchen Amseln scheuchen, um genau zu sein, fast wegschieben. Jetzt hocken enttäuschte und hungrige Amseln bei uns auf der Terrasse; Herrchen hat aber kein Herz dafür ... Mal sehen, wer den längeren Atem hat.

Bis bald Euer Iwan

Mittwoch, 23. Mai 2012

Hurra, wir leben noch!

Hallo Leute, da bin ich wieder :-) Gesund, munter, sarkastisch und vorlaut wie eh und je. Die Online-Pause hat mir sehr gut getan, mir jucken richtig die Pfoten, mal wieder in die Tasten zu hauen - bzw. hauen zu lassen, wäre ja der korrektere Ausdruck. Denn wie immer muss Frauchen ran. Die ist noch ganz verstört vom Champions League-Finale. Ich auch, ehrlich gesagt. Traumatisiert waren wir nach dem DFB-Pokalfinale, da dachte ich ja noch, wen haben sie denn da in Bayern-Trikots und mit Bayern-Masken auflaufen lassen? Aber letzten Samstag waren es ja eindeutig die richtigen Bayern-Spieler, und dann trotzdem dieses "Nichts-in-Händen-halten" als Ergebnis. Oh Mann. Keine Angst, ich hole jetzt nicht 6 Monate virtuelles Schweigen auf. Es war wirklich nur virtuell, auf der faulen Haut habe ich deswegen nicht gelegen. Ich habe zusammen mit Frauchen ein Buch geschrieben, jawoll! Über das Laufen, Frauchen eben als Läuferin, ich als ihr Coach. Jetzt suchen wir noch einen Verlag. Also wer Interesse hat, bitte melden :-) Ansonsten kündige ich jetzt schon an, hier wieder regelmäßig zu posten - denn ohne mich hat der Welt doch etwas gefehlt, oder? Bis bald Euer Iwan

Freitag, 16. Dezember 2011

Ich ziehe mich ins Privatleben zurück

Hallo Leute,
ich hatte vor ein paar Wochen mein Frauchen um eine Denkpause gebeten. Deswegen war dieser Blog auch schon deaktiviert; nun hatten mich aber einige Leser angesprochen, was denn los sei, ob es ein technisches Problem gäbe ... Nein. Ich habe nur schlicht und einfach keine Lust mehr zu bloggen und zu twittern. Da hat man ja gar kein Privatleben mehr! Ich bin ja auch bekennender Facebook-Feind. Irgendwie habe ich das Gefühl, man findet nur noch in der virtuellen Welt statt. Das möchte ich nicht. Habt keine Sorge um mich: Mich gibt es weiterhin, meine echten Freund wissen, wo sie mich finden (zweites Regalbrett von oben oder unterwegs). Ich werde auch weiterhin mit Frauchen und Herrchen verreisen, werde auch künftig ungefragt meinen Senf zu allem dazu geben - nur eben nicht mehr online, für alle Welt. Danke für die vielen netten Kommentare, von Fips, Philipp, Segantini und den anderen. Mein letzter Wunsch, bevor ich zu pathetisch werde: Behaltet mich in guter Erinnerung, ich hoffe, es hat Euch ein bißchen Spaß gemacht, die geistigen Ergüsse eines Bären zu lesen!
Nicht mehr bis bald, sondern alles Gute für Euch!
Euer Iwan